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DE1019092B - Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Metall-, insbesondere Eisenschmelzen im Vakuum mit Gasen, die durch die Schmelze hindurchgesaugt werden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Metall-, insbesondere Eisenschmelzen im Vakuum mit Gasen, die durch die Schmelze hindurchgesaugt werden

Info

Publication number
DE1019092B
DE1019092B DEM19102A DEM0019102A DE1019092B DE 1019092 B DE1019092 B DE 1019092B DE M19102 A DEM19102 A DE M19102A DE M0019102 A DEM0019102 A DE M0019102A DE 1019092 B DE1019092 B DE 1019092B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
melt
crucible
vacuum
sucked
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM19102A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Wilhelm Anton Fischer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Max Planck Institut fuer Nachhaltige Materialien GmbH
Original Assignee
Max Planck Institut fuer Eisenforschung GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Planck Institut fuer Eisenforschung GmbH filed Critical Max Planck Institut fuer Eisenforschung GmbH
Priority to DEM19102A priority Critical patent/DE1019092B/de
Publication of DE1019092B publication Critical patent/DE1019092B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/04Refining by applying a vacuum

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Metall-, insbesondere Eisenschmelzen im Vakuum mit Gasen, die durch die Schmelze hindurchgesaugt werden Zur Herstellung von Metallen, und Metallegierungen genau vorgegebener Zusammensetzung und insbeson7 dere auch zur Erzeugung gasfreier Metalle bedient man, sich in. zunehmendem Maße des Vakuumschmelzens. Um dabei die Metallegie-rungen einer zusätzlichen Reinigung zu unterziehen, hat man auch bereits vorgeschlagen, die Vakuumschmelze: der Einwirkung geeigneter Gase auszusetzen. So. sind beispielsweise sauerstoff- und kohlenstoffarme Eisenlegierungen in der Weise hergestellt worden, daß man sauerstoffhaltiges Eisen im Vakuum mit Wasserstoff behandelte, wodurch der Sauerstoff zu Wasserdampf abgebunden und bei vermindertem Druck aus der 'N,1e-tallschtnelze# entfernt wurde.
  • Bei den bekannten Vakuumschmelzverfahrien vorgenannter Art wird das Behandlungsgas entweder unmittelbar in das Vakuumgefäß eingeführt, so daß es mit der Oberfläche des Metallbades reagieren kann, oder aber man. leitet das Gas durch ein in die Schmelze von oben eintauchendes Rohr aus feuerfestem Werkstoff in das Metallbad ein, das dadurch von dem Reaktionsgas in Blasen durchperlt wird, Beide Verfahren erfordern aber verhältnismäßig lange Behandlungszeiten, da in beiden Fällen die für die Reaktion wirksamen Oberflächen, zwischen Schmelze und Gas ve#rgleichsweise klein, sind. So, bedurfte es beispielsweise einer Reaktionsdauer von. 12 Stunden, um den Sauerstoffgehalt einer Eisenschmelze durch Einleiten von Wassersto-ff in der oben beschriebenen Weise auf einen, Wert von 0,0020/e zu erniedrigen. Die Nachteile und Schwierigkeiten derart lan 'g dauernder Gasbehan#dlungen von unter Vakuum stehenden. Metallschmelzen liegen auf der Hand.
  • Demgegenüber gelingt es nun, die zur Erzieilung bestimmter Endgehalte und Reinheitsgrade von im Vakuum erschmolzenen und gasbehandelten Metallen bzw. Metallegierungen. erforderlichen Reaktionszeiten el el ganz erheblich zu verkürzen, wenn - wie das die Erfindung vorsieht - das Behandlungsgas, beispielsweise Wasserstoff, d#er Schmelze von unten her durch den po,rös2n Schrnelzbehälterboden in feinstverteilter Form zugeführt wird. Das Gas kann so. die gesamte Schmelze in feinen Blasen von unten nach oben durchstreichen. Auf diese Weise kommt man - wie nachstehend näher beschrieben - innerhalb kürzester Zeit zu Reinheitsgraden und Endgehalten der Schmelze, wie sie mit den bekannten Verfahren auch nicht annähernd erreichbar sind.
  • Es sei erwähnt, daß es zur Herstellung von reinern Stahl oder Gußeisen aus elektrolytisch raffiniertem, rcinern Eisen bekannt ist, das elektrolytisch, raffinierte Eisen zwecks Aufkohlung unter Vakuum zu schmelzen und durch das geschmolzene Eisen wasserstoff- und kohlenstoffhaltige Gase durchzusaugen oder durchzudrücken. Eine Zufuhr des Behandlungsgases über einen porösen Schmelzbehälterboden, ist hier aber nicht möglich, da sich die Poren des Tiegelbodens dann sehr bald mit Kohlenstoffteilchen, die beim Zerfall des kohlenwasserstoffhaltigen. Behandlungsgases entsteh#en, zusetzen würden.
  • Bei einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten, in zahlreichen. Versuchen erprobten Vorrichtung, die mit einem. in einem Vakuumfäß angeordneten. Schmelztiegel versehen ist, ist im Schmelztiegelboden ein in. an. sich bekannter Weise aus gegen die Schmelze beständigen Werkstoffen bestehender poröser Einsatzkörper vorgesehen" der sich nach unten trichterförmig verengt und an eine Gaszuleitung angeschlossen ist, die durch ein einstellbares, die Gaszufuhrmenge regelndes Ventil, insbesondere ein Nadelventil, abzusperren. ist. Ferner ist oberhalb des Schmelztiegels zum unmittelbaren Abführen der bei der Gasbehandlung der Schmelze sich etwa, bildenden flüchtigen Verbindungen, wie insbesondere.Wasserdampf, ein, an eine, Saugleitung anzuschließender, während der Durchgasung der Schmelze auf den Schmelztiegelrand absenkbarer Absaugtrichter vorgesehen.
  • Bevor auf weitere Einzelheiten der Erfindung eingegangen wird, sei hier erwähnt" daß das Hindurchleiten von. Gasen, durch einen düsenartig ausgebildeten Schrnelzbehälterboden bei unter Atmosphärendruck stehenden Metallschmelzen, beispielsweise bei Konvertern, bekannt ist. Derartige Schmelzbehälter müssen aber in. jedem Fall kippbar sein, um bei Abstellen der Gaszufuhr ein Verstopfen der im Boden angeordneten Blasdüsen durch die! Schmelze, zu verhindern. Auch hat man bereits versucht, bei unter Atmosphärtlidruck stehenden Schmelzen oxydierende Behandlungsgase durch die poröse Tiegelzustellung nicht kippbarer Schmelzbehälter hindurchzuführen. Dabei zeigte es sich aber, daß nach Aufhören des Gasdurchganges durch den porösen. Werkstoff die mit dein Bad in Berührung stehenden Kapillaren durch das flüssige Metall bzw. durch die Schlacke verstopft wurden und auch nach dem Aufheizen einer neuen Charge nicht mehr geöffnet werden konnten.
  • Wird hingegen -wie das die Erfindung vorsieht - die Gasbehandlung von Metallschinelzen im Vakuum durchgeführt, und zwar so, daß dabei ein, nicht oxydierendes Gas durch den porösen Boden des Schmelzbchälters in die Schmelze eingeführt wird, so treten die obenerwähnten, einen laufenden Schmelzbetrieb störelid.-n Erschtivungen. überraschenderweise nicht mehr auf. Beispielsweise konnten gemäß dem Verfahren nach der Erfindun- mit dem gleichen Schmelztiegel nacheinander zahlreiche Schinelzen durchgeführt werden, ohne daß ein Verstopfen des Tiegelbodens eintrat. Worauf dieses eigentümliche Verhalten beruht, konnte im einzelnen bisher nicht geklärt werden. Möglicherweise wird aber durch die reduzierenden Bedingungen beim Durchleiten des Gases in. der erfindungsgemäßen Weise die Bildung von Schlacke vollkommen unterdrück-t und dadurch das Verstopfen der Kapillaren vermieden,.
  • Weitere Einzelheiten des Verfahrens sowie der Vorrichtung gcmäß der Erfindung seien an einem in der Ze#ichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
  • Das aus der Grundplatte 1 und dem Deckel 2 bestehende Vakuumgefäß 3 ist über eine Saugleit.ung4 an eine Hochvakuumpumpe, beispielsweise eine Öl-Diffusionspumpe, angeschlossen und mittels letzterer e-vaktiierba,r. Innerhalb des Gefäßes 3 ist der Schmelztiegel 5 angeordnet, der entweder ortsfest oder auch zusammen mit einer in, einem Lagergestell 6 drehbeweglich. angeordneten Plattform 7 schwenkbar angeordnet sein kann. In letzterem Falle kann der aus porösem Tiegelmaterial bestehende, durch eine Hochfrequenz-Induktionsspule 8 beheizbare Schmelzbehälter 5 durch Betätigen -eines außerhalb des Gefäßes angeordneten Kippliebels 9 gekippt und sein Inhalt 11 in eine ebenfalls im Vakuumgefäß stehende Kokille 10 entleert werden.
  • Erfindungsgemäß ist nun in den Boden. des Schmelztiegels 5 ein Einsatzkörper 12 eingebaut, der vorzugsweise aus dem gleichen porösen Material wie der Tiegel 5, gegebenenfalls aber auch aus einem anderen geeigneten porösen, Werkstoff besteht. Der Einsatzkörper ist mit einer Siebplatte 13 versehen. Der sich nach unten trichterförinig verengende Einsatz 12 ist an seinem unteren Ende 14 an eine Gaszuleitung 15 angeschlossen., die mittels eines fein einstellbaren Nadelventils 16 absperrbar ist. Oberhalb des Schmelztiegels ist ein an eine Saugleitung 17 anschließbaxer Absaugtrichter 18 vorgesehen, der mittels einer Verstelleinrichtung 19 auf den oberen Schinelztiegelrand absenkbar ist.
  • -Nachdem die Metallinasse 11 in den Schmelzbehälter 5 eingegeben und durch entsprechende Belleizung ausreichend dünnflüssig gemacht worden ist, wird das Gefäß 3 evakuiert. Danach wird das Nadelventil 16 gcöffnet und das Gas, beispielsweise Wasserstoff, der Schinelze zugeführt. Die Porosität des Schmelztiegelbod,-ns ist so abgeglichen, daß das geschmolzene Metall nicht nach unten auslaufen, das Reaktionsgas jedoch in möglichst fcinen Bläschen hindurchtreten kann. Während der Einleitung des Wasserstoffes in die Schmelze. 11 wird der Absaugtrichter 18 auf den Schmelztiegel abgesenkt und der oberhalb der Schrn21ze sich bildende Wasserdampf durch die Leitung 17 abgesaulgt. Dadurch wird ein Niederschlagen des Wasserdainpfes auf dem Deckel 2 bzw. den übrigen Teilen des Vakuumgefäßes vermieden.
  • Mit einer Anordnung der vorstehend beschriebenen Art gelang es, in einem niehrere kg Eisenschine#lze fass,etidtn Ticgc,1 aus Sinterkorund den Sauerstoffgehalt der Schmelze von ursprünglich 0,12 auf 0,002%, und zwar innerhalb von 15 2-#linuten, zu erniedrigen. Dabei 1)etrug der Druck im Vakuumgefäß vor Beginn der Wasserstoffeinleitung 10-3 rum, während er bei der Wass,c.rstoffbehandlung auf etwa 1 irim Hg anstieg. Das Bcispicl zeigt, innerhalb welcher außerordentlich kur7,en Behandlungszeit Metallschinelzen auf einen bestimmten Reinheits- bzw. gewünschten Endgehalt an Sauerstoff z. D. gebracht werden können, wenn die Behandlung gemäß dem Verfahren nach der Erfindung erfolgt.

Claims (3)

  1. PATZNTANSPRÜCHr-1. -\,-erfahren zum Behandeln von Metall-, in,sbesondere Eisc#risclimelzcn im Vakuum mit vorzugsw--ise reduzierenden Gasen, die durch die Schmelze hindurchgesaugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Beliandlungsl-as, beispielsweise Wasserstoff, der Schmelze von unten her durch den porösen Schmelzbehälterboden in feinstverteilter Form zugeführt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem in einem Vakuumgefäß angeordneten Schrnelztiegel, dadurch gekennzeichnet, da13 im Schmelztiegelboden cin in an sich bekannter Weise aus gegen die Schmelze beständigen Werkstoffen. bestehender, poröser Einsatz (12) vorgesehen ist, der sich nach unten trichterförmig verengt und an eine Gaszuleitung (15) angeschlossen ist, die durch ein einstellba,res, die Gaszufuhrmenge regelndes Ventil, insbesondere ein Nadelveritil (16), abzusperren ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- kennzeichnet, daß oberhalb des Schmelztiegels (5) ein an eine Saugleitung (17) anschließbarer, während der Durebgasung der Schmelze auf den Schmelztiegelrand, absetzbarer Absaugtrichter (18) vorgesehen ist.
  3. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 138 897, 269 472, 585595.
DEM19102A 1953-06-27 1953-06-27 Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Metall-, insbesondere Eisenschmelzen im Vakuum mit Gasen, die durch die Schmelze hindurchgesaugt werden Pending DE1019092B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1168938B (de) * 1959-03-24 1964-04-30 Rheinstahl Huettenwerke Ag Verfahren zum Reinigen von Stahlbaedern mit Hilfe von Gasen und Vakuumbehandlungen
DE1270063B (de) * 1958-12-02 1968-06-12 Finkl & Sons Co Verfahren zum Reinigen von Stahlschmelzen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
EP0340893A1 (de) * 1988-05-02 1989-11-08 William M. Tekatch Verfahren zur Entfernung von Stickstoff aus Eisen

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE269472C (de) *
DE138897C (de) *
DE585595C (de) * 1931-01-07 1933-10-07 Gustav Schlick Vorrichtung zum Einfuehren von Gasen in stroemende Fluessigkeiten

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