DE10131716A1 - Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine Halbleiterspeichervorrichtung durch eine zweistufige Thermalbehandlung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine Halbleiterspeichervorrichtung durch eine zweistufige ThermalbehandlungInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine Halbleiterspeichervorrichtung durch eine zweistufige Thermalbehandlung vorgesehen. Eine untere Elektrode wird auf einem Halbleitersubstrat ausgebildet. Eine dielektrische Schicht ist über der unteren Elektrode ausgebildet. Eine obere Elektrode aus Edelmetall wird über der dielektrischen Schicht ausgebildet. Die resultierende Struktur mit der oberen Eleketrode erfährt eine erste Thermalbehandlung bei einer ersten Atmosphäre mit Sauerstoff und bei einer ersten Temperatur, welche aus dem Bereich von 200-600 DEG C auszuwählen ist und welche niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen Elektrode ist. Die sich nach der ersten Thermalbehandlung ergebende Struktur erfährt eine zweite Thermalbehandlung bei einer zweiten Atmosphäre ohne Sauerstoff und bei einer zweiten Temperatur, welche aus einem Bereich von 300-900 DEG C auszuwählen ist und welche höher als die erste Temperatur ist.
Description
Diese Anmeldung beansprucht die Priorität der Koreanischen Anmeldung Nr.
2000-7847, die am 19. Dezember 2000 angemeldet worden ist, und auf deren Offenba
rung im Folgenden vollinhaltlich Bezug genommen wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Halbleiter
speichervorrichtung, und insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines Kondensa
tors, das ein Thermalbehandlungsverfahren zum Verbessern der elektrischen Eigen
schaften eines Kondensators enthält.
Da die Integrationsdichte von Halbleiterspeichervorrichtungen immer weiter
wächst, nimmt der von den Speicherzellenbereich beanspruchte Raum immer weiter ab.
Eine Verringerung der Zellenkapazität ist typischerweise ein ernsthaftes Hindernis, um
die Integration einer dynamischen Speichervorrichtung mit wahlfreien Zugriff (DRAM)
mit Speicherkondensatoren zur erhöhen. Eine Verringerung der Zellkapazität verringert
nicht nur die Fähigkeit eine Speicherzelle zu lesen und erhöht eine Soft-Error-Rate,
sondern macht ebenso den Betrieb der Vorrichtung bei niedriger Spannung schwierig
und erhöht den Leistungsverbrauch während des Betriebs einer Vorrichtung. Daher
sollte ein Verfahren zur Herstellung einer hochintegrierten Halbleiterspeichervorrich
tung entwickelt werden, welches eine Zellkapazität erhöhen kann.
Im Allgemeinen werden die dielektrischen Eigenschaften der Zellkapazität anhand
der äquivalenten Oxiddicke (Toxeq) und der Leckstromdichte beurteilt. Die Toxeq ist
ein Wert, der durch ein Umwandeln der Dicke einer dielektrischen Schicht, die aus ei
nem anderen Material als einer Siliziumoxidsubstanz ausgebildet ist, in die Dicke einer
aus einer Siliziumoxidsubstanz ausgebildeten dielektrischen Schicht erzielt wird. Je
kleiner der Wert der Toxeq wird, desto größer ist die Kapazität. Um die elektrischen
Eigenschaften des Kondensators zu verbessern, wird ebenso ein kleiner Wert für die
Leckstromdichte bevorzugt.
Zum Erhöhen der Zellkapazität wurden Verfahren untersucht, bei welchen eine
Siliziumnitridschicht oder eine Siliziumoxidschicht durch eine hoch dielektrische
Schicht mit einer großen Dielektrizitätskonstanten als eine dielektrische Schicht eines
Kondensators ersetzt worden ist. Dementsprechend wurde ein dielektrisches Metalloxid,
wie beispielsweise Ta2O5, (Ba,Sr)TiO3(BST), Pb(Zr,Ti)O3(PZT) als geeigneter Kandi
dat für ein dielektrisches Schichtmaterial bei einem Kondensator für eine Halbleiter
speichervorrichtung, das eine große Kapazität verleiht, festgestellt.
Zur Herstellung eines Kondensators, welcher eine dielektrische Schicht mit einer
hohen Dielektrizitätskonstanten aufweist, wird im Allgemeinen eine Thermalbehand
lung bei einer Atmosphäre, die Sauerstoff enthält, bzw. einer Atmosphäre mit Sauerstoff
durchgeführt, nachdem die obere Elektrode ausgebildet worden ist, um die Leck
stromeigenschaften und dielektrischen Eigenschaften des Kondensators zu verbessern.
Die Thermalbehandlung verbessert die Leckstromeigenschaften des Kondensators, aber
die Temperatur der Thermalbehandlung muß hoch sein, um einen zufriedenstellenden
Effekt für eine Verbesserung der Leckstromeigenschaften zu erzielen. Um ebenso bei
den elektrischen Eigenschaften einen zufriedenstellenden Wert zu erreichen, hängt die
Temperatur der Thermalbehandlung nach der Ausbildung einer oberen Elektrode von
der Art der dielektrischen Schicht ab, die verwendet wird, und dem Thermalbehand
lungzustand der dielektrischen Schicht.
Um eine Kapazität mit einem vernünftigen Wert bei einer Halbleitervorrichtung
zu erzielen, welche immer weiter integriert wird, ist ein Verfahren entwickelt worden,
das ein kostbares Material wie beispielsweise Ru und Pt als Elektrodenmaterial verwen
det. Beispielsweise können für den Fall, bei dem eine Ta2O5-Schicht unter einer Stick
stoffatmosphäre als eine dielektrische Schicht kristallisiert, die Leckstromeigenschaften
nur bei einer Thermalbehandlung bei einer Temperatur, die 500°C oder mehr beträgt,
und bei einer Sauerstoffatmosphäre nach einem Ausbilden einer oberen Elektrode ver
bessert werden. Für den Fall jedoch, bei dem eine Ru-Schicht durch ein chemisches
Dampfabscheidungsverfahren (CVD-Verfahren) über der Ta2O5-Schicht als eine obere
Elektrode ausgebildet wird, wird die aus Ru ausgebildete obere Elektrode oxidiert, falls
nach dem Ausbilden der oberen Elektrode die Temperatur der Thermalbehandlung bei
einer Sauerstoffatmosphäre 450°C oder mehr beträgt, so daß es schwierig ist, eine
Thermalbehandlung bei einer Temperatur von 450°C oder mehr durchzuführen. Für den
Fall, bei dem die Ta2O5-Schicht als eine dielektrische Schicht ausgebildet wird, ist eine
Verbesserungswirkung für den Leckstrom bei einer Thermalbehandlung von 400°C sehr
gering.
Auch für den Fall, bei dem eine BST-Schicht, die durch das CVD-Verfahren aus
gebildet worden ist, als eine dielektrische Schicht verwendet wird, können zufrieden
stellende elektrische Eigenschaften nach dem Ausbilden einer oberen Elektrode nur
durch eine Thermalbehandlung bei einer Sauerstoffatmosphäre und einer Temperatur
von 500°C oder mehr erzielt werden. Für den Fall jedoch, bei dem eine Ru-Schicht als
eine obere Elektrode ausgebildet worden ist, beginnt die Ru-Schicht bei einer Tempe
ratur von 450°C oder mehr rasch zu oxidieren, so daß es unmöglich ist, eine Thermal
behandlung bei einer Temperatur von 500°C oder mehr durchzuführen.
Um die vorstehend erwähnten Probleme zu lösen, ist es eine Aufgabe der vorlie
genden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine Halblei
terspeichervorrichtung zu schaffen, welche die elektrischen Eigenschaften eines Kon
densators durch Beschränken der Oxidation einer oberen Elektrode, ohne die Tempera
tur einer Thermalbehandlung zu verringern, wirksam verbessern kann, um die Leck
stromeigenschaft und die elektrischen Eigenschaften eines Kondensators zu verbessern.
Um diese Aufgabe zu lösen wird demgemäß ein Verfahren zur Herstellung eines
Kondensators für eine Halbleiterspeichervorrichtung gemäß eines Aspekts der vorlie
genden Erfindung vorgesehen, bei dem die untere Elektrode auf einem Halbleitersub
strat ausgebildet ist. Eine dielektrische Schicht wird über der unteren Elektrode ausge
bildet. Eine obere Elektrode, die aus einem Edelmaterial bzw. Edelmetall ausgebildet
ist, wird über der dielektrischen Schicht ausgebildet. Die sich ergebende Struktur mit
der oberen Elektrode erfährt anschließend eine erste Thermalbehandlung bei einer ersten
Atmosphäre, die Sauerstoff enthält, wobei die erste Temperatur aus einem Bereich von
200-600°C auszuwählen ist und die niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen
Elektrode sein muß. Die sich nach der ersten Thermalbehandlung ergebende Struktur
erfährt eine zweite Thermalbehandlung bei einer zweiten Atmosphäre ohne Sauerstoff
und bei einer zweiten Temperatur, welche aus einem Bereich von 300-900°C auszu
wählen ist und die höher als die erste Temperatur ist.
Die unter Elektrode kann aus einer einzigen Schicht aus dotiertem Polysilizium,
TiN, TaN, WN, W, Pt, Ru, Ir, RuO, oder IrO2 oder einer komplexen Schicht daraus aus
gebildet werden. Die dielektrische Schicht kann aus einer einzigen Schicht aus Ta2O5,
TiO2, (Ba, Sr)TiO3(BST), StTiO3(ST), SiO2, Si3N4, oder PbZrTiO3(PZT) oder einer
komplexen Schicht daraus ausgebildet werden. Die obere Elektrode kann aus Ru, Pt, Ir,
RuO2 oder IrO2 ausgebildet sein. Bei dem ersten Thermalbehandlungsschritt enthält die
erste Atmosphäre Sauerstoff mit einer Konzentration von 0,01-100 Vol.-%. Hierbei
kann die erste Atmosphäre O2-, N2O-, oder O3-Gas enthalten. Die zweite Atmosphäre
bei dem zweiten Thermalbehandlungsschritt ist eine Edelgasatmosphäre oder eine
Hochvakuumatmosphäre. Die ersten und zweiten Thermalbehandlungsschritte können
in-situ in der gleichen Kammer durchgeführt werden.
Ein Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine Halbleiterspeichervor
richtung gemäß eines Aspekts der vorliegenden Erfindung enthält ferner einen Schritt
eines Ausbildens einer Siliziumnitridschicht, welche die untere Elektrode nach deren
Ausbildung abdeckt. Ebenso enthält ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Konden
sators für eine Halbleiterspeichervorrichtung gemäß dem Aspekt der vorliegenden Er
findung einen Schritt einer Thermalbehandlung der dielektrischen Schicht nach deren
Ausbildung. Falls die dielektrische Schicht bei einer Atmosphäre mit Sauerstoff ther
misch behandelt worden ist, wird sie bei einer Temperatur von 200-800°C thermisch
behandelt. Falls die dielektrische Schicht bei einer Atmosphäre ohne Sauerstoff ther
misch behandelt worden ist, wird sie bei einer Temperatur von 500-800°C thermisch
behandelt.
Bei einem Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine Halbleiter
speichervorrichtung gemäß eines anderen Aspekts der vorliegenden Erfindung wird eine
untere Elektrode auf einem Halbleitersubstrat ausgebildet. Eine dielektrische Schicht,
die aus einer Ta2O5-Schicht ausgebildet ist, wird über der unteren Elektrode ausgebildet.
Die dielektrische Schicht wird thermisch behandelt. Eine obere Elektrode, die aus Ru
ausgebildet ist, wird über der thermisch behandelten dielektrischen Schicht ausgebildet.
Die sich ergebende Struktur mit der oberen Elektrode erfährt eine erste Thermalbe
handlung bei einer ersten Atmosphäre, die Sauerstoff enthält, und bei einer ersten Tem
peratur, welche aus einem Bereich von 300-500°C ausgewählt wird und niedriger als die
Oxidationstemperatur der unteren Elektrode ist. Die sich nach der ersten Thermalbe
handlung ergebende Struktur erfährt eine zweite Thermalbehandlung bei einer zweiten
Atmosphäre ohne Sauerstoff und bei einer zweiten Temperatur, welche aus einem Be
reich von 500-700°C ausgewählt ist und höher als die erste Temperatur ist.
Um die elektrischen Eigenschaften eines Kondensators zu verbessern, wird gemäß
der vorliegenden Erfindung die Oberfläche einer oberen Elektrode nicht oxidiert und ein
ausreichender Heilungseffekt (effect of curing) einer dielektrischen Schicht kann, nach
dem die obere Elektrode ausgebildet worden ist, durch eine zweistufige Thermalbe
handlung erzielt werden, so daß Leckstromeigenschaften und dielektrische Eigenschaf
ten eines Kondensators verbessert sind und verbesserte elektrische Eigenschaften erzielt
werden können.
Fig. 1A bis 1G sind Schnittansichten, die ein Verfahren zur Herstellung eines
Kondensators für eine Halbleiterspeichervorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausfüh
rungsform der vorliegenden Erfindung in der Reihenfolge ihrer Verarbeitung zeigen.
Fig. 2A und 2B sind Graphen, die die Auswertungsergebnisse der Leckstromei
genschaften eines Kondensators darstellen, der durch das Verfahren gemäß der vorlie
genden Erfindung hergestellt worden ist.
Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die beilie
gende Zeichnung, in welcher bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfin
dung gezeigt sind, detaillierter beschrieben. Die Erfindung kann jedoch zahlreiche un
terschiedliche Formen enthalten und sollte nicht als auf die darin gezeigten Ausfüh
rungsformen beschränkt ausgelegt werden; vielmehr sind diese Ausführungsformen
vorgesehen, um die Offenbarung genau und vollständig zu machen und dem Fachmann
das Konzept der Erfindung vollständig zu vermitteln. Bei der Zeichnung ist die Dicke
der Schichten und der Bereiche der Übersichtlichkeit halber stark vergrößert dargestellt.
Wenn eine Schicht als "auf" auf einer anderen Schicht oder einem Substrat bezeichnet
wird, ist darunter zu verstehen, daß sie direkt auf einer anderen Schicht oder einem an
deren Substrat sein kann oder dazwischenliegende Schichten vorhanden sein können.
Gleiche Bezugszeichen in unterschiedlichen Figuren repräsentieren das gleiche Element
und daher wird ihre wiederholte Beschreibung weggelassen.
Fig. 1A bis 1G sind Schnittansichten, die ein Verfahren zur Herstellung eines
Kondensators für eine Halbleiterspeichervorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausfüh
rungsform der vorliegenden Erfindung in der Reihenfolge einer Verarbeitung darstellen.
Gemäß Fig. 1A ist eine untere Elektrode 20 auf einem Halbleitersubstrat 10 aus
gebildet. Die untere Elektrode 20 kann als eine einzige Schicht aus einem leitenden
Material wie beispielsweise dotiertem Polysilizium, W, Pt, Ru, Ir, einem leitenden Me
tallnitrid wie beispielsweise TiN, TaN, WN oder einem leitenden Metalloxid wie bei
spielsweise RuO2 oder IrO2, oder einer komplexen Schicht daraus ausgebildet sein.
Gemäß Fig. 1B wird eine Siliziumnitridschicht 30, welche die untere Elektrode 20
abdeckt, ausgebildet. Der Grund für die Ausbildung der Siliziumnitridschicht 30 ist zu
verhindern, daß die äquivalente Oxiddicke (Toxeq) aufgrund einer Oxidation einer unte
ren Elektrode 20 während des folgenden Verfahrens höher wird. Die Siliziumnitrid
schicht ist besonders effektiv, wenn die untere Elektrode 20 aus dotiertem Polysilizium
ausgebildet ist. Um die Siliziumnitridschicht 30 auszubilden, kann die sich ergebende
Struktur mit der unteren Elektrode 20 durch Freilegen der unteren Elektrode für eine
NH2-Atmosphäre thermisch behandelt werden. Alternativ ist es möglich, ein Verfahren
zum Abscheiden einer Si3N4-Schicht unter Verwendung von CVD zu anzuwenden. Die
Siliziumnitridschicht 30 wird vorzugsweise bis zu einer Dicke im Bereich von 5-30 Å
ausgebildet. Der Schritt des Ausbildens der Siliziumnitridschicht 30 kann auch wegge
lassen werden, falls die Umstände dies erfordern.
Gemäß Fig. 1C wird auf der gesamten Oberfläche der resultierenden Struktur mit
der Siliziumnitridschicht 30 eine dielektrische Schicht 40 ausgebildet. Die dielektrische
Schicht 40 kann aus einer einzigen Schicht aus Ta2O5, TiO2, (Ba,Sr)TiO3(BST),
StTiO2(ST), SiO1, Si3N4, oder PbZrTiO3(PZT) oder einer komplexen Schicht daraus,
ausgebildet sein. Falls eine Ta2O5-Schicht als dielektrische Schicht 40 verwendet wird,
wird es bevorzugt, daß die Dicke innerhalb eines Bereichs von ungefähr 40-100 Å ist.
Gemäß Fig. 1D erfährt die dielektrische Schicht 40 eine Thermalbehandlung 42.
Falls eine Ta2O5-Schicht als die dielektrische Schicht 40 ausgebildet ist, kann die Wär
mehandlung 42 bei einer Temperatur von 200-900°C durchgeführt werden. Die Ther
malbehandlung 42 kann bei einer Inertgas-Atmosphäre ohne Sauerstoff oder einer At
mospähre, die Sauerstoff enthält, durchgeführt werden. Falls die Thermalbehandlung 42
der dielektrischen Schicht 40 bei einer Inertgas-Atmospäre durchgeführt worden ist,
kann die Temperatur der thermischen Behandlung 42 aus einem Bereich von 500-800°C
ausgewählt werden. Falls die Thermalbehandlung 42 der dielektrischen Schicht
40 bei einer Atmosphäre mit Sauerstoff durchgeführt worden ist, kann die Temperatur
der Thermalbehandlung 42 aus einem Bereich von 200-800°C ausgewählt werden. O2-
N2O- oder O3-Gas kann zum Durchführen der thermischen Behandlung der dielektri
schen Schicht 40 bei der Atmosphäre mit Sauerstoff verwendet werden. Die Thermalbe
handlung 42 führt zur Kristallisation der dielektrischen Schicht 40, und verringert einen
Einfluß des darauffolgenden Hochtemperatur-Thermalbehandlungsverfahrens, so daß
die elektrischen Eigenschaften verbessert werden können.
Gemäß Fig. 1E wird eine obere Elektrode 50 über der dielektrischen Schicht 40
ausgebildet, welche eine Thermalbehandlung 42 erfährt. Die obere Elektrode 50 kann
aus einem Gruppe-VIII-Edelmetalle, z. B. Ru, Pt und Ir, ausgebildet sein und kann aus
einem leitenden kostbaren Metalloxid, wie beispielsweise RuO, und IrO2, ausgebildet
sein, welche die Rolle eines Katalysators für ein Aufspalten von Sauerstoffmolekülen
spielen, und weist die gleiche Permeabilität für Sauerstoff auf.
Gemäß Fig. 1F erfährt die resultierende Struktur mit der oberen Elektrode 50 eine
erste Thermalbehandlung 52 bei einer ersten Atmosphäre mit Sauerstoff und bei einer
ersten Temperatur (T1), welche aus einem Bereich von 200-600°C ausgewählt worden
ist und welche niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen Elektrode 50 ist. Hier
bei enthält die erste Atmosphäre Sauerstoff in einer Konzentration von 0,01-100 Vol.-%,
vorzugsweise ungefähr 5 Vol.-%. Um dies zu erreichen, kann die erste Atmosphäre
O2-, N2O- oder O3-Gas enthalten. Hierbei besteht das andere bzw. restliche Gas der er
sten Atmospäre aus einem Inertgas, wie beispielsweise N2 oder Ar. Falls die dielektri
sche Schicht 40 beispielsweise aus einer Ta2O5-Schicht ausgebildet worden ist, und die
untere Elektrode 50 aus einer Ru-Schicht durch Abscheiden mittels dem CVD-Verfah
ren ausgebildet worden ist, kann die erste Temperatur (T1) der ersten Thermalbehand
lung 52 300-500°C betragen, vorzugsweise 350-450°C. Da die erste Thermalbe
handlung 52, die bei der ersten Atmosphäre mit Sauerstoff durchgeführt worden ist, bei
der ersten Temperatur (T1), die niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen Elek
trode ist, durchgeführt worden ist, wird die freigelegte Oberfläche der oberen Elektrode
50 nicht oxidiert, und ein in der ersten Atmosphäre enthaltener Sauerstoff penetriert die
untere Elektrode 50. Folglich stapeln bzw. sammeln sich die Sauerstoffatome nahe der
Schnittstelle bzw. Grenzfläche zwischen der oberen Elektrode 50 und der dielektrischen
Schicht 40 an. Die nahe der Schnittstelle angesammelten Sauerstoffatome heilen die
dielektrische Schicht 40 aufgrund der niedrigen Reaktionstemperatur nicht und verblei
ben um die Schnittstelle herum in ihrem nicht-reagierten Zustand. Für die erste Ther
malbehandlung 52 ist es möglich, einen Ofen oder eine Thermalverarbeitungsvorrich
tung vom Single-Wafer-Typ zu verwenden. Vorzugsweise wird die erste Thermalbe
handlung 52 in einem Schmelzofen für eine thermische Schnellverarbeitung (Rapid
Thermal Processing = RTP) durchgeführt.
Gemäß Fig. 1G erfährt die resultierende Struktur, welche die erste Thermalbe
handlung 52 erfahren hat, eine zweite Thermalbehandlung 54 bei einer zweiten At
mosphäre ohne Sauerstoff. Die zweite Thermalbehandlung 54 wird bei der zweiten
Temperatur (T2) durchgeführt, die aus einem Bereich von 300 bis 900°C ausgewählt
worden ist und die höher als die erste Temperatur (T1) ist. Für die zweite Thermalbe
handlung 54 ist es möglich, einen Schmelzofen oder eine Thermalverarbeitungsvor
richtung vom Single-Wafer-Typs zu verwenden. Vorzugsweise wird die erste Thermal
behandlung 52 und die zweite Thermalbehandlung 54 in der gleichen Kammer in-situ
durchgeführt. Bei der zweiten Thermalbehandlung 54 kann die zweite Atmosphäre eine
Inertgas-Atmosphäre, beispielsweise aus N2 oder Ar, oder eine Hochvakuum-At
mosphäre sein.
Falls die dielektrische Schicht 40 beispielsweise aus einer Ta2O5-Schicht ausge
bildet ist und die obere Elektrode 50 aus einer Ru-Schicht, die mittels eines CVD-Ver
fahrens abgeschieden worden ist, ausgebildet ist, kann die zweite Temperatur (T2) der
zweiten Thermalbehandlung 54 500-700°C betragen, vorzugsweise 600-650°C. Die
zweite Temperatur (T2), die während der zweiten Thermalbehandlung 54 angewendet
wird, ist so gewählt, das sie ausreicht, die Sauerstofflücke (vacancy) innerhalb der di
elektrischen Schicht zu heilen, und baumelnde Bindungen (dangling bonds), die auf der
Schnittstelle zwischen der oberen Elektrode 50 und der dielektrischen Schicht vorhan
den sind, zu entfernen. Um bei der Thermalbehandlung die dielektrischen Eigenschaften
eines Kondensators zu verbessern, wird bei einer zweistufigen Thermalbehandlung die
erste Thermalbehandlung 52, welche auf der resultierenden Struktur mit der oberen
Elektrode 50 bei der ersten Atmosphäre mit Sauerstoff und der ersten Temperatur (T1),
die niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen Elektrode 50 ist, und die zweite
Thermalbehandlung 54, welche bei der zweiten Atmosphäre ohne Sauerstoff und bei der
zweiten Temperatur (T2), die höher als die erste Temperatur (T1) ist, sukzessive durch
geführt, so daß die Oberfläche der oberen Elektrode nicht oxidiert wird und ein aus
reichender Heilungseffekt der dielektrischen Schicht 40 erzielt werden kann. Daher
können Leckstromeigenschaften und dielektrische Eigenschaften eines Kondensators
ohne Oxidation der oberen Elektrode 50 verbessert werden.
Fig. 2A und 2B sind Graphen, die Auswertungsergebnisse der Leckstromeigen
schaften eines Kondensators darstellen, der durch ein Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt worden ist. Fig. 2A zeigt die Auswertungsergebnisse eines Ver
gleichsbeispiels und Fig. 2B zeigt ein Auswertungsergebnis eines Kondensators, der
durch ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt worden ist. Für die
Auswertung von Fig. 2A und 2b wurde, nachdem eine untere Elektrode aus dotiertem
Polysilizium auf dem Halbleitersubstrat mit einer Dicke von 400 Å ausgebildet worden
ist, eine schnelle Thermal-Nitridation (rapid thermal nitridation = RTN) durchgeführt
und eine Siliziumnitridschicht auf der unteren Elektrode ausgebildet. Als nächstes
wurde eine dielektrische Schicht aus Ta2O5 auf der Siliziumnitridschicht unter Verwen
dung des CVD-Verfahrens mit einer Dicke von 90 Å ausgebildet. Nachdem die dielek
trische Schicht in der N2-Atmosphäre beider Temperatur von 700°C thermisch behan
delt worden ist und kristallisiert hat, ist auf der dielektrischen Schicht unter Verwen
dung des CVD-Verfahrens eine Ru-Schicht mit einer Dicke von 800 Å ausgebildet wor
den, und ist zum Ausbilden einer oberen Elektrode maskiert worden. Als nächstes erfuhr
die sich ergebende Struktur mit der oberen Elektrode bei einer Atmosphäre mit 5 Vol.-%
O2 und dem verbleibenden N2-Gas eine erste Thermalbehandlung bei einer Tempe
ratur von 400°C, bei welcher die obere Elektrode nicht oxidiert worden ist, und an
schließend das in Fig. 2A dargestellte Ergebnis der Auswertung eines Leckstrom erzielt.
Bei Fig. 2A stellt die (-•-) Linie das Ergebnis eines gemessenen Leckstroms unmit
telbar nach Ausbildung der oberen Elektrode dar und die (--) Linie das Ergebnis des
gemessenen Leckstroms nach der ersten Thermalbehandlung der entstandenen Struktur
mit der oberen Elektrode bei den zuvor erwähnten Bedingungen dar. Aus dem Ergebnis
in Fig. 2A läßt sich ablesen, daß ein Verbesserungseffekt beim Leckstrom bei dem Er
gebnis für die obere Elektrode, die eine erste Thermalbehandlung unter vorstehenden
Bedingungen erfahren hat, nicht groß ist, verglichen mit dem Leckstrom vor der ersten
Thermalbehandlung. Dies kommt daher, daß die Heilung der dielektrischen Schicht
nicht ausreichend durchgeführt worden ist.
Fig. 2B zeigt ein Ergebnis der Auswertung des Leckstroms, das erzielt worden
ist, nachdem die nach der ersten Thermalbehandlung entstandene Struktur eine zusätz
liche zweite Thermalbehandlung bei einer Atmosphäre von 100 Vol.-% N2 und bei ei
ner Temperatur von 600°C gemäß den oben stehenden Bedingungen erfahren hat. Falls
die zweite Thermalbehandlung gemäß den oben stehenden Bedingungen durchgeführt
worden ist, zeigt das Ergebnis in Fig. 2B deutlich, daß Leckstromeigenschaften in einem
unteren Spannungsbereich stark verbessert sind.
Der Grund, warum die obigen Ergebnisse erzielt worden sind, ist der Folgende:
Sauerstoff, der in der Atmosphäre der ersten Thermalbehandlung enthalten ist, oxidiert
nicht die Oberfläche der oberen Elektroden und penetriert in die obere Elektrode. Bei
der ersten Thermalbehandlungstemperatur von 400°C ist jedoch die Reaktionstempera
tur nicht ausreichend, so daß Defekte, die innerhalb der dielektrischen Schicht vorhan
den sind, nicht ausheilen (cure), und der Sauerstoff sammelt sich in der Nähe der Grenz
fläche zwischen der oberen Elektrode und der dielektrischen Schicht an. Die in der Nähe
der Schnittstelle angesammelten Sauerstoffatome erfahren die zweite Thermalbehand
lung und die Defekte innerhalb der dielektrischen Schicht werden geheilt. D. h., der
Grund, warum die Wirksamkeit einer Verbesserung bei den Leckstromeigenschaften
nach der ersten Thermalbehandlung bei der Atmosphäre mit Sauerstoff bei 400°C nicht
ausreichend ist, ist nicht aufgrund einer ungenügenden Zufuhr von Sauerstoff, sondern
wegen eines Reaktionsgrades zwischen dem zugeführten Sauerstoff und den Defekten
innerhalb der dielektrischen Schicht.
Bei einem Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine Halbleiterspei
chervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung wird nach dem Ausbilden einer obe
ren Elektrode für eine Thermalbehandlung zum Verbessern der elektrischen Eigen
schaften des Kondensators eine erste Thermalbehandlung auf der sich ergebenden
Struktur mit der oberen Elektrode bei der ersten Atmosphäre mit Sauerstoff und der
ersten Temperatur, die niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen Elektrode ist,
durchgeführt, und anschließend die zweite Thermalbehandlung in der zweiten Atmo
sphäre ohne Sauerstoff bei der zweiten Temperatur, die höher als die erste Temperatur
ist, durchgeführt. Durch eine zweistufige Thermalbehandlung, die aus der ersten und
zweiten Thermalbehandlung besteht, wird die Oberfläche der oberen Elektrode nicht
oxidiert, und ein ausreichender Heilungseffekt einer dielektrischen Schicht kann erzielt
werden. Daher sind die Leckstromeigenschaften und die Elektrizitätseigenschaften eines
Kondensators verbessert und verbesserte elektrische Eigenschaften können erzielt wer
den.
Während diese Erfindung unter Bezugnahme auf ihre bevorzugten Ausführungs
formen gezeigt und beschrieben worden ist, ist es jedoch dem Fachmann ersichtlich, daß
zahlreiche Veränderungen in Form und Detail gemacht werden können, ohne den Inhalt
und den Umfang der Erfindung, wie er durch die beiliegenden Ansprüche bestimmt ist,
zu verlassen. In der Zeichnung und der Beschreibung sind typische, bevorzugte Ausfüh
rungsformen der Erfindung offenbart worden, und obgleich bestimmte Ausdrücke ein
gesetzt worden sind, wurden sie in einem allgemeinen und beschreibenden Sinn ver
wendet, und der Umfang der Erfindung ist in den beiliegenden Ansprüchen festgelegt.
Claims (48)
1. Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine Halbleiterspeichervorrich
tung umfassend:
Ausbilden einer unteren Elektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden einer dielektrischen Schicht über der unteren Elektrode;
Ausbilden einer oberen Elektrode aus einem Edelmetall über der dielektrischen Schicht;
Durchführen einer ersten Thermalbehandlung auf der sich ergebenden Struktur mit der oberen Elektrode bei einer ersten Atmosphäre, die Sauerstoff enthält, und bei einer ersten Temperatur, welche aus dem Bereich von 200-600°C und niedri ger als die Oxidationstemperatur der oberen Elektrode auszuwählen ist; und
Durchführen einer zweiten Thermalbehandlung auf der sich nach der ersten Ther malbehandlung ergebenden Struktur bei einer zweiten Atmosphäre ohne Sauer stoff und bei einer zweiten Temperatur, welche aus einen Bereich von 300-900°C und höher als die erste Temperatur auszuwählen ist.
Ausbilden einer unteren Elektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden einer dielektrischen Schicht über der unteren Elektrode;
Ausbilden einer oberen Elektrode aus einem Edelmetall über der dielektrischen Schicht;
Durchführen einer ersten Thermalbehandlung auf der sich ergebenden Struktur mit der oberen Elektrode bei einer ersten Atmosphäre, die Sauerstoff enthält, und bei einer ersten Temperatur, welche aus dem Bereich von 200-600°C und niedri ger als die Oxidationstemperatur der oberen Elektrode auszuwählen ist; und
Durchführen einer zweiten Thermalbehandlung auf der sich nach der ersten Ther malbehandlung ergebenden Struktur bei einer zweiten Atmosphäre ohne Sauer stoff und bei einer zweiten Temperatur, welche aus einen Bereich von 300-900°C und höher als die erste Temperatur auszuwählen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die untere Elektrode aus dotiertem Polysili
zium, einem Metall, einem leitenden Metallnitrid oder einem leitenden Metalloxid
ausgebildet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die untere Elektrode aus einer einzigen Schicht
aus dotiertem Polysilizium, TiN, TaN, WN, W, Pt, Ru, Ir, RuO2 oder IrO2, oder
aus einer komplexen Schicht daraus ausgebildet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die dielektrische Schicht aus einer einzigen
Schicht aus Ta2O5, TiO2, (Ba, Sr)TiO3(BST), StTiO3 (ST), SiO2, Si3N4 oder
PbZrTiO3(PZT), oder einer komplexen Schicht darauf ausgebildet ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die obere Elektrode aus Ru, Pt, Ir, RuO2 oder
IrO2 ausgebildet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erste Atmosphäre des ersten Thermalbe
handlungsschritt Sauerstoff mit einer Konzentration von 0,01-100 Vol.-% enthält.
7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erste Atmosphäre des ersten Thermalbe
handlungsschritts O2-, N2O- oder O3-Gas enthält.
8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erste Atmosphäre des ersten Thermalbe
handlungsschritts ferner ein Inertgas enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zweite Atmosphäre des zweiten Thermal
behandlungsschritts eine Inertgas-Atmosphäre ist.
10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zweite Atmosphäre des zweiten Thermal
behandlungsschritts eine Hochvakuum-Atmosphäre ist.
11. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der erste Thermalbehandlungsschritt in einem
RTP (rapid thermal processing)-Ofen durchgeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die ersten und zweiten Thermalbehandlungs
schritte in der gleichen Kammer in-situ durchgeführt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 1, das nach dem Ausbilden der unteren Elektrode ferner
ein Ausbilden einer Siliziumnitridschicht, die die untere Elektrode abdeckt, auf
weist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei der Schritt des Ausbildens der Siliziumnitrid
schicht eine Thermalbehandlung der unteren Elektrode in einer NH3-Atmospähre
enthält.
15. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die Siliziumnitridschicht mittels eines chemi
schen Dampfabscheidungsverfahren (CVD-Verfahren) ausgebildet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die Siliziumnitridschicht mit einer Dicke von
5-30 Å ausgebildet wird.
17. Verfahren nach Anspruch 1, das nach dem Schritt des Ausbildens einer dielektri
schen Schicht ferner eine Thermalbehandlung der dielektrische Schicht aufweist.
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei der Schritt des Ausbildens der dielektrischen
Schicht bei einer Atmosphäre, die Sauerstoff enthält, ausgeführt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei der Schritt der Thermalbehandlung der di
elektrischen Schicht bei einer Temperatur von 200-800°C durchgeführt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17, wobei der Schritt der Thermalbehandlung der di
elektrischen Schicht bei einer Atmosphäre ohne Sauerstoff durchgeführt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei der Schritt der Thermalbehandlung der di
elektrischen Schicht bei einer Temperatur von 500-800°C durchgeführt wird.
22. Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine Halbleiterspeichervorrich
tung umfassend:
Ausbilden einer unteren Elektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden einer dielektrischen Schicht, die aus einer Ta2O5-Schicht ausgebildet ist, über der unteren Elektrode;
Thermalbehandlung der dielektrischen Schicht;
Ausbilden einer oberen Elektrode aus Ru über der thermisch behandelten di elektrischen Schicht;
Durchführen einer ersten Thermalbehandlung auf der sich ergebenden Struktur mit der oberen Elektrode bei einer ersten Atmosphäre, die Sauerstoff enthält, und bei einer ersten Temperatur, welche aus dem Bereich von 300-500°C und niedri ger als die Oxidationstemperatur der oberen Elektrode auszuwählen ist; und
Durchführen einer zweiten Thermalbehandlung auf der sich nach der ersten Ther malbehandlung ergebenden Struktur bei einer zweiten Atmosphäre ohne Sauer stoff und bei einer zweiten Temperatur, welche aus einem Bereich von 500-700°C und höher als die erste Temperatur auszuwählen ist.
Ausbilden einer unteren Elektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden einer dielektrischen Schicht, die aus einer Ta2O5-Schicht ausgebildet ist, über der unteren Elektrode;
Thermalbehandlung der dielektrischen Schicht;
Ausbilden einer oberen Elektrode aus Ru über der thermisch behandelten di elektrischen Schicht;
Durchführen einer ersten Thermalbehandlung auf der sich ergebenden Struktur mit der oberen Elektrode bei einer ersten Atmosphäre, die Sauerstoff enthält, und bei einer ersten Temperatur, welche aus dem Bereich von 300-500°C und niedri ger als die Oxidationstemperatur der oberen Elektrode auszuwählen ist; und
Durchführen einer zweiten Thermalbehandlung auf der sich nach der ersten Ther malbehandlung ergebenden Struktur bei einer zweiten Atmosphäre ohne Sauer stoff und bei einer zweiten Temperatur, welche aus einem Bereich von 500-700°C und höher als die erste Temperatur auszuwählen ist.
23. Verfahren nach Anspruch 22, wobei die untere Elektrode aus dotiertem Polysili
zium, einem Metall, einem leitenden Metallnitrid oder einem leitenden Metalloxid
ausgebildet ist.
24. Verfahren nach Anspruch 23, wobei die untere Elektrode aus einer einzigen
Schicht aus dotiertem Polysilizium, TiN, TaN, WN, W, Pt, Ru, Ir, RuO2 oder IrO2,
oder aus einer komplexen Schicht daraus ausgebildet ist.
25. Verfahren nach Anspruch 22, wobei der Schritt der Thermalbehandlung der di
elektrischen Schicht bei einer Atmosphäre, die Sauerstoff enthält, durchgeführt
wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, wobei der Schritt der Thermalbehandlung der di
elektrischen Schicht bei einer Temperatur von 200-800°C durchgeführt wird.
27. Verfahren nach Anspruch 22, wobei der Schritt der Thermalbehandlung der di
elektrischen Schicht bei einer Atmosphäre ohne Sauerstoff durchgeführt wird.
28. Verfahren nach Anspruch 27, wobei der Schritt der Thermalbehandlung der di
elektrischen Schicht bei einer Temperatur von 500-800°C durchgeführt wird.
29. Verfahren nach Anspruch 22, wobei die erste Atmosphäre der ersten Thermalbe
handlung Sauerstoff mit einer Konzentration von 0,01-100 Vol.-% enthält.
30. Verfahren nach Anspruch 22, wobei die erste Atmosphäre des ersten Thermalbe
handlungsschritt O2-, N2O- oder O3-Gas enthält.
31. Verfahren nach Anspruch 22, wobei der erste Thermalbehandlungsschritt bei einer
Temperatur von 350-450°C durchgeführt wird.
32. Verfahren nach Anspruch 22, wobei die erste Atmosphäre der ersten Thermalbe
handlung ferner Inertgas enthält.
33. Verfahren nach Anspruch 22, wobei die zweite Atmosphäre des zweiten Thermal
behandlungsschritts eine Inertgas-Atmosphäre ist.
34. Verfahren nach Anspruch 22, wobei der zweite Thermalbehandlungsschritt bei
einer Temperatur von 600-650°C durchgeführt wird.
35. Verfahren nach Anspruch 22, wobei die ersten und zweiten Thermalbehandlungs
schritte in der gleichen Kammer in-situ durchgeführt werden.
36. Verfahren nach Anspruch 22, das nach einem Ausbilden der unteren Elektrode
ferner ein Ausbilden einer Siliziumnitridschicht, die die untere Elektrode abdeckt,
aufweist.
37. Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine integrierte Schaltung, das
folgende Schritte aufweist:
Ausbilden einer unteren Kondensatorelektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden einer dielektrischen Schicht auf der unteren Kondensatorelektrode;
Ausbilden einer oberen Kondensatorelektrode, die ein Edelmetall aufweist, auf der dielektrischen Schicht gegenüberliegend zu der unteren Kondensatorelektrode;
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre mit einer ersten Temperatur in einem Bereich zwischen 200°C und einer ersten Temperaturgrenze, die niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen Konden satorelektrode ist; und anschließend
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine Sauerstoffmangelatmosphäre mit einer zweiten Temperatur oberhalb der Oxidationstemperatur der oberen Kon densatorelektrode.
Ausbilden einer unteren Kondensatorelektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden einer dielektrischen Schicht auf der unteren Kondensatorelektrode;
Ausbilden einer oberen Kondensatorelektrode, die ein Edelmetall aufweist, auf der dielektrischen Schicht gegenüberliegend zu der unteren Kondensatorelektrode;
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre mit einer ersten Temperatur in einem Bereich zwischen 200°C und einer ersten Temperaturgrenze, die niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen Konden satorelektrode ist; und anschließend
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine Sauerstoffmangelatmosphäre mit einer zweiten Temperatur oberhalb der Oxidationstemperatur der oberen Kon densatorelektrode.
38. Verfahren nach Anspruch 37, wobei dem Schritt des Ausbildens einer oberen
Kondensatorelektrode der Schritt eines Erhöhens der Kristallinität der dielektri
schen Schicht durch eine Thermalbehandlung der dielektrischen Schicht in einer
Sauerstoffmangelatmosphäre vorausgeht.
39. Verfahren nach Anspruch 37, wobei die Sauerstoffmangelatmosphäre ein Inertgas
aufweist, das aus der Gruppe aus Argon und Stickstoff ausgewählt ist.
40. Verfahren nach Anspruch 37, wobei dem Schritt des Ausbildens einer dielektri
schen Schicht der Schritt eines Ausbildens einer Siliziumnitridschicht auf der un
teren Kondensatorelektrode vorausgeht.
41. Verfahren nach Anspruch 37, wobei der Schritt des Freilegens der oberen Elek
trode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre ein Freilegen der oberen Konden
satorelektrode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre für eine Zeitdauer aufweist,
die ausreicht, eine Migration von Sauerstoff durch die obere Kondensatorelek
trode und in die Dielektrizitätsschicht zu bewirken.
42. Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine integrierte Schaltung, die
folgende Schritte aufweist:
Ausbilden einer unteren Kondensatorelektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden einer dielektrischen Schicht auf der unteren Kondensatorelektrode;
Ausbilden einer oberen Kondensatorelektrode, die ein Metall oder ein Metalloxid aufweist, auf der die elektrische Schicht;
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre mit einer ersten Temperatur im Bereich zwischen 200°C und einer ersten Tempe raturgrenze, die niedriger als eine Oxidationstemperatur der oberen Kondensa torelektrode ist; und anschließend
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine Sauerstoffmangelatmosphäre, die eine zweite Temperatur aufweist, die höher als die Oxidationstemperatur der oberen Kondensatorelektrode ist.
Ausbilden einer unteren Kondensatorelektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden einer dielektrischen Schicht auf der unteren Kondensatorelektrode;
Ausbilden einer oberen Kondensatorelektrode, die ein Metall oder ein Metalloxid aufweist, auf der die elektrische Schicht;
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre mit einer ersten Temperatur im Bereich zwischen 200°C und einer ersten Tempe raturgrenze, die niedriger als eine Oxidationstemperatur der oberen Kondensa torelektrode ist; und anschließend
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine Sauerstoffmangelatmosphäre, die eine zweite Temperatur aufweist, die höher als die Oxidationstemperatur der oberen Kondensatorelektrode ist.
43. Verfahren nach Anspruch 42, wobei das Metall oder Metalloxid ein elektrisch
leitfähiges Material ist, das aus der Gruppe aus Ru, Pt, Ir, RuO2 oder IrO2 ausge
wählt worden ist.
44. Verfahren nach Anspruch 42, wobei die Sauerstoffmangelatmosphäre ein Inertgas
aufweist, das aus der Gruppe aus Argon und Stickstoff ausgewählt worden ist.
45. Verfahren nach Anspruch 42, wobei der Schritt des Ausbildens einer dielektri
schen Schicht der Schritt eines Ausbildens einer Siliziumnitridschicht auf der un
teren Kondensatorelektrode vorausgeht.
46. Verfahren nach Anspruch 42, wobei der Schritt des Freilegens der oberen Kon
densatorelektrode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre ein Freilegen der oberen
Kondensatorelektrode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre für eine Zeitdauer
aufweist, die ausreichend ist, um eine Migration von Sauerstoff durch die obere
Kondensatorelektrode und in die dielektrische Schicht zu bewirken.
47. Verfahren zur Herstellung eines Kondensators für eine integrierte Schaltung, das
folgende Schritte aufweist:
Ausbilden unteren Kondensatorelektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden dielektrischen Schicht auf der unteren Kondensatorelektrode;
Ausbilden einer oberen Kondensatorelektrode, die ein Metall oder ein Metalloxid aufweist, auf der dielektrischen Schichten;
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre mit einer ersten Temperatur in einem Bereich zwischen 200°C und einer ersten Temperaturgrenze, die niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen Konden satorelektrode ist, für eine Zeitdauer, die ausreichend ist, daß sich Sauerstoffatome an der Grenzfläche zwischen der oberen Kondensatorelektrode und der dielektri schen Schicht ansammeln; und anschließend
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine Sauerstoffmangelatmosphäre, die eine zweite Temperatur aufweist, die höher als die Oxidationstemperatur der oberen Kondensatorelektrode ist und ebenso ausreichend hoch ist, die dielektri sche Schicht durch eine Diffusion des angesammelten Sauerstoffs in Sauer stofflücken innerhalb der dielektrischen Schicht zu heilen.
Ausbilden unteren Kondensatorelektrode auf einem Halbleitersubstrat;
Ausbilden dielektrischen Schicht auf der unteren Kondensatorelektrode;
Ausbilden einer oberen Kondensatorelektrode, die ein Metall oder ein Metalloxid aufweist, auf der dielektrischen Schichten;
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine sauerstoffhaltige Atmosphäre mit einer ersten Temperatur in einem Bereich zwischen 200°C und einer ersten Temperaturgrenze, die niedriger als die Oxidationstemperatur der oberen Konden satorelektrode ist, für eine Zeitdauer, die ausreichend ist, daß sich Sauerstoffatome an der Grenzfläche zwischen der oberen Kondensatorelektrode und der dielektri schen Schicht ansammeln; und anschließend
Freilegen der oberen Kondensatorelektrode für eine Sauerstoffmangelatmosphäre, die eine zweite Temperatur aufweist, die höher als die Oxidationstemperatur der oberen Kondensatorelektrode ist und ebenso ausreichend hoch ist, die dielektri sche Schicht durch eine Diffusion des angesammelten Sauerstoffs in Sauer stofflücken innerhalb der dielektrischen Schicht zu heilen.
48. Verfahren nach Anspruch 47, wobei dem Schritt des Ausbildens einer dielektri
schen Schicht der Schritt eines Ausbildens einer Siliziumnitridschicht auf der un
teren Kondensatorelektrode vorausgeht.
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