DE10129805A1 - Baugruppe für ein Gassackmodul - Google Patents
Baugruppe für ein GassackmodulInfo
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Abstract
Eine Baugruppe für ein Gassackmodul, insbesondere für eine Seitenaufprall-Schutzvorrichtung, hat einen im wesentlichen zylinderförmigen Gasgenerator (12) und eine Befestigungseinrichtung (18) für den Gasgenerator (12). Von der Mantelfläche des Zylinders ausgehend erstreckt sich eine Gasauslaßleitung (14, 16) seitlich nach außen. Die Befestigungseinrichtung (18) weist wenigstens ein Positionierungselement auf, das über die Gasauslaßleitung die Position des Gasgenerators (12) in einem zusammengebauten Zustand wenigstens in Umfangsrichtung bezüglich der Befestigungseinrichtung (18) mittels Formschuß festlegt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Baugruppe für ein Gassackmodul,
insbesondere für eine Seitenaufprall-Schutzvorrichtung, mit einem im
wesentlichen zylinderförmigen Gasgenerator und einer Befestigungs
einrichtung für den Gasgenerator.
Vor allem in Seitenaufprall-Schutzvorrichtungen mit aufblasba
rem Gassack ist der Gasgenerator, der im Rückhaltefall das Gas zum Auf
blasen des Gassacks liefert, oftmals aus Platzgründen in einiger Entfernung
vom Gassack am Fahrzeug angebracht und über eine sogenannte Gaslanze mit
dem Gassack verbunden. Um einen solchen Gasgenerator am Fahrzeug, z. B.
an einem Dachrahmen zu befestigen, sind schellenartige Vorrichtungen
bekannt. Die Montage des Gasgenerators am Fahrzeug sollte möglichst
schnell und einfach erfolgen können.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer eingangs erwähnten
Baugruppe dadurch erreicht, daß sich von der Mantelfläche des Zylinders
des Gasgenerators ausgehend eine Gasauslaßleitung seitlich nach außen
erstreckt und daß die Befestigungseinrichtung wenigstens ein Positionierungs
element aufweist, das über die Gasauslaßleitung die Position des Gas
generators in einem zusammengebauten Zustand wenigstens in Umfangs
richtung bezüglich der Befestigungseinrichtung durch Formschluß festlegt.
Gasgeneratoren mit einer solchen Gasauslaßleitung bieten den Vorteil, daß
im Rückhaltefall das erzeugte Gas aufgrund der dichten Verbindung zwischen
dem Gasgenerator und der Gasauslaßleitung ohne Druckverlust in einen
weiter entfernten Gassack geleitet werden kann. Es ist wesentlich, daß
bei einem solchen Gasgenerator eine festgelegte Einbaulage beachtet wird,
damit sich die Gasauslaßleitung nach der Montage des Gasgenerators am
Fahrzeug an der richtigen Stelle befindet. Die erfindungsgemäße Baugruppe
bietet den Vorteil, daß die Einbaulage des Gasgenerators durch das
Positionierungselement bereits beim Zusammenbau der Baugruppe festgelegt
werden kann, da die Lage des Gasgenerators bezüglich der Befestigungsein
richtung formschlüssig fixiert ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das
Positionierungselement durch Abschnitte der Befestigungseinrichtung gebil
det, die die Gasauslaßleitung wenigstens teilweise umgreifen. Dies ist vor
allem dann vorteilhaft, wenn die Befestigungseinrichtung als Schelle ausge
bildet ist. Die einzelnen Abschnitte des Positionierungselements lassen
sich um die Gasauslaßleitung legen und fixieren im zusammengebauten
Zustand, das heißt nach dem Schließen der Schelle, die Lage des
Gasgenerators bezüglich der Befestigungseinrichtung.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das
Positionierungselement durch einen Bügel gebildet, der in der Kontur eines
Gasleitungsrohrs als Teil der Gasauslaßleitung angepaßt ist und in einem
zusammengebauten Zustand an diesem anliegt. Beide genannten Realisie
rungen der Erfindung stellen einfache und sichere Mittel zur Fixierung des
Gasgenerators dar. Durch die Schellenform ist die Befestigungsvorrichtung
einfach anzubringen und preisgünstig herzustellen.
Die Befestigungseinrichtung weist bevorzugt Montageeinrichtungen
zur Befestigung des Gasgenerators an einem fahrzeugfesten Teil auf Da
durch die Positionierungselemente der Gasgenerator in Bezug auf die
Befestigungseinrichtung in seiner Position festgelegt ist, ist auch bei der
Montage seine Position gegenüber dem Fahrzeug festgelegt, und es ergibt
sich eine einfache und schnelle Möglichkeit, einen Gasgenerator in seiner
gewünschten Position an einem Fahrzeug zu montieren.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung legt das Posi
tionierungselement die Position des Gasgenerators auch in axialer Richtung
bezüglich der Befestigungseinrichtung fest.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung zweier
Ausführungsbeispiele mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen. In diesen
zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen
Baugruppe gemäß einer ersten Ausführungsform und
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungs
form einer erfindungsgemäßen Baugruppe.
Die in Fig. 1 dargestellte Baugruppe 10 umfaßt einen Gas
generator 12, hier einen zylinderförmigen Rohrgasgenerator. Von der
Mantelfläche des Zylinders ausgehend erstreckt sich eine Gasauslaßleitung,
die im hier gezeigten Fall aus einem am Zylinder angeformten
Gasauslaßstutzen 14 und einem daran angebrachten Gasleitungsrohr 16
besteht, radial nach außen.
Die Baugruppe 10 enthält weiterhin eine Befestigungseinrichtung
18, die in Form einer Schelle gestaltet ist und ein Positionierungselement 20 in
Form eines Bügels aufweist. Die Schelle kann, wie hier dargestellt, mehr
teilig, aber auch einstückig ausgebildet sein.
Die Befestigungseinrichtung 18 umfaßt außerdem gebogene
Abschnitte 22, die den Gasgenerator in Umfangsrichtung umfassen, sowie
als Montageeinrichtungen dienende flache Ösen 24, über die die Baugruppe
an einem fahrzeugfesten Teil befestigt werden kann, wobei die Ösen 24
Ausläufer eines verdeckten Gegenbügels sind.
Außerdem sind an der Befestigungseinrichtung 18 Verbindungs
stellen 26 vorgesehen, an denen einzelne Teile der Befestigungseinrichtung
(hier Bügel mit Gegenbügel) miteinander verbunden werden können.
Der Gasauslaßstutzen 14 ist in der Nähe einer Stirnwand des
zylinderförmigen Gasgenerators angeordnet. Die Befestigungseinrichtung 18
weist einen Abschnitt 28 auf, der sich über die gasauslaßstutzenseitige
Stirnwand des Zylinders hinaus erstreckt und als Schutz für einen (in Fig.
2 dargestellten) Stecker 30 zum elektrischen Anschluß des Zünders des
Gasgenerators dient.
Zum Zusammenbau der Baugruppe werden die einzelnen Teile
der Befestigungseinrichtung 18 an ihrer gewünschten Stelle angeordnet,
wobei der Bügel 20 das Gasleitungsrohr wie sein Gegenbügel halbseitig
umgreift. Der Bügel 20 weist dazu eine an das Gasleitungsrohr angepaßte
Form auf. Die einzelnen Teile der Befestigungseinrichtung 18 werden an den
Verbindungsstellen 26 durch Nieten oder durch Durchsetzfügen mitein
ander verbunden, so daß eine feste Verbindung mit dem Gasgenerator 12
entsteht. Anschließend kann die Baugruppe über die Ösen 24 an einem
fahrzeugfesten Teil montiert werden.
In der zusammengebauten Baugruppe ist der Gasgenerator 12
sowohl an der Bewegung in axialer Richtung als auch an der Drehung in
Umfangsrichtung bezüglich der Befestigungseinrichtung formschlüssig
gehindert.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Baugruppe. Bereits
aus der ersten Ausführungsform bekannte Bauteile werden nicht erneut
beschrieben und behalten ihre bekannten Bezugszeichen.
Diese Baugruppe unterscheidet sich von der in der ersten
Ausführungsform vorgestellten dadurch, daß die Befestigungseinrichtung
118 zwei Abschnitte 120 aufweist, die an den in Umfangsrichtung
verlaufenden Abschnitten 22 angeformt sind, und die im zusammengebauten
Zustand den Gasauslaßstutzen 14 umgreifen. Die Abschnitte 120 können
dabei an der Mantelfläche des Gasgenerators 12 anliegen, um eine zusätzliche
Fixierung zu bilden.
Die Befestigungseinrichtung 118 weist außerdem einen auf der
vom Gasauslaßstutzen 14 abgewandten Seite angeordneten Steg 132 auf, der
eine zusätzliche Stabilisierung liefert.
Die Befestigungseinrichtung 118 kann einstückig ausgebildet sein,
wobei diese dann auf der im zusammengebauten Zustand dem Gas
auslaßstutzen 14 zugewandten Seite zunächst offen ist und auf einander
gegenüberliegenden Seiten jeweils Laschen für Verbindungsstellen 26
aufweist. Auf einer Seite erstrecken sich diese Laschen über die
Verbindungsstellen 26 hinaus, um Ösen 24 zur Befestigung der Bau
gruppe an einem fahrzeugfesten Teil zu bilden. Zum Zusammenbau
wird die Befestigungseinrichtung 118 über den Gasgenerator 12 geschoben,
so daß die Verbindungsstellen 26 auf der Seite des Gasauslaßstutzen 14
liegen und die Abschnitte 120 den Gasauslaßstutzen 14 umgreifen.
Anschließend wird die Befestigungseinrichtung 118 an den Verbindungs
stellen 26 durch Nieten oder Durchsetzfügen mit den gegenüberliegenden
Laschen verbunden, woraufhin der Gasgenerator 12 in Bezug auf die
Befestigungseinrichtung 118 lagefixiert ist. Anschließend kann die Bau
gruppe am Fahrzeug montiert werden.
In dieser zweiten Ausführungsform wird das Gasleitungsrohr 16
nicht von der Befestigungseinrichtung 118 umgriffen, was den Vorteil hat,
daß keine Belastungen auf das Gasleitungsrohr 16 ausgeübt werden, die zu
einem etwaigen Verlust an Dichtigkeit führen könnten.
Möglicherweise vorhandenes Spiel zwischen dem Gasgenerator 12
und der Befestigungseinrichtung 18, 118 kann z. B. durch das Einlegen
von Blechstreifen in die Befestigungseinrichtung 118, 18 beseitigt werden. Da
die Gasauslaßleitung an den Gasgenerator 12 angeformt ist, muß die
Befestigungseinrichtung keine Funktion in der Abdichtung des Gasgene
rators gegenüber der Gasauslaßleitung übernehmen.
Claims (12)
1. Baugruppe für ein Gassackmodul, insbesondere für eine Seiten
aufprall-Schutzvorrichtung, mit einem im wesentlichen zylinderförmigen
Gasgenerator (12) und einer Befestigungseinrichtung (18, 118) für den
Gasgenerator (12), dadurch gekennzeichnet, daß sich von der Mantelfläche
des Zylinders ausgehend eine Gasauslaßleitung (14, 16) seitlich nach außen
erstreckt und daß die Befestigungseinrichtung (18, 118) wenigstens ein
Positionierungselement aufweist, das über die Gasauslaßleitung die Position
des Gasgenerators (12) in einem zusammengebauten Zustand wenigstens in
Umfangsrichtung bezüglich der Befestigungseinrichtung (18, 118) festlegt.
2. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Positionierungselement durch Abschnitte (20, 120) der Befestigungs
einrichtung (18, 118) gebildet ist, die die Gasauslaßleitung wenigstens
teilweise umgreifen.
3. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gasauslaßleitung einen an der Mantel
fläche angeformten Stutzen (14) und ein am Stutzen (14) angebrachtes
Gasleitungsrohr (16) umfaßt.
4. Baugruppe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Positionierungselement durch einen Bügel (20) gebildet ist, der in der Kontur
dem Gasleitungsrohr (16) angepaßt ist und in einem zusammengebauten
Zustand an diesem anliegt.
5. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung (18, 118) als
Schelle ausgebildet ist.
6. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungsstellen (26) vorgesehen sind, an
denen unterschiedliche Abschnitte der Befestigungseinrichtung (18, 118) im
zusammengebauten Zustand miteinander verbunden sein können.
7. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung (118) als ein
stückiges Teil ausgebildet ist.
8. Baugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung (18) aus mehreren Teilen
besteht.
9. Baugruppe nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindung der Abschnitte der Befestigungsein
richtung (18, 118) an den Verbindungsstellen (26) durch Nieten oder
Durchsetzfügen erfolgt.
10. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung (18, 118) über ein
Ende des Gasgenerators übersteht und einen Schutz (28) für einen
Anschluß (30) eines Zünders bildet.
11. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung (18, 118)
Montageeinrichtungen (24) zur Befestigung des Gasgenerators (12) an
einem fahrzeugfesten Teil aufweist.
12. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Positionierungselement (20, 120) die
Position des Gasgenerators (12) in axialer Richtung bezüglich der
Befestigungseinrichtung (18, 118) festlegt.
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