DE10142670C1 - Elektromechanischer Aktuator für Ventiltrieb - Google Patents
Elektromechanischer Aktuator für VentiltriebInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen elektromechanischen Aktuator für ein Ventiltrieb zur Betätigung eines Gaswechselventils, bei dem der Abstand zwischen dem Anker und den Polen der Magneten in der Gleichgewichtslage größer oder gleich dem halben Hubweg ist, der Anker einen zwischen Weichmagneten angeordneten Permanentmagneten aufweist und der Rückschluss auf halber Höhe zwischen den Polen der Magnete einen sich senkrecht zur Ventilschaftachse in Richtung des Ankers erstreckenden Zahn aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft einen elektromechanischen Aktuator für Ventiltrieb bzw. zum
Betätigen eines Gaswechselventils nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Bei Brennkraftmaschinen kann der Wirkungsgrad und das Emissionsverhalten von
Schadstoffen durch eine variable Steuerung der Gaswechselventile verbessert werden.
Dazu werden elektromagnetische Aktuatoren verwendet, die üblicherweise einen
Elektromagneten als Öffnungsmagneten und einen Elektromagneten als
Schließmagneten aufweisen. Am Ventilschaft des Gaswechselventils ist ein Anker
vorgesehen, der sich zwischen den Polflächen der beiden Schaltmagnete befindet.
Eine Ansteuerung der Elektromagnete bewegt den Anker in Achsrichtung des
Ventilschaftes entweder in Richtung des Öffnungsmagneten oder in Richtung des
Schließmagneten. Ferner sind zwei Federn vorgesehen, die bei stromlosen Magneten
den Ventilschaft bzw. den Anker in einer Gleichgewichtslage zwischen den Magneten
halten. Diese Gleichgewichtslage ist in der Regel die Mittellage zwischen den
Polflächen der Elektromagnete.
Beim Betrieb des Ventils wird entweder der Schließmagnet oder der Öffnungsmagnet
angesteuert, wodurch der Anker und damit der Ventilschaft/das Ventil in die
entsprechende Richtung angezogen bzw. bewegt wird. Die Bewegung endet, sobald
der Anker die Polfläche erreicht hat und auf dieser aufschlägt bzw. aufprallt. Dieses
Problem des Aufpralls des Ankers auf der Polfläche und auch des Ventils auf dem
Zylinderkopf wird als sog. "Softlanding"-Problem bezeichnet. Damit verbunden ist der
Nachteil, dass der Aufprall des Ankers auf der Polfläche bzw. des Ventils auf dem
Zylinderkopf einerseits zur Verringerung der Lebensdauer des Aktuators und
andererseits zu einer starken Geräuschentwicklung führt.
Ein "Softlanding" des Ankers bzw. des Ventils ist beispielsweise dadurch erreichbar,
dass der Spulstrom der elektromagnetischen Aktuatoren abhängig vom Hubweg
geregelt wird. Dies ist allerdings mit einem hohem regelungstechnischen Aufwand und
somit nicht vertretbaren hohen Kosten verbunden. Ferner ist das damit erreichte
"Softlanding" - regelungstechnisch betrachtet - instabil. Bei einer Störung kann es zu
einer "Unterregelung" oder "Überregelung" kommen. Eine "Überregelung" hat einen
Aufprall des Ankers auf der Polfläche zur Folge, während die "Unterregelung" dazu
führt, dass das Ventil die Geschlossen- bzw. Offen-Position nicht erreichen kann.
Die DE 196 51 846 A1 zeigt einen Aktuator mit einem Anker, der nicht an die
Polflächen der Magnete anstößt, jedoch benötigt dieser Aktuator relativ viel Energie.
In der WO 99/19609 A1 wird ein elektromechanischer Aktuator vorgeschlagen, bei dem
der Ventilschaft mit einer koaxial zu diesem angeordneten Tauchspule verbunden ist,
die in einen radial magnetisierten Luftspalt eines ringförmigen, axial magnetisierten
Permanentmagneten eintaucht. Dieser Tauchspulenantrieb ist jedoch ebenfalls mit
einem erhöhten Regelungsaufwand verbunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektromechanischen Aktuator
bereitzustellen, der die sich im Stand der Technik ergebenden Probleme hinsichtlich
des "Softlandings" löst. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Patentansprüche
gelöst.
Die erfindungsgemäße Lösung gemäß Patentanspruch 1 besteht aus drei Teilaspekten.
Zunächst ist erfindungsgemäß der Abstand zwischen dem Anker und den Polen der
Elektromagnete in der Gleichgewichtslage größer als der halbe Hubweg des Ventils.
Ferner weist der Anker einen zwischen zwei Weichmagneten angeordneten
Permanentmagneten auf. Letztendlich weist der Rückschluss der Elektromagnete auf
halber Höhe zwischen den Polen der Magnete einen sich senkrecht zur
Ventilschaftachse in Richtung des Ankers erstreckenden Zahn auf. Dabei zeigt die
GB 21 04 730 A bereits einen Aktuator mit einem Zahn bzw. ähnlich gestaltetem Joch,
ohne jedoch hierauf näher einzugehen.
Wenn entweder der Öffnungsmagnet oder der Schließmagnet mit einem elektrischen
Strom beaufschlagt wird, dann koppelt das elektromagnetische Feld des
Elektromagneten mit dem permanentmagnetischen Feld des Ankers mit. Dabei entsteht
eine magnetische Kraft, die auf den Anker wirkt und diesen bewegt. Dabei bildet sich
der Hauptmagnetkreis vom Pol des Elektromagneten über den Luftspalt zwischen
Elektromagnet und Anker, den Anker, den Zahn und den Rückschluss wieder zurück
zum Pol aus. Der erfindungsgemäße Zahn schnürt dabei das aus dem Anker
heraustretende magnetische Feld ein und verhindert dadurch, dass das magnetische
Feld zum unteren Pol, d. h. zum Pol des gegenüberliegenden Elektromagneten streut.
Dadurch tritt keine Schwächung der magnetischen Kraftwirkung auf. Der Zahn dient
also dazu, das magnetische Feld in den gewünschten Weg einzulenken und dadurch
die magnetische Kraftwirkung zu verstärken. Wenn sich der Anker in seiner Bewegung
an die Geschlossen-Position annähert, befindet sich der untere Weichmagnet des
Ankers etwa in der Höhenlage des Zahnes. In dieser Lage wird zwar der Zahn
magnetisch gesättigt und seine Einlenkungsfunktion wird geschwächt, so dass ein Teil
des aus dem unteren Weichmagneten austretenden magnetischen Feldes nun doch
zum Pol des entgegengesetzten Elektromagneten und zum unteren Teil des
Rückschlusses streuen kann. Die damit verbundene Schwächung des
Hauptmagnetkreises und der magnetischen Kraftwirkung ist aufgrund der dann bereits
vorhandenen Nähe des Ankers zum Pol aber von Vorteil, da dadurch auch der Aufprall
auf dem Pol abgeschwächt wird.
Die Geräuschentwicklung und der Verschleiß des Ankers wird ferner durch den
erfindungsgemäß bereitgestellten Abstand zwischen Anker und Polfläche wesentlich
verringert bzw. unterbunden.
Die beiden Weichmagneten des Ankers sind vorzugsweise viel dünner als der
dazwischen angeordnete Permanentmagnet. Dies führt dazu, dass die Weichmagneten,
unabhängig davon, ob der Spulenstrom der Elektromagnete ein- oder ausgeschaltet ist,
bereits durch den Permanentmagneten magnetisiert und in tiefe Sättigung gebracht
werden können. Eine Tiefsättigung des Weichmagneten ruft aufgrund der
Proportionalität zu B2 (magnetischer Fluss) eine größere Kraft auf den Anker hervor. Da
die Weichmagneten bereits durch den Permanentmagneten in Sättigung gebracht sind,
ist im Vergleich zu herkömmlichen elektromechanischen Aktuatoren ein geringerer
Spulenstrom ausreichend.
Im Gegensatz zu herkömmlichen elektromechanischen Aktuatoren, bei denen zum
Erreichen eines "Softlanding" der Strom abhängig vom Hubweg geregelt werden muß,
wird erfindungsgemäß ein konstanter Spulenstrom verwendet. Dies stellt einen
wesentlichen Vorteil dar, da dadurch der hohe Regelungsaufwand bezüglich Sensorik
und Elektronik entfällt. Die magnetische Kraft des Aktuators ist über den Hubweg in
erster Näherung linear. Eine lineare Kraft wird besonders im Bereich der Geschlossen-
und Offen-Position des Ventils erreicht. Durch die erfindungsgemäßen Merkmale
überlagert sich die Federkraft mit der von den Elektromagneten erzeugten
magnetischen Kraft derart, dass die sich ergebende positive Gesamtkraft quasi linear
verläuft und dabei das Ventil in die Offen- bzw. Geschlossen-Position zwingt. Der
Verlauf der Gesamtkraft ist dabei derart, dass die Gesamtkraft in der Offen- bzw.
Geschlossen-Position ihren Nullpunkt erreicht und im weiteren Verlauf negativ wird.
Dieser Kraftverlauf gewährleistet, dass das Ventil in der jeweiligen Endposition stabil
stehen bleibt, da bei Überschreiten der Endposition eine Gegenkraft wirken würde.
Regelungstechnisch betrachtet erweist sich jede Endposition des Ventils als stabiler
Punkt, da jegliche Abweichung des Ankers von der Endposition immer eine Gegenkraft
in entgegengesetzter Richtung hervorrufen würde, so dass der Anker in die Endposition
zurückgetrieben würde. Dadurch wird verhindert, dass der Anker auf die Polfläche
aufprallt. Das Ventil trifft zwar auf den Zylinderkopf auf, da jedoch die Gesamtkraft auf
den Anker in dieser Position Null ist, geschieht dies mit einer sehr geringen Kraft und
die Geräuschentwicklung und der Verschleiß ist im Vergleich zu herkömmlichen
Aktuatoren wesentlich verringert.
Sobald das Ventil von der einen Endposition in die andere Endposition bewegt werden
soll, wird der eine Elektromagnet aus- und der andere Elektromagnet eingeschaltet.
Dies ergibt einen umgekehrten Gesamtkraftverlauf und das Ventil wird zur anderen
Endposition bewegt.
Zum Halten des Ventils in der Geschlossen-Position bzw. in der Offen-Position wird
diejenige Spule, die zur Bewegung des Ventils bereits eingeschaltet ist, weiterhin mit
dem gleichen Strom versorgt.
Somit kann mit dem erfindungsgemäßen elektromechanischen Aktuator ein
"Softlanding" in der Geschlossen- bzw. Offen-Position des Ventils erreicht werden. Mit
der erfindungsgemäßen Aktuatoranordnung findet kein Aufprall des Ankers auf der
Polfläche statt, da der geometrische Abstand zwischen Pol und Anker größer ist als die
Hälfte des Hubweges, und die sich aus magnetischer Kraft und mechanischer
Federkraft ergebende Gesamtkraft zwingt den Anker und somit auch das Ventil in eine
der beiden Endpositionen. Diese sind, wie bereits erläutert, stabile Punkte und jede
Abweichung des Ankers von der Endposition verursacht eine Gegenkraft, die den Anker
wiederum in die Endposition zwingt.
Da der Ansteuerstrom zum Öffnen, Halten und Schließen des Ventils bei dem
erfindungsgemäßen Aktuator konstant ist, kann der hohe regelungstechnische Aufwand
des Ansteuerstroms über die Ankerposition und ein teurer Wegsensor entfallen.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen elektromechanischen Aktuator;
Fig. 2 den Verlauf der magnetischen Kraft, der Federkraft und der Gesamtkraft in
einem Schließvorgang; und
Fig. 3 das Öffnen, Halten und Schließen des Ventils und die zugehörigen
Ansteuerströme der Elektromagnete.
Der in Fig. 1 schematisch dargestellte elektromechanische Aktuator weist einen an
einem Ventilschaft 1 0 angeordneten Anker auf. Der Anker weist einen zwischen zwei
Weichmagneten 2 angeordneten Permanentmagneten 1 auf. Die drei Magneten sind
beispielsweise miteinander verklebt. Auf den in axialer Richtung gesehenen beiden
Seiten des Aktuators befinden sich Elektromagnete, nämlich der Öffnungsmagnet 4 und
der Schließmagnet 3. Zum Führen des magnetischen Feldes sind jeweils Pole 6 und ein
Rückschluss 7 vorgesehen. Ferner weist der elektromechanische Aktuator zwei
Ventilfedern 8 und 9 auf, die den Aktuator im stromlosen Zustand der Elektromagneten
in einer Gleichgewichtslage halten. Die mechanische Federkraft ist also in der Mitte des
Hubs gleich null, d. h. die Mitte des Hubweges ist die neutrale Lage, die in Fig. 1 als
Ursprung 0 definiert ist. Der Einfachhalt halber ist die mechanische Einrichtung zur
Einspannung der beiden Federn 8 und 9 in Fig. 1 nicht gezeigt.
Der Anker wird mit dem Ventilstößel 1 0 und dem Ventilteller 1 1 mechanisch fest
verbunden.
Ferner zeigt Fig. 1 einen Zahn 5, der sich vom Rückschluss 7 aus in Richtung des
Ankers erstreckt. Die Dicke des Zahnes wird vorzugsweise zum Ende des Zahnes hin,
d. h. in Richtung des Ankers, geringer. Vorzugsweise ist der Zahn trapezförmig,
halbrund oder in Form eines Rechteckes mit gerundeten Ecken ausgebildet. Der Zahn
ist entweder als umlaufende Rippe oder aber in der Form mehrerer einzelner in
Umfangsrichtung angeordneter Zähne ausgebildet.
Der Abstand zwischen den Polen 6 und die gesamte Höhe des Ankers sind derart, dass
der Abstand zwischen dem Pol und der Oberfläche des Ankers in der
Gleichgewichtslage größer ist als die Hälfte des Hubweges (1/2 Δx in Fig. 1). Ferner ist
die Höhe des Permanentmagneten 1 des Ankers größer als die Dicke des Zahnes in
Hubrichtung, wodurch die lineare magnetische Kraft insbesondere im Bereich der
Geschlossen- und Offen-Position erreicht wird. Der Querschnitt des Zahnes wird
erfindungsgemäß entsprechend klein gehalten. Bei einer sich in Richtung Aktuator
verringernden Dicke bzw. Höhe des Zahnes (beispielsweise durch die in Fig. 1
angedeuteten gerundeten Rechteckkanten) wird die Linearität der magnetischen Kraft
und auch deren Größe im Bereich der Geschlossen- und Offen-Position im Vergleich zu
einer konstanten Höhe des Zahnes verfeinert.
Die beiden Weichmagneten 2 des Ankers sind wesentlich dünner als der
Permanentmagnet 1. Vorzugsweise beträgt die Dicke des Permanentmagneten 5 bis
7 mm, mehr bevorzugt 6 mm, und die Dicke jedes Weichmagneten 2 bis 3 mm, mehr
bevorzugt 2,5 mm.
Wenn die Spule des in Fig. 1 gezeigten Schließmagneten 3 mit einem Strom in der in
Fig. 1 gekennzeichneten Richtung beaufschlagt wird, koppelt das elektromagnetische
Feld mit dem permanentmagnetischen Feld des Ankers mit. Wie in Fig. 1 gezeigt, bildet
sich der magnetische Kreis von dem oberen Pol 6 aus über den Luftspalt zwischen Pol
und Anker hin zum Anker, von dort über den Weichmagneten 2, den
Permanentmagneten 1, den weiteren Permanentmagneten 2 über den Zahn 5, den
Rückschluss 7 wieder zurück zum Pol 6. Der Zahn 5 schnürt dabei das magnetische
Feld, das den unteren Weichmagneten 2 verlässt, ein und verhindert dadurch, dass das
magnetische Feld an der Austrittsstelle aus dem unteren Weichmagneten 2 hin zum
unteren Pol 6 streut. Durch die Bereitstellung des Zahnes 5 ist die Kraftwirkung
wesentlich größer als bei einem elektromagnetischen Aktuator ohne Zahn. Wenn sich
der Anker der Geschlossen-Position des Ventils annähert, befindet sich der untere
Weichmagnet 2 etwa auf Höhe des Zahnes 5. Wegen des kleinen Querschnittes des
Zahnes 5 wird dieser gesättigt und die Einlenkungsfunktion geht, wie beschrieben,
teilweise verloren. Ein Teil des aus dem unteren Weichmagneten 2 austretenden
magnetischen Feldes streut nun nach unten zum unteren Pol 6 und teilweise auch zum
unteren Bereich des Rückschlusses 7. Die damit verbundene Schwächung des
Hauptmagnetkreises ist in dieser Position des Ventils und des Ankers jedoch, wie
beschrieben, gerade erwünscht und von Vorteil.
Fig. 2 zeigt die auf den Aktuator wirkende magnetische Kraft, die Federkraft und die
sich ergebende Gesamtkraft in einem Schließvorgang. Der jeweilige Ansteuerstrom für
die Elektromagneten ist ebenfalls dargestellt (Strom I3) für den Elektromagneten 3 und
Strom I4 (für den Elektromagneten 4). Im Schließvorgang ist der Elektromagnet 3
aktiviert, während Elektromagnet 4 über den gesamten Schließvorgang ausgeschaltet
bleibt. In der ersten Hälfte des Hubweges, d. h. von -1/2 Δx bis 0 ist die Federkraft
gegenüber der magnetischen Kraft dominierend und die magnetische Kraft kann erst in
der Nähe des Nulldurchganges und in der zweiten Hälfte des Hubes, d. h. von etwa 0
bis +1/2 Δx die Federkraft übertreffen, die im Nulldurchgang des Hubweges negativ
wird. Wie Fig. 1 zeigt, ist die magnetische Kraft im ersten Viertel des Hubweges negativ.
Der Grund dafür ist, dass die Anziehungskraft zwischen dem Permanentmagneten 1
und dem unteren Pol 6 nach unten wirkt und in diesem Bereich noch größer ist als die
Kraft, die das magnetische Feld, ausgehend vom oberen Pol 6 und der Spule 3 auf den
Anker ausübt.
Die sich ergebende positive Gesamtkraft treibt das Ventil auf die Geschlossen-Position
zu. Am Ende des Hubweges (1/2 Δx) geht die sich ergebende positive Gesamtkraft über
Null ins Negative über. Dieser Gesamtkraftverlauf gewährleistet, dass das Ventil in der
Geschlossen-Position stehen bleibt und sich nicht mehr weiter bewegen will, da dies
durch die sich ergebende negative Gegenkraft verhindert wird. Somit ist die
Geschlossen-Position ein stabiler Betriebspunkt.
Zum Öffnen des Ventils wird die Spule 3 ausgeschaltet und die Spule 4 aktiviert.
Dadurch ergibt sich ein umgekehrter Kraftverlauf.
Zum Halten des Ventils in der Geschlossen-Position bzw. in der Offen-Position bleibt
diejenige Spule, die zur Bewegung des Ventils bereits eingeschaltet ist, weiterhin
eingeschaltet, und zwar mit demselben Strom wie zur Bewegung des Ventils. Fig. 3
zeigt das Öffnen, das Halten und das Schließen des Ventils sowie die zugehörigen
Ansteuerströme der Spulen 3 (I3) und 4 (I4) über die Zeit. Zum Öffnen des Ventils wird
die Spule 4 eingeschaltet. Zum Haften des Ventils in der Offen-Position bleibt weiterhin
die Spule 4 mit demselben konstanten Strom eingeschaltet. Während dieser Zeit ist die
Spule 3 ausgeschaltet. Zum Schließen des Ventils wird nun die Spule 3 eingeschaltet
und gleichzeitig die Spule 4 deaktiviert. Zum Halten des Ventils in der Geschlossen-
Position bleibt die Spule entsprechend eingeschaltet, bis der nächste Öffnungsvorgang
erfolgen soll.
Die Verwendung dieses ungeregelten konstanten Stromes zum Öffnen, Schließen und
Halten des Ventils erlaubt einen wesentlich geringeren Regelungsaufwand in der
Sensorik und in der Ansteuerelektronik (beispielsweise ist kein teurer
Induktivwegsensor erforderlich). Somit ist der erfindungsgemäße elektromechanische
Aktuator wesentlich kostengünstiger als herkömmliche Aktuatoren.
Claims (12)
1. Elektromechanischer Aktuator für Ventiltrieb mit
einem Öffnungsmagneten (4) und einem Schließmagneten (3);
einem verschiebbaren Ventilschaft (10) mit einem Anker (1, 2), auf dem die Magneten (3, 4) wirken; und
einer oberen und einer unteren Ventilfeder (8, 9), die den Ventilschaft (10) mit Anker im stromlosen Zustand der Magnete (3, 4) in einer Gleichgewichtslage halten,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand zwischen Anker (1, 2) und den Polen (6) der Magneten (3, 4) in der Gleichgewichtslage größer als der halbe Hubweg des Ventils ist;
der Anker einen zwischen zwei Weichmagneten (2) angeordneten Permanentmagneten (1) aufweist; und
der Rückschluss (7) auf halber Höhe zwischen den Polen (6) der Magnete (3, 4) einen sich senkrecht zur Ventilschaftachse in Richtung des Ankers erstreckenden Zahn (5) aufweist.
einem Öffnungsmagneten (4) und einem Schließmagneten (3);
einem verschiebbaren Ventilschaft (10) mit einem Anker (1, 2), auf dem die Magneten (3, 4) wirken; und
einer oberen und einer unteren Ventilfeder (8, 9), die den Ventilschaft (10) mit Anker im stromlosen Zustand der Magnete (3, 4) in einer Gleichgewichtslage halten,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand zwischen Anker (1, 2) und den Polen (6) der Magneten (3, 4) in der Gleichgewichtslage größer als der halbe Hubweg des Ventils ist;
der Anker einen zwischen zwei Weichmagneten (2) angeordneten Permanentmagneten (1) aufweist; und
der Rückschluss (7) auf halber Höhe zwischen den Polen (6) der Magnete (3, 4) einen sich senkrecht zur Ventilschaftachse in Richtung des Ankers erstreckenden Zahn (5) aufweist.
2. Aktuator nach Anspruch 1, wobei der Zahn (5) umlaufend ist.
3. Aktuator nach Anspruch 1, wobei der Zahn (5) in Umfangsrichtung mindestens
eine Unterbrechung aufweist, so dass mehrere Teilzähne ausgebildet werden.
4. Aktuator nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Dicke des Zahnes (5) zu dem dem
Anker zugewendeten Ende hin abnimmt.
5. Aktuator nach Anspruch 4, wobei der Zahn im wesentlichen trapezförmig,
halbrund oder in Form eines Rechteckes mit abgerundeten Ecken ist.
6. Aktuator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Höhe des Ankers größer ist
als die Höhe des Zahnes (5).
7. Aktuator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Permanentmagnet (1) eine
wesentlich größere Dicke aufweist als die Weichmagneten (2).
8. Aktuator nach Anspruch 7, wobei die Dicke des Permanentmagneten etwa 5 bis 7 mm
beträgt.
9. Aktuator nach Anspruch 7 oder 8, wobei die Dicke eines jeden Weichmagneten
(2) etwa 2 bis 3 mm beträgt.
10. Aktuator nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Weichmagneten (2) mit
dem Permanentmagneten (1) verklebt sind.
11. Aktuator nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Verläufe der Federkraft
und der magnetischen Kraft derart sind, dass die sich ergebende Gesamtkraft in
den jeweiligen Endstellungen des Ventils null ist.
12. Aktuator nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die auf den Anker wirkende
Gesamtkraft im wesentlichen linear verläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10142670A DE10142670C1 (de) | 2001-08-31 | 2001-08-31 | Elektromechanischer Aktuator für Ventiltrieb |
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| DE10142670A DE10142670C1 (de) | 2001-08-31 | 2001-08-31 | Elektromechanischer Aktuator für Ventiltrieb |
Publications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10142670C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004016516A1 (de) * | 2004-04-03 | 2005-10-20 | Bayerische Motoren Werke Ag | Elektrischer Ventiltrieb mit in die Ankerplatte integrierten Permanentmagneten |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB2104730A (en) * | 1981-08-21 | 1983-03-09 | Hitachi Metals Ltd | Electromagnetic actuator |
| DE19651846A1 (de) * | 1996-12-13 | 1998-06-18 | Fev Motorentech Gmbh & Co Kg | Verfahren zur elektromagnetischen Betätigung eines Gaswechselventils ohne Polflächenberührung |
| WO1999019609A1 (de) * | 1997-10-10 | 1999-04-22 | Daimlerchrysler Ag | Elektromagnetischer aktuator zur betätigung eines gaswechselventils |
-
2001
- 2001-08-31 DE DE10142670A patent/DE10142670C1/de not_active Expired - Fee Related
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| DE102004016516A1 (de) * | 2004-04-03 | 2005-10-20 | Bayerische Motoren Werke Ag | Elektrischer Ventiltrieb mit in die Ankerplatte integrierten Permanentmagneten |
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