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Einrichtung mit in einem Gehäuse angeordneten veränderbaren elektrischen
Widerständen, insbesondere Saalregler für Tonfilmtheater oder ähnliche Vorführanlagen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung mit in einem Gehäuse angeordneten veränderbaren
elektrischen Widerständen, insbesondere Saalregler für Tonfilmtheater oder ähnliche
Vorführanlagen, nach. Patent 1018963.
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Es sind Regeleinrichtungen bekannt, die beispielsweise für die Regulierung
von Bühnenbeleuchtungen Verwendung finden. Dabei werden Leiterspindeln über eine
Kurbel und Kegelräder angetrieben. Die Leiterspindeln verschieben einen Abgriff
auf Widerständen. Diese Einrichtungen sind nicht dazu geeignet, in Tonfilmtheatern
für die Lautstärkeregelung z. B. einer Mehrkanal-Tonwiedergabe eingesetzt zu werden,
da eine Feinregelung mit der bekannten Einrichtung nicht möglich ist. Außerdem sind
die bekannten Einrichtungen unhandlich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, sogenannte Saalregler sowohl
für einkanalige als auch für mehrkanalige To.n.wiedergaberegelung verwenden zu können.
Dabei sollen die einzelnen Regelglieder unabhängig voneinander nachregelbar und
zusätzlich in gegenseitiger Abhängigkeit gemeinsam regelbar sein. Diese Aufgabe
wird an sich auch schon durch die Anordnung nach dem Hauptpatent gelöst. Es tritt
jedoch noch die Forderung auf, die veränderbaren Widerstände, insbesondere Potentiometer,
mit wenigen Handgriffen auswechseln zu können. Ferner sind die einzelnen Drehwiderstände
so zu lagern, daß eine Verklemmung der Drehachsen und damit eine Behinderung des
gemeinsamen Antriebes ausgeschlossen ist. Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß auf den Achsen der einzelnen Drehwiderstände, vorzugsweise Potentiometer,
je ein mit einem Schlitz versehener Hebelarm derart angeordnet ist, daß in dem Schlitz
ein Zapfen eines um einen festen Drehpunkt schwenkbaren Haltearmes eingreift, wobei
der Haltearm festse tzbar ist und dadurch der Drehwiderstand sowohl gegen Verdrehung
als auch gegen axiale Verschiebung gesichert ist. Gegebenenfalls kann ein gewisses
Spiel in axialer Richtung beibehalten werden, so daß ein Verklemmen des Antriebes
vermieden wird. Als zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der gemeinsame Antrieb für alle Drehwiderstände von der Drehachse eines Drehwiderstandes
abgeleitet ist und daß eine über einen Schalthebel od. dgl. betätigbare Kupplung
zwischen dieser Drehachse und den Antriebsübertragungsmitteln derart vorgesehen
ist, daß dieser Drehwiderstand auch fü.r sich allein regelbar ist. Diese Ausgestaltung
der Erfindung hat den Vorteil, daß der Drehwiderstand im ausgekoppelten Zustand
zur Regelung einer einkan.aligen Tonwiedergabe, z. B Lichttonwiedergabe, Verwendung
finden kann. Dabei ist es zweckmäßig, daß gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung
Mittel vorgesehen sind, die die jeweilige Betriebsart bzw. die zu regelnde Tonkanalzahl
anzeigen. Dazu kann beispielsweise eine Glimmlampe od. dgl. vorgesehen sein, die
in Abhängigkeit von dem genannten Schalthebel aufleuchtet. Gegebenenfalls genügen
auch Markierungen, die in Abhängigkeit von der Stellung des Schalthebels die Betriebsart
anzeigen.
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Zweckmäßig werden die einzelnen Drehwiderstände je für sich aus dem
gemeinsamen Antrieb in an sich bekannter Weise auskuppelbar und dadurch nachstellbar
und zur Nullstellung hin abgleichbar ausgebildet.
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Als Antriebsübertragungsmittel kann ein an sich bekannter Seiltrieb
Verwendung finden, aber auch die Verwendung von Zahnrädern ist grundsätzlich möglich.
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Die Nachregelung der einzelnen Drehwiderstände erfolgt im ausgekoppelten
Zustand in vorteilhafter Weise dadurch, daß ein Achsstummel mit einem Schlitz vorgesehen
ist, in den ein: Geldstück eingesteckt werden kann. Auch die Nachregelung mit Hilfe
eines Schraubenziehers od. dgl. ist möglich.
Eine vorteilhafte und
zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß Kontaktleisten, vorzugsweise
Messerleisten, vorgesehen sind, an die die elektrischen Anschlußleitungen der Widerstände
derart angeschlossen sind, da,ß das gesamte Aggregat aus seinem Gehäuse herausziehbar
ist. Diese erfindungsgemäße Ausbildung eines Saalreglers erleichtert das Auswechseln
der Drehwiderstände sehr.
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Gegebenenfalls sind in dem Saalregler außer den durch einen gemeinsamen
Antrieb zusammengefaßten Drehwiderständen noch solche mit einem eigenen Antrieb
vorgesehen, die beispielsweise zur Regelung eines Effektkanals od. dgl. dienen.
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Die Erfindung ist an Hand der Figuren beispielsweise beschrieben,
und zwar zeigt Fig. 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Befestigung der Drehwiderstände,
Fig. 2 eine Seitenansicht nach Fig. 1, Fig. 3 einen .erfindungsgemäßen Saalregler
in schematischer Darstellung.
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In Fig. 1 ist auf der Achsbuchse des Drehwiderstandes 1 .erfindungsgemäß
ein Hebelärm 2 festgeschraubt, der mit einem Schlitz in den Zapfen 3 eines Haltearmes
4 greift. Der Haltearm ist um einen festen Punkt schwenkbar und mit Hilfe der Schraube
5 auf dem Stützzapfen 6 festzusetzen. Der Drehwiderstand, beispielsweise ein Potentiometer,
wird mit seiner Achse 6 in die Buchse 7 der Antriebsachse eingesteckt, und der Haltearm
4 wird mit seinen Zapfen 3 in den Schlitz des Hebelarmes 2 eingeschwenkt. Beim Auswechseln
ist nur die Schraube 5 zu lösen. Der Zapfen 3 ist mit einem Kopf versehen. Dieser
Kopf begrenzt die axiale Bewegungsfreiheit des eingesetzten Drehwiderstandes. Die
in Fig. 2 dargestellte Seitenansicht zeigt den Schlitz 8 des Hebelarmes 2. Vor der
Festsetzung des Haltearmes 4 mit Hilfe der Schraube 5 ist sowohl der Drehwiderstand
1 im Sinne des Doppelpfeiles 9 als auch der Haltearm 4 im Sinne des Doppelpfeiles
10 verschwenkbar, so daß der Zapfen 3 in den Schlitz 8 eingeführt werden kann.
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Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Saalreglers
in schematischer Darstellung, und zwar sind die Potentiometer 11 und 12, wie in
Fig. 1 und 2 dargestellt, befestigt. Der erfindungsgemäße Saalregler ist beispielsweise
mit drei durch einen gemeinsamen, ah sich bekannten Seiltrieb 13 verbundenen Potentiometern
ausgerüstet. Bei stereofonischer Tonwiedergabe sind diese Potentiometer beispielsweise
für die Regelung des linken, rechten und mittleren Tonkanals vorgesehen. Im Ausführungsbeispiel
wird das Potentiometer 12 für den mittleren Tonkanal über einen Knopf 14 angetrieben
und von der Achse 15 dieses Potentiometers der Antrieb über einen Seiltrieb 13 auf
die Achsen 16 und 17 der Potentiometer für den rechten und linken Tonkanal übertragen.
Die Achse 17 des linken Potentiometers 11 ist im Sinne des Pfeiles 18 entgegen der
Kraft einer Feder 19 verschiebbar, so daß die Reibungskupplungselemente 20 ausgekuppelt
werden können. Dadurch ist das Potentiometer unabhängig von dem gemeinsamen Antrieb
13 nachstellbar. Die Nachstellung kann beispielsweise mit Hilfe eines Schraubenziehers
erfolgen, der durch eine abdeckbare öffnung in der Gehäusewandung einzuführen ist.
Die Achse 16 des Potentiometers für den rechten Tonkanal ist ebenfalls im Sinne
des Pfeiles 21 beweglich: Dadurch wird beispielsweise eine Zahnkupplung 22 außer
Eingriff gebracht, so daß auch hier das Potentiometer unabhängig vom gemeinsamen
Antrieb nachstellbar ist. Das kann beispielsweise über einen mit einem sogenannten
Groschenschlitz 23 versehenen Druckknopf 24 oder über einen Achsstummel erfolgen.
Vor der Gehäusewandung 25 sind beispielsweise Skalen 26 angebracht, auf denen die
jeweilige Stellung der Potentiometer ablesbar ist. Gegebenenfalls können die Skalenscheiben
26 über Lämpchen 27 beleuchtet sein.
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Beispielsweise kann die Antriebsübertragung von der Achse 15 auf die
Seilscheibe 28 über eine mit einem Schalthebel od. dgl. betätigbare Kupplung übertragen
werden, so daß auch das Potentiometer 12 unabhängig von den anderen Potentiometern
einstellbar ist. In diesem Falle findet das Potentiometer 12 beispielsweise Anwendung
zur Regelung einer einkanajigen Tonwiedergabe, insbesondere Lichttonwiedergabe.
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Der Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin, daß die
Potentiometer 11, 12 und 29 laicht auswechselbar sind. Ferner sind diese leicht
zugänglich, so daß eine Kontaktreinigung keine Schwierig= keiten bereitet. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, daß die einzelnen Tonspuren aufeinander abgeglichen werden
können, d. h., für jeden neuen Film, dessen Pegel von dem Tonpegel des vorher verwendeten
Filmes abweicht, werden die einzelnen Drehwiderstände entsprechend den Pegeln in
den einzelnen Kanälen einmal eingestellt, und anschließend erfolgt die Gesamtregelung
über den gemeinsamen Antrieb 13.