DE10156508B4 - Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge, insbesondere ein Verkleidungsteil für die B- oder die C-Säule, aus einem Basisteil und einem an dessen Innenseite verschiebbar angeordneten Gurtschieber für eine Einstellvorrichtung eines Sicherheitsgurtes, welcher Gurtschieber an seitlichen Führungsrippen des Basisteils verschiebbar und in der einen seitlichen Richtung durch das Basisteil abgestützt ist.
- In Kraftfahrzeugen ist es üblich, für die Sicherheitsgurten Höhenverstellvorrichtungen vorzusehen, die für Frontinsassen an den Verkleidungsteilen für die B-Säulen und für Fontpassagiere an den Verkleidungsteilen für die C-Säulen angeordnet werden. Dazu wird beispielsweise der Sicherheitsgurt über einen Gurtschieber geführt, welcher an der Innenseite des betreffenden Verkleidungsteils in Höhenrichtung verschiebbar angeordnet ist und über eine relativ großflächige Öffnung im Verkleidungsteil mittels eines von Hand aus betätigbaren Griffelements verschiebbar sein kann. Bekannt ist eine Ausführungsform, bei der sich der Gurtschieber an seitlichen Führungsrippen des Verkleidungsteils abstützt und durch Federelemente gehalten wird, die als Blattfedern ausgebildet sind und den Gurtschieber nach außen, in Richtung zur Öffnung im Verkleidungsteil, drücken. Diese bekannte Ausführung lässt dem Gurtschieber zu viel Bewegungsspielraum in seitlicher Richtung, sodass sich beim Verschieben des Gurtschiebers einerseits ein störender Spalt zwischen dem Schieber und dem Basisteil bilden kann und andererseits auch die erwünschte Leichtgängigkeit des Gurtschiebers beeinträchtigt werden könnte.
- Aus der
DE-33 33 473 A1 ist ein Sicherheitsgurtsystem bekannt, welches mit einem Fenster versehen ist, durch das das Gurtband eines Gurtsystems in den Innenraum des Kraftfahrzeuges tritt und welches außerhalb des Gurtdurchtrittsbereiches mit einer Blende versehen ist, die angeformte Führungsprofile aufweist. In die Führungsprofile greifen mit dem Tragkörper der Verkleidung in Verbindung stehende Führungsleisten, welche als örtlich am Tragkörper der Verkleidung herausgeformte Lappen ausgebildet sind. - Aus der
EP 0 963 888 A2 ist eine Gleitführung für ein Schiebeteil bekannt, welches an seinen Längsrädern in im Wesentlichen U-förmig ausgebildeten Führungsschienen geführt ist. Zur schwimmenden Lagerung des Schiebteils sind die Gleitfläche der Führungsschiene und die Gleitfläche des Schiebeteils durch eine zwischen den Gleitflächen vorgesehene Flockfaserschicht elastisch entkoppelt. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verkleidungsteil der eingangs genannten Art derart auszubilden, dass jede unerwünschte seitliche Beweglichkeit des Gurtschiebers verhindert ist, eine leichtgängige und exakte Betätigung des Schiebers zur Höhenverstellung des Sicherheitsgurtes jedoch gewährleistet ist.
- Dabei soll auch eine einfache Montage des Gurtschiebers am Verkleidungsteil sichergestellt sein.
- Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass der Gurtschieber in der anderen seitlichen Richtung durch Klammern gehalten ist, die an einer der Führungsrippen aufgesteckt sind und einen an dieser Führungsrippe abgestützten Führungsansatz des Gurtschiebers von innen erfassen.
- Durch die Erfindung wird eine exakte und leichtgängige Führung für den Gurtschieber gewährleistet, die keine unerwünschte Beweglichkeit in seitlicher Richtung zulässt. Dabei ist sichergestellt, dass der erforderliche Raum zur Montage des Gurtschiebers zur Verfügung steht.
- Eine einfache Montage des Gurtschiebers wird dadurch unterstützt, dass die Führungsrippen ebene Führungsflächen für die Führungsansätze des Gurtschiebers zur Verfügung stellen (Anspruch 2).
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Klammern an der Führungsrippe aber mit Widerhaken versehene Klemmteile aufsteckbar. Die Widerhaken verhindern ein unbeabsichtigtes Lösen der Klammern, wodurch eine auf die Lebensdauer des Fahrzeuges exakte und leichtgängige Verschiebbarkeit des Gurtschiebers gewährleistet wird (Anspruch 3).
- An den Klammern ausgebildete Halteteile zur seitlichen Abstützung des Führungsansatzes des Gurtschiebers halten diesen für eine exakte Führung an der Führungsrippe (Anspruch 4).
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bestehen die Klammern aus Metall (Anspruch 5). Dies ermöglicht eine gleichzeitig stabile und federnde Ausführung der Klammern und deren sichere Fixierung an der Führungsrippe.
- In der durch die Klemmern nicht gesicherten anderen seitlichen Richtung wird der Gurtschieber bevorzugt an dem einen, eine Öffnung des Basisteils seitlich begrenzenden Randbereich desselben abgestützt und derart gegen eine unerwünschte seitliche Beweglich seit in diese Richtung gesichert (Anpruch 6).
- Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung, die eln Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt, näher beschrieben. Dabei zeigen
-
1 eine Innenansicht eines Verkleidungsteils, -
2 einen Schnitt durch das Verkleidungsteil aus1 entlang der Linie II-II der1 , -
3 den Ausschnitt A aus2 in vergrößertem Maßstab und -
4 eine Klammer in Schrägansicht. - Das in
1 von der Innenseite-her gezeigte Verkleidungsteil1 ist zur Verkleidung einer B-Säule oder einer C-Säule im Innenraum eines Kraftfahrzeuges vorgesehen oder kann auch Bestandteil einer Verkleidung für die B- oder C-Säule sein. Das Verkleidungsteil weist ein Basisteil10 und einen an diesem längsverschiebbar, bezogen auf das Kraftfahrzeug höhenverschiebbar, angeordneten Gurtschieber2 auf, an welchem der Sicherheitsgurt für einen Vorder- oder einen Rücksitz des Kraftfahrzeuges umgelenkt wird. Der Gurtschieber2 gestattet eine Anpassung der Gurtumlenkstelle an die Körpergröße eines Fahrzeuginsassen. Die Größe des Verstellbereiches wird durch die Erstreckung einer im Basisteil10 ausgebildeten Öffnung4 bestimmt, die in1 durch den Schieber2 überdeckt ist und in der Schnittdarstellung in2 zu sehen ist. Im Bereich der Öffnung4 bildet der Gurtschieber2 das von außen sichtbare Teil im Verkleidungsteil1 . Die Sicherheitsgurtführung und die Art und Weise der Umlenkung des Gurtes am Schieber2 sind nicht Gegenstand der Erfindung, sodass auf ihre Ausgestaltung nicht näher eingegangen wird und die diesbezüglich vorgesehenen Teile nicht dargestellt sind. - Das Basisteil
10 , welches insbesondere aus Kunststoff gefertigt ist, ist außenseitig mit einer Dekorscchicht10c versehen. Auch der Gurtschieber2 ist ein Kunststoffteil, weist jedoch keine Dekorschicht auf. An der Außenseite des Gurtschiebers2 ist ein Griffelement, welches in den Zeichnungsfiguren nicht gezeigt ist, angeordnet, um den Schieber2 von Hand aus zu betätigen. Alternativ dazu kann auch vorgesehen sein, den Gurtschieber2 automatisch zu betätigen. In der2 gezeigten Schnittdarstellung sind die beiden die Öffnung4 seitlich begrenzenden Bereiche10a des Basisteils10 zu sehen, die über abgerundete Kanten in seitliche Randbereiche10b übergehen. An der Innenseite jedes Randbereiches10b ist im Wesentlichen parallel zu den Bereichen10a verlaufend jeweils eine Führungsrippe3 angeformt, die außenseitig mit Verstärkungsstegen13 (1 ) versehen ist. Die Führungsrippen3 erstrecken sich insbesondere über eine Länge, die zumindest der Längserstreckung des Gurtschiebers2 entspricht. Zwischen den Führungsrippen3 und den Bereichen10a bzw.10b des 3asisteils10 ist der Gurtschieber2 längsverschiebbar eingebracht. Zu diesem Zweck ist der Gurtschieber2 an jeder seiner Längsseiten mit einem Führungsansatz5 versehen, dessen Stirnseite auf einer ebenen Führungsfläche der betreffenden Führungsrippe3 abgestützt ist. Die freien, die Stirnseiten aufweisenden Endbereiche der Führungsansätze5 sind mit einem textilen Material6 , beispielsweise einem Vliesstreifen, im Wesentlichen U-förmig umhüllt, welcher beispielsweise angeklebt sein kann. Die textile Umhüllung hat nicht nur die Funktion, einen gewissen Toleranzausgleich zuzulassen sondern ermöglicht auch ein komfortables und geräuscharmes Verschieben des Gurtschiebers2 . - Wie insbesondere
2 zeigt, ist der Gurtschieber2 im Bereich der einen Führungsrippe3 , dies ist die in2 rechts eingezeichnete Führungsrippe3 , lediglich abgestützt und wird von außen durch das Basisteil10 gehalten. Zwischen diesem Führungsansatz5 und dem Randbereich10b verbleibt dabei ausreichend Raum zur Montage des Gurtschiebers2 . - Mit seinem zweiten Führungsansatz
5 ist der Gurtschieber2 an der zweiten Führungsrippe3 abgestützt und geführt. Im Bereich dieser Führungsrippe3 sind auch die Maßnahmen getroffen, die eine unennrünschte Beweglichkeit des Gurtschiebers2 in seitlicher Richtung verhindern. In der einen seitlichen Richtung erfolgt eine Abstützung einer am Gurtschieber2 ausgebildeten Stützstufe7 am Bereich10a des Basisteils10 . Die Stufe7 verhindert somit eine unerwünschte Beweglichkeit des Gurtschiebers2 in Richtung dieses Randbereichs10b des Basisteils10 . Eine Beweglichkeit des Gurtschiebers2 in der anderen seitlichen Richtung wird durch federnde Klammern8 unterbunden, welche den Gurtschieber2 an der Führungsrippe3 gegen ein seitliches Verschieben in diese Richtung sichern. Die Klammern8 sind so ausgeführt, dass sie die Längsverschiebbarkeit des Gurtschiebers2 nicht behindern. - Ein Ausführungsbeispiel einer Klammer
8 ist in4 dargestellt. Die Klammer8 weist ein Basisteil3b auf, welches mit seitlichen Klemmteilen8a versehen ist, die zum Basisteil8b einen Klemmspalt belassen und zur Erhöhung der Klemmwirkung zum Basisteil8b hin muldenförmig gebogen sind. Von den Klemmteilen8a stehen in Richtung des Basisteils 8b Widerhaken8c ab, die spitze Enden aufweisen. Der Spalt zwischen dem Basisteil8b und den Klemmteilen8a dient zum Aufstecken der Klammern8 an der Führungsrippe3 . Die Klemmhaken8c verkrallen sich dabei im Kunststoff der Führungsrippe3 und verhindern derart ein unbeabsichtigtes Lösen der Klammern8 . Über ein vom Basisteil8b rechtwinklig abnagendes Halteteil8d wird der Führungsansatz5 des Gurtschiebers2 von außen abgestützt bzw. erfasst.3 zeigt die gegenseitige Lage der soeben beschriebenen Bauteile. Üblicherweise reichen zwei Klammern8 aus, um den Gurtschieber2 an der Führungsrippe3 zu führen und zu halten. - Die Klammern
8 sind bevorzugt aus Metall gefertigt. Sie können jedoch auch als Spritzgussteile aus Kunststoff hergestellt werden. Bei Kunststoffklammern kann es dabei günstig sein, diese an der betreffenden Führungsrippe3 punktuell anzuschweißen. - Die Erfindung ist auf das dargestellte Ausführungsbeispiel nicht eingeschränkt. So ist es insbesondere möglich, den Gurtschieber
2 nicht über eine Stützstufe sondern auf andere Weise in der einen seitlichen Richtung abzustützen.
Claims (6)
- Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge, insbesondere Verkleidungsteil für die B- oder C-Säule, aus einem Basisteil und einem an dessen Innenseite verschiebbar angeordneten Gurtschieber für eine Einstellvorrichtung eines Sicherheitsgurtes, welcher Gurtschieber an seitlichen Führungsrippen des Basisteils abstützbar und verschiebbar ist und in der einen seitlichen Richtung durch das Basisteil abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Gurtschieber (
2 ) in der anderen seitlichen Richtung durch Klammern (8 ) gehalten ist, die an einer der Führungsrippen (3 ) aufgesteckt sind und einen an dieser Führungsrippe (3 ) abgestützten Führungsansatz (5 ) des Gurtschiebers (2 ) von innen erfassen. - Verkleidungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrippen (
3 ) ebene Führungsflächen für die Führungsansätze (5 ) des Gurtschiebers (2 ) zur Verfügung stellen. - Verkleidungsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ilammern (
8 ) an der Führungsrippe (3 ) über mit Widerhaken (8c ) versehene Klemmteile (8a ) aufsteckbar sind. - Verkleidungsteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammern (
8 ) mit zumindest einem Halteteil (8d ) zur seitlichen Abstützung des Führungsansätzen (5 ) des Gurtschiebers (2 ) versehen sind. - Verkleidungsteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammern (
8 ) aus Metall bestehen. - Verkleidungsteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gurtschieben (
2 ) an dem einen, eine Öffnung (4 ) des Basisteils (10 ) seitlich begrenzenden Randbereich (10a ) des Basisteils (10 ) abgestützt ist.
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