DE10123535A1 - Verfahren und Anlage zur Durchführung eines Gewinnspiels - Google Patents
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Abstract
Zur Durchführung eines Gewinnspiels an Verkaufsstätten werden an der Kasse Losdaten auf einem Beleg ausgedruckt, den der Kunde erhält. In Durchgangsrichtung nach der Kasse ist wenigstens ein Gewinncomputer vorgesehen. Der Kunde gibt die Losdaten auf dem Beleg in den Gewinncomputer ein. Im Gewinnfall erhält er den Gewinn durch den Gewinncomputer.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage
zur Durchführung eines Gewinnspiels an Verkaufsstätten mit
wenigstens einer Kasse.
Bei den heutzutage in Kaufhäusern, Einkaufszentren und dgl.
Verkaufsstätten durchgeführten Gewinnspielen muss man meis
tens etwas einsenden, etwas aufrubbeln, ausfüllen oder dgl.,
wofür die meisten Menschen oft nicht mehr die Zeit haben oder
sie sich nicht nehmen wollen. Auch setzt es den aleatorischen
Reiz herab, wenn man erst nach Tagen oder Wochen erfährt, ob
man etwas gewonnen hat.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein interessantes Gewinn
spiel bereitzustellen, bei dem man schon nach kurzer Zeit
weiß, ob man etwas gewonnen hat.
Dies wird erfindungsgemäß mit dem im Anspruch 1 gekennzeich
neten Verfahren erreicht. In den Unteransprüchen 2 bis 4 sind
vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens
wiedergegeben. Im Anspruch 5 ist eine vorteilhafte Anlage zur
Durchführung des Gewinnspiels gekennzeichnet, welche durch
die Maßnahmen der Ansprüche 6 und 7 weiter ausgebildet wird.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren geht der Kunde zur Kasse
eines Geschäftes, Einkaufshauses oder dgl. Verkaufsstätte und
bezahlt dort die eingekaufte Ware. Er bekommt einen Beleg mit
Losdaten ausgedruckt. Der Beleg kann der Kassenbeleg oder ein
zusätzlicher Beleg sein. Die Losdaten können als Losnummer
und/oder als Strichcode auf dem Beleg gedruckt sein.
In Durchgangsrichtung nach der Kasse ist in der Verkaufsstät
te wenigstens ein Gewinncomputer aufgestellt. Der Gewinncom
puter ist vorzugsweise mit der oder den Kassen der Verkaufs
stätte verbunden. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Kauf
betrag, also den an der Kasse abgerechneten Betrag des Kaufs
des Kunden zusammen mit den Losdaten auf den Gewinncomputer
zu überspielen und dort abzuspeichern.
Das Gewinnspiel kann dann so gestaltet werden, dass der Ge
winn auf den Kaufbetrag bezogen wird, d. h., der Kunde erhält
z. B. als Gewinn einen bestimmten Prozentsatz des Kaufbetrages
zurück, so können beispielsweise 10%, 30% oder 50% des Kauf
betrages als Gewinn zurückerstattet werden.
Der Kunde geht nach der Kasse also zum Gewinncomputer, gibt
dort die auf dem Beleg gedruckte Losnummer, z. B. mit einer
Tastatur, eine Wählscheibe oder dgl. ein, oder er hält, wenn
die Losdaten durch einen Strichcode gebildet sind, den Beleg
mit dem Strichcode an das Strichcode-Lesegerät des Gewinncom
puters. Im Gewinnfall wird der Gewinn von dem Gewinncomputer
z. B. als Gutschein ausgegeben.
Statt eines auf den Kaufbetrag bezogenen Gewinns kann der
Kunde im Gewinnfall auch einen Gutschein erhalten, mit dem er
an einem weiteren Gewinnspiel mit deutlich höherem Gewinn
teilnehmen kann, an dem die Kunden einer Vielzahl von Ver
kaufsstätten, die einen solchen Gutschein erhalten, teilnah
meberechtigt sind.
Dazu kann der Kunde auf dem Gutschein seinen Namen vermerken
und ihn dann beispielsweise in einen Behälter einwerfen, der
sich z. B. am Gewinncomputer befindet. Die Behälter mit diesen
Gutscheinen werden dann in bestimmten Zeitabständen, bei
spielsweise wöchentlich geleert und aus den gesammelten Gut
scheinen bzw. Losen die deutlich höheren Gewinnlose gezogen.
Der Gewinncomputer kann beispielsweise mehrere beleuchtbare
Felder aufweisen, die den jeweiligen Gewinn durch Aufleuchten
anzeigen. Die Felder können Sektoren eines Kreises bilden und
durch Leerflächen voneinander getrennt sein. Der Gewinncompu
ter weist zudem einen Drucker auf, um im Gewinnfall den Ge
winngutschein zu drucken und auszugeben. Zudem besitzt er,
wie erwähnt, eine Tastatur oder dgl. Eingaberichtung zur Ein
gabe der Losnummer und/oder ein Strichcode-Lesegerät, sowie
ggf. eine Starttaste.
Ob der Kunde am Gewinncomputer einen Gewinn erhält und zu
treffendenfalls in welcher Höhe, kann von dem Gesamtumsatz
der Verkaufsstätte abhängig gemacht werden. Das heißt, die
Gewinnausschüttung kann z. B. einen bestimmten Pozentsatz
des Gesamtumsatzes der Verkaufsstätte ausmachen, beispiels
weise 1%.
Falls sich mehrere getrennte Verkaufsstätten zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens zusammenschließen, kann der
Gesamtumsatz aller Verkaufsstätten zugrunde gelegt werden.
Dazu können die Umsatzdaten der einzelnen Verkaufsstätten
beispielsweise durch Telefonverbindung einem Zentralrechner
zugeführt werden, der mit den Gewinncomputern in den einzel
nen Verkaufsstätten in Telefonverbindung steht. Der von der
Kasse der jeweiligen Verkaufsstätte abgerechnete Betrag kann
dem oder den Gewinncomputer der betreffenden Verkaufsstätte
von der Kasse direkt zugeführt werden.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeich
nung beispielhaft näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 und 2 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemä
ßen Anlage einer Verkaufsstätte bzw. von mehreren zusammenge
schlossenen Verkaufsstätten; und
Fig. 3 eine schematische Ansicht des Gewinncomputers.
Gemäß Fig. 1 sind die Kassen 1 einer Verkaufsstätte an einen
Zentralcomputer 2 angeschlossen, der mit Gewinncomputern 3
und Verbindung steht, die in Durchgangsrichtung 4 nach den
Kassen 1 angeordnet sind. Auf diese Weise werden der an der
Kasse 1 abgerechnete Betrag des Kaufs des jeweiligen Kunden
und dessen Losdaten dem Gewinncomputer 3 zugeführt. Zugleich
wird mit dem Zentralcomputer 2 der Gesamtumsatz der Verkaufs
stätte ermittelt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Kassen 1 mehre
rer Verkaufsstätten 5, die sich zur Durchführung des erfin
dungsgemäßen Verfahrens zusammengeschlossen haben, an einen
Zentralcomputer 6 über Telefonleitungen 7 angeschlossen. Die
Kassen 1 der einzelnen Verkaufsstätten 5 sind jeweils mit
mehreren Gewinncomputern 3 verbunden. Des weiteren ist eine
Verbindung 8 zwischen dem Zentralcomputer 6 und den Gewinn
computern 3 vorgesehen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 weist der Gewinncomputer
3 mehrere beleuchtbare Felder 10 auf, die den jeweiligen Ge
winn durch Aufleuchten anzeigen. Die Felder 10 sind durch die
Sektoren eines Kreises gebildet und durch die schwarz darge
stellten Leerflächen voneinander getrennt. Der Gewinncomputer
3 weist zudem einen Drucker 11 auf, um im Gewinnfall einen
Gewinngutschein zu drucken und auszugeben. Zudem besitzt er
eine Tastatur 12 und einen Strichcodeleser 13 sowie eine
Starttaste 14. Mit 15 ist der Behälter bezeichnet, in das der
Kunde den Gutschein gibt, wenn er an einem weiteren Gewinn
spiel mit deutlich höherem Gewinn teilnahmeberechtigt ist.
Der Gewinncomputer 3 weist weiterhin eine Steuerungsplatine
16, ein Netzteil 17 mit Netzstecker 18, einen Prüfstecker 19
und einen Lautsprecher 20 auf.
Claims (11)
1. Verfahren zur Durchführung eines Gewinnspiels an Ver
kaufsstätten mit wenigstens einer Kasse, dadurch gekenn
zeichnet, dass an der Kasse Losdaten auf einem Beleg aus
gedruckt werden, den der Kunde erhält, in Durchgangsrich
tung nach der Kasse wenigstens ein Gewinncomputer vorge
sehen ist und der Kunde die Losdaten auf dem Beleg dem
Gewinncomputer zuführt und im Gewinnfall den Gewinn durch
den Gewinncomputer erhält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
von der Kasse dem Gewinncomputer die Losdaten und der an
der Kasse abgerechnete Betrag des Kaufs des Kunden über
mittelt werden und der Kunde im Gewinnfall zumindest ei
nen Teil des Kaufbetrages am Gewinncomputer zurückerhält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Beleg, auf den die Losdaten aufgedruckt werden,
der Kassenbeleg oder ein zusätzlicher Beleg zum Kassenbe
leg ist.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Gewinn vom Gewinncomputer als
Gutschein ausgegeben wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Losdaten als Zahl und/oder als
Strichcode auf den Beleg aufgedruckt werden.
6. Anlage zur Durchführung des Gewinnspiels nach einem der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
wenigstens eine Kasse (1) mit einem Drucker versehen ist,
der auf einen Beleg die Losdaten aufdruckt, und in Durch
gangsrichtung nach der Kasse (1) wenigstens ein Gewinn
computer (3) vorgesehen ist, der eine Einrichtung zur Zu
fuhr der auf dem Beleg gedruckten Losdaten durch den Kun
den aufweist.
7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Kasse (1) mit dem Gewinncomputer (3) verbunden ist, um
die Losdaten und den an der Kasse (1) abgerechneten Be
trag des Kaufs des Kunden im Gewinncomputer (3) abzuspei
chern.
8. Anlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass bei als Nummer aufgedruckten Losdaten die Einrich
tung zur Eingabe der Losdaten in den Gewinncomputer durch
eine Tastatur und bei als Strichcode aufgedruckten Losda
ten durch ein Strichcode-Lesegerät (13) gebildet wird.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Gewinncomputer einen Drucker (11) zum
Drucken eines Gewinngutscheins aufweist.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Gewinncomputer (3) mehrere beleuchtba
re Felder (10) zur Anzeige des jeweiligen Gewinns auf
weist.
11. Anlagen nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, dass ein Zentralcomputer (2, 6) zur Ermitt
lung des Gesamtumsatzes vorgesehen ist.
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