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Steinformmaschine mit Vibrationserregung Die Erfindung bezieht sich
auf eine Steinformmaschine mit Vibrationserregung; bei welcher der Erreger auf einen
aus Einzelteilen bestehenden, durch eine Kupplungseinrichtung mit Keilwirkung zusammengehaltenen
Maschinenteil einwirkt. Bei solchen, Maschinen sind die einzelnen Maschinenteile
durch die Vibratoren laufend Schwingungen. hoher Frequenz ausgesetzt. Durch die
Einwirkungen solcher Schwingungen können sich die Verbindungselemente von Einzelteilen
der Maschine leicht lockern bzw. lösen. In der Hauptsache verwendet man als Verbindungsmittel
Schrauben, welche durch Kontermuttern, Federringe, Splinte usw. gegen Lockern gesichert
werden. Diese haben aber den Nachteil, daß das Lösen und Festmachen der so gesicherten
Muttern verhältnismäßig umständlich und zeitraubend ist. Die Verwendung einfacher
Keilverbindungen ist ebenso ungünstig. Diese sind umständlicher in der Anwendung
und lösen sich noch leichter von. selbst.
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Diese Mängel werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt. daß die Einzelteile
durch einander gegenüberliegende, unter Federkraft stehende Kupplungsglieder mit
Selbstsperrung hervorrufenden Keilwinkeln verbunden sind.
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Gegenüber den bekannten Keilverbindungen besteht der grundsätzliche
Unterschied darin, daß das Kupplungslied dauernd unter der Einwirkung einer Kraft
steht,' welche das Aufheben der verbindenden Keilwirkung auch dann verhindert, wenn
durch Einwirkung von Vibrationen während des Arbeitens der Maschine die Reibung
aufgehoben wird. Ein besonderer Vorteil des Erfindungsgegenstandes besteht noch
darin, daß eine solche Kupplungseinrichtung schnell gelöst und geschlossen werden
kann und trotzdem die Verbindung zwischen den Maschinenteilen fest und spielfrei
erfolgt.
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Der obige allgemeine Lösungsgedanke kann erfindungsgemäß dadurch verwirklicht
werden, daß an einem Maschinenteil zwei einander gegenüberliegende, durch eine Zug-
oder Druckfeder miteinander verbundene U-förmige Kupplungsglieder angelenkt und
mit ihrem Verbindungssteg auf einen Ansatz mit Auflauffläche an dem anderen Maschinenteil
geschoben sind.
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Eine zweite grundsätzliche Ausführungsform des oben gekennzeichneten
allgemeinen Lösungsgedankens besteht ferner erfindungsgemäß darin, daß das Kupplungsglied
an einem Maschinenteil waagerecht und längs verschiebbar angeordnet ist und mit
keilförmig abgeschrägten Enden in ösenartige Ansätze am anderen Maschinenteil eingreift.
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Weitere unter Schutz gestellte Einzelheiten sind den nachfolgend beschriebenen
Ausführungsbeispielen zu entnehmen.
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Fig. 1 und 2 zeigen eine Ausführungsform der Kupplung zum Verbinden
einer Form auf dem Schwingtisch einer Steinformmaschine in zwei verschiedenen Ansichten;
Fig. 3 und 4 zeigen die Verbindung eines Vibrators mit Schalungen, z. B. ,einer
Spannbetonanlage, ebenfalls in zwei verschiedenen Ansichten; Fig. 5 und 6 zeigen
die Kupplung der Teile einer Rohrform in zwei verschiedenen Ansichten; Fig. 7 und
8 zeigen die Befestigung eines Vibrators an einer Rohrform, Fig. 7 in Ansicht, Fig.
8 in einem Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 7.
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In Fig. 1 und 2 ist die Form mit 1 bezeichnet. Sie trägt Ansätze 2,
welche mit Auflaufflächen versehen sind. 3 ist der Schwingtisch, 4 der Maschinenrahmen,
an welchem die- Kupplungsglieder in den Punkten 4a und 4 b angelenkt sind, die auf
jeder Seite aus zwei Hebeln 5 bestehen, welche durch ein Verbindungsglied miteinander
U-förmig zusammengeschlossen sind. Die beiderseitigen Kupplungsglieder werden durch
eine Zugfeder 7 nach innen auf die schrägen Auflaufflächen der Ansätze 2 gezogen.
Diese Bewegung ist beispielsweise durch Anschläge 8 am Schwingtisch 3 begrenzt.
Damit sich die Zugfeder 7 nicht seitlich verschieben kann, ist sie zwischen zwei
Stellringen 9 eingehängt. Die durch die Zugfeder 7 nach innen gezogenen Kupplungsglieder
5/6 wandern beim Aufheben der Reibung durch die Vibration auf den Auflaufflächen
2 aufwärts und spannen die Form auf dem Schwingtisch 3 fest. Mittels der Handgriffe
10 können die Kupplungsglieder nach außen von den Auflaufflächen der Ansätze 2 heruntergezogen
werden. Die Anschläge 8 am Schwingtisch verhindern, daß die Kupplungsglieder,
wenn
keine Form auf dem Schwingtisch steht, zu weit nach innen gezogen weiden. Beim Aufbringen
der Form 1 auf dem Schwingtisch brauchen lediglich die Kupplungsglieder 5/6 nach
außen gezogen zu werden. Nach Aufsetzen der Form werden die Kupplungsglieder wieder
zurückgeführt, wobei diese nach Einschalten der Vibratiön, wie' oben bereits beschrieben,
auf den Auflaufflächen der Ansätze 2 an der Form 1 durch -die auf sie ständig wirkende
Federkraft auflaufen und die Form fest auf dem Schwingtisch halten.
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In den Fig. 3 und 4 ist die Kupplung eines Vibrators 11 mit einer
Schalung 12 veranschaulicht. Der Vibrator ist mit Ansätzen 13 versehen, welche eine
Auflauffläche haben wig" die der Ansätze 2 an. der Form 1 im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 und 2. 14 sind die seitlichen Schenkel der beiderseitigen U-förmigen
Kupplungsglieder, und 15 ist der Verbindungssteg. Die Schenkel werden durch die
Zugfeder 16 nach innen gezogen, und zwar- -sind sie an der Schalung durch Einhängen
ihrer Endhaken 17 in die Haken 18 angelenkt. 19 sind Handgriffe, um die Kupplungsglieder
nach außen zu ziehen, wobei die Verbindungsstege 15 in der kulissenartigen Führung
20 an den Enden der Ansätze 13 gleiten. Um das Lösen der Kupplungsglieder 14/15
nur von einer Seite, also durch Betätigen an einem der Handgriffe 19 zu ermöglichen,
sind die Schenkel 14 der Kupplungsglieder beiderseits durch Doppelkniehebel 21 miteinander
verbunden.
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Die Fig. 5 und 6 zeigen die Kupplungseinrichtung zum Zusammenhalten
einer zweiteiligen Rohrform. 22 und 23 sind die beiden Rohrhälften. Die obere Hälfte
22 ist mit Ansätzen 24 versehen. Die untere Rohrhälfte 23 ist mit beweglichen Ansätzen
25 ausgerüstet, die Nasen 26 haben, welche in entsprechende Nuten an den Ansätzen
24 eingreifen. Letztere haben wieder schräge Auflaufflächen wie die entsprechenden
Ansätze in dem früher beschriebenen Ausführungsbeispiel. Die wieder U-förmig gestalteten
Kupplungsglieder bestehen aus den seitlichen Schenkeln 27 und den Verbindungsstegen
28, über welche Handgriffe 29 hinausragen. Die Schenkel 27 sind an den Ansätzen
25 im Punkt 30 angelenkt. Die Kupplungsglieder werden auf die Auflaufflächen durch
die Druckfedern 31 geschoben. Die Schenkel 27 endigen in Haken 32, die mit Gegenhaken
33 an der unteren Rohrhälfte 23 beim Lösen der Kupplungsglieder eingehängt werden
kön: nen. Werden die Kupplungsglieder an ihren Handgriffen 29 oder auch einfach
an dem Verbindungssteg 28 von den Auflaufflächen 24 abgezogen und dabei nach unten
gedrückt, so werden die Ansätze 25 um die Gelenkpunkte 35 nach außen und unten schwenken,
so daß der Bedienungsmann in der Lage ist, entgegen dem Druck der Federn 31 die
Schenkel 27 der Kupplungsglieder mit ihren Haken 32 in die Haken 33 einzuhängen.
Die Kupplung ist dann geöffnet gehalten, so daß die Formteile leicht auseinandergenommen
werden können.
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In den Fig. 7 und 8 ist die Kupplung einer Rohrform mit einem Vibrator
dargestellt. 36 ist die Rohrform, welche mit ösenartigen Ansätzen 37 versehen ist.
Das Rahmengestell 38 ist mit einer Platte 39 versehen, welche Öffnungen hat, durch
welche die ösenartigen Ansätze 37 hindurchgreifen. 40 ist der Vibrator, welcher
mit dem Rahmengestell 38 fest verbunden ist. Die Kupplungsglieder bestehen aus an
einem Ende keilförmig gestalteten Stangen 41, welche unter der Platte 39 in mit
ihr verbundenen Ansätzen 42, 43 waagerecht und längs verschiebbar gelagert sind.
Die Druckfedern 44 drücken die keilförmigen: Enden der Stangen 41 in die Öffnungen
der ösenartigen Ansätze 37 an der Rohrform 36 hinein und bewirken so eine zuverlässige
Verbindung zwischen Form und Vibrator auch während des Arbeitsganges der Maschine,
weil die Druckfedern infolge der durch die Vibration eintretenden verminderten Reibung
in der Keillagerung die Kupplungsglieder 41 fest in die Halteösen 37 hineindrücken.
Die Kupplungsglieder 41 sind gegenläufig gelagert und, werden durch ein Gelenkhebelsystem
vom Bedienungsmann geschlossen und wieder gelöst. Dieses Gelenkhebelsystem besteht
aus der am Rahmen-Bestell 38 gelagerten Welle 45, die mittels der Bedienungsstange
46 gedreht werden kann. Auf dieser Welle befinden sich Kreuzstücke 47, an welche
die Hebelarme 48, 49 einerseits angelenkt und andererseits mit den Kupplungsgliedern
41 an den Drehpunkten 49 a gelenkig verbunden sind. Dieses Hebelsystem ermöglicht,
wie aus den Fig. 7 und 8 erkenntlich, die Kupplungsglieder 41 gegenläufig in der
einen oder anderen Richtung zu bewegen.