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DE1014115B - Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dioxopyrazolidinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dioxopyrazolidinen

Info

Publication number
DE1014115B
DE1014115B DEF16254A DEF0016254A DE1014115B DE 1014115 B DE1014115 B DE 1014115B DE F16254 A DEF16254 A DE F16254A DE F0016254 A DEF0016254 A DE F0016254A DE 1014115 B DE1014115 B DE 1014115B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
solution
hydrogen
hydrazine
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF16254A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Kuno Wagner
Dr Erwin Mueller
Dr H C Dr E H Otto Bayer Dr
Dr Med Werner Grab
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF16254A priority Critical patent/DE1014115B/de
Priority to DK375255A priority patent/DK87752C/da
Publication of DE1014115B publication Critical patent/DE1014115B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dioxopyrazolidinen Bekanntlich entstehen die 3, 5-Dioxopyrazolidine, indem man reaktionsfähige Derivate der Malonsäure bzw. C-substitnierter Malonsäuren, wie deren Ester, Halogenide oder Esterchloride, mit Hydrazin oder substituierten Hydrazinen in Gegenwart eines Kondensationsmittels bzw. eines säurebindenden Mittels zur Reaktion bringt.
  • Es wurde nun gefunden, daß auch Hydrazinderivate mit geringer Basizität, wie z. B. die Hydrazin-1, 2-dicarbonsäureester, zum Aufbau von 3, 5-Dioxopyrazolidindicarbonsäureestern verwendet werden können, wenn man sie mit Säurehalogeniden der Malonsäure oder C-substituierter Malonsäuren umsetzt. So entsteht z. B. bei der Reaktion von Malonylchlorid mit in Benzol suspendiertem Hydrazin-1, 2-dicarbonsäurediäthylester unter Chlorwasserstoffabspaltung das 1, 2-Carbäthoxy-3, 5-dioxopyrazolidin.
  • Es gelingt somit erfindungsgemäß, neue Derivate des 3, 5-Dioxopyrazolidins oder seiner tautomeren Form zu erhalten, wenn man Hydrazinderivate, die mindestens eine Carbonsäureestergruppe am Stickstoff tragen, zur Ringschlußreaktion verwendet.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen 3,5-Dioxopyrazolidincarbonsäureester sind in der Lage, die eine Carbonsäureestergruppe in Gegenwart von Wasser und alkalisch reagierenden Verbindungen verhältnismäßig leicht abzuspalten. Die Beständigkeit dieser Carbonsäureestergruppe ist abhängig von den übrigen, im Pyrazolidinring enthaltenen Substituenten. Man erhält z. B. leicht aus 3, 5-Dioxopyrazolidindicarbonsäureestern Monocarbonsäureester und aus 1, 4-substituierten Pyrazolidinmonocarbonsäureestern die 3, 5-Dioxopyrazolidine, welche frei von Carbonestergruppen sind.
  • Als reaktionsfähige Derivate der C-substituierten Malonsäure können erfindungsgemäß z. B. Malonylchlorid oder Phenylmalonylchlorid verwendet werden. Geeignete Hydrazinderivate, die mindestens eine Carbonsäureestergruppe am Stickstoff tragen, sind beispielsweise Hydrazin-1, 2-dicarbonsäurediäthylester und Hydrazinmonocarbonsäureäthylester bzw. Phenylhydrazinearbonsäureäthylester.
  • Wie gefunden wurde, führt die Umsetzung von 3, 5-Dioxopyrazolidinen mit Chlorameisensäureestern hauptsächlich zu den Enolderivaten der Pyrazolidine. Die 3, 5-Dioxopyrazolidincarbonsäureester können mit anorganischen oder organischen Basen in mehr oder weniger leicht wasserlösliche Salze übergeführt werden. Die nach vorliegender Erfindung herstellbaren 3, 5-Dioxopyrazolidine eignen sich als Lösungsvermittler zur Herstellung von Lösungen in Wasser schwerlöslicher oder unlöslicher Arzneistoffe wie Chinin, ferner Purinderivate wie Coffein, Antibiotika wie Chloramphenicol, Salicylsäureester wie Acetylsalicylsäure, Malariamittel wie 2-Methoxy-6-chlor-9-a-diäthylamino-b-pentylaminoacridin oder N-Diäthylamino-isopentyl-8-amino-6-methoxy-chinolin. Als besonderer Vorteil ist bei der Verwendung der erfindungsgemäß erhältlichen 3, 5-Dioxopyrazolidin-N-carbonsäurederivate als Lösungsvermittler an Stelle der bekannten Salze von 3, 5-Dioxopyrazolidinen festzustellen, daß den erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen die starke osmotische Wirkung in der Lösung fehlt, die bei den bekannten Verbindungen vermutlich auf die Dissoziation der Salze zurückzuführen ist.
  • Beispiel 1 In eine Suspension von 88,1 Gewichtsteilen gepulvertem Hydrazin-1, 2-dicarbonsäurediäthylester in 250 Volumteilen wasserfreien Benzols läßt man unter Rühren bei Raumtemperatur 70,5 Gewichtsteile Malonylchlorid zutropfen und erhöht die Temperatur im Verlauf einer Stunde auf 50', wobei Chlorwasserstoffentwicklung einsetzt und der Hydrazin-1, 2-dicarbonsäurediäthylester langsam in Lösung geht. Nach etwa 6 bis 8 Stunden ist der Hydrazoester vollständig gelöst. Es wird 2 Stunden weiter bei 50' gehalten und anschließend ein trockener Stickstoffstrom durch die Lösung geleitet und reichlich gelöster Chlorwasserstoff abgeblasen. Nach kurzer Zeit erfolgt Abscheidung des 1, 2-Carbäthoxy-3, 5-dioxopyrazolidins in gut ausgebildeten, leicht gelblichen Nadeln. Aus wenig wasserfreiem Benzol kristallisiert es in farblosen Nadeln vom Schmp. 90 bis 91', die Benzol einschließen. Benzolfrei schmilzt die Verbindung bei 113 bis 114'. Ausbeute: 90 g = 74 0/, der Theorie.
  • Beispiel 2 In eine Lösung von 54,7 Gewichtsteilen Phenylhydrazincarbonsäureäthylester in 400 Volumteilen absolutem Äther werden unter Eiskühlung und Rühren 42,3 Gewichtsteile Malonylchlorid eingetropft. Nach kurzer Zeit beginnt die Abscheidung des 1-Phenyl-2-carbäthoxy-3, 5-dioxopyrazolidins, das nach 2 bis 3 Stunden abgetrennt wird. Es wird aus wenig Benzol umkristallisiert und in farblosen Nadeln vom Schmp. 110 bis Ill' erhalten. Ausbeute etwa 58"/,.
  • Beispiel 3 In eine Suspension von 35,2 Gewichtsteilen pulverisiertem Hydrazin-1, 2-dicarbonsäurediäthylester in 200 Volumteilen wasserfreiem Benzol werden unter Rühren bei Raumtemperatur 43,4 Gewichtsteile Phenylmalonylchlorid eingetropft; man erhöht die Temperatur im Verlauf 1 Stunde auf 50', wobei die Reaktion unter Chlorwasserstoffentwicklung einsetzt. Nach 12 Stunden wird die gelbgefärbte klare Lösung bei Raumtemperatur im Vakuum eingeengt und die konzentrierte viskose Lösung mit 200Volumteilen Äther verdünnt. Durch Schütteln der ätherischen Lösung mit n-Natronlauge wird das 1,2-Carbätho-xy-3,5-dioxo-4-phenylpyrazolidin als Natriumsalz aus der ätherischen Lösung extrahiert. Schon bei längerem Stehen bei Raumtemperatur erfolgt Abspaltung einer Carbonestergruppe in Form von C02 und Alkohol, die durch kurzes Erwärmen auf 50' vervollständigt wird. Beim Ansäuern der wäßrigen Lösung wird das 1-Carbäthoxy-3, 5-dioxo-4-phenylpyrazolidin in pulvriger Form gefällt und gebundenes CO, in Freiheit gesetzt. Aus Benzol wird die Verbindung in perlmutterartig glänzenden Blättchen vom Schmp. 210' erhalten. Ausbeute etwa 550/, der Theorie.
  • Beispiel 4 In eine Lösung von 10,4Gewichtsteilen Hydrazinmonocarbonsäureäthylester in 200Volumteilen wasserfreiem Äther wird bei 0 bis 5' unter Rühren eine Lösung von 21,7 Gewichtsteilen Phenylmalonylchlorid in 100 Volumteilen Äther zugetropft. Die Abscheidung des 1-Carbäthoxy-3, 5-dioxo-4-phenylpyrazolidins zusammen mit Hvdrazinmonocarbonsäureäthylesterhydrochlorid setzt sofort ein. Nach 1 Stunde wird das ausgefallene Produkt abfiltriert, in n-NaOH gelöst und durch Ansäuern wieder ausgefällt. Nach dreimaligem Umkristallisieren aus Benzol wird reines 1-Carbäthoxy-3, 5-dioxo-4-phen371pyrazolidin vom Schmp. 210' erhalten (vgl. Beispiel 3). Ausbeute an Reinstprodukt 40,3 "/, der Theorie. Beispiel 5 Einer Lösung von 36,4 Gewichtsteilen Phenylhydrazinmonocarbonsäureäthylester in 200 Volumteilen wasserfreiem Äther wird unter Rühren bei 0 bis 5' eine Lösung von 43,4 Gewichtsteilen Phenylmalonylchlorid in 50 Volumteilen Äther zugetropft und anschließend 3 Stunden bei Raumtemperatur gehalten. Die ätherische, gelblichgefärbte Lösung wird in 300 Volumteile Eiswasser gegossen und die freie Salzsäure unter Rühren mit 400 Volumteilen n-Natronlauge bei 0' neutralisiert, schließlich weitere 200 Volumteile n-Na OH zugetropft und so das 1-Phenyl-2-carbäthoxy-3,5-dioxo-4-phenylpyrazolidin aus der ätherischen Lösung als Natriumsalz herausgelöst. Nach Abtrennung der wäßrigen Schicht und Einleiten eines kräftigen Luftstroms zur Vertreibung des gelösten Äthers erfolgt nach dem Ansäuern Abscheidung des Pyrazolidins in pulvriger, gut filtrierbarer Form. Durch Extraktion mit Äther wird es von beigefügten, ätherlöslichen Verunreinigungen gereinigt. Schmp. 70 bis 73'. Ausbeute an reinem Produkt 60 11/0.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von 3, 5-Dioxopyrazolidinen der allgemeinen Formel in der R, einen Phenyl- oder Carbalkoxyrest, R, Wasserstoff oder einen Carbalkoxyrest und R, Wasserstoff oder einen Phenylrest bedeuten, wobei R, und R, nicht gleichzeitig Wasserstoff sein dürfen, dadurch gekennzeichnet, daß man Malonsäure- oder Phenylmalonsäurehalogenide mit entsprechend substituierten Hydrazinen unter Kühlung oder bei mäßig erhöhter Temperatur ohne Kondensationsmittel umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Halogenide der Malonsäuren deren Chloride verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 903 578; Chem. Ztg., 1954, S. 270, 271; Kaufmann, Arzneimittelsynthese (1953), S. 69.
DEF16254A 1954-11-29 1954-11-29 Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dioxopyrazolidinen Pending DE1014115B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF16254A DE1014115B (de) 1954-11-29 1954-11-29 Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dioxopyrazolidinen
DK375255A DK87752C (da) 1954-11-29 1955-11-16 Fremgangsmåde til fremstilling af 3,5-dioxopyrazolidin-N-carboxylsyreestere.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF16254A DE1014115B (de) 1954-11-29 1954-11-29 Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dioxopyrazolidinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1014115B true DE1014115B (de) 1957-08-22

Family

ID=7088156

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF16254A Pending DE1014115B (de) 1954-11-29 1954-11-29 Verfahren zur Herstellung von 3,5-Dioxopyrazolidinen

Country Status (2)

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DE (1) DE1014115B (de)
DK (1) DK87752C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE903578C (de) * 1950-11-06 1954-02-08 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung von neuen, in 4-Stellung substituierten 3, 5-Dioxo-pyrazolidinen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE903578C (de) * 1950-11-06 1954-02-08 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung von neuen, in 4-Stellung substituierten 3, 5-Dioxo-pyrazolidinen

Also Published As

Publication number Publication date
DK87752C (da) 1959-08-31

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