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DE1013951B - Verfahren zur Herstellung von Fruchtsauermilchspeisen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fruchtsauermilchspeisen

Info

Publication number
DE1013951B
DE1013951B DEK17552A DEK0017552A DE1013951B DE 1013951 B DE1013951 B DE 1013951B DE K17552 A DEK17552 A DE K17552A DE K0017552 A DEK0017552 A DE K0017552A DE 1013951 B DE1013951 B DE 1013951B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
milk
fruit
production
sour milk
dishes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK17552A
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Kast
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEK17552A priority Critical patent/DE1013951B/de
Publication of DE1013951B publication Critical patent/DE1013951B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C9/00Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
    • A23C9/12Fermented milk preparations; Treatment using microorganisms or enzymes
    • A23C9/13Fermented milk preparations; Treatment using microorganisms or enzymes using additives
    • A23C9/133Fruit or vegetables

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Fruchtsauermilchspeisen Es ist bereits bekannt, den diätetischen und geschmacklichen Wert von Sauermilchspeisen, wie Joghurterzeugnissen, zu verbessern, indem man auf das bereits bebrütete Joghurt eine Schicht Früchte oder Marmelade aufbrachte oder indem man insbesondere in Milchgaststätten das fertige Joghurt mit Früchten, Marmeladen oder Fruchtaromen natürlicher oder künstlicher Herkunft verquirlte. Dieses Verfahren ist großtechnisch nicht durchführbar, sondern hierfür muß man die Fruchtkomponente mit dem Joghurt bereits kombinieren, bevor das Erzeugnis den Herstellungsbetrieb verläßt. Das verquirlte Joghurt entspricht in seiner Konsistenz auch nicht der gallertartigen Dicke des Joghurts.
  • Versucht man nun, die betreffenden Früchte, Marmeladen, Sirupe oder Aromen künstlicher oder natürlicher Herkunft der für die Joghurtfabrikation bereits eingedickten oder anders vorbereiteten und durch die Joghurtkultur bereits angeimpften Milch zuzusetzen, so tritt infolge der in Zusammensätzen enthaltenen Fruchtsäure eine derartige Erhöhung des Säuregehaltes ein, daß bei der Temperatur, bei der die Frucht der Kesselmilch von 50° C zugesetzt wird, eine weitgehende Veränderung des Eiweißes unter bestimmten Konzentrationen und bei bestimmten Fruchtarten mit hohem Fruchtsäuregehalt sogar eine vorzeitige Gerinnung desselben erfolgen kann.
  • Infolgedessen teilt sich bei dieser Arbeitsweise vor oder während der Bebrütung die Milch in Eiweiß und Molke, so daß die durch die Joghurtreifung erwünschte Konsistenz nicht mehr errreicht wird. In allen Fällen zeigt das so hergestellte fertige Joghurt bei nennenswerten Fruchtzusätzen das bekannte Wasserziehen, was es unverkäuflich macht und ihm im weiteren Stadium eine suppige Beschaffenheit erteilt. Es ist zwar bereits bekannt, zuckerhaltige Fruchtaromen der als Ausgangsprodukt verwendeten Milch zuzusetzen, aber hierbei mußte man den pH-Wert der Fruchtaromen besonders einstellen sowie einen selektiv gezüchteten Joghurtstamm verwenden.
  • Es wurde nämlich festgestellt, daß man die obengenannten Schwierigkeiten einfacher beseitigen und dabei gleichzeitig unerwartet weitere Vorteile erzielen und durch Stabilisierung des Eiweißes der Milch die Säuregerinnung - auch bei Kochtemperaturen - so völlig ausschalten kann, daß die Dickung ausschließlich durch die Wirkung der Joghurtbakterien erfolgt und eine vorzeitige Koagulierung vermieden wird. Gleichzeitig tritt eine eigenartige Konsistenzveränderung ein, die sich durch eine besondere Festigkeit und Beständigkeit des Fertigproduktes ausdrückt. Das Wasserbindungsvermögen wird erhöht und damit das Produkt erheblich länger haltbar. Dieser Umstand ist insbesondere für die Großfabrikation, vor allem in den Sommermonaten, von entscheidender Bedeutung.
  • Gemäß der Erfindung setzt man der konzentrierten Voll- oder Magermilch ein das Milcheiweiß stabilisierendes Produkt zu. Hierzu hat sich insbesondere Stärkeglykolat als geeignet erwiesen, welches, in Magermilch gelöst, der Masse in solchen Mengen zugesetzt wird, daß die Konzentration des Zusatzes insgesamt etwa 0,3 bis 0,6°/o beträgt. Hierdurch wird das Eiweiß der Milch so hervorragend stabilisiert, daß die Kesselmilch die Kochprobe selbst bei durch Zusatz von Früchten entstandenen Säuregraden von etwa 25° SH oder biologischer Säuerung ohne jede Gerinnung aushält, während diese sonst bei 10 bis 12° SH erfolgt. Infolgedessen erfolgt die Dickung der Milch unbeeinflußt durch die zugesetzte Fruchtsäure ausschließlich unter der Wirkung der Joghurtbakterien. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß man auf diese Weise mit Fruchtkonzentrationen arbeiten kann, die bisher nicht erreicht werden konnten. Diese Möglichkeit ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil man bei Anwendung eines überhöhten Fruchtgehaltes das Fertigprodukt auf einen solchen Gehalt an Milchtrockenmasse, z. B. bis zu einem spezifischen Gewicht von etwa 1,060, eindicken kann, den man bisher wegen des dann zu starken Salz- und Milchzuckergeschmackes nicht einhalten konnte. Dieser Bereich hoher Konzentration ist deshalb besonders erstrebenswert, weil er einen kolloidchemisch wesentlich beständigeren Zustand darstellt, als es bei niedrigeren Konzentrationen der Fall ist.
  • Das so hergestellte Joghurt zeichnet sich gegenüber den bisher bekannten Produkten dieser Art durch eine ganz besondere Festigkeit und Beständigkeit aus. Das Wasserbindungsvermögen ist stark erhöht. Das Produkt zieht auch bei längerer Lagerung nicht mehr Wasser, sondern ist erheblich haltbarer geworden. Damit ist zugleich einer der Hauptmängel der bisherigen Produkte beseitigt, nämlich die Haltbarkeit insbesondere in den heißen Sommermonaten entscheidend erhöht worden.
  • Das Verfahren läßt sich auch auf alle diejenigen Milcherzeugnisse anwenden, bei denen eine Eiweiß-Stabilisierung infolge Einwirkung natürlicher oder biologisch erzeugter Säure bei gewöhnlichen bis zu Sterilisationstemperaturen notwendig ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Fruchtsauermilchspeisen, -dadurch gekennzeichnet, daß man der als Ausgangsprodukt verwendeten Voll- oder Magermilch, die gegebenenfalls durch Eindampfen bzw. Zusatz von Milchpulver konzentriert sein kann, bei etwa 50° C eine das Milcheiweiß stabilisierende Substanz, insbesondere Stärkeglykolat, innig einmischt, worauf man die betreffenden Früchte od, dgl. zufügt und die Masse dann abfüllt und in der üblichen Weise bebrütet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Eiweißstabilisator in Mengen von 0,3 bis 0,6% verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 820 977; Milchwirtschaftliche Patentberichte, 1935 bis 1945, 1947, S. 273, Abs. 6, 7 und 12.
DEK17552A 1953-03-25 1953-03-25 Verfahren zur Herstellung von Fruchtsauermilchspeisen Pending DE1013951B (de)

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Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1013951B true DE1013951B (de) 1957-08-14

Family

ID=7215166

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DE (1) DE1013951B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1144091B (de) 1953-06-09 1963-02-21 Opekta Ges M B H U Co Verfahren zur Herstellung von Sauermilchspeisen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR820977A (fr) * 1936-07-25 1937-11-24 Produit alimentaire constitué par un mélange de yoghourt et de confiture ou marmelade de fruits

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR820977A (fr) * 1936-07-25 1937-11-24 Produit alimentaire constitué par un mélange de yoghourt et de confiture ou marmelade de fruits

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1144091B (de) 1953-06-09 1963-02-21 Opekta Ges M B H U Co Verfahren zur Herstellung von Sauermilchspeisen

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