DE10151253C1 - Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage und Warmwasserversorgungsanlage - Google Patents
Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage und WarmwasserversorgungsanlageInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit einem Wärmeerzeuger (6), insbesondere Durchlauferhitzer, und einem Wasserverteilsystem mit einem oder mehreren Zapfventilen (1, 2, 3...n) ist ein Schallsensor (4) angebracht. Von diesem ermittelte Strömungsgeräusche individueller Zapfstellen werden gemessen und als Vergleichsmerkmale abgespeichert. Diesen Vergleichsmerkmalen werden Wassertemperaturen vom Bediener zugeordnet. Bei erneuten Zapfen an einem individuellen Zapfventil (1, 2, 3...n) werden die Strömungsgeräusche gemessen und mit den Vergleichsmerkmalen verglichen. Bei Übereinstimmung zwischen den gemessenen Merkmalen und den Vergleichsmerkmalen, also der Identifizierung eines Zapfventils, wird die entsprechende Warmwassertemperatur an das Zapfventil (1, 2, 3...n) geliefert.
Description
Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit
einem Wärmeerzeuger, insbesondere Durchlauferhitzer, und einem
Wasserverteilsystem mit einem oder mehreren Zapfventilen, bei dem am
Wärmeerzeuger, an einem den Wärmeerzeuger regelnden oder
ansteuernden Gerät oder an einer Sendeeinrichtung, die in Verbindung
mit dem Wärmeerzeuger steht, Wassertemperaturen für jedes Zapfventil
einstellbar sind.
Aus der DE 195 03 720 C2 ist ein Verfahren zum Betreiben eines
elektrischen Durchlauferhitzers und einer Anordnung zum Einstellen der
Wassertemperatur eines elektrischen Durchlauferhitzers bekannt, der
über ein nachgeordnetes Wasserleitungsnetz eine Mehrzahl von
räumlich getrennten Entnahmestellen mit Wasser versorgt. Diesen sind
unabhängig voneinander betätigbare Wassertemperatur-Einstellmittel
zugeordnet. Damit ist eine gewünschte Wassertemperatur einstellbar.
Ein elektrisch beheizter Durchlauferhitzer ist durch die DE 37 14 062 A1
bekannt. Hierbei ist die Versorgung von mindestens zwei räumlich
voneinander getrennten Zapfstellen mit Warmwasser unterschiedlicher
Auslauftemperatur möglich. Der Durchlauferhitzer besitzt dazu zwei
verschiedene Warmwasserauslässe. Diesen ist jeweils ein
Durchflußmeßsensor zugeordnet, wodurch beim Zapfen feststellbar ist,
an welcher Armatur gerade gezapft wird. Die Temperatur, die der
elektrisch beheizte Durchlauferhitzer an die jeweilige Armatur liefern
soll, wird durch den den Zapfventilen zugeordneten Sollwertgeber
eingestellt.
Bei einem Durchlauferhitzer gemäß der GB 22 04 966 A ist die Temperatur
nutzerspezifisch einstellbar. Das Gerät weist einen Warmwasserausgang
auf und eine Anzahl n von Temperaturspeichern. Die
Temperaturspeicher werden von den individuellen Nutzern eingestellt
und beim Zapfen durch Tastendruck Wasser mit der jeweiligen
Temperatur abgerufen, die zuvor eingestellt und gespeichert wurde. Die
voreingestellten Temperaturen sind dabei an den Durchlauferhitzer und
eine Warmwasserauslaufstrecke gebunden.
Aus der WO 00/00793 A1 ist ein Durchflußmerkmal-Meßsystem in Rohren
bekannt, welches akustische Drucksignale nutzt. Eine Kette bzw. Folge
von Drucksensoren, die im Verlauf eines Rohres angeordnet sind,
ermitteln dabei den Druckverlauf in einem Rohr. Durch die axiale
Anordnung der Drucksensoren mit einem Abstand ist der Druckverlauf
im Rohr meßbar, wodurch die Geschwindigkeit des Schalls im Rohr
ermittelt wird. Der Erfindung entsprechend arbeitet das System mit
akustischen Signalen niedriger Frequenz bzw. langen Wellenlängen,
wodurch der Toleranzbereich für Inhomogenitäten im Fluß des Rohres
größer ist. Mit dem System können charakteristische Parameter aller
Mischungen eines oder mehrerer Fluide in einem Rohr bestimmt werden.
Derartige Parameter sind z. B. die Temperatur, der Salzgehalt, der
Partikelgehalt oder auch die Rohrbeschaffenheit.
Bei den beschriebenen Wasserverteilsystemen ist es erforderlich, jedem
Auslaufbereich bzw. jedem Zapfventil ein Einstellmittel zuzuordnen,
welches mit dem Durchlauferhitzer oder wärmerzeugenden Gerät in
Verbindung steht. Insbesondere bei drahtgebundenen Systemen ist der
Installationsaufwand sehr hoch, da eben jedes Zapfventil zu verbinden
ist. Weiterhin ist jedes Zapfventil mit einem Einstellmittel verbunden,
welches bei einer elektronischen Variante die Bereitschaftsenergie-
Verbräuche des Gesamtsystems erhöht.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei einem
Wasserverteilsystem die Zapfventile bzw. den Ort der
Wasseranforderung zu detektieren, ohne daß zwangsläufig eine Steuer-
oder Datenverbindung mit dem Zapfventil besteht.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung in einem
Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit
einem Wärmeerzeuger sowie einer Warmwasserversorgungsanlage
gemäß Anspruch 1.
Der Wärmeerzeuger, das ihn ansteuernde Gerät oder eine mit dem
Wärmeerzeuger in Verbindung stehende Sendeeinrichtung detektieren
und messen Vergleichsmerkmale und Merkmale der
Wasserversorgungsanlage, wie z. B. Strömungsgeräusche. Die
Vergleichsmerkmale werden bei der Wasserentnahme
zapfstellenspezifisch gemessen und in einer Elektronik abgespeichert,
wodurch eine Zuordnung zu individuellen Zapfventilen erfolgt. Bei einer
späteren Wasserentnahme werden die Vergleichsmerkmale mit den dann
entstehenden Merkmalen verglichen, wodurch von der Elektronik erkannt
wird, an welchem Zapfventil gezapft wird. Warmwasser mit einer diesem
Zapfventil zugeordneten Temperatur wird vom Wärmeerzeuger
angefordert und von diesem an das Zapfventil geliefert.
Das Verfahren zum Betreiben einer Wasserversorgungsanlage stützt
sich auf die Messung und Detektierung von Merkmalen in Form von
Strömungsgeräuschen der Wasserversorgungsanlage. Diese besteht aus
einem Kaltwasseranschluß, an den der Wärmeerzeuger angeschlossen
ist. Ein Wasserverteilungsnetz ist an den Warmwasserauslauf des
Durchlauferhitzers bzw. Wärmeerzeugers angeschlossen. Das
Wasserverteilungsnetz verfügt über eine Anzahl n von Zapfventilen, die
an die Rohrleitungen des Wasserverteilungsnetzes angeschlossen sind.
Da die Zapfventile an unterschiedlichen Orten
angebracht sind, sind auch die Rohrleitungen unterschiedlich lang.
Beim Zapfen bzw. Aufdrehen eines Zapfventils strömt Wasser zunächst
durch den Kaltwasseranschluß durch die Heizeinrichtung des
Wärmeerzeugers, dann vorbei an einem oder mehreren Schallsensoren
des Wärmeerzeugers in das Wasserverteilungsnetz, wo es an dem
Zapfventil austritt. Aufgrund der unterschiedlichen Länge und
Charakteristik der einzelnen Rohrleitungen ergeben sich
unterschiedliche Muster bzw. Merkmale von Strömungsgeräuschen.
Diese Strömungsgeräusche sind von dem Schallsensor, der in
vorteilhafter Weise am Warmwasseranschluß des Durchlauferhitzers
angeordnet ist, gemessen. Bei der Erst-Inbetriebnahme oder einer
erneuten Kalibrierung werden die individuellen Zapfventile einzeln
geöffnet, wodurch Wasser durch die Rohrleitungen fließt und das dem
individuellen Zapfventil entsprechende Strömungsgeräusch erzeugt. Der
Schallsensor mißt dieses Signal und leitet es weiter an eine Elektronik.
Ein dem individuellen Zapfventil entsprechendes Geräuschmerkmal wird
in der Elektronik abgespeichert. Ebenfalls während des Zapfens an
diesem Zapfventil wird vom Benutzer am Wärmeerzeuger, dem
ansteuernden Gerät oder der Sendeeinrichtung die gewünschte
Wassertemperatur eingestellt. Dem entsprechenden Geräuschmerkmal
des Zapfventils ist somit ein Temperaturwert zugeordnet und
eingespeichert. Dieser Vorgang wird bei allen Zapfventilen durchgeführt,
wodurch jedem Zapfventil ein Geräuschmerkmal und eine Temperatur
zugeordnet ist. Es kann eine Standardtemperatur voreingestellt sein, die
dann wirksam ist, wenn einem Ventil keine feste Temperatur zugeordnet
ist bzw. die Erkennung einmal versagt.
Bei einer späteren Nutzung bzw. beim Zapfen an einem der individuellen
Zapfventile mißt der Schallsensor Strömungsgeräusche bzw. Merkmale
und vergleicht sie mit den abgespeicherten Vergleichsmerkmalen. Ist
das entsprechende Vergleichsmerkmal ermittelt, wird die diesem
zugeordnete Temperatur an dem Wärmeerzeuger eingestellt und von
diesem an das Zapfventil geliefert.
In die Armaturen der Zapfventile oder die Rohrleitungen, die zu diesen
Zapfventilen führen, können geräusch- bzw. strömungsgeräusch
erzeugende Mittel eingebaut werden. Damit sind die
Strömungsgeräusche gezielt eingestellt, wodurch die einzelnen
Zapfventile durch den Schallsensor und die Elektronik des
Wärmeerzeugers leichter und deutlicher erkannt werden.
Mit dem Verfahren zum Betrieb einer Warmwasserversorgungsanlage
und der Detektierung und Messung von Merkmalen des
Wasserverteilungsnetzes ist auch der Betriebszustand der Rohrleitungen
und Zapfventile im Hinblick auf notwendige Wartungsmaßnahmen zu
überwachen. Störeinflüsse, wie z. B. die Verkalkung der Rohrleitungen
oder die Abnutzung der Ventile, die weitgehend schleichend vonstatten
gehen, werden von dem Verfahren durch ständigen Vergleich erkannt.
Durch die Abspeicherung von neuen Vergleichswerten wird durch das
Verfahren eine Anpassung an die geänderten Bedingungen
durchgeführt. Entweder werden alle aktuell gemessenen Merkmale
wieder zu Vergleichsmerkmalen abgespeichert, wodurch bei jedem
Zapfvorgang ein Neuabgleich erfolgt, oder dieser Vorgang wird in
bestimmten Intervallen oder bei einer Initialisierung, die vom Bediener
angestoßen werden muß, neu gemessen und abgespeichert. Weichen
die Merkmale über Toleranzgrenzen hinaus von den
Vergleichsmerkmalen oder den ersten Vergleichsmerkmalen ab, so wird
eine Störung der Anlage, z. B. Verkalkung, angezeigt.
Die Warmwasserversorgungsanlage ist in vorteilhafter Weise von dem
Kaltwasseranschluß und dem vom Wasser durchflossenen Teil des
Durchlauferhitzers bzw. Wärmeerzeugers entkoppelt. Durch die
Entkopplung, z. B. über flexible Schlauchleitungen oder einen
Pufferspeicher werden die Strömungsgeräusche, die vom
Kaltwasseranschluß bzw. dem Durchlauferhitzer stammen, gedämpft und
abgemindert, wodurch die im Wasserverteilungsnetz entstehenden
Geräusche dominieren, leichter erfaßt und ausgewertet werden können.
In vorteilhafter Weise sitzt der Schallsensor im Wärmeerzeuger und ist
somit Bestandteil des Gerätes. Somit ist eine separate Anbringung des
Schallsensors an die Wasserleitungen des Wasserverteilungsnetzes
nicht erforderlich. Die Entkopplung durch z. B. flexible Schlauchleitungen
wird in vorteilhafter Weise dadurch realisiert, daß am Ausgang des
eigentlichen Heizregisters der flexible Schlauch angeschlossen ist und
dann zu einem Rohrstück führt, an dem der Schallsensor angebracht ist.
An das Rohrstück, wo auch der Schallsensor sitzt, ist dann das
Wasserverteilungsnetz anschließbar. Vorteilhaft ist weiterhin eine
zweifache Entkopplung, einmal des Kaltwasseranschlusses vom
Heizregister des Durchlauferhitzers bzw. Wärmeerzeugers sowie die
eben beschriebene Entkopplung des Heizregisters vom
Wasserverteilungsnetz.
Die Einrichtung bzw. das Verfahren funktioniert auch mit einem
außerhalb des Gerätes plazierten Schallsensor bzw. mehreren
Schallsensoren. Vorteilhaft kann die Anbringung der Schallsensoren in
der Nähe der Zapfventile sein, damit der Empfang der Geräusche
verbessert ist. Dabei kann bestimmten Schallsensoren ein Zapfventil
zugeordnet werden.
Die im folgenden beschriebenen Figuren zeigen ein vorteilhaftes
Ausführungsbeispiel des Verfahrens und der
Warmwasserversorgungsanlage:
Fig. 1 Ablaufschema bei der Erst-Inbetriebnahme und Messung der
Merkmale,
Fig. 2 Zapfbetrieb mit Vergleich der Vergleichsmerkmale und der
aktuellen Merkmale,
Fig. 3 Warmwasserversorgungsanlage mit Wärmeerzeuger und
Sendeeinrichtung sowie Wasserverteilungsnetz,
Fig. 4 Wärmeerzeuger mit flexiblen Schläuchen zur Entkopplung des
Wasserverteilungsnetzes.
Bei der Erst-Inbetriebnahme entsprechend der Darstellung in Fig. 1
beginnt der Vorgang mit dem Zapfen an einem Zapfventil 1, 2, 3 oder n
Bei jedem Meßvorgang wird jeweils nur ein Zapfventil geöffnet. Dadurch
fließt Wasser z. B. durch das Zapfventil 1 (Fig. 3) und der Schallsensor 4
detektiert Schallsignale, die als Vergleichsmerkmal VM1 in der
Elektronik 5 abgespeichert werden. Während des Zapfens am Zapfventil
1 wird vom Bediener die Temperatureinstellung T1 durchgeführt. Dies
erfolgt entweder direkt am Wärmeerzeuger 6 durch den
Temperatursteller 7 oder beispielsweise über eine Sendeeinrichtung 8,
wobei die übermittelten Temperaturdaten an die Elektronik 5 übermittelt
werden. Der Temperatureinstellwert T1 wird zu dem Vergleichsmerkmal
VM1 abgelegt und die beiden Parameter bzw. Datenmengen werden
einander fest zugeordnet und abgespeichert. Danach wird das Zapfen
beendet. Dieser Vorgang wird für alle Zapfventile 1, 2, 3 . . . n durchgeführt,
wobei Vergleichsmerkmale VM1-VMn den entsprechenden eingestellten
Temperaturen T1-Tn fest zugeordnet werden. Dadurch sind jetzt alle
Zapfventile mit Vergleichsmerkmalen charakterisiert und entsprechende
Temperaturen zugeordnet.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermittelt im weiteren Betrieb (Fig. 2)
beim Zapfen entsprechende Merkmale M1-Mn, die es mit den
Vergleichsmerkmalen VM1-VMn vergleicht. Erkennt das System eine
Übereinstimmung eines Merkmals Mn mit einem Vergleichsmerkmal
VMn, so wird die entsprechende Temperatur Tx, die dem
Vergleichsmerkmal VMn entspricht, eingestellt.
Eine Heizeinrichtung 9 des Wärmeerzeugers 6 ist mit einem
Kaltwasseranschluß 10 und einem Warmwasseranschluß 11 der
Warmwasserversorgungsanlage 12 verbunden. Die
Warmwasserversorgungsanlage 12 besteht aus Rohrleitungen 13, an die
die Zapfventile 1, 2, 3 . . . n angeschlossen sind.
In Fig. 4 ist gezeigt, wie die Rohrleitungen 13 vor bzw. nach dem
Kaltwasseranschluß 10 und dem Warmwasseranschluß 11 durch flexible
Rohrleitungen 15 akustisch entkoppelt sind. Der Schallsensor 4 liegt
demnach entkoppelt vom Kaltwasseranschluß 10 und der
wasserdurchflossenen Heizeinrichtung 9 am Warmwasseranschluß 11.
Die Rohrleitungen 13 verbinden den Wärmeerzeuger 6 mit den
Zapfventilen 1, 2, 3 . . . n. In einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die
Zapfventile 1, 2, 3 . . . n Düsen 14 auf, in die ein nicht dargestellter
Geräuscherzeuger eingesetzt werden kann. Wird dieser vom Wasser
durchströmt, erzeugt er ein spezifisches Geräusch oder einen Ton, der
leicht vom Schallsensor detektiert wird. Die geräuscherzeugenden
Ventile oder Einsätze können sowohl in das Zapfventil als auch in die
Zuleitungen 13 eingesetzt werden.
Claims (11)
1. Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit
einem Wärmeerzeuger, insbesondere Durchlauferhitzer, und einem
Wasserverteilsystem mit zwei oder mehreren Zapfventilen, bei dem am
Wärmeerzeuger oder an einem den Wärmeerzeuger regelnden oder
ansteuernden Gerät oder an einer Sendeeinrichtung, die in Verbindung
mit dem Wärmeerzeuger steht, Wassertemperaturen für jedes Zapfventil
einstellbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wärmeerzeuger (6), das ansteuernde Gerät oder die
Sendeeinrichtung (8) der Wasserversorgungsanlage (12) mit einer
Geräusche messenden Sensorik ausgestattet ist, mit der
zapfventilspezifische Geräusche bei Wasserentnahme meßbar sind, daß
diese Geräusche als Vergleichsmerkmale in einer Elektronik (5)
abspeicherbar sind, diesen Vergleichsmerkmalen gewünschte
Wassertemperaturen vom Bediener zuzuordnen sind, und daß vom
Wärmeerzeuger (6) bei Wasserentnahme an einer der individuellen
Zapfstellen (1, 2, 3 . . . n) diejenige Temperatur bereitgestellt wird, die vom
Bediener für diese Zapfstelle gewünscht ist.
2. Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit
einem Wärmeerzeuger nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Schallsensoren (4) im Wärmeerzeuger (6) und/oder in der
Warmwasserversorgungsanlage (12) angeordnet sind, die
Strömungsgeräusche als Merkmale detektieren, die die
Warmwasserversorgungsanlage (12) beim Zapfen erzeugt.
3. Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit
einem Wärmeerzeuger nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zapfventile (1, 2, 3 . . . n) und/oder die Rohrleitungen (13) zu den
Zapfventilen (1, 2, 3 . . . n) mit Mitteln, z. B. Düsen (14), bestückt sind, die
in/an den verschiedenen Zapfventilen (1, 2, 3 . . . n) unterschiedliche
Strömungsgeräusche erzeugen.
4. Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit
einem Wärmeerzeuger nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gespeicherten mit den später gemessenen Merkmalen
verglichen werden, und daß die späteren Merkmale als neue
Vergleichsmerkmale zur Erkennung der Zapfventile (1, 2, 3 . . . n)
gespeichert werden.
5. Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit
einem Wärmeerzeuger nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß neue Vergleichsmerkmale abgespeichert und mit den ursprünglichen
verglichen werden, und daß bei Erreichen einer vorgegebenen Maximal-
Abweichung ein Service-Signal abgegeben wird.
6. Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit
einem Wärmeerzeuger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Zapfventilen (1, 2, 3 . . . n) unterschiedliche Prioritäten über den
Wärmeerzeuger (6), das ansteuernde Gerät oder die Sendeeinrichtung
(8) zuweisbar sind, wodurch bei Benutzung eines Zapfventils (1, 2, 3 . . . n)
mit höherer Priorität die Temperatur dieses Zapfventils als
Führungsgröße für alle Zapfventile (1, 2, 3 . . . n) gilt.
7. Verfahren zum Betreiben einer Warmwasserversorgungsanlage mit
einem Wärmeerzeuger nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Zapfventilen (1, 2, 3 . . . n) mit unterer Priorität eine
Sicherheitstemperatur zugeordnet werden kann, die nicht überschritten
werden kann, wenn an einem anderen Zapfventil mit höherer Priorität
und einer von der Sicherheitstemperatur abweichenden Temperatur
gezapft wird.
8. Warmwasserversorgungsanlage mit einem Wärmeerzeuger nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schallsensor (4) am Warmwasseranschluß (11) hinter dem
Heizregister angebracht ist.
9. Warmwasserversorgungsanlage mit einem Wärmeerzeuger nach
Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wasserversorgungsanlage (12) akustisch vom
Kaltwasseranschluß (10) und/oder dem Wärmeerzeuger (6) entkoppelt
ist.
10. Warmwasserversorgungsanlage mit einem Wärmeerzeuger nach
Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wasserversorgungsanlage (12) akustisch durch einen
Pufferspeicher vom Kaltwasseranschluß (10) und/oder dem
Wärmeerzeuger (6) entkoppelt ist.
11. Warmwasserversorgungsanlage mit einem Wärmeerzeuger nach
Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wasserversorgungsanlage (12) durch einen flexiblen
Wasserschlauch (15) akustisch vom Kaltwasseranschluß (10) und/oder
dem Wärmeerzeuger (6) entkoppelt ist.
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