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Die
Erfindung betrifft eine Kraftwagentür mit einer Fensteröffnung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
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Um
einen Fahrzeuginnenraum bei Bedarf vor Einsichtnahme von außen zu schützen, ist
es üblich,
eine Vorhanganordnung für
eine Fensteröffnung einer
Kraftwagentür
vorzusehen, die der Insasse bei Bedarf auf oder zuziehen kann. Fensteröffnungen
in Kraftwagentüren
weisen jedoch, insbesondere bei Limousinen, einen dreieckförmigen Eckbereich
und etwa eine rechteckige Fensterfläche auf, so dass das Verschieben
der Vorhanganordnung nur über
die rechteckige Fensterfläche
erfolgen kann. Der dreieckförmige
Eckbereich bleibt daher immer feststehend durch die Vorhanganordnung überspannt,
während
die Vorhanganordnung über
die rechteckförmige
Fensterfläche
auf- und zuziehbar
gehalten ist.
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Die
DE 43 18 556 C1 zeigt
eine Vorhanganordnung für
eine Fensteröffnung
einer Kraftwagentür, die
durch besonders ausgebildete Abnäher
ein gezieltes Falten der Stofffläche
beim Zusammenschieben des Vorhangs ermöglichen. Der Vorhang kann dadurch
enger zusammengeschoben werden und bauscht nicht so stark in Richtung
zum Fahrzeuginnenraum auf.
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Wie
aus der
DE 43 18 552
C1 hervorgeht, ist an der durch einen Begrenzungsrahmen
umgebenen Fensteröffnung
ein Vorhang gehalten, der in seiner Gebrauchsstellung die Fensteröffnung überdeckt.
In Nichtgebrauchsstellung des Vorhangs bleibt ein dreieckförmiger Bereich
der Fensteröffnung überdeckt, während der
Vorhang über
einen sich an den dreieckförmigen
Bereich anschließenden,
etwa rechteckförmigen
Bereich der Fensteröffnung
zusammengeschoben werden kann. In diesem Bereich ist der Vorhang
mit Gleitern versehen, die in Führungen
des Begrenzungsrahmens verschiebbar gelagert sind. Der dreieckförmige Bereich
wird unter Spannung gehalten, indem einerseits Befestigungsmittel
am oberen Begrenzungsrahmen eingeclipst werden und indem andererseits
eine auf die Führungsschiene
aufgeclipste Klammer die in der unteren Führungsschiene laufenden Befestigungsmittel
am Gleiten hindert. Das Festlegen der Befestigungsmittel am oberen
Begrenzungsrahmen bedingt aufwendige Montagearbeiten, da der Vorhang
zumindest in dem dreieckförmigen
Bereich mit mehreren Befestigungsclipsen von Hand am Begrenzungsrahmen
befestigt werden muss. Außerdem
kann die aufgeclipste Klammer beim Zusammenschieben des Vorhangspakets
beschädigt,
verschoben oder zerstört
werden. Zudem müssen
im Begrenzungsrahmen Aufnahmeöffnungen
für die
Befestigungsclipse vorgesehen sein, die nicht erwünscht sein
können,
wenn die Vorhanganordnung entfernt ist.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Kraftwagentür mit einer
eine Fensteröffnung
abdeckenden Vorhanganordnung zu schaffen, deren erster Teilbereich
bei vereinfachter Montage dauerhaft unter Spannung gehalten wird.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Damit
eine Vorhanganordnung eine Fensteröffnung in Gebrauchsstellung
glattflächig überspannt und
in Nichtgebrauchsstellung platzsparend auf einer Seite der Fensteröffnung zusammengeschoben
werden kann, ist es von Vorteil, wenn die Fensteröffnung über ihre
Länge eine
etwa gleiche Höhe
aufweist. In Kraftwagentüren
sind Fensteröffnungen
geometrisch häufig
in zwei Teilbereiche unterteilt, von denen ein erster Teilbereich
etwa dreieckförmig
ausgebildet sein kann, so dass die für das Zusammenschieben der
Vorhanganordnung notwendige einheitliche Höhe der Fensteröffnung nicht
gegeben ist. Erfindungsgemäß wird die
Vorhanganordnung in beiden Teilbereichen über verschiebbare Befestigungsmittel in
Führungen
am Begrenzungsrahmen befestigt. Somit können bei der Montage über die
gesamte Vorhanganordnung einheitliche Befestigungsmittel verwendet
werden. Zudem können
im Begrenzungsrahmen die Führungen
versenkt angeordnet werden. Es bedarf keiner zusätzlichen Aufnahmeöffnungen,
um die Vorhanganordnung im ersten Teilbereich am Begrenzungsrahmen
beispielsweise einzuclipsen. Um den ersten Teilbereich dennoch glattflächig überdeckt
zu halten, ist zumindest in einem Teilabschnitt der Führung ein
Abstandshalter untergebracht, der wenigstens ein Befestigungsmittel
ortsfest hält
und somit die Vorhanganordnung im ersten Teilbereich über die
Fensteröffnung
verspannt. Da der Abstandshalter für den Insassen nicht sichtbar
in der Führung angeordnet
ist, kann auf eine aufgesetzte, leicht verlierbare Klammer verzichtet
werden. Der als biegsamer Stab ausgebildete Abstandshalter, der
vollständig
in der Führungsschiene
untergebracht ist, ermöglicht
keine nachträgliche
Verschiebung mehr, so dass die Befestigungsmittel wirksam am Gleiten
in der Führungsschiene
gehindert werden. Von Vorteil dabei ist, dass der erfindungsgemäße Abstandshalter die
erforderliche Spannung in dem ersten Teilbereich dauerhaft hält.
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Vorteile
und bevorzugte Ausgestaltungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann die Führung
des ersten Teilbereichs einteilig mit der Führung des zweiten Teilbereichs
ausgebildet sein. Damit brauchen bei der Montage die Befestigungsmittel
für beide
Teilbereiche lediglich von einer Seite in die gemeinsame Führung eingefädelt werden.
Der Abstandhalter kann in einfacher Weise an die jeweilige gewünschte Länge in Abhängigkeit
der Geometrie der Fensteröffnung
angepasst werden.
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Unter
Verwendung von Führungsschienen, die
einen auf die Befestigungsmittel abgestimmten Hohlquerschnitt aufweisen,
kann die Handhabung der Vorhanganordnung vereinfacht werden. Die
Befestigungsmittel und der Hohlquerschnitt sollten derart aufeinander
abgestimmt sein, dass ein leichtgängiges Gleiten der Befestigungsmittel
in der Führungsschiene
erreicht wird.
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Der
Abstandshalter kann als biegsamer Stab ausgebildet sein, der den
Hohlquerschnitt der Führungsschiene
nur teilweise ausfüllt,
so dass die Befestigungsmittel ungehindert in der Führungsschiene gleiten
können.
Dazu ist der Hohlquerschnitt der Führungsschiene auf den Querschnitt
der Befestigungsmittel und des Abstandshalters abgestimmt.
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Der
Abstandshalter kann mit einem Endstück versehen sein, das den Hohlquerschnitt
der Führungsschiene
nahezu vollständig
ausfüllt
und somit das Gleiten zumindest eines Befestigungs mittels verhindern
und dieses ortsfest in der Führungsschiene
fixieren. Damit kann der erste Teilbereich gespannt werden, während der
zweite Teilbereich über die
gleitenden Befestigungsmittel zusammenschiebbar bleibt.
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Die
Vorhanganordnung kann vorzugsweise aus textilem Material hergestellt
sein, das sowohl längen-
als auch breitenelastisch ist. Das hat den Vorteil, dass die Vorhanganordnung
unter leichter Vorspannung sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung
an dem Begrenzungsrahmen befestigt werden kann.
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Bei
einer zweiteiligen Vorhanganordnung kann der Insasse bei Bedarf
den zweiten zusammenschiebbaren Teilbereich entweder am ersten Teilbereich
zusammenschieben oder, wenn das zusammengeschobene Vorhangpaket
die Sicht beeinträchtigt,
auf die entgegengesetzte Seite im Bereich der B-Säule ablegen.
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Weitere
Vorteile sowie eine Ausgestaltungsform der Erfindung werden anhand
der Zeichnung erläutert.
Dabei zeigen:
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1 eine
Innenansicht eines Teils einer Kraftwagentür in einer ersten Ausführungsform,
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2 eine
vergrößerte Ansicht
der Führungsschiene
nach 1,
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3 einen
Querschnitt gemäß Linie
III-III in 2 sowie
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4 eine
Innenansicht eines Teils einer Kraftwagentür in einer zweiten Ausführungsform.
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1 zeigt
eine Innenansicht einer Kraftwagentür 1 mit einer Fensteröffnung 2,
die durch einen umlaufenden Begrenzungsrahmen 3 gebildet
wird.
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Die
Fensteröffnung 2 wird
durch einen ersten dreieckförmigen
Ausschnitt 4 und einen etwa rechteckförmigen Ausschnitt 5 gebildet.
In der Fensteröffnung 2 ist
eine Scheibe 6 versenkbar angeordnet.
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Um
den Fahrzeuginnenraum gegen Einsichtnahme von außen zu schützen, ist eine Vorhanganordnung 7 vorgesehen,
die in 1 in einer Nichtgebrauchsstellung dargestellt
ist. D.h. der dreieckförmige
Ausschnitt 4 ist durch einen ersten, ebenfalls dreieckförmigen Teilbereich 8 der
Vorhanganordnung 7 abgedeckt, während ein zweiter Teilbereich 9 der Vorhanganordnung 7 zu
einem Vorhangpaket 10 seitlich vom dreieckförmigen Teilbereich 8 zusammengeschoben
ist. Somit hat der Insasse im Bereich des rechteckförmigen Ausschnitts 5 freie
Sicht durch die Scheibe 6.
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Die
Vorhanganordnung 7 weist an ihrem oberen und unteren Rand
Befestigungsmittel 11 auf, die voneinander gleichmäßig beabstandet
sind. Die Befestigungsmittel 11 können als Gleiter ausgebildet sein,
die in einer der Form der Befestigungsmittel 11 angepassten
Führungsschiene 12 im
oberen Begrenzungsrahmen 3a und in einer Führungsschiene 13 im
unteren Begrenzungsrahmen 3b verschiebbar sind. Beide Führungsschienen 12 und 13 erstrecken sich
von einem Scheitelpunkt 14 über den dreieckförmigen und
den rechteckförmigen
Abschnitt 4 und 5 der Fensteröffnung 2 bis zu dem
der B-Säule
zugewandten Ende der Kraftfahrzeugtür 1. Die Führungsschiene 12 ist
der Kontur des Begrenzungsrahmens 3a angepasst. Durch den
Verlauf der Führungsschienen 12 und 13 über nahezu
die gesamte Länge
der Fensteröffnung 2 können alle
Befestigungsmittel 11 vom Scheitelpunkt 14 in
ihre entsprechende Führungsschiene 12 oder 13 eingefädelt werden.
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Das
Zusammenschieben der Vorhanganordnung 7 kann aufgrund der
im dreieckförmigen
Bereich 4 fehlenden parallelen Ausrichtung der sich gegenüberliegenden
oberen und unteren Begrenzungsrahmen 3a und 3b nicht
erfolgen. Daher ist vorgesehen, dass der dreieckförmige Teilbereich 8 die
Fensteröffnung 2 im
dreieckförmigen
Abschnitt 4 sowohl in Gebrauchsstellung als auch in Nichtgebrauchsstellung überspannt.
Der zweite, etwa rechteckförmige Teilbereich 9 kann
von der dargestellten Nichtgebrauchsstellung durch Ziehen in Pfeilrichtung
A in seine Gebrauchsstellung gebracht werden.
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Dazu
werden die an sich frei in der Führung 12 bzw. 13 beweglichen
Befestigungsmittel derart fixiert, dass der Teilbereich 8 im
dreieckförmigen
Abschnitt 4 unter Spannung gehalten wird.
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In 2 ist
eine Ausführungsform
für die obere
Führungsschiene 12 ausschnittsweise
dargestellt. Um den Teilabschnitt 8 glattflächig über den dreieckförmigen Abschnitt 4 zu
spannen, ist ein Abstandshalter 15 vorgesehen, der sich
vom Scheitelpunkt 14 bis zum rechteckförmigen Abschnitt 5 in
einem Teilabschnitt der Führungsschiene 12 erstreckt. Unterhalb
des als elastischen Stabs ausgebildeten Abstandshalter 15 sind
die Befestigungsmittel 11 frei beweglich in der Führungsschiene 12.
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Wie
die Schnittdarstellung in 3 zeigt, wird
der Hohlquerschnitt der Führungsschiene 12 durch
den Abstandshalter 15 nur teilweise ausgefüllt. Der
frei zur Verfügung
stehende Hohlquerschnittbereich unterhalb des Abstandshalters 15 ist
in seinen Abmaßen
derart auf die Abmaße
der Befestigungsmittel 11 abgestimmt, dass diese in der
Führungsschiene 12 gut
gleiten können.
Dadurch kann die Vorhanganordnung optisch gut fallen.
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Durch
ein winkelförmiges,
den Hohlquerschnitt der Führungsschiene 12 nahezu
ausfüllendes Endstück 16 des
Abstandshalters 15 wird – wie 2 zeigt – das Befestigungsmittel 11' am Gleiten
in Richtung des Scheitelpunktes 14 gehindert. Da die Vorhanganordnung 7 im
Scheitelpunkt 14 ebenfalls durch geeignete Mittel fixiert
ist, kann eine Längsspannung
in dem Teil bereich 8 erreicht werden. Damit kann in Abhängigkeit
der Längselastizität des für die Vorhanganordnung 7 verwendeten
textilen Materials die Fensteröffnung
glattflächig überspannt
werden. Diese Wirkung wird noch verstärkt, wenn auch in die untere
Führungsschiene 13 ein
Abstandshalter eingebracht wird.
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In
Abhängigkeit
der Breitenelastizität
des eingesetzten textilen Materials werden die Abmaße für die Höhe der Vorhanganordnung 7 konfektioniert. Vorzugsweise
wird die gesamte Vorhanganordnung 7 im Untermaß zur überdeckten
Fensteröffnung
gefertigt, um eine Vorspannung sowohl über die Länge als auch über die
Breite zu erhalten.
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4 zeigt
eine zweite Ausführungsform, bei
der die Vorhanganordnung 7 zweiteilig ausgebildet ist.
Die Trennung der Vorhanganordnung 7 erfolgt in dem Übergangsbereich
zwischen dem dreieckförmigen
Abschnitt 4 und dem rechteckförmigen Abschnitt 5.
Der sich nunmehr frei über
die Scheibe 6 erstreckende Randbereich 17 des
ersten Teilbereichs 8 kann mit einer Verstärkung, wie
beispielsweise ein Gummiband oder ein Vlies, versehen sein, die in
den Saum des Randbereichs 16 eingenäht oder aufgebügelt werden
kann, um ein Flattern des Randbereichs 16 zu vermeiden.
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Der
zweite Teilbereich 9 ist als Vorhangpaket 10 im
Bereich der B-Säule
abgelegt, so dass die Sicht des Insassen nicht durch das Vorhangpaket 10 beeinträchtigt wird.
Das Überführung in
Gebrauchsstellung erfolgt durch Ziehen des Teilbereichs 9 in Pfeilrichtung
B.
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Die
Faltenbildung der Vorhanganordnung 7 kann durch geeignete
Maßnahmen
im Befestigungsbereich verbessert werden. So kann ein Versteifungsteil
in die oberen oder unteren Randbereiche des Teilbereichs 9 eingenäht werden,
das die Freiheitsgrade des textilen Materials beim Zusammenschieben
in Nichtgebrauchsstellung vorgibt.
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Dadurch,
dass die Vorhanganordnung 7 in beiden Teilbereichen mittels
Führungsschiene
und Gleiter erfolgt, kann eine Anpassung des Vorhangs an die Geometrie
der Fensteröffnung
ohne optische Beeinträchtigung
durch zusätzliche
Spannhaken oder Aufnahmebohrungen erfolgen. Die Führungsschienen
können
versenkt bzw. unauffällig
im Begrenzungsrahmen angeordnet werden, so dass die Vorhanganordnung
bei Bedarf auch vollständig
entfernt werden kann.
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Der
Einsatz der erfindungsgemäßen Vorhanganordnung
ist nicht an Fensteröffnungen
gebunden, die einen dreieckförmigen
Abschnitt aufweisen. Die Kombination eines verschiebbaren und eines
feststehenden Teilbereichs einer Vorhanganordnung kann selbstverständlich auch
aus anderen Gründen,
als aus Gründen
der geometrischen Beschaffenheit einer Fensteröffnung, notwendig sein.