DE10130517C2 - Hochspannungsmodul und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Hochspannungsmodul und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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- Structures Or Materials For Encapsulating Or Coating Semiconductor Devices Or Solid State Devices (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft ein Hochspannungsmodul mit einem Ge
häuse zur Aufnahme mindestens eines Bauelements, das auf ei
nem Substrat aus einer Keramikschicht mit einer ersten Haupt
seite und einer der ersten Hauptseite gegenüberliegenden
zweiten Hauptseite, einer oberen Metallschicht auf der ersten
Hauptseite und einer unteren Metallschicht auf der zweiten
Hauptseite befestigt ist, wobei der Schaltungsaufbau in einen
Weichverguss eingegossen ist, sowie ein Verfahren zur Her
stellung eines derartigen Hochspannungsmoduls.
In der Elektronik und der Elektrotechnik werden in der Regel
Bauelemente auf Platten oder einem zweiseitig metallisierten
Isoliermaterial montiert. So werden beispielsweise in der
Leistungselektronik beidseitig Cu-beschichtete Keramik
platten verwendet, wobei die Keramikplatte einen Isolator mit
einer vorgegebenen Dielektrizitätskonstante darstellt. Auf
der strukturierten Metallschicht werden die Bauelemente mon
tiert und beispielsweise mit Vergussmasse ausgefüllt. Die Umhüllung von Bau
elementen mit Vergussmasse
im Allgemeinen ist aus der
EP 0 308 676 A2 bekannt.
Dabei treten insbesondere an den seitlichen Rändern der obe
ren Metallschicht auf Grund der zwischen den Kontaktflächen
anliegenden hohen Spannungen sehr hohe elektrische Feldstär
ken auf. Beispielsweise beträgt die Feldstärke bis zu 50 kV/mm
bei einer Spannung von 5000 V. Bei dieser Feldstärke
können wegen der Überschreitung der Durchbruchspannung an dem
Übergang zur Vergussmasse, also zum Isolator, die
Isolationsanforderungen, die an Leistungsmodule gestellt
werden, nicht mehr zuverlässig eingehalten werden.
Fig. 1 zeigt einen typischen Aufbau eines vergossenen Schal
tungselements nach dem Stand der Technik (WO 00/08686). Das in der Fig. 1
gezeigte AlN-Substrat, auf dem die Schaltung aufgebaut ist,
ist mit 1 bezeichnet. Das Substrat ist ein Isolator hoher Gü
te, im allgemeinen eine Keramikplatte, die eine Dielektrizi
tätskonstante von etwa 10 aufweist.
Der Isolator 1 ist beispielsweise auf einer Kupferbodenplatte
2 (oder AlSiC-Bodenplatte) befestigt, die sowohl zur mechani
schen Stabilisierung der Schaltung als auch zur thermischen
Verbindung der Schaltung nach außen dient. Die Kupferboden
platte 2 haltert damit einerseits die Bauelemente der Schal
tung und sorgt andererseits dafür, dass Wärme von den Bauele
menten zu einem in der Fig. 1 nicht dargestellten Kühlkörper
abgeleitet wird. Dabei ist das AlN-Substrat über Lötverbin
dungen 3 mit der Kupferbodenplatte 2 verbunden.
Die elektronische Schaltung umfasst in der dargestellten Form
einen IGBT 4 und eine Diode 5, die beispielsweise für Span
nungen von 1600 V ausgelegt sind. Diese Bauelemente 4 und 5
sind beispielsweise mit Aluminium-Dickdrahtbonding-Drähten 6
und/oder über Metallisierungen auf dem Isolator miteinander
verbunden. Die Al-Drähte haben bei dem Dickdrahtbonding vor
zugsweise eine Dicke von etwa 200 bis 500 µm.
Der gesamte Schaltungsaufbau gemäss dem Stand der Technik
wird in einen Weichverguss 8, beispielsweise aus Silikon-Gel
eingegossen und anschließend in ein Gehäuse aus Kunststoff 9
eingebaut. Das Kunststoff-Gehäuse 9 ist vorzugsweise direkt
auf der Kupferbodenplatte 2 befestigt und ist mit einer Hart
vergussmasse 7 aufgefüllt. Aus dem Kunststoffgehäuse 9 sind
lediglich die Zufuhrleitungen mit Laststromkontakten 10 her
ausgeführt. Auch die Laststromkontakte 10 sind über Lötver
bindungen 3 mit der Schaltung in dem Gehäuse 9 verbunden.
Bei einem derartigen Gehäuse nach dem Stand der Technik kommt
es in der Regel an den Kanten, Spitzen und Strukturen von
spannungsführenden Elementen, die einen kleinen Krümmungsra
dius aufweisen, zu hohen Feldstärken. Insbesondere am Sub
stratrand 14, d. h. an der Metallisierungskante, aber auch be
dingt einerseits durch die geometrische Anordnung und ande
rerseits durch die Materialeigenschaften treten Feldstärken
auf, welche die lokale Spannungsfestigkeit überschreiten kön
nen. Die Folge sind elektrische Überschläge, die einen loka
len Schaden und somit einen Isolationsverlust des Moduls ver
ursachen können.
Der Verlauf der Äquipotenziallinien bei einem solchen Aufbau
gemäß dem Stand der Technik ist in der Fig. 2 in einem ver
größerten Ausschnitt aus der Darstellung in Fig. 1 darge
stellt. Auf der oberen und der unteren Oberfläche 11, 12 der
AlN-Keramikschicht 1 befindet sich eine obere und eine untere
Metallschicht 15, 16, so dass sich eine "Sandwich-Struktur"
ergibt. Die untere Metallschicht 16 des in Fig. 2 gezeigten
Aufbaus kann über eine Lötverbindung mit der Cu-Bodenplatte 2
und damit mit einem Kühlkörper in thermischen Kontakt stehen.
Aus der Dichte der Äquipotenziallinien 13 in Fig. 2 ist er
sichtlich, dass an den Kanten 14 bei diesem Aufbau gemäss dem
Stand der Technik eine hohe Feldstärke herrscht, so dass es
bei Überschreiten einer materialabhängigen Durchbruchfeld
stärke zu unkontrollierten Entladungen kommt, durch die emp
findliche Bauelemente der Schaltung zerstört werden können.
In der bereits genannten WO 00/08686 wird ein Weg offenbart die Durchbruchspan
nung zu höheren Werten zu verschieben, indem die Feldstärke
an den Kanten der Metallisierung 14 gesenkt wird. Dazu wird
eine auf der Keramikschicht angeordnete dielektrische Schicht
mit einer zweiten Dielektrizitätskonstante vorgesehen, die an
die obere Metallisierung angrenzt. Dadurch kann die maximale
Feldstärke an dem Übergang vom Substrat (Keramik und Metalli
sierung) zu seiner Umgebung gesenkt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Hochspannungsmodul der eingangs genannten Art derart weiter
zubilden, dass hohe Spitzenfeldstärken, die durch Kanten an
den Metallisierungen der Keramiksubstrate und anderen Teilen
entstehen im wesentlichen verhindert werden.
Die Aufgabe wird mittels eines Hochspannungsmoduls gemäß An
spruch 1 oder 2 sowie einem Herstellungsverfahren gemäß An
spruch 12 oder 13 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen und
vorteilhafte Weiterbildungen sind in den nachgeordneten ab
hängigen Patentansprüchen aufgeführt.
Vorteil der Erfindung ist es, dass der Isolationsschutz für
das Hochspannungsmodul mit vergleichsweise geringem Aufwand
und damit kostengünstig realisierbar ist.
Das erfindungsgemäße Hochspannungsmodul weist ein Gehäuse
auf, in welchem sich mindestens ein Bauelement befindet. Das
bzw. die Bauelemente sind auf einem (Metall-Keramik-)Sub
strat befestigt. Das besagte (Metall-Keramik-)Substrat be
steht aus
- - einer Keramikschicht mit einer ersten Hauptseite und einer der ersten Hauptseite gegenüberliegenden zweiten Hauptseite,
- - einer oberen Metallschicht auf der ersten Hauptseite und einer unteren Metallschicht auf der zweiten Haupt seite auf.
Der gesamte Schaltungsaufbau ist in einem Weichverguss einge
gossen. Dabei besteht der Weichverguss zumindest im Bereich
der Außenkanten des (Metall-Keramik-)Substrats entweder
- - aus einer Mischung enthaltend ein Gel sowie schwach leitfähige Partikel, oder
- - aus einer Mischung enthaltend ein Gel sowie Partikel mit hoher Dielektrizitätskonstante im Vergleich zum Gel.
Der Gesamt-Weichverguss kann demnach einerseits räumlich be
grenzt, d. h. im Bereich der Außenkanten des (Metall-Keramik-)
Substrats, neben dem Gel noch die schwach leitfähigen Parti
kel bzw. die elektrisch isolierenden Partikel aufweisen, wäh
rend außerhalb des Bereichs der Außenkanten reines Gel vor
handen sein kann. Alternativ kann aber auch der gesamte
Weichverguss schwach leitfähige Partikel bzw. elektrisch iso
lierende Partikel enthalten.
Das Hochspannungsmodul wird demnach gemäß dem erfindungsgemä
ßen Verfahren auf der Höhe der Außenkanten des Substrats mit
schwach leitfähigen Partikeln zunächst aufgefüllt, wobei bei
spielsweise mit einem Rüttelverfahren dafür gesorgt wird,
dass sich die Partikel an den Randbereichen der Substrate op
timal verteilen. Anschließend wird das Modul mit einem geeig
neten Gel, beispielsweise einem Silikon-Gel, insbesondere in
einem Vakuumverfahren, vergossen. Dadurch wird erreicht, dass
nach Aushärtung des Vergusses (Gel) eine schwache Leitfähig
keit im Verguss bestehen bleibt.
Die elektrische Leitfähigkeit der schwach leitfähigen Parti
kel wird dabei so gewählt, dass die Isolationswiderstände -
den geltenden Normen entsprechend - eingehalten werden. Dies
wird beispielsweise dadurch erreicht, dass die schwach leit
fähigen Partikel eine Mischung aus leitfähigen und nicht
leitfähigem Material darstellen. Bevorzugte schwach leitfähi
ge Partikel bestehen aus leitenden Kunststoffen, Harzen oder
Elastomeren.
Alternativ zu den leitfähigen Partikeln werden elektrisch i
solierende Partikel mit, im Vergleich zum Gel sehr hohen Die
lektrizitätskonstanten, eingesetzt. Unter hohen Dielek
trizitätskonstanten werden dabei beispielsweise Werte von
mehr als 2, insbesondere aber Werte von mehr als 6 wie etwa
ein Wert von 8 angesehen. Die dadurch entstehende die
lektrisch inhomogene Struktur hat die Eigenschaft, die Feld
verteilung durch einen Quasi-Streueffekt zu verändern und die
Felder zu homogenisieren. Dadurch wird die gewünschte Feldre
duktion an den Kanten der Metallteile auf der Keramik er
zielt.
Bevorzugte elektrisch isolierende Partikel sind Glaskugeln
oder Glasgranulate, oder nichtleitende Kunststoffe, Harze,
Elastomere oder Oxid- und Nichtoxid-Keramiken. Glaskugeln
bzw. Glasgranulate weisen eine Dielektrizitätskonstante von
etwa 8 auf.
Die Partikelgröße der elektrisch isolierenden Partikel bzw.
der schwach leitfähigen Partikel wird beispielsweise im Be
reich von 50-300 µm gewählt. Dadurch wird insbesondere eine
maximale Oberfläche der Partikel und damit Berührung zwischen
den Partikeln sichergestellt, so dass das Gel beim Vergießen
die Zwischenräume ausfüllen kann und letztendlich eine gute
Elastizität der Mischung aus Partikeln und Verguss bestehen
bleibt. Bevorzugt bestehen die Partikel im wesentlichen aber
nicht aus einer einzigen Korngröße, sondern unterliegen einer
Korngrößenverteilung, so dass die verschiedenen Korngrößen
mehr Freiräume ermöglichen.
Durch die oben beschriebene Vergusslösung mittels elektrisch
isolierenden Partikel bzw. der schwach leitfähigen Partikel
werden hohe Spitzenfeldstärken, die durch Kanten an den Me
tallisierungen der Keramiksubstrate und anderen Teilen ent
stehen im wesentlichen verhindert. Dadurch ist die Realisie
rung eines Hochspannungsmoduls für eine Isolation von mindes
tens etwa 6 kVrms möglich. Der Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens besteht insbesondere in der vergleichsweise einfa
chen Realisierbarkeit, insbesondere gegenüber der in WO 00/08686
vorgeschlagenen Lösung.
Eine Verbesserung der Feldverteilung durch Randbeschichtungen
dielektrischer Schichten zu erzielen, erfordert äußerst prä
zise Beschichtungsverfahren. Demgegenüber wird im vorliegen
den Verfahren durch einfaches Einschütten von elektrisch iso
lierenden Partikeln bzw. von schwach leitfähigen Partikeln in
das Modul, Rütteln zur optimalen Verteilung der Partikel, so
wie anschließendem Verguss mit einem geeigneten Gel eine we
sentlich rationellere und damit kostengünstigere Lösung be
reitgestellt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Figuren der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt dabei einen typischen Aufbau eines
vergossenen Schaltelements nach dem Stand der Technik.
Die Fig. 2 zeigt den Feldverlauf bei einem Aufbau nach
dem Stand der Technik.
Die Fig. 3a bis 3c zeigen jeweils einen Ausschnitt
einer bevorzugten Anordnung des erfindungsgemäßen Hoch
spannungsmoduls für ein geeignetes Bauelement.
Die Fig. 3a umfasst eine bevorzugte Ausführungsform, in wel
cher elektrisch isolierende Partikel bzw. schwach leitfähige
Partikel mit im wesentlichen gleicher Partikelgröße verwendet
werden. Die Keramikschicht 1 ist über die untere Metall
schicht 16 und die Lötverbindung 3 (zu den nicht dargestell
ten Laststromkonstrukten 10) mit der Bodenplatte 2 verbunden.
Der Rand der oberen Metallschicht 15 weist zum Rand der Kera
mikschicht 1 einen größeren Abstand auf wie der Rand der un
teren Metallschicht 16. Alternativ kann aber die obere Me
tallschicht 15 zum Rand der Keramikschicht 1 einen kürzeren
oder gleich langen Abstand aufweisen wie der Rand der unteren
Metallschicht 16.
Auf der oberen und der unteren Oberfläche 11, 12 der AlN-
Keramikschicht 1 befindet sich eine obere und eine untere Me
tallschicht 15, 16, so dass sich eine "Sandwich-Struktur" er
gibt. Das Modul ist an den Außenkanten 14 beispielsweise mit
einem Glasgranulat 17 von etwa 100-120 µm bis auf Höhe der
oberen Lötverbindung 3 aufgeschüttet und mit einem Silikon-
Gel 8 vergossen.
Die Fig. 3b zeigt eine bevorzugte Ausführungsform, in wel
cher elektrisch isolierende Partikel bzw. schwach leitfähige
Partikel mit unterschiedlicher Partikelgröße verwendet wer
den. Dadurch entsteht eine Gradientenmischung mit großen so
wie kleinen Streuzentren. Die Keramikschicht 1 ist wiederum
über die untere Metallschicht 16 und die Lötverbindung 3 mit
der Bodenplatte 2 verbunden. Der Rand der oberen Metall
schicht 15 weist zum Rand der Keramikschicht 1 einen größeren
Abstand auf wie der Rand der unteren Metallschicht 16. Alter
nativ kann aber die obere Metallschicht 15 zum Rand der Kera
mikschicht 1 einen kürzeren oder gleich langen Abstand auf
weisen wie der Rand der unteren Metallschicht 16.
Auf der oberen und der unteren Oberfläche 11, 12 der AlN-
Keramikschicht 1 befindet sich eine obere und eine untere Me
tallschicht 15, 16, so dass sich eine "Sandwich-Struktur" er
gibt. Das Modul ist an den Aussenkanten 14 beispielsweise mit
einem Gemisch aus schwach leitfähigen Kunststoffgranulat 17
unterschiedlicher Partikelgröße, beispielsweise von 80-90 µm
und 250-300 µm, bis auf Höhe der oberen Lötverbindung 3 auf
geschüttet und mit einem Silikon-Gel 8 vergossen.
Die Fig. 3c zeigt eine der Fig. 3b entsprechende besonders
bevorzugte Ausführungsform, in welcher elektrisch isolierende
Partikel bzw. schwach leitfähige Partikel mit unterschiedli
cher Partikelgröße über die obere Lötverbindung 3 hinaus auf
geschüttet und mit einem Silikon-Gel 8 vergossen sind.
Durch den erfindungsgemäßen Verguss aus Gel sowie den schwach
leitfähigen Partikel bzw. die elektrisch isolierenden Parti
kel wird eine dielektrisch inhomogene Struktur erzeugt, wel
che die Eigenschaft aufweist, die Feldverteilung durch einen
Quasi-Streueffekt zu verändern und die Felder zu homogenisie
ren. Dadurch wird die gewünschte Feldreduktion an den Kanten
der Metallteile auf der Keramik erzielt.
Die Keramikschicht 1 besteht - wie bereits erwähnt - typi
scherweise aus AlN. Die Dicke der Keramikschicht 1 beträgt
beispielsweise zwischen 0,25-4 mm (typisch 1 mm). Die Die
lektrizitätskonstante der Keramikschicht 1 ist etwa 8, 9. Die
Dicke der oberen und der unteren Metallschicht 15, 16 wird
jeweils bei etwa 300 µm eingestellt. Die Dielektrizitätskons
tante des Silikon-Gels 8 beträgt etwa 3.
Claims (14)
1. Hochspannungsmodul mit einem Gehäuse (9) zur Aufnahme
mindestens eines Bauelements, das auf einem Substrat aus ei
ner Keramikschicht (1) mit einer ersten Hauptseite (11) und
einer der ersten Hauptseite gegenüberliegenden zweiten Haupt
seite (12), einer oberen Metallschicht (15) auf der ersten
Hauptseite (11) und einer unteren Metallschicht (16) auf der
zweiten Hauptseite (12) befestigt ist, wobei der Schaltungs
aufbau in einen Weichverguss (8) eingegossen ist, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Weichverguss (8) zumindest im Bereich der
Aussenkanten (14) des Substrats aus einer Mischung aus einem
Gel sowie schwach leitfähigen Partikeln (17) besteht.
2. Hochspannungsmodul mit einem Gehäuse (9) zur Aufnahme
mindestens eines Bauelements, das auf einem Substrat aus ei
ner Keramikschicht (1) mit einer ersten Hauptseite (11) und
einer der ersten Hauptseite gegenüberliegenden zweiten Haupt
seite (12), einer oberen Metallschicht (15) auf der ersten
Hauptseite (11) und einer unteren Metallschicht (16) auf der
zweiten Hauptseite (12) befestigt ist, wobei der Schaltungs
aufbau in einen Weichverguss (8) eingegossen ist, dadurch ge
kennzeichnet, dass
der Weichverguss zumindest im Bereich der Aussenkanten (14)
des Substrats aus einer Mischung aus einem Gel sowie elekt
risch isolierenden Partikeln mit hoher Dielektrizi
tätskonstante im Vergleich zum Gel besteht.
3. Hochspannungsmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, dass die elektrisch isolierenden Partikel (17) eine Die
lektrizitätskonstante von mindestens 2,0 aufweisen, insbeson
dere von mehr als 6.
4. Hochspannungsmodul nach Anspruch 2 oder 3, dadurch ge
kennzeichnet, dass die elektrisch isolierenden Partikel (17)
aus Glaskugeln, Glasgranulat, nichtleitenden Kunststoffen,
Harzen, Elastomeren, Oxiden und/oder Nichtoxid-Keramiken be
stehen.
5. Hochspannungsmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die schwach leitfähigen Partikel (17) aus leitenden
Kunststoffen, Harzen und/oder Elastomeren bestehen.
6. Hochspannungsmodul nach einem der Ansprüche 1 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die schwach leitfähigen Partikel
bzw. die elektrisch isolierenden Partikel (17) eine Größe von
etwa 50-300 µm aufweisen.
7. Hochspannungsmodul nach einem der Ansprüche 1, 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die schwach leitfähigen Partikel
bzw. die elektrisch isolierenden Partikel (17) eine breite
Korngrößenverteilung aufweisen.
8. Hochspannungsmodul nach einem der vorangegangenen An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gel ein Silikon-Gel
ist.
9. Hochspannungsmodul nach einem der vorangegangenen An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Weichverguss (8)
lediglich im Bereich der. Aussenkanten (14) des Substrats
schwach leitfähige Partikel bzw. elektrisch isolierende Par
tikel aufweist.
10. Hochspannungsmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, dass der gesamte Weichverguss (8)
schwach leitfähige Partikel bzw. elektrisch isolierende Par
tikel enthält.
11. Hochspannungsmodul nach einem der vorangegangenen An
sprüche, mit einem Gehäuse (9), in welchem sich mindestens
ein Bauelement (4, 5) befindet, das auf einem Substrat aus
einer Keramikschicht (1) mit einer ersten Hauptseite (11) und
einer der ersten Hauptseite gegenüberliegenden zweiten Haupt
seite (12), einer oberen Metallschicht (15) auf der ersten
Hauptseite (11) und einer unteren Metallschicht (16) auf der
zweiten Hauptseite (12) befestigt ist, wobei der gesamte
Schaltungsbereich und insbesondere der Bereich der Kanten
(14) ein Weichverguss (8) aus einer Mischung aus einem Sili
kon-Gel sowie schwach leitfähigen Kunststoff-Partikeln (17)
aufweist und mit einer Hartvergussmasse (7) aufgefüllt ist.
12. Verfahren zur Herstellung eines Hochspannungsmoduls mit
einem Gehäuse (9), in welchem sich mindestens ein Bauelement
(4, 5) befindet, das auf einem Substrat aus einer Keramik
schicht (1) mit einer ersten Hauptseite (11) und einer der
ersten Hauptseite gegenüberliegenden zweiten Hauptseite (12),
einer oberen Metallschicht (15) auf der ersten Hauptseite
(11) und einer unteren Metallschicht (16) auf der zweiten
Hauptseite (12) befestigt ist, wobei der Schaltungsaufbau in
einen Weichverguss (8) eingegossen ist, bei dem das Hochspan
nungsmodul in einem ersten Schritt zumindest im Bereich der
Aussenkanten (14) des Substrats mit schwach leitfähigen Par
tikeln (17) zumindest teilweise aufgefüllt und anschließend
in einem weiteren Schritt mit einem Gel vergossen wird.
13. Verfahren zur Herstellung eines Hochspannungsmoduls mit
einem Gehäuse (9), in welchem sich mindestens ein Bauelement
(4, 5) befindet, das auf einem Substrat aus einer Keramik
schicht (1) mit einer ersten Hauptseite (11) und einer der
ersten Hauptseite gegenüberliegenden zweiten Hauptseite (12),
einer oberen Metallschicht (15) auf der ersten Hauptseite
(11) und einer unteren Metallschicht (16) auf der zweiten
Hauptseite (12) befestigt ist, wobei der Schaltungsaufbau in
einen Weichverguss (8) eingegossen ist, bei dem das Hochspan
nungsmodul in einem ersten Schritt zumindest im Bereich der
Aussenkanten (14) des Substrats mit Partikeln von hoher
Dielektrizitätskonstante zumindest teilweise aufgefüllt und
anschließend in einem weiteren Schritt mit einem Gel vergos
sen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeich
net, dass das Hochspannungsmodul in einem Vakuumverfahren mit
einem Gel vergossen wird.
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ID=7689323
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| DE10130517A Expired - Lifetime DE10130517C2 (de) | 2001-06-25 | 2001-06-25 | Hochspannungsmodul und Verfahren zu dessen Herstellung |
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