DE10122289A1 - Nachtropffreier Zapfhahn mit fester Strahlrichtung - Google Patents
Nachtropffreier Zapfhahn mit fester StrahlrichtungInfo
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Abstract
Der Zapfhahn hat eine Laufbuchse (10) mit einer Durchtrittsöffnung (34) für die zu entnehmende Flüssigkeit. In der Laufbuchse (10) ist ein Kolben (12) axial verschieblich geführt, der eine Eintrittsöffnung (36) und eine Austrittsöffnung (38) für die Flüssigkeit hat. In einer eingefahrenen Sperrstellung verschließt der Kolben (12) die Durchtrittsöffnung (34). In einer Ausfahrstellung des Kolbens (12) steht die Eintrittsöffnung (36) mit der Durchtrittsöffnung (34) in Verbindung. In dem Kolben (12) sitzt eine drehbar daran geführte Absperrbuchse (14), die die Austrittsöffnung (38) wahlweise versperrt oder mit einer Durchlaßöffnung (44) der Absperrbuchse (14) in Verbindung bringt.
Description
Die Erfindung betrifft einen Zapfhahn zur Entnahme von Flüssigkeit aus
einem Behälter mit einer unter Abdichtung in eine Öffnung des Behäl
ters einsetzbaren Laufbuchse, die mit einer Durchtrittsöffnung für die
Flüssigkeit versehen ist, und mit einem in der Laufbuchse axial ver
schieblich geführten Kolben, der eine Eintrittsöffnung und eine Aus
trittsöffnung für die Flüssigkeit hat, wobei der Kolben in einer in
die Laufbuchse eingefahrenen Sperrstellung die Durchtrittsöffnung der
Laufbuchse verschließt, und wobei in einer Ausfahrstellung des Kolbens
aus der Laufbuchse die Eintrittsöffnung des Kolbens mit der Durch
trittsöffnung der Laufbuchse in Verbindung steht und durch Drehbetäti
gung ein Strömungsweg durch den Kolben freigegeben und abgesperrt wer
den kann.
Ein solcher Zapfhahn ist aus der DE 198 25 929 A1 bekannt. Der Zapf
hahn ist auf eine Drehbetätigung des Kolbens ausgelegt. Der aus der
Laufbuchse ausgefahrene Kolben läßt sich aus der die Durchtrittsöff
nung der Spundbüchse verschließenden Sperrstellung in eine Freigabe
stellung, in der die Eintrittsöffnung des Kolbens mit der Durch
trittsöffnung der Laufbuchse in Verbindung steht, verdrehen und umge
kehrt. In der Freigabestellung tritt Flüssigkeit aus der Austrittsöff
nung des Kolbens aus, die als Entnahmeöffnung des Zapfhahns fungiert.
Der Zapfhahn der DE 198 25 929 A1 ist von ausgereifter, in der Praxis
bestens bewährter Konstruktion. Der Zapfhahn zeichnet sich insbesonde
re durch eine hohe Betriebssicherheit und ein hohes Maß an Bedienungs
komfort aus. Eine kostengünstige Herstellung und Montage des Zapfhahns
ist durch seinen Aufbau aus nur zwei Teilen gewährleistet.
Der bekannte Zapfhahn kommt hauptsächlich zum Einsatz, um unter Druck
abgefüllte kohlensäurehaltige Flüssigkeiten, insbesondere Getränke,
aus Fässern, Kleinfässern (Partyfässern) oder Dosen zu entnehmen. Spe
ziell geht es um Partyfässer für Bier.
Als Nachteil des bekannten Zapfhahns wird empfunden, daß er bei der
Abgabe von unter Druck abgefüllten kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten
nachtropft. Beim ersten Öffnen des Hahns füllt sich das Innere der
Laufbuchse und der Hohlraum des Kolbens mit Flüssigkeit. Beim Schlies
sen des Hahns bleibt stromab von der Durchtrittsöffnung der Laufbuchse
ein Flüssigkeitsrest in Laufbuchse und Kolben stehen. Die in dem Flüs
sigkeitsrest enthaltene Kohlensäure entspannt sich und läßt weiter
Flüssigkeit aus dem Hahn austreten. Das ist das bekannte Nachtropfen.
Es versteht sich, daß das Nachtropfen unerwünscht ist, da dadurch
Flecken entstehen und Hygieneprobleme auftreten können.
Ein weiterer Nachteil des bekannten Zapfhahns ist, daß sich bei der
Drehbetätigung des Kolbens die Strahlrichtung der abgegebenen Flüssig
keit ändert. Die Änderung ist wohlgemerkt nicht groß, kann aber das
Befüllen kleiner und schlanker Gefäße erschweren.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Zapfhahn der eingangs genannten
Art zu schaffen, der bei möglichst wenig geänderter Konstruktion,
praktisch gleichen äußeren Abmessungen, praktisch gleichem äußeren Er
scheinungsbild und - sehr wichtig - genau gleicher Bedienung bar jed
weden Nachtropfens und von fester Strahlrichtung ist. Der neue Zapf
hahn soll an die Stelle des Zapfhahns der DE 198 25 929 A1 treten kön
nen, praktisch ohne daß der Benutzer den Unterschied merkt, nur daß
der Hahn eben nicht nachtropft und durch die Drehbetätigung in seiner
Strahlrichtung unbeeinflußt ist.
Diese Aufgabe wird mit einem derartigen Zapfhahn dadurch gelöst, daß
in dem Kolben eine drehbar daran geführte Absperrbuchse sitzt, die ei
ne Durchlaßöffnung hat und aus einer Sperrstellung, in der sie die
Austrittsöffnung des Kolbens verschließt, in eine Freigabestellung, in
der die Austrittsöffnung des Kolbens mit der Durchlaßöffnung in Ver
bindung steht, verdreht werden kann und umgekehrt.
Erfindungsgemäß wird die Austrittsöffnung des Kolbens durch Drehbetä
tigung einer darin sitzenden Absperrbuchse verschlossen bzw. freigege
ben. In der Sperrstellung der Absperrbuchse kann in dem Hahn befindli
che Flüssigkeit nicht austreten, d. h. der Hahn nicht nachtropfen.
Die Austrittsöffnung des Kolbens fungiert als Entnahmeöffnung des
Zapfhahns. Da nicht der Kolben, sondern die Absperrbuchse darin ge
dreht wird, bleibt bei der Drehbetätigung die Strahlrichtung des Zapf
hahns unverändert.
Bei dem erfindungsgemäßen Zapfhahn ist der Kolben in der Laufbuchse
einzig und allein axial verstellbar. Es ist also keine Drehverstellung
des Kolbens vorgesehen. Das ermöglicht es, den Aufbau des Kolbens zu
vereinfachen.
Die Drehverstellung der Absperrbuchse ist bei dem erfindungsgemäßen
Zapfhahn von der Axialverstellung des Kolbens entkoppelt. Der Benutzer
kann also unabhängig voneinander den Kolben aus der Laufbuchse heraus
ziehen und die Absperrbuchse in dem Kolben drehen. Zu Fehlbedienungen
kann es dabei nicht kommen, da nur dann Flüssigkeit aus dem Zapfhahn
austritt, wenn der Kolben ausreichend weit aus der Laufbuchse heraus
gezogen und die Absperrbuchse ausreichend weit in dem Kolben gedreht
ist.
Der erfindungsgemäße Zapfhahn ist dreiteilig und dadurch in Herstel
lung und Montage etwas aufwendiger, als der zweiteilige Zapfhahn der
DE 198 25 929 A1. Die damit einhergehenden etwas höheren Gestehungsko
sten werden durch den Vorteil, nicht nachzutropfen und von fester
Strahlrichtung zu sein, mehr als wettgemacht.
Verglichen mit dem Zapfhahn der DE 198 25 929 A1, ergeben sich bei dem
erfindungsgemäßen Zapfhahn keine erhöhten Anforderungen an den Origi
nalitätsschutz.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegen die Eintrittsöffnung und
die Austrittsöffnung des Kolbens an dessen Unterseite in einer gemein
samen Radialebene. Dieser Aufbau wird durch die rein axiale Verstel
lung des Kolbens in der Laufbuchse ermöglicht. Man erreicht so eine
bauliche Vereinfachung des Kolbens und eine Strahlrichtung exakt nach
unten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Kolben in seiner Aus
fahrbewegung aus der Laufbuchse anschlagbegrenzt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Absperrbuchse in ihrer
Drehbewegung in dem Kolben zu beiden Seiten hin anschlagbegrenzt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist an der äußeren Stirnseite
der Absperrbuchse ein Schild vorgesehen, von dem ein Griffbügel abge
teilt ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Griffbügel mit einem
elastischen Belag versehen. Dadurch wird der Bedienungskomfort des
Zapfhahns und seine Wertigkeitsanmutung für den Benutzer wesentlich
erhöht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Belag des Griffbügels an
der Oberfläche in seine Griffigkeit verbessernder Weise strukturiert,
insbesondere mit Rippen oder Stegen versehen. Dadurch wird der Bedie
nungskomfort des Zapfhahns erhöht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Belag in Zwei-Komponen
ten-Spritzgußtechnik an den Griffbügel angeformt. Das ist aus Kosten
gründen bevorzugt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat der Griffbügel an wenigstens
einer Sollbruchstelle Anbindung an die Laufbuchse. Die Anbindung be
steht aus dem elastischen Material des Belags. Auch das dient dem Be
dienungskomfort.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 bis Fig. 3 perspektivische Ansichten eines Zapfhahns;
Fig. 4 eine erste Seitenansicht des Zapfhahns;
Fig. 5 einen Schnitt durch den Zapfhahn nach A-A von Fig. 4;
Fig. 6 eine zweite, vergrößerte Seitenansicht des Zapfhahns; und
Fig. 7 einen Schnitt durch den Zapfhahn nach B-B von Fig. 6.
Der Zapfhahn ist dreiteilig. Er besteht aus einer Laufbuchse 10, einem
Kolben 12 und einer Absperrbuches 14.
Die Laufbuchse 10 hat einen kreiszylinderischen Becherkörper 16, des
sen Boden 18 an ihrem inneren Ende geschlossen ist. Am äußeren Ende
der Laufbuchse 10 ist ein sich konisch erweiternder Spund aus elasti
schem Material angeformt, der eine flanschartige äußere Anlagepartie
20, eine dahinter zurückspringende umlaufende Dichtpartie 22 und eine
vor der Dichtpartie 22 befindliche, umlaufende konische Rastpartie 24
hat, deren Durchmesser größer ist als der der Dichtpartie 22.
Der erfindungsgemäße Zapfhahn wird als komplett vormontierte Einheit
bestehend aus Laufbuchse 10, Kolben 12 und Absperrbuchse 14 in die
runde Öffnung eines zu entleerenden Behälters eingedrückt, der eine
Flüssigkeit enthält. Es handelt sich dabei um eine drucklos oder unter
Druck abgefüllte Flüssigkeit, die Kohlensäure enthalten kann. Speziell
geht es um das Zapfen von Getränken, insbesondere Bier, aus Fässern,
Kleinfässern (Partyfässern) oder Dosen. Der Zapfhahn wird mit dem Be
cherkörper 16 und der konischen Rastpartie 24 der Laufbuchse 10 voran
in die runde Öffnung des jeweiligen Gebindes eingedrückt. Die umlau
fende Dichtpartie 22 nimmt den Rand der Öffnung unter Abdichtung auf,
so daß er zwischen der flanschartigen Anlagepartie 20 und der Rastpar
tie 24 der Laufbuchse 10 zu liegen kommt, mit der letztere am Rand der
Öffnung einrastet.
Zur Ausrichtung der Laufbuchse 10 in der Öffnung des Gebindes und zur
Verdrehsicherung ist die konische Rastpartie 24 der Laufbuchse 10 mit
einer Abplattung 26 versehen. Desweiteren sind am Außenmantel des Be
cherkörpers 16 zur Ausrichtung und Verdrehsicherung dienende Rippen 28
angeformt.
In der Laufbuchse 10 ist drehfest und axial verschieblich der Kolben
12 aufgenommen. Der Kolben 12 hat einen kreiszylindrischen Becherkör
per 30, dessen Boden 31 an seinem inneren Ende geschlossen ist. Das
äußere Ende des Kolbens 12 ist offen.
Zur Verdrehsicherung des Kolbens 12 in der Laufbuchse 10 dient eine
axiale Sacknut 32 am Mantel des Kolbens 12. Die Sacknut 32 reicht
nicht an das innere Ende des Kolbens 12 heran, dessen Mantel hier
vollzylindrisch ist.
Die Sacknut 32 wird mit einem Nocken 33 abgegriffen, der an die
flanschartige Anlagepartie 20 der Laufbuchse 10 angeformt ist. Beim
Einsetzen des Kolbens 12 in die Laufbuchse 10 wird der Nocken 33 von
dem vollzylindrischen Ende des Kolbens 12 elastisch verformt, bis er
in die Sacknut 32 springt und dort einrastet. Dadurch ist der Kolben
12 in der Laufbuchse 10 verdrehgesichert. Die axiale Ausfahrlänge des
Kolbens 12 aus der Laufbuchse 10 ist durch den Anschlag des Nockens 33
am Nutgrund der Sacknut 32 begrenzt.
Der Becherkörper 16 der Laufbuchse 10 ist dicht hinter der konischen
Rastpartie 24 mit einer Durchtrittsöffnung 34 für die Flüssigkeit ver
sehen. Die Durchtrittsöffnung 34 befindet sich an der Unterseite der
in der Öffnung des Gebindes entsprechend ausgerichteten Laufbuchse 10.
Der Becherkörper 30 des Kolbens 12 weist an seinem inneren Ende eine
Eintrittsöffnung 36 und an seinem äußerem Ende eine Austrittsöffnung
38 für die Flüssigkeit auf. Die Öffnungen 36, 38 befinden sich an der
Unterseite des in der Laufbuchse 10 axial geführten Kolbens 12. Sie
liegen in einer gemeinsamen Radialebene.
Der in die Laufbuchse 10 eingefahrene Kolben 12 verschließt abdichtend
die Durchtrittsöffnung 34 der Laufbuchse 10. Zur Abdichtung dient eine
elastische Einlage am Mantel des Kolbens 12, die in Zwei-Komponenten-
Spritzgußtechnik daran angeformt ist.
Beim Ausfahren des Kolbens 12 wird eine Verbindung zwischen der Durch
trittsöffnung 34 der Laufbuchse 10 und der Eintrittsöffnung 36 des
Kolbens 12 hergestellt. In der maximalen Ausfahrstellung des Kolbens
12 kommen die Öffnungen 34, 36 miteinander voll zur Deckung.
Die Absperrbuchse 14 sitzt in dem offenen äußeren Ende des Kolbens 12,
so daß sie dessen Austrittsöffnung 38 überdeckt. Die Absperrbuchse 14
hat einen Zylinderbecherkörper 40 mit einem flanschartigen Schild 42
am äußeren Boden.
Die Absperrbuchse 14 sitzt mit dem Zylinderbecherkörper 40 axial fest
und anschlagbegrenzt drehbar in dem äußeren Ende des Kolbens 12. Sie
ist mit einem an den Zylinderbecherkörper 40 angeformten Ringwulst 41
gegen den Kolben 12 abgedichtet. Zur axialen Sicherung und Winkelbe
grenzung der Drehverstellung dient eine in Umfangsrichtung sich er
streckende Sacknut auf dem Außenmantel des Zylinderbecherkörpers 40,
die von einem an den Kolben 12 angeformten Nocken abgegriffen wird.
Beim Einstecken der Absperrbuchse 14 in den Kolben 12 wird der Nocken
elastisch deformiert, bis er in die Sacknut springt und dort einra
stet. Dadurch ist die Absperrbuchse 14 in dem Kolben 12 axial fixiert.
Der Drehwinkel der Absperrbuchse 14 ist zu beiden Seiten hin durch den
Anschlag des Nockens an den Enden der Sacknut begrenzt.
Es versteht sich, daß genauso eine Umfangsnut auf dem Innenmantel des
Kolbens 12 und ein Nocken an der Absperrbuchse 14 vorgesehen sein kön
nen, um deren axiale Fixierung und winkelbegrenzte Drehverstellbarkeit
zu erreichen.
Die Absperrbuchse 14 hat in dem Kolben 12 eine Sperrstellung, in der
sie die Austrittsöffnung 38 des Kolbens 12 dicht verschließt. Zur Ab
dichtung dient eine elastische Einlage am Außenmantel der Absperrbuch
se 14, die in Zwei-Komponenten-Spritzgußtechnik daran angeformt ist.
Der Zylinderbecherkörper 40 der Absperrbuchse 14 ist mit einer Durch
laßöffnung 44 für die Flüssigkeit versehen, die sich durch Drehen der
Absperrbuchse 14 mit der Austrittsöffnung 38 des Kolbens 12 in Verbin
dung bringen läßt. In der anschlagbegrenzt weitestmöglichen Offenstel
lung der Absperrbuchse 14 kommen die Austrittsöffnung 38 des Kolbens
12 und die Durchlaßöffnung 44 der Absperrbuchse 14 miteinander voll
zur Deckung.
Bei ganz in die Laufbuchse 10 eingefahrenem Kolben 12 kommt der flan
schartige Schild 42 der Absperrbuchse 14 mit der flanschartigen Anla
gepartie 20 der Laufbuchse 10 außen in bündige Anlage. An die Anlage
partie 20 ist eine Plombe 46 angeformt, die durch eine Öffnung 48 in
dem Schild 42 hindurchragt und beim erstmaligen Herausziehen des Kol
bens 12 abreißt. Dadurch ist ein Originalitätsschutz gegeben.
Von dem Schild 42 ist ein Griffbügel 50 abgeteilt, der zur axialen Be
tätigung des Kolbens 12 und zur Drehbetätigung der Absperrbuchse 14
dient. Der Griffbügel 50 läßt sich von dem Schild 42 hochbiegen. Seine
Anlenkstellen sind darauf ausgelegt, sich beim erstmaligen Hochbiegen
zu verfärben. Das dient dem Originalitätsschutz.
Der Griffbügel 50 ist mit einem in Zwei-Komponenten-Spritzgußtechnik
daran angeformten elastischen Belag versehen. Dessen Oberfläche kann
in einer seine Griffigkeit verbessernden Weise strukturiert, insbeson
dere mit Rippen oder Stegen versehen sein.
Der Griffbügel 50 hat an mehreren Sollbruchstellen Anbindung an die
flanschartige Anlagepartie 20 der Laufbuchse 10. Die Anbindung besteht
aus dem elastischen Material des Belags. Das dient dem Bedienungskom
fort und Originalitätsschutz.
10
Laufbuchse
12
Kolben
14
Absperrbuchse
16
Becherkörper
18
Boden
20
Anlagepartie
22
Dichtpartie
24
Rastpartie
26
Abplattung
28
Rippe
30
Becherkörper
31
Boden
32
Sacknut
33
Nocken
34
Durchtrittsöffnung
36
Eintrittsöffnung
38
Austrittsöffnung
40
Zylinderbecherkörper
41
Ringwulst
42
Schild
44
Durchlaßöffnung
46
Plombe
48
Öffnung
50
Griffbügel
Claims (9)
1. Zapfhahn zur Entnahme von Flüssigkeit aus einem Behälter mit ei
ner unter Abdichtung in eine Öffnung des Behälters einsetzbaren
Laufbuchse, die mit einer Durchtrittsöffnung für die Flüssigkeit
versehen ist, und mit einem in der Laufbuchse axial verschieblich
geführten Kolben, der eine Eintrittsöffnung und eine Aus
trittsöffnung für die Flüssigkeit hat, wobei der Kolben in einer
in die Laufbuchse eingefahrenen Sperrstellung die Durchtrittsöff
nung der Laufbuchse verschließt, und wobei in einer Ausfahrstel
lung des Kolbens aus der Laufbuchse die Eintrittsöffnung des Kol
bens mit der Durchtrittsöffnung der Laufbuchse in Verbindung
steht und durch Drehbetätigung ein Strömungsweg durch den Kolben
freigebbar und absperrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
Kolben (12) eine drehbar daran geführte Absperrbuchse (14) sitzt,
die eine Durchlaßöffnung (44) hat und aus einer Sperrstellung, in
der sie die Austrittsöffnung (38) des Kolbens (12) verschließt,
in eine Freigabestellung, in der die Austrittsöffnung (38) des
Kolbens (12) mit der Durchlaßöffnung (44) in Verbindung steht,
verdrehbar ist und umgekehrt.
2. Zapfhahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein
trittsöffnung (36) und die Austrittsöffnung (38) des Kolbens (12)
an dessen Unterseite in einer gemeinsamen Radialebene liegen.
3. Zapfhahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kolben (12) in seiner Ausfahrbewegung aus der Laufbuchse (10) an
schlagbegrenzt ist.
4. Zapfhahn nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Absperrbuchse (14) in ihrer Drehbewegung in dem Kol
ben (12) zu beiden Seiten hin anschlagbegrenzt ist.
5. Zapfhahn nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich
net, daß an der äußeren Stirnseite der Absperrbuchse (14) ein
Schild (42) vorgesehen ist, von dem ein Griffbügel (50) abgeteilt
ist.
6. Zapfhahn nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff
bügel (50) mit einem elastischen Belag versehen ist.
7. Zapfhahn nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag
an der Oberfläche in seine Griffigkeit verbessernder Weise struk
turiert, insbesondere mit Rippen oder Stegen versehen ist.
8. Zapfhahn nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Belag in Zwei-Komponenten-Spritzgußtechnik an den Griffbügel (50)
angeformt ist.
9. Zapfhahn nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeich
net, daß der Griffbügel (50) an wenigstens einer Sollbruchstelle
Anbindung an die Laufbuchse hat, und daß die Anbindung aus dem
elastischen Material des Belags besteht.
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