[go: up one dir, main page]

DE19947114B4 - Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals - Google Patents

Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals Download PDF

Info

Publication number
DE19947114B4
DE19947114B4 DE19947114A DE19947114A DE19947114B4 DE 19947114 B4 DE19947114 B4 DE 19947114B4 DE 19947114 A DE19947114 A DE 19947114A DE 19947114 A DE19947114 A DE 19947114A DE 19947114 B4 DE19947114 B4 DE 19947114B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bit rate
signal
high bit
digital signal
transmission
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE19947114A
Other languages
English (en)
Other versions
DE19947114A1 (de
Inventor
Thomas Dr. Ahrndt
Robert-Herbert Coral Springs Beeman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Provenance Asset Group LLC
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE19947114A priority Critical patent/DE19947114B4/de
Priority to US09/669,003 priority patent/US6628762B1/en
Priority to CNB001292277A priority patent/CN1166164C/zh
Publication of DE19947114A1 publication Critical patent/DE19947114A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19947114B4 publication Critical patent/DE19947114B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L5/00Arrangements affording multiple use of the transmission path
    • H04L5/003Arrangements for allocating sub-channels of the transmission path
    • H04L5/0044Allocation of payload; Allocation of data channels, e.g. PDSCH or PUSCH

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Telephonic Communication Services (AREA)

Abstract

Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals zwischen einer Teilnehmeranschluss-Baugruppe (9) einer Vermittlungsstelle (10) und einem teilnehmerseitigen Modem (3) über eine Telekommunikationsleitung (5), wobei Signale eines analogen Telefonanschlusses parallel zu dem hochbitratigen Digitalsignal übertragbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass während der Übertragung des hochbitratigen Datensignals vor dem Eintreten einer durch den analogen Telefonanschluss hervorgerufenen Sondersituation, welche die Übertragung des hochbitratigen Digitalsignals beeinflusst, von der Teilnehmeranschluss-Baugruppe (9) oder von dem teilnehmerseitigen Modem (3) ein Informationssignal abgegeben wird, und dass aufgrund dieses Informationssignals die Übertragung des hochbitratigen Digitalsignals für die Dauer der Sondersituation modifiziert wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
  • Teilnehmeranschluß-Baugruppen – auch Line Cards genannt – der neuen Generation bieten mit Hilfe von neuartigen Übertragungsverfahren die Möglichkeit Digitalsignale mit hoher Geschwindigkeit zu übertragen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Baugruppen in einem wesentlich größeren Frequenzberereich senden bzw. empfangen können, als er bisher für die analogen Tonsignale verwendet wurde. Bei ADSL (Asymmetrical Digital Subscriber Line) werden die Digitalsignale beispielsweise in einem Frequenzbereich von ca. 30 kHz bis 1,1 MHz übertragen. Es können dabei Übertragungsraten von bis zu 8,192 Mbit pro Sekunde erreicht werden, so daß derartige Übertragungsverfahren auch von Abrufdiensten (z. B. Video on demand) verwendet werden könnten. Dabei bieten ADSL aber auch UDSL (Universal Digital Subscriber Line) die Möglichkeit, parallel zu dem hochbitratigen Digitalsignal auf der gleichen Leitung auch noch die Signale eines Standardtelefonanschlusses (Plain old Telephone Service, POTS) bzw. eines ISDN-Anschlusses in einem Basisfrequenzband zu übertragen, (siehe hierzu auch Digital Subscriber Line Technology, Prentice Hall Inc., 1999, Seite 23–52).
  • Im Dokument WO 99/38289 wird ein Verfahren zur digitalen Datenübertragung mit variabler Bandbreite beschrieben. Bei dessen Verfahren kann die benötigte Bandbreite eines ADSL-Anschlusses mittels Web-Interface beliebig modifiziert werden.
  • Im Dokument US 5,812,786 wird ein ADSL-Übertragungs verfahren beschrieben, bei dem die auf der Teilnehmeranschlußleitung zur Verfügung stehende Datenübertragungsrate auf Wunsch des Teilnehmers oder in Abhängigkeit der Teilnehmerleitungs eigenschaften modifiziert wird.
  • Bei der gleichzeitigen Übertragung der Signale des Standardtelefonanschlusses und des hochbitratigen Digitalsignals können jedoch Sondersituationen auftreten, in denen der hochbitratige Datenverkehr durch Signale des Sprachbandes beeinträchtigt wird. Eine derartige Sondersituation kann beispielsweise bei der Übertragung von Rufsignalen oder von Gebührenimulsen auftreten. Für die Übertragung eines symmetrischen Rufsignales werden auf jeder der beiden Adern des zweiadrigen Verbindungskabels um 180° phasenversetzte Tonfrequenzen in der Höhe von 20 bzw. 25 Hz übertragen, und zwar mit einer Spannung von mehr als 100 V. Im Falle eines unsymmetrischen Rufsignals wird auf einer der beiden Adern ein Sinussignal mit 20 bzw. 25 Hz übertragen, während die andere Ader geerdet wird. Der Pegel des übertragenen Rufsignals ist allerdings in beiden Fällen höher als 100 V. Bei der Übertragung von Gebührenimpulsen werden auf beiden Adern beispielsweise Sinusfrequenzen mit 12 bzw. 16 kHz übertragen, wobei diese Sinussignale auf beiden Adern um 180° phasenversetzt sind und die Spannungen in etwa 5 Volt betragen.
  • Durch die Übertragung derartiger Sondersignale – insbesondere der Rufsignale mit ihren hohen Spannungen – besteht die Gefahr, daß die Phasensynchronisation zwischen der Teilnehmeranschluß-Baugruppe und einem teilnehmerseitigen Modem, welches das Digitalsignal empfängt, gestört wird oder sogar verlorengeht. Dies führt dann entweder zu einer deutlichen Erhöhung der Bitfehlerrate für die Dauer dieser Sondersituation oder aber auch zu einem vollständigen Verbindungsabbruch. In diesem Fall kann dann der Datenverkehr erst nach einem erneuten vollständigen Verbindungsaufbau, der ungefähr 10 Sekunden dauert, erfolgen.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals zwischen der Teilnehmeranschluß-Baugruppe einer öffentlichen Vermittlungsstelle und einem teilnehmerseitigen Modem anzugeben, bei dem über die gleiche Telekommunikationsleitung parallel zu dem Digitalsignal auch die Signale eines analogen Standardtelefonanschlusses übertragen werden und bei dem die Güte der Datenverbindung erhöht ist.
  • Die Aufgabe wird durch ein Verfahren, das die Merkmale des Anspruches 1 aufweist, gelöst. Dieses erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß vor dem Eintreten einer Sondersituation, also beispielsweise vor der Übertragung eines Rufsignals oder eines Gebührenimpulses, von der Teilnehmeranschluß-Baugruppe oder dem teilnehmerseitigen Modem – je nachdem von welchem Leitungsende aus das die Übertragung des hochbitratigen Digitalsignals beeinflussende Signal eingespeist wird – ein Informationssignal abgegeben wird und aufgrund dieses Informationssignals die Übertragung des Digitalsignals für die Dauer der Sondersituation in geeigneter modifiziert wird. Dies bedeutet, daß sich beide Einrichtungen, die für das Senden und Empfangen des Digitalsignals verantwortlich sind, für diese Zeit auf eine problematische Datenübertragung einstellen und beispielsweise Korrekturmöglichkeiten oder spezielle Filter aktivieren. Die Übertragungsrate des Digitalsignals kann dann zwar ebenfalls noch leicht abfallen, ein vollständiger Verbindungsabbruch und eine anschließende komplette Verbindungsaufbauprozedur können allerdings auf jeden Fall vermieden oder wenigstens deutlich verkürzt werden, so daß sich die Güte der Datenverbindung deutlich erhöht.
  • Das Informationssignal wird von derjenigen Einrichtung abgegeben, von deren Ende aus die Einspeisung des für die hochbitratige Übertragung problematischen Signals erfolgt, da diese Vorrichtung bereits vorab über das Auftreten der Sondersituation informiert werden kann. In der Regel erfolgt somit die Einspeisung des Informationssignals von der Vermittlungsseite aus. Es wäre allerdings auch denkbar, daß das teilnehmerseitige Modem mit dem teilnehmerseitigen Telefon ebenfalls verbunden ist und informiert wird, wenn von der Teilnehmerseite aus der Aufbau einer Telekommunikationsverbindung erfolgt, so daß das Informationssignal auch von der Teilnehmerseite aus abgegeben werden kann.
  • Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Dabei kann das Informationssignal die unterschiedlichsten Formen annehmen. Erfolgt beispielsweise die Übertragung des hochbitratigen Digitalsignals entsprechend dem ADSL-Verfahren, so stehen eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfü gung. Derzeit wird von Seiten der International Telecommunication Union ITU über die Verabschiedung eines neuen Standards (G.992.1) zur Übertragung von Signalen entsprechend dem ADSL-Verfahren beraten. Ein ähnlicher Standard wurde bereits vom American National Standards Institute ANSI (T1.413) verabschiedet. In dem europäischen Standard der ITU sind mehrere Möglichkeiten definiert, Meldungen zwischen dem vermittlungsseitigen Modem – also der Line Card bzw. der Baugruppe – und dem teilnehmerseitigen Modem auszutauschen. Diese Möglichkeiten bieten mehrere Freiheitsgrade neue Meldungen zu definieren. So erfolgt beim ADSL-Verfahren beispielsweise die Übertragung der Daten innerhalb sog. Superframes, in denen jeweils mehrere sog. Indikatorbits (IB) vorgesehen sind, welche Informationen über den Zustand der am Datenverkehr beteiligten Vorrichtungen enthalten. Dabei ist für einige dieser Indikatorbits noch keine Verwendung vorgesehen, so daß diese beispielsweise für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet werden können. Derzeit sind die ersten sieben Indikatorbits noch nicht belegt, so daß beispielsweise durch Setzen des Indikatorbits 0 angezeigt werden könnte, daß demnächst ein Rufsignal auf die Leitung gegeben werden soll bzw. daß gerade ein Rufsignal übertragen wird.
  • Ferner ist im Rahmen des Datenaustausches gemäß dem ADSL-Verfahren die Übertragung von EOC-(Embeded Operation Channel) Meldungen möglich, durch die bestimmte Funktionen aktiviert werden können. Auch hier sind mehreren der EOC-Meldungen (beispielsweise den Codes 15,16 oder 80) noch keine Funktionen zugewiesen, so daß auch diese für die Übertragung des erfindungsgemäßen Informationssignals zur Verfügung stehen. Die dritte Möglichkeit besteht darin, neue AOC-(ADSL Overhead Control Channel) Meldungen zu definieren, die ebenfalls das Eintreten einer Sondersituation anzeigen.
  • Die drei eben beschriebenen Möglichkeiten beziehen sich speziell auf die Datenübertragung entsprechend dem ADSL-Verfahren. Sowohl bei diesem Verfahren wie auch beim UDSL-Verfahren wird der Frequenzbereich, in dem die Übertragung des Digitalsignales erfolgt, in mehrere Unterkanäle aufgeteilt. Dies wird als DMT-Verfahren (Discrete multitone) bezeichnet. Dabei wird die Unterteilung des Frequenzbereiches durch spezielle DMT-Parameter geregelt. Auch diese Parameter bieten die Möglichkeit, sie für die Übertragung des Informationssignals zu verwenden. Beispielsweise könnte dazu die Phase oder die Amplitude eines Pilottons, der für die zeitliche Synchronisation der beiden Datenübertragungs- und Empfangsvorrichtung zuständig ist, modifiziert werden. In gleicher Weise könnte auch ein weiteres Synchronisationssignal (sync symbol), welches die Erkennung des Anfangs und des Endes eines Datenpakets kennzeichnet, verändert werden. Ferner werden jedem Datenblock bestimmte Kontrollsignale vorangesetzt (cyclic prefix). Auch diese könnten in geeigneter Weise zum Anzeigen einer Sondersituation verändert werden.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Information über das Auftreten eines Sonderzustands im Rahmen der in dem Übertragungsverfahren übertragenen Nutzdaten dem gegenüberliegenden Endgerät mitzuteilen. Das Informationssignal könnte allerdings auch durch ein neues Tonsignal gebildet werden, dessen Frequenz außerhalb des für die Übertragung des Digitalsignals verwendeten Frequenzbereichs liegt. Dieses Tonsignal könnte dann entsprechend moduliert werden um die Sondersituation anzuzeigen.
  • Die Erfindung soll im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert werden. Es zeigen:
  • 1 die Verbindung zwischen einem Teilnehmer-Anschluß und einer öffentlichen Vermittlungsstelle;
  • 2 den prinzipiellen Aufbau eines Frequenzbandes für die Datenübertragung entsprechend dem ADSL-Verfahren über POTS bei Frequenzgetrenntlage; und
  • 3 den prinzipiellen Aufbau des Frequenzbandes für die Datenübertragung entsprechend dem ADSL-Verfahren über POTS bei Echokompensation.
  • Der teilnehmerseitige Anschluß weist ein übliches Telefon 1 sowie einen Computer 2 auf, der ein Modem 3 enthält, das in der Lage ist, gemäß dem ADSL-Verfahren Daten zu empfangen bzw. zu senden. Dieser teilnehmerseitige Anschluß ist über eine Kupfer-Doppelader 5 mit einer Teilnehmeranschluß-Baugruppe (Line Card) 9 verbunden, die in einer öffentlichen Vermittlungsstelle 10 installiert ist. Die Teilnehmeranschluß-Baugruppe 9 enthält ein SLMA-(Subcriber Line Modul Analog) Modul 8 sowie ein ADSL-Modul 7. Das SLMA-Modul 8 überträgt oder empfängt in einem Frequenzbasisband analoge oder digitale Daten für die Telefonie. Bei dem ADSL-Modul 7 handelt es sich im Prinzip ebenfalls um ein Modem, das in der Lage ist, hochbitratige Digitalsignale entsprechend dem ADSL-Verfahren zu empfangen bzw. zu senden.
  • Gemäß der Darstellung des schematischen Aufbaus des Frequenzbandes in 2 tauschen das Telefon 1 und das SLMR-Modul 8 ihre Daten in einem Basisband POTS bei ungefähr 0 – 4 kHz aus. Für den gemeinsamen Transport über die gleiche Leitung 5 werden die hochbitratigen Digitalsignale in Frequenzbänder oberhalb des herkömmlichen Sprachbandes umgesetzt. Dabei ist beispielsweise bei Frequenzgetrenntlage der Bereich von 30 kHz bis 138 kHz für die Datenübertragung vom Teilnehmeranschluß zu der Vermittlungsstelle 10 (upstream) US und der Bereich von 138 kHz bis 1,1 MHz für die Signalübertragung zum Teilnehmeranschluß (downstream) DS vorgesehen. Diese zwei Frequenzbereiche werden nochmals in mehrere Frequenzbänder mit einer Breite von 4,3125 kHz unterteilt, wie dies deutlicher in 3 dargestellt ist. Zusätzlich wird bei dem in 3 gezeigten Verfahren allerdings noch Echokompensation verwendet, so daß auch die unteren Frequenzbänder OF für die Übertragung in Richtung zum Teilnehmeranschluß verwendet werden können, da nunmehr das Echosignal Zurück Zur öffent lichen Vermittlungsstelle hin bzw. zum Teilnehmeranschluß keinen nennenswert störenden Einfluß mehr besitzt. Jeweils am Ende der Übertragungsleitung 5 erfolgt dann die Trennung der Telefonsignale von den hochbitratigen Digitalsignalen mittels Frequenzweichen (POTS- bzw. ISDN-Splittern) 4 und 6 die jeweils die Frequenzanteile oberhalb des Basisbandes POTS dem PC 2 bzw. dem ADSL-Modul 7 zuleiten.
  • Im Gegensatz zu dem hier dargestellten ADSL-Verfahren sind beim UDSL-Verfahren keine POTS- bzw. ISDN-Splitter vorgesehen. Um dennoch zu vermeiden, daß das Telefon 1 durch die hochfrequenten Signale übermäßig belastet wird, kann diesem dann ein Tiefpaßfilter vorgeschaltet werden.
  • Lediglich schematisch dargestellt sind in der öffentlichen Vermittlungsstelle 10 die weiteren Verbindungen des ADSL- und des SLMA-Moduls mit dem Internet bzw. mit dem Telefon-Netzwerk.
  • Es sei nun vorausgesetzt, daß das ADSL-Modul 7 sowie das Modem 3 des Computers 2 hochbitratige Digitalsignale austauschen. Erfolgt in dieser Zeit der Aufbau einer Fernmeldeverbindung zu dem Telefon 1 von einem beliebigen weiteren Fernmeldeapparat, so wird die Fernmeldeverbindung über das Telefon-Netzwerk bis zu der öffentlichen Vermittlungsstelle 10 des Teilnehmeranschlusses aufgebaut. Bevor nun allerdings zusätzlich zu dem hochbitratigen Digitalsignal auch der Rufton von dem SLMA-Modul 8 auf die Fernmeldeleitung 5 gegeben wird, wird dies dem ADSL-Modul 7 durch ein geeignetes Signal über eine Verbindungsleitung 11 mitgeteilt. Noch bevor dann der Rufton tatsächlich auf die Leitung 5 aufgegeben wird, überträgt das ADSL-Modul 7 erfindungsgemäß das zuvor beschriebene Informationssignal an das Modem 3. Sowohl das Modem 3 als auch das ADSL-Modul 7 passen dann ihr Datenübertragungs-Verhalten für die Dauer der Übertragung des Rufsignales an diese Sondersituation an, was beispielsweise bedeutet, daß eine erhöhte Fehlerkorrektur aktiviert wird. Es könnten allerdings auch spezielle Filter vor dem ADSL-Modul 7 und dem Modem 3 aktiviert werden. Ist die Übertragung des Ruftones beendet, erfolgt die Übertragung des hochbitratigen Digitalsignals wieder wie üblich. In gleicher Weise können das Modem 3 und das ADSL-Modul 7 ihr Übertragungsverhalten ändern, wenn von der öffentlichen Vermittlungsstelle 10 jeweils ein Gebührenimpuls an das Telefon 1 übertragen wird.
  • Am teilnehmerseitigen Anschluß kann ebenfalls eine Verbindung 12 zwischen dem Telefon 1 und dem Modem 3 vorgesehen sein. Tauschen das Modem 3 und das ADSL-Modul 7 nämlich gerade Daten aus, während an dem Telefon 1 eine Nummer für ein Telefongespräch gewählt wird, so kann auch hier erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß – noch bevor das Telefon 1 die entsprechenden Wählimpulse auf die Leitung 5 gibt – das Modem 3 die ADSL-Einheit 7 davon unterrichtet.
  • Somit kann vermieden werden, daß es durch das Auftreten dieser Sondersituationen zu einer Unterbrechung in der Datenübertragung zwischen dem Modem 3 und der ADSL-Einheit 7 kommt, welche anschließend wieder eine zeit- und kostspielige Verbindungsaufbauprozedur erfordert.
  • Ferner ist das erfindungsgemäße Verfahren auch sehr einfach zu realisieren, insbesondere dann, wenn zum Definieren des Informationssignals die in dem noch zu verabschiedenden ADSL-Standard verbliebenen freien Möglichkeit verwendet werden, da dann lediglich softwaremäßige Anpassungen in dem ADSL-Modul 7 und dem Modem 3 durchgeführt werden müssen.

Claims (13)

  1. Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals zwischen einer Teilnehmeranschluss-Baugruppe (9) einer Vermittlungsstelle (10) und einem teilnehmerseitigen Modem (3) über eine Telekommunikationsleitung (5), wobei Signale eines analogen Telefonanschlusses parallel zu dem hochbitratigen Digitalsignal übertragbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass während der Übertragung des hochbitratigen Datensignals vor dem Eintreten einer durch den analogen Telefonanschluss hervorgerufenen Sondersituation, welche die Übertragung des hochbitratigen Digitalsignals beeinflusst, von der Teilnehmeranschluss-Baugruppe (9) oder von dem teilnehmerseitigen Modem (3) ein Informationssignal abgegeben wird, und dass aufgrund dieses Informationssignals die Übertragung des hochbitratigen Digitalsignals für die Dauer der Sondersituation modifiziert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Sondersituation um die Übertragung eines Rufsignals handelt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Sondersituation um die Übertragung eines Gebührenimpulses handelt.
  4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung des hochbitratigen Digitalsignals entsprechend dem UDSL-Verfahren erfolgt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung des hochbitratigen Digitalsignals entsprechend dem ADSL-Verfahren erfolgt.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationssignal durch Setzen eines Indikator-Bits gebildet wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationssignal durch einen dem ADSL-Verfahren entsprechenden EOC-Befehl gebildet wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationssignal durch einen dem ADSL-Verfahren entsprechenden AOC-Befehl gebildet wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationssignal durch Modifikation der Phase oder Amplitude eines Pilottons gebildet wird.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationssignal durch Veränderung eines Synchronisationssignals gebildet wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationssignal durch Verändern eines Kontrollwertes für einen folgenden Datenblock gebildet wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationssignal durch die hochbitratigen Nutzdaten übertragen wird.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationssignal durch ein Tonsignal gebildet wird, dessen Frequenz außerhalb des für die Übertragung des Digitalsignals verwendeten Frequenzbereichs liegt.
DE19947114A 1999-09-30 1999-09-30 Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals Expired - Fee Related DE19947114B4 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19947114A DE19947114B4 (de) 1999-09-30 1999-09-30 Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals
US09/669,003 US6628762B1 (en) 1999-09-30 2000-09-25 Method for the transmission of a high-bit-rate digital signal
CNB001292277A CN1166164C (zh) 1999-09-30 2000-09-30 用于传输高位率的数字信号的方法

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19947114A DE19947114B4 (de) 1999-09-30 1999-09-30 Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE19947114A1 DE19947114A1 (de) 2001-04-12
DE19947114B4 true DE19947114B4 (de) 2004-10-07

Family

ID=7924013

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19947114A Expired - Fee Related DE19947114B4 (de) 1999-09-30 1999-09-30 Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals

Country Status (3)

Country Link
US (1) US6628762B1 (de)
CN (1) CN1166164C (de)
DE (1) DE19947114B4 (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10146891C2 (de) * 2001-09-24 2003-08-14 Infineon Technologies Ag Verfahren zum Übertragen von Gebührenbestimmungssignalen über einen Datenübertragungspfad und Vorrichtung zur Spannungspegelgenerierung
CN100518036C (zh) * 2003-05-21 2009-07-22 夏普株式会社 无线通信装置、无线通信系统、无线av系统
WO2006075928A1 (en) * 2004-12-29 2006-07-20 Intel Coproration Decreasing a required signal-to-noise ratio using automatic repeat request with increasing data rate

Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2604454A1 (de) * 1976-02-05 1977-08-11 Siemens Ag Verfahren und anordnung zur bewertung und weitersendung von steuersignalen zwischen digitalen und analogen datennetzen
EP0831624A2 (de) * 1996-09-04 1998-03-25 Texas Instruments Incorporated Ein Modem
EP0841771A1 (de) * 1996-11-12 1998-05-13 Alcatel Initialisierungsprotokoll für adaptive Datenübertragungsgeschwindigkeiten und Sende-Empfangseinrichtung dafür
US5812786A (en) * 1995-06-21 1998-09-22 Bell Atlantic Network Services, Inc. Variable rate and variable mode transmission system
WO1998049862A1 (en) * 1997-04-24 1998-11-05 Northern Telecom Limited Resource management of an atm connection
WO1999038289A2 (de) * 1998-01-23 1999-07-29 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zur digitalen datenübertragung mit variabler bandbreite

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5784377A (en) * 1993-03-09 1998-07-21 Hubbell Incorporated Integrated digital loop carrier system with virtual tributary mapper circuit
US6269154B1 (en) * 1998-02-04 2001-07-31 Texas Instruments Incorporated Splitterless modem with integrated off-hook detector
US6324212B1 (en) * 1999-02-12 2001-11-27 Siemens Information And Communication Networks, Inc. Apparatus using low spectrum selectively for providing both ADSL and POTS service

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2604454A1 (de) * 1976-02-05 1977-08-11 Siemens Ag Verfahren und anordnung zur bewertung und weitersendung von steuersignalen zwischen digitalen und analogen datennetzen
US5812786A (en) * 1995-06-21 1998-09-22 Bell Atlantic Network Services, Inc. Variable rate and variable mode transmission system
EP0831624A2 (de) * 1996-09-04 1998-03-25 Texas Instruments Incorporated Ein Modem
EP0841771A1 (de) * 1996-11-12 1998-05-13 Alcatel Initialisierungsprotokoll für adaptive Datenübertragungsgeschwindigkeiten und Sende-Empfangseinrichtung dafür
WO1998049862A1 (en) * 1997-04-24 1998-11-05 Northern Telecom Limited Resource management of an atm connection
WO1999038289A2 (de) * 1998-01-23 1999-07-29 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zur digitalen datenübertragung mit variabler bandbreite

Also Published As

Publication number Publication date
CN1166164C (zh) 2004-09-08
US6628762B1 (en) 2003-09-30
CN1291039A (zh) 2001-04-11
DE19947114A1 (de) 2001-04-12

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0050748B1 (de) Analog-/Digital-Fernmelde-Teilnehmerstelle
DE60024683T2 (de) Integrierter telefonapparat mit einem xdsl-modem
EP2014131B1 (de) Verfahren, anordnung und einrichtung zur übermittlung von informationen zwischen einer zentralen und zumindest einer dezentralen einheit in einem kommunikationsnetz
EP1118245B1 (de) Leitungsabschlussvorrichtung für eine teilnehmeranschlussleitung
DE19933485B4 (de) Leitungsabschlußeinrichtung für eine Telefon-Teilnehmeranschlußleitung
DE3204228A1 (de) Synchronisiereinrichtung fuer eine digitale fernmeldeanlage, insbesondere fuer eine ueber eine fernsprechleitung angeschaltete fernmeldeendstelle
DE19947114B4 (de) Verfahren zum Übertragen eines hochbitratigen Digitalsignals
DE3915043C2 (de)
DE60107772T2 (de) Eine DSL-kompatible Teilnehmeranschlusskarte für analoge Teilnehmeranschlussleitungen
EP1397020B1 (de) Anordnung zur Sprach- und Datenkommunikation über eine gemeinsame Teilnehmeranschlussleitung
EP1040573B1 (de) Filteranordnung
DE2546422C2 (de) Zweidraht-Vollduplex-Datenübertragungsverfahren und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens
DE19958111B4 (de) Verfahren zur Datenübertragung über mehrere parallele Datenübertragungsverbindungen
DE4221397C2 (de) Integrierte PCM-Codec-Schaltung für ein Vermittlungssystem
WO1997011534A1 (de) Nachrichtenübertragungssystem zur gleichzeitigen übertragung von basisband- und digitalen breitbandsignalen über eine zweidrahtleitung
DD284107A5 (de) Sperrschaltung fuer einschwingsignale
EP1198970B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur gemeinsamen übertragung von isdn- und adsl-daten
AT406103B (de) Nachrichtenübertragungssystem
AT405707B (de) System zur gleichzeitigen übertragung von information über eine zweidrahtleitung
DE19817007C2 (de) Verfahren zur Nutzung digitaler Datennetze zum Zwecke der Bandbreitenreduktion bei der Übertragung von Daten über Sprachverbindungswege
EP1470701A1 (de) Vorrichtung und verfahren zur vermeidung von retrainingsvorgängen bei integrierter voice- und xdsl-datenübertragung
DE69526872T2 (de) Telefontrennungsvorrichtung
EP0848561A2 (de) Verfahren zum Übertragen von digitalisierten Nutzdaten und Signalisierungsdaten über einen Kanal
DE10153740B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Tiefpassfilterung
DE10001368A1 (de) Datenübertragungsvorrichtung

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: NOKIA SIEMENS NETWORKS GMBH & CO.KG, 81541 MUE, DE

R081 Change of applicant/patentee

Owner name: NOKIA SOLUTIONS AND NETWORKS GMBH & CO. KG, DE

Free format text: FORMER OWNER: NOKIA SIEMENS NETWORKS GMBH & CO. KG, 81541 MUENCHEN, DE

Effective date: 20140731

R081 Change of applicant/patentee

Owner name: PROVENANCE ASSET GROUP LLC, PITTSFORD, US

Free format text: FORMER OWNER: NOKIA SOLUTIONS AND NETWORKS GMBH & CO. KG, 81541 MUENCHEN, DE

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee