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Steuerung für Werkzeugmaschinen mittels elektrischer Endschalter Zur
Steuerung von Werkzeugmaschinen finden. vielfach Endschalter Verwendung, die durch
die verstellbaren Anschläge eines beweglichen Maschinenteils, sei es des Tisches
einer Fräsmaschine, des Revolverkopfes einer Drehbank usw., betätigt werden. Die
Umschaltgeschwind'igkeit der Endschalter ist daher von der Bewegungsgeschwindigkeit
des steuernden Maschinenteils abhängig. Da diese Bewegungsgeschwindigkeit im allgemeinen
sehr unterschiedlich ist - sie kann z. B. für den Tisch einer Fräsmaschine zwischen
Eilganggeschwindigkeit und kleinster Vorschubgeschwindigkeit liegen -, treten auch
bezüglich der Umschaltgeschwindigkeit der Endschalter stark unterschiedliche Werte
auf, was sich insbesondere bei längerem Gebrauch der Endschalter ungünstig. auf
die Schaltgenauigkeit auswirkt. Dazu kommt, daß bei den bekannten Endscha.ltersteuerungen
durch Anschläge eine absolute Wegabhängigkeit zwischen den Endschalterkontakten
und den diese steuernden Anschlägen besteht. Ändert sich der Schließweg des Endschalters,
z. B. infolge Kontaktabbrand oder aus anderen Gründen, so ändert sich auch -der
Weg des Anschlages, der bis zum Schließen des Endschalters erforderlich ist, bzw.
-es findet, wenn der Anschlag keinen entsprechenden Reserveweg enthält, überhaupt
kein Schließen oder nur ein unvollkommenes Schließen statt. Auch hierdurch wird
die Schaltgenauigkeit der Maschine beeinträchtigt.
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Außerdem bleiben die üblichen anschlaggesteuerten Endschalter nicht
in der geschalteten Stellung, sondern kehren nach dem Überfahren durch einen Anschlag
in ihre Ausgangsstellung zurück. Sie senden daher nur einen Impuls aus, der den
betreffenden Schaltvorgang herbeiführt. Der Schaltvorgang selbst muß dann, mit Hilfe
geeigneter Schaltelemente festgehalten werden, bis der nächste Schaltimpuls kommt.
Die üblichen Endschalter erfordern daher eine große Zahl von Schaltelementen.. Dieses
führt zu verhältnismäßig komplizierten Schaltungen, die störanfällig sind und das
Auffinden von Störungen außerordentlich erschweren.
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Bei Fräsmaschinen sind z. B. zur Steuerung .der Tischbewegungen im
allgemeinen fünf einfache Endschalter mit einer entsprechenden Zahl von diesen gesteuerter
Schütze und Haltekreise erforderlich. Diese Endschalter können zwar zu zwei doppelt
wirkenden und einem einfachen Endschalter bzw. auch nach einem älteren Vorschlag
zu zwei dreifach wirkenden Endschaltern zusammengefaßt werden, doch ändert sich
dadurch nicht die Zahl der von den Endschaltern gesteuerten Schütze.
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Gemäß der Erfindung werden die Nachteile der bekannten Endschaltersteuerung
von Werkzeugmaschinen dadurch behoben, daß zwischen den Tischanschlägen und den
Endschaltern ein zweckmäßig als Feder ausgebildeter Kraftspeicher angeordnet ist,
der in an sich bekannter Weise durch die Tischbewegung aufgelatden, durch Sperrklinken
unter Spannung gehalten und durch die ebenfalls vom Tisch bewirkte Auslösung der
Klinken freigegeben wird, so daß das Umschalten der Endschalter unabhängig von der
Tischgeschwindigkeit stets mit der gleichen Geschwindigkeit erfolgt.
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Derartige Kraftspeicher sind zwar an sich bekannt; sie sind jedoch
-bisher dazu verwendet worden, die Energie für solche Schaltvorgänge zu liefern,
die einen erheblichen Kraftaufwand erfordern, z. B. zum Ein-und Ausschalten von
Klauenkupplungen. od. dgl. Außerdem waren zum Aufladen dieser Kraftspeicher zwischengeschaltete
Elemente erforderlich, die beispielsweise aus dem Steuerhebel der Maschine bestehen
konnten.
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Es sind ferner Endschalter bekannt, die einen eingebauten Kraftspeicher
in Form einer Feder enthalten und dadurch eine sogenann.te Momentschaltung ermöglichen.
Diese Endschalter eignen sich jedoch nur zur Durchführung eines einfachen Schaltvorganges,
wie beispielsweise das Abschalten eines Hebezeuges beim Überschreiten der oberen
Sicherheitsgrenze. Sie eignen sich dagegen nicht wie die Einrichtung nach der Erfindung
zur Durchführung mehrerer Schaltschritte in einer Richtung oder zur Betätigung mehrerer
Endschalter im Rahmen einer Proga.mmsteuerung u. d@gl. Auch fehlen bei diesen bekannten
Endschaltern die für den Kraftspeicher nach der Erfindung charakteristischen Sperrklinken,
die den Kraftspeicher während des Aufladens halten und ihn zu einem mit großer Genauigkeit
bestimmbaren Zeitpunkt unter Einwirkung z. B. derTischanschläge derFräsmaschine
freigebe-n,, so daß mit diesen Endschaltern nicht die gleiche Schaltgenauigkeit
zu erzielen ist wie mit der Steuerung nach der Erfindung.
Erfindungsgemäß
erfolgt das Aufladen und Auslösen d.es Kraftspeichers- durch die-Steuerflächen der
Tischanschläge unmittelbar. Zu diesem Zweck können beispielsweise die Tischanschläge
an einem Arm eines Winkelhebels angreifen, dessen anderer Arm über Federn auf -einen
weiteren zur Betätigung es oder der Endschalter dienenden Hebel einwirkt, wobei
der letztere Hebellurch von dem Winkelhebel gesteuerte Sperrklinken während der
Aufladung der Federn in seiner Lage gehalten wird. Zur Auslösung der Sperrklünken
kann ein mit dem Winkelhebel fest verbundener weiterer Hebel oder Anschlag dienen.
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Um ein schrittweises Schalten des Endschalters zu erreichen, empfiehlt
es sich ferner, den zur Betätigung des Endschalters dienenden Hebel mit einer abgestuften
Anschlagscheibe od. dgl. auszurüsten, deren Abstufungen mit den Sperrklinken derart
zusammenwirken, daß der Endschalter nacheinander in verschiedene Schaltstellungen
übergeführt wird.
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Durch die Erfindung wird eine vollkommene Unabhängigkeit der Bewegungsgeschwindigkeit
der Endschalter von derjenigen des steuernden Maschinenteils, z. B. des Fräsmaschinentisches,
erreicht. Auch -bei langsamster Tischbewegung erfolgt daher das Schalten der Endschalter
stets mit der für die Schaltgenauigkeit günstigsten Geschwindigkeit, wodurch die
Schaltgenauigkeit wesentlich erhöht wird. Ferner fällt die Wegabhängigkeit zwischen
den Endschalterkontakten und den Anschlägen des steuernden Maschinenteils weg, da
der Weg der Endschalterkontakte nur von dem Abstand der mit den - Sperrklinken zusammenwirkenden
Anschläge der Stufenscheibe od. dgl. abhängt. Eine Änderung des Schließweges der
Kontakte infolge Kontaktabbrand hat daher keinen Einfluß auf den Weg der Tischanschläge
und damit auf die Schaltgenauigkeit der Maschine.
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Infolge der direkten Steuerung des Kraftspeichers durch -die Tischanschläge
kann das bisher erforderliche Aufladen des Kraftspeichers durch -den Steuerhebel
der Maschine in Fortfall kommen. Die Steuerung nach der Erfindung eignet sich daher
auch für Fräsmaschinen mit reiner Druckknopfsteuerung.
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Da der Endschalter durch -die Sperrklinken in der jeweils geschalteten
Stellung gehalten wird, erübrigen sich zahlreiche Schaltelemente, die sonst zur
Aufrechterhaltung des geschalteten Zustandes erforderlich waren. Es ist sogar möglich,
mit ,dem Endschalter :die Schaltmittel, die z. B. aus Elektrokupplungen, Elektromagneten
oder auch aus elektrisch gesteuerten Hydraulikkolben bestehen können, direkt zu
schalten.
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Praktisch hat sich gezeigt, daß z. B. bei einer Fräsmaschine alle
Bewegungsvorgänge des. Tisches, wie Eilgang vor- und rückwärts, Vorschub, Pendelfräsen
usw., mit nur einem Endschalter gesteuert werden können.
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Um den letzteren Zweck zu erreichen, wird zweckmäßig in der den Endschalter
enthaltenden Schaltungsanordnung ein zusätzliches Relais vorgesehen, welches bei
der Tischumsteuerung wirksam wird und dabei die Stromzuführung zu den die Richtung
steuernden Schaltmitteln vertauscht, so daß :diegleich.en Schaltstellungen des Endschalters
beim Vor- und Rücklauf des Tisches die gleichen Bewegungsvorgänge (z. B. Vorschub);
jedoch in verschiedener Richtung, auslösen.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Abb. 1 die Steuerung einer Fräsmaschine mit zwischen den Tischanschlägen
und den Endschaltern angeordneten Kraftspeicher,. Abb.2a und 2b eine elektrische
Schaltung, bei der die Steuerung gemäß Abb. 1 verwendet wurde, Abb. 3 und 4 verschiedene
Anschlagkombinationen für die Tischanschläge.
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In Abb. 1- ist mit 1 ein Winkelhebel bezeichnet, der bei 13 drehbar
gelagert ist. Der waagerechte Arm dieses 'Winkelhebels arbeitet mit den bei 2 bis
4 schematisch angedeuteten Tischanschlägen zusammen, und zwar wirken die Anschläge
3 und 4, die verschiedene Höhe haben, auf die Oberseite und Anschlag 2 auf -die
Unterseite des Hebels. Am unteren Ende des senkrechten Armes des Winkelhebels 1
ist ein Stift 7 angeordnet, der gegen zwei zu beiden Seiten desselben vorgesehene
Federn 6 anliegt. Diese Federn sind in einem etwa T-förmig ausgebildeten zweiten
Hebel 5 untergebracht, der unabhängig von dem ersten Hebel 1 bei 11 drehbar gelagert
ist. Der waagerechte Arm des Hebels 5 liegt mit seinem rechten Ende gegen den Stößel
eines dreistufigen Endschalters 14 an, der zur Schaltung des Fräsmaschinentisches
dient. Er trägt eine abgestufte Anschlagscheibe 10, die mit Anschlägen
a bis c und ä bis c ausgebildet ist und mit zwei Sperrklinken 8 und
9 zusammenwirkt. Die Sperrklinken sind durch eine Feder 12 miteinander verbunden,
welche diese Klinken aufeinander zu zieht. Zum Auslösen der Sperrklinken 8, 9 :dient
ein weiterer Hebel 15, der mit dem Hebel 1 fest verbunden .ist. Der Hebel 15 ist
an seinem unteren Ende als Anschlag 1:6 ausgebildet, gegen den die Sperrklinken
unter Einwirkung ihrer Feder 12 anliegen. Der Anschlag 16 kann auch unmittelbar
am Hebel 1 aturebracht sein.
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Am linken Ende des waagerechten Armes des Hebels 5 ist außerdem noch
eine Steuerfläche 17 vorgesehen, die über einen zweiarmigen Hebel 18 einen
zweistufigen Endschalter 19 steuert. Diesem Eid-Schalter können verschiedene Steuerfunktionen
der Maschine, z. B. für die Programmsteuerung oder auch für andere Zwecke, zugeordnet
werden.
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In dem dargestellten Beispiel befindet sich der Winkelhebel 1 in der
der oberen Stellung des Stößels des Endschalters 14 entsprechenden Lage. Die Kontakte
d und f dieses Endschalters sind geschlossen.
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Fährt jetzt,der Tisch der Fräsmaschine nach links, so trifft zunächst
der Anschlag 3 auf den waagerechten Arm des Winkelhebels 1 und drückt diesen nach
unten. Dadurch wird der senkrechte Arm des Winkelhebels 1 mit seinem unteren Ende
nach links verschwenkt und preßt der Stift 7 die linke Feder 6 zusammen. Die Sperrklinke
9 gleitet dabei auf dem Anschlag a der Scheibe 10, so daß der Hebel 5 zunächst noch
der Bewegung des Winkelhebels nicht folgen kann, aber über die erwähnte Feder 6
unter eine entsprechende Vorspannung gesetzt wird. Erst wenn die Sperrklinke 9 über
die Kante des Absatzes ca der Stufenscheibe 10 gleitet, wird der Hebels freigegeben
und dreht sich unter dem Druck .der vorgespannten Feder im Uhrzeigersinn so lange,
bis die Sperrklinke 9 auf den Anschlag b trifft. Gleichzeitig gleitet die Klinke
8 auf den Anschlag b der Stufenscheibe. Durch die Drehbewegung des Hebels 5 wird
der Kontakt cl des Endschalters 14 geöffnet und gleich darauf der Kontakt e desselben
geschlossen. Kontakt f bleibt geschlossen, da er, wie dargestellt, verzögert öffnet.
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Trifft bei der weiteren Bewegung des Tisches nach links der Anschlag
4 auf den Winkelhebel 1, so wird bei gleichzeitig erneuter Verspannung der linken
Feder 6 die Klinke 9 so weit nach links geschwenkt, daß sie den Anschlag b freigibt
und auf .den Anschlag c trifft bzw. Klinke 8 sich gegen Anschlag c' legt. Die so
ausgelöste Schaltbewegung des Hebels 5 bewirkt,
daß der Kontakt
f des Endschalters 14 sich nunmehr öffnet und der Kontakt g sich schließt.
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Beim Rücklauf des Tisches hebt Anschlag 2 den Winkelhebel 1 wieder
in die Mittelstellung, so daß Hebel 5 und damit der Endschalter 14 wieder in die
in A'bb. 1 gezeichnete Ausgangslage zurückkehren.
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Die Bewegungsgeschwindigkeit des Hebels 5 und infolgedessen auch die
Schaltgeschwindigkeit des Endschalters 14 sind lediglich von der Vorspannung der
Federn 6 abhängig und können .daher auf den für die Schaltgenauigkeit günstigsten
Wert eingestellt werden.
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Von den in Abb. 1 dargestellten Tischanschlägen bewirkt Anschlag 3
das Umschalten von Eilgang auf Vorschub. Anschlag 4 beendet den Vorschub und schaltet
gleichzeitig auf Eilrücklauf um, der dann durch Anschlag 2 wieder abgeschaltet wird.
Die durch die Steuerfläche des Anschlages 2 ausgelöste Bewegung (des Winkelhebels
1 zerfällt dabei in zwei Stufen, da die Sperrklinken 9, 8 wieder die Anschläge b
und b' der Rastenscheibe 10 durchlaufen müssen. Kurz vor Beendigung des Rücklaufes
wird daher noch mal auf Vorschub in gleicher Richtung umgeschaltet, wodurch man
eine sehr genaue Stillsetzung des Tisches erreicht.
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Um den im Rücklauf liegenden Vorschub für einen Fräsvorgang ausnutzen
zu können, wird entsprechend der in Abb.4 gezeigten Anschlagkombination dem Anschlag
2 ein unabhängiger Anschlag 3 a von gleicher Höhe wie Anschlag 3 vorgeschaltet,
der ebenso wie Anschlag 2 von unten an den Winkelhebel angreift und es gestattet,
die Umschaltung von Eilgang auf Vorschub auch im Rücklauf zu einem beliebigen Zeitpunkt
vorzunehmen. Dadurch erhält man die Bedingungen für das Pendelfräsen.
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Um beim Vorlauf des Tisches wiederholt von Eilgang auf Vorschub übergehen
zu können, wie.es für das Sprungsfräsen erforderlich ist, kann entsprechend der
in Abb. 3 gezeigten Anschlagkombination hinter den auf Vorschub umschaltenden Anschlag
3 ein in gleicher Tischrichtung wirkender Anschlag2a von gleicher Höhe wie Anschlag
2 angeordnet werden, der jedoch von unten an den. Winkelhebel angreift und daher
jeweils auf Eilvorlauf zurückschaltet. Die Kombination 3, 6 kann beliebig oft wiederholt
werden. Eine entsprechende Kombination kann auch im Rücklauf für das Pendelfräsen
vorgesehen werden.
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In den Schaltbildern der Abb. 2a und 2b gilbt Abb. 2 a den Wechsel.stromteil
und Abb. 2 b 'den Gleichstromteil der Schaltung wieder.
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Im W echselstromteil liegen fünf Hilfsschütze 20 bis 24, die durch,den
schon erwähnten Endschalter 14 ; sowie zwei Druckknopfschalter 25, 26 und drei Wahlschalter
27, 28, 35 gesteuert werden. Die Funktionen der Hilfsschütze 20 bis 24 sind folgende:
20 steuert den Eilvorlauf, 21 den Vorschub, 22 den Eilrücklauf, 23 das Sprungfräsen
und 24 .die Umkehrung der Vor- ; Schubrichtung beim Rücklauf. Als Vorlauf wurde
die Bewegung des Tisches nach links und als Rücklauf diejenige nach rechts angenommen.
Sollen die Bewegungen für Vor- und Rücklauf in umgekehrter Richtung verlaufen, so
kann ein besonderer, nicht dargestellter Umschalter vorgesehen werden, der die Funktionen
der Hilfsschütze 20 und 21 gegeneinander vertauscht.
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Im Gleichstromteil liegen vier Elektrokupplungen 29 bis 32, die in
bekannter Weise zum Schalten der Tischbewegung nach Größe und Richtung dienen, und
zwar ist 29 die Eilgangkupplung, 32 die Vorschubkupplun:g, 30 die Kupplung für die
Tischbewegung nach links und 31 die Kupplung für -die Tischbewegung nach rechts.
Durch entsprechende Erregung je zweier dieser Kupplungen können daher Vorschub und
Eilgang in beliebiger Richtung geschaltet werden. 33 ist eine Bremskupplung zur
Stillsetzung des Tisches, :die über das Hilfsschütz 34 erregt wird. Das Hilfsschütz
34 ist ein Zeitrelais, welches sofort anspricht, aber verzögert wieder abfällt.
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Für die Kontakte der Hilfsschütze 20 bis 24 und 34 wurden ,die gleichen
Grundzahlen gewählt wie für die Hilfsschütze, jedoch als dritte Stelle eine weitere
Ziffer aus der Zahlenreihe 1 bis 9 in fortlaufender Reihenfolge hinzugefügt.
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Der Endschalter 14 arbeitet in gleicher Weise, wie in Verbindung mit
Abb. 1 beschrieben, daß nämlich beim ersten Schaltschritt der Kontakt d geöffnet
und Kontakt e geschlossen wird, während Kontakt f noch geschlossen bleibt,
worauf dann beim zweiten Schaltschritt Kontakt f öffnet und Kontakt g schließt.
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Die dargestellte Schaltung arbeitet wie folgt: Es sei angenommen,
daß der Tisch steht, der Endschalter 14 sich also in der dargestellten Ausgangsstellung
befindet. Um den Eilgang vorwärts einzuschalten, der, wie erwähnt, in diesem Fall
die Bewegung des Tisches nach links erfordert, wird der Druckknopf 25 betätigt.
Dann spricht Hilfsschütz 20 an und hält sich über Arbeitskontakt 201 selbst. Arbeitskontakt
202 schließt den Stromkreis zur Eilgangkupplung 29, und Arbeitskontakt 203 schließt
den Stromkreis zur Richtungskupplung 30, so daß der Tisch im Eilgang nach links
fährt.
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Das Umschalten auf Vorschub in gleicher Richtung erfolgt in der Weise,
daß der entsprechend eingestellte Anschlag 3, wie weiter oben beschrieben, den ersten
Schaltschritt des Endschalters 14 auslöst. Durch das Öffnen des Konktes d wird dann
Hilfsschütz 20 stromlos und fällt ab, während unmittelbar danach durch Schließen
des Kontaktes e das Hilfsschütz 21 über den noch geschlossenen Kontakt f Strom erhält
und anspricht. Dadurch schließen sich die Arbeitskontakte 211 und 212, so daß die
Kupplungen 30 und 32 ansprechen und der Tisch. nunmehr mit Vorschubgeschwindigkeit
nach links fährt. Infolge des Stromloswerdens des Hilfsschützes 20 hat sich der
Ruhekontakt 204 geschlossen, so daß, da Arbeitskontakt 213 ebenfalls anzieht, auch
Hilfsschütz 23 erregt wird und sich über seinen Arbeitskontakt 231 selbst hält.
Somit ist das Sprungfräsen vorbereitet.
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Soll nun mit Sprungfräsen gearbeitet werden, so folgt dem Anschlag
3, wie in Verbindung mit Abb. 3 erläutert, ein Anschlag nach Art von 2a, der den
Endschalter 14 wieder in die dargestellte Grundstellung zurückschaltet. Da der Arbeitskontakt
232 geschlossen ist, erhält das Hilfsschütz 20 wieder Strom und schaltet über seine
Arbeitskontakte 203 und 202 die Kupplungen 29 und 30 für Eilgang links wieder ein,
während das Hilfsschütz 21 infolge Öffnens des Endschalterkontaktes e wieder stromlos
wird und damit die Kupplung 32 wieder abschaltet. Zum erneuten Umschalten auf Vorschub
folgt dann wieder ein Anschlag 3, der in der schon beschriebenen Weise schaltet.
Dieser Vorgang kann durch aufeinanderfolgen@de Anordnung entsprechender Anschläge
3 und 2a, beliebig oft wiederholt werden.
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Zur endgültigen Unterbrechung des Vorschubes und Umschaltung auf Eilrücklauf
dient ein nach Art von 4 ausgebildeter Anschlag. Dieser führt den zweiten Schaltschritt
des Endschalters 14 und damit das Öffnen des Endschalterkontaktes f und Schließen
des Endschalterkontaktes g herbei. Soll der Rücklauf des Tisches automatisch erfolgen.,
so ist vorher Wahlschalter 27 geschlossen worden, so .daß, :da Arbeitskon:
takt
233 geschlossen ist, das Hilfsschütz 22 sofort Strom erhält und anspricht. Soll
dagegen der Tisch am Ende des Vorschubes stillgesetzt werden, so wird Wahlschalter
27 geöffnet. Zum Ansprechen des Hilfsschützes 22 muß dann :der Druckknopfschalter
26 betätigt werden. In beiden Fällen führt das Ansprechen des Hilfsschützes 22 dazu,
daß die Arbeitskontakte 221 und 222 sich schließen und damit die Kupplungen 29 und
31 für Eilgang rechts ansprechen (was in diesem Fall gleichbedeutend ist mit Eilrücklauf).
Gleichzeitig erhält Hilfsschütz 24 Strom, da Arbeitskontakt 223 anzieht, und hält
sich über Arbeitskontakt 241 selbst. Dadurch schaltet der Doppelkontakt 242 aus
der dargestellten Stellung nach rechts um und bereitet den Stromweg für die Richtungskupplung
31 vor, wenn erneut auf Vorschub geschaltet wird, also Hilfsschütz 21 wieder erregt
wird. Hilfsschütz 23 wird wieder stromlos, da Ruhekontakt 243 abfällt und Wahlschalter
35 geöffnet ist. Durch das Abfallen der Arbeitskontakte 232 und 233 sind die über
die Wahlschalter 28 und 29 zu den Hilfsschützen 20 und 22 führenden Stromwege unterbrochen,
doch hält sich Hilfsschütz 22 zunächst noch über seinen Haltekontakt 224 selbst.
Der Tisch läuft jetzt im Eilgang nach rechts (Eilrücklauf).
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Zur Stillsetzung des Tisches am Ende des Eilrücklaufs dient ein nach
Art von 2 ausgebildeter Anschlag. Während die Steuerfläche dieses Anschlages den
Arm des Winkelhebels 1 hebt, rastet der Hebel 5 vorübergehend in der dem Vorschub
entsprechenden Stellung ein. Endschalter 14 wird daher zunächst um einen Schaltschritt
zurückgeschaltet, so daß Kontakt g sich öffnet und Kontakt f sich schließt, während
Kontakt e sowieso noch geschlossen ist. Dadurch wird Hilfsschütz 22 abgeschaltet
und Hilfsschütz 21 wieder erregt. Infolgedessen wird die Eilgangkuppiung 29 abgeschaltet
und -durch Schließen des Arbeitskontaktes 212 die Vorschubkupplung 32 eingeschaltet.
Die Richtungskupplung 39 für Rechtsgang bleibt erregt, da der Doppelkontakt 242,
wie erwähnt, umgeschaltet ist und .daher Arbeitskontakt 211 den Stromweg zu dieser
Kupplung schließt. Der Tisch fährt jetzt nur noch mit Vorschubgeschwindigkeit nach
rechts.
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Am Ende der Steuerfläche des Anschlages 2 bzw. in der Nähe derselben
wird der Winkelhebel 1 wieder in die in Abb. 1 dargestellte Ausgangsstellung gehoben,
wodurch auch der Endschalter 14 in seine Grundstellung zurückspringt. Dadurch öffnet
sich Kontakt e und schließt sich Kontakt d. Kontakt g bleibt geöffnet und Kontakt
f geschlossen. Die Hilfsschütze 21 und 22 werden damit stromlos, so daß auch die
Kupplungen 31 und 32 abgeschaltet werden und damit jede Antriebsverbindung zum Tisch
gelöst ist. Hilfsschütz 20 kann nicht anspringen, weil Arbeitskontakt 232, wie erwähnt,
den Stromweg zu diesem Hilfsschütz unterbricht. Dagegen erhält das Zeitrelais 34
Strom, da die Ruhekontakte 206, 214 und 225 geschlossen sind. Arbeitskontakt 341
zieht an, so daß die Bremskupplung 33 anspricht und den Tisch zum Stillstand bringt.
Über Ruhekontakt 342 wird gleichzeitig die Stromzuführung zu den Kupplungen 29 bis
32 unterbrochen. Nach einer eingestellten Zeitdauer, die zum Abbremsen ausreicht,
fällt ,das Zeitrelais 34 wieder ab. Der Tisch kann dann in der beschriebenen Weise
für einen neuen Arbeitsablauf durch Betätigung des Druckknopfschalters 25 wieder
in Gang gesetzt werden.
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Zum Pendelfräsen wird dem Anschlag 2 ein nach Art von 3a ausgebildeter
Anschlag vorgeschaltet (vgl. Abb. 4) und Wahlschalter 35 geschlossen. Die Wahlsehalter
27 und 28 sind ebenfalls geschlossen. Das vorstehend beschriebene Umschalten auf
Vorschub während des Eilrücklaufs erfolgt dann durch Anschlag 3a. und kann an eine
beliebige Stelle dieser Tischbewegung gelegt werden. Anschlag 2 bewirkt in diesem
Fall nur den letzten Schaltschritt des Endschalters 14, also die Zurückführung desselben
in die Grundstellung. Da der im Stromweg des Hilfsschützen 23 liegende Ruhekontakt
243 durch den Wahlschalter 35 überbrückt ist, wurde bei der vorausgegangenen Umschaltung
auf Vorschub das Hilfsschütz 23 erregt, so daß Arbeitskontakt 232 geschlossen ist.
Sobald daher der Endschalterkontakt d sich schließt, erhält, da auch Wahlschalter
28 geschlossen ist, das Hilfsschütz 20 wieder Strom und leitet den neuen Eilvorlauf
ein. Die Tischumsteuerung erfolgt daher am Ende dieser Tischbewegung automatisch.
Am Ende der Tischbewegung in der anderen Richtung erfolgt die Umsteuerung ebenfalls
automatisch, da Wahlschalter 27 geschlossen ist und Arbeitskontakt 233 infolge der
auch der Tischumsteuerung in dieser Richtung vorausgehenden Umschaltung auf Vorschub
anliegt.