DE1014885B - Raketengeschoss - Google Patents
RaketengeschossInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B15/00—Self-propelled projectiles or missiles, e.g. rockets; Guided missiles
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Description
- Raketengeschoß Es ist bekannt, bei Feststoffraketen mehrere Brennkammern anzuordnen, die in einen gemeinsamen Ga.ssaminelraum münden, an den die Schubdüse angeschlossen ist. Ferner ist bekannt, diel Flügel eines Raketenkörpers als Brennstoffkammern auszubilden, die in eine gemeinsame Mittelkammer münden, welche die Schubdüse trägt.
- Im Geigensatz zu Raketengeschossen, die einen kurz brennenden Treibsatz haben, der einen hohen Schub erzeugt und das Geschoß schnell auf die Maximalgeschwindigkeit beschleunigt, verlangen flugzeugähnliche Raketen einen langsam brennenden Treibsatz, der die Marschgeschwindigkeit über längere Zeit aufrechterhält.
- Langsam brennende Treibsätze lassen sich herstellen. Sie sind verhältnismäßig lang. Der feste Treibstoff brennt im Gegensatz zu Raketen mit hohem Schub: nur an der Stirnseite ab.
- Liegt ein solcher langer Treibsatz in der Längsachse der Rakete, verlagert sich der Schwerpunkt bei Abbrand nach vorn, so daß der ganze Flugkörper kopflastig und damit sein Flug unstabil wird. Die Kopflastigkeit muß durch entsprechende Steuerausschläge kompensiert werden. Damit verlieren de Steuerruder einen Teil ihres wirksamen Arbeitsbereiches für die Lenkung und müssen entsprechend größer ausgelegt werden.
- NTach der Patentanmeldung werden die Brennkaminern so angeordnet, daß bei Abbrand der Treibladung keine Schwerpunktsverschiobung erfolgt.
- Die Brennkammern mit den Treibladungen werden symmetrisch quer zur Flugkörper-Lä.ngsachse angeordnet und münden. in einen gemeinsamen Gas.sammelra,um, der die Schubdüse trägt.
- Bild 1 zeigt eine .derartige Anordnung. Die beiden oder Paare mehrerer Brennkammern a. sind seitwärts an den gemeinsamen Gassammelraum b a,ngeschloesen, der hinten die Schubdüse c trägt.
- Der Gassammelraum b trägt Einrichtungen d zur Befestigung der anderen Teile des Flugkörpers (Ladung, Steuerung, Tragflächen) und ist selbst ein Teil desselben.
- Die Brennkammern a können durch Muffen bzw. Bajo-nettversahlüsse c abnehmbar an den Gassammelra,uin b angeschlossen werden.
- Die Brennkammern liegen in den Tra.gfläcben des Flugkörpers bzw. dienen selbst als Tragflächenholme und zur Befestigung der Tragflächen am Körper der Rakete.
- Durch die Querlage der Brennkammern und den gleichzeitigen Abbranid beider Kammern wird erreicht, daß der Schwerpunkt des Flugkörpers sich nicht oder nur unwesentlich verschiebt.
- Zur Verlängerung der Brenndauer können mehr als zwei Brennkammern paarweise benutzt worden (a.1). Dabei muß beispielsweise durch gefederte Deckelverschlüsse f dafür gesorgt werden, daß nur die brennenden Kammern geöffnet sind, während die anderen Kammern so lange verschlossen sind, bis sie nach Ausbrennen der vorherigen Kammern gezündet bzw. nach dem Ausbrennen wieder geschlossen werden.
- Die Brennkammern können auch bei pfeilförmiger Anstellung -der Tragflächen bis zu einem gewissen Winkel schräg an den Gassammelraum angesetzt werden (Bild 2).
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Raketengeschoß mit zwei oder mehr Brennkammern, die in einen gemeinsamen mit der Reaktionsdüse versehenen Gassammelraum münden, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei oder ineihr Brennkammern mit ihren Pulvertreibsätzen quer zur Längsachse des Geschosses so angeordnet sind., daß der Abbrand der Pulvertreibsätze keine derartige Schwerpunktsverlagerung des Geschosses verursacht, daß es unstabil wird.
- 2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammern in Tragflügeln des Geschosses untergebracht oder als Tragflügelholme ausgebildet sind und der gemeinsame Gassammelraum in bekannter Weise im Geschoßkörper liegt.
paare hintereinandergeschaltet an den Gassammelraum angeschlossen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 734 601; USA.-Patentschrift Nr. 2 691495.3. Geschaß mach Anspruch 1 und 2, dadurch ge- kennzeiahnet, daß" die Tfägflügelbrennkammern unlösbar mit dem Gassamimelraum verbunden sind oder auswechselbar, z. B. durch Muffen, Ver- schraubungen. 4. Geschoß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch ge- kennzeichnet, daß mehrereTragrfiügelbrennkammer-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET11958A DE1014885B (de) | 1956-03-05 | 1956-03-05 | Raketengeschoss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET11958A DE1014885B (de) | 1956-03-05 | 1956-03-05 | Raketengeschoss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1014885B true DE1014885B (de) | 1957-08-29 |
Family
ID=7546874
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET11958A Pending DE1014885B (de) | 1956-03-05 | 1956-03-05 | Raketengeschoss |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1014885B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE734601C (de) * | 1938-11-04 | 1943-04-19 | Gustav Reuter | Vortriebsvorrichtung zur zusaetzlichen und regelbaren Beschleunigung eines im Flug befindlichen Geschosses |
| US2691495A (en) * | 1948-10-12 | 1954-10-12 | Chiroky Pierre | Projectile |
-
1956
- 1956-03-05 DE DET11958A patent/DE1014885B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE734601C (de) * | 1938-11-04 | 1943-04-19 | Gustav Reuter | Vortriebsvorrichtung zur zusaetzlichen und regelbaren Beschleunigung eines im Flug befindlichen Geschosses |
| US2691495A (en) * | 1948-10-12 | 1954-10-12 | Chiroky Pierre | Projectile |
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