DE1012765B - Blutsenkungsautomat - Google Patents
BlutsenkungsautomatInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N15/00—Investigating characteristics of particles; Investigating permeability, pore-volume or surface-area of porous materials
- G01N15/04—Investigating sedimentation of particle suspensions
- G01N15/05—Investigating sedimentation of particle suspensions in blood
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Description
- Blutsenkungsautomat Für die Ermittlung der Blutsenkung werden allgemein Glas röhrchen verwendet, die in einem Stativ senkrecht unter Federdruck stehen. Die Blutsäule wird auf die Nullmarke eingestellt, worauf nach 1 Stunde an der Skala die bis dahin erfolgte Blutsenkung und nach einer weiteren Stunde der zweite Wert abgelesen wird. Diese Meßmethode hat den Nachteil, daß stets eine Person die Meßwerte zu stimmten oder anderen Zeiten ablesen muß, so daß sie während der Blutsenkung zeitlich gebunden und daß bei Verwendung von Hilfspersonal die Richtigkeit der Ablesung in hohem Maße von der geübten Sorgfalt der betreffenden Person abhängig ist.
- Bekannt sind fotografische Verfahren zur selbsttätigen Registrierung der Senkungsgeschwindigkeit, bei dem der Trennstrich zwischen klarer und trüber Lösung auf bewegtes lichtempfindliches Material kopiert oder die Kontrastwirkung mit Hilfe der als Zylinderlinse wirkenden Proberöhre und einer Blende erzielt wird, wobei die Zylinderlinse das Licht konzentriert und die Blende das gestreute Licht unwirksam macht. Bei beiden Verfahren werden Proberöhrchen und lichtempfindlicher Streifen aneinander vorbei bewegt.
- Die im folgenden beschriebene Erfindung verbessert in einfacher Weise den Kopiervorgang, z. B. durch Lichtpausverfahren, indem die dem lichtempfindlichen Papier zugewandte Seite des Proberöhrchens dünnwandig und eben ausgebildet ist und diese Fläche während der gesamten Blutsenkung fest auf dem lichtempfindlichen Streifen aufliegt. Damit wird ein optimaler Kopiervorgang erreicht, weil die dünne ebene Glasschicht zwischen Flüssigkeitsspiegel und Lichtpauspapier die störende Lichtstreuung verhindert und so den Kontrast zwischen klarer und trüber Flüssigkeit erhöht.
- Bei der im folgenden beschriebenen Erfindung läuft der Meßvorgang im Lichtpausverfahren mit selbsttätiger Registrierung ab in der Art, daß der Arzt nach Beendigung der Messung mit einem Blick auf den Meßstreifen in drei Tönungen die Blutsenkungswerte ablesen kann, und zwar den Nullpunkt zur Kontrolle, dann den Wert nach 1 Stunde und den nach 2 Stunden. Es können auch mehrere Blutsenkungen in einer Apparatur gleichzeitig erfolgen.
- Die Blutsäule befindet sich in einem Glasrohr, das in seiner Längsrichtung mindestens eine ebene und dünne Wandung hat, die zusammen mit einer transparenten Skala eine plane Anlagefläche für den feststehenden lichtempfindlichen Meßstreifen ergibt. Die Skala hat für diese Glasröhre eine entsprechende Aussparung.
- Die Belichtung erfolgt kurzzeitig, und zwar zu Beginn der Messung, wenn die Blutsäule mit der Null- marke abschließt, dann nach 1 Stunde und nochmals nach 2 Stunden. Die Lichtimpulse werden durch Kontakte über ein Uhrwerk gegeben; während die Skala gleichbleibend je dreimal belichtet wird, erfolgt die Belichtung der Blutsäule dagegen in drei verschiedenen Höhenstellungen. Auf dem Lichtpauspapier erscheint daher die Blutsäule auf der Gradierung stufenförmig getönt, so daß die beiden Meßwerte leicht abgelesen werden können und der Meßstreifen zugleich einen Beleg mit dem Namen des Patienten, der in ein dafür vorhandenes Feld einzutragen ist, darstellt und mit späteren Blutsenkungen gute Vergleichsmöglichkeiten gibt.
- Bei mehreren hintereinander angeordneten Meßstreifen kann jeweils nach Herausziehen des vorderen belichteten und eines lichtundurchlässigen Zwischenstreifens der folgende für die nächste Blutsenkung belichtet werden.
- In dem Gehäuse 1, an dem eine oder mehrere Meßstellen angebracht sind, befindet sich die Lichtquelle 2, die durch die transparente Skala 3 und die Blutsenkungs-Glasröhre 4 das Lichtpauspapier 5 belichtet.
- Die zu mehreren angeordneten Meßstreifen 5 stecken herausziehbar in der Kassette 6 und sind mit einem freien Feld 10 zur Namenseintragung des Patienten und sonstiger Daten versehen. Die Kassette 6 ist einsteckbar in das Gehäuse 1. Ein Uhrwerk 7 steuert zu bestimmten Zeiten die Lichtimpulse. In der Aufhängevorrichtung 8 wird die Blutsenkungsröhre 4 festgehalten. Diese liegt mit einer dünnen Wandung plan und unmittelbar an dem Lichtpauspapier 5, verläuft in der Aussparung 9 der Skala 3 und wird unten durch ein Schlauchstück 11 mit Schlauchhahn 12 verschlossen.
- Bei der ersten kurzen Belichtung bleibt das Lichtpauspapier 5 bis zur Nullmarke 13 durch die Blutsäule unbelichtet. Nach 1 Stunde wird das Differenzstück von der Nullmarke 13 bis zum Senkungsstand der Blutsäule 14 kurz belichtet und erhält damit eine bestimmte Tönung. Nach 2 Stunden wird dieses Differenzstück und zusätzlich noch das der nächsten Senkungsperiode von 14-15 kurz belichtet, während die Schicht unter der Blutsäule von 15 abwärts überhaupt nicht belichtet worden ist. Durch die verschiedenen Belichtungszeiten entstehen drei verschiedene Tönungen oder Stufen, an denen die Blutsenkung abgelesen wird, nachdem der Meßstreifen 5 im Entwickler 16 entwickelt worden ist.
- PATENTANSPRY3CHE.
- 1. Blutsenkungsautomat, bei dem der Blutspiegel eines mit Blut gefüllten Glasröhrchens in vorbestimmten Zeitabständen mittels einer Lichtquelle auf lichtempfindliches Papier projiziert wird, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die dem lichtempfindlichen Papier zugewandte Seite des Glasröhrchens eben ist und diese Fläche unmittelbar auf dem während der gesamten Blutsenkung festliegenden, ebenfalls ebenen lichtempfindlichen Papier aufliegt.
Claims (1)
- 2. Blutsenkungsautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere streifenartige lichtempfindliche Papiere, unter Federkraft stehend, hintereinanderliegend angeordnet sind.3. Blutsenkungsautomat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindlichen ebenen Papierstreifen durch eine mit einer Ausnehmung für das Glas röhrchen versehene durchsichtige Scheibe, die Skalenstriche enthält, abgedeckt sind.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 426 073, 508 348.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH21351A DE1012765B (de) | 1954-09-02 | 1954-09-02 | Blutsenkungsautomat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH21351A DE1012765B (de) | 1954-09-02 | 1954-09-02 | Blutsenkungsautomat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1012765B true DE1012765B (de) | 1957-07-25 |
Family
ID=7149040
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH21351A Pending DE1012765B (de) | 1954-09-02 | 1954-09-02 | Blutsenkungsautomat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1012765B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1183281B (de) | 1962-05-08 | 1964-12-10 | Charles M Blumenfeld | Vorrichtung zur Aufzeichnung von Absetzvorgaengen |
| DE1264109B (de) * | 1966-05-03 | 1968-03-21 | Dr Med Helmut Jansen | Vorrichtung zum selbsttaetigen Registrieren von Blutsenkungen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE426073C (de) * | 1925-07-02 | 1926-03-04 | Hanns Stammreich Dr | Verfahren zur selbsttaetigen Registrierung der Senkgeschwindigkeit suspendierter oder emulgierter Teilchen |
| DE508348C (de) * | 1926-12-05 | 1930-09-26 | Hanns Stammreich Dr | Verfahren zur photographischen Registrierung von Senkungs-, Diffusions- und aehnlichen Vorgaengen |
-
1954
- 1954-09-02 DE DEH21351A patent/DE1012765B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE426073C (de) * | 1925-07-02 | 1926-03-04 | Hanns Stammreich Dr | Verfahren zur selbsttaetigen Registrierung der Senkgeschwindigkeit suspendierter oder emulgierter Teilchen |
| DE508348C (de) * | 1926-12-05 | 1930-09-26 | Hanns Stammreich Dr | Verfahren zur photographischen Registrierung von Senkungs-, Diffusions- und aehnlichen Vorgaengen |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1183281B (de) | 1962-05-08 | 1964-12-10 | Charles M Blumenfeld | Vorrichtung zur Aufzeichnung von Absetzvorgaengen |
| DE1264109B (de) * | 1966-05-03 | 1968-03-21 | Dr Med Helmut Jansen | Vorrichtung zum selbsttaetigen Registrieren von Blutsenkungen |
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