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DE1018387B - UEberzogene Gewebe auf Basis von Polyestern - Google Patents

UEberzogene Gewebe auf Basis von Polyestern

Info

Publication number
DE1018387B
DE1018387B DEI9903A DEI0009903A DE1018387B DE 1018387 B DE1018387 B DE 1018387B DE I9903 A DEI9903 A DE I9903A DE I0009903 A DEI0009903 A DE I0009903A DE 1018387 B DE1018387 B DE 1018387B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
polyester
acid
fabric
coated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI9903A
Other languages
English (en)
Inventor
William Abbotson
David Hay Coffey
Reginald Hurd
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1018387B publication Critical patent/DE1018387B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/564Polyureas, polyurethanes or other polymers having ureide or urethane links; Precondensation products forming them

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Überzogene Gewebe auf Basis von Polyestern Es ist bereits vorgeschlagen worden, Textilgewebe mit Kombinationen aus a) Kondensationsprodukten aus mehrwertigen Alkoholen und mehrbasischen Säuren und b) organischen Polyisocyanaten zu überziehen und eine Umsetzung zwischen diesen Stoffen auf dem Gewebe vorzunehmen (Polyurethanharzbildung), so daß ein anhaftender Überzug von ausgezeichneter Dauerhaftigkeit entsteht. Bei der Aufbringung eines solchen Polyurethanüberzuges auf schwere Gewebe auf Basis von Polyestern war es jedoch bisher nicht möglich, eine ausreichende Biegsamkeit des Überzuges zu erzielen. Derartige Überzüge sind spröde im Griff, und der Film neigt bei starker Biegung zum Zerspringen.
  • Es wurde nun gefunden, daß ein besonderer Mischpolyester einen ausgezeichneten Weichmacher für derartige Überzüge darstellt, bei dessen Verwendung man weichere und biegsamere Überzüge auf schweren Polyestergeweben erhält.
  • Der besondere Mischpolyester ist durch Kondensation eines Glykols, einer aliphatischen Dicarbonsäure und einer aromatischen Monocarbonsäure oder Gemischen derselben erhalten.
  • Zur Herstellung des überzogenen Gewebes nach der Erfindung kann jedes Kondensationsprodukt aus mehrwertigem Alkohol und mehrbasischer Säure verwendet werden. Man kann die Kondensationsprodukte von Adipinsäure, Sebacinsäure, Phthalsäure (oder Phthalsäureanhydrid) mit Glycerin, Äthylenglykol, Sorbit, Pentaerythrit, Diäthylenglykol, Butylenglykol, Trimethylolpropan oder Mischungen dieser Produkte als Komponente zur Umsetzung mit den Polyisocyanaten zwecks Polyurethanharzbildung verv, enden.
  • Vorzugsweise stellt man die Kondensationsprodukte aus Dicarbonsäuren und dreiwertigen Alkoholen und gegebenenfalls zweiwertigen Alkoholen unter solchen Bedingungen dar, daß die Produkte einen Hydroxylgehalt von 2 bis 7 0%o haben.
  • Ein bevorzugtes Kondensationsprodukt aus mehrwertigem Alkohol und mehrbasischer Säure ist der aus einem Gemisch von Äthylenglykol, Glycerin und Adipinsäure gebildete Polyester.
  • Die erfindungsgemäß als Weichmacher für die Überzüge dienenden Mischpolyester lassen sich vorteilhaft nach an sich bekannten, hier nicht beanspruchten Methoden herstellen, indem man die ausgewählten Reaktionsteilnehmer in Abwesenheit von Luft oder Sauerstoff unter solchen Bedingungen auf Polymerisationstemperatur erhitzt, daß Wasser aus der Reaktionsmischung auf an sich bekannte Weise entfernt wird. Man kann die üblichen Veresterüngskatalysatoren, z. B. p-Toluolsulfonsäure, anwenden. Gewöhnlich wird der Polyester aus einem Glykol oder einem Gemisch von Glykolen, einer aliphatischen Dicarbonsäure oder einem Gemisch aliphatischer Di.-carbonsäuren und einer aromatischen Monocarbonsäure oder einem Gemisch aromatischer und aliphatischer Monocarbonsäuren hergestellt, welches mindestens 50 Molprozent aromatischer Säure enthält.
  • Die verschiedenen Verbindungen werden so ausgewählt, daß der Mischpolyester bei normalen Temperaturen flüssig ist. Normalerweise erhält man einen flüssigen Polyester, wenn entweder das Glykol oder die Dicarbonsäure eine C-O-C-Gruppe oder ein verzweigtkettiges Kohlenstoff skelett besitzt.
  • Die Polyester haben ein Molekulärgewicht von mindestens 500, vorzugsweise von mehr als 700. Um Produkte von geringer Flüchtigkeit zu erhalten, wendet man vorzugsweise ein Verhältnis von mindestens 3 Mol Dicarbonsäure zu 2 Mol Monocarbonsäure an. Die Flüchtigkeit des Polyesters kann noch weiter herabgesetzt werden, wenn man die Dicarbonsäure in einem Molverhältnis von mehr als 3 : 2 zu der Monocarbonsäure anwendet. Eine solche Änderung in der Zusammensetzung des Polyesters hat eine Änderung der Beschaffenheit der mit dem Produkt erhaltenen plastif zierten Mischungen zur Folge. Eine Erhöhung des Anteils der Monocarbonsäure wirkt sich allgemein in einer Erhöhung der Wirksamkeit des Produktes als Weichmacher und seiner Verträglichkeit aus, Die überzogenen Gewebe auf Polyesterbasis gemäß der Erfindung werden vorteilhaft hergestellt, indem man eine Mischung, die das Kondensationsprodukt aus mehrwertigem Alkohol und mehrbasischer Säure, das organische Polyisocyanat, den als Weichmacher dienenden Mischpolyester und ein Lösungsmittel enthält, auf das Gewebe aufbringt, das Lösungsmittel entfernt und das Gewebe einer Wärmebehandlung unterzieht.
  • Man kann jedes geeignete Lösungsmittel für das Kondensationsprodukt aus mehrwertigem Alkohol und mehrbasischer Säure verwenden; vorzugsweise wählt man jedoch ein solches Lösungsmittel, das sich leicht durch Verflüchtigung aus dem behandelten Gewebe entfernen läßt und nicht einmal einen geringen Gehalt an Wasser oder anderen Hydroxylverbindungen besitzt, so daß es mit dem Polyisocyanat nicht reagieren kann. Geeignete Lösungsmittel sind wasserfreies Butylacetat, Äthylacetat, Methyläthylketon, Methylisobutylketon, Methylcyclohexanon und Gemische, die diese Flüssigkeiten oder andere Verbindungsmittel, z. B. Benzol, enthalten.
  • Die Wärmebehandlung dient zur Durchführung der Umsetzung der Reaktionsteilnehmer der Mischung miteinander und bzw. oder mit dem Gewebe und beträgt gewöhnlich 15 Minuten bis etwa 1 Stunde bei Temperaturen von 90 bis 120° oder mehr.
  • Gewünschtenfalls kann man den Überzug durch Aufspritzen, Aufbürsten, Aufstreichen oder auf jede andere an sich bekannte Weise aufbringen.
  • Vor, während oder nach der Wärmebehandlung kann der Überzug beispielsweise durch Kalandern poliert oder z. B. mittels eines Gauffrierkalanders mit Preßmustern versehen werden.
  • Der Anteil des Mischpoly ester-Weichinachers in der Überzugsmasse kann 20 bis 200 Gewichtsprozent des Kondensationsproduktes aus mehrwertigem Alkohol und mehrbasischer Säure betragen. Vorzugsweise bringt man einen zweiten Überzug oder Deckbelag auf, der keinen Polyester-Weichmacher enthält, um jede Möglichkeit einer Wanderung oder einer Auslaugung des Weichmachers durch Lösungsmittel auszuschließen.
  • Man kann in die überzugsmasse nach Wunsch auch Zusätze, wie Pigmente, Wachse, andere Weichmacher. ; Bakterizide oder Feuerschutzmittel einschließen.
  • Die in der obigen.Weise zu überziehenden Gewebe auf Basis von Polyestern können z. B. Gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern sein. Die bemerkenswerten Verbesserungen in der Beschaffenheit der ; Überzüge erhält man, wenn man die Überzüge auf schwere Polyestergewebe aufbringt, deren Gewicht etwa in der Größenordnung von 136 bis 680 g/m2 liegt im Gegensatz zu leichten Geweben, die etwa 34 bis 68 g/m2 wiegen.
  • Solche schweren, mit- den plastifizierten Überzügen versehenen Gewebe besitzen ausgezeichnete Biegsamkeit, Abnutzungsfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Lösungsmittel. Die Widerstandsfähigkeit gegen Lösungsmittel ist höher als bei Verwendung monomerer Weichmacher, wie Dibutylphthalat. Diese Gewebe sind besonders wertvoll für leichte Zeltbahnen und Rouleaus.
  • Die folgenden Beispiele, in denen die Teile und Prozentgehalte sich auf Gewichtsmengen beziehen, sollen die Erfindung veranschaulichen, ihren Umfang jedoch nicht einschränken.
  • Beispiel 1 Eine Mischung wird aus 50,0 Teilen eines a) Kondensationsproduktes aus Adipinsäure, Äthylenglykol und Glycerin, 50,0 Teilen eines b) Mischpolyester-Weichmachers, 21,4 Teilen Butylacetat, 45,2 Teilen Methyläthylketon, 0,1 Teil Celluloseacetobutyrat (als Verlaufmittel) und 12,5 Teilen von c) m-Toluoylendiisocyanat hergestellt. Man erhält eine klare Lösung.
  • Durch diese Lösung wird ein 407 g/m2 wiegendes Gewebe aus Po-lyäthylenterephathalatfasern mit einer Geschwindigkeit von 15 cm/Min. hindurchgeführt, dann abtropfen gelassen und mit einer solchen Geschwindigkeit durch einen auf 100° geheizten Ofen geführt, daß das Gewebe etwa 1 Stunde in dem Ofen bleibt.
  • Darauf bringt man nach dem folgenden Verfahren einen zweiten Überzug auf: Es wird eine Mischung aus 70,0 Teilen des a) Kondensationsproduktes von Adipinsäure, Äthylenglykol und Glycerin, 30,0 Teilen Butylacetat, 14,OTeilen Äthylacetat, 2,7 Teilen Benzol, 0,14 Teilen eines Celluloseacetobutyrats und 35,0 Teilen von b) m-Toluylendiisocyanat hergestellt. Man erhält eine klare Lösung. Das 407 g/m2 wiegende überzogene Polyestergewebe wird durch diese Lösung mit einer Geschwindigkeit mit 15 cm/IIin. hindurchgeführt, dann abtropfen gelassen und durch einen auf 100° beheizten Ofen mit solcher Geschwindigkeit geführt, daß das Gewebe etwa 1 Stunde in dem Ofen bleibt.
  • Man erhält ein biegsames, halblasierendes überzogenes Gewebe, das gegen die Einwirkung von Lösungsmitteln, Alkalien, Säuren und heißen oder kalten wäßrigen Waschmitteln widerstandsfähig ist und durch Falten oder Knittern nicht beschädigt wird oder einreißt.
  • Wird zum Vergleich dasselbe Polyestergewebe unter Verwendung des 3-Chlorpropylenglykol-(2)-plienyläthers als Weichmacher (entsprechend der deutschen Patentschrift 738226) benutzt, so ist dieses überzogene Gewebe schon beim Griff hinsichtlich der Geschmeidigkeit dem erfindungsgemäßen weit unterlegen. Beispiel 2 Man stellt eine Mischung aus 50,0 Teilen eines Kondensationsproduktes von Adipinsäure, 1, 2-Butylenglykol und Hexantriol, 50,0 Teilen eines Mischpolyester-Weichmachers, 21,4 Teilen Butylacetat, 45,2 Teilen Methyläthylketon, 0,1 Teil eines Celluloseacetobutyrats und 12,5 Teilen in-ToluylendiisocYanat her. Man erhält eine klare Lösung.
  • Durch diese Lösung wird ein 254 g/m2 wiegendes Gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern mit einer Geschwindigkeit von 15 cm/Min. hindurchgeführt, dann abtropfen gelassen und durch einen auf 100° geheizten Ofen mit solcher Geschwindigkeit geführt, daß das Gewebe etwa 1 Stunde in dem Ofen bleibt.
  • Dann wird ein zweiter Überzug in der folgenden Weise aufgebracht: llan stellt eine Mischung aus 70,0 Teilen des Komdensationsproduktes aus Adipinsäure, 1, 4-Butylenglykol und Hexantriol, 30,0 Teilen Butylacetat, 14,0 Teilen Äthylacetat, 2,7 Teilen Benzol, 0,14 Teilen eines Celluloseacetobutyrats und 35,0 Teilen m=I'oluylendiisocyanat her. Es wird eine klare Lösung erhalten. Durch die Lösung führt man das 254 g/in2 wiegende Polyestergewebe mit einer Geschwindigkeit von 15 cni/Min., läßt es sodann abtropfen und führt es durch einen auf 100° geheizten Ofen mit solcher Geschwindigkeit, daß das Gewebe etwa 1 Stunde in dem Ofen bleibt.
  • So erhält man ein biegsames, halblasierendes überzogenes Gewebe, welches gegen die Einwirkung von Lösungsmitteln, Alkalien, Säuren, heißen und kalten wäßrigen Waschmitteln widerstandsfähig ist und durch Falten oder Knittern nicht beschädigt wird oder einreißt. Beispiel 3 Man stellt eine Mischung aus 52,5 Teilen des Kondensationsproduktes von Adipinsäure, Äthylenglykol und Glycerin nach Beispiel 1, 78,8 Teilen eines Mischpolyester-Weichmachers; 22,5 Teilen Butylacetat, 65,3 Teilen Methyläthylketon, 0,105 Teilen eines Celluloseacetobutyrats und 13,1 Teilen m-Toluylendiisocyanat her. Man erhält eine klare Lösung.
  • Durch diese Lösung führt man ein 407 g/m2 wiegendes Gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern mit einer Geschwindigkeit von 15 cm/Min. hindurch, läßt e5 sodann abtropfen und führt es durch einen auf 100° geheizten Ofen mit einer solchen Geschwindigkeit, daß das Gewebe etwa 1 Stunde in dein Ofen bleibt.
  • Dann wird der zweite Überzug folgendermaßen aufgebracht: Man stellt eine Mischung aus 70,0 Teilen des Kondensationsproduktes von Adipinsäure, Äthylenglykol und Glycerin, 30,0 Teilen Butylacetat, 14,0 Teilen Äthylacetat, 2,7 Teilen Benzol, 0,14 Teilen eines Celluloseacetol>utyrats und 35,0 Teilen m-Toluylendiisocyanat her. Man erhält eine klare Lösung. Durch diese Lösung führt man das überzogene Polyestergewebe mit einer Geschwindigkeit von 15 cm/Min. hindurch, läßt es dann abtropfen und führt es anschließend durch einen auf 100° erhitzten Ofen mit solcher Geschwindigkeit, daß das Gewebe etwa 1 Stunde lang in dein Ofen bleibt.
  • Auf diese Weise erhält man ein biegsames, halblasierendes überzogenes Gewebe, das gegen die Einwirkung von Lösungsmitteln, Alkalien, Säuren und heißen oder kalten wäßrigen Waschmitteln widerstandsfähig ist und durch Falten oder Knittern nicht beschädigt wird oder einreißt.
  • Zu Vergleichszwecken wird ein schweres Polyestergewebe mit einem Kondensationsprodukt aus mehrwertigem Alkohol und mehrbasischer Säure und einem organischen Polyisocyanat ohne Zusatz eines Mischpolyester-Weichmachers nach dem folgenden Verfahren überzogen Man stelle eine Mischung von 50,0 Teilen des Kondensationsproduktes von Adipinsäure, Äthylenglykol und Glycerin nach Beispiel 1, 21,4 Teilen Butylacetat, 45,2 Teilen Methyläthylketon, 0,1 Teilen eines Celluloseacetobutyrats und 12,5 Teilen m-Toluylendiisocyanat her. Man erhält eine klare Lösung.
  • Durch diese Lösung wird ein 407 g/m2 wiegendes Gewebe aus Polyäthylenterephthalatfasern mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 15 cm/Min. hindurchgeführt, dann abtropfen gelassen und durch einen auf 100° geheizten Ofen mit einer solchen Geschwindigkeit geführt, daß das Gewebe etwa 1 Stunde in dem Ofen bleibt.
  • Dann wird der zweite Überzug auf folgende Weise aufgebracht: Man stellt eine Mischung aus 70,0 Teilen des Kondensationsproduktes von Adipinsäure, Äthylenglykol und Glycerin, 30,0 Teilen Butylacetat, 14,0 Teilen Äthylacetat, 2,7 Teilen Benzol, 0,14 Teilen eines Celluloseacetobutyrats und 35,0 Teilen m-Toluylendiisocyanat her. Man erhält eine klare Lösung. Durch diese Lösung wird das 407 g/m2 wiegende Polyestergewebe mit einer Geschwindigkeit von etwa 15 cm/Min. hindurchgeführt, dann abtropfen gelassen und durch einen auf 100° geheizten Ofen mit solcher Geschwindigkeit geführt, daß das Gewebe etwa 1- Stunde in dem Ofen bleibt.
  • Auf diese Weise erhält man ein überzogenes Gewebe, das eine schlechtere Biegsamkeit als das nach Beispiel 1 und 3 behandelte Gewebe und eine größere Durchlässigkeit für Wasser nach wiederholtem Biegen aufweist. Beispiel 4 Es wird eine aus 40 Teilen des im Beispiel 1 verwendeten Mischpolyesters aus Adipinsäure, Äthylen-. glykol und Glycerin, 40 Teilen des im Beispiel 1 verwendeten Mischpolyester-Weichmachers, 24 Teilen Butylacetat, 18 Teilen Äthylacetat und 18 Teilen Benzol hergestellt. Diese Mischung wird mit einer Lösung von 32 Teilen eines Kondensationsproduktes von m-Toluylendiisocyanat, Glycerin, Diäthylenglykol und Phenol in 24 Teilen Cyclohexanonen und 24 Teilen Methylisobuty lketon versetzt.
  • Durch Eintauchen in diese Lösung in der in den vorhergehenden Beispielen beschriebenen Weise, jedoch mit anschließender Erhitzung in einem Ofen für die Zeitdauer von s/4 Stunden auf 150°, wird ein 40"l g/m2 wiegendes Gewebe aus Polyäth.ylenterephthalatfasern mit einem Überzug versehen.
  • Ein zweiter Überzug wird nach dem folgenden Verfahren aufgebracht: Man stellt eine Mischung von 40 Teilen des im Beispiel 1 verwendeten Mischpolyesters aus Adipinsäure, Äthylenglykol und Glycerin, 24 Teilen Butylacetat, 18,0 Teilen Äthylacetat und 18 Teilen Benzol her. Diese Mischung wird mit einer Lösung von 32 Teilen des Kondensationsproduktes von m-Toluylendiisocyanat. Glycerin, Diäthylenglykol und Phenol in 24 Teilen Cyclohexanon und 24 Teilen Methylisobutylketon versetzt. Das überzogene Gewebe wird auf ähnliche Weise, wie es in den vorhergehenden Beispielen beschrieben ist, jedoch mit anschließender Erhitzung in einem Ofen für die Zeitdauer von s/4 Stunden auf 150° durch Eintauchen in diese Lösung mit dem zweiten Überzug versehen.
  • Auf diese Weise erhält man ein überzogenes Gewebe, das gegen die Einwirkung von Lösungsmitteln, Alkalien, Säuren und wäßrigen Waschmitteln widerstandsfähig ist und durch Falten oder Knittern nicht beschädigt wird oder einreißt.
  • Das in diesem Beispiel verwendete Polyisocyana.t-Reaktionsprodukt wird folgendermaßen hergestellt: 200 Teile m-Toluylendiisocyanat, 23 Teile Glycerin und 21,2 Teile Diäthylenglykol werden in Äthylacetat zusammen 1 Stunde lang auf 75 bis 80° erhitzt, wobei ein Material mit einem Gehalt von 75% Feststoffen entsteht.
  • 1038 Teile dieses Materials und 346 Teile Phenol werden langsam auf 180° erhitzt, wobei man das Äthylacetat abdestillieren läßt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE-1. Mit einem Umsetzungsprodukt (Polyurethanharz) eines durch Kondensation eines mehrwertigen Alkohols und einer mehrbasischen Säure erhaltenen Kondensats und eines organischen Polyisocyanats überzogenes Gewebe auf Basis von Polyestern, z. B. aus Polyäthylenterephthalfasern hergestelltes Gewebe, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug einen Mischpolyester als Weichmacher enthält, der durch Kondensation eines Glykols, einer aliphatischen Dicarbonsäure und einer aromatischen Monocarbonsäure oder Mischungen derselben gebildet ist.
  2. 2. Überzogenes Polyestergewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Weichmacher dienende Mischpolyester bei normalen Temperaturen flüssig ist und ein Molekulargewicht von mindestens 500, vorzugsweise 700, besitzt.
  3. 3. Überzogenes Polyestergewebe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischpolyester aus einem Säuregemisch erhalten ist, welches mindestens 3 Mol der Dicarbonsäure auf 2 Mol der Monocarbonsäure enthält.
  4. 4. Überzogenes Polyestergewebe nach Anspruch 1 his 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des Mischpolyester-Weichmachers in der Überzugsmasse 20 bis 200 Gewichtsprozent des Kondensationsproduktes aus mehrwertigem Alkohol und mehrbasischer Säure beträgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 738 226; Kunststoffe, 1952, S. 338/339.
DEI9903A 1954-03-05 1955-03-05 UEberzogene Gewebe auf Basis von Polyestern Pending DE1018387B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2635114A1 (de) * 1976-08-04 1978-02-09 Ver Seidenwebereien Ag Gasdichtes, thermobestaendiges textilerzeugnis

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE738226C (de) * 1940-10-05 1943-08-07 Celluloid Fabrik Ag Deutsche Loesungs- und Weichmachungsmittel fuer Polyurethane

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