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DE10147493A1 - Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten - Google Patents

Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten

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Publication number
DE10147493A1
DE10147493A1 DE2001147493 DE10147493A DE10147493A1 DE 10147493 A1 DE10147493 A1 DE 10147493A1 DE 2001147493 DE2001147493 DE 2001147493 DE 10147493 A DE10147493 A DE 10147493A DE 10147493 A1 DE10147493 A1 DE 10147493A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
closure element
piston
spring washer
closing member
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE2001147493
Other languages
English (en)
Inventor
Christian Kramer
Thomas Koeppel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DE2001147493 priority Critical patent/DE10147493A1/de
Publication of DE10147493A1 publication Critical patent/DE10147493A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M63/00Other fuel-injection apparatus having pertinent characteristics not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00; Details, component parts, or accessories of fuel-injection apparatus, not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of groups F02M39/00 - F02M61/00 or F02M67/00; Combination of fuel pump with other devices, e.g. lubricating oil pump
    • F02M63/0012Valves
    • F02M63/0031Valves characterized by the type of valves, e.g. special valve member details, valve seat details, valve housing details
    • F02M63/0033Lift valves, i.e. having a valve member that moves perpendicularly to the plane of the valve seat
    • F02M63/0036Lift valves, i.e. having a valve member that moves perpendicularly to the plane of the valve seat with spherical or partly spherical shaped valve member ends
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M47/00Fuel-injection apparatus operated cyclically with fuel-injection valves actuated by fluid pressure
    • F02M47/02Fuel-injection apparatus operated cyclically with fuel-injection valves actuated by fluid pressure of accumulator-injector type, i.e. having fuel pressure of accumulator tending to open, and fuel pressure in other chamber tending to close, injection valves and having means for periodically releasing that closing pressure
    • F02M47/027Electrically actuated valves draining the chamber to release the closing pressure
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M63/00Other fuel-injection apparatus having pertinent characteristics not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00; Details, component parts, or accessories of fuel-injection apparatus, not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of groups F02M39/00 - F02M61/00 or F02M67/00; Combination of fuel pump with other devices, e.g. lubricating oil pump
    • F02M63/0012Valves
    • F02M63/0014Valves characterised by the valve actuating means
    • F02M63/0015Valves characterised by the valve actuating means electrical, e.g. using solenoid
    • F02M63/0026Valves characterised by the valve actuating means electrical, e.g. using solenoid using piezoelectric or magnetostrictive actuators

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Abstract

Es wird ein Ventil (1) zum Steuern von Flüssigkeiten mit einer insbesondere piezoelektrischen Aktor-Einheit (4) zur Betätigung einer einen Stellkolben (7) und einen Betätigungskolben (8) umfassenden Ventilglied-Anordnung beschrieben. Zwischen den Kolben (7, 8) ist eine als hydraulische Übersetzung wirkende Hydraulikkammer (11) angeordnet. Auf der der Aktor-Einheit (4) abgewandten Seite der Ventilglied-Anordnung (5) ist ein Ventilschließglied (10) angeordnet, das mit mindestens einem Ventilsitz (12) zusammenwirkt. Dabei ist eine dem Ventilschließglied (10) zugewandte Stirnfläche (20) der Ventilglied-Anordnung (5) wenigstens bereichsweise derart konkav ausgebildet, daß ein als Normkugel ausgebildetes Ventilschließglied (10) einsetzbar ist (Figur 1).

Description

    Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft ein Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten gemäß der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definierten Art.
  • Derartige Ventile werden in der Praxis insbesondere in Verbindung mit Common-Rail-Einspritzsystemen für Dieselbrennkraftmaschinen eingesetzt, wobei diese zum Einleiten bzw. Durchführen eines Einspritzvorganges eine piezoelektrische Aktor-Einheit aufweisen, mittels der beim Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum eine Ventilglied-Anordnung betätigt wird. Über die Ventilglied-Anordnung wird ein auf der der piezoelektrischen Aktor-Einheit abgewandten Seite der Ventilglied-Anordnung angeordnetes Ventilschließglied angesteuert.
  • Während des Einspritzvorganges wird das Ventilschließglied von einem korrespondierenden Ventilsitz abgehoben, so daß in einem Ventilsteuerraum Druckverhältnisse vorliegen, welche zu einem Abheben einer in einem Düsenkörper axial geführten Düsennadel von einem korrespondierenden Sitz führt. Mit Abheben der Düsennadel von ihrem Sitz werden Einspritzöffnungen des Düsenkörpers, welche in einen Brennraum z. B. einer Dieselbrennkraftmaschine führen, freigegeben, und unter Rail-Druck stehender Kraftstoff wird in den Brennraum eingespritzt.
  • Die Ventilglied-Anordnung weist einen ersten Kolben, einen sogenannten Stellkolben, und einen zweiten Kolben, einen sogenannten Betätigungskolben, auf, zwischen welchen eine hydraulische Übersetzungseinrichtung angeordnet ist. Über diesen hydraulischen Koppler können auch axiale Längenunterschiede, die durch Temperaturunterschiede verursacht werden, ausgeglichen werden.
  • Das Ventilschließglied kann einen ersten kugelabschnittförmigen Bereich aufweisen, welcher an seiner Oberseite abgeflacht ausgebildet ist. An den kugelförmigen Bereich kann sich dabei in Richtung des Ventilsteuerraumes ein zylindrischer Fortsatz anschließen, um welchen eine Federscheibe angeordnet ist. Der abgeflachte Stirnbereich des Kugelabschnittbereiches ist hier dazu vorgesehen, um eine Flächenpressung zwischen dem Betätigungskolben der Ventilglied- Anordnung und dem Ventilschließglied zu reduzieren.
  • Nachteilig dabei ist jedoch, daß die Herstellung des beschriebenen Ventilschließgliedes sehr aufwendig und damit teuer ist. Darüber hinaus ist von Nachteil, daß das Ventilschließglied während der Montage auf einem Werkstückträger gerichtet zugeführt werden muß, was einen zusätzlichen apparativen und zeitlichen Aufwand verursacht.
  • Vorteile der Erfindung
  • Ein Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten mit einer insbesondere piezoelektrischen Aktor-Einheit zur Betätigung einer Ventilglied-Anordnung mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, wobei die Ventilglied- Anordnung eine dem Ventilschließglied zugewandte Stirnfläche aufweist, die wenigstens bereichsweise derart konkav ausgebildet ist, daß ein kugelförmiges Ventilschließglied ohne abgeflachten Bereich einsetzbar ist, weist den Vorteil auf, daß die Fertigungskosten und die Montagekosten für das Ventil deutlich reduziert werden können, da ein in der Praxis aufwendig ausgeführten Ventilschließgliedes durch ein als Normkugel ausgeführtes Ventilschließglied ersetzt werden kann.
  • Unter einer "Normkugel" ist dabei vorliegend ein Standardbauteil zu verstehen, das kommerziell erhältlich ist und ohne Nachbearbeitung während einer Montage des Ventiles als Ventilschließglied verbaut wird.
  • Weiterhin ist von Vorteil, daß aufgrund der im Querschnitt wenigstens bereichsweise konkaven Ausgestaltung der Stirnfläche der Ventilglied-Anordnung beim Betätigen des Ventilschließgliedes die Flächenpressung derart herabgesetzt wird, daß eine Verformung des Ventilschließgliedes bei dessen Betätigung durch die Ventilglied-Anordnung unterbleibt und ein Öffnungshub des Ventilschließgliedes nicht reduziert wird.
  • Zusätzlich weist das kugelförmig ausgebildete Ventilschließglied während der Montage des Ventiles den Vorteil auf, daß das Erfordernis eines gerichteten Zuführens eines Ventilschließgliedes bei der Montage entfällt, da die Kugel in jeder beliebigen Lage in dem Ventil im Bereich des dem Ventilschließglied zugeordneten Ventilsitzes verbaut werden kann.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen des Gegenstandes nach der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen.
  • Zeichnung
  • Ein Ausführungsbeispiel des Ventiles nach der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
  • Fig. 1 einen stark schematisierten Längsschnitt durch ein Einspritzventil,
  • Fig. 2 eine Seitenansicht eines in der Praxis verwendeten Ventilschließgliedes,
  • Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung eines in der Fig. 1 unter III näher bezeichneten, erfindungsgemäß gestalteten Bereiches des Ventilschließgliedes,
  • Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Federscheibe, und
  • Fig. 5 die Federscheibe gemäß der Fig. 4 in einem Schnitt entlang der Linie V-V aus Fig. 4.
  • Beschreibung des Ausführungsbeispiels
  • In der Fig. 1 ist ein Ausschnitt eines als Kraftstoffeinspritzventil 1 ausgebildeten Ventiles zum Einbau in eine nicht näher dargestellte Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges gezeigt, das vorliegend als Common-Rail-Injektor zur Einspritzung von vorzugsweise Dieselkraftstoff ausgebildet ist.
  • Das Kraftstoffeinspritzventil 1 umfaßt als wesentliche Baueinheiten ein Ventilsteuermodul 2 und ein nicht näher dargestelltes Düsenmodul, welches in an sich bekannter Weise gestaltet ist und dessen Aufbau nachfolgend kurz beschrieben ist.
  • In einem Düsenkörper des Düsenmodules ist üblicherweise ein Ventilsteuerkolben in axialer Richtung beweglich geführt, der mit einer Düsennadel, welche eine zu dem Brennraum der Brennkraftmaschine führende Öffnung des Kraftstoffeinspritzventiles steuert, in Wirkverbindung steht oder mit dieser eine Baueinheit bildet. An die freie Stirnseite des Ventilsteuerkolbens grenzt ein sogenannter Ventilsteuerraum. Über das in dem Ventilsteuerraum herrschende Druckniveau wird die Lage des Ventilsteuerkolbens bzw. der Düsennadel eingestellt. Der Ventilsteuerraum steht hierzu über eine Hochdruckzuführleitung mit einem für mehrere Einspritzventile gemeinsam vorgesehenen Hochdruckspeicher, einem sogenannten Common-Rail, in Verbindung. Der in der Hochdruckzuführleitung geführte Kraftstoff kann dabei unter einem Druck von bis zu 1,5 kbar stehen.
  • Über das Ventilsteuermodul 2 ist ein Einspritzbeginn, eine Einspritzdauer und eine Einspritzmenge an Dieselkraftstoff in einen Brennraum der Brennkraftmaschine einstellbar, wobei der Ventilsteuerraum über eine sogenannte Ablaufbohrung bzw. Bypass-Bohrung 3 mit dem Ventilsteuermodul 2 in Verbindung steht.
  • Für eine Ansteuerung umfaßt das Ventilsteuermodul 2 eine piezoelektrische Aktor-Einheit 4, welche auf der dem Brennraum der Brennkraftmaschine abgewandten Seite des Kraftstoffeinspritzventiles 1 angeordnet ist und zur Betätigung einer Ventilglied-Anordnung 5 dient. Eine piezoelektrische Keramik der piezoelektrischen Aktor-Einheit 4 ist in an sich bekannter Weise aus mehreren Schichten aufgebaut und stützt sich mit einem Ende an einer Wand eines Ventilkörpers 6 ab. Auf seiner der Ventilglied-Anordnung 5 zugewandten Seite steht die Keramik über einen Aktorkopf 7 mit einem ersten Kolben 8 der Ventilglied-Anordnung 5 in Wirkverbindung, wobei die piezoelektrische Aktor-Einheit 4 und die Ventilglied-Anordnung 5 in axialer Richtung des Ventilsteuermoduls 2 hintereinander angeordnet sind.
  • Die Ventilglied-Anordnung 5 weist neben dem ersten Kolben 8 einen weiteren, ebenfalls in dem Ventilkörper 6 geführten zweiten Kolben 9 auf. Der erste Kolben 8 wird auch als Stellkolben oder erster Übersetzungskolben bezeichnet und der zweite Kolben 9 stellt den sogenannten Betätigungskolben oder zweiten Übersetzungskolben des Kraftstoffeinspritzventiles 1 dar, wobei der zweite Kolben 9 zur direkten Betätigung eines Ventilschließgliedes 10 vorgesehen ist. Zwischen den Kolben 8, 9, von denen der erste Kolben 8 einen größeren Durchmesser als der zweite Kolben 9 aufweist, ist eine als hydraulische Übersetzung wirkende Hydraulikkammer 11 angeordnet, so daß eine axiale Auslenkung des ersten Kolbens 8 infolge einer Spannungsbeaufschlagung der piezoelektrischen Aktor-Einheit 4 über die Hydraulikkammer 11 auf den zweiten Kolben 9 übertragen wird, welcher einen um das Übersetzungsverhältnis der Kolbendurchmesser der beiden Kolben 8, 9 vergrößerten Hub macht.
  • An dem Ventilkörper 6 ist ein Ventilsitz 12 ausgebildet, welcher mit dem Ventilschließglied 10 zusammenwirkt, wobei der Ventilsitz 12 hier als ein Kugelsitz für das als Normkugel ausgebildete Ventilschließglied 10 ausgestaltet ist. In Schließstellung des Kraftstoffeinspritzventiles 1 liegt das Ventilschließglied 10 an dem Ventilsitz 12 an, wobei hierzu die piezoelektrische Aktor-Einheit 4 spannungslos bzw. unbetätigt ist und ein Hochdruckbereich 13 von einem an den Ventilsitz 12 angrenzenden Systemdruckbereich 14 getrennt ist. In dem Hochdruckbereich 13 können Betriebsdrücke bis zu ca. 1,5 kbar vorliegen, welche den Systemdruck des Systemdruckbereiches 14, der im allgemeinen zwischen 2 bar und 50 bar, vorzugsweise in einem Bereich zwischen 20 bar und 30 bar liegt, um ein Vielfaches übersteigen. Dieser Druckunterschied führt zu einem sicheren Verschließen des Ventilsitzes 12 durch das Ventilschließglied 10 bei nicht betätigter piezoelektrischer Aktor-Einheit 4.
  • Damit das Ventilschließglied 10 auch bei fehlender Druckdifferenz zwischen dem Hochdruckbereich 13 und dem Systemdruckbereich 14 sowie bei unbetätigter piezoelektrischer Aktor-Einheit 4 an dem Ventilsitz 12 anliegt, ist auf der der Ventilglied-Anordnung 5 abgewandten Seite des Ventilschließgliedes 10 eine Federscheibe 15 vorgesehen, welche das Ventilschließglied 10 gegen den Ventilsitz 12 drückt.
  • Fig. 2 zeigt ein in der Praxis eingesetztes Ventilschließelement 16. Anhand der Darstellung gemäß Fig. 2 wird die aufwendige und kostenintensive Gestaltung eines in der Praxis eingesetzten Ventilschließgliedes gegenüber dem bei der Erfindung einsetzbaren, als Normkugel ausgebildeten Ventilschließglied 10 gemäß Fig. 1 deutlich. Das bekannte Ventilschließelement 16 weist einen ersten kugelabschnittförmigen Bereich 17 auf, der mit dem Ventilsitz 12 korrespondiert. Der kugelabschnittförmige Bereich 17 des Ventilschließelementes 16 ist an seiner der Ventilglied-Anordnung 5 zugewandten Seite abgeflacht ausgebildet und an seinem dem abgeflachten Bereich gegenüberliegenden Ende mit einem zylindrischen Fortsatz ausgebildet, der zur Führung eines Federelementes vorgesehen ist. Diese Ausgestaltung ist nur mit sehr großem fertigungstechnischen Aufwand herzustellen, da die Abmessungen des Ventilschließelementes 16 sehr gering sind und die Anforderungen an die Maßhaltigkeit des Ventilschließelementes 16 sehr hoch sind, um eine einwandfreie Funktionsweise eines mit einem derartigen Ventilschließelement versehenen Kraftstoffeinspritzventiles gewährleisten zu können.
  • Ein in Fig. 1 unter III näher bezeichneter Bereich ist in vergrößerter Darstellung in Fig. 3 gezeigt, wobei das als Normkugel ausgebildete Ventilschließglied 10 an den Ventilsitz 12 über die Federscheibe 15 gedrückt ist und die Bypass-Bohrung 3 von der Federscheibe 15 freigegeben ist. Im Falle einer Betätigung der piezoelektrischen Aktor-Einheit 4 wird die Ventilkolbenanordnung 5 in Richtung des Ventilschließgliedes 10 bewegt, wodurch das Ventilschließglied 10 von seinem Ventilsitz 12 abhebt. Der Ventilsitz 12 ist in einer Ventilplatte 21 ausgebildet, an welche sich eine Drosselplatte 22, in der die Ablaufbohrung 3 eingebracht ist, anschließt.
  • Beim Abheben des Ventilschließgliedes 10 von dem Ventilsitz 12 wird die Federscheibe in Richtung der Ablaufbohrung 3 bewegt, bis die Ablauf- bzw. Bypass-Bohrung 3 von einem mittleren Bereich 19 der Federscheibe 15 bedeckt und verschlossen ist. Ein dem Ventilschließglied 10 zugewandter und in Fig. 3 schraffiert dargestellter Endbereich des Betätigungskolbens 9 ist an seiner Stirnfläche 20 im Querschnitt konkav ausgebildet, so daß eine Flächenpressung zwischen dem Betätigungskolben 9 und dem Ventilschließglied 10 reduziert ist.
  • Alternativ zu der einstückigen Ausgestaltung des Betätigungskolbens 9 mit dem Endbereich zur Ansteuerung des Ventilschließgliedes 10 kann es vorgesehen sein, den Endbereich als separates Zwischenbauteil auszubilden, wobei die wenigstens bereichsweise konkav ausgebildete Stirnseite an dem dem Ventilschließglied 10 zugewandten Ende des Zwischenteiles ausgebildet ist.
  • Durch die getrennte Bauweise des Betätigungskolbens 9 und des Zwischenbauteiles kann ein Axialversatz des Betätigungskolbens 9 gegenüber dem Ventilschließglied 10 ausgeglichen werden. Damit besteht die Möglichkeit, durch einen Axialversatz auf das Ventilschließglied 10 einwirkende Querkräfte zu vermeiden. Der Axialversatz kann beispielsweise während der Fertigung der Führung des Betätigungskolbens 9 und des Ventilsitzes 12 entstehen. Das Auftreten der Querkräfte wird durch einen Querversatz des Zwischenbauteiles gegenüber dem Betätigungskolben 9 ausgeglichen, und das Ventilschließglied 10 ist mit dieser Ausgestaltung exakt in der dafür vorgesehenen konkaven Aussparung der Stirnfläche bzw. Stirnseite 20 angeordnet.
  • Die Federscheibe 15 stellt dabei eine Art "zweiter Ventilsitz" bzw. einen Anschlag für das Ventilschließglied 10 während eines Einspritzvorganges dar, wobei über die Dicke der Federscheibe ein maximaler Hub des Ventilschließgliedes 10 auf einfache Art und Weise einstellbar ist.
  • Fig. 4 zeigt die Federscheibe 15 in Alleinstellung in einer Draufsicht. Die Federscheibe 15 ist mit mehreren Öffnungen 23 versehen, wobei die gesamte freie Querschnittsfläche der Öffnungen 23 der Federscheibe 15 derart vorgesehen ist, daß eine Durchflußmenge bei geöffnetem Ventilsitz 12 von der Federscheibe 15 nicht beeinträchtigt wird. Fig. 5 zeigt die Federscheibe 15 in einem Querschnitt entlang der Linie V-V gemäß Fig. 4, wobei die leicht angewinkelte Form der Federscheibe 15 näher dargestellt ist.
  • Die Federscheibe 15 ist vorliegend rund ausgebildet, wobei deren Durchmesser dem Durchmesser des Raumes des Hochdruckbereiches 13 angepaßt ist, in dem das Ventilschließglied 10 angeordnet ist. Damit ergibt sich eine besonders einfache Montage der Federscheibe 15. Selbstverständlich liegt es im Ermessen des Fachmannes, die Federscheibe gegebenenfalls mit einer anderen äußeren Kontur zu versehen, z. B. dann, wenn der für die Federscheibe 15 vorgesehene Einbauraum des Einspritzventiles 1 beispielsweise einen rechteckigen Grundquerschnitt aufweist.

Claims (7)

1. Ventil (1) zum Steuern von Flüssigkeiten mit einer insbesondere piezoelektrischen Aktor-Einheit (4) zur Betätigung einer einen Stellkolben (7) und einen Betätigungskolben (8) umfassenden Ventilglied-Anordnung (5), wobei zwischen den Kolben (8, 9) eine als hydraulische Übersetzung wirkende Hydraulikkammer (11) angeordnet ist, und wobei auf der der Aktor-Einheit (4) abgewandten Seite der Ventilglied-Anordnung (5) ein Ventilschließglied (10) angeordnet ist, das mit mindestens einem Ventilsitz (12) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß eine dem Ventilschließglied (10) zugewandte Stirnfläche (20) der Ventilglied-Anordnung (5) wenigstens bereichsweise derart konkav ausgebildet ist, daß ein als Normkugel ausgebildetes Ventilschließglied (10) einsetzbar ist.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche (20) an dem Betätigungskolben (9) ausgebildet ist.
3. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Betätigungskolben (9) und dem Ventilschließglied (10) ein Zwischenstück vorgesehen ist, wobei die konkave Stirnfläche an dem dem Betätigungskolben (9) abgewandten Ende des Zwischenstücks ausgebildet ist.
4. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Ventilglied-Anordnung (5) abgewandten Seite des Ventilschließgliedes (10) eine Federscheibe (15) angeordnet ist.
5. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Federscheibe (15) rund ausgebildet ist und mit mehreren Öffnungen (23) versehen ist, die in Abhängigkeit einer definierten Durchflußmenge dimensioniert sind.
6. Ventil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Federscheibe (15) einen Anschlag für das Ventilschließglied (10) darstellt.
7. Ventil nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Federscheibe (15) ein Dichtelement für eine Ablaufbohrung (3) darstellt.
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WO2005045229A1 (de) * 2003-10-18 2005-05-19 Robert Bosch Gmbh Ventil zum steuern von flüssigkeiten

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