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Elektrisches Dampfbügeleisen Die Erfindung betrifft ein elektrisches
Dampfbügeleisen mit eingebautem Dampfkessel, einem Dampfdom und einer Wassereinfüllöffnung
mit abgedichtetem Verschluß deckel.
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Dampfbügeleisen dieser Art sind bereits bekannt. Zum Verschluß des
Dampfkessels diente hierbei meist ein Schraubverschluß, der gleichzeitig den Dampfdom
verschloß. Da die Temperatur im Dampfdom mindestens 100° betragen muß, war es bei
der Benutzung dieser Bügeleisen sehr mühselig und gefährlich, diesen Schraubverschluß
zu lösen und wieder einzusetzen, was bei Haushaltbügeleisen ziemlich oft nötig ist,
da das Wasser häufig nachgefüllt werden muß. Der Verschluß des Kessels durch Schraubkappen
od. dgl. ist deshalb wenig bequem und dabei gefährlich; denn selbst wenn man während
des Neufüllens die Stromzufuhr abstellt, wird durch die vorhandene Wärme noch so
viel Dampf erzeugt, daß er als starker Strom beim Aufschrauben durch die Füllöffnung
austritt.
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Eine weitere Gefahr besteht bei den bekannten Schraubverschlüssen
dadurch, daß im Falle von Verstopfungen des unter dem Dampfdom beginnenden Dampfrohres
der Druck im Kessel übermäßig zunehmen und unter Umständen Explosionen verursachen
kann. Diese Gefahr besteht zwar bei anderen Verschlüssen, die nach Art eines Flaschenkorkens,
d. h. durch Reibung wirken, nicht; diese werden im Falle von überdruck herausgeschleudert.
Dabei kann es zwar nicht zu einer Explosion kommen, aber Verbrühungen sind dafür
um so leichter möglich. Außerdem werden auch diese Verschlüsse sehr warm und sind
deshalb im Bedarfsfalle nur schwierig zu lösen.
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Das elektrische Dampfbügeleisen nach vorliegender Erfindung mit U-förmig
gebogenem Handgriff, Dampfdom und Wassereinfüllöffnung mit abgedichtetem Verschlußdeckel
vermeidet diese 'Nachteile dadurch, daß der einendig abklappbare Handgriff in der
Arbeitsstellung mit dem Wasserkessel verriegelbar ist und die, kegelstumpfartige
Einfüllöffnung oberhalb des Dampfdomes haubenartig unter Zwischenschaltung einer
Druckfeder mit einem Verschlußdeckel abgedeckt ist, der am Handgriff abnehmbar befestigt
ist, Diese Befestigung kann z. B. dadurch erreicht werden, daß der Verschlußdeckel
mit seiner zylindrischen oberen Verengung in eine schlüssellochartige Aussparung
am Handgriff einrastet.
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Dadurch, daß der Verschlußdeckel in der Arbeitsstellung von dem fest
verriegelt über dem Wasserkessel sitzenden Handgriff fest gegen die Einfüllöffnung
oberhalb des Dampfdomes gedrückt wird, ist eine genügende Halterung geschaffen,
deren Lösung durch einfaches Hochklappen des Griffes gefahrlos möglich ist. Wenn
hierbei oder im Falle unerwünschter Drucksteigerungen im Dampfkessel und dadurch
bedingtem Nachgeben der Druckfeder des Deckels Dampf abbläst, kann dies wegen der
haubenartigen Gestaltung des Deckels nur nach unten geschehen, so daß die Benutzerin
des Bügeleisens nicht gefährdet ist. Die kegelstumpfartige Gestaltung der Einfüllöffnung
bietet weiterhin den Vorteil, daß nach Beendigung der Arbeit etwa noch vorhandene
Reste des Wassers aus dem Kessel ausgegossen werden können. Dies ist sehr wichtig,
denn schon eine dünne, im Kessel nach dem Gebrauch verbliebene Wasserschicht kann
Korrosionen hervorrufen. Es ist deshalb ein besonderer Vorteil des neuen Bügeleisens,
daß der Kessel nicht nur leicht und gefahrlos auch in heißem Zustand gefüllt werden
kann, sondern daß das Ausschütten etwaiger Wasserreste ebenfalls gut möglich ist,
ohne daß Wasser zurückbleibt.
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Ein weiterer Vorteil des neuen Bügeleisens ist die Tatsache, daß es
in bezug auf Baustoffe und Ausführung billig hergestellt werden kann, aus nur wenigen
Bestandteilen zusammengesetzt ist und daß die Einfüllöffnung leicht zugänglich ist,
ohne daß man beim Gebrauch Schraubverschlüsse oder heiße Teile zur Hand haben oder
besondere Werkzeuge zu benutzen braucht und auch keine Einfülltrichter oder sonstige
Hilfsmittel benötigt. Der Dampfdom muß hierbei nicht getrennt vom Kessel hergestellt
oder ausgestanzt werden, so daß jedes Löten oder Schweißen, das bei den bisherigen
Dampfbügeleisen vielfach nötig war, ,entfällt.
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Die besondere Gestaltung der Einfüllöffnung ermöglicht jedoch bei
alledem ein gutes Einfüllen und
andererseits auch beim Verschließen
des Kessels einen dichten Abschluß, zu welchem Zweck man den Verschlußdeckel zweckmäßig
mit einer Abdichtung in Gestalt eines Ringes aus einem siliziumorganischen Kunstharz
von hoher Wärmebeständigkeit versieht.
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Der Handgriff des Bügeleisens dient in üblicher Weise nicht nur zum
Halten des Eisens bei der Arbeit, sondern auch während des Einfüllens oder Ausschüttens
und kann zu diesem Zweck auch in dieser Stellung fest verriegelt werden.
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Die Zeichnungen zeigen eine der verschiedenen Ausführungsformen der
Erfindung mit den verschiedenen Merkmalen derselben. In diesen ist Fig. 1 ein Längsschnitt
durch eine bevorzugte Ausführungsart der Erfindung, wobei der Handgriff in offener
Stellung in strichpunktierten Linien gezeigt ist, Fig. 2 ein Querschnitt in etwas
kleinerem Maßstabe, entlang der Linie 2-2 der Fig. 1, .
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Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der unteren Scharnierplatte des
Handgriffs mit den daran befestigten Teilen, Fig. 4 eine Ansicht, ähnlich der in
Fig. 3 gezeigten, der oberen Scharnierplatte des Handgriffs, Fig. 5 eine perspektivische
Ansicht des Einklinköffnungsteils an der Vorderseite des Handgriffs, Fig.6 ein Querschnitt
durch das Verschlußstück des Kessels in etwas größerem Maßstabe als in Fig. 1, Fig.
7 eine perspektivische Ansicht des geöffneten Bügeleisens für das Austrocknen etwa
noch im Dampfkessel zurückgebliebenen Wassers und Fig. 8 ein Detailquerschnitt einer
Verbesserung, in etwas größerem Maßstab als in Fig. 1 gezeigt ist. Das Bügeleisen
besteht aus einem Kessel B aus Metallblech, vorzugsweise Aluminiumblech, mit einem
Mantel 10, dessen Rand 11 einen abwärts gerichteten Flansch 12 des Bodenblechs 13
umfaßt und mit diesem verbunden ist.
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Der Kesselmantel läßt unterhalb des Bodenbleches 13 am hinteren Teil
des Kessels Raum für die Unterbringung eines Thermostaten 15, der auf dem hinteren
Teil der Grundplatte 16 befestigt ist, und dessen aufrecht stehende Einstellstange
17 sich durch die Öffnung 1.9 hinter dem Kessel erstreckt, dessen Hinterwand von
dem aufgebogenen hinteren Teil 14 des Bodenblechs 13 gebildet wird, das mit der
Seite und dem Oberteil des Kesselmantels 10 verschweißt ist. Die Stange 17 kann
mittels eines Knopfes 21 eingestellt werden, der vom hinteren Teil des Bügeleisens
aus für die- Einstellung der Temperatur des Eisens auf das zu bügelnde Gewebe zugänglich
ist.
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Das elektrische Heizelement 23 ist durch versenkte Schrauben in die
Grundplatte 16 eingeformt. Der Kesselboden und die Grundplatte sind durch Muttern
24 miteinander verbunden, wobei der zugehörige Schraubenkopf 25 durch entsprechende
Löcher bei 26 in der Bodenplatte 16 zugänglich ist. Das Heizelement 23 ist daher
wärmeleitend mit der Grundplatte und dem Kessel verbunden.
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Am vorderen Ende des Kessels ragt das Dampfrohr 27 empor, dessen unteres
Ende durch Muttern festgehalten ist. Ein kleiner Ring 29 aus siliziumorganischrem
Kunststoff in einer entsprechenden Vertiefung in :der Grundplatte dichtet die Verbindung
am unteren Ende :des D:ampfrohres ab. Das obere Ende des Dampfrohres 27 ist bei
27' obezhalb einer oder mehrerer Öffnungen 2711, am oberen Ende des Rohres zusammendrückbar.
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Das Dampfrohr 27 ist nicht gleichachsig mit der Füllöffnung 31 angeordnet.
Sein oberes Ende liegt nahe an dieser Öffnung, so daß zwischen ihr und 'der gegenüberliegenden
Seite ein breiter Raum vorhanden ist, durch den beim Einfüllen genügend Luft entweichen
kann. Oben an der Kesselwand 10 ist ein Ablenkblech 38, das etwas breiter als das
Dampfrohr ist, so angeschweißt, daß es sich eine kurze Strecke vom Kopf der Kesselwand
10 abwärts erstreckt, um Wasser, das sonst durch die Öffnungen 27a in das
Dampfrohr spritzen könnte, abzufangen.
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Die Grundplatte 16 hat an ihrer unteren Seite eine mit dem unteren
Ende des Dampfrohrs 27 in Verbindung stehende dreieckige Aussparung 32, _ aus der
durch die Schlitze 33 in der Verschlußplatte 34 der Aussparung 32 der Dampf beim
Bügeln in das Gewebe eintritt. Die Verschlußplatte 34 ist durch eine aufrecht stehende,
versenkte Schraube35, die in den Boden der Grundplatte 34 geschraubt ist, abnehmbar
in Stellung gehalten.
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Eine in Richtung von vorn nach hinten geneigte Umlenkplatte 36 erstreckt
sich über die gesamte Fläche der vorderen Hälfte des Kessels, wobei das Dampfrohr
27 sich durch sie erstreckt, und hat einen Randflansch 37, der an die Kesselwand
gelötet oder geschweißt ist. Das hintere Ende der Umlenkplatte 36 hart eine aufrecht
stehende Wand 82, vor der eine oder mehrere Öffnungen 83 angeordnet sind, durch
die etwa auf der Platte vorhandenes Wasser ablaufen kann, wenn das im Kessel vorhandene
Wasser nicht bis zu dieser Platte reicht.
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Die Umlenkplatte 36 hat eine um das Dampfrohr 27 liegende, abwärts
gerichtete Vertiefung, die eine flache kreisförmige Markierung 84 bildet, die von
der Einfüllöffnung 31 aus gut erkannt werden kann, und zeigt, wann mit dem Einfüllen
aufgehört werden soll.
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Alle Schweißungen, einschließlich derjenigen durch die das Bodenblech
13, die Umlenkplatte 36, die Hinterwand 14 des Kessels und die Ablenkwand 38, mit
dem Kesselkörper 10 verbunden sind, werden leicht und schnell durch Ofenhitze ausgeführt,
durch welche das erforderliche Fließen einer inneren schmelzbaren lamellenartigen
Metallauflage 10' auf dem Metallblech der Umwandung 10 hervorgerufen wird.
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Bei der gezeigten Ausführung der Erfindung ist die Ausbildung der
Öffnung zum Füllen des Kessels auch für das Entleeren desselben dadurch verwendbar
gemacht, daß die Wand der Öffnung die Form eines abgestumpften Kegels 38 hat, der
sich als Teil des Kesselwandpreßteils aufwärts erstreckt, und dessen oberer Rand
31 die Füll- und Entleerungsöffnung bildet.
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Ein gegen Wärme isolierter Halter in Form eines beweglichen Armes
85 dient zur Aufnahme und entfernbaren Halterung eines Verschlußdeckels C für die
Füllöffnung 31 und dient außerdem noch als Handgriff für das Abheben dieses Verschlusses
C von seinem Sitz. Dieser Halter, der auch der Handgriff des Bügeleisens ist, kann
aus Kunststoff geformt sein und hat außer dem Arm 85 die vorderen und hinteren Streben
L, die sich aufwärts aus diesem erstrecken und durch den Griffteil G miteinander
verbunden sind.
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Eine den Verschluß tragende Platte 39 aus Metallblech, die innerhalb
der unteren Fläche des Handgriffs versenkt liegt, und an diesem durch Schrauben
40 befestigt ist, besitzt einen schlüssellochartigen Schlitz 41 zur Aufnahme des
Schaftes 42 des Verschlusses C. Der vergrößerte Kopf 43 des Verschlußschaftes kann
leicht durch das vergrößerte Ende des Schlitzes eingeschoben und dann den Schlitz
entlang geschoben werden, wo er durch den Druck der konischen Spiralfeder 44 in
Stellung gehalten wird, die den Schaft 42 umgibt und an ihrem oberen Ende innerhalb
der konischen
verschiebbaren Haube 45 gehalten wird, die durch
den Druck der Feder gegen den Kopf 43 gedrückt wird. Der Handgriff ist durch ein
Scharnier mit dem Körper des Bügeleisens an seiner Hinterseite schwenkbar verbunden.
Dieses Scharnier besteht aus einem unteren Blatt 46, das in eine entsprechende Aussparung
in der oberen Fläche des hinteren Teiles des Körpers geschraubt und durch den Scharn.iersti,ft
47 mit dem oberen Scharnierblatt 48 verbunden ist, das durch die Schrauben 49 an
den seitlichen Vorsprüngen 50 an der Unterseite des Handgriffes befestigt ist. Die
Ansätze 47' des geformten Unterteils des Handgriffes halten den Scharnierstift in
Stellung.
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Der Verschluß selbst ist eine Metallblechhaube 51, an die das untere
Ende des Schaftes 42 axial angeschweißt ist. Er trägt einen elastischen, aus Kunststoff
bestehenden Ring 52 innerhalb seines abwärts gebördelten Randes 53, der durch eine
Feder 44 elastisch gegen die Außenseite der kegelstumpfförmigen Wand 38 gedrückt
wird, wenn der Handgriff, wie in Fig. 1 gezeigt ist, geschlossen ist. Der Kopf 43
des Schaftes 42 wird von einer kleinen Aussparung 43' oberhalb der Platte 39 im
Arm 85 des Handgriffs H aufgenommen.
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Der Handgriff wird lösbar in geschlossener Stellung durch eine Sperre
verriegelt, die eine mit einer senkrecht liegenden Einklinköffnung 55 versehene
Winkellasche 54 besitzt, deren oberes Ende 54' rückwärts abgebogen ist, um als Führung
für die Klinke 58 zu dienen. Der Halteteil 56 der Lasche 54 ist vor der Füllöffnung
auf dem Dach des Kessels versenkt befestigt durch eine versenkte Halteschraube 57.
Eine Sperrklinke 58 am Handgriff dient zum Eingriff in die Einklinköffnung 55 am
Kessel. Die Sperrklinke 58 befindet sich am unteren Ende eines Hebels 59, der in
einer Lasche 60 schwenkbar gelagert ist, die am vorderen Ende der den Verschluß
haltenden Metallblechplatte 39 ausgebildet ist. Durch Federmittel kann die Klinke
58 in geschlossener Stellung gehalten werden. Ihre Auslösung kann, wenn gewünscht,
durch bestimmte Mittel bewerkstelligt werden, von denen eine Ausführungsart noch
ausführlich beschrieben wird.
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Zweckmäßig ist eine Sperre auch am hinteren Teil des Bügeleisens angeordnet,
die normalerweise offen ist, aber bei Betätigung den Handgriff in offener Stellung
verriegelt, wobei die Sperre die Bewegung des Handgriffes in seiner äußersten rückwärtigen
Lage begrenzt. Der fest angebrachte Teil der hinteren Sperre besteht aus einer aufrecht
stehenden, konzentrisch zum Scharnierstift 47 liegenden, bogenförmigen flachen Stange
61, die an ihrem oberen Ende eine Einklinknut 62 hat und bei 63' zwischen Seitenplatten
63 größerer Breite eingenietet ist. Diese Seitenplatten 63 sind als Winkellaschen
ausgebildet, deren Unterteile 65 bei 64 mit dem unteren festen Scharnierblatt 46
verschweißt sind. Eine am unteren Ende des Hebels 67 befindliche Sperrklinke 66
dient zum Eingreifen in die Stange 61. Der Hebel 67 ist schwenkbar gelagert auf
einem Bolzen 68, dessen Enden in Vertiefungen 69a der Winkellaschen 69 liegen, deren
untere Schenkel 69' mit dem oberen Scharnierblatt 48 verschweißt sind, das den Handgriff
trägt.
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Bei Rückwärtsbewegung des Handgriffs gleitet die hintere Sperrklinke
66 auf der bogenförmigen Kante der Sperrplatte 61 zwischen den breiteren Seitenplatten
63 und wird gegen diese durch eine Feder gedrückt, bis sie in die Höhe der Nut 62
kommt, in die sie unter dem Druck der Feder automatisch einschnappt, wodurch der
Handgriff sicher in der in Fig. 1 in strichpunktierten Linien gezeigten rückwärtigen
verriegelten Stellung gehalten wird, so daß das Bügeleisen bequem in umgekehrter
Lage zur Entleerung etwa noch im Kessel befindlichen Wassers gehalten werden kann.
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Der Handgriff des Bügeleisens ist hohl ausgebildet und nimmt in seinem
oberen Hohlraum einen Übertragungsteil auf, der den beweglichen vorderen Sperrklinkenhebel
59 mit dem beweglichen hinteren Sperrklinkenhebel 67 verbindet. Der hohle Handgriff
ist mit einem abnehmbaren, aus Kunststoff geformten Deckel 79 versehen, der den
Handgriff vervollständigt und den Übertragungsteil überdeckt. Dieser Deckel ist
durch Schraube 80 abnehmbar am Handgriffkörper befestigt, die durch einen Ansatz
an der hinteren Strebe des Handgriffes geht, und durch eine oder mehrere Schrauben
40, die an der Vorderseite zur Befestigung der Platte 39 dienen.
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Der innerhalb des hohlen Handgriffes liegende Übertragungsteil besteht
aus einem als flache Stange ausgebildeten Gelenkstück 70, dessen abwärts gerichteter
Teil 71 .bei 72 mit dem oberen Ende des vorderen Sperrklinkenhebels 59 schwenkbar
verbunden isst und dessen hinteres Ende bei 73 mit dem oberen Ende des längeren
Hebels 67 der hinteren Sperrklinke 66 ebenfalls schwenkbar verbunden ist. Das Gelenkstück
70 ist zwischen mehreren Paaren aufwärts gerichteter Ansätze 74 geführt, die an
der unteren Hälfte des hohlen Handgriffs ausgeformt sind, der einem Teil des Haupthandgriffes
bildet. Eine das Gelenkstück umgebende und zwischen einem Paar der Vorsprünge 74
und einem Ansatz 76 des Gelenkstücks liegende Schraubenfeder 75 drückt das Gelenkstück
und damit das obere Ende des Hebels 59 vorwärts, wodurch die vordere Sperrklinke
58 in die in Fig. 1 in ausgezogenen Linien gezeigte Sperrstellung gedrückt wird.
Bei dieser Vorwärtsbewegung des Gelenkstücks 70 wird auch das obere Ende des Hebels
67 vorwärts bewegt, so daß er die hintere Sperrklinke 66 in verriegelte Stellung
bringt.
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Bei geschlossener Stellung des Handgriffs ist die vordere Sperre 55
bis 58 verriegelt, und die Sperrklinke 66 der hinteren Sperre, die nach innen gedrückt
wird, liegt unmittelbar unterhalb des unteren Endes der zugehörigen bogenförinigen
Aufnahmestange 61.
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Zur Betätigung der beiden Sperren des Bügeleisens dient ein Druckknopf
77, der zwischen dem Haupthandgriff und dem Kunststoffdeckel 79 aus der vorderen
Strebe des Bügeleisenhandgriffs hervorragt. Obwohl dieser Knopf 77 mit dem Gelenkteil
durch eine besondere Stange verbunden sein kann, ist es doch vorteilhafter, ihn
durch eine Verlängerungsstange 78 zusammen mit dem Gelenk 70 direkt mit dem Gelenkbolzen
72 zu verbinden, der das Gelenkstück 70 mit dem oberen Ende des vorderen Sperrklinkenhebels
59 verbindet.
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Die Betriebsweise des elektrischen Dampfbügeleisens ist folgende:
Zum Füllen des Dampfkessels erfaßt der Benutzer den Handgriff des Bügeleisens in
normaler Weise und drückt mit dem Daumen den Druckknopf 77 unter Überwindung des
Druckes der Feder 75 nach innen, wodurch das untere Sperrklinkenende 58 des Hebels
59 auswärts geschwenkt wird und die vordere Sperre löst. Der so freigegebene Handgriff
wird nun rückwärts um seine Schwenkachse 47 geschwenkt. Während dieses Schwenkens
gleitet das Sperrklinkenende 66 des hinteren Hebels 67 zwischen den Seitenplatten
63 auf der bogenförmigen Kante der hinteren Sperrstange 61, und beim Loslassen des
Druckknopfes bringt die Feder 75 die hintere Sperrklinke 66 zum
Einschnappen
in die Nut 62 der Stange 61, wodurch der Handgriff in seiner gezeigten äußersten
rückwärtigen Stellung verriegelt ist.
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Die Füllöffnung 31 liegt nun frei, und das Wasser kann bequem in den
Kessel gegossen werden. Dieses Eingießen kann selbst bei heißem Bügeleisen geschehen,
ohne daß eine Gefahr der Verletzung durch heißes Wasser oder Dampf möglich ist.
Die Füllöffnung 31 hat eine große Fläche, und das obere Ende des Dampfrohrs liegt
nur in der Nähe eines Teiles des Öffnungsrandes 31, so daß reichlich Raum für das
Eingießen und das gleichzeitige Austreten der Luft vorhanden ist.
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Der Handgriff braucht natürlich nicht in seine äußerste rückwärtige
gesperrte Lage geschwenkt zu werden; dies wird jedoch gewöhnlich getan, um sich
dagegen zu schützen, daß der Handgriff durch seine Schwere während des Eingießens
in seine geschlossene Stellung zurückfällt.
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Da der Verschluß C im Schlitz 41 gehalten ist und damit stets mit
der kegelförmigen Wand 38 ausgerichtet ist und da sein elastischer Dichtungsring
52 einen größeren Innendurchmesser hat als der Rand 31, setzt sich der Verschluß
stets genau und fest auf den Rand, ohne daß die Gefahr eines Aufsetzens auf die
scharfe Kante des Randes 31 besteht. Das Ausdehnungsvermögen des Ringes 52 ist durch
die Bördelung 53 des Verschlusses begrenzt, so daß eine einwandfreie Abdichtung
während des Gebrauches gewährleistet ist.
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Der im Dampfkessel während des Gebrauches erzeugte Dampf sammelt sich
im Dampfdom, der aus der aufsteigenden Wand 38 und dem Verschlußdeckel 51 gebildet
wird, und strömt von dort durch die Seitenöffnungen 27a im Dampfrohr 27 abwärts
in die Dampfkammer 32 und entweicht durch die Dampflöcher 33 in der Grundplatte
16.
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Sollte sich im Kessel Dampfdruck entwickeln, so wird dieser natürlich
den Verschlußdeckel C leicht anheben, so daß der Dampf über die Vorder- und Längsseiten
der Grundplatte 85 des Handgriffs entweichen kann.
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Nach Beendigung des Bügelns ist es vorteilhaft, das im Kessel noch
vorhandene Wasser auszuschütten, insbesondere wenn der Kessel aus Aluminium besteht,
bei dem leicht Korrosionen auftreten, wenn Wasser längere Zeit im Kessel verbleibt.
Das Wasser kann auch durch Weiterheizen des Bügeleisens entfernt werden, wobei das
Eisen leicht vorwärts gekippt wird und der entstehende Dampf das Wasser durch die
Öffnungen 33 austreibt.
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Durch die Erfindung wird die Entfernung des Wassers aus dem Kessel
erleichtert. Der Handgriff bildet, wenn er in der oben beschriebenen offenen Stellung
verriegelt ist, eine bequeme Handhabe zum Halten des Bügeleisens in gekippter Stellung
zum Ausschütten des verbliebenen Wassers durch die Öffnung 31. Es besteht keine
Gefahr des Zurückbleibens von Wasser wie bei Füllöffnungen in Form einer nach unten
eingedrückten Vertiefung. Auf diese Weise kann alles im Kessel verbliebene Wasser,
selbst wenn das elektrische Heizelement ausgebrannt sein sollte und das Bügeleisen
unbrauchbar geworden ist, leicht aus diesem entfernt werden, was bei den üblichen
elektrischen Dampfbügeleisentypen so gut wie unmöglich ist.
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Falls gewünscht, kann das Bügeleisen mit dem Handgriff in offner Stellung
verriegelt aufgestellt werden, wie in Fig. 7 gezeigt ist, wobei die Grundplatte
auf ihrer hinteren Kante ruht, so daß sie schräg aufwärts gerichtet ist, und der
offene Handgriff auf seiner oberen hinteren Kante ruht und nach der anderen Seite
geneigt ist. In dieser Lage gehalten, kann das Bügeleisen eingeschaltet bleiben
zur Verdunstung eines etwa verbliebenen Wasserrestes, bevor der Handgriff wieder
geschlossen und das Bügeleisen weggestellt wird.
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Zum Zurückbringen des in offener Stellung verriegelten Handgriffes
in seine geschlossene Stellung wird unter Überwindung des Drucks der Feder 75 der
Knopf 77 eingedrückt, wodurch die hintere Verriegelang durch Anheben der Sperrklinke
66 aus der Nut 62 gelöst wird, worauf der Griff in geschlossene Stellung gebracht
wird, die Feder 75 sich wieder ausdehnt, die vordere Sperre schließt und den Verschlußdeckel
C elastisch auf der Füllöffnung hält.
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Unmittelbar nach dem Drücken des Knopfes 77 zum Lösen der vorderen
oder auch der hinteren Ver riegelung genügt eine geringe Bewegung des Griffes, um
°' den Knopf eingedrückt zu halten; denn so lange die' Sperrklinke 66 die bogenförmige
Sperrstange entlang gleitet, kann die Feder 75 sich nicht ausdehnen, bis die Klinke
die Nut 62 erreicht, wobei der eingedrückte Knopf zurück nach außen schnellt. Auf
gleiche Weise wird, wenn diese Sperrklinke 66 abwärts über das untere Ende der bogenförmigen
Stange 61 hinaus bewegt wird und die Sperrklinke 58 in den Bereich der Öffnung 55
kommt, die Feder 75 freigegeben zum Einschnappen der vorderen Sperrklinke in geschlossene
Stellung und zum Auswärtsdrücken des Knopfes 77.
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Selbst wenn beim Gebrauch der Handgriff H in geschlossene oder verriegelte
Stellung abwärts geworfen wird, kann keine Verbiegung oder andere Beschädigung des
Bügeleisens oder seiner Sperren 55 bis 58 eintreten. Dies beruht darauf, daß die
Spiralfeder 44 den Stoß eines solchen gewaltsamen Schließens elastisch aufnimmt
und daß erst beim Erreichen einer vollständig geschlossenen Stellung die hintere
Sperr-, klinke 66 sich, wie Fig. 1 zeigt, von der bogenförmigen Stange, 61 unter
Freigabe der Feder 75 löst und daß erst dann die Sperrklinke 58, die nun im Bereich
der Öffnung 55 liegt, durch die Feder 75 in diese Öffnung gedrückt wird.
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Das erfindungsgemäße elektrische Dampfbügeleisen ist von kräftiger
Bauart undbesteht nur aus einer geringen Zahl von E inzel teilen, die ohne kompl
izierte S chweißungen leicht zusammengesetzt werden können. Sein Dampfkessel wird
durch einfache Ofenschweißung leckdicht gemacht und hat Einrichtungen, die ein leichtes
und gefahrloses Einfüllen selbst in heißem Zustande ohne Verwendung von Trichtern
und anderen Hilfsmitteln oder Werkzeuge ermöglichen und die Entwicklung eines gefährlichen
Dampfdruckes im Kessel durch ihre Bauart verhindern. Es kann nach dem Bügeln bequem
entleert werden, so daß das Bügeleisen im wesentlichen korrosionsfest ist, selbst
wenn ein Wasserrest in ihm verblieben ist.
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Der aus dem Dampfrohr 27 in die Dampfkammer 32 eintretende Dampf kann
dadurch, daß er der Hitze des in der Nähe liegenden Heizelements ausgesetzt ist,
weiter erhitzt werden und so eine übermäßig hohe. Temperatur erreichen.
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Durch die in Fig. 8 gezeigte Ausführungsform, bei der die betreffenden
Teile mit den gleichen, aber mit einem Strich versehenen Ziffern wie in Fig. 1 bezeichnet
sind, wird diese Schwierigkeit überwunden.
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Wie in Fig. 8 gezeigt ist, ist zwischen der Dampfkammer 32' und dem
Boden der Grundplatte 16' oberhalb der letzteren ein Blech 90 angebracht, das sich
über die ganze Fläche der Kammer 32' erstreckt, an seinem hinteren Teil aber bei
90 aufgebogen ist. Das Blech kann z. B. aus Aluminium bestehen und etwa
0,25
mm stark sein, was eine für diesen Zweck genügende Steifigkeit ermöglicht; es kann
aber auch durch eine Platte aus isolierendem Werkstoff, wie eine Glaswolleplatte,
ersetzt sein.
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Die in den Unterlagen erläuterte Handgriffabschwenkung ist nicht Gegenstand
der Erfindung.