DE10159800A1 - Überlagerungsgetriebe für eine Überlagerungslenkung - Google Patents
Überlagerungsgetriebe für eine ÜberlagerungslenkungInfo
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Abstract
Bei einem Überlagerungsgetriebe für eine Überlagerungslenkung, bei der ein vom Fahrer eingegebener Lenkwinkel bei Bedarf durch einen weiteren Winkel überlagert werden kann, wird durch das Überlagerungsgetriebe eine vom Fahrer eingegebene Rotationsbewegung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe, wie Zahnstangengetriebe oder Kugelumlaufgetriebe, überlagert mittels eines Rotations/Rotations-Getriebes mit mindestens zwei Stufen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Überlagerungsgetriebe für eine
Überlagerungslenkung, bei der ein vom Fahrer eingegebener
Lenkwinkel bei Bedarf durch einen weiteren Winkel
überlagert werden kann.
Heutige Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenkraftwagen,
sind in der Regel mit hydraulischen oder
elektrohydraulischen Servolenkungen ausgestattet, bei denen
ein Lenkrad mechanisch mit den lenkbaren Fahrzeugrädern
zwangsgekoppelt ist. Die Servounterstützung ist derart
aufgebaut, dass im Mittelbereich des Lenkmechanismus
Aktuatoren, z. B. Hydraulikzylinder, angeordnet sind. Durch
eine von den Aktuatoren erzeugte Kraft wird die Betätigung
des Lenkmechanismus in Reaktion auf die Drehung des
Lenkrads unterstützt. Dadurch ist der Kraftaufwand des
Fahrers beim Lenkvorgang verringert.
Überlagerungslenkungen sind bekannt. Sie sind dadurch
charakterisiert, dass dem vom Fahrer eingegebenen
Lenkwinkel bei Bedarf ein weiterer Winkel durch einen
Aktuator überlagert werden kann. Der zusätzliche Winkel
wird durch einen Regler definiert und dient zur Erhöhung
der Stabilität und Agilität des Fahrzeugs. Es besteht auch
die Möglichkeit, Störgrößen zu kompensieren und den
Gradienten Radlenkwinkel über Lenkradwinkel als Funktion
der Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs zu realisieren. Es
werden hydraulische oder elektrische Aktuatoren verwendet.
Es ist die Aufgabe der Erfindung ein Überlagerungsgetriebe
zu schaffen, mit welchem dem vom Fahrer eingegebenen
Lenkwinkel ein weiterer Winkel auf sichere und zuverlässige
Weise überlagert werden kann.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen
Patentansprüche gelöst. Spezielle Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den abhängigen Unteransprüchen angegeben.
Nach der Erfindung ist es wesentlich, dass durch das
Überlagerungsgetriebe eine vom Fahrer eingegebene
Rotationsbewegung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe, wie
Zahnstangengetriebe oder Kugelumlaufgetriebe, überlagert
wird mittels eines Rotations/Rotations-Getriebes mit
mindestens zwei Stufen. Mit einem Rotations/Rotations-
Getriebes mit mindestens zwei Stufen sind auf technisch
relativ einfache und zuverlässige Weise die
Überlagerungswinkel erzeugbar. Vorteilhaft ist der
einstellbare überlagerte Lenkwinkel durch diese Getriebe im
Grundsatz nicht begrenzt. Im Sinne der Erfindung ist der
Begriff "Rotations/Rotations-Getriebes mit mindestens zwei
Stufen" weit aufzufassen. Darunter sind auch
Getriebeanordnungen mit mindestens zwei
Rotations/Rotations-Getrieben zu verstehen, die durch
entsprechende Mittel wirkverbunden sind.
Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass das zweistufige
Rotations/Rotations-Getriebe ein Planetengetriebe ist. Im
Prinzip besteht das Planetengetriebe aus einem auf einer
Welle sitzenden Sonnenrad im Mittelpunkt eines
Planetensatzes, der Planetenräder aufweist, die mit dem
Sonnenrad verzahnt sind und die sich um das zentrale
Sonnenrad drehen. Die Planetenräder rotieren gleichzeitig
um ihre eigene Achse. Möglich macht dies ein
Planetenträger, der die einzelnen Planetenräder hält. Ein
Hohlrad umschließt die Planetenräder an ihrer Außenseite
und dreht sich ebenfalls um die zentrale Sonnenradwelle.
Durch eine feste Anordnung der Räder bzw. Wellen und/oder
Träger lassen sich verschiedene Antriebs- und
Abtriebsmöglichkeiten für das Planetenradgetriebe
vorteilhaft ein sehr kleiner Bauraum realisieren. Auch die
Fertigung ist relativ preiswert. Denn es entstehen im
Grunde keinen radialen Kräfte, wodurch einfache Gleitlager
ausreichen.
In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das
zweistufige Rotations/Rotations-Getriebe im wesentlichen
konzentrisch um eine Lenkradwelle angeordnet ist, die das
Lenkhandrad und das Lenkgetriebe verbindet. Dadurch wird
der Bauraum für das Getriebe weiter reduziert.
Nach der Erfindung ist es vorgesehen, dass ein Lenkrad der
Überlagerungslenkung im wesentlichen drehfest mit einem
ersten Abschnitt einer Lenkradwelle verbunden ist, der mit
einem ersten Sonnenrad einer ersten Stufe verbunden ist,
das über ein gemeinsames Hohlrad mit einem zweiten
Sonnenrad einer zweiten Stufe verbunden ist, das mit einem
zweiten Abschnitt der Lenkradwelle verbunden ist. Hier
erfolgt demnach erfindungsgemäß der Antrieb am Sonnenrad,
vorzugsweise ist der antriebseitige Planetenträger dann
fest. Der Abtrieb erfolgt über das gemeinsames Hohlrad auf
das zweite Sonnenrad.
Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass das erste Sonnenrad
über drei bis fünf, vorzugsweise drei, in dem gemeinsamen
Hohlrad laufenden Planetenrädern mit einem ersten
Planetenträger der ersten Stufe und das zweite Sonnenrad
über drei bis fünf, vorzugsweise drei, in dem gemeinsamen
Hohlrad laufenden Planetenrädern mit einem zweiten
Planetenträger der zweiten Stufe verbunden ist, dass der
erste Planetenträger im wesentlichen drehfest angeordnet
ist und dass ein Mittel vorgesehen ist zur Verdrehung des
zweiten Planetenträgers, zwecks Erzeugung des weiteren
Winkels (Überlagerungswinkels), mit dem der vom Fahrer
eingegebene Lenkwinkel überlagert werden kann.
In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das
Mittel zur Verdrehung des zweiten Planetenträgers,
vorzugsweise ein Schneckenrad, in mindestens eine
Ausnehmung oder eine Verzahnung des Planetenträgers
zumindest zeitweise eingreift und durch einen elektronisch
ansteuerbaren Motor und ggf. über Übertragungsmittel in
eine Rotationsbewegung versetzt werden kann, wodurch der
zweite Planetenträger rotiert werden kann. Es ist
vorteilhaft, dass der maximale Überlagerungwinkel im
Grundsatz durch das Getriebe nicht begrenzt wird.
Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass für den Fall einer
Störung oder eines Ausfalls der Einstellung des
Überlagerungswinkels eine Lenkwinkeleinstellung nur nach
Maßgabe des durch den Fahrer eingegebenen Lenkwinkels
erfolgt. In diesem Fall besteht eine direkte mechanische
Verbindung zwischen dem Lenkrad und den gelenkten
Fahrzeugrädern (mechanische Rückfallebene). Auch bei einem
Ausfall der Überlagerungsfunktion bleibt die
"Normallenkfunktion" erhalten.
In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das
Überlagerungsgetriebe zur Einstellung eines
Überlagerungswinkels einer elektromechanischen Servolenkung
vorgesehen ist, die einen elektronisch ansteuerbaren
Unterstützungsmotor, insbesondere einen Elektromotor,
aufweist, mit dem ein vom Fahrer am Lenkrad aufgebrachtes
Lenkmoment mit einem geregelten Moment überlagert und
insbesondere verstärkt werden kann.
Nach der Erfindung ist es ebenso vorgesehen, dass das
Überlagerungsgetriebe zur Einstellung eines
Überlagerungswinkels einer elektrohydraulischen
Servolenkung vorgesehen ist, die einen elektronisch
ansteuerbaren Unterstützungsmotor, insbesondere einen
Elektromotor, aufweist, mit dem ein hydraulischer Druck
erzeugt wird, mit dem ein vom Fahrer am Lenkrad
aufgebrachtes Lenkmoment mit einem geregelten Moment
überlagert und insbesondere verstärkt werden kann.
Durch das von dem elektronisch ansteuerbaren
Unterstützungsmotor erzeugte Lenkmoment kann durch eine
entsprechende Regelung die Aktion des Fahrers situativ
moduliert werden, um die Lenktätigkeit des Fahrers mehr
oder weniger stark zu unterstützen. Damit können
vorteilhaft zusätzlich fahrdynamische Zustandsgrößen
mitberücksichtigt werden. Beispielsweise werden eine
geschwindigkeitsabhängige Servounterstützung, ein aktiver
Lenkungsrücklauf, Bedämpfungen von Lenkrad- und
Fahrzeugschwingungen und/oder im Sinne einer
Fahrerassistenz situativ angepasste Momente erzeugt.
Erfindungsgemäß ist der elektronisch ansteuerbare
Unterstützungsmotor dem Überlagerungsgetriebe zugeordnet
und kraftschlüssig mit dem Rotations/Rotations-Getriebe
verbunden oder mit diesem verbindbar.
In Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das
zweistufige Rotations/Rotations-Getriebe ein
Planetengetriebe ist, bei dem ein Lenkrad der
Überlagerungslenkung im wesentlichen drehfest mit einem
ersten Abschnitt einer Lenkradwelle verbunden ist, der mit
einem ersten Sonnenrad einer ersten Stufe verbunden ist,
das über ein gemeinsames Hohlrad mit einem zweiten
Sonnenrad einer zweiten Stufe verbunden ist, das mit einem
zweiten Abschnitt der Lenkradwelle verbunden ist und dass
der elektronisch ansteuerbare Unterstützungsmotor an das
gemeinsame Hohlrad angreift oder in Eingriff bringbar ist.
Vorzugsweise werden das Mittel zur Verdrehung des zweiten
Planetenträgers, insbesondere der elektronisch ansteuerbare
Motor, und der elektronisch ansteuerbare
Unterstützungsmotor der elektrohydraulischen oder
elektromechanischen Servolenkung von einem gemeinsamen
Regler angesteuert.
Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels
und durch drei Abbildungen (Fig. 1 bis Fig. 3) beispielhaft
näher erläutert.
Fig. 1 ist ein Überlagerungsgetriebe in einer
perspektivischen Darstellung schematisch gezeigt.
Fig. 2 ist ein Überlagerungsgetriebe in einem
Querschnitt schematisch gezeigt.
Fig. 3 ist ein andere Ausführungsform des
Überlagerungsgetriebes in einem Querschnitt schematisch
gezeigt.
Das in der Fig. 1 gezeigte Überlagerungsgetriebe ist ein
zweistufiges Planetengetriebe mit einem Verstellmittel zur
Einstellung des Überlagerungswinkels. Das zweistufige
Planetengetriebe besteht aus einem Sonnenrad 1 der ersten
Stufe, Planetenrädern 2 der ersten Stufe, einem gemeinsamen
Hohlrad 3, Planetenräder 4 der zweiten Stufe, einem
Sonnenrad 5 der zweiten Stufe und einem Schneckenrad 6 als
Verstellmittel, das von einem Überlagerungs-Verstellmotor
(hier nicht dargestellt) antreibbar ist. Die Planetenräder
der ersten Stufe 2 sind an Planetenträgern ortsfest
angeordnet (dargestellt durch gestrichelte Linien 7) und
die Planetenräder der zweiten Stufe 4 sind an einem
Planetenträger 8 angeordnet, der durch das Verstellmittel 6
verstellbar ist. Das Sonnenrad der ersten Stufe 1 ist mit
einem Lenkrad der Überlagerungslenkung durch einen ersten
Abschnitt 9 einer Lenkradwelle verbunden. Hier erfolgt der
Antrieb des Getriebes. Der Abtrieb erfolgt am zweiten
Sonnenrad 5 der zweiten Stufe, das mit einem zweiten
Abschnitt 10 der Lenkradwelle verbunden ist.
In der Fig. 2 ist das in der Fig. 1 dargestellte
Überlagerungsgetriebe in einem Querschnitt schematisch
gezeigt. Daher sind dieselben Elemente auch mit denselben
Bezugszeichen versehen. In der Fig. 2 ist darüber hinaus ein
Gehäuse 11 des Überlagerungsgetriebes und ein
Überlagerungs-Verstellmotor 12 zum Antrieb des
Schneckentriebs 6 dargestellt.
Bei einer direkten Lenkung durch den Fahrer ist der
Planetenträger 7 der ersten Getriebestufe fixiert, d. h.
fest verbunden mit einem Gehäuse. Das Sonnenrad 1 der
ersten Stufe des Getriebes ist mit dem Lenkrad über die
Welle 9 verbunden und wird angetrieben. Über die
Planetenräder 2 wird das gemeinsame Hohlrad 3 angetrieben.
Der Planetenträger 8 der zweiten Stufe stützt sich auf der
Schnecke 6 des Überlagerungs-Verstellmotors 12 ab und ist
somit ebenfalls fixiert. Das gemeinsame Hohlrad 3,
angetrieben durch die erste Stufe, treibt nun über die
Planetenräder 4 der zweiten Stufe das Sonnenrad 5 der
zweiten Stufe an. Dieses Sonnenrad 5 ist der Abtrieb des
zweistufigen Planetengetriebes. Es ist verbunden mit dem
zweiten Abschnitt 10 der Lenkwelle. Dieser kann z. B. als
Eingangswelle in die Servolenkung ausgebildet sein, die
dadurch betätigt wird. Die entsprechenden Getrieberäder der
ersten und zweiten Stufe sind gleich groß. Dadurch wird
eine 1 : 1-Übersetzung erreicht die genau der Funktion einer
konventionellen Lenkung entspricht.
Das zweistufiges Planetengetriebe ist vorzugsweise in die
"aufgeschnittene" Lenksäule einer konventionellen
Servolenkung eingebaut. Zum einen kann der Fahrer direkt
mit einer 1 : 1-Übersetzung die konventionelle Servolenkung
betätigen. Zusätzlich greift der Überlagerungs-
Verstellmotor 12, hier ein Elektromotor, über das
Schneckengetriebe 6 auf den Planetenträger 8 der zweiten
Stufe (Abtrieb) und kann dem normalen Lenkwinkel einen
Lenkwinkel überlagern. Der Vorteil hierbei ist es, dass der
Fahrer im Normalfall bei direkter Lenkung eine 1 : 1-
Übersetzung auf den Eingang der Servolenkung hat.
Die Einstellung eines Überlagerungslenkwinkels oder
Differenzwinkels wird dadurch erreicht, indem der
Überlagerungs-Verstellmotor 12 über das Schneckengetriebe 6
den Planetenträger 8 der zweiten Stufe verstellt. Der
Überlagerungs-Verstellmotor 12 wird durch einen Rechner
angesteuert. Seine Drehachse steht senkrecht zur Achse des
zweistufigen Planetengetriebes. Die Einstellung eines
Überlagerungswinkels kann ebenfalls über ein Getriebe
vorgenommen werden, bei dem der Wirkungsgrad
richtungsabhängig ist (z. B. Getriebe mit Schlingfeder). Das
Reaktionsmoment, dass über das Sonnenrad 1 der ersten Stufe
auf das Lenkrad wirkt, muss vom Fahrer kompensiert werden.
In der Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform des in der
Fig. 1 und 2 dargestellten Überlagerungsgetriebes in einem
Querschnitt schematisch gezeigt. Daher sind dieselben
Elemente auch mit denselben Bezugszeichen versehen. In der
Fig. 3 ist neben dem Überlagerungs-Verstellmotor 12 zum
Antrieb des Schneckentriebs 6 ein elektronisch
ansteuerbarer Unterstützungsmotor 13, insbesondere ein
Elektromotor, vorgesehen, mit dem ein vom Fahrer am Lenkrad
aufgebrachtes Lenkmoment mit einem geregelten Moment
überlagert und insbesondere verstärkt werden kann. Der
Überlagerungs-Verstellmotor 12 sitzt in diesem Fall auf der
Antriebsseite und treibt den Planetenträger 7 der ersten
Stufe an. Das Reaktionsmoment, dass über das Sonnenrad 1
der ersten Stufe auf das Lenkrad wirkt, muss vom Fahrer
kompensiert werden. Die gesamte Einheit des
Überlagerungsgetriebes ist hier demnach ein kombiniertes
Überlagerungsgetriebe/Lenkmomentverstärkungsmotor-Modul.
Dieses Modul wird zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe in die
Lenkanlage eingebaut. Bei Lenkeingabe durch den Fahrer
verstärkt der Elektromotor 13 das aufgebrachte Lenkmoment.
Im Fehlerfall kann der Fahrer direkt mit einer 1 : 1-
Übersetzung die konventionelle Lenkung betätigen. Mit dem
Modul wird so eine mechanische Rückfallebene für die
Lenkfunktion realisiert.
Bei der Normal-Lenkfunktion mit Servounterstützung wird
durch eine Betätigung des Lenkrads über den Abschnitt 9 der
Lenkradwelle ein Drehmoment zwischen Lenkrad und Modul
erzeugt. Das Drehmoment wird mit einem Momentensensor
gemessen und dient zur Ansteuerung/Regelung des Lenkmoment-
Verstärkungsmotors 13. Dieser Motor 13 erzeugt dann eine
Drehbewegung und so ein Moment auf das gemeinsame Hohlrad
3. Der Planetenträger 8 der zweiten Stufe (Abtriebsstufe)
ist mit dem Modulgehäuse 11 verbunden. Die Drehbewegung des
Hohlrads 3 erzeugt über die Planetenräder 5 eine
Drehbewegung am Sonnenrad 5 der zweiten Stufe (Abtrieb).
Dieses Sonnenrad 5 ist über den Abschnitt 10 der
Lenkradwelle direkt verbunden mit dem Lenkgetriebe, das
dadurch betätigt wird. Der Planetenträger 7 der ersten
Getriebestufe stützt auf der Schnecke 12 des Überlagerungs-
Verstellmotors 6 ab. Bei der direkten Lenkfunktion durch
den Fahrer ist bei einem Ausfall der Servounterstützung der
Planetenträger 7 somit fixiert, das bedeutet er ist fest
verbunden mit dem Gehäuse 11. Das Sonnenrad 1 der ersten
Stufe ist mit dem Lenkrad über den Abschnitt 9 der
Lenkradwelle verbunden und wird direkt angetrieben. Über
die Planetenräder 2 wird das gemeinsame Hohlrad 3
angetrieben. Der Planetenträger 8 der zweiten Stufe ist
fest verbunden mit dem Gehäuse 11 und somit ebenfalls
fixiert. Das gemeinsame Hohlrad 3, das angetrieben ist
durch die erste Stufe, treibt über die Planetenräder 4 der
zweiten Stufe das Sonnenrad 5 der zweiten Stufe an. Dieses
Sonnenrad 5 ist der Abtrieb des zweistufigen
Planetengetriebes. Es ist beispielsweise verbunden über den
Abschnitt 10 der Lenkradwelle mit einem Lenkgetriebe, das
dadurch betätigt wird. Die entsprechenden Getrieberäder der
ersten und zweiten Stufe sind vorzugsweise gleich groß.
Dadurch wird eine 1 : 1-Übersetzung erreicht, welche der
Funktion einer konventionellen Lenkung entspricht.
Das Einstellen eines Überlagerungslenkwinkels oder
Differenzwinkels erfolgt hier analog zu der in Fig. 1 und 2
gezeigten ersten Ausführungsform, indem der Verstellmotor 6
über das Schneckengetriebe 12 den Planetenträger 7 der
ersten Stufe verstellt. Der Verstellmotor 6 wird durch
einen Rechner angesteuert. Die Achse des Verstellmotors 6
steht senkrecht zur Achse des zweistufigen
Planetengetriebes. Bei dieser Ausführungsform ist die
kompakte Bauform durch die Integration der elektrischen
Servolenkungsfunktion in das Modul besonders vorteilhaft.
Claims (11)
1. Überlagerungsgetriebe für eine Überlagerungslenkung,
bei der ein vom Fahrer eingegebener Lenkwinkel bei
Bedarf durch einen weiteren Winkel überlagert werden
kann,
dadurch gekennzeichnet, dass durch das
Überlagerungsgetriebe eine vom Fahrer eingegebene
Rotationsbewegung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe
überlagert wird mittels eines Rotations/Rotations-
Getriebes mit mindestens zwei Stufen.
2. Überlagerungsgetriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweistufige
Rotations/Rotations-Getriebe ein Planetengetriebe ist.
3. Überlagerungsgetriebe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweistufige
Rotations/Rotations-Getriebe im wesentlichen
konzentrisch um eine Lenkradwelle angeordnet ist, die
das Lenkhandrad und das Lenkgetriebe verbindet.
4. Überlagerungsgetriebe nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Lenkrad der
Überlagerungslenkung im wesentlichen drehfest mit
einem ersten Abschnitt einer Lenkradwelle verbunden
ist, der mit einem ersten Sonnenrad einer ersten Stufe
verbunden ist, das über ein gemeinsames Hohlrad mit
einem zweiten Sonnenrad einer zweiten Stufe verbunden
ist, das mit einem zweiten Abschnitt der Lenkradwelle
verbunden ist.
5. Überlagerungsgetriebe nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Sonnenrad über
drei bis fünf, vorzugsweise drei, in dem gemeinsamen
Hohlrad laufenden Planetenrädern mit einem ersten
Planetenträger der ersten Stufe und das zweite
Sonnenrad über drei bis fünf, vorzugsweise drei, in
dem gemeinsamen Hohlrad laufenden Planetenrädern mit
einem zweiten Planetenträger der zweiten Stufe
verbunden ist, dass der erste Planetenträger im
wesentlichen drehfest angeordnet ist und dass ein
Mittel vorgesehen ist zur Verdrehung des zweiten
Planetenträgers, zwecks Erzeugung des weiteren Winkels
(Überlagerungswinkels), mit dem der vom Fahrer
eingegebene Lenkwinkel überlagert werden kann.
6. Überlagerungsgetriebe nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Verdrehung
des zweiten Planetenträgers, vorzugsweise ein
Schneckenrad, in mindestens eine Ausnehmung oder eine
Verzahnung des Planetenträgers zumindest zeitweise
eingreift und durch einen elektronisch ansteuerbaren
Motor und ggf. über Übertragungsmittel in eine
Rotationsbewegung versetzt werden kann, wodurch der
zweite Planetenträger rotiert werden kann.
7. Überlagerungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis
6,
dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall einer
Störung oder eines Ausfalls der Einstellung des
Überlagerungswinkels eine Lenkwinkeleinstellung nur
nach Maßgabe des durch den Fahrer eingegebenen
Lenkwinkels erfolgt.
8. Überlagerungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis
7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Überlagerungsgetriebe
zur Einstellung eines Überlagerungswinkels einer
elektrohydraulischen Servolenkung vorgesehen ist, die
einen elektronisch ansteuerbaren Unterstützungsmotor,
insbesondere einen Elektromotor, aufweist, mit dem ein
hydraulischer Druck erzeugt wird, mit dem ein vom
Fahrer am Lenkrad aufgebrachtes Lenkmoment mit einem
geregelten Moment überlagert und insbesondere
verstärkt werden kann.
9. Überlagerungsgetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis
7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Überlagerungsgetriebe
zur Einstellung eines Überlagerungswinkels einer
elektromechanischen Servolenkung vorgesehen ist, die
einen elektronisch ansteuerbaren Unterstützungsmotor,
insbesondere einen Elektromotor, aufweist, mit dem ein
vom Fahrer am Lenkrad aufgebrachtes Lenkmoment mit
einem geregelten Moment überlagert und insbesondere
verstärkt werden kann.
10. Überlagerungsgetriebe nach Anspruche 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der elektronisch
ansteuerbare Unterstützungsmotor dem
Überlagerungsgetriebe zugeordnet ist und
kraftschlüssig mit dem Rotations/Rotations-Getriebe
verbunden oder mit diesem verbindbar ist.
11. Überlagerungsgetriebe nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweistufige
Rotations/Rotations-Getriebe ein Planetengetriebe ist,
bei dem ein Lenkrad der Überlagerungslenkung im
wesentlichen drehfest mit einem ersten Abschnitt einer
Lenkradwelle verbunden ist, der mit einem ersten
Sonnenrad einer ersten Stufe verbunden ist, das über
ein gemeinsames Hohlrad mit einem zweiten Sonnenrad
einer zweiten Stufe verbunden ist, das mit einem
zweiten Abschnitt der Lenkradwelle verbunden ist und
dass der elektronisch ansteuerbare Unterstützungsmotor
an das gemeinsame Hohlrad angreift oder in Eingriff
bringbar ist.
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