-
Einrichtung mit mindestens zwei veränderbaren elektrischen Widerständen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung mit mindestens zwei in einem gemeinsamen
Gehäuse angeordneten veränderbaren elektrischen Widerständen, insbesondere einen
sogenannten Saalregler für Tonfilmtheater oder ähnliche Vorführanlagen, bei der
die mit einem Betätigungsglied, z. B. einem Drehknopf, verbundene Einstellachse
eines jeden Widerstandes über eine lösbare Kupplung mit einem gemeinsamen Getriebe
verbunden ist, durch welches die Einstellachsen der eingekuppelten Widerstände zwangläufig
miteinander im Eingriff sind.
-
Die Erfindung besteht darin, daß die Kupplungen zwischen den Einstellachsen
der Widerstände einerseits und dem gemeinsamen Getriebe andererseits derart ausgebildet
sind, daß ein Einkuppeln nur in einer bestimmten Stellung jeder Einstellachse zum
Getriebe möglich ist und vorzugsweise selbsttätig erfolgt.
-
Es ist eine Regeleinrichtung für Bühnenbeleuchtungszwecke bekannt,
bei der mehrere Widerstände einzeln oder gemeinsam mit einem einzigen Verstelltrieb
gekuppelt werden können. Die neue Einrichtung gibt dagegen die Möglichkeit, wahlweise
entweder sämtliche Regler durch Betätigung irgendeines Drehknopfes gleichzeitig
oder auch einen beliebigen Regler einzeln zu verstellen; in letzterem Fall wird
der betreffende Regler -zunächst z. B. durch Herausziehen seines Betätigungsgliedes
ausgekuppelt und dann verstellt. Ferner ist es bei Einrichtungen mit drei oder mehr
Reglern möglich, einen Regler durch Auskuppeln vom gemeinsamen Getriebe-zu trennen
und nur die übrigen Regler gemeinsam für sich zu verstellen.
-
Die Kupplungen zwischen den Einstellachsen der Regler einerseits und
dem' gemeinsamen Getriebe andererseits sind vorteilhaft derart ausgebildet, daß
ein Einkuppeln jeweils nur in einer bestimmten Stellung der Einstellachse zum Getriebe
möglich ist und dann vorzugsweise selbsttätig erfolgt. Dadurch wird sichergestellt,
daß die Regler nur in - einer ganz bestimmten gegenseitigen Einstellung miteinander
gekuppelt sind. Dies ist besonders bei der Ausbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung
als Saalregler für tnehrkanalige, z. B. stereophone Tonfilmanlagen von Vorteil,
indem sie bei getrennter Regelmöglichkeit für jeden einzelnen Kanal jederzeit gestattet,
die Pegel in den einzelnen Kanälen in eine bestimmte feste Größenbeziehung zueinander
zu bringen.
-
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht
die Kupplung aus einem auf der Einstellachse des Reglers frei drehbaren, mit einem
od -er mehreren Mitnehmern versehenen Zahnrad des gemeinsamen Getriebes und einer
auf der Einstellachse verdrehungssicher befestigten, aber axial gegenüber dem Zahnrad
verschiebbaren Scheibe, die Ausnehmungen od. dgl. für die Mitnehmer besitzt und
durch Federdruck gegen das Zahnrad gedrückt wird. Es soll jedoch darauf hingewiesen
werden, daß es bekannt ist, zwei elektrische Drehwiderstände mit einem Betätigungsglied
in der Weise zu kuppeln, daß auf der Achse des Betätigungsgliedes eine Scheibe mit
axial gerichteten Stiften vorgesehen ist, mit denen auf den Achsen der Drehwiderstände
befestigte geschlitzte Scheiben in Eingriff gebracht werden können.
-
Anstatt am Zahnrad können die Mitnehmer od. dgl. auch an der Scheibe
angeordnet sein, wobei dann das Zahnrad mit entsprechenden Ausnehmungen od. dgl.
versehen wird-. Die Scheibe ist zweckmäßig am einen Ende einer längs verschieblichen,
verdrehungssicher mit der Reglerachse gekuppelten Hülse befestigt, die am anderen
Ende einen beispielsweise mit einer Einstellmarke Qder Skala versehenen Drehknopf
trägt. Das Getriebe kann aus je-einem auf der Reglerachse angeordneten Zahnrad und
einem gemeinsamen, mit jedem dieser Zahnräder irri - Eingriff befindlichen Zwischenzahnrad
bestehen, -wobei sämtliche Zahnräder stets miteinander im Eingriff sind. Anstatt
aus Zahnrädern kann -das Getriebe auch aus -Reibrädern oder anderen zweckentsprechenden
Übertragungsmitteln aufgebaut sein.
-
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist für die Festlegung wenigstens
eines Reglers in einer von den übrigen Reglern unabhängigen Stellung eine Rastvorrichtung
vorgesehen, durch welche die Kupplung des betreffenden Reglers außer Eingriff gehalten
wird. Die übrigen- Regler können dann unabhängig von diesem ausgerasteten Regler
bedient werden, ohne daß dessen Kupplung in irgendeiner Stellung der übrigen Regler
von selbst einrastet,
Die Erfindung und dazugehörige Einzelheiten
sind an Hand von Fig. 1 und 2 beispielsweise erläutert, die einen Saalregler mit
vier Regelpotentiometern zeigen.
-
Fig. 1 stellt eine Vorderansicht des Saalreglers mit teilweise weggebrochenem
Gehäusedeckel dar, während Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-11 der Fig. 1
wiedergibt.
-
An einer mit der Grundplatte 1 verbundenen Platte 2 sind vier Regelpotentiometer
3 angeordnet und mittels einer auf ihren Gewindestutzen aufgeschraubten Mutter 4
befestigt. An der Einstellachse 5 eines jeden Reglers 3 ist ein Zahnrad 6 auf einer
Buchse 7 frei drehbar gelagert und mittels eines Seeger-Ringes 8 od. dgl. gegen
axiale Verschiebung gesichert. Die vier Zahnräder 6 stehen über ein Zwischenzahnrad
9 miteinander im Eingriff, das seinerseits auf einer Buchse 10 frei drehbar gelagert
ist. Die Einstellachse 5 eines jeden Reglers wird von einer Hülse 11 umfaßt, an
deren dem Regler zugekehrten Ende eine Scheibe 12 befestigt ist, während das andere
Ende einen Drehknopf 13 trägt. Die Hülse 11 ist in einer Bohrung einer weiteren
festen Platte 14 drehbar und längs verschieblich gelagert und greift mit einem Stift
15 in eine in der Einstellachse 5 vorgesehene Längsnut ein. Jeder Drehknopf 13 ist
somit verdrehungssicher mit der zugeordneten Reglerachse 5 verbunden.
-
Jedes Zahnrad besitzt zwei an gegenüberliegenden Stellen seines Umfanges
angeordnete Mitnehmerstifte 16, den zwei in der gegenüberliegenden Scheibe 12 vorgesehene
Ausnehmungen 17 entsprechen. Die Scheibe 12 wird durch eine Feder 18 gegen das Zahnrad
6 gedrückt, so daß bei entsprechender Stellung der Scheibe zum Zahnrad die Stifte
16 durch die Ausnehmungen 17 treten und somit der betreffendekegler mit dem gemeinsamen
Getriebe gekuppelt ist. Die Mitnehmerstifte 16 sind zweckmäßig in verschiedenen
Abständen vom Mittelpunkt des Zahnrades 6 angeordnet, so daß ein Einkuppeln nur
in einer einzigen Stellung der Kupplungsscheibe 12 zum Kupplungszahnrad 6 möglich
ist. Das Auskuppeln erfolgt, wie der obereRegler in Fig.2 erkennen läßt, durch Herausziehen
des betreffenden Drehknopfes, wodurch diese Kupplung gelöst wird und der betreffende
Regler unabhängig von den anderen Reglern verstellt werden kann. Nachdem der ausgekuppelte
Regler verstellt ist, liegt seine Scheibe 12 unter der Einwirkung der Feder 18 auf
den Enden der Mitnehmerstifte 16 auf, bleibt also ausgekuppelt. Die übrigen, beispielsweise
über das Getriebe miteinander im Eingriff stehenden Regler können dann unabhängig
vom ausgelcuppelten Regler verstellt werden. Sobald bei der relativen Verstellung
von mit dem Getriebe gekuppelten Reglern gegen einen ausgekuppelten Regler eine
bestimmte Einstellage erreicht ist, wird der ausgekuppelte Regler durch die zugeordnete
Feder 18 selbsttätig eingekuppelt. Um bei der Betätigung irgendeines Reglers eine
unbeabsichtigte Verstellung eines mit diesem nicht gekuppelten Reglers mit Sicherheit
zu vermeiden, ist zwischen jeder Scheibe 12 und der zugeordneten Feder 18 eine Bremsscheibe
19, z. B. aus Gummi, vorgesehen, die vorteilhaft aufgerauhte oder mit einer plastischen
Musterung versehene Flächen besitzt.
-
Auf der Achse eines jeden Betätigungsgliedes, z. B. Drehknopfes, ist
vorteilhaft eine durchsichtige Skalenscheibe angeordnet, die mittels einer vorzugsweise
sämtlichen Skalenscheiben gemeinsamen Lichtquelle beleuchtet werden kann und von
der ein Teil durch einen Ausschnitt des Gehäuses der Einrichtung sichtbar ist. Beim
dargestellten Ausführungsbeispiel sitzt die Skalenscheibe 20 auf einer Buchse 21,
die auf der Hülse 11 zwar längs verschieblich, jedoch mittels Stift 22 und Nut 23
gegen Verdrehung gesichert angeordn-,t ist. Die Buchse 21 wird durch eine über die
Hülse 11 geschobene und sich auf die Platte 14 abstützende Schraubenfeder 24 in
Richtung auf die Innenseite des Gehäuses 25 gedrückt, so daß die Scheibe 20 unabhängig
davon, ob der zugehörige Drehknopf eingedrückt oder herausgezogen ist, stets denselben
Abstand zum Gehäuse besitzt. Für jede Skalenscheibe 20 ist im Gehäuse 25 ein Ausschnitt
26 vorgesehen, der zweckmäßig mit einer Marke für die genaue Einstellung des betreffenden
Reglers versehen ist. Zur Beleuchtung der durchsichtig oder durchscheinend ausgeführten
Skalenscheibe 20 dient eine gemeinsame Lichtquelle 27, deren Lichtstrom mittels
eines gewölbten Reflektors 28 von hinten auf die den Ausschnitten 26 zugeordneten
Teile der Skalenscheiben 20 geworfen wird. Die Lichtquelle 27 ist mittels der Drucktaste
29 ein- und ausschaltbar. Für den Anschluß der zu den Reglern 3 führenden Leitungen
ist ferner eine Klemmenleiste 30 vorgesehen.
-
Der in Fig. 1 unten rechts angeordnete Regler ist mit einer Rastvorrichtung
versehen, die gestattet, diesen Regler in seiner Nullstellung dauernd außer Eingriff
mit den übrigen Reglern zu halten. Hierzu ist die längs verschiebliche Hülse dieses
Reglers mit einem quer zur Reglerachse verlaufenden Raststift 31 versehen, der beim
Herausziehen des betreffenden Reglerknopfes durch eine Ausnehmung 32 der Platte
14 tritt und nach einer kleinen Rechtsdrehung des Knopfes auf ein festes Rastblech
33 zu liegen kommt, das auf der Innenseite des Gehäuses 25 anliegt. Der betreffende
Regler ist dann unabhängig von den anderen Reglern stillgelegt, bis seine Verriegelung
durch eine kleine Linksdrehung gelöst wird, worauf Stift samt Hülse und Drehknopf
unter dem Einfluß der zugeordneten Feder nach innen verschoben werden, bis die Kupplungsscheibe
auf den Mitnehmerstiften des zugehörigen Kupplungszahnrades aufliegt.