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Die
Erfindung betrifft ein Datenkommunikationssystem gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1, eine Sende- und eine Empfangseinheit zur Verwendung
in einem derartigen System, sowie ein Datenübertragungsverfahren gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 12 .
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Datenkommunikationssysteme
weisen i.A. eine Sendeeinheit, z.B. ein in einer EWSD-Endvermittlungsstelle
vorgesehenes erstes Modem auf, von wo aus modulierte Übertragungssignale über einen Übertragungskanal
an eine Empfangseinheit, z.B, an ein zweites, in einer Teilnehmer-Endanschlußeinrichtung
vorgesehenes Modem übertragen
werden.
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Die
Datenkommunikation zwischen den Modems (Modulatoren-Demodulatoren) kann
z.B. mittels POTS- (Plain Old Telephone Service) bzw. ISDN- (Integrated
Services Digital Network), und mittels xDSL- (x Digital Subscriber
Line), z.B. mittels ADSL- Datenübertragung
erfolgen.
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Zur
xDSL-Datenübertragung
werden mehrere Frequenzbänder
(bins) verwendet, die oberhalb der zur POTS- bzw. ISDN-Datenübertragung
genutzten Frequenzbänder
liegen. Zur Übertragung
von Daten in einem bestimmten Frequenzband kann z.B. eine Cosinus-
(bzw. Sinus-)Schwingung verwendet werden, deren Frequenz z.B. in
der Mitte des entsprechenden Frequenzbands liegt.
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Beispielsweise
kann jedem zu übertragenden
Bit oder jeder zu übertragenden
Bitfolge (z.B. unter Verwendung eines Phasensterns) eine Cosinusschwingung
bestimmter Amplitude und Phase zuzugeordnet sein. Wird diese an
die Empfangseinheit übertragen,
kann aus der Amplitude und Phase der jeweils empfangenen Cosinusschwingung
in der Empfangseinheit die jeweils übertragene Bitfolge bestimmt
werden.
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DSL-Standards,
z.B. ITU G.992.1 (G.dmt) bzw. ITU G.992.2 (G.Lite) lassen, was die
Einzelheiten des jeweils bei der Datenübertragung verwendeten Datenübertragungsprotokolls
betrifft, gewisse Freiheiten zu. Hinzu kommt, dass der DSL-Standard nicht von
allen korrekt Modemherstellern eingehalten wird. Deshalb kann die
Interoperabilität
zwischen den verwendeten Modems eingeschränkt sein.
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Aus
der Veröffentlichungsschrift
WO 00/79693 A1 ist eine Hybrit-Schaltung bekannt, bei der eine Impedanzanpassung
an eine Anschlussleitung durchgeführt wird.
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Die
Erfindung hat zur Aufgabe, ein neuartiges Datenübertragungsverfahren, ein neuartiges
Datenkommunikationssystem, sowie neuartige Sende- und eine Empfangseinheiten
zur Verwendung in einem derartigen System zur Verfügung zu
stellen.
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Die
Erfindung erreicht dieses und weitere Ziele durch die Gegenstände der
Ansprüche
1, 10, 11 und 12. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen
angegeben.
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Gemäß einem
Grundgedanken der Erfindung wird ein Datenkommunikationssystem bereitgestellt,
welches eine Sendeeinheit aufweist, von welcher aus über einen Übertragungskanal
modulierte Übertragungssignale
an eine Empfangseinheit übertragen
werden, wobei jedem zu übertragenden
Bit oder Bitfolge ein Übertragungssignal
bestimmter Amplitude und Phase zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Sendeeinheit eine Steuereinrichtung aufweist, die so ausgestaltet
und eingerichtet ist, dass durch sie eine Anpassung der übertragenen
Signale und/oder von Eigenschaften der Sendeeinheit an Eigenschaften
des Übertragungskanals
und/oder der Empfangseinheit veranlasst wird.
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Durch
die automatische Anpassung kann eine manuelle Anpassung der Sende-
bzw. Empfangseinheit vor Ort vermieden bzw. vereinfacht werden.
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Im
folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
und der beigefügten Zeichnung
näher erläutert. In
der Zeichnung zeigt:
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1 ein
Datenkommunikationssystem, bei welchem das erfindungsgemäße Datenübertragungsverfahren
verwendet wird;
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2 eine
schematische Darstellung mehrerer beim erfindungsgemäßen Datenübertragungsverfahren
verwendeter Frequenzbänder;
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3a eine
schematische Darstellung eines zur Datenübertragung verwendeten Phasensterns;
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3b eine
beim in 3a gezeigten Phasenstern verwendete
Bitfolgen-Zuordnungstabelle;
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4 eine
schematische Darstellung einer zur Datenübertragung verwendeten Cosinusschwingung;
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5 eine
schematische Darstellung einer weiteren zur Datenübertragung
verwendeten Cosinusschwingung;
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6 eine
schematische Darstellung einer dritten zur Datenübertragung verwendeten Cosinusschwingung;
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7 eine
schematische Detaildarstellung der in 1 gezeigten
Modems, sowie der Teilnehmeranschlußleitung;
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8 eine
schematische Darstellung einer Messanordnung zur Ermittlung der
Impedanz des in 1 gezeigten Übertragungskanals;
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9 eine
weitere, schematische Detaildarstellung eines der in 1 und 7 gezeigten
Modems;
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10 eine
schematische Detaildarstellung des in 9 gezeigten
digitalen Filters.
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In 1 ist
ein Beispiel für
ein Datenkommunikationssystem 1 gezeigt, bei welchem das
erfindungsgemäße Datenübertragungsverfahren
verwendet werden kann.
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Das
Datenkommunikationssystem 1 weist eine an ein Telefonnetz
(hier: das öffentliche
Telefonnetz 2) angeschlossene Endvermittlungsstelle 3 (hier:
ein elektronisches Wählsystem
digital bzw. EWSD) auf. Die Endvermittlunggstelle 3 ist über mehrere
Teilnehmeranschlußleitungen 4 mit
mehreren Teilnehmer-Endanschlußeinrichtungen 5 verbunden.
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Die
Datenkommunikation zwischen Endvermittlungsstelle 3 und
der jeweiligen Teilnehmer-Endanschlußeinrichtung 5 (bzw.
zwischen den jeweils dort vorgesehenen Modems (Modulatoren-Demodulatoren) 3a, 5a)
kann z.B. mittels POTS- (Plain Old Telephone Service) bzw. ISDN-
(Integrated Services Digital Network), und mittels xDSL- (x Digital
Subscriber Line), z.B. mittels ADSL- Datenübertragung erfolgen.
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Zur
DSL-Datenübertragung
werden gemäß 2 mehrere
Frequenzbänder
(bins) 6a, 6b, 6c, 6d verwendet,
die oberhalb einer Frequenz f1 liegen. Die Frequenzbereiche unterhalb
der Frequenz f1 (f1 ≅ 25
kHz bei POTS bzw. f1 ≅ 130
kHz bei ISDN) werden für
herkömmliche
POTS- bzw. ISDN- (Sprach-) Datenübertragung
verwendet.
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Zur
DSL-Datenübertragung
zwischen zwischen dem Vermittlungsstellen-Modem 3a und
dem Teilnehmer-Modem 5a (oder umgekehrt) kann z.B. ein
DTM-Verfahren eingesetzt werden (DTM = discrete multi tone). Hierbei
werden für
jedes Frequenzband 6a, 6b, 6c, 6d, 6e Cosinusschwingungen
verwendet, deren Frequenz z.B. jeweils in der Mitte des entsprechenden
Frequenzbands 6a, 6b, 6c, 6d, 6e liegen
kann.
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Zur
Codierung der zu übertragenden
Daten in einer Cosinusschwingung kann gemäß 3a ein Phasenstern 7 verwendet
werden. Dieser weist drei konzentrische Kreise auf, denen jeweils
eine Schwingungsamplitude A1, A2, A3 bestimmter Höhe zugeordnet
ist. Auf den Kreisen sind insgesamt 16 Punkte angeordnet, denen
jeweils eine von 16 verschiedenen Folgen von 4 Bits zugeordnet ist.
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Beispielsweise
ist vier Punkten a, b, d, e, die jeweils bei einem Winkel φ1, φ2, φ3 bzw. φ4 von 45°, 135°, 225° bzw. 315° auf dem
innersten, der ersten Amplitude A1 zugeordneten Kreis liegen, gemäß der in 3b gezeigten
Zuordnungstabelle 8 jeweils die Bitfolge "1010", "0101", "1001" bzw. "0110" zugeordnet. Auf
entsprechende Weise ist gemäß 3a vier weiteren,
bei entsprechenden Winkeln φ1, φ2, φ3 bzw. φ4 von 45°, 135°, 225° bzw. 315° auf dem äußersten,
der dritten Amplitude A3 zugeordneten Kreis liegenden Punkten c,
f gemäß der in 3b gezeigten
Zuordnungstabelle 8 jeweils die Bitfolge "1100", "1111", "0000" bzw. "0011" zugeordnet.
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Die übrigen Bitfolgen
("1101", "1110", "1000", "1011", "0100", "0111", "0001", "0010") sind 8 Punkten
zugeordnet, die auf dem mittleren, der zweiten Amplitude A2 zugeordneten
Kreis liegen, und zwar jeweils bei Winkeln φ5, φ6, φ7, φ8, φ9, φ10, φ11 bzw. φ12 von ca. 20°, 70°, 110°, 160°, 200°, 250°, 290° bzw. 340°.
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Zur Übermittlung
von Daten vom Sender zum Empfänger
(z.B. vom Vermittlungsstellen-Modem 3a zum Teilnehmer-Modem 5a,
und umgekehrt) wird eine Folge von mehreren, aufeinanderfolgend ausgesendeten,
jeweils eine bestimmte Zeitdauer andauernden Cosinusschwingungen 9, 10, 11 (vgl. 4, 5, 6) übertragen.
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In
jedem Frequenzband 6a, 6b, 6c, 6d, 6e weisen
sämtliche
verwendete Cosinusschwingungen 9, 10, 11 jeweils
die gleiche, konstante, vorbestimmte Frequenz auf. Jede Cosinusschwingung 9, 10, 11 kennzeichnet
jeweils eine bestimmte der o.g. Bitfolgen, und zwar über die
Höhe der
Schwingungsamplitude A1, A2, A3, und über die Phasenverschiebung Δφ der jeweiligen
Schwingung 9, 10, 11 gegenüber einem
im Sender und im Empfänger
synchron laufenden Grundtakt (bzw. in Bezug auf einen gemäß der Darstellung
unten vom jeweiligen Sender ausgesendeten Pilotton).
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Die
jeweils verwendete Amplitude A1, A2, A3 enspricht dabei derjenigen
Amplitude, die diejenigem Kreis des in 3a gezeigten
Phasensterns 7 zugeordnet ist, auf dem der Punkt a, b,
c, d, e, f liegt, dem die jeweils zu übertragende Bitfolge zugeordnet
ist.
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Auf
entsprechende Weise ist die Phasenverschiebung Δφ der jeweiligen Cosinusschwingung 9, 10, 11 so
gewählt,
dass sie dem o.g. Winkel φ1, φ2, φ3, φ4, φ5, φ6, φ7, φ8, φ9, φ10, φ11 bzw. φ12 des der
jeweils zu übertragenden
Bitfolge zugeordneten Punktes a, b, c, d, e, f im Phasenstern 7 entspricht.
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Beispielsweise
kennzeichnet die in 4 gezeigte Cosinusschwingung 9 durch
deren Amplitude A1, und deren Phasenverschiebung von Δφ=45° die dem
Punkt a auf dem Phasenstern 7 zugeordnete Bitfolge "1010", die in 5 gezeigte
Cosinusschwingung 10 durch deren Amplitude A1, und deren Phasenverschiebung
von Δφ=135° die dem
Punkt d zugeordnete Bitfolge "1001", und die in 6 gezeigte
Cosinusschwingung 11 durch deren Amplitude A3, und deren
Phasenverschiebung von Δφ=135° die dem
Punkt c zugeordnete Bitfolge "1100".
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Soll
z.B. eine Datenfolge "101010011100" an den jeweiligen
Empfänger,
z.B. zum Teilnehmer-Modem 5a, übermittelt werden, können vom
jeweiligen Sender, z.B. vom Vermittlungsstellen-Modem 3a, nacheinander die
in den 4, 5 und 6 gezeigten
Cosinusschwingungen 9, 10, 11 ausgesendet
werden.
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Im
Empfänger
wird die Amplitude A1, A2, A3 und Phasenverschiebung der jeweils
empfangenen Cosinusschwingung 9, 10, 11 ermittelt,
und dann – unter
Verwendung des in 3a gezeigten Phasensterns 7 – die der
jeweils ermittelten Amplitude A1, A2, A3 und Phasenverschiebung
zugeordnete Bitfolge.
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Der
xDSL-Standard, insbesondere die beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
angewandten Standards ITU G.992.1 (G.dmt) bzw. ITU G.992.2 (G.Lite)
lassen, was die Einzelheiten des jeweils bei der Datenübertragung
verwendeten Datenübertragungsprotokolls
betrifft, gewisse Freiheiten zu. Außerdem wird der xDSL-Standard
nicht von allen Modemherstellern korrekt eingehalten.
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Um – z.B. bei
Verwendung von Modems 3a, 5a verschiedener Hersteller – Interoperabilität zu gewährleisten,
und/oder um die Datenrate zu erhöhen und/oder
die Bitfehlerrate zu verringern, wird die Datenübertragung gemäß der vorliegenden
Erfindung zu Übertragungsbeginn,
und/oder während
der Übertragung
von Daten (fortlaufend) automatisch an die jeweils miteinander kommunizierenden
Modems 3a, 5a, und/oder an die jeweils vorherrschenden
Kanaleigenschaften angepasst. Die Anpassung einzelner Parameter
der Datenübertragung
erfolgt gemäß 7 unter
Steuerung von jeweils im Sender und Empfänger vorgesehenen Mikroprozessoren 12, 13. Auf
diesen läuft
ein in einer Speichereinrichtung 14, 15 des jeweiligen
Modems 3a, 5a gespeichertes Datenübertragungs-Steuersoftwareprogramm.
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Durch
das Steuersoftwareprogramm wird z.B. veranlasst, dass z.B. die Vorverzerrung
der vom jeweils sendenden Modem 3a, 5a ausgendeten
Cosinusschwingungen 9, 10, 11 eingestellt
bzw. angepasst wird.
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Bei
der Übertragung
der Cosinussschwingungen 9, 10, 11 über die
Teilnehmeranschlussleitung 4 kommt es zu verschiedenartigen
Verzerrungen, z.B. zu (zusätzlichen,
ungewollten) Phasenverschiebungen, zu verschieden starken Amplitudendämpfungen, etc.
Um die Verzerrungen auszugleichen, wird jede Cosinusschwingung 9, 10, 11 gemäß 4 vorverzerrt
ausgesendet, d.h. mit einer (etwas) anderen Amplitude (Amplitude
der Höhe
A1' statt der Höhe A1) und
Phasenverschiebung (Phasenverschiebung Δφ' statt Δφ), als bei unverzerrter Übertragung.
Die vom Empfänger
bei einer – vorverzerrt – ausgesendeten
Cosinusschwingung 9' empfangenen
Signale entsprechen aufgrund der Kanalverzerrung im wesentlichen
den Signalen, die der Empfänger
empfangen würde,
falls – bei
einem unverzerrten Kanal – die
Cosinusschwingung 9 ohne Vorverzerrung ausgesendet würde.
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Um
die jeweils optimale Vorverzerrung zu ermitteln, können z.B. – veranlasst
durch und gesteuert von dem Datenübertragungs-Steuersoftwareprogramm – vor Beginn
der eigentlichen Datenübertragung
(bei angeschlossenem oder nicht angeschlossenem Empfänger) und/oder
zu vorbestimmten oder frei wählbaren
Zeitpunkten während
der Datenübertragung
vom Sender ein oder mehrere (Test-)Impulse ausgesendet werden. Aus
der zeitlichen Lage und der Form der zum Sender (rück)reflektierten
Impulse können
auf an sich bekannte Weise für
die verschiedenen Frequenzbänder 6a, 6b, 6c, 6d, 6e die
jeweiligen Kanaleigenschaften, insbesondere die o.g. Verzerrungen,
ermittelt werden.
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Alternativ
können
z.B. – wiederum
veranlasst durch und gesteuert von dem Datenübertragungs-Steuersoftwareprogramm – vor Beginn
der eigentlichen Datenübertragung
und/oder zu vorbestimmten oder frei wählbaren Zeitpunkten während der
Datenübertragung
vom Sender eine oder mehrere (Test) Cosinusschwingungen 9 mit
vorbestimmter, in der jeweiligen Speichereinrichtung 14 abgespeicherter
Amplitudenhöhe
A1 und Phasenverschiebung Δφ zum Empfänger übertragen
werden.
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Im
Empfänger
wird die Amplitude A1'' und Phasenverschiebung Δφ '' der jeweils empfangenen (Test-)Cosinusschwingung 9'' ermittelt, und mit einer – in der
jeweiligen Speichereinrich tung 15 abgespeicherten – erwarteten
Amplitude A1erw und erwarteten Phasenverschiebung Δφerw verglichen. Aus dem Unterschied zwischen
erwarteter und empfangener Amplitude bzw. Phasenverschiebung kann
im Empfänger
(oder alternativ im Sender) die jeweils vom Sender zu verwendende
Vorverzerrung ermittelt werden (z.B. entsprechend den Formeln: vorverzerrte
Amplitudenhöhe
A1' = A1 – (A'' – A1erw) bzw. vorverzerrte Phasenverschiebung Δφ' = Δφ – (Δφ'' – Δφerw)).
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Alternativ
oder zusätzlich
führt der
jeweilige Sender – wiederum
veranlasst durch und gesteuert von dem Datenübertragungs-Steuersoftwareprogramm – vor Beginn
der eigentlichen Datenübertragung
und/oder zu vorbestimmten frei wählbaren
Zeitpunkten während
der Datenübertragung
eine Impedanzanpassung durch. Hierzu wird – wie in 8 schematisch
dargestellt ist – vom
Sender, z.B. vom Modem 3a (und/oder vom Modem 5a)
aus für
die verschiedenen Frequenzbänder 6a, 6b, 6c, 6d, 6e bzw. Frequenzen
die Impedanz Z(f) des Übertragungskanals
(d.h. der Teilnehmeranschlußleitung 4 bei
angeschlossenem oder nicht angeschlossenem Modem 5a, in 8 durch
eine Blackbox 16 veranschaulicht) ermittelt. Daraufhin
wird (wiederum gesteuert von dem Steuerungssoftwareprogramm) in
Abhängigkeit von
der ermittelten Übertragungskanal-Impedanz Z(f)
die Impedanz Zi(f) des Senders angepasst
(z.B. identisch wie die jeweils ermittelte Übertragungskanal-Impedanz Z(f)
gewählt).
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Alternativ
oder zusätzlich
kann vom jeweiligen Sender – wiederum
veranlasst durch und gesteuert von dem Datenübertragungs-Steuersoftwareprogramm – vor Beginn
der eigentlichen Datenübertragung
und/oder zu vorbestimmten oder frei wählbaren Zeitpunkten während der
Datenübertragung
eine Pilotton-Anpassung
durchgeführt
werden:
Gemäß dem DSL-Standard
werden über
eines oder mehrere der in 2 gezeigten
Frequenzbänder 6a, 6b, 6c, 6d ein
oder mehrere Pilottöne übertragen.
Die Pilottöne
sind Cosinusschwin gungen bestimmter, fester Frequenz, die im Gegensatz
zu den in 4, 5 und 6 gezeigten
Cosinus-schwingungen 9, 10, 11 nicht
zur Übertragung
der (eigentlichen) Nutzdaten (hier: der Bitfolgen a, b, c, d, e,
f) dienen, sondern zur Übertragung
von zusätzlichen
Informationen, die insbesondere zur Einstellung des wie oben erläutert im
Sender und Empfänger
synchron laufenden Grundtakts verwendet werden.
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Die
Pilottöne
weisen – im
Gegensatz zu den o.g. Nutzdatenübertragungs-Cosinusschwingungen 9, 10, 11 – eine konstante
Amplitude und Phase auf.
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Bei
der oben erwähnten – vom Datenübertragungs-Steuersoftwareprogramm
veranlassten und gesteuerten – Pilotton-Anpassung
wird vor und/oder während
der eigentlichen Datenübertragung
die Phasenlage der Pilotton-Cosinus-schwingung in Bezug auf die
Nutzdatenübertragungs-Cosinusschwingungen 9, 10, 11 eingestellt.
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Beispielsweise
werden hierzu vom jeweiligen Sender ein oder mehrere (Test-)Impulse
ausgesendet, und aus der zeitlichen Lage und/oder der Form der zum
Sender (rück)reflektierten
Impulse auf an sich bekannte Weise für die Pilottonfrequenz die jeweiligen
Kanaleigenschaften, insbesondere Phasenverzerrungen, ermittelt.
Die Pilotton-Cosinusschwingung wird dann in Zukunft mit einer Phasenverschiebung
ausgesendet, die so groß ist,
dass die ermittelte Phasenverzerrung kompensiert wird.
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Alternativ
oder zusätzlich
wird – wiederum veranlasst
durch und gesteuert von dem Datenübertragungs-Steuersoftwareprogramm – vor Beginn
der eigentlichen Datenübertragung
und/oder zu vorbestimmten oder frei wählbaren Zeitpunkten während der
Datenübertragung
eine Einstellung einer gemäß 9 im
jeweiligen Modem 3a, 5a vorgesehenen, einen Regler 18 und
ein digitales Filter 19 aufweisenden Echokompensationseinrichtung 17 durchgeführt.
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Das
vom jeweiligen Modem 3a, 5a ausgegebene Signal
A wird an Stoßstellen
der Teilnehmeranschlußleitung 4 reflektiert,
woraus sich ein Beitrag des ausgegebenen Signals A zur Gegenrichtung
ergibt ("Echosignal"). Um das Echosignal
zu eliminieren, wird vom digitalen Filter ein (geschätztes) Duplikat
des Echosignals (Signal Y) erzeugt, und dieses vom vom jeweiligen
Modem 3a, 5a empfangenen Eingangssignal B abgezogen.
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Wie
in 10 gezeigt ist, weist das digitale Filter 19 ein
Anzahl N an Filterstufen auf, und zwar eine erste Filterstufe 23,
sowie weitere Filterstufen 24, 25. Jede Filterstufe
umfasst ein Verzögerungsglied 20 (bei
alternativen Ausführungsbeispielen: zwei
Verzögerungsglieder),
zwei Multiplizierer 21, und einen Addierer 22 (lediglich
die erste und die letzte, N-te Stufe ist einfacher aufgebaut). Die
Anzahl N an Filterstufen 23, 24, 25 gibt
die Ordnung des Filters an.
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Die
Multiplizier 21 multiplizieren die jeweils anliegenden
Signale mit – vom
Regler 18 ermittelten – einstellbaren
Filterkoeffizienten α0, α1, α2, ..., αN, β1, β2, ..., βN. Die multiplizierten Signale werden dann dem
jeweiligen Addierer 22, und von dort aus dem jeweiligen
Verzögerungsglied 20 zugeführt.
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Der
Regler 18 ist z.B. so ausgestaltet, dass er die Filterkoeffizienten α0, α1, α2,
..., αN, β1, β2, ..., βN so einstellt, dass die Kreuzkorrelationsfunktion
des in 9 gezeigten, vom Modem 3a, 5a ausgegebenen Signals
A, und des Eingangssignals B zu Null wird.
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Je
höher die
Ordnung N des in 10 gezeigten Filters 19 ist,
desto besser wird das Echosignal kompensiert. Allerdings steigt
bei höherer
Filterordnung die zur Ermittlung der Signale benötigte Rechenzeit. Gemäß der Erfindung
wird – veranlasst durch
und gesteuert von dem Datenübertragungs-Steuersoftwareprogramm – vor Beginn
der eigentlichen Datenübertragung
und/oder zu vorbestimmten oder frei wählbaren Zeitpunkten während der
Datenübertragung
die Ordnung N und die Koeffizienten des Filters festgelegt.
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Beispielsweise
werden hierzu vom jeweiligen Sender (Modem 3a, 5a)
ein oder mehrere (Test-)Impulse ausgesendet, und die Stärke der
hieraus resultierenden Echosignale ermittelt. Bei einem relativ
starken Echosignal wird ein Filter relativ hoher, und bei einem
relativ schwachen Echosignal ein Filter relativ niedriger Ordnung
gewählt.
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Alternativ
oder zusätzlich
wird – wiederum veranlasst
durch und gesteuert von dem Datenübertragungs-Steuersoftwareprogramm – vor Beginn
der eigentlichen Datenübertragung
und/oder zu vorbestimmten oder frei wählbaren Zeitpunkten während der
Datenübertragung
bestimmt, wie viele Bits pro Zeiteinheit über das jeweilige in 2 gezeigte
Frequenzband 6a, 6b, 6c, 6d, 6e übertragen
werden sollen. Hierzu wird vor und/oder während der Datenübertragung – für die jeweilige
Frequenz – die
Qualität des
jeweils verwendeten Übertragungskanals
ermittelt. Dies kann z.B. dadurch erfolgen, dass mittels – den in 4, 5, 6 gezeigten
Cosinusschwingungen 9, 10, 11 entsprechenden – Cosinusschwingungen
neben den eigentlichen Nutzdaten auch Referenzdaten vom Sender zum
Empfänger übertragen
werden, z.B. in Form einer Folge von Referenzdatenbits. In der Speichereinrichtung 14, 15 des
Empfängers
ist eine zur übertragenen
Referenzdatenfolge identische Bitfolge gespeichert. Diese wird mit
der – tatsächlich – vom Sender
empfangenen Referenzdatenfolge verglichen. Aus dem Unterschied zwischen
beiden Bitfolgen kann die Bitfehlerrate, d.h. die Güte des jeweils
verwendeten Übertragungskanals
(d.h. des der Frequenz der jeweiligen Cosinusschwingung entsprechenden
Frequenzbands) ermittelt werden.
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Die
für die
jeweiligen Übertragungskanäle ermittelten
Bitfehlerraten werden vom Empfänger
an den Sender übertragen.
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Dieser
kann dann z.B. einige oder mehrere, besonders stark gestörte Frequenzbänder (z.B.
das in 2 gezeigte zweite Frequenzband 6b) fortan nicht
mehr zur Datenübertragung
verwenden (oder bisher nicht zur Datenübertragung genutzte Frequenzbänder – aufgrund
verbesserter Übertragungskanalgüte – fortan
zur Datenübertragung
einsetzen). Der Sender teilt dem Empfänger mit, welche Frequenzbänder verwendet,
und welche nicht verwendet werden.
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Alternativ
oder zusätzlich
können über Frequenzbänder mit
relativ geringer Güte
fortan relativ weniger Bits pro Zeiteinheit, und über Frequenzbänder mit
relativ hoher Güte
fortan relativ mehr Bits pro Zeiteinheit übertragen werden. Hierzu kann
z.B. die Dauer einer – jeweils
eine Bitfolge übertragenden – Cosinusschwingung
verringert oder erhöht
werden, und/oder es kann ein anderer Phasenstern verwendet werden,
als der in 3a gezeigte Phasenstern 7 (z.B.
ein Phasenstern, mit dem Bitfolgen codiert werden, die eine höhere oder
niedrigere Anzahl an Bits aufweisen, als die in 3b gezeigten
Bitfolgen a, b, c, d, e, f, z.B. ein Phasenstern mit einer höhreren oder
niedrigeren Anzahl an konzentrischen Kreisen, und/oder mit einer
höheren
oder niedrigeren Anzahl von auf jeweils einem Kreis angeordneten
Punkten, denen (insgesamt) eine höhere oder niedrigere Anzahl
an Bitfolgen zugeordnet ist).
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Alternativ
oder zusätzlich
können über Frequenzbänder mit
relativ geringer Güte
fortan relativ weniger (oder keine) Paritätsbits pro Zeiteinheit, und über Frequenzbänder mit
reltiv hoher Güte
fortan relativ mehr Paritätsbits
pro Zeiteinheit übertragen
werden.
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Der
Sender teilt dem Empfänger – vor Beginn
der eigentlichen Datenübertragung
und/oder zu vorbestimmten oder frei wählbaren Zeitpunkten während der
Datenübertragung – mit, auf
wel che Weise (in welchen Frequenzbändern, mit bzw. mit wie vielen Paritätsbits,
mit welchem Phasenstern, mit oder ohne "interleaving", etc.) jeweils die Bits bzw. Bitfolgen über die
jeweiligen Frequenzbänder übertragen
werden.
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Diese
Mitteilungen (sowie entsprechende, vom Empfänger an den Sender gerichtete
Mitteilungen) werden z.B. mit Hilfe von im DSL-Standard vorgesehenen
freien Bits übertragen
(z.B. über
im ADSL Overhead Channel bzw. im Embedded Operation Channel enthaltene
Bits).
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- 1
- Datenkommunikationssystem
- 2
- Telefonnetz
- 3
- Endvermittlungsstelle
- 4
- Teilnehmeranschlußleitung
- 5
- Teilnehmer-Endanschlußeinrichtung
- 6a
- erstes
Frequenzband
- 6b
- zweites
Frequenzband
- 6c
- drittes
Frequenzband
- 6d
- viertes
Frequenzband
- 6e
- fünftes Frequenzband
- 7
- Phasenstern
- 8
- Zuordnungstabelle
- 9
- Cosinusschwingung
- 10
- Cosinusschwingung
- 11
- Cosinusschwingung
- 12
- Mikroprozessor
- 13
- Mikroprozessor
- 14
- Speichereinrichtung
- 15
- Speichereinrichtung
- 16
- Blackbox
- 17
- Echokompensationseinrichtung
- 18
- Regler
- 19
- Filter
- 20
- Verzögerungsglied
- 21
- Multiplizierer
- 22
- Addierer
- 23
- Filterstufe
- 24
- Filterstufe
- 25
- Filterstufe
- 26
- Frequenzband