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DE1013235B - Einlage-Watte, insbesondere fuer Kleidungsstuecke - Google Patents

Einlage-Watte, insbesondere fuer Kleidungsstuecke

Info

Publication number
DE1013235B
DE1013235B DEK20730A DEK0020730A DE1013235B DE 1013235 B DE1013235 B DE 1013235B DE K20730 A DEK20730 A DE K20730A DE K0020730 A DEK0020730 A DE K0020730A DE 1013235 B DE1013235 B DE 1013235B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wadding
hair
inlay
clothing
interlining
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK20730A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Georg Kufner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEORG KUFNER DR ING
Original Assignee
GEORG KUFNER DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GEORG KUFNER DR ING filed Critical GEORG KUFNER DR ING
Priority to DEK20730A priority Critical patent/DE1013235B/de
Publication of DE1013235B publication Critical patent/DE1013235B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/26Shoulder-pads; Hip-pads; Bustles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine zupaßbare Einlage-Watte, insbesondere für Kleidungsstücke, als hüllenloses, sich selbst tragendes Gebilde.
Zur Abfütterung von Kleidungsstücken werden, bisher Wattepolster verwendet. Sie kommen vor allem als Achseleinlagen in Betracht. Derartige Polster werden aus der sogenannten Schneiderwatte hergestellt, die ihrerseits aus gerissenen Lumpen besteht. Für bessere Qualitäten finden Wollumpen und andere Wollabfälle Verwendung. Da die so zustande gebrachte Schneiderwatte eine sehr kurzfaserige Struktur aufweist, sind die daraus bestehenden Einlage-Stücke in in ihrem Gefüge bockig, unelastisch und spezifisch schwer. Weiterhin ist ihre mehr oder weniger weitgehende Verfilzung schon bei der Verarbeitung, vor allem aber beim Gebrauch der Kleidungsstücke unvermeidlich.
Diese Nachteile hat die hochwertige Schneiderei schon durch die Verwendung von Schaumgummi für Schulterkissen zu überwinden versucht. Fertig gegossene Schaumgummischwämme stellen jedoch für die Schneiderei einen ihr wesensfremden Baustoff dar, der im Textilgebilde eines Kleidungsstückes ein unnatürliches Element bildet. Wesensfremd sind sie der Schneiderei vor allem, weil sie an eine fertig gepreßte Form gebunden sind, von der der Schneider bei der Verarbeitung nichts wegnehmen und zu der er nichts zugeben kann. Die Formungsmöglichkeit des Einlage-Polsters ist jedoch für die Schneiderei von großer Bedeutung. Darüber hinaus sind Schaumgummischwämme als Einlage-Polster auch unhygienisch, und gegebenenfalls besteht ein weiterer Mangel darin, daß sie Wasser aufsaugen. Diese Nachteile der S cihaumgummi schwämme konnten auch durch eine Preßmasse aus Roßhaar und Gummi nicht behoben werden. Das in seiner Form und Größe gepreßte Gummigefüge, das als Träger für die Roßhaare dient, bestimmt nach wie vor auch Form und Größe des Einlage-Kissens. Der vermeintliche Vorzug einer gewissen Nachgiebigkeit derartiger Schwammkissen war also durch den für die Schneiderei in starkem Maße ins Gewicht fallenden Nachteil erkauft, daß solche Schwammkissen bei der Herstellung von Kleidungsstücken in ihrer Form und Größe nicht bearbeitet werden können und somit z. B. für einen in der Maßfertigung hergestellten Anzug nicht anpassungsfähig sind.
Auch durch die Verwendung von Achseleinlagen aus Roßhaargeweben ließ sich der eingangs erwähnte Mangel der wegen ihrer einfachen Größenbemessung bei der Verarbeitung bewährten Wattepolster nicht beheben. Selbst wenn derartige Gewebe nämlich in Wellen-, Rollen- oder Spiralform eingelegt werden, so erweisen sie sich nicht als bügelbeständig, und damit Einlage-Watte,
insbesondere für Kleidungsstücke
Anmelder:
Dr.-Ing. Georg Kufner,
München, Irschenhauser Str. 12
Dr.-Ing. Georg Kufner, München,
ist als Erfinder genannt worden
scheiden sie als Verarbeitungsstücke für Futterpolster aus. Sie haben sich darüber hinaus aber auch schon deshalb nicht einführen können, weil solche Gewebe wegen des in ihrem Preis enthaltenen hohen Spinn-, Web- und Appreturlohnes unverhältnismäßig teuer sind.
Durch die Erfindung ist eine Einlage-Watte, insbesondere für Kleidungsstücke, vermittelt, durch die für die hochwertige Schneiderei nicht nur bei der Verarbeitung in beliebiger Weise zu bemessende Stücke herstellbar sind, sondern mit der sich auch eine beim Gebrauch federbeständige Einlage ergibt, indem sie durch einen wenigstens teilweisen Aufbau aus unverwebten, sprungelastischen, krempelfähigen Natur- und/oder Kunsthaaren, insbesondere Ziegenhaaren, gekennzeichnet ist. Als Futtereinlage in Kleidungsstücken weist sie wegen der bereits hervorgehobenen Eigenschaften den Vorteil auf, sich allen Körperbewegungen anzupassen, ohne bockig, unelastisch und spezifisch schwer zu werden oder etwa bügelunbeständig zu sein. In besonderer Ausgestaltung der Erfindung kann die Einlage-Watte durch ihre Zusammensetzung aus mindestens zwei bei der Haargarnherstellung Verwendung findenden Komponenten, insbesondere aus Ziegenhaaren und Wollfasern, gekennzeichnet sein. So lassen sich z. B. aufbereitete Abgänge und/oder Abfälle der Haargarn-Spinnerei bzw. der Haareinilagestoffherstellung als Komponenten verwenden. Durch eine solche Benutzung von an sich bisher unbrauchbar gewesenen Abfällen läßt sich ein besonders niedriger Preis der erfindungsgemäßen Einlage-Watte erzielen.
Die Vorzüge der Einlage-Watte nach der Erfindung beruhen auf der langfaserigen Struktur der zur Anwendung kommenden sprungelastischen und krempelfähigen Natur- und/oder Kunsthaare. Kommt als Einlage-Watte ausschließlich krempelfähiges Naturhaar, insbesondere Ziegenhaar, zur Verwendung, so weist es die wichtige Eigenschaft der Sprungelastizität in besonders hohem Maße auf. Die Watte nach der Er-
709 656/2
findung ist weiterhin leicht und locker. Sie liefert da- .-durch eine hygienisch-atmende Einlage, die* als solche, wie bereits erwähnt, beim Gebrauch erhalten bleibt, also nicht zu einem steifen Kissen verfilzt. Der hochwertigen Schneiderei ist dadurch ein Halbfabrikat zur Verfügung gestellt, das allen einschlägigen Anforderungen entspricht.
Die erfindungsgemäße Watte kann in Tafeln oder Rollen für die Verarbeitung in den Schneidereien auf den Markt gebracht werden. Sie kann in geleimtem oder ungeleimtem Zustand zum Verkauf gelangen. Besonders vorteilhaft ist es, sie als schwalbennestförmige abgepaßte und zugeschnittene Stücke zu verarbeiten.
Die Verwendung der Einlage-Watte ist auf das Gebiet der Schneiderei nicht beschränkt. Sie ist vielmehr als Halbfabrikat auch für mancherlei Industriebedarf, vor allem aber für Polsterwerkstätten und als ,Verpackungsmaterial, von großer Bedeutung.

Claims (4)

Patentansprüche 20
1. Zupaßbare Einlage-Watte, insbesondere für Kleidungsstücke, als hüllenloses, sich selbst tra;gendes Gefüge, gekennzeichnet durch die wenigstens teilweise Verwendung von sprungelastischen krempelfähigen Natur- und/oder Kunsthaareü, Ins-* besondere Ziegenhaaren. : ί
2. Einlage-Watte nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ihre Zusammensetzung aus mindestens zwei bei der Haargarnherstellung Verwendikiig findenden Komponenten, insbesondere aus Ziegen^ haaren und Wollfasern. '<
3. Einlage-Watte nach Anspruch 2, dadur%„gekennzeichnet, daß aufbereitete Abgänge
Abfälle der Haargarnspinnerei bzw. der
einlagestoffherstellung als Komponenten dieriej
4. Einlage-Watte nach einem der Ansprüdiie 1 bis 3, gekennzeichnet durch ihre Verarbeitung5 zti schwalbennestförmig abgepaßten und zugesefi|ritw tenen Stücken. ' i;!
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 690 949, 734!
984, 826 734, 882 683.
© 709 656/2 7.
DEK20730A 1954-01-07 1954-01-07 Einlage-Watte, insbesondere fuer Kleidungsstuecke Pending DE1013235B (de)

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Publications (1)

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DE1013235B true DE1013235B (de) 1957-08-08

Family

ID=7216000

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK20730A Pending DE1013235B (de) 1954-01-07 1954-01-07 Einlage-Watte, insbesondere fuer Kleidungsstuecke

Country Status (1)

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DE (1) DE1013235B (de)

Cited By (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1992006605A1 (de) * 1990-10-18 1992-04-30 Demetrio Leone Formende einlagepolster für bekleidungsstücke

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DE822984C (de) * 1949-05-24 1951-11-29 Johann Heinrich Polsterwarenfa Einlagenstoff fuer Anzuege o. dgl. sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung
DE826734C (de) * 1948-12-30 1952-01-03 Maurice Vilain Schulterpolster
DE882683C (de) * 1948-10-02 1953-07-09 Freudenberg Carl Kg Versteifungsstoff

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