DE10131585A1 - Verfahren zur Identifikation von Fahrzeugen - Google Patents
Verfahren zur Identifikation von FahrzeugenInfo
- Publication number
- DE10131585A1 DE10131585A1 DE10131585A DE10131585A DE10131585A1 DE 10131585 A1 DE10131585 A1 DE 10131585A1 DE 10131585 A DE10131585 A DE 10131585A DE 10131585 A DE10131585 A DE 10131585A DE 10131585 A1 DE10131585 A1 DE 10131585A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- train
- vehicle
- information
- identification elements
- identification
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 claims abstract description 26
- 238000012545 processing Methods 0.000 claims abstract description 3
- 230000008569 process Effects 0.000 claims description 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims 2
- 238000005755 formation reaction Methods 0.000 claims 2
- 230000002950 deficient Effects 0.000 claims 1
- 239000000446 fuel Substances 0.000 claims 1
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 8
- 238000001514 detection method Methods 0.000 description 6
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 4
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 description 4
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 4
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 3
- 238000012360 testing method Methods 0.000 description 3
- 238000004891 communication Methods 0.000 description 2
- 230000006855 networking Effects 0.000 description 2
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 238000013480 data collection Methods 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 210000003717 douglas' pouch Anatomy 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 230000001747 exhibiting effect Effects 0.000 description 1
- 239000000383 hazardous chemical Substances 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 238000013508 migration Methods 0.000 description 1
- 230000005012 migration Effects 0.000 description 1
- 238000013021 overheating Methods 0.000 description 1
- 238000007634 remodeling Methods 0.000 description 1
- 238000009420 retrofitting Methods 0.000 description 1
- 238000012876 topography Methods 0.000 description 1
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L25/00—Recording or indicating positions or identities of vehicles or trains or setting of track apparatus
- B61L25/02—Indicating or recording positions or identities of vehicles or trains
- B61L25/028—Determination of vehicle position and orientation within a train consist, e.g. serialisation
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L25/00—Recording or indicating positions or identities of vehicles or trains or setting of track apparatus
- B61L25/02—Indicating or recording positions or identities of vehicles or trains
- B61L25/025—Absolute localisation, e.g. providing geodetic coordinates
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L27/00—Central railway traffic control systems; Trackside control; Communication systems specially adapted therefor
- B61L27/20—Trackside control of safe travel of vehicle or train, e.g. braking curve calculation
- B61L2027/202—Trackside control of safe travel of vehicle or train, e.g. braking curve calculation using European Train Control System [ETCS]
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L2205/00—Communication or navigation systems for railway traffic
- B61L2205/02—Global system for mobile communication - railways [GSM-R]
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Identifikation von Fahrzeugen mittels an den Fahrzeugen angebrachter Identifikationselemente, ortsfester Auslese- bzw. Abfrageelemente, welche an mindestens eine übergeordnete Datenverarbeitungs- und Speichereinheit angekoppelt sind, sowie mindestens einer Empfangseinheit zur Auswertung der erfassten Informationen im Rahmen eines an sich bekannten Ist-/Soll-Wert-Vergleiches. DOLLAR A Hierbei werden aus den Identifikationselementen fahrzeugspezifische Informationen ausgelesen und für jeden Zugverband abgespeichert, so daß eine feste Zuordnung zwischen Informationsinhalt und Position des entsprechenden Fahrzeuges im Zugverband geschaffen wird, wobei die Identifikationselemente Informationen enthalten, durch die in unveränderlicher Weise gleichbleibende Eigenschaften des Fahrzeuges beschrieben und/oder in veränderlicher Weise aktuelle Zustände bzw. aktuelle Eigenschaften des Fahrzeuges und/oder seiner Ladung beschrieben werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Identifikation von Fahrzeugen mittels an den
Fahrzeugen angebrachter Identifikationselemente, ortsfester Auslese- bzw. Abfrage
elemente, welche an mindestens eine übergeordnete Datenverarbeitungs- und Spei
chereinheit angekoppelt sind, sowie mindestens einer Empfangseinheit zur Auswertung
der erfassten Informationen im Rahmen eines an sich bekannten Soll-/Ist-Wert-
Vergleiches.
Der allgemein gegenwärtige Zwang zur kostenorientierten Optimierung der Produkti
onsverfahren gilt auch für Betreiber von Eisenbahnverkehren und Schienenverkehrs-
Infrastrukturen. Trotz der bislang erreichten Fortschritte bestimmen immer noch Zeit-
und kapitalintensive Produktionsverfahren das Geschehen.
So ist es z. B. Stand der Technik, daß nach dem Neu- bzw. Umbilden von Zugverbän
den die einzelnen Fahrzeuge des Zugverbandes durch einen Mitarbeiter abgeschritten
werden, wobei dieser die an den Fahrzeugen bzw. Fahrzeugbegleitpapieren ange
schriebenen Daten manuell erfasst (Wagenliste) und anschließend auf dieser Basis die
erforderlichen Parameter zur Einstellung der Zugbremse berechnet und dem Lokführer
übergibt. Abgesehen von der Langwierigkeit dieser Prozedur wirkt sich auch die Ver
schmutzungsanfälligkeit dieser optisch erkennbaren Codes (Tafeln etc. . . .) negativ aus.
Bisherige Automatisierungsansätze auf diesem Gebiet basieren auf einer Vernetzung
des führenden Fahrzeuges ("Master") mit den übrigen Fahrzeugen ("Slaves") über ei
nen elektronischen Zugbus. Dies hat jedoch den Nachteil, daß eine durchgängige Aus
rüstung aller Fahrzeuge mit diesem Zugbus sichergestellt sein muss. Eine manuelle
Aufnahme einzelner nicht mit Zugbus ausgerüsteter Fahrzeuge in das System ist nicht
möglich. Zudem ist die Nachrüstung eines Zugbusses bei den im Bestand befindlichen
Fahrzeugen mit einem hohen Engineering-Aufwand und entsprechend hohen Kosten
verbunden.
Ein anderes Beispiel stellen die bislang angewandten Verfahren der Freigabe eines
Gleisabschnittes für den nächstfolgenden Zug nach dem Befahren durch einen vor
ausfahrenden Zug dar.
Es ist Stand der Technik, die Belegung eines Gleisabschnittes durch physikalische
Wirkmechanismen zu prüfen, wie z. B. Gleisstromkreise oder zu Beginn und am Ende
des Gleisabschnittes angeordnete Gleisschaltmittel (meist Achszähler). Wichtigster
Nachteil dieser Verfahren ist der durch die notwendige streckenseitige Verkabelung
bedingte hohe Kapitalaufwand. Ansätze zur Überwindung dieser Problematik orientie
ren sich an einer Vernetzung der streckenseitigen Elemente über Datenfunk.
Die aufwendigen Justagearbeiten an den elektrischen und mechanischen Komponen
ten der Gleiskreise bzw. Achszähler bleiben jedoch bestehen. Ein weiterer Vorschlag,
der diese Nachteile kompensieren kann, ist der in JP 2000-016292 A beschriebene
Einsatz der Transponder-Technologie. Allerdings ist die Konzeption dieses System
deutlich auf den zuggattungs-reinen Einrichtungs-Betrieb - wie er z. B. bei U-Bahnen
oder Stadtbahnen typisch ist - ausgerichtet und kann keine Produktionsprozesse unter
stützen, für die die Kenntnis zug- bzw. fahrzeugspezifischer Daten erforderlich ist. Eine
generelle Beschreibung des berührungslosen automatisierten Auslesens von Daten aus
Fahrzeugen - wenngleich auf einen anderen Anwendungsfall (Straßenmaut) bezogen
und mit einer abweichenden Lehre bezüglich der Verwendung der ausgelesenen Daten
- findet sich auch in DE 69 02 8756.
Andere Entwicklungsansätze, deren Ziel ebenfalls der Verzicht auf ortsfeste Einrichtun
gen zur Gleisfreimeldung sind, konzentrieren sich auf eine ausschließlich mit bordeige
nen Vorrichtungen realisierbare Zugvollständigkeitsüberwachung. Sie befinden sich
allerdings derzeit in einer technologischen Sackgasse, da die Praxistests keine be
triebstauglichen Ergebnisse liefern.
Ferner beschreibt DE 198 33 279 die Überwachung der Zugvollständigkeit mittels GPS.
Es ist jedoch weithin bekannt, daß in abgeschatteten Bereichen - also Streckenverläu
fen mit ungünstiger Topographie, Einschnitten, Tunnels, . . . - kein Kontakt zum Satelliten
und damit auch keine Funktionalität des Überwachungssystems gegeben ist. Dies ist
jedoch für eine sicherungstechnische Anwendung nicht akzeptabel.
Zugvollständigkeitssysteme, die mittels am Zugschluss angebrachter Vorrichtungen
aktiv ihren Status ermitteln, haben sich als anfällig gegenüber Verlust (insbesondere
Diebstahl) und extrem kostenintensiv erwiesen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Identifikation von Eisen
bahnfahrzeugen zu entwickeln, das die Produktionsprozesse sowohl bei bei den Betrei
bern von Zügen als auch von ortsfesten Schienenverkehrs-Infrastrukturen unterstützen
kann, dessen Einsatz einen vergleichsweise geringen Zeit- und Kapitalaufwand erfor
dert und das die Verfügbarkeit der benötigten fahrzeug- und zugspezifischen Daten im
Produktionssystem erhöht. Zusätzlich muss das Verfahren auch in Verbindung mit ein
zelnen technisch hierfür nicht ausgerüsteten Fahrzeuge funktionsfähig und betrieblich
anwendbar bleiben, damit Migrationsszenarien realisierbar sind.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 erfin
dungsgemäß dadurch gelöst, dass aus den Identifikationselementen fahrzeugspezifi
sche Informationen ausgelesen und für jeden Zugverband abgespeichert werden, so
daß eine feste Zuordnung zwischen Informationsinhalt und Position des entsprechen
den Fahrzeuges im Zugverband geschaffen wird, wobei die Identifikationselemente
Informationen enthalten, durch die in unveränderlicher Weise gleichbleibende Eigen
schaften des Fahrzeuges beschrieben und I oder in veränderlicher Weise aktuelle Zu
stände bzw. aktuelle Eigenschaften des Fahrzeuges und 1 oder seiner Ladung be
schrieben werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt beim Passieren des Zuges an stationären Ab
frage- bzw. Auslesestationen entlang der Schienenstrecke Daten an nachgelagerte
dispositive, leittechnische oder sicherungstechnische Systeme (z. B. Transportüberwa
chung oder Stellwerke) zur Verfügung, wobei sichergestellt wird, daß bei dieser nach
folgenden Verwendung der Daten beide Abfragewege möglich sind: es können sowohl
ausgehend vom gesamten Zugverband Informationen zu einzelnen Fahrzeugen lokali
siert werden ebenso wie Zustandsinformationen über den gesamten Zugverband aus
der Relation zum Einzelelement "Fahrzeug" generierbar sind.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens besteht in der Nutzung der Informatio
nen über Wagennummer, Länge und Leergewicht des Wagens sowie Ladungsgewicht
zur Erstellung von Wagenlisten und Bremszetteln. Bei Nutzung der Informationen zu
Absender und Empfänger der Ladung ist zusätzlich die Erstellung elektronischer
Frachtbegleitpapiere möglich. Die Empfangs- und Auswerteeinheit befindet sich sinn
vollerweise im unmittelbaren Arbeitsbereich des Triebfahrzeugführers, so daß die zeit
aufwendige und mit Fehlerrisiko behaftete Übergabe der Daten an diesen ebenso wie
die Vorhaltung von Papierdokumenten auf dem Führerstand entfallen kann.
Erfindungsgemäß wird weiterhin vorgeschlagen, die Identifikation auffälliger bzw. de
fekter Fahrzeuge (z. B. heißgelaufene Achslager, feste Bremsen, unzulässige Querbe
schleunigungswerte, . . .) durch die Kopplung einer Auswertestation mit der an sich be
kannten Sensorik zur Gefahrenerkennung zu erleichtern.
Ebenso ist es von besonderem Vorteil, wenn Informationen über die Existenz und Art
vorhandener Gefahrstoffe, sowie deren Position im Zugverband, sowohl dem Triebfahr
zeugführer als auch den transportüberwachenden Einrichtungen/Systemen gesondert
und automatisiert zur Verfügung gestellt werden können. Die Sendungsverfolgung wird
dadurch deutlich erleichtert.
Ein besonderes Anwendungsfeld des erfinderischen Gedankens stellt die Gleisfreimel
dung dar. Diese ist Voraussetzung für das Erteilen einer Fahrerlaubnis an einen nach
folgenden Zug und setzt eine vollständige Räumung des zu befahrenden Gleisab
schnittes durch den vorausfahrenden Zug voraus. Die Empfangs- und Auswerteeinheit
ist in diesem Fall Bestandteil eines Systems der Zugsicherung (z. B. Stellwerk). Dabei
bieten sich grundsätzlich zwei verschiedene, an sich bekannte Methoden der Prüfung
an, ob ein Zug den Gleisabschnitt vollständig geräumt hat:
Die Überwachung, ob erstes und letztes Fahrzeug den Prüfort passiert haben, liefert nur dann zuverlässige Ergebnisse, wenn gleichzeitig durch betriebliche Maßnahmen sichergestellt ist, daß keine Fahrzeuge ohne Identifikation-Element an das - dem Sys tem bereits als solches bekannte - letzte Fahrzeug angekuppelt werden können. Dies kann bei Stadtbahn- und U-Bahn-Systemen mit artreinen Verkehren und deren Zugver bände durch Ein- bzw. Ausstellen von Fahrzeugen nicht gestärkt bzw. geschwächt wer den aureichend sein. Für den durch Mischverkehre und Rangiervorgänge geprängten Betrieb der meisten Vollbahnen sind hingegen die Überwachung der Zuglänge sowie der Zugvollständigkeit ("letztes Fahrzeug passiert Prüfort") unabdingbar.
Die Überwachung, ob erstes und letztes Fahrzeug den Prüfort passiert haben, liefert nur dann zuverlässige Ergebnisse, wenn gleichzeitig durch betriebliche Maßnahmen sichergestellt ist, daß keine Fahrzeuge ohne Identifikation-Element an das - dem Sys tem bereits als solches bekannte - letzte Fahrzeug angekuppelt werden können. Dies kann bei Stadtbahn- und U-Bahn-Systemen mit artreinen Verkehren und deren Zugver bände durch Ein- bzw. Ausstellen von Fahrzeugen nicht gestärkt bzw. geschwächt wer den aureichend sein. Für den durch Mischverkehre und Rangiervorgänge geprängten Betrieb der meisten Vollbahnen sind hingegen die Überwachung der Zuglänge sowie der Zugvollständigkeit ("letztes Fahrzeug passiert Prüfort") unabdingbar.
Schließlich ist es zweckmäßig, wenn das letzte Fahrzeug auf einfache Weise nachträg
lich und/oder vorübergehend mit einem Identifikationselement ausgestattet werden
kann. Hier bietet sich beispielsweise die an allen Fahrzeugen in gleicher Weise vorhan
dene Signalstütze an. Dadurch ist die Funktionsfähigkeit des Verfahrens zum Zwecke
der Gleisfreimeldung auch dann gewährleistet, wenn die durchgängige Ausrüstung aller
auf einem Netz verkehrenden Fahrzeuge mit Identifikationselementen nicht gewähr
leistet werden kann.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, auf das
sie jedoch keineswegs eingeschränkt ist. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungs
form wird der erfinderische Gedanke auf einen schienengebundenen Zug angewendet.
Es nähert sich ein aus einem führenden Fahrzeug, mittleren Fahrzeug und einem letz
ten Fahrzeug bestehender Zug auf einem Gleis in Fahrtrichtung einer ortsfesten
Meßstation. Das führende Fahrzeug besitzt hier einen Fahrzeugrechner und ist für eine
funkbasierte Datenkommunikation ausgerüstet. Alle Wagen sind mit Identifikationsele
menten - im Ausführungsbeispiel auf jeder Wagenseite jeweils ein Transponder - aus
gerüstet. Die Meßstation weist hier ein Näherungsortungssystem, einen Transpon
derscanner und ein Sende/Empfangssystem auf.
Mittels der Sende/Empfangseinrichtung kann die Meßstation das für Datenfunk-
Kommunikation ausgerüstete führende Fahrzeug kontaktieren.
Das führende Fahrzeug fährt nun mit einer bestimmten Geschwindigkeit auf die Meß
station zu, die mittels Näherungssensor aktiviert wird. Nach einer bestimmten Zeit be
findet sich der Transponder des führenden Fahrzeugs im Lesebereich des Transpon
derscanner. In diesem Lesebereich werden die Daten des Transponders des führenden
Fahrzeugs in den Ortsrechner (ortsfester Rechner) eingelesen und mit zusätzlichen
Daten, insbesondere Zeitangaben und Ortsangaben, abgespeichert. So ergibt sich ein
Dateninhalt in dem Ortsrechner von z. B.:
Auslesezeitpunkt vom Transponder des führendes Fahrzeugs: 19:54:31 (hh, mm, ss)
Erfasstes Fahrzeug: 365 465
Erfasste Funk Adresse des Fahrzeug: 35777 (GSM R)
Standort des Transponderscanners: Strecke Alzey; Streckenkilometer 12.23
Auslesezeitpunkt vom Transponder des führendes Fahrzeugs: 19:54:31 (hh, mm, ss)
Erfasstes Fahrzeug: 365 465
Erfasste Funk Adresse des Fahrzeug: 35777 (GSM R)
Standort des Transponderscanners: Strecke Alzey; Streckenkilometer 12.23
Während der Zug am Transponderscanner vorbeifährt, werden alle vorhandenen
Transponder aller Wagen eingelesen und an den ortsfester Rechner weitergeleitet.
Nach einer bestimmten Zeit fährt das letzte Fahrzeug an dem Transponderscan
ner/Näherungsortungssystem vorbei. Vom Transponderscanner werden auch diese
Daten in den ortsfester Rechner eingelesen. Vom Näherungsortungssystem wird ab
einer bestimmten Zeit kein Gegenstand/Fahrzeug mehr erkannt und z. B. unter Verwen
dung einer Zeitablaufsteuerung der Erfassungsvorgang deaktiviert. Das letzte ausgele
sene Identifikationselement wird als Zugschluß definiert.
Alle während der Vorbeifahrt des Zuges ausgelesenen Daten werden an die Fahr
zeug-Funkadresse des erkannten führendes Fahrzeug gesendet und an den Auswerte
rechner auf dem Fahrzeug weitergeleitet.
Als Ergebnis der Datenerfassung liegen somit vor:
- - Länge des Zuges; Soll-Ist-Vergleich mit dem abgelegten Referenzwert
- - Nummer des letzten Fahrzeuges; Soll-Ist-Vergleich mit dem abgelegten Referenz wert
- - Freimeldung des zurückliegenden, bis zur Abfragestation (Transponderscanner) reichenden Streckenabschnittes; Übermittlung der Freimeldung an die Zentrale für die Zugsteuerung
- - Ermittlung aller mitgeführten Wagen des Zuges; Bereitstellung dieser Daten für lo gistische bzw. dispositive Aufgaben (z. B. Transportüberwachung, Sendungsverfol gung).
Da durch das erfindungsgemäße Verfahren ist die genaue Ortsbestimmung sowohl des
führenden als auch des letzten Fahrzeuges eines Zuges möglich ist, eignet es sich
auch als funktionale Rückfallebene der neuen funkbasierten europäischen Zugsiche
rungssysteme nach dem ETCS-Standard (European Train Control System), z. B. bei
Ausfall des dortigen Fahrzeug-Ortungs-Systems.
Das erfindungsgemäße System kann auch durch Mitnutzung von an sich bekannten
Gefahrenmeldeanlagen - wie z. B. Heißläuferortungsanlagen zur Erkennung von erhitz
ten Radsatzlagern von Schienenfahrzeugen - für eine schnelle Identifikation des auffäl
ligen Wagens/Fahrzeugs genutzt werden (d. h. es wird festgestellt, daß z. B. an dem
Fz 365 456 9 im Gleis 3 auf dem Streckenabschnitt zwischen Alzey und Worms am Stre
ckenkilometer 13,5 km am 3. 4. 1999 um 13:05 Uhr eine Gefahr durch ein überhitztes
Radsatzlager besteht). Der bisher notwendige "Suchaufwand", z. B. durch Abzählen der
Achsen des betroffenen Zuges, entfällt.
Obwohl die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert wurde, ist sie kei
neswegs auf dieses begrenzt, sondern erstreckt sich auf anspruchsgemäße Ausges
taltungen, die sich dem Fachmann schnell erschließen.
Claims (10)
1. Verfahren zur Identifikation von Fahrzeugen mittels an den Fahrzeugen ange
brachter Identifikationselemente, ortsfester Auslese- bzw. Abfrageelemente, welche
an mindestens eine übergeordnete Datenverarbeitungs- und Speichereinheit ange
koppelt sind, sowie mindestens einer Empfangseinheit zur Auswertung der erfass
ten Informationen im Rahmen eines an sich bekannten Soll-/Ist-Wert-Vergleiches
dadurch gekennzeichnet,
dass aus den Identifikationselementen fahrzeugspezifische Informationen ausgele
sen und für jeden Zugverband abgespeichert werden, so daß eine feste Zuordnung
zwischen Informationsinhalt und Position des entsprechenden Fahrzeuges im Zug
verband geschaffen wird, wobei die Identifikationselemente Informationen enthalten,
durch die in unveränderlicher Weise gleichbleibende Eigenschaften des Fahrzeuges
beschrieben und/oder in veränderlicher Weise aktuelle Zustände bzw. aktuelle Ei
genschaften des Fahrzeuges und/oder seiner Ladung beschrieben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgelesenen In
formationen in der Empfangseinheit zur Erstellung von Wagenlisten und/oder
elektronischen Frachtapieren und/oder zur Berechnung der für den Zugverband er
forderlichen Bremsparameter herangezogen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgelesene Infor
mation, die die Art des Ladegutes beschreibt, in der Empfangseinheit auf Überein
stimmung mit den in den einschlägigen gesetzlichen Regelwerken gelisteten Ge
fahrstoffen überprüft wird und bei Übereinstimmung durch die Empfangs- und Aus
werteeinheit ein entsprechendes Ausgangssignal "Gefahrgut" erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgelesenen In
formation, die die Fahrzeug-Nummer beschreibt, in Kombination mit einer an sich
bekannten Sensorik zum Detektieren von Unregelmäßigkeiten am Fahrzeug in der
Empfangseinheit zur Identifizierung des schadhaften Fahrzeuges verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Vorbeifahren
an den streckenseitigen Abfragelementen über die Identifikationselemente erfassten
Längenmaße der einzelnen Fahrzeuge addiert und als Informationswert "Zuglänge"
im Speicherelement abgelegt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Vorbeifahren
an den streckenseitigen Abfragelementen über die Identifikationselemente erfasste
Fahrzeugnummer des in Fahrtrichtung letzten Fahrzeuges eines Zugverbandes als
Informationswert "Nummer des letzten Fahrzeuges" im Speicherelement abgelegt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Vorbeifahren
an den streckenseitigen Abfragelementen über die Identifikationselemente erfasste
Fahrzeugnummer des in Fahrtrichtung ersten Fahrzeuges eines Zugverbandes als
Informationswert "Nummer des ersten Fahrzeuges" im Speicherelement abgelegt
wird.
8. Verfahren nach Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Vor
beifahren an den streckenseitigen Abfragelementen über die Identifikationselemente
erfassten Informationen "Zuglänge" und "Nummer des letzten Fahrzeuges" mit den
abgespeicherten Werten der letzten vorausliegenden Ablesung bzw. Erfassung ver
glichen werden und bei Übereinstimmung eine Freimeldung des zurückliegenden
Gleisabschnittes ausgegeben wird.
9. Verfahren nach Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Vor
beifahren an den streckenseitigen Abfragelementen über die Identifikationselemente
erfassten Informationen "Nummer des ersten Fahrzeuges" und "Nummer des letzten
Fahrzeuges" mit den abgespeicherten Werten der letzten vorausliegenden Able
sung bzw. Erfassung verglichen werden und bei Übereinstimmung eine Freimel
dung des zurückliegenden Gleisabschnittes ausgegeben wird.
10. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das in Fahrt
richtung letzte Fahrzeug eines Zugverbandes bei der Zugbildung bzw. erstmaligen
Zusammenstellung eines Zuges mit einem mobilen Identifikationselement als Mar
kierung des Zugschlusses ausgestattet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10131585A DE10131585A1 (de) | 2000-07-25 | 2001-07-03 | Verfahren zur Identifikation von Fahrzeugen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10036500 | 2000-07-25 | ||
| DE10131585A DE10131585A1 (de) | 2000-07-25 | 2001-07-03 | Verfahren zur Identifikation von Fahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10131585A1 true DE10131585A1 (de) | 2002-06-06 |
Family
ID=7650339
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10131585A Ceased DE10131585A1 (de) | 2000-07-25 | 2001-07-03 | Verfahren zur Identifikation von Fahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10131585A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202008017413U1 (de) | 2008-08-06 | 2009-09-03 | Db Systel Gmbh | Datenträgervorrichtung |
| WO2010007217A1 (fr) * | 2008-07-16 | 2010-01-21 | Siemens Transportation Systems Sas | Système de détermination de propriétés du mouvement d'un véhicule guidé |
| FR2952456A1 (fr) * | 2009-11-10 | 2011-05-13 | Neopost Technologies | Lecteur rfid autonome pour controle de trafic ferroviaire |
| DE102012211333A1 (de) * | 2012-06-29 | 2014-01-02 | Siemens Aktiengesellschaft | Positionsbestimmung von Schienenfahrzeugen |
| FR3096952A1 (fr) * | 2019-06-07 | 2020-12-11 | Sncf Reseau | Boitier de détection pour détecter le passage d’objet en mouvement |
| DE102022211159A1 (de) | 2022-10-21 | 2024-05-02 | Siemens Mobility GmbH | Verfahren zur Erstellung einer Zugsteuerung |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE6902875U (de) * | 1968-01-30 | 1969-08-21 | Stafford Tool And Die Company | Verbesserte druckempfindliche vorrichtung fuer schneidepressen |
| DE19833279A1 (de) * | 1998-07-24 | 2000-02-10 | Deutsche Bahn Ag | Einrichtung zur Überwachung der Zugvollständigkeit, sowie der Überprüfung der Bremsprobe bei lokbespannten Zügen |
-
2001
- 2001-07-03 DE DE10131585A patent/DE10131585A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE6902875U (de) * | 1968-01-30 | 1969-08-21 | Stafford Tool And Die Company | Verbesserte druckempfindliche vorrichtung fuer schneidepressen |
| DE19833279A1 (de) * | 1998-07-24 | 2000-02-10 | Deutsche Bahn Ag | Einrichtung zur Überwachung der Zugvollständigkeit, sowie der Überprüfung der Bremsprobe bei lokbespannten Zügen |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| JP 2000016292 A (abstr.). PAJ [online] [rech. am 29.01.02]. in: DEPATIS * |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010007217A1 (fr) * | 2008-07-16 | 2010-01-21 | Siemens Transportation Systems Sas | Système de détermination de propriétés du mouvement d'un véhicule guidé |
| CN102099237A (zh) * | 2008-07-16 | 2011-06-15 | 西门子有限公司 | 确定引导车辆的运动特性的系统 |
| US8712612B2 (en) | 2008-07-16 | 2014-04-29 | Siemens S.A.S. | System for determining movement properties of a guided vehicle |
| DE202008017413U1 (de) | 2008-08-06 | 2009-09-03 | Db Systel Gmbh | Datenträgervorrichtung |
| FR2952456A1 (fr) * | 2009-11-10 | 2011-05-13 | Neopost Technologies | Lecteur rfid autonome pour controle de trafic ferroviaire |
| DE102012211333A1 (de) * | 2012-06-29 | 2014-01-02 | Siemens Aktiengesellschaft | Positionsbestimmung von Schienenfahrzeugen |
| FR3096952A1 (fr) * | 2019-06-07 | 2020-12-11 | Sncf Reseau | Boitier de détection pour détecter le passage d’objet en mouvement |
| DE102022211159A1 (de) | 2022-10-21 | 2024-05-02 | Siemens Mobility GmbH | Verfahren zur Erstellung einer Zugsteuerung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| WO2004074067A1 (de) | Rangierautomatik für schienengebundene güterwagen | |
| EP3445635A1 (de) | Verfahren zum betreiben einer ortungseinrichtung sowie ortungseinrichtung | |
| DE102013219763A1 (de) | Schienenbrucherkennung | |
| EP0715579B1 (de) | Einrichtung zur freigabe des öffnens der türen von schienenfahrzeugen | |
| DE19953677C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung einer Entgleisung eines spurgebundenen Fahrzeugs | |
| EP3124351A1 (de) | Verfahren zum nachrüsten von bestehenden eisenbahn-netzteilen mit dem zugsicherungssystem etcs | |
| EP3487745A1 (de) | Überwachung eines schienenfahrzeugs in einem etcs sicherungssystem | |
| DE19902777A1 (de) | Zugvollständigkeits-Überwachungsvorrichtung | |
| EP3787950B1 (de) | Verfahren und einrichtung zum erkennen hinterherfahrender fahrzeuge | |
| EP3527459A1 (de) | Verfahren und system zur detektion einer entgleisung mindestens einer achse eines schienenfahrzeugs | |
| DE102015119392A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur vergleichsgesteuerten Entgleisungserfassung | |
| EP1232926A1 (de) | Verfahren zur Zugsicherung | |
| DE102015215572A1 (de) | Prüfeinrichtung und Verfahren zur Überprüfung eines definierten Profils von einem Zugverband aus Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen | |
| EP3335961B1 (de) | Verfahren zur freigabe der einstellung einer nachbarzugfahrstrasse für ein schienenfahrzeug | |
| EP0849138B1 (de) | Verfahren zum Betrieb eines spurgebundenen Fahrzeugs auf Strecken mit gefährlichen Abschnitten sowie Kontrollsystem hierfür | |
| DE10131585A1 (de) | Verfahren zur Identifikation von Fahrzeugen | |
| WO2008116794A1 (de) | Einrichtung zur unterstützung von bahnbetriebsprozessen | |
| EP1572517B1 (de) | Hochgeschwindigkeitszug mit einem system zur hinderniswarnung | |
| DE3026636A1 (de) | Vorrichtung zur identifizierung von eisenbahn-gueterwagen | |
| DE102015203681A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Zugarterkennung | |
| AT522867B1 (de) | Vorrichtung zur Erkennung einer informativ anzeigbaren Radsatzentgleisung | |
| EP1935749A2 (de) | Verfahren und System zum Orten eines Schienenfahrzeugs | |
| EP3458333B1 (de) | Verfahren sowie vorrichtung zum bestimmen einer länge eines spurgebundenen fahrzeugs | |
| DE19749697A1 (de) | Einrichtung zur Steuerung des Eisenbahnbetriebes | |
| EP3560792B1 (de) | Verfahren zur ansteuerung einer eisenbahnsicherungsanlage |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: RAILION DEUTSCHLAND AG, 55116 MAINZ, DE |
|
| 8131 | Rejection |