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DE10137941C1 - Vorrichtung zum Schneiden eines in einer Blechschar zu verlegenden Profiblechs - Google Patents

Vorrichtung zum Schneiden eines in einer Blechschar zu verlegenden Profiblechs

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DE10137941C1
DE10137941C1 DE2001137941 DE10137941A DE10137941C1 DE 10137941 C1 DE10137941 C1 DE 10137941C1 DE 2001137941 DE2001137941 DE 2001137941 DE 10137941 A DE10137941 A DE 10137941A DE 10137941 C1 DE10137941 C1 DE 10137941C1
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DE
Germany
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wheel
cutting wheel
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die
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DE2001137941
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English (en)
Inventor
Gerhard Ruoff
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D23/00Machines or devices for shearing or cutting profiled stock
    • B23D23/02Machines or devices for shearing or cutting profiled stock otherwise than in a plane perpendicular to the axis of the stock

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Abstract

Vorrichtung zum Schneiden eines in einer Blechschar zu verlegenden Profilblechs (100) mit Über- und Unterdeckung im Doppel- oder Winkelfalzsystem, gekennzeichnet durch DOLLAR A - wenigstens eine Schneidmatrize (30; 40) mit gekrümmt, vorzugsweise rund verlaufender Kante zum Anlegen des zu schneidenden Profilblechs (100) und DOLLAR A - wenigstens einem Schneidrad (10; 20) mit wenigstens einer entlang dem Umfang in Axialrichtung des wenigstens einen Schneidrads (10; 20) zur Schneidmatrize (30; 40) hin und auf die gekrümmt verlaufende Kante angepaßt steigend verlaufenden Schneidkante (11; 21), durch welche bei einer Rotation des Schneidrads (10; 20) eine Kombination einer Schneidebewegung in Umfangsrichtung einer Schubbewegung parallel zur Drehachse des Schneidrads (10; 20) in Richtung der Schneidmatrize (30; 40) ausführbar ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden eines in einer Blechschar zu verlegenden Profilblechs, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Derartige Profilbleche werden zu Dachdeckarbeiten ver­ wendet, sie sind darüber hinaus bekannt als Wandver­ kleidungen, vgl. z. B. DE 31 50 835 A1. Doppel- oder Winkelfalz werden im folgenden auch als L-Falz- oder Fassaden-Falz bezeichnet.
Die Profilbleche weisen an ihren beiden Längskanten Stege auf, die auf einer Seite L-förmig gebogen, auf der anderen Seite U-förmig gebogen sind. Die Profiltei­ le werden so aneinander befestigt, daß die U-förmigen Falze, die L-förmigen Falze umschließen. Die beiden Falze werden sodann miteinander umgebogen, wodurch eine regenwasserdichte Verbindung entsteht.
Am unteren und oberen Blech der längs ausgebildeten Profilbleche werden die die Falze tragenden Stege auf an sich bekannte Weise kreisförmig ausgeschnitten, wo­ bei an dem L-förmig gebogenen Steg, der sogenannten Un­ terdeckung, ein größerer Radius vorgesehen ist als bei dem U-förmig gebogenen Steg, der sogenannten Überdec­ kung. Auf diese Weise ist ein Umbördeln der Überdeckung um die Unterdeckung möglich, wobei aufgrund der halb­ kreisförmigen Ausschnitte beim Umbördeln keine Löcher entstehen, durch die Regenwasser eindringen könnte.
Die kreisförmigen Ausschnitte werden nun bislang vor Ort an der Baustelle mittels Schablonen und Blechsche­ ren hergestellt. Dabei wird zunächst mit Hilfe der Schablone die Schnittlinie angezeichnet und sodann mit einer Blechschere die runde Schnittlinie hergestellt, wie es beispielsweise aus der Buchveröffentlichung von Erwin Hallabrin: Detailpunkte in der Winkelfalztechnik - Zeichnungen - Faltmuster - Anleitungen für Faltmuster im Winkelfalzsystem, Jung-Verlag, Wannweil, 1998, Sei­ ten 20 bis 22, hervorgeht.
Diese Art und Weise der Blechbearbeitung ist aufwendig und birgt die Gefahr in sich, daß beim Ausschneiden der Unter- und Überdeckung Fehler entstehen, die zu uner­ wünschtem Ausschuß führen. Außerdem ist diese Art der Bearbeitung sehr zeitaufwendig.
Maschinell vorgefertigt ausgestanzte Profilbleche sind ebenfalls auf Baustellen nicht zu verwenden, da Dächer und Wände nicht selten etwas schief verlaufen, so daß hier ein Ausgleich erforderlich ist, der mit maschinell vorgefertigten Teilen nicht erzielt werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Schneiden eines in einer Blechschar zu verlegenden Profilblechs der eingangs genannten Art zu schafften, welche vor Ort an der Baustelle eingesetzt werden kann und die auf einfache Weise, insbesondere ohne Zuhilfe­ nahme von Schablonen, präzise Schnittkanten an den Pro­ filblechen ermöglicht und dadurch nicht nur den Aus­ schuß reduziert, sondern auch ein wesentlich schnelle­ res Verlegen der Blechschar ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß Patent­ anspruch 1 gelöst, nämlich mit einer Vorrichtung zum Schneiden eines in einer Blechschar zu verlegenden Pro­ filblechs mit Über- und Unterdeckung im Doppel- oder Winkelfalzsystem, gekennzeichnet durch
  • - wenigstens eine Schneidmatrize mit gekrümmt, vor­ zugsweise rund, verlaufender Kante zum Anlegen eines zu schneidenden Profilblechs und
  • - wenigstens ein Schneidrad mit einer entlang dem Um­ fang in Axialrichtung des Schneidrads zur Schneidma­ trize hin und auf die gekrümmt verlaufende Kante an­ gepaßt steigend verlaufenden Schneidkante, durch welche bei einer Drehbewegung des Schneidrads eine Kombination einer Schneidebewegung in Umfangsrich­ tung und einer Schubbewegung parallel zur Drehachse der Schneidwalze in Richtung der Schneidmatrize aus­ führbar ist.
Zweckmäßige Weiterbildungen sind Gegenstand der Un­ teransprüche 2 bis 9.
Durch die Schneidmatrize mit rund, bei einer vorteil­ haften Ausführungsform kreisrund, verlaufender Kante wird die Über-/Unterdeckung des zu schneidenden Pro­ filblechs positioniert und fixiert. Durch das Schneid­ rad wird sowohl eine Schneidebewegung in Umfangsrich­ tung als auch eine Schubbewegung auf das Profilblech zugerichtet in Axialrichtung ermöglicht. Durch die Überlagerung der Schneidebewegung und der Schubbewegung wird in Verbindung mit der Schneidmatrize ein sehr prä­ ziser Schnitt der Über-/Unterdeckung der Profilbleche ermöglicht.
Vorteilhafterweise ist ein mit dem Schneidrad drehfe­ ster Hebelarm und ein mit der Schneidmatrize verbunde­ ner Haltegriff vorgesehen. Hierdurch wird der Schneid­ vorgang, der nicht unerhebliche Kräfte erfordert, we­ sentlich erleichtert.
Rein prinzipiell kann der mit dem Schneidrad verbundene Hebelarm so befestigt sein, daß eine 180°-Drehbewegung des Schneidrades durch den Hebelarm möglich ist. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform, mit der sowohl die Profilbleche der Überdeckung als auch dieje­ nigen der Unterdeckung bearbeitet werden können und mit der trotz eines nur beschränkten Drehwinkelbereichs zur Betätigung des Hebelarms Schnitte möglich sind, bei der das Schneidrad um einen größeren Winkel als es dem ma­ ximal möglichen Drehwinkelbereich des Hebelarms ent­ spricht gedreht werden muß, ist vorgesehen, daß der He­ belarm mit dem Schneidrad in mehreren unterschiedlichen Winkelpositionen - beispielsweise jeweils um 45° ver­ setzt - des Schneidrads lösbar verbindbar ist. Hier­ durch wird eine Drehbewegung des Schneidrads ermög­ licht, deren Drehwinkel größer ist als der Drehwinkel der Drehbewegung des Hebelarms. Beispielsweise kann mit einer Drehbewegung des Hebelarms von weniger als 90° eine Drehbewegung des Schneidrads von bis zu oder sogar mehr als 180° ausgeführt werden.
Um das Blech an seinen beiden Längsseiten schneiden zu können, ist dabei vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Schneidmatrize und das Schneidrad zu einer Symme­ trielinie symmetrisch ausgebildet sind. Auf diese Weise kann das Profilblech sowohl auf seiner linken als auch auf seiner rechten Längsseite geschnitten werden.
Um sowohl die Unter- als auch die Überdeckung mit einer einzigen Vorrichtung bearbeiten zu können, sind vor­ teilhafterweise zwei Schneidräder mit unterschiedlichem Radius und mit jeweils entlang deren Umfang steigend verlaufenden Schneidkanten vorgesehen, die mittels zweier Hebelarme in Drehbewegung versetzbar sind.
Diese beiden Schneidräder wirken mit jeweils zwei hin­ sichtlich ihres Radius unterschiedlichen, symmetrisch ausgebildeten Schneidmatrizen zusammen.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform sind beide He­ belarme mit einem Betätigungsbügel verbunden, der die Betätigung erleichtert.
Zur Lokalisation der Traufkante kann an der Schneidvor­ richtung ein Anzeigemittel vorgesehen sein, welches den Schnittendpunkt anzeigt.
Statt nur einer einzigen Schneidkante können an den Schneidrädern auch zwei Schneidkanten vorgesehen sein, die aus dem Blech einen schmalen Streifen herausschnei­ den, durch den dann das herauszuschneidende Blechstück abgetrennt werden kann.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind Gegen­ stand der nachfolgenden Beschreibung sowie der zeichne­ rischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels der Er­ findung.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Draufsicht einer Vorrichtung zum Schneiden eines in einer Blech­ schar zu verlegenden Profilblechs;
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung;
Fig. 3 schematisch zwei Profilbleche im Doppel- oder Winkelfalzsystem und
Fig. 4 zwei Profilbleche im Doppel- oder Winkelfalzsy­ stem im fertig montierten Zustand.
Ein Profilblech 100 weist zwei rechtwinklig gebogene Bereiche 110, 120 auf. Einer der Bereiche, in Fig. 3a der links dargestellte Bereich, ist L-förmig abgewin­ kelt, wohingegen der andere Bereich, in Fig. 3a der rechte Bereich 120, U-förmig abgewinkelt ist. Die L- förmige Abwinkelung 112 weist eine Breite auf, die ge­ rade so groß ist, daß sie ins Innere der U-förmigen Ab­ winkelung eingelegt werden kann und von letzterer um­ schlossen wird.
Auf welcher Seite die L-förmige Abwinkelung 112 und auf welcher Seite die U-förmige Abwinkelung beim Verlegen der Profilbleche angeordnet werden, hängt im wesentli­ chen von der Art und Weise der Verlegung sowie von der Regeneinfallsrichtung ab. Das in Fig. 3b dargestellte Profilblech entspricht dem in Fig. 3a dargestellten um 180° gedreht. Die L-förmige Abwinkelung 112 wird allge­ mein als Unterdeckung, die U-förmige Abwinkelung 122 als Überdeckung bezeichnet. Zum Verbinden zweier Pro­ filbleche wird nun aus dem Bereich 110 der Unterdeckung entlang einer runden, vorzugsweise kreisbogenförmigen Schnittlinie 114 ein Stück des Bereichs 110 herausge­ schnitten. Entsprechend wird im Bereich 120 der Über­ deckung in das Profilblech 100 eine Schnittlinie 124 eingebracht und der abgeschnittene Bereich durch bei­ spielsweise Wegbiegen entfernt. Dabei weist die Schnittlinie 114 einen kleineren Radius auf als die Schnittlinie 124, so daß das Blech der Überdeckung über dasjenige der Unterdeckung übersteht und um dieses ge­ bogen werden kann, wie dies aus Fig. 4 schematisch hervorgeht, welche die Befestigung zweier Bleche aneinan­ der im fertig montierten Zustand zeigt. Der Bereich 110 der Unterdeckung stößt im montierten Zustand an den Be­ reich 120 der Überdeckung an. Der L-förmig abgewinkelte Bereich der Unterdeckung liegt in dem U-förmig abgewin­ kelten Bereich 122 der Überdeckung. Beide werden ge­ meinsam miteinander umgebogen.
Der entlang der Schnittlinie 124 geschnittene Bereich 120 der Überdeckung steht, wie vorstehend erwähnt, über dem entlang der Schnittlinie 114 geschnittenen Bereich 110 der Unterdeckung über. Ein regendichter Abschluß wird durch Umbiegen auf diesen Bereich der Überdeckung um die Unterdeckung erzielt. Dabei werden die Pro­ filbleche in ihrem vorderen Bereich 130 umgebogen, so daß nur eine Traufkante 132 vor jeweils der halbrund verlaufenden Biegelinie übersteht.
Wie bereits vorstehend erwähnt, entspricht das in Fig. 3b dargestellte Profilblech dem in Fig. 3a dargestell­ ten um 180° gedreht.
Wie aus Fig. 3a und 3b hervorgeht, können die Pro­ filbleche auf die vorbeschriebene Weise an beiden Längsseiten, d. h. sowohl an der linken (Fig. 3a) als auch an der rechten (Fig. 3b) Längsseite, bearbeitet werden.
Dies geschieht mit einer in Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung zum Schneiden derartiger Profilbleche.
Eine Vorrichtung zum Schneiden von als Blechschar zu verlegenden Profilblechen 100 mit Über- und Unterdec­ kung im Doppel- oder Winkelfalzsystem, dargestellt in Fig. 1 und Fig. 2, weist ein erstes Schneidrad 10 auf, welches mit einer ersten Schneidmatrize 30 zusammen­ wirkt, sowie ein zweites Schneidrad 20, das mit einer zweiten Schneidmatrize 40 zusammenwirkt.
Das erste Schneidrad 10 weist eine entlang seinem Um­ fang in Axialrichtung steigend verlaufende Schneidkante 11 auf.
Das zweite Schneidrad 20 weist ebenfalls eine entlang seinem Umfang in Axialrichtung steigend verlaufende Schneidkante 21 auf, wobei - wie in Fig. 1 ersichtlich - die beiden Schneidkanten 11, 21 auf die jeweiligen Schneidmatrizen 30, 40 zugerichtet sind.
Die beiden Schneidräder 10, 20 sind über eine Welle 50 miteinander verbunden.
Drehfest mit den Schneidmatrizen 30, 40 ist ein Halte­ griff 60 verbunden.
Drehfest mit dem Schneidrad 10 ist ein Hebelarm 12, drehfest mit dem Schneidrad 20 ist ein Hebelarm 22 ver­ bunden.
Der Hebelarm 12 ist mit dem Hebelarm 22 mittels eines Betätigungsbügels 70 verbunden.
In einem der Hebelarme, beispielsweise wie in Fig. 1 dargestellt in Hebelarm 12, ist ein Bolzen 80 längsver­ schieblich entgegen der Kraft einer (nicht dargestell­ ten) Feder geführt.
Der Bolzen 80 greift in auf ihn angepaßte Öffnung 81 in einem der beiden Schneidräder, beispielsweise wie in Fig. 1 dargestellt, in Schneidrad 10 ein, er kann durch ein am Betätigungsbügel 70 angeordnetes Betätigungsele­ ment 74 entgegen der Federkraft aus den an dem Schnei­ drad 10 angeordneten Öffnungen 81 herausgezogen werden. Die Öffnungen 81 sind in dem Schneidrad in vorgegebenen Winkelpositionen, beispielsweise um 45° versetzt, vor­ gesehen.
Auf diese Weise ist es möglich, nach Ausführung einer ersten Drehbewegung mittels der beiden Hebelarme 12, 22 um einen vorgegebenen ersten Winkel durch Lösen des Bolzens aus einer ersten Öffnung 81 mittels des Betäti­ gungselements 74 und anschließendes "Rücksetzen" der beiden Hebelarme 12, 22 und nach Eingriff des federvor­ gespannten Bolzens 80 in eine winkelversetzte Öffnung 81 sowie erneuter Ausführung einer Drehbewegung um ei­ nen zweiten Winkel eine Drehbewegung der Schneidräder 10, 20 hervorzurufen, die einen größeren Winkel umfaßt als der Winkel, der durch Drehung der beiden Hebelarme 12, 22 maximal erzielbar ist.
Durch diese Vorrichtung können nicht nur von dem Dreh­ bereich der Hebelarme 12, 22 unabhängige, also rein prinzipiell beliebig lange Blechschnitte erzeugt werden. Hierdurch ist es auch möglich, die Schneidräder 10, 20 in beide Richtungen zu drehen. Dies erlaubt auf die im folgenden beschriebene Weise ein Bearbeiten der Profilbleche 100 an dessen beiden Längsseiten, wie in Fig. 3a, 3b dargestellt.
Um die Profilbleche 100 an ihren beiden Längsseiten zu bearbeiten, ist, wie aus Fig. 2 hervorgeht, die Schneidmatrize 40 symmetrisch ausgebildet mit einer zu einer vertikalen Symmetrielinie 5 jeweils symmetrisch verlaufenden linken Kante 41 und rechten Kante 42.
Zum Bearbeiten des Blechs auf seiner linken Längsseite wird nun der Hebelarm 22 entlang des mit L gekennzeich­ neten Pfeils bewegt, zu einer Bearbeitung der rechten Längsseite wird der Hebelarm dagegen in die andere Richtung, die in Fig. 2 mit einem Pfeil R bezeichnet ist, bewegt.
In Fig. 1 entspricht die mit L gekennzeichnete Drehbe­ wegung einer Bewegung aus der Zeichenebene heraus und die mit R gekennzeichnete Drehbewegung einer Drehbewe­ gung in die Zeichenebene hinein.
Nicht nur die Schneidmatrizen 30, 40 sind symmetrisch ausgebildet, sondern auch jedes der beiden Schneidräder 10, 20 weist jeweils zwei Schneidkanten 11, 21 auf, die symmetrisch zu einer vertikalen Symmetrielinie ausge­ bildet sind, wobei die Schneidkanten jeweils zu beiden Seiten der vertikalen Symmetrielinie 5 steigend verlau­ fen.
Bei einer Drehbewegung in eine der beiden mit den Pfei­ len L, R gekennzeichneten Richtung wird dabei sowohl eine Schneidebewegung der Schneidräder 10, 20 als auch eine Schubbewegung in Richtung der mit der Wellenachse der Welle 50 übereinstimmenden Drehachse der Schneidrä­ der 10, 20 ausgeführt.
Die Profilbleche 100 liegen bei diesem Schneidvorgang an den Schneidmatrizen 30, 40 an.
Um unbeabsichtigte Drehbewegungen der Schneidräder 10, 20 und damit Verletzungen der Bedienungsperson zu ver­ meiden, ist drehfest mit dem Haltegriff 60 und den Schneidmatrizen 30, 40 ein federvorgespannter Kugelar­ retierbolzen 90 vorgesehen, der in eine auf die Kugel angepaßte Vertiefung 91 in einem der Schneidräder 20 eingreift.
An der Vorrichtung kann ein Anzeigemittel zum Anzeigen der Traufkante vorgesehen sein. Auf diese Weise kann der Anfang der Schnittlinien 114, 124 sehr präzise festgelegt werden.
Statt einer Schneidekante können an den Schneidrädern auch jeweils zwei Schneidkanten vorgesehen sein, die aus dem Blech lediglich einen Streifen herausschneiden, durch den das zu entfernende Blechstück von dem Pro­ filblech 100 getrennt oder einfach von diesem weggebo­ gen werden kann.

Claims (9)

1. Vorrichtung zum Schneiden eines in einer Blech­ schar zu verlegenden Profilblechs (100) mit Über- und Unterdeckung im Doppel- oder Winkelfalzsystem, gekennzeichnet durch
wenigstens eine Schneidmatrize (30; 40) mit ge­ krümmt, vorzugsweise rund verlaufender Kante zum Anlegen des zu schneidenden Profilblechs (100) und
wenigstens einem Schneidrad (10; 20) mit wenig­ stens einer entlang dem Umfang in Axialrichtung des wenigstens einen Schneidrads (10; 20) zur Schneidmatrize (30; 40) hin und auf die ge­ krümmt verlaufende Kante angepaßt steigend ver­ laufenden Schneidkante (11; 21), durch welche bei einer Rotation des Schneidrads (10; 20) ei­ ne Kombination einer Schneidebewegung in Um­ fangsrichtung und einer Schubbewegung parallel zur Drehachse des Schneidrades (10; 20) in Richtung der Schneidmatrize (30; 40) ausführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß die Schneidkante (11; 21) kreisrund ver­ läuft.
3. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekenn­ zeichnet durch wenigstens einen mit dem wenigstens einen Schneidrad (10; 20) drehfesten Hebelarm (12; 22) und einen mit der Schneidmatrize (30; 40) ver­ bundenen Haltegriff (60).
4. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Hebelarm (12; 22) mit dem Schneidrad (10; 20) in mehreren unterschiedlichen Winkelpositionen des Schneidrades (10; 20) lösbar verbindbar ist.
5. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine Schneidmatrize (30; 40) symmetrisch zu einer Sym­ metrielinie (5) ausgebildet ist.
6. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch zwei Schneidräder (10; 20) mit jeweils entlang deren Umfang mit unterschied­ licher Steigung verlaufenden Schneidkanten (11; 21), die mittels zweier Hebelarme (12; 22) in Drehbewegung versetzbar sind.
7. Schneidvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die beiden Hebelarme (12; 22) durch einen Betätigungsbügel (70) verbunden sind.
8. Schneidvorrichtung nach einem der vorstehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Schneidräder (10; 20) zwei entlang dem Umfang steigend verlaufende Schneidkanten aufweist, die beide zu einer Symmetrielinie (5) hin steigend verlaufen.
9. Schneidvorrichtung nach einem der vorstehenden An­ sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schneidrad (10; 20) jeweils wenigstens zwei paral­ lele Schneidkanten (11; 21) zur Ausführung eines Streifenschnitts aufweist.
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