DE10162945A1 - Schleifmaschine - Google Patents
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Abstract
Offenbart ist eine Verbesserung in einer Schleifmaschine, die mindestens einen Drehtisch, drehbare Spanntische zum Halten von zu bearbeitenden Werkstücken, eine erste Schleifeinrichtung zum Schleifen des am Spanntisch gehaltenen Werkstücks und eine zweite Schleifeinrichtung zum Schleifen des am Spanntisch gehaltenen vorgeschliffenen Werkstücks aufweist. Die erste Schleifeinrichtung weist mindestens eine erste Schleifscheibe mit Schleifsteinstücken, die so gesetzt sind, daß sie zusammen eine erste Schleifeben definieren, und eine an der ersten Schleifscheibe angebrachte erste Spindel auf. Gleichermaßen weist die zweite Schleifeinrichtung eine zweite Schleifscheibe mit Schleifsteinstücken, die so gesetzt sind, daß sie zusammen eine zweite Schleifebene definieren, und eine an der zweiten Schleifscheibe angebrachte zweite Spindel auf. Die erste und zweite Schleifeinrichtung sind so angeordnet, daß der erste Winkel zwischen der geraden Linie, die das Drehzentrum des Drehtisches mit dem Drehzentrum eines gewählten Spanntisches verbindet, und der geraden Linie, die das Drehzentrum des gewählten Spanntisches mit dem Drehzentrum der ersten Spindel verbindet, gleich ist dem zweiten Winkel zwischen der geraden Linie, die das Drehzentrum des Drehtisches mit dem Drehzentrum des gewählten Spanntisches verbindet, und der geraden Linie, die das Drehzentrum des gewählten Spanntisches mit dem Drehzentrum der zweiten Spindel verbindet. Diese Anordnung stellt sicher, daß alle fertigen ...
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schleifmaschine zur
Verwendung zum Schleifen von plattenähnlichen Objekten wie
beispielsweise Halbleiterwafer.
Mit Bezug auf Fig. 7 ist ein plattenähnliches Objekt, wie
beispielsweise ein Halbleiterwafer W, mit seiner Rückseite nach
oben an einem Spanntisch 60 unter Verwendung eines Schutzbands
T zwischen seiner Vorderseite und der oberen Oberfläche des
Spanntisches 60 angebracht. Die Rückseite des Halbleiterwafers
W wird von einer Schleifeinrichtung 70 geschliffen.
Die Schleifeinrichtung 70 weist eine Drehspindel 71, eine
integral mit der Drehspindel 71 verbundene Halterung 72 und
eine an der Halterung 72 befestigte Schleifscheibe 73 auf. An
der unteren Oberfläche der ringförmigen Schleifscheibe 73 sind
Schleifsteinstücke 74 angebracht, wie in Fig. 8 zu sehen ist.
Während sich die Schleifscheibe 73 dreht, wird die Schleif
einrichtung 70 herab gesenkt, bis die Schleifsteinstücke 74
unter Druck an der Rückseite des Halbleiterwafers W anliegen,
wobei sie die Rückseite des Halbleiterwafers W schleifen.
Der Halbleiterwafer W wird grob geschliffen, bis er eine
vorgegebene Dicke hat, und dann wird der grob geschliffene
Halbleiterwafer W fein geschliffen, so daß er eine glatte ebene
Oberfläche haben kann. Die Schleifmaschine ist mit zwei
Schleifeinrichtungen 74 versehen, die mit groben bzw. feinen
Schleifsteinstücken versehen sind.
Mit Bezug auf Fig. 9 werden auf einem Drehtisch 80 mehrere
Spanntische (drei Spanntische 83, 84 und 85 in der Zeichnung)
drehbar gehalten. Durch Drehen des Drehtisches 80 um sein
Drehzentrum 80a werden ausgewählte Spanntische zur ersten und
zweiten Schleifeinrichtung 81 und 82, welche den Anteil des
Grobschleifens bzw. Feinschleifens übernehmen, gebracht und
unterhalb davon angeordnet. Die Spanntische 83, 84 und 85
können sich um ihre Drehpunkte 83a, 84a und 85a drehen.
Wie aus Fig. 9 zu sehen ist, sind die erste Schleif
einrichtung 81 und die zweite Schleifeinrichtung 82 so
zueinander angeordnet, daß die gerade Linie L1, die durch das
Drehzentrum 81a der ersten Schleifeinrichtung 81 und das
Drehzentrum 84a des Spanntisches 84 verläuft, der unterhalb der
ersten Schleifeinrichtung 81 angeordnet ist, parallel zur
geraden Linie L2 ist, die durch das Drehzentrum 82a der zweiten
Schleifeinrichtung 82 und das Drehzentrum 85a des Spanntisches
85 verläuft, der unterhalb der zweiten Schleifeinrichtung 85
angeordnet ist. Der am Spanntisch 84 befestigte Halbleiterwafer
W wird von der ersten Schleifeinrichtung 81 grob geschliffen,
während der am Spanntisch 85 befestigte Halbleiterwafer W von
der zweiten Schleifeinrichtung 82 fein geschliffen wird.
Halbleiterwafer können in den Bereich, in welchem der
Spanntisch 83 angeordnet ist, hineingelegt und von dort
herausgenommen werden. Auf diese Weise kann ein fertiger
Halbleiterwafer von dem Spanntisch entfernt werden, wenn er in
den Bereich gebracht worden ist, und ein unfertiger
Halbleiterwafer kann auf den Spanntisch gelegt werden und daran
befestigt werden, während er sich dort aufhält.
Mit Bezug wieder auf Fig. 9, gehen die auf die ringförmige
Schleifscheibe 92 der zweiten Schleifeinrichtung 82 gesetzten
Schleifsteinstücke 93 durch das Drehzentrum 85a des
Spanntisches 85 hindurch, um gleichmäßig gegen den
Halbleiterwafer W zu reiben, während sich der Spanntisch 85 um
sein Drehzentrum dreht. Auf diese Weise ergibt sich ein
Halbleiterwafer vorgegebener Dicke.
Mit Bezug auf Fig. 10 ist der Spanntisch 83, 84 oder 85 an
seiner Oberseite mit einer kreisförmigen konusähnlichen
Oberfläche 83b, 84b oder 85b geformt. Zum Beispiel hat der
Spanntisch einen Durchmesser von 200 mm und die kreisförmige
konusähnliche Form 10 an seiner Mitte ist 10 µm hoch. Es wird
nun angenommen, daß die Drehachse 84a des Spanntisches 84 durch
Drehen seiner Justierschrauben 95 und 96 so gekippt ist, daß
radial an der ringförmigen Sektorfläche 91, an welcher ein
gewünschtes Feinschleifen am Halbleiterwafer W ausgeführt wird,
die durch die Schleifsteinstücke 93 der zweiten Schleif
einrichtung 82 definierte Schleifebene 94 parallel zur oberen
Oberfläche 84b des Spanntisches 84 ist, wie in Fig. 11 zu sehen
ist.
Als der Spanntisch 84 unterhalb der ersten Schleif
einrichtung 81 (siehe Fig. 9) angeordnet war, war radial an der
ringförmigen Sektorfläche 90, an welcher ein gewünschtes
Grobschleifen am Halbleiterwafer W ausgeführt wurde, die durch
die Schleifsteinstücke 87 der ersten Schleifeinrichtung 81
definierte Schleifebene 88 nicht parallel zur oberen Oberfläche
84b des Spanntisches 84, wie in Fig. 12 zu sehen ist.
Folglich wurde der Halbleiterwafer W grobgeschliffen, um
mehr oder weniger konkav zu werden, was seine Dicke
ungleichmäßig machte. Dann wird der konkave Wafer dem
Feinschleifen unterzogen, wenn der Spanntisch 84 zur zweiten
Schleifeinrichtung 82 gebracht und darunter gelegt wird. Selbst
wenn die durch die Schleifsteinstücke 93 der zweiten
Schleifeinrichtung 82 definierte Schleifebene 94 radial an der
ringförmigen Sektorfläche 91 parallel zur oberen Oberfläche 84b
des Spanntisches 84 gehalten wird, kann die ungleichmäßige
Dicke des Halbleiterwafers W nicht korrigiert werden, und
daraus resultiert der fertige Halbleiterwafer mit
ungleichmäßiger Dicke.
Im entgegengesetzten Fall wird angenommen, daß die
Rotationsachse 84a des Spanntisches 84 so gekippt ist, daß
radial an der ringförmigen Sektorfläche 90, an welcher ein
gewünschtes Grobschleifen am Halbleiterwafer W ausgeführt wird,
die durch die Schleifsteinstücke 88 der ersten
Schleifeinrichtung 81 definierte Schleifebene parallel zur
oberen Oberfläche 84b des Spanntisches 84 ist.
Wenn der Spanntisch 84 unterhalb der zweiten
Schleifeinrichtung 82 angeordnet wird, ist radial an der
ringförmigen Sektorfläche 91, an welcher ein gewünschtes
Feinschleifen am Halbleiterwafer W ausgeführt wird, die
Schleifebene 94 der zweiten Schleifeinrichtung 82 nicht
parallel zur oberen Oberfläche 84b des Spanntisches 84.
Dementsprechend ist die Präzision, mit welcher das
Feinschleifen ausgeführt wird, vermindert. Das gleiche gilt für
den Spanntisch 83 oder 85.
Im Hinblick auf das Vorstehende ist eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, eine Schleifvorrichtung bereitzu
stellen, welche in der Lage ist, Grob- und Feinschleifen mit
Präzision auszuführen.
Um diese Aufgabe zu erfüllen, ist eine Schleifmaschine, die
aufweist: mindestens einen Drehtisch; Spanntische zum Halten
von zu bearbeitenden Werkstücken, wobei die Spanntische drehbar
am Drehtisch angebracht sind; eine erste Schleifeinrichtung zum
Schleifen der freiliegenden Oberfläche jedes am Spanntisch
gehaltenen Werkstücks; und eine zweite Schleifeinrichtung zum
Schleifen der freiliegenden und vorgeschliffenen Oberfläche
jedes Werkstücks, gemäß der vorliegenden Erfindung verbessert
dadurch, daß die erste Schleifeinrichtung aufweist: mindestens
eine erste Schleifscheibe, die Schleifsteinstücke so fest
angeordnet hat, daß sie zusammen eine erste Schleifebene
definieren, eine erste Spindeleinheit mit einer an der ersten
Schleifscheibe befestigten Drehspindel; die zweite
Schleifeinrichtung aufweist: mindestens eine zweite
Schleifscheibe, die Schleifsteinstücke so fest angeordnet hat,
daß sie zusammen eine zweite Schleifebene definieren und eine
zweite Spindeleinheit mit einer an der zweiten Schleifscheibe
befestigten Drehspindel, und die erste und zweite
Schleifeinrichtung so angeordnet sind, daß die Schleifzone, die
zu der Zeit, zu der das Werkstück durch die erste
Schleifscheibe geschliffen wird, am Werkstück durch die erste
Schleifscheibe gebildet wird, der Schleifzone entspricht, die
zu der Zeit, in welcher das Werkstück von der zweiten
Schleifscheibe geschliffen wird, am Werkstück durch die zweite
Schleifscheibe gebildet wird.
Die erste und zweite Schleifeinrichtung können so
angeordnet sein, daß ein erster Winkel zwischen einer geraden
Linie, die das Drehzentrum des Drehtisches mit dem Drehzentrum
eines gewählten Spanntisches verbindet, wenn das Werkstück von
der ersten Schleifeinrichtung geschliffen wird, und einer
geraden Linie, die das Zentrum des gewählten Spanntisches mit
dem Drehzentrum der Drehspindel der ersten Spindeleinheit
verbindet, wenn das Werkstück von der ersten Schleifeinrichtung
geschliffen wird, gleich ist einem zweiten Winkel zwischen
einer geraden Linie, die das Drehzentrum des Drehtisches mit
dem Drehzentrum des gewählten Spanntisches verbindet, wenn das
Werkstück von der zweiten Schleifeinrichtung geschliffen wird,
und einer geraden Linie, die das Drehzentrum des gewählten
Spanntisches mit dem Drehzentrum der Drehspindel der zweiten
Spindeleinheit verbindet, wenn das Werkstück von der zweiten
Schleifeinrichtung geschliffen wird.
Der erste und zweite Winkel können 180 Grad betragen.
Sobald einmal radial an der gegenüberliegenden ringförmigen
Sektorfläche die von der ersten Schleifeinrichtung bereit
gestellte erste Schleifebene parallel mit der wafertragenden
Oberfläche eines gewählten Spanntisches angeordnet worden ist,
ist sichergestellt, daß, wenn der Drehtisch gedreht wird, um
den gewählten Spanntisch unter die zweite Schleifeinrichtung zu
legen, radial an der gegenüberliegenden Sektorfläche die
wafertragende Oberfläche des gewählten Spanntisches parallel
mit der durch die zweite Schleifeinrichtung bereitgestellten
Schleifebene angeordnet ist. Auf diese Weise können alle
fertigen Halbleiterwafer die gleiche Dicke haben.
Andere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungs
formen der vorliegenden Erfindung verständlich, welche in den
beiliegenden Zeichnungen gezeigt ist.
Fig. 1 zeigt eine Perspektivansicht einer Schleifmaschine
des Typs, welcher gemäß der vorliegenden Erfindung verbessert
werden kann;
Fig. 2 zeigt den Aufbau der Schleifmaschine von Fig. 1;
Fig. 3 veranschaulicht, wie der Drehtisch, die Spanntische
und die erste und zweite Schleifeinrichtung gemäß einer ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung relativ zueinander
angeordnet sind;
Fig. 4 veranschaulicht, wie der Drehtisch, ein gewählter
Spanntisch und die erste Schleifeinrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beim Grobschleifen
relativ zueinander angeordnet sind;
Fig. 5 veranschaulicht, wie der Drehtisch, der gewählte
Spanntisch und die zweite Schleifeinrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beim Feinschleifen
relativ zueinander angeordnet sind;
Fig. 6 veranschaulicht, wie der Drehtisch, die Spanntische
und die erste und zweite Schleifeinrichtung gemäß einer zweiten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung relativ zueinander
angeordnet sind;
Fig. 7 veranschaulicht, wie ein Halbleiterwafer, der mit
seiner Rückseite nach oben auf einem gewählten Spanntisch
gehalten wird, geschliffen wird;
Fig. 8 ist eine Perspektivansicht einer ringförmigen
Schleifscheibe der Schleifmaschine;
Fig. 9 veranschaulicht, wie der Drehtisch, die Spanntische
und die Schleifeinrichtungen in einer herkömmlichen
Schleifmaschine relativ zueinander angeordnet sind;
Fig. 10 ist eine Seitenansicht des Spanntisches in einem
vergrößerten Maßstab;
Fig. 11 veranschaulicht, wie in der herkömmlichen
Schleifmaschine der Spanntisch radial an der Schleifzone
relativ zur zweiten Schleifeinrichtung angeordnet ist; und
Fig. 12 veranschaulicht, wie in der herkömmlichen
Schleifmaschine der Spanntisch radial an der Schleifzone
relativ zur ersten Schleifeinrichtung angeordnet ist.
Mit Bezug auf Fig. 1 kann eine Schleifmaschine 10 verwendet
werden, um an der Rückseite eines Halbleiterwafers erstens ein
Grobschleifen und zweitens ein Feinschleifen auszuführen.
Wie gezeigt, weist die Schleifmaschine 10 auf: zwei
Kassetten 11a und 11b zum Unterbringen von zu schleifenden
plattenähnlichen Objekten, wie beispielsweise Halbleiterwafer,
eine Einrichtung 12 zum Herausnehmen der Halbleiterwafer aus
der Kassette 11a und Hineinlegen der Halbleiterwafer in die
Kassette 11b, einen Zentriertisch 13 zum Legen eines aus der
Kassette 11a herausgenommenen gewählten Halbleiterwafers in
eine Übertragungsposition, eine erste und zweite
Transporteinrichtung 14 und 15, Spanntische 16, 17 und 18 zum
Ansaugen und Halten der Halbleiterwafer, einen Drehtisch 19, an
welchem die Spanntische 16, 17 und 18 drehbar angebracht sind,
eine erste und zweite Schleifeinrichtung 20 und 21 zum Grob-
und Feinschleifen der Halbleiterwafer und eine Spüleinrichtung
22 zum Spülen der Halbleiterwafer im Anschluß an das Schleifen.
Die Schleifmaschine 10 hat eine von seiner Basis 23 aus
aufrecht stehende Wand 24, und zwei Sätze Führungsschienen 25
und 26 sind an der aufrechten Wand 24 angeordnet. Jeder Satz
der Führungsschienen 25 oder 26 hat einen darauf gleitenden
Träger 27 oder 28, und der Träger hat eine Schraubenspindel 29
oder 30, die mit seinem Innengewinde im Eingriff ist. Die
Schraubenspindel 29 oder 30 ist an der aufrechten Wand 24 (in
Richtung der Z-Achse) angeordnet und ist mit der Welle eines
dazugehörigen Schrittmotors 31 oder 32 verbunden, welcher an
der Oberseite der aufrechten Wand 24 befestigt ist.
Der Träger 27 oder 28 ist über seine Schraubenmutter (nicht
gezeigt) mit der Schraubenspindel 29 oder 30 im Eingriff, so
daß der Träger durch Drehen der Schraubenspindel 29 oder 30
durch den Schrittmotor 31 oder 32 aufwärts und abwärts gefahren
werden kann. Jeder Träger hat innen eine lineare Skala
angebracht, die eine genaue Bestimmung der vertikalen Position
des Trägers erlaubt.
Die erste Schleifeinrichtung 20 ist am Träger 27
angebracht, während die zweite Schleifeinrichtung 21 am Träger
28 angebracht ist. Diese Schleifeinrichtungen 20 und 21 können
von den Trägern 27 und 28 vertikal bewegt werden. Mit Bezug auf
Fig. 2 umfaßt die erste Schleifeinrichtung 20 eine
Spindeleinheit 33b, eine von der Spindeleinheit 33b drehbar
gehaltene Spindel 33 und eine an der Spindel 33 angebrachte
Halterung 35. An der unteren Oberfläche der Halterung 35 ist
eine Schleifscheibe 37 angebracht und an der unteren Oberfläche
der Schleifscheibe 37 sind Segmente aus grobem Schleifstein 39
angebracht. Die zweite Schleifeinrichtung 21 unterscheidet sich
von der ersten Schleifeinrichtung nur dadurch, daß an der
unteren Oberfläche der Schleifscheibe 38 Segmente aus feinem
Schleifstein 40 angebracht sind.
Der Schrittmotor 31 ist über einen Motorantrieb 41 mit
einer Steuereinheit 43 verbunden. Die erste Schleifeinrichtung
20 wird durch Steuern der Drehung der Schraubenspindel 29,
gesteuert durch die Steuereinheit 43, gehoben und gesenkt. Die
vertikale Position des Trägers 27 wird durch die lineare Skala
bestimmt, so daß ein Signal, das die vertikale Position des
Trägers 27 angibt, für eine vertikale Feinsteuerung zur
Steuereinheit 43 gesendet werden kann.
Die Steuereinheit 43 ist mit einem Servoantrieb 45
verbunden, welcher mit einem Kodierer 47 und einem Servomotor
49 verbunden ist, der mit einem ausgewählten Spanntisch 17
verbunden ist. Somit kann der Spanntisch 17, gesteuert von der
Steuereinheit 43, gedreht werden.
Mit bezug auf Fig. 3 sind drei Spanntische 16, 17 und 18
120 Grad voneinander beabstandet auf dem Drehtisch 19
angeordnet, der sich um sein Drehzentrum 19a drehen kann.
Die erste Schleifeinrichtung 20 ist so angeordnet, daß das
Drehzentrum 33a der Spindel 33 auf der Verlängerung der Linie
100 liegt, die das Drehzentrum 19a des Drehtisches 19 und das
Drehzentrum 17a des Spanntisches 17 verbindet, während die
zweite Schleifeinrichtung 21 so angeordnet ist, daß das
Drehzentrum 34a der Spindel 34 auf der Verlängerung der Linie
101 liegt, die das Drehzentrum 19a des Drehtisches 19 und das
Drehzentrum 18a des Spanntisches 18 verbindet, das exakt dem
Drehzentrum 17a des Spanntisches 17 entspricht, wenn er durch
Drehen des Drehtisches um 120 Grad dorthin gebracht wird.
Die Drehachse 17a des Spanntisches 17 wird durch Drehen
seiner Justierschrauben 51 und 52 (siehe Fig. 2) so gekippt,
daß radial an der ringförmigen Sektorfläche 110, an welcher ein
gewünschtes Grobschleifen am Halbleiterwafer ausgeführt wird,
die durch die Schleifsteinstücke 39 der ersten
Schleifeinrichtung 20 definierte Schleifebene parallel zur
oberen Oberfläche 17b des Spanntisches 17 liegt. Dann kann der
Halbleiterwafer durch Reiben des Halbleiterwafers mit groben
Schleifsteinstücken 39 gleichmäßig auf eine vorgegebene Dicke
geschliffen werden, wobei die dadurch definierte Schleifebene
radial an der ringförmigen Sektorfläche 110 mit der Rückseite
des Halbleiterwafers auf dem Spanntisch 17 in Kontakt gehalten
wird, wie in Fig. 3 zu sehen ist.
Wenn der Drehtisch 19 um 120 Grad gedreht wird, um den
Spanntisch 17 unter die zweite Schleifeinrichtung 21 zu legen,
kann radial an der ringförmigen Sektorfläche 111, an welcher
ein gewünschtes Feinschleifen am Halbleiter ausgeführt wird,
die durch die Schleifsteinstücke 40 der zweiten
Schleifeinrichtung definierte Schleifebene zwangsläufig
parallel zur oberen Oberfläche 17b des Spanntisches 17
angeordnet werden. Dies deshalb, weil die Positionsbeziehung,
in welcher das Drehzentrum 17a des Spanntisches 17 relativ
sowohl zum Drehzentrum 33a der ersten Schleifeinrichtung 20 als
auch zum Drehzentrum 19a des Drehtisches 19 angeordnet ist, der
Positionsbeziehung entspricht, in welcher das Drehzentrum 17a
des Spanntisches 17 relativ sowohl zum Drehzentrum 34a der
zweiten Schleifeinrichtung 21 als auch zum Drehzentrum 19a des
Drehtisches 19 angeordnet ist, wodurch die erste ringförmige
Sektorfläche 110, an welcher radial am Halbleiterwafer ein
gewünschtes Grobschleifen ausgeführt wird, mit der zweiten
ringförmigen Sektorfläche 111 übereinstimmt, an welcher radial
am Halbleiterwafer ein gewünschtes Feinschleifen ausgeführt
wird.
Beim Ausführen eines Grobschleifens an einem auf dem
Spanntisch 17 gehaltenen Halbleiterwafer wird der Spanntisch 17
so angeordnet, daß das Drehzentrum 33a der Spindel 33 auf der
Verlängerung der geraden Linie liegt, die das Drehzentrum 19a
des Drehtisches 19 und das Drehzentrum 17a des Spanntisches 17
verbindet.
Dann wird der Spanntisch 17 um sein Drehzentrum gedreht und
die erste Schleifeinrichtung 20 wird gesenkt, während sich die
Schleifscheibe 37 dreht, wodurch an der ersten ringförmigen
Sektorfläche 110 die durch die groben Schleifsteinstücke 39
definierte Schleifebene gegen die Rückfläche des Halbleiter
wafers gedrückt wird, um am Halbleiterwafer ein Grobschleifen
auszuführen (siehe Fig. 4). Da die wafertragende Oberfläche des
Spanntisches 17 so eingestellt ist, daß sie radial an der
ersten ringförmigen Sektorfläche 110 parallel zur Schleifebene
ist, kann das Grobschleifen mit Präzision ausgeführt werden. Da
beim Drehen des Spanntisches 17 um sein Drehzentrum die
Schleifebene durch das Drehzentrum 17a des Spanntisches 17a
hindurchgeht, kann die gesamte Rückfläche des Halbleiterwafers
gleichmäßig geschliffen werden, ohne daß irgendein Teil der
Rückfläche unpoliert bleibt.
Nach Beendigung des Grobschleifens wird der Drehtisch 19 um
120 Grad gedreht, um den Spanntisch 17 unter die Spindel 34 der
zweiten Schleifeinrichtung zu legen, wobei das Drehzentrum 34a
der zweiten Spindel 34 auf der Verlängerung der geraden Linie
liegt, die das Drehzentrum 19a des Drehtisches 19 und das
Drehzentrum 17a des Spanntisches 17 verbindet.
Dann wird der Spanntisch 17 um sein Drehzentrum gedreht und
die zweite Schleifeinrichtung 21 wird herab gesenkt, während
sich die Drehscheibe 38 dreht, wobei radial an der zweiten
ringförmigen Sektorfläche 110 die durch die feinen Schleif
steinstücke 40 definierte Schleifebene gegen die Rückfläche des
Halbleiterwafers gedrückt wird, um am Halbleiterwafer ein
Feinschleifen auszuführen (siehe Fig. 5). Wie gezeigt, geht die
ringförmige Anordnung von Schleifsteinstücken 40 durch das
Drehzentrum 17a des Spanntisches 17 hindurch.
Der Winkel α zwischen der geraden Linie, die das
Drehzentrum 19a des Drehtisches 19 mit dem Drehzentrum 17a des
Spanntisches 17 verbindet, und der geraden Linie, die das
Drehzentrum 17a des Spanntisches 17 mit dem Drehzentrum 33a der
Spindel 33 verbindet, ist 180 Grad, gesehen in die Richtung, in
die der Drehtisch 19 gedreht wird (siehe Fig. 4). Gleichermaßen
ist der Winkel β zwischen der geraden Linie, die das
Drehzentrum 19a des Drehtisches 19 mit dem Drehzentrum 17a des
Spanntisches 17 verbindet, und der geraden Linie, die das
Drehzentrum 17a des Spanntisches 17 mit dem Drehzentrum 34a der
Spindel 34 verbindet, 180 Grad, gesehen in die Richtung, in die
der Drehtisch 19 gedreht wird (siehe Fig. 5).
Der Winkel α (siehe Fig. 4) ist gleich dem Winkel β (siehe
Fig. 5) und daher ist die zweite ringförmige Arbeitssektor
fläche 111 bezüglich des Drehzentrums sowohl des Spanntisches
17 als auch des der zweiten Spindel 34 (siehe Fig. 5) auf
gleiche Weise angeordnet, wie die erste ringförmige Arbeits
sektorfläche 110 bezüglich des Drehzentrums sowohl des
Spanntisches 17 als auch des der ersten Spindel 33 angeordnet
ist (siehe Fig. 4). Somit kann das Feinschleifen ausgeführt
werden, wobei die durch die Schleifsteinstücke 40 definierte
Schleifebene, wie im Fall des Grobschleifens, parallel zur
wafertragenden Oberfläche des Spanntisches 17 ist.
Daher kann das Grobschleifen und das Feinschleifen unter
ein und derselben Bedingung ausgeführt werden, mit Ausnahme der
in den ringförmigen Arbeitssektorflächen 110 und 111
verwendeten Schleifsteinarten. Somit haben die fertigen
Halbleiterwafer wie gewünscht ein und dieselbe gleichmäßige
Dicke.
Die Positionsbeziehung zwischen der ersten und zweiten
Schleifeinrichtung 20 und 12, wie in Fig. 3 gezeigt, sollte
nicht als einschränkend verstanden werden. Die erste und zweite
Schleifeinrichtung können so, wie in Fig. 6 gezeigt, angeordnet
sein, wobei der Winkel α1 zwischen der geraden Linie, die das
Drehzentrum 19a des Drehtisches 19 mit dem Drehzentrum 17a des
Spanntisches 17 verbindet, und der geraden Linie, die das
Drehzentrum 17a des Spanntisches 17 mit dem Drehzentrum 33a der
ersten Spindel 33 verbindet, gesehen in die Richtung, in welche
der Drehtisch 19 gedreht wird, gleich ist dem Winkel β1
zwischen der geraden Linie, die das Drehzentrum 19a des
Drehtisches 19 mit dem Drehzentrum 17a des Spanntisches 17
verbindet, und der geraden Linie, die das Drehzentrum 17a des
Spanntisches 17 mit dem Drehzentrum 34a der zweiten Spindel 34
verbindet, gesehen in die Richtung, in die der Drehtisch 19
gedreht wird. Die erste und zweite Arbeitssektorfläche 120 und
121 sind symmetrisch bezüglich der radialen Verlängerung vom
Drehzentrum 19a des Drehtisches 19 zum Drehzentrum 17a des
Spanntisches 17, angeordnet für das Grob- und Feinschleifen.
Wie aus Vorstehendem verständlich ist, wird, wenn der
Drehtisch 19 um 120 Grad gedreht wird, die erste ringförmige
Arbeitssektorfläche 120 in Deckung mit der zweiten ringförmigen
Arbeitssektorfläche 121 angeordnet, vorausgesetzt der Winkel α1
ist gleich dem Winkel β1, und daher können das Grob- und
Feinschleifen unter ein und derselben Arbeitsbedingung
ausgeführt werden, mit Ausnahme der verwendeten Schleifstein
arten. Somit haben die fertigen Halbleiterwafer, wie gewünscht,
ein und dieselbe gleichmäßige Dicke.
In den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen wird die
durch die Schleifsteinstücke definierte Schleifebene radial
parallel mit der wafertragenden Oberfläche des Spanntisches
angeordnet. Dies sollte jedoch nicht als einschränkend
verstanden werden. In dem Fall, in dem das Arbeitsstück konkav
oder konvex ist, kann die Schleifebene in einer gegebenen
festen Winkelbeziehung zum Spanntisch angeordnet sein.
Claims (3)
1. Schleifmaschine mit mindestens einem Drehtisch;
Spanntischen zum Halten von zu bearbeitenden Werkstücken, wobei die Spanntische drehbar am Drehtisch angebracht sind;
einer ersten Schleifeinrichtung zum Schleifen der freiliegenden Oberfläche jedes auf dem Spanntisch gehaltenen Werkstücks;
und einer zweiten Schleifeinrichtung zum Schleifen der freiliegenden und vorgeschliffenen Oberfläche jedes Werkstücks,
wobei die erste Schleifeinrichtung mindestens eine erste Schleifscheibe mit Schleifsteinstücken, die so fest angeordnet sind, um zusammen eine erste Schleifebene zu definieren, und eine erste Spindeleinheit mit einer an der ersten Schleif scheibe angebrachten Drehspindel aufweist;
die zweite Schleifeinrichtung mindestens eine zweite Schleifscheibe mit Schleifsteinstücken, die so fest angeordnet sind, um zusammen eine zweite Schleifebene zu definieren, und eine zweite Spindeleinheit mit einer an der zweiten Schleif scheibe angebrachten Drehspindel aufweist; und
die erste und zweite Schleifeinrichtung so angeordnet sind, daß die Schleifzone, die zu der Zeit, zu der das Werkstück von der ersten Schleifscheibe geschliffen wird, von der ersten Schleifscheibe am Werkstück gebildet wird, der Schleifzone entspricht, die zu der Zeit, zu der das Werkstück von der zweiten Schleifscheibe geschliffen wird, von der zweiten Schleifscheibe am Werkstück gebildet wird.
Spanntischen zum Halten von zu bearbeitenden Werkstücken, wobei die Spanntische drehbar am Drehtisch angebracht sind;
einer ersten Schleifeinrichtung zum Schleifen der freiliegenden Oberfläche jedes auf dem Spanntisch gehaltenen Werkstücks;
und einer zweiten Schleifeinrichtung zum Schleifen der freiliegenden und vorgeschliffenen Oberfläche jedes Werkstücks,
wobei die erste Schleifeinrichtung mindestens eine erste Schleifscheibe mit Schleifsteinstücken, die so fest angeordnet sind, um zusammen eine erste Schleifebene zu definieren, und eine erste Spindeleinheit mit einer an der ersten Schleif scheibe angebrachten Drehspindel aufweist;
die zweite Schleifeinrichtung mindestens eine zweite Schleifscheibe mit Schleifsteinstücken, die so fest angeordnet sind, um zusammen eine zweite Schleifebene zu definieren, und eine zweite Spindeleinheit mit einer an der zweiten Schleif scheibe angebrachten Drehspindel aufweist; und
die erste und zweite Schleifeinrichtung so angeordnet sind, daß die Schleifzone, die zu der Zeit, zu der das Werkstück von der ersten Schleifscheibe geschliffen wird, von der ersten Schleifscheibe am Werkstück gebildet wird, der Schleifzone entspricht, die zu der Zeit, zu der das Werkstück von der zweiten Schleifscheibe geschliffen wird, von der zweiten Schleifscheibe am Werkstück gebildet wird.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1, wobei die erste und
zweite Schleifeinrichtung so angeordnet sind, daß ein erster
Winkel zwischen einer geraden Linie, die das Drehzentrum des
Drehtisches mit dem Drehzentrum eines gewählten Spanntisches
verbindet, wenn das Werkstück von der ersten Schleifeinrichtung
geschliffen wird, und einer geraden Linie, die das Drehzentrum
des gewählten Spanntisches mit dem Drehzentrum der Drehspindel
der ersten Spindeleinheit verbindet, wenn das Werkstück von der
ersten Schleifeinrichtung geschliffen wird, gleich ist einem
zweiten Winkel zwischen einer geraden Linie, die das
Drehzentrum des Drehtisches mit dem Drehzentrum des gewählten
Spanntisches verbindet, wenn das Werkstück von der zweiten
Schleifeinrichtung geschliffen wird, und einer geraden Linie,
die das Drehzentrum des gewählten Spanntisches mit dem
Drehzentrum der Drehspindel der zweiten Spindeleinheit
verbindet, wenn das Werkstück von der zweiten
Schleifeinrichtung geschliffen wird.
3. Schleifeinrichtung nach Anspruch 2, wobei der erste und
zweite Winkel 180 Grad ist.
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