DE10125452C2 - Vorrichtung und Verfahren zum Ablegen einer flexiblen Materialbahn - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Ablegen einer flexiblen MaterialbahnInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ablegen einer flexiblen Materialbahn
mit zumindest einem gegenläufig rotierenden Paar Legewalzen, zwischen denen die Materi
albahn einer Ablegestelle zuführbar ist, wobei die Legewalzen Teil eines Legewagens sind,
welcher über die Ablegelänge der Materialbahn mit umkehrbarer Orientierung verfahrbar ist.
Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Ablegen einer flexiblen
Materialbahn, wobei die Materialbahn über zumindest ein gegenläufig rotierendes Paar Le
gewalzen mindestens einer Ablegestelle zugeführt wird, wobei die Materialbahn gemeinsam
mit den Legewalzen über deren Ablegelänge verfahren wird und wobei während des Verfah
rens ein Orientierungswechsel entsprechend einer frei wählbaren Ablegelänge erfolgt.
Die Lehre der vorliegenden Patentanmeldung geht von einem Stand der Technik aus, der
sich aus der DE 91 16 502 U1 ergibt. Die dortige Abtafelmaschine umfasst einen Lege
schlitten mit Legewalzen, zwischen denen die Materialbahn zur Ablegestelle transportiert
wird. Der Legeschlitten kann mit umkehrbarer Orientierung verfahren werden. Die Material
bahn wird gemeinsam mit den Legewalzen bzw. dem Schlitten über eine bestimmte Able
gelänge verfahren, die der Länge einer Palette entspricht. Bei der in Rede stehenden Abta
felmaschine werden die Legewalzen mittels Zahnriemen angetrieben und die Materialbahn
kontaktiert die Walzen und wird zwischen diesen transportiert. Dabei wird immer nur jeweils
eine Walze angetrieben.
Bei der in Rede stehenden Art von Materialzuführung zur Ablegestelle ist nachteilig, dass die
Geschwindigkeit der Materialbahn und die Geschwindigkeit der einen angetriebenen und der
anderen, nicht angetriebenen Walze verschieden sein können und hierdurch Friktion erzeugt
wird. Durch diese Geschwindigkeitsdifferenzen kommt es zu mechanischer Beanspruchung,
Schieflage und elektrostatischen Effekten der Materialbahn infolge erhöhter Reibung, was zu
einer Qualitätseinbuße an der Materialbahn, an der Ausrichtung des Stapels und zu Falten
wurf auf dem Ablagestapel führen kann.
Ein weiterer einschlägiger Stand der Technik wird durch DE 198 03 837 A1 gebildet, die sich
mit dem Falten und Ablegen einer flexiblen Bahn in einer Zickzackfegung befasst. Zunächst
wird eine Bahn zumeist vertikal zwischen die Walzen gebracht. Im Kontakt mit den Walzen
läuft der jeweilige Bahnabschnitt mit derselben Drehrichtung und Drehgeschwindigkeit wie
die Walzen mit. Es erfolgt nun der Schritt des Ergreifens der Bahn mittels Greifern, die je
weils an der Peripherie einer Walze angeordnet sind. Das Ergreifen erfolgt senkrecht zur
Bewegungsrichtung der Bahn. Der Steg fährt mit dem Bahnmaterial in das Greifermaul. Das
Greifermaul verschließt sich während der weiteren Drehbewegung. Der Steg gleitet heraus.
Bevor abgelegt werden kann, ist zunächst der Schritt des Loslassens der Materialbahn zu
realisieren. Die Freigabe erfolgt immer am Umkehrpunkt der Zickzack-Lage. Die Hin- und
Herbewegung während des Ablegens senkrecht zur Bewegungsrichtung der ankommenden
Bahn erfolgt in Bruchteilen von Sekunden. Die Ablage erfolgt in Elevatoren, die mit wach
sendem Stapel nach unten verfahren werden. Es werden Stapelwechsel vorgenommen. Die
bekannte Vorrichtung kann kaskadenartig angeordnet werden, so dass mehrere Bandbreiten
bedient werden.
Die bekannte Vorrichtung ist dahingehend nachteilig, dass die Ablagelänge des Bandes von
der Abmessung der Walzen bestimmt ist. Je kleiner die Walzenabmessungen, um so mehr
Knickstellen hat eine Bahn. Gerade Knickstellen können zu einer Beeinträchtigung der Fa
sereigenschaften führen, zumal die abgelegte Bahn auch noch geraume Zeit in der gepack
ten Form verbleibt und unter Umständen mit anderen Bahnenstapeln belastet wird. Aus kon
struktiver und antriebstechnischer Sicht ist aber auch die Maximierung der Walzenabmes
sungen begrenzt. Hinzu kommt, dass durch die Greifermaul-Mimik Eindrücke am Material
entstehen, die die Optik der Materialoberfläche beeinträchtigen. Außerdem ist die Greifer
mimik mit Blick auf weiche Materialien ungeeignet, da die Nachgiebigkeit des Materials das
Greifen sehr erschwert oder bei hohem Greiferdruck starke Eindrücke im Material sichtbar
bleiben. Beim Ablegen unterschiedlicher Materialien ist daher eine aufwendige Maschinen
anpassung erforderlich. Des weiteren kommt es beim Ablegen zur Relativgeschwindigkeit
bzw. zur Reibung der abzulegenden Bahn auf der vorherigen Lage, was wiederum mit einer
Verschlechterung der Position der vorherigen Lage, deren Faltenwurf oder deren statischer
Aufladung oder auch mit einer Qualitätseinbuße der aneinanderreibenden Materialien ein
hergehen kann.
Aus der FR 1 272 173 ergibt sich eine Aufnahme für ein Endlosband aus dem Bereich Film,
Magnetband, Lochband, welche ständig rotiert. Das Band wird kontinuierlich im Kreislauf
geführt, verlässt die Aufnahme, kommt zu einer Benutzungseinheit, die Daten eingibt oder
liest, von da zu einer Materialzuführung, die zwei Rollen vorgeordnet ist. Von den Rollen aus
gelangt das Band wieder in die Aufnahme und wird dort sternförmig abgelegt und zwischen
gelagert. Die Rollen werden von Spannbändern mitgenommen, welche die Materialbahn
nicht zwischen sich transportieren. Es ist ein Zuführorgan vorgesehen, welches im Abstand
zwischen den Rollen angeordnet ist. Wenn das Materialband das Zuführorgan verlässt,
kommt es in Kontakt mit einem der Spannbänder. Da jedoch der Stapel stets abnimmt, be
steht nur ein sehr kurzzeitiger Kontakt zwischen Spannband und abzulegendem Material
band.
Ausgehend von dem gattungsbildenden Stand der Technik gemäß DE 91 16 502 U1 liegt
der Erfindung Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren der in Rede stehenden
Art anzugeben, wobei die Materialbahn in ihrer Lage und Beschaffenheit weitgehend unbe
einträchtigt zur Ablegestelle gelangt.
Die voranstehende Aufgabe wird im Hinblick auf die Vorrichtung durch die Merkmale des
Patentanspruches 1 gelöst. Danach ist eine Vorrichtung der in Rede stehenden Art derart
ausgestaltet und weitergebildet, dass der Legewagen zwei zumindest um die Legewalzen
umlaufende und diese in Bewegung versetzende Transportbänder umfasst, dass die Materi
albahn zwischen den Transportbändern zumindest teilweise geführt transportierbar ist und
dass die Geschwindigkeit der Materialbahn betragsgleich zur Geschwindigkeit der Trans
portbänder ist.
Ausgehend von der DE 91 16 502 U1 sind zunächst einmal die dortigen Nachteile erkannt
worden. Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass die Materialbahn in ihrer Lage und Be
schaffenheit weitgehend unbeeinträchtigt zur Ablegestelle gelangt, wenn sie zwischen zwei
Transportbändern geführt wird, welche dieselbe Geschwindigkeit haben wie die Material
bahn selbst. Da keine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Transportbändern und der
Materialbahn vorhanden ist, werden elektrostatische Effekte weitgehend vermieden und das
Material selbst durch Reibungsverminderung geschont sowie die Lage der Materialbahn -
sofern nicht anders gewünscht - beibehalten. Insofern kommt es auf dem Ablagestapel um
so weniger zu einer Verschlechterung der Position der vorherigen Lage, zu einem Falten
wurf, zu einer statischen Aufladung oder auch zu einer Qualitätseinbuße des Materials
selbst.
Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass sich die Transportbänder auf der Materialbahn - ob
nun geführt oder bereits abgelegt - nur abrollen ohne Friktion zu erzeugen. Die Zugspan
nung ist dadurch vernachlässigbar. Dagegen beanspruchen Walzen die Materialbahn durch
Zugspannung, Reibung und Schlupf. Da die Geschwindigkeit des Transportbandes betrags
gleich zur Geschwindigkeit der auf dem Transportband transportierten Materialbahn ist und
dadurch keine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Transportband und Materialbahn vor
handen ist, werden also elektrostatische Effekte weitgehend vermieden und das Material
selbst geschont. Die Reibungsverminderung ist vor allem im Hinblick auf das Ablegen der
Materialbahn auf die vorherige Lage von Bedeutung. Die beiden Legewalzen bzw. der Le
gewagen rollt sich stets auf der Materialbahn ab, so dass es nicht zu einer Verschlechterung
der Position der vorherigen Lage, zu einem Faltenwurf, zu einer statischen Aufladung oder
auch zu einer Qualitätseinbuße kommen kann. Durch den Einsatz eines Legewagens wird
außerdem bewirkt, dass auch die Geschwindigkeit der obersten Lage der abgelegten Mate
rialbahn und die Geschwindigkeit der die oberste Lage erreichende Materialbahn sowie die
Geschwindigkeiten der Lagen untereinander betragsgleich sind.
Mit Blick auf den aus DE 198 03 837 A1 bekannten Stand der Technik wird ausgeführt, dass
bisherige aus einer flexiblen Materialbahn gebildete Stapel nie über die Abmessungen einer
Euro-Palette hinausgehen und demzufolge eine hohe Anzahl an Knickstellen aufweisen,
was mit einer Eigenschaftsverschlechterung der Materialstruktur in diesen Bereichen ein
hergehen kann. Beispielsweise kann das Feuchtigkeitsabsorptionsverhalten oder auch das
Elastizitätsverhalten beeinträchtigt werden. Bei frei wählbarer Ablegelänge kann die Anzahl
der Knickstellen enorm vermindert werden. Es können Ablagelängen realisiert werden, die
der Breite einer LKW-Ladefläche entsprechen und dabei Verpackungsmaterial für kleine
Packgrößen gespart. Es werden transportmittelgerechte Formate zur Verfügung gestellt,
wobei die Häufigkeit der Transportmittelbe- und -entladevorgänge reduziert wird.
Ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel sieht vor, dass das Transportband des Le
gewagens sich zumindest teilweise parallel zur abgelegten Materialbahn erstreckt. Dieser
sich parallel zur abgelegten Materialbahn erstreckende Abschnitt des Transportbandes
kontaktiert die oberste abgelegte Materialbahn und übt somit eine Niederhaltefunktion aus.
Das Verfahren des Legewagens bringt es mit sich, dass der bezüglich der Materialbahn
wirksame Bereich des Transportbandes, nämlich der Materialbahnkontaktbereich, variabel
sein muss. Es könnte in diesem Zusammenhang auch von einer Längenänderung des
Transportbandes gesprochen werden, wobei die Länge des Transportbandes de facto er
halten bleibt, jedoch entweder durch Aufwickeln oder durch Bereichsumlagerung mit Blick
auf den Materialbahnkontakt geändert wird. Beim Verfahren des Legewagens haben einmal
größere, einmal kleinere Längenbereiche je nach der Position des Legewagens Kontakt zur
Materialbahn und üben die Niederhaltefunktion aus. Durch den Kontakt des Transportban
des mit der obersten abgelegten Materialbahn können vor allem bei leichten Materialien mit
einem Gewicht unter 60 g/m2 Windeinflüsse, Luftturbulenzen oder ähnliche Einflüsse weit
gehend ausgeschlossen werden. Die in Rede stehende Kontaktierung ermöglicht des weite
ren das Ablegen der Materialbahn bei höheren Geschwindigkeiten, insbesondere bei Ge
schwindigkeiten über 200 m/min. Ein gleichmäßiger Transport der Materialbahn bis zur
Ablegestelle wird erreicht, wenn jeder Legewalze ein Transportband zugeordnet ist, wobei
jedes für sich längenveränderlich ist und wobei eines die oberste Lage der abgelegten Mate
rialbahn nahezu vollständig kontaktiert, wenn sich die Legewalzen im Bereich der Knickstelle
befinden. Andernfalls können beide Transportbänder die örtlich vor und nach den Legewal
zen befindliche jeweilige oberste Lage der abgelegten Materialbahn kontaktieren.
Anstatt dem Transportband die Niederhaltefunktion zuzuordnen, könnte alternativ auch ein
separates Niederhalteband vorgesehen sein, welches um separate Niederhaltewalzen des
Legewagens läuft. Das Niederhalteband könnte sich parallel zur abgelegten Materialbahn
erstrecken, längenveränderlich sein und mit dem Untertrumm die oberste abgelegte Materi
albahn kontaktieren. Auch hier ist die Längenveränderlichkeit dahingehend zu verstehen,
dass das Niederhalteband bezüglich seines wirksamen Materialkontaktbereiches je nach
Verfahrposition des Legewagens variiert. In vorteilhafter Weise sind zwei Niederhaltebänder
zu beiden Seiten der Legewalzen von Vorteil, welche ein nahezu lückenloses Niederhalten
der jeweiligen obersten Lage der abgelegten Materialbahn ermöglichen. Eine Trennung der
Materialbahntransportfunktion und der Niederhaltefunktion ist im Hinblick auf die Realisie
rung einfacher Bauformen von praktischem Vorteil.
Im Hinblick auf die Variabilität des Transportbandes, ggf. des Niederhaltebandes könnte
eine Halte- und Spanneinrichtung vorgesehen sein. Im Falle einfacher Konstruktionen
könnte die Halte- und Spanneinrichtung als Wickeleinrichtung ausgebildet sein.
Damit nun die Funktionstüchtigkeit des Legewagens hergestellt werden kann, könnte ein
Antriebsmotor vorgesehen sein. Alternativ könnte auch ein magnetischer Antrieb Anwen
dung finden.
Je nach gewünschter Geschwindigkeit und gewünschter Sanftheit und Geführtheit des Ab
legens könnten eine Vielzahl von Materialbahnzuführwalzen vorgesehen sein, welche dem
Legewagen zugeordnet, insbesondere vorgeordnet, sind. Die Anordnung der Materialbahn
zuführwalzen könnte auf die baulichen Gegebenheiten des Standortes der erfindungsgemä
ßen Vorrichtung abgestimmt werden, so dass bezüglich des Transportbandverlaufes eine
große Gestaltungsfreiheit besteht. Je nach gewünschtem Bandverlauf könnte die Material
bahn bspw. vertikal oder horizontal zu den Legewalzen gelangen.
Alternativ zu der für die Praxis bedeutsamen Ausführungsform mit je einem Transportband
pro Legewalze und weiteren Materialzuführwalzen könnten auch weitere zusätzliche Trans
portbänder vorgesehen sein, die die Materialbahn schließlich zu den Legewalzen befördern.
Bei etwas komplizierteren Bauformen mit mehreren Materialbahnzuführwalzen könnte min
destens ein Wegausgleichswagen vorgesehen sein, welcher mit dem Legewagen zusam
menwirkt. In konstruktiver Hinsicht könnte der Wegausgleichswagen einen Zahnriemen um
fassen, welcher mit der bereits erwähnten Halte- und Spanneinrichtung zusammenwirkt. Je
mehr Wegausgleichswagen vorhanden sind, um so größere Übersetzungen können realisiert
werden und um so präziser und feiner arbeitet die Vorrichtung. Der hohe konstruktive Auf
wand mehrerer Wegausgleichswagen hat Bedeutung für ganz extrem empfindliche Material
bahnen, die nahezu unverfestigt sind.
Von besonderem Vorteil im Hinblick auf die Zuführung von Paletten, Kartons oder dgl. und
deren Abführung nach Ablage der Materialbahn könnte die Ablegestelle auf einer Auflageflä
che in Form eines Förderbandes angeordnet sein. Ein für die Erfindung wesentlicher Punkt
stellt die Höheneinstellbarkeit des Förderbandes mit der Ablegestelle dar. Denkbar wäre
auch eine Auflagefläche in Form einer Plattform eines einfachen Scherenhubtisches, wobei
eine weitgehend manuelle Beschickung mit der Ablegestelle und ein weitgehend manueller
Abtransport, ggf. per Gabelstapler, realisiert wird. Durch den permanenten Kontakt der ab
gelegten Materialbahn mit dem darüber befindlichen zur oberen Lage parallelen Abschnitt
des Transportbandes, ggf. mit dem Untertrumm eines separaten Niederhaltebandes, und der
entsprechenden Hubsteuerung des Förderbandes ist es möglich, vor allem leichte, volumi
nöse Materialien durch leichtes Andrücken kompakt abzutafeln. Hierdurch werden bei allen
Lagen der abgelegten Materialbahn auch die Kanten gleichmäßig ausgebildet und die Kni
cke an den Umkehrpunkten nur geringfügigst belastet, da weder ein gezieltes Anpressen
noch ein starkes Knicken stattfindet. Darüber hinaus ist die Höheneinstellbarkeit des Förder
bandes auch im Hinblick auf das Ausgleichen des anwachsenden Materialbahnstapels vor
teilhaft. Das Förderband könnte Bestandteil einer automatischen Fördereinrichtung sein,
welche zusätzliche zu- und abführseitige Transporteinrichtungen umfasst, welche ebenfalls
höheneinstellbar sein könnten und leere Bodenplatten oder Kartons antransportieren und die
fertigen Materialbahnstapel abführen. Die Transporteinrichtungen könnten als geschlossene
Transportbänder oder auch als Drei- oder Vierfachriemenförderer ausgebildet sein.
Der Legewagen könnte Bestandteil eines Legemoduls sein, welches aus bereits angespro
chenen Bauteilen, wie Materialbahnzuführwalzen, Wegausgleichswagen und den damit im
Zusammenhang stehenden entsprechenden Antriebseinrichtungen bestehen könnte. Das
Legemodul selbst könnte wiederum Bestandteil einer Gesamtanordnung sein, welche zu
sätzlich eine Materialbahnquelle, einen Materialbahnabwickler, eine Schneideinrichtung zum
Längsschneiden (Quetsch- oder Scherenschnitt) des Materials in einzelne Materialbahnen
und die Materialzuführungsmimik sowie ggf. eine Fördereinrichtung umfassen könnte. Zur
Materialbahnquelle ist auszuführen, dass diese entweder durch einen Speicher ausgebildet
sein könnte oder durch eine Rolle repräsentiert wird, von der die Materialbahn direkt abge
wickelt wird. In der Praxis kommt häufig eine dritte Variante zur Anwendung, wobei das
Material direkt von einer Produktionsanlage oder einer Kaschieranlage kommt. Die För
dereinrichtung könnten neben dem bereits erläuterten Förderband zuführ- und abführseitig
weitere Transportbänder vorsehen, die zum einen leere Ablegestellen, wie Bodenplatten,
antransportieren und den fertigen Materialbahnstapel abtransportieren. Dies könnte über
Riemenförderer realisiert werden, die teils mit begehbaren Abdeckplatten ausgestattet sind.
Des weiteren könnte eine Steuerung vorgesehen sein, die die fertigen Materialbahnstapel in
einem definierbaren Abstand voneinander positionieren, insbesondere auf einer zusätzlichen
Transportwalzenbahn, die ebenfalls mit einer Hubvorrichtung angehoben werden kann und
die Materialbahnstapel von den Riemenförderern abhebt und zu einer Verpackungsstraße
transportiert.
Die Gesamtanordnung umfasst - wie voranstehend beschrieben - mehrere Bauteile bzw.
Baugruppen, die im wesentlichen in einem Hauptgestell angeordnet sind. Das Hauptgestell
könnte aus massiven Vierkantrohren konstruiert sein und Gestelllängsverbinder aufweisen,
die eine Erweiterung bzw. Verlängerung des Hauptgestells ermöglichen. Auf diese Weise
könnte eine nur ein Legemodul umfassende Gesamtanordnung erweitert bzw. nachgerüstet
werden. Bspw. könnte eine Nachrüstung mit zwei weiteren Legemodulen, Changiereinrich
tungen zur Bewegung der Materialbahn über die Breite des Legemoduls einschließlich Ori
entierungswechsel, Ablegestellen und Fördereinrichtungen erfolgen. Bei Gesamtanordnun
gen mit mehr als drei Legemodulen könnten eins bis drei weitere Hauptgestelle angesetzt
werden, wodurch bis zu 24 Ablegestellen und mehr geschaffen werden können.
Das Legemodul oder auch - bei größeren Vorrichtungen - mehrere Legemodule könnte
bzw. könnten parallel oder senkrecht zur Laufrichtung des Materialbahnabwicklers angeord
net sein. Das modulare Konzept ermöglicht eine gute Anpassung an bestehende Platzver
hältnisse und eine raumsparende Anordnungsmöglichkeit.
Zur Art und Weise des Transports der Materialbahn wird ausgeführt, dass die Materialbahn
über die Breite der Legewalzen transportiert werden könnte und es zur Ausbildung eines
Zick-Zackstapels kommt. Alternativ könnten mindestens zwei Materialbahnen gleichzeitig
parallel mindestens einer Ablegestelle zugeführt werden. Innerhalb dieser Alternative könn
ten drei Varianten unterschieden werden. Es könnten zwei Streifen innerhalb eines Legewa
gens parallel zu einer Ablegestelle geführt werden und einen Materialbahnstapel in Parallel
ablage ausbilden. Außerdem könnten in einem Legewagen auch zwei Streifen zu einer
Ablegestelle transportiert werden, jedoch zwei separate Materialbahnstapel ausbilden.
Schließlich könnte mittels zweier nebeneinander geordneter Legewägen je eine Material
bahn je einer Ablegestelle zugeführt werden und je einen Materialbahnstapel ausgebildet
werden. Weitere vielfältige Varianten der Materialbahnzuführung und des Ablegens hinsicht
lich der Anzahl und des Ablegemusters sind denkbar. Eine Minimalvariante hinsichtlich An
zahl an Materialbahnen und Ablegemuster ist gegeben, wenn die Breite der Materialbahn
der Breite der Legewalzen bzw. des Legewagens entspricht. In diesem Fall bestünde eine
Variationsbreite nur noch hinsichtlich der Ablagelänge pro abgelegter Lage.
Da die Legewalzen erfindungsgemäß Bestandteil eines Legewagens, also einer im Vergleich
zu bekannten schwenkbaren Legearmen kompakten Konstruktion sind, können deren Brei
tenabmessungen verhältnismäßig hohe Werte, bis ca. 4000 mm, betragen. Mit Blick auf die
erfindungsgemäß frei wählbare Ablagelänge des Materialbahnstapels haben sich Abmes
sungen von ca. 1200 mm-2700 mm als vorteilhaft herausgestellt. Eine Ablagelänge von
2400 mm entspricht in etwa der Breite einer LKW-Ladefläche, so dass transportmittelge
rechte Abmessungen erzielt werden können und dadurch eine Verringerung der Häufigkeit
von Be- und Entladevorgängen erreicht wird und somit auch Lohnkosten und Zeitaufwand
vermindert werden. Die Höheabmessungen eines Materialbahnstapels könnten ca. 800-
1500 mm betragen.
Antriebstechnisch könnten der Legewagen und ggf. der oder die Wegausgleichswagen über
Zahnriemen angetrieben werden und auf Gleitlagern gelagert sein. Alternativ dazu könnte
der Antrieb über einen zweiten umlaufenden Zahnriementrieb erfolgen oder direkt über einen
Linearantrieb. Als weitere Alternative hierzu wäre auch das Prinzip eines Magnetantriebes,
insbesondere als Langstator-Linearantrieb, denkbar, wobei mit hoher Geschwindigkeit, ge
ringster Reibung und vibrationsfrei gefahren werden könnte. Hierbei würden der Legewagen
und der Wegausgleichswagen berührungslos auf einem Magnetfeld schweben.
Zweckmäßigerweise könnte die Gesamtanordnung oder auch ein einzelnes Legemodul an
gesteuert werden. Bezüglich der Gesamtanordnung könnte die Steuerung so ausgelegt sein,
dass alle Bewegungsabläufe über einzelne hochpräzise AC-Servomotoren angetrieben wer
den. Eine speziell hierzu zu entwickelnde Software könnte eine Integration mehrerer Soft
warepakete bestehen. Die Softwarepakete könnten eine Kernsoftware einzelner Legemo
dule umfassen, welche in einer Prozessorkarte oder speziellen SPS hinterlegt ist. Des weite
ren könnten die Softwarepakete eine zentrale SPS-Steuerung für alle peripheren Abläufe
und der Integration der verschiedenen Bauteile bzw. Baugruppen, ein Kommunikationssys
tem, insbesondere in Form eines Bussystems, sowie spezielle Visualisierungssoftware ent
halten.
Des weiteren wird die voranstehende Aufgabe im Hinblick auf das Verfahren durch die
Merkmale des Patentanspruches 24 gelöst. Danach wird ein Verfahren der in Rede stehen
den Art, insbesondere unter Verwendung der gemäß Patentanspruch 1 beschriebenen erfin
dungsgemäßen Vorrichtung, durchgeführt, dass die Materialbahn zwischen zwei Transport
bändern zur Ablegestelle transportiert wird, welche zumindest um die Legewalzen umlaufen
und diese in Bewegung versetzen und dass die Materialbahn mit der gleichen Geschwindig
keit bewegt wird wie die Transportbänder.
Wie bei der Vorrichtung nach Patentanspruch 1 ist auch hinsichtlich des Verfahrens erkannt
worden, dass die Materialbahn in ihrer Lage und Beschaffenheit weitgehend unbeeinträchtigt
zur Ablegestelle gelangt, wenn sie zwischen zwei Transportbändern geführt wird, welche
dieselbe Geschwindigkeit haben wie die Materialbahn selbst. Da keine Geschwindigkeits
differenz zwischen den Transportbändern und der Materialbahn vorhanden ist, werden elekt
rostatische Effekte weitgehend vermieden und das Material selbst durch Reibungsverminde
rung geschont sowie die Lage der Materialbahn - sofern nicht anders gewünscht - beibe
halten. Insofern kommt es auf dem Ablagestapel um so weniger zu einer Verschlechterung
der Position der vorherigen Lage, zu einem Faltenwurf, zu einer statischen Aufladung oder
auch zu einer Qualitätseinbuße des Materials selbst.
Durch die Zuführung der Materialbahn zwischen zwei Transportbändern, wobei die Material
bahn auf einem Transportband aufliegt und von dem anderen abgedeckt ist, ist einerseits
ausgeschlossen, dass die Materialbahn verrutscht und andererseits, dass die Materialbahn
verschmutzt oder anderweitigen äußeren Einflüssen ausgesetzt ist.
Im Hinblick auf weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird auf die allgemeine Beschreibung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nebst den dorti
gen Ausführungsbeispielen verwiesen, zumal dort Merkmale erläutert sind, die für das Ver
fahren auch relevant sind.
Zusammenfassend wird ausgeführt, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und dem
erfindungsgemäßen Verfahren, wonach die Materialbahn zwischen den Transportbändern
geführt ist und keine Relativgeschwindigkeit auftritt, ein schonendes weitgehend faltenfreies
Ablegen der Materialbahn ermöglicht wird. Außerdem ist die Ablegelänge der Materialbahn
frei einstellbar und über die Anordnung weiterer Materialbahnzuführwalzen vor den eigentli
chen Legewalzen können hohe Ablegegeschwindigkeiten bei gleichmäßigem, sanftem Able
gen realisiert werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung könnte als Einzelmaschine, Dop
pelmaschine oder im modularen Verbund arbeiten, wobei mittels Steuer- und Regeleinheiten
alle Legemodule synchronisiert sind. Mit der Erfindung und deren Ausführungsformen wird
eine qualitative und zeitliche Optimierung gegenüber dem Stand der Technik erreicht. Letzt
lich wird ein Materialbahnstapel erhalten, wobei keine Oberflächenschäden an der Material
bahn, keine Falten, keine unsaubere Ablage derselben auftritt. Außerdem weist der Materi
albahnstapel geringer belastete Knickstellen auf. Schließlich können Vorteile hinsichtlich des
Transports und der Lagerung erzielt werden, wenn große Formate gestapelt werden.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhaf
ter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die den Patentansprü
chen 1 und 24 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung
von mehreren Ausführungsbeispielen nebst Ausgestaltungen der Erfindung anhand der
Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der angeführten Ausführungs
beispiele der Erfindung anhand der Zeichnung werden im allgemeinen bevorzugte Ausges
taltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 in schematischer Darstellung, eine Seitenansicht eines ersten Ausführungs
beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 in schematischer Darstellung, eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungs
beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 3 in schematischer Darstellung, eine Seitenansicht eines dritten Ausführungs
beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 4 in schematischer Darstellung, eine Seitenansicht eines vierten Ausführungs
beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 5 in schematischer Darstellung, der Gegenstand aus Fig. 4, in Form einer Dop
pelmaschine mit zwei Ablegestellen,
Fig. 6 in schematischer Darstellung, der Gegenstand aus Fig. 4, mit einem abge
wandelten Bandsystem gemäß einer möglichen Variante,
Fig. 7 in schematischer Darstellung, der Gegenstand aus Fig. 4, mit einem abge
wandelten Bandsystem gemäß einer weiteren möglichen Variante,
Fig. 8 in schematischer Darstellung, eine Seitenansicht eines fünften Ausführungs
beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 9 in schematischer Darstellung, eine Vorderansicht des Gegenstandes aus Fig.
5 als Bestandteil einer Gesamtanordnung,
Fig. 10 in schematischer Darstellung, eine Aufsicht auf den Gegenstand aus Fig. 9,
Fig. 11 in schematischer Darstellung, eine Seitenansicht des Gegenstandes aus Fig.
9, gesehen von einem Blickpunkt aus, der sich vor der Schneideinrichtung
befindet,
Fig. 12 in schematischer Perspektivdarstellung, den Gegenstand aus Fig. 5 als
Bestandteil einer Gesamtanordnung aus vier Doppelmaschinen,
Fig. 13 in schematischer Perspektivdarstellung, ein fertiger Materialbahnstapel in
Zick-Zack-Legung,
Fig. 14 in schematischer Perspektivdarstellung, ein fertiger Materialbahnstapel in
Parallel-Legung,
Fig. 15 in schematischer Darstellung, eine Vorderansicht eines Legemoduls mit einer
Materialbahn und einer Ablegestelle,
Fig. 16 in schematischer Darstellung, eine Vorderansicht eines Legemoduls mit zwei
Materialbahnen und einer Ablegestelle,
Fig. 17 in schematischer Perspektivdarstellung, ein fertiger Materialbahnstapel aus
dem Legemodul gemäß Fig. 16,
Fig. 18 in schematischer Darstellung, eine Vorderansicht eines Legemoduls mit zwei
Materialbahnen und einer Ablegestelle und
Fig. 19 in schematischer Darstellung, eine Vorderansicht eines Legemoduls mit sie
ben Materialbahnen und einer Ablegestelle.
Die Fig. 1 bis 11 zeigen eine Vorrichtung zum Ablegen einer flexiblen Materialbahn 1 mit
einem gegenläufig rotierenden Paar Legewalzen 2, 3, wobei die Materialbahn 1 mittels der
Legewalzen 2, 3 transportiert und mindestens einer Ablegestelle 4 zugeführt wird.
Erfindungsgemäß sind die Legewalzen 2, 3 Teil eines Legewagens 5, welcher über die
Ablegelänge L der Materialbahn 1 in Bewegungsrichtung X mit umkehrbarer Orientierung
verfahrbar ist.
Der Legewagen 5 umfasst zwei Transportbänder 6, 7, zwischen welchen die Materialbahn 1
teilweise geführt transportiert wird. Die Geschwindigkeit der Materialbahn 1 ist betragsgleich
zur Geschwindigkeit der Transportbänder 6, 7.
Abgesehen von dem zweiten Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Transportbänder 6, 7
des Legewagens 5 bei allen anderen Ausführungsbeispielen zumindest teilweise parallel zur
abgelegten Materialbahn 1. In den sich parallel zur abgelegten Materialbahn 1 erstreckenden
Abschnitten 8, 9 üben die Transportbänder 6, 7 eine Niederhaltefunktion auf die oberste
abgelegte Materialbahn 1 aus. Die Längenabmessungen der wirksamen Materialbahnkon
taktbereiche der Abschnitte 8, 9 variiren entsprechend der Verfahrposition des Legewagens
5.
In Fig. 2 ist das zu allen anderen Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Vorrich
tung alternative zweite Ausführungsbeispiel gezeigt, wobei der Legewagen 5 zwei separate
Niederhaltebänder 10, 11 umfasst. Die Niederhaltebänder 10, 11 erstrecken sich parallel zur
abgelegten Materialbahn 1 und üben über das jeweilige Untertrumm 12, 13 eine Niederhal
tefunktion auf die oberste abgelegte Materialbahn 1 aus. Es sind des weiteren zwei separate
Niederhaltewalzen 14, 15 vorgesehen, um die die Niederhaltebänder 10, 11 umlaufen. Die
Längenabmessungen der wirksamen Materialbahnkontaktbereiche der Untertrumms 12, 13
variiren entsprechend der Verfahrposition des Legewagens 5.
Bei den in den Fig. 1 und 2 gezeigten Transportbändern 6, 7 und Niederhaltebändern 10, 11
ist jeweils ein Antriebsmotor 16 und mit Blick auf deren variierenden Materialbahnkontaktbe
reichen eine hier als Wickeleinrichtung ausgebildete Halte- und Spanneinrichtung 17 vorge
sehen. Des weiteren sind dem Legewagen 5 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel weite
re Materialbahnzuführwalzen 18, 19, 20, 21 und gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
weitere Materialbahnzuführwalzen 18, 19 zugeordnet, über welche die Materialbahn 1 in
Bewegungsrichtung Z den Legewalzen 2, 3 zugeführt wird. Bei dem in Fig. 1 gezeigten ers
ten Ausführungsbeispiel sind außerdem zusätzlich zu den längenveränderlichen Transport
bändern 6, 7 zwei weitere Transportbänder 22, 23 vorgesehen, welche um die Material
bahnzuführwalzen 18 bis 21 umlaufen. Die in Fig. 4 ff. gezeigten Ausführungsbeispiele zei
gen ganze Bandsysteme, wobei Materialzuführwalzen 31 bis 47 vorgesehen sind, die teils
unterschiedliche Funktionen haben.
Auch das in Fig. 3 gezeigte dritte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
verfügt über je ein weiteres Transportband 22, 23, welches jeweils ein Paar Materialbahn
zuführwalzen 18 und 20 bzw. 19 und 21 umläuft. Die nicht näher bezeichneten Kästchen an
den Transportbändern 6, 7 stehen für mechanische Verbindungen zum Zahnriemen 25.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß dem in den Fig. 4 bis 12 gezeigten vierten und
fünften Ausführungsbeispiel umfasst einen Wegausgleichswagen 24, welcher mit dem Le
gewagen 5 zusammenwirkt. Während beim vierten Ausführungsbeispiel nur ein Wegaus
gleichswagen vorgesehen ist, zeigt das fünfte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 drei Weg
ausgleichswagen 24. Der Wegausgleichswagen 24 umfasst in den Fig. 4 bis 12 einen endli
chen Zahnriemen 25, welcher an der Halte- und Spanneinrichtung 17, die hier als pneumati
scher Spannzylinder vorliegt, befestigt ist.
In Fig. 5 ist eine Abwandlung des vierten Ausführungsbeispiels dargestellt, wobei die erfin
dungsgemäße Vorrichtung Bestandteil einer Doppelmaschine mit zwei Ablegestellen 4 ist.
Zwei Legewagen 5 mit dem zugehörigen Bandsystem sind spiegelbildlich in das Gestell 26
der Vorrichtung eingebaut. Die Transportbänder 6, 7 sind über die Wegausgleichswagen 24
mit dem Zahnriemen 25 verbunden, deren Enden zum Spannen der Transportbänder 6, 7 an
den Halte- und Spanneinrichtungen 17 befestigt sind. Die Zahnriemen 25 führen über Zahn
riemenscheiben, die ausschließlich in Fig. 5 mit 27, 28, 29 näher bezeichnet sind Die Zahn
riemenscheibe 27 ist angetrieben und untersetzt die beiden Wegausgleichswagen 24 über
Umlenkrollen 30 im vorgegebenen Verhältnis, hier 1 : 2. Über die Zahnriemenscheibe 27 wer
den auch die Legewagen 5, verbunden über die Transportbänder 6, 7 translatorisch ange
trieben.
Bezüglich des vierten und fünften Ausführungsbeispiels erfolgt der Transport der Material
bahn 1 teilweise zwischen den beiden Transportbändern 6, 7 und zwar insbesondere in ei
nem Bereich, der parallel zum Abschnitt 9 des Transportbandes 6 verläuft, und auch darüber
hinausgehend. Ebenso werden dort Bandsysteme ausgebildet, wobei die Materialbahn 1
über eine Vielzahl von den Legewalzen 2, 3 vorgeschalteten Materialzuführwalzen die be
züglich des vierten und fünften Ausführungsbeispiel ausschließlich in Fig. 5 mit 31 bis 47
näher bezeichnet sind, ein- oder mehrfach umgelenkt wird. Die Transportbänder 6, 7 sind
geschlossen ausgeführt.
Das Transportband 6 umläuft die Materialbahnzuführwalzen 31 bis 41. Die Materialbahnzu
führwalzen 32, 34, 35 bis 38, 40 und 41 sind fest eingebaut. Die Materialbahnzuführwalze 41
ist als Regelwalze für den Geradeauslauf ausgebildet. Die Materialbahnzuführwalzen 31 und
34 sind in dem translatorisch in Bewegungsrichtung X bewegbaren Wegausgleichswagen 24
und die Materialbahnzuführwalze 39 in dem translatorisch bewegbaren Legewagen 5 gela
gert.
Das Transportband 7 umläuft die Materialbahnzuführwalzen 42 bis 47. Bis auf die Material
bahnzuführwalzen 45 und 46 sind die übrigen fest in das Gestell 26 eingebaut. Die Material
bahnzuführwalzen 45 bis 46 sind im Legewagen 5 gelagert, die Materialbahnzuführwalze 42
ist als Regelwalze für den Geradeauslauf ausgebildet.
Die Materialbahnzuführwalzen 37 und 44 sind als Antriebsrollen ausgelegt, wobei die Trans
portbänder 6, 7 wahlweise durch separate Antriebe oder durch einen gemeinsamen Antrieb
angetrieben sind. Sowohl der Wegausgleichswagen 24 als auch der Legewagen 5 sind in
Linearführungen gelagert. Im Hinblick darauf, dass der Transport der Materialbahn 1 teilwei
se zwischen den beiden Transportbändern 6, 7 erfolgt, sind die Materialbahnzuführwalzen
34 bis 39 und 42 bis 46 so im Bandsystem angeordnet, dass eine Druckzone 48 ausgebildet
wird, wobei der Abstand zwischen den Transportbändern 6, 7 angepasst werden kann. Die
beiden Materialbahnzuführwalzen 39 und 46 entsprechen den Legewalzen 2, 3.
Die Materialbahnzuführwalzen 41 und 42 sind als Bahnregelwalzen ausgeführt und können
schräggestellt werden. Der Drehpunkt für die Schrägstellung ist mittig im Legemodul 49 an
geordnet. Das Legemodul 49 umfasst sämtliche Bauteile, die nötig sind, um die aus einer
Materialbahnzuführeinrichtung 50 austretende Materialbahn 1 bis zur Ablegestelle 4 zu be
fördern.
Bei dem in Fig. 6 gezeigten Legemodul 49 sind zwei größere Materialbahnzuführwalzen 51,
52 vorgesehen. Je nach Baugröße der Materialbahnzuführwalzen 51, 52 lassen sich
Beschleunigungs- und Geschwindigkeitseffekte erzielen und Übersetzungsverhältnisse mo
dulieren.
Eine weitere Variante des vierten Ausführungsbeispiels ergibt sich aus Fig. 7, wo sich die
Druckzone 48 des Legemoduls 49 nur auf den Bereich beschränkt, der sich parallel zum
Abschnitt 9 des Transportbandes 6 erstreckt. Die dortige Bauausführung wird konstruktiven
Bedürfnissen gerecht und erlaubt es, um die Ecke zu bauen. Der Wegausgleichswagen 24
bewegt sich translatorisch vertikal in Bewegungsrichtung Z.
Bei allen Ausführungsbeispielen sind die Transportbänder 6, 7 aus einem antistatischem
Material und graphitbeschichtet. Außerdem ist die Ablegestelle 4 stets als Bodenplatte aus
geführt und auf einem Förderband 53 angeordnet.
Das Förderband 53 ist in der Bewegungsrichtung Z höheneinstellbar und übt einen Anpress
druck auf jede abgelegte Lage der Materialbahn 1 bzw. den daraus gebildeten Materialbahn
stapel 54 aus. Der Gegendruck wird über den sich parallel zur Ablegestelle 4 bzw. zur o
bersten abgelegten Lage der Materialbahn 1 erstreckenden Abschnitt 8, 9 des Transport
bandes 6, 7 realisiert. Bezüglich Fig. 2 wird der Gegendruck von dem sich parallel zur Able
gestelle 4 bzw. zur obersten abgelegten Lage der Materialbahn 1 erstreckenden Niederhal
teband 10, 11, insbesondere von dessen Untertrumm 12, 13, aufgebracht.
Die Fig. 9 bis 11, zeigen Legemodule 49 als Bestandteil einer modular aufgebauten Ge
samtanordnung 55, welche zusätzlich eine Materialbahnquelle 56 mit direkt aus der Produk
tion kommendem Material, einen Materialbahnabwickler 57, einen nicht näher bezeichneten
Materialbahnspeicher, eine Schneideinrichtung 58 zur Erstellung von insgesamt sechs Mate
rialbahnen 1, eine Materialbahnzuführeinrichtung 50 eine Fördereinrichtung 59 umfasst. Die
drei Legemodule 49 aus den Fig. 9 bis 11 entsprechen dem Legemodul 49 in Form einer
Doppelmaschine aus Fig. 5. Der Materialbahnzuführeinrichtung 50 ist eine Changiereinrich
tung 60 vorgeordnet, welche bewirkt, dass die Materialbahn 1 über die Breite B des Lege
wagens 5 mit seinen Legewalzen 2, 3 und der übrigen hier nicht näher bezeichneten Materi
albahnzuführwalzen transportierbar ist. Mit 61 ist das Hauptgestell der Gesamtanordnung 55
bezeichnet.
Fig. 10 zeigt, dass die Legemodule 49 senkrecht zur Laufrichtung M des Materialbahnab
wicklers 57 angeordnet sind. Wie aus Fig. 11 besonders deutlich erkennbar, umfasst die
Fördereinrichtung 59 drei Förderbänder, die senkrecht zur Laufrichtung M des Materialbahn
abwicklers 57 angeordnet sind. Das höhenveränderliche Förderband 53 befindet sich direkt
unterhalb eines jeden Legemoduls 49. Des weiteren sind Transportwalzen 62 auf der Ab
führseite 63 der Fördereinrichtung 59 vorgesehen, welche die ankommenden Materialbahn
stapel parallel zur Laufrichtung M des Materialbahnabwicklers 57 weiterbefördern. Auf der
Zuführseite 64 werden die Ablegestellen 4 in Form von Bodenplatten über die Förderein
richtung 59 zum Legemodul 49 transportiert. Die beiden nicht näher bezeichneten Förder
bänder auf der Zu- und Abführseite 63, 64 sind gemeinsam mit dem Förderband 53 auf ei
nem gemeinsamen, hier nicht dargestellten Hubgestell gelagert, welches über motorisch
angetriebene Hubspindeln und entsprechender Hubsteuerung der jeweils notwendigen Le
gehöhe angepasst wird, d. h. entweder in Start- oder Abtransportposition fährt. Verfahrens
technisch werden bei einem Wechsel des Materialbahnstapels 54 die fertigen Materialbahn
stapel 54 auf der Abführseite 63 aus der Vorrichtung gefahren und gleichzeitig leere Able
gestellen 4 von der Zuführseite 64 eingezogen. In der Fördereinrichtung 59 sind außerdem
nicht dargestellte Positionier- und Fixiermittel vorgesehen, die die Ablegestellen 4 positionie
ren und fixieren.
Die Fig. 12 zeigt eine Anordnung von vier Doppelmaschinen, wie in Fig. 5 gezeigt. Die Mate
rialbahn 1 wird über die Breite B der Legemodule 49 transportiert. Pro Legemodul 49 bzw.
pro Doppelmaschine werden zwei Materialbahnstapel 54 ausgebildet.
In den Fig. 13 und 14 sind zwei Arten von Materialbahnstapeln 54 gezeigt, nämlich einer
seits einen Zick-Zack-Stapel und andererseits eine Stapel mit parallel abgelegten Material
bahnen 1, welche über Klebestellen 65 miteinander verbunden sind.
Die Fig. 15, 16 und 19 zeigen Legemodule 49, wobei eine Materialbahn 1 (Fig. 15), oder
zwei Materialbahnen 1 (Fig. 16) oder sieben Materialbahnen 1 (Fig. 19) gleichzeitig einer
Ablegestelle 4 zugeführt werden. Fig. 17 zeigt einen fertigen Materialbahnstapel 54, wie er
im Legemodul 49 gemäß Fig. 16 erstellt wird. Aus Fig. 18 ergibt sich ein Legemodul 49 mit
zwei Materialbahnen 1, zwei Materialzuführeinrichtungen 50 und zwei Ablegestellen 4.
Hinsichtlich weiterer, in den Figuren nicht gezeigter Merkmale wird auf den allgemeinen Teil
der Beschreibung verwiesen.
Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemäße Lehre nicht auf die vor
anstehend erörterten Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist. Vielmehr sind die unterschied
lichsten Ausführungsformen der Gesamtanordnung, der einzelnen Legemodule möglich.
1
Materialbahn
2
Legewalze
3
Legewalze
4
Ablegestelle
5
Legewagen
6
Transportband .
7
Transportband
8
Abschnitt von
6
, parallel zu
1
9
Abschnitt von
7
, parallel zu
1
10
Niederhalteband
11
Niederhalteband
12
Untertrumm von
10
13
Untertrumm von
11
14
Niederhaltewalze
15
Niederhaltewalze
16
Antriebsmotor
17
Halte- und Spanneinrichtung
18-21
Materialbahnzuführwalzen
22
Transportband
23
Transportband
24
Wegausgleichswagen
25
Zahnriemen
26
Gestell
27-29
Zahnriemenscheibe
30
Umlenkrolle
31-47
Materialbahnzuführwalzen
48
Druckzone zwischen
6
,
7
49
Legemodul
50
Materialbahnzuführeinrichtung
51-52
Materialbahnzuführwalzen
53
Förderband
54
Materialbahnstapel
55
Gesamtanordnung
56
Materialbahnquelle
57
Materialbahnabwickler
58
Schneideinrichtung
59
Fördereinrichtung
60
Changiereinrichtung
61
Hauptgestell
62
Transportwalzen
63
Abführseite von
59
64
Zuführseite von
59
65
Klebestellen von
54
L Ablegelänge
X horizontale Bewegungsrichtung
Z vertikale Bewegungsrichtung
B Breite
X horizontale Bewegungsrichtung
Z vertikale Bewegungsrichtung
B Breite
Claims (26)
1. Vorrichtung zum Ablegen einer flexiblen Materialbahn (1) mit zumindest einem ge
genläufig rotierenden Paar Legewalzen (2, 3), zwischen denen die Materialbahn einer Able
gestelle (4) zuführbar ist, wobei die Legewalzen (2, 3) Teil eines Legewagens (5) sind, wel
cher über die Ablegelänge (L) der Materialbahn (1) mit umkehrbarer Orientierung verfahrbar
ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Legewagen (5) zwei zumindest um die Legewalzen (2, 3) umlaufende und diese in
Bewegung versetzende Transportbänder (6, 7) umfasst, dass die Materialbahn (1) zwischen
den Transportbändern (6, 7) zumindest teilweise geführt transportierbar ist und dass die
Geschwindigkeit der Materialbahn (1) betragsgleich zur Geschwindigkeit der Transportbän
der (6, 7) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Transportband
(6, 7) des Legewagens (5) zumindest teilweise parallel zur abgelegten Materialbahn (1) er
streckt und dort, insbesondere über seinen Abschnitt (8, 9), eine Niederhaltefunktion auf die
oberste abgelegte Materialbahn (1) ausübt
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (6,
7), insbesondere sein Abschnitt (8, 9), bezüglich seines wirksamen Materialbahnkontaktbe
reiches beim Verfahren des Legewagens (5), je nach dessen Position, in der Längenabmes
sung variiert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein separa
tes Niederhalteband (10, 11) vorgesehen ist, welches separaten Niederhaltewalzen (14, 15)
des Legewagens (5) zugeordnet ist, sich parallel zur abgelegten Materialbahn (1) erstreckt
und dort, insbesondere über sein Untertrumm (12, 13), eine Niederhaltefunktion auf die o
berste abgelegte Materialbahn (1) ausübt, wobei es bezüglich seines wirksamen Material
bahnkontaktbereiches beim Verfahren des Legewagens (5), je nach dessen Position, in der
Längenabmessung variiert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Hinblick auf
die Variabilität des Transportbandes (6, 7) oder des Niederhaltebandes (10, 11) eine Halte-
und Spanneinrichtung (17) vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass für
den Legewagen (5) bzw. für die Transportbänder (6, 7) ein Antriebsmotor (16) oder ein
magnetischer Antrieb, insbesondere in Form eines Langstator-Linearantriebes, vorgesehen
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der
Legewagen (5) weitere Materialbahnzuführwalzen (18 bis 21, 31 bis 47, 51, 52) aufweist,
über welche die Materialbahn (1) in frei festlegbarer Bewegungsrichtung (Z, X) den Lege
walzen (2, 3) zuführbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahnzu
führwalzen (18 bis 21) mit einem weiteren Transportband (22, 23) ausgestattet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass min
destens ein Wegausgleichswagen (24) vorgesehen ist, welcher mit dem Legewagen (5) zu
sammenwirkt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wegausgleichswa
gen (24) einen Zahnriemen (25) umfasst, welcher mit der Halte- und Spanneinrichtung (17)
zusammenwirkt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die
Ablegestelle (4) auf einer Auflagefläche, insbesondere in Form eines Förderbandes (53)
oder einer Plattform, angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Ablegestelle (4), die Auflagefläche, insbesondere das Förderband (53) oder die Plattform, in
der Bewegungsrichtung (Z) höheneinstellbar ist und einen Anpressdruck auf eine Lage oder
einen aus mehreren abgelegten Lagen der Materialbahn (1) gebildeten Materialbahnstapel
(54) ausübt, wobei der Gegendruck über den sich parallel zur Ablegestelle (4) bzw. zur o
bersten abgelegten Lage des Materialbandes erstreckenden Abschnitt (8, 9) des Transport
bandes (6, 7) oder das sich parallel zur Ablegestelle (4) bzw. zur obersten abgelegten Lage
des Materialbandes erstreckende Niederhalteband (10, 11), insbesondere dessen Unter
trumm (12, 13), realisierbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der
Legewagen (5) Bestandteil eines Legemoduls (49) ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Legemodul (49)
Bestandteil einer Gesamtanordnung (55) ist, welche zusätzlich einen Materialbahnabwickler
(57), eine Schneideinrichtung (58), eine Materialbahnzuführeinrichtung (50), ggf. eine För
dereinrichtung (59) umfasst.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Legemodul (49)
oder mehrere Legemodule (49) parallel oder senkrecht zur Laufrichtung (M) des Material
bahnabwicklers (57) angeordnet ist bzw. sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die
Materialbahn über die Breite der Legewalzen bzw. des Legemoduls transportierbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass min
destens zwei Materialbahnen (1) gleichzeitig parallel mindestens einer Ablegestelle (4) zu
führbar sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die
Materialbahn (1) in etwa der Breite der Legewalzen (2, 3) bzw. des Legemoduls (49) ent
spricht.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die
Breite (B) der Legewalzen (2, 3) bzw. des gesamten Legemoduls (49) ca. 800 mm bis 4000 mm
beträgt.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die
Ablegelänge (L) des Materialbahnstapels (54) ca. 1200 mm bis 2700 mm beträgt.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die
Höhenabmessung (H) des Materialbahnstapels (54) ca. 800 mm bis 1500 mm beträgt.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die
Transportbänder (6, 7) eine Druckzone (48) ausbilden.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine
den Legewalzen (2, 3) vorgeschaltete Materialbahnzuführeinrichtung (50) vorgesehen ist,
von der aus die Materialbahn (1) zu Materialbahnzuführwalzen (18 bis 21, 31 bis 47, 51, 52)
gelangt und über letztere ein- oder mehrfach umlenkbar ist.
24. Verfahren zum Ablegen einer flexiblen Materialbahn,
wobei die Materialbahn (1) über zumindest ein gegenläufig rotierendes Paar Le gewalzen (2, 3) mindestens einer Ablegestelle (4) zugeführt wird,
wobei die Materialbahn (1) gemeinsam mit den Legewalzen (2, 3) über deren Ablegelänge (L) verfahren wird und
wobei während des Verfahrens ein Orientierungswechsel entsprechend einer frei wählbaren Ablegelänge (L) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet
dass die Materialbahn (1) zwischen zwei Transportbändern (6, 7) zur Ablegestelle (4) transportiert wird, welche zumindest um die Legewalzen (2, 3) umlaufen und diese in Bewe gung versetzen und
dass die Materialbahn mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt wird wie die Transportbänder (6, 7).
wobei die Materialbahn (1) über zumindest ein gegenläufig rotierendes Paar Le gewalzen (2, 3) mindestens einer Ablegestelle (4) zugeführt wird,
wobei die Materialbahn (1) gemeinsam mit den Legewalzen (2, 3) über deren Ablegelänge (L) verfahren wird und
wobei während des Verfahrens ein Orientierungswechsel entsprechend einer frei wählbaren Ablegelänge (L) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet
dass die Materialbahn (1) zwischen zwei Transportbändern (6, 7) zur Ablegestelle (4) transportiert wird, welche zumindest um die Legewalzen (2, 3) umlaufen und diese in Bewe gung versetzen und
dass die Materialbahn mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt wird wie die Transportbänder (6, 7).
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die oberste abgelegte
Materialbahn (1) während des Ablegens mit der Oberseite das Transportband oder ein Nie
derhalteband kontaktiert und mit der Unterseite Kontakt zur Ablegestelle (4) oder zum Mate
rialbahnstapel (54) hat.
26. Verfahren nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Able
gestelle (4) auf einem Transportband zu einer höhenverstellbaren Auflagefläche, insbeson
dere zum Förderband (53), transportiert wird, und nach der Befüllung mit der Materialbahn
(1) gemeinsam mit dem Materialbahnstapel (54) auf einem Transportband abgeführt wird.
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