DE10122459A1 - Vorrichtung an einer Karde, Reinigungsmaschine, Öffnungsmaschine o. dgl. für Fasermaterial - Google Patents
Vorrichtung an einer Karde, Reinigungsmaschine, Öffnungsmaschine o. dgl. für FasermaterialInfo
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Abstract
Bei einer Vorrichtung an einer Karde, Reinigungsmaschine, Öffnungsmaschine o. dgl., für Fasermaterial, z. B. Baumwolle, Chemiefasern, bei der an einer schnelllaufenden Walze Abdeckelemente vorhanden sind, zwischen denen mindestens zwei Öffnungen vorhanden sind, werden durch eine erste Öffnung Fremdkörper wie Trash, Samenteile, Blattreste u. dgl. ausgeschieden und wird - in Drehrichtung der Walze gesehen - an einer zweiten Öffnung das Fasermaterial durch einen Luftstrom von der Walze abgenommen. DOLLAR A Um eine Einstellung des Faserabnahmeluftstromes und eine verbesserte Abfallqualität an einer Ausscheidestelle zu ermöglichen, ist die Stärke des Luftstromes für die Abnahme des Fasermaterials an der zweiten Öffnung einstellbar und ist der Grad der Ausscheidung der Fremdkörper durch die erste Öffnung änderbar.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Karde, Reinigungsmaschine,
Öffnungsmaschine o. dgl. für Fasermaterial, z. B. Baumwolle, Chemiefasern, bei
der an einer schnelllaufenden Walze Abdeckelemente vorhanden sind, zwischen
denen mindestens drei Öffnungen vorhanden sind, wobei durch eine erste Öffnung
Fremdkörper wie Trash, Samenteile, Blattreste u. dgl. ausgeschieden werden und
- in Drehrichtung der Walze gesehen - an einer zweiten Öffnung das Fasermaterial
durch einen Luftstrom von der Walze abgenommen wird.
Bei einer bekannten Vorrichtung (DE-PS 11 14 127) werden die von dem größten
Teil der Fremdkörper befreiten Faserflocken auf einer Abnehmerwalze in den
Bereich eines Luftstromes gebracht, der sie einem Siebtrommelabscheider oder
einem pneumatischen Förderer zuführt. Die Abnehmerwalze besitzt einen
sägezahnartigen Belag, dessen Zähne in Bezug auf die Drehrichtung vorausgerichtet
sind, so dass der an ihnen hängende Faserschleier dem saugenden Luftstrom leicht
folgt. Die Luft wird von außen durch Spalte angesaugt. Bei dieser Vorrichtung stört,
dass eine Änderung des Luftstromes nicht möglich ist. Eine Ausscheideöffnung für
Fremdkörper in der Abdeckung der Abnehmerwalze ist nicht vorhanden, da das
Fasermaterial auf der Abnehmerwalze weitgehend ausgereinigt ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet, die
insbesondere eine Änderung des Faserabnahmeluftstromes erlaubt und eine
verbesserte Abfallqualität an einer Ausscheideöffnung ermöglicht.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1.
Durch die Einstellung der Stärke des Luftstromes für die Abnahme des
Fasermaterials an der zweiten Öffnung gelingt es, über die Änderung der
Faserabnahme hinaus die Abfallqualität an einer der Faserabnahmestelle
vorgelagerten Ausscheidestelle zu verbessern. Ein besonderer Vorteil besteht darin,
dass über die Einstellung des Luftstromes der Unterdruck zwischen der Abdeckung
und der Walze beeinflusst und damit die Intensität der Abscheidung der Fremdkörper
an der Ausscheidestelle, d. h. an der ersten Öffnung, verbessert wird. Auf diese
Weise wird das Verhältnis zwischen erwünschter Ausscheidung von Fremdkörpern
und unerwünschter Ausscheidung von Gutfasern optimiert. Insbesondere gelingt es,
gezielt möglichst wenig Gutfasern bei der Fremdkörperausscheidung zu verlieren.
Zweckmäßig ist der Luftstrom für die Abnahme des Fasermaterials ein Saug-
und/oder Druckluftstrom. Vorzugsweise ist zwischen der ersten Öffnung und der
zweiten Öffnung im Bereich zwischen der Abdeckung und der Walze ein Unterdruck
vorhanden. Mit Vorteil ist der Abdeckung ein Druckmesselement zugeordnet, mit
dem der statische Druck zwischen Abdeckung und Walze messbar ist und ist der
Druck zur Einstellung des Luftstromes für die Abnahme des Fasermaterials
heranziehbar. Bevorzugt ist der Faserabnahmestelle eine Druckluftleitung,
Druckluftkanal o. dgl. zugeordnet. Zweckmäßig ist der Druckluftleitung ein
Luftmengeneinstellelement, z. B. Drossel o. dgl., zugeordnet. Mit Vorteil ist das
Luftmengeneinstellelement am Anfang der zweiten Öffnung vorhanden.
Vorzugsweise ist das Luftmengeneinstellelement am Ende der Abdeckung
vorgesehen. Bevorzugt ist das Luftmengeneinstellelement am Ende der
Druckluftleitung angeordnet. Zweckmäßig ist das Luftmengeneinstellelement als
Leitflügel o. dgl. ausgebildet. Vorzugsweise ist der Leitflügel o. dgl. an seinem
einen Ende in einem Drehlager gelagert. Mit Vorteil weist das andere Ende des
Leitflügels in Richtung der Luftströmung. Bevorzugt weist das andere Ende des
Leitflügels in Drehrichtung der Walze. Zweckmäßig ist der Druck in elektrische
Signale umwandelbar. Vorzugsweise ist der Abstand des Leitflügels zur Walze
regelbar. Mit Vorteil steht das Druckmesselement über eine Regeleinrichtung mit
Sollwertsteller mit einem Stellglied für den Leitflügel in Verbindung. Bevorzugt ist
der Abstand des Leitflügels zur Walze steuerbar. Zweckmäßig steht das
Druckmesselement über eine Steuereinrichtung mit einem Stellglied für den
Leitflügel in Verbindung. Vorzugsweise ist der Leitflügel an seinem einen Ende
drehbar an der Abdeckung angebracht. Mit Vorteil ist die Walze mindestens ein
Vorreißer einer Karde. Bevorzugt ist die Walze die Trommel einer Karde.
Zweckmäßig ist die Walze Bestandteil eines Öffners oder Reinigers. Vorzugsweise
beeinflusst der Leitflügel die durch die erste Öffnung ein- und/oder austretende Luft.
Mit Vorteil reguliert bei Unterdruck unter dem Abdeckelement der Leitflügel den
Lufteintritt an einem stromab befindlichen Abscheideelement, z. B. Messer.
Bevorzugt ist der Unterdruck stromab eines Festkardierelements vorhanden.
Zweckmäßig beeinflusst das Luftmengeneinstellelement die ein- und/oder austretende
Luftmenge. Vorzugsweise beeinflusst das Luftmengeneinstellelement die ein-
und/oder austretende Luftströmung. Mit Vorteil ist der Luftstrom etwa tangential in
Bezug auf die Walze ausgerichtet. Bevorzugt ist der zweiten Öffnung eine
Absaughaube für Luft zugeordnet. Zweckmäßig ist die Stärke des Absaugluftstroms
in der Absaughaube einstellbar.
Die Erfindung umfasst eine weitere vorteilhafte Vorrichtung an einer
Öffnungsmaschine o. dgl. für Fasermaterial, z. B. Baumwolle, Chemiefasern, bei
der an einer schnelllaufenden Walze Abdeckelemente vorhanden sind, zwischen
denen mindestens zwei Öffnungen vorhanden sind, wobei durch eine erste Öffnung
das Fasermaterial der Walze zugeführt und - in Drehrichtung der Walze gesehen - an
einer zweiten Öffnung das Fasermaterial durch einen Luftstrom von der Walze
abgenommen wird und bei der die Stärke des Luftstroms für die Abnahme des
Fasermaterials einstellbar ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 schematisch Seitenansicht eines Vierwalzenreinigers mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 schematisch Seitenansicht (teilweise) eines
Dreiwalzenreinigers mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 3 schematisch Blockschaltbild einer Regelanordnung mit
Druckmessglied, Regler und Stellglied für das
Luftmengeneinstellelement,
Fig. 3a den Unterdruckluftstrom zwischen der Abdeckung und
der Walze,
Fig. 4 eine Saughaube mit einstellbarem Unterdruck
unmittelbar nach einer Fremdkörperausscheidung
(Abfallausscheidestelle) und
Fig. 5 Seitenansicht einer Maschine gemäß Fig. 2, jedoch ohne
Fremdkörperausscheidestelle.
Der in einem geschlossenen Gehäuse angeordneten Reinigungsvorrichtung, z. B.
Trützschler CVT 4, wird nach Fig. 1 das zu reinigende Fasermaterial (Pfeil), das
insbesondere Baumwolle ist, in Flockenform zugeführt. Dies erfolgt beispielsweise
durch einen (nicht dargestellten) Füllschacht, durch ein Förderband o. dgl. Die
Watte wird mittels zweier Speisewalzen 1a, 1b unter Klemmung einer Stiftwalze 2
zugeführt, die im Gehäuse drehbar gelagert ist und entgegen dem Uhrzeigersinn
(Pfeil I) umläuft. Der Stiftwalze 2 ist eine Garniturwalze 3 nachgeordnet, die mit
einer Sägezahngarnitur bezogen ist. Die Walze 2 hat eine Umfangsgeschwindigkeit
von ca. 10 bis 21 m/sec. Die Walze 3 hat eine Umfangsgeschwindigkeit von ca. 15
bis 25 m/sec. Die Walze 4 hat eine größere Umfangsgeschwindigkeit als Walze 4.
Der Walze 2 sind nacheinander weitere Sägezahnwalzen 3, 4 und 5 nachgeordnet,
deren Drehrichtungen mit II, III, IV bezeichnet sind. Die Walzen 2 bis 5 haben
einen Durchmesser von ca. 150 bis 300 mm. Die Walzen 2 bis 5 sind vom Gehäuse
umschlossen. Der Sägezahnwalze 5 sind ein Festkardierelement 8, ein einstellbares
Leitelement 9, eine Luftdurchtrittsöffnung 10, ein Abscheidemesser 11 und ein
Druckmesselement 12 zugeordnet. Dem Abscheidemesser ist eine Absaughaube 13
zugeordnet. Mit A ist die Arbeitsrichtung des Reinigers bezeichnet. Das
Druckmesselement 12 und das einstellbare Leitelement können an eine elektronische
Steuer- und Regeleinrichtung, z. B. Mikrocomputer entsprechend Fig. 3,
angeschlossen sein.
Die Walze 5 ist von einer Abdeckung 14 umschlossen, die sich aus einer Mehrzahl
von gebogenen Abdeckelementen 14a bis 14d zusammensetzt. Zwischen den
Abdeckelementen 14d und 14c ist die erste Öffnung vorhanden, durch die
Fremdkörper u. dgl. ausgeschieden werden. Zwischen den Abdeckelementen 14c
und 14b ist eine zweite Öffnung 15 vorhanden, durch die das Fasermaterial durch
einen Luftstrom von der Walze 5 abgenommen wird. Zwischen den
Abdeckelementen 14a und 14d ist eine dritte Öffnung vorhanden, durch die das
Fasermaterial der Walze 5 von der Walze 4 zugeführt wird. Der Walze 5 ist eine
pneumatische Faserabnahmeeinrichtung zugeordnet, die aus einem Kanal 16 besteht,
in dessen Wandbereich die Öffnung 15 vorhanden ist (sogenanntes Luftdoffen). Der
Kanal 16 weist eine Luftzuführleitung 16a, durch die ein Luftstrom B1 angesaugt,
und eine Luftabsaugleitung 16b auf, durch die ein Faser-Luft-Gemisch B2 abgesaugt
wird. In Fig. 1 fließt der Gesamtluftstrom B im wesentlichen von oben nach unten.
Die Luftabsaugleitung 16a ist an eine (nicht dargestellte) Saugquelle angeschlossen.
Am Anfang der zweiten Öffnung 15, d. h. im Endbereich der Luftzuführleitung 16a
und des Abdeckelements 14c ist ein Luftmengeneinstellelement 17 angeordnet, das
gemäß Fig. 2 einseitig an einem Drehgelenk befestigt und in Richtung der Pfeile C
und D drehbar ist. Mit dem Luftmengeneinstellelement 17 ist die Stärke des
Luftstromes B1, B2 für die Abnahme des Fasermaterials an der zweiten Öffnung 15
von der Walze 5 einstellbar und der Grad der Ausscheidung der Fremdkörper durch
die erste Öffnung 10 steuerbar. Die Stärke des Luftstromes B1, B2 (Gesamtluftstrom
B) ist abhängig von der Luftmenge und/oder von der Luftgeschwindigkeit und/oder
vom Luftdruck.
In Fig. 2 ist teilweise ein Dreiwalzenreiniger, z. B. Trützschler CXL 3, dargestellt.
Der Gesamtluftstrom B zur Abnahme des Fasermaterials von der Walze 4 fließt im
wesentlichen von unten nach oben durch den Kanal 16. Durch das
Luftmengeneinstellelement 17 wird - im Sinne einer Drossel - die Stärke des
Luftstromes B beeinflusst. Insbesondere ist die Luftzufuhr B1 durch die
Luftzuführleitung 16a einstellbar. Zugleich werden aber bei einer Einstellung bzw.
Änderung des Luftstromes B1 auch der Luftstrom B2 und der Luftstrom G
(Unterdruck) unterhalb der Abdeckung 14f (Fig. 3a), d. h. zwischen Innenwand der
Abdeckung 14f und der Walze 4, geändert. Mit 23 ist ein Ausscheidemesser, mit 24
eine Absaughaube bezeichnet. Auf diese Weise ist eine einstellbare Luftzufuhr an der
Fasermaterialabsaugung 15 an einen Reiniger, z. B. CXL, verwirklicht. Zugleich ist
ein einstellbarer Unterdruck unmittelbar nach der Abfallausscheidestelle 10 (erste
Öffnung) geschaffen.
Nach Fig. 3 ist - entgegen der Drehrichtung 4b der Walze 4 - der zweiten Öffnung
15 und dem Luftmengeneinstellelement 17 ein Druckmesselement 18 vorgelagert,
mit dem der statische Luftdruck unterhalb der Abdeckung 17 (d. h. im Spalt a
zwischen Abdeckung 14f und Walzengarnitur 4a) gemessen wird. Dazu ist eine
durchgehende Bohrung in der Abdeckung 14f vorhanden. Die Druckmesswerte
werden zur Einstellung des Abstandes b des Leitflügels 17 zur Walze 4
herangezogen. Es kann (auf nicht dargestellte Weise) eine manuelle Einstellung der
Lage des Leitflügels 17 erfolgen. Auch kann die Position des Leitflügels 17 gemäß
Fig. 3 automatisch in Abhängigkeit von den Messwerten des Druckmesselements 18
eingestellt werden (Regelung). Dazu ist dem Druckmesselement 18 ein
Messwertwandler 19 zugeordnet, der die Druckwerte in elektronische Signale
umwandelt. Der Messwertwandler 19 ist an einen Regler 20 mit Sollwertsteller 21,
z. B. Mikrocomputer, angeschlossen. Der Regler 20 steht über ein Stellglied, z. B.
Schrittmotor 22, mit dem Leitelement 17 in Verbindung. In dem Regler 20 werden
die Druck-Ist-Werte mit Druck-Soll-Werten verglichen und bei einer Abweichung
Stellsignale 22 ausgegeben. Mit 17a ist ein Drehlager bezeichnet. Das
Luftmengeneinstellelement 17 ist in Richtung der Pfeile D und C drehbar. Mit der
Drehung bzw. Einstellung des Luftmengeneinstellelements 17 wird der Abstand c
verändert, d. h. der Abstand zwischen dem Luftmengeneinstellelement 17 und der
gegenüberliegenden Innenwand des Kanals 16.
Durch die Einstellung der Stärke des Luftstromes B für die Abnahme des
Fasermaterials an der zweiten Öffnung 15 gelingt es, über die Änderung der
Faserabnahme hinaus die Abfallqualität an der der Faserabnahmestelle 15
vorgelagerten Ausscheidestelle 10 zu verbessern. Ein besonderer Vorteil besteht
darin, dass über die Einstellung des Luftstromes B der Unterdruck zwischen der
Abdeckung (14c in Fig. 1; 14f in Fig. 2) und der jeweils letzten Walze 5 bzw. 4
beeinflusst und damit die Intensität der Abscheidung der Fremdkörper an der
Ausscheidestelle, d. h. an der ersten Öffnung 10 verbessert wird. Auf diese Weise
wird das Verhältnis zwischen erwünschter Ausscheidung von Fremdkörpern und
unerwünschter Ausscheidung von Gutfasern optimiert. Insbesondere gelingt es,
gezielt möglichst wenig Gutfasern bei der Fremdkörperausscheidung zu verlieren.
Um an der Abfallausscheidestelle 10 möglichst wenig Gutfasern auszuscheiden, ist
der Unterdruck in Walzendrehrichtung hinter dem Ausscheidemesser 11 bzw. 23,
vorteilhaft. Dieser Unterdruck wird durch die nachgeschaltete Absaugstelle 15
erzeugt. Bei der letzten Ausscheidestelle eines Walzen-Reinigers ist diese
Absaugstelle durch die Materialabsaugung vorhanden. Durch Drosselung der
Luftzufuhr an der Materialabsaugung kann der Unterdruck hinter dem
Ausscheidemesser und somit die Abfallqualität der letzten Ausscheidestelle
beeinflusst werden. Der Luftstrom G gemäß Fig. 3a erzeugt den Unterdruck.
Jede Abfallausscheidestelle, der keine Absaugstelle für Fasermaterial folgt, kann
durch eine anschließende Saughaube ergänzt werden, die den Unterdruck erzeugt.
Die Höhe des erzeugten Unterdruckes kann dabei durch ein geeignetes
Verstellelement einstellbar oder auch regelbar gestaltet werden. Eine solche
Anordnung kann nach Fig. 4 beispielsweise an der Walze 3 des in Fig. 1
dargestellten Reinigers angeordnet sein. Der Walze 3 sind eine Abscheideöffnung
10, ein Messer 25 und eine Absaughaube 26 zugeordnet. In Drehrichtung II gesehen
ist der Abscheideöffnung 10 stromab eine Luftdurchtrittsöffnung 27 nachgeordnet,
an die eine Absaughaube 28 angeschlossen ist. Einer Stirnseite der Absaughaube 28
ist z. B. ein in Richtung E, F bewegbarer Schieber 29 (Drosselschieber) zugeordnet,
der den Querschnitt und damit die angesaugte Luft verändert. Die Absaughauben 26
und 28 sind an (nicht dargestellte) Saugquellen angeschlossen. Durch die
Absaughaube 28 wird nur Luft, d. h. kein Fasermaterial abgesaugt. Auf diese Weise
ist eine Saughaube mit einstellbarem Unterdruck unmittelbar nach einer
Abfallausscheidestelle verwirklicht.
Fig. 5 zeigt eine Maschine wie in Fig. 2, jedoch ohne Ausscheidestelle für
Fremdkörper. Das kann eine Öffnungsmaschine z. B. für Chemiefasern sein. Durch
das einstellbare Luftmengeneinstellelement 17 wird die Stärke des
Faserabnahmeluftstromes B, der aus den Teilluftströmen B1 und B2 besteht,
verändert. Mit 30 ist die Öffnung zwischen den Abdeckungen 14e und 14g
bezeichnet, durch die das Fasermaterial von der Walze 3 auf die Walze 4 übergeht.
Claims (34)
1. Vorrichtung an einer Karde, Reinigungsmaschine, Öffnungsmaschine o. dgl.,
für Fasermaterial, z. B. Baumwolle, Chemiefasern, bei der an einer
schnelllaufenden Walze Abdeckelemente vorhanden sind, zwischen denen
mindestens drei Öffnungen vorhanden sind, wobei durch eine erste Öffnung
Fremdkörper wie Trash, Samenteile, Blattreste u. dgl. ausgeschieden werden
und - in Drehrichtung der Walze gesehen - an einer zweiten Öffnung das
Fasermaterial durch einen Luftstrom von der Walze abgenommen und durch
eine dritte Öffnung das Fasermaterial der Walze zugeführt wird, dadurch
gekennzeichnet, dass die Stärke des Luftstromes (B; B1, B2) für die Abnahme
des Fasermaterials an der zweiten Öffnung (15) einstellbar und der Grad der
Ausscheidung der Fremdkörper durch die erste Öffnung (10) änderbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom (B;
B1, B2) für die Abnahme des Fasermaterials ein Saug- und/oder Druckluftstrom
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
der ersten Öffnung (10) und der zweiten Öffnung (15) im Bereich zwischen der
Abdeckung (14c; 14f) und der Walze (5; 4) ein Unterdruck vorhanden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abdeckung (14c; 14f) ein Druckmesselement (12; 31) zugeordnet ist, mit
dem der statische Druck zwischen Abdeckung (14c; 14f) und Walze (5; 4)
messbar ist und der Druck zur Einstellung des Luftstromes (B; B1, B2) für die
Abnahme des Fasermaterials heranziehbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der Faserabnahmestelle (15) eine Absaugleitung, Absaugkanal (16; 16a, 16b)
o. dgl. zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der Absaugleitung (16) ein Luftmengeneinstellelement (17), z. B. Drossel o. dgl., zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
das Luftmengeneinstellelement (17) am Anfang der zweiten Öffnung (15)
vorhanden ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das Luftmengeneinstellelement (17) am Ende der Abdeckung (14c; 14f)
vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
das Luftmengeneinstellelement (17) am Ende der Luftzuführleitung (16a)
angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
das Luftmengeneinstellelement (17) als Leitflügel o. dgl. ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass
der Leitflügel (17) o. dgl. an seinem einen Ende in einem Drehlager (17a)
gelagert ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
das andere Ende des Leitflügels (17) in Richtung der Luftströmung (B) weist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
das andere Ende des Leitflügels (17) in Drehrichtung der Walze (IV; 4b) weist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
der Druck in elektrische Signale umwandelbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand (b) des Leitflügels (17) zur Walze (4; 5) regelbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass
das Druckmesselement (18; 31) über eine Regeleinrichtung (20) mit
Sollwertsteller (21) mit einem Stellglied (22) für den Leitflügel (17) in
Verbindung steht.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand (b) des Leitflügels (17) zur Walze (4; 5) steuerbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass
das Druckmesselement (18; 31) über eine Steuereinrichtung mit einem
Stellglied (22) für den Leitflügel (17) in Verbindung steht.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass
der Leitflügel (17) an seinem einen Ende drehbar (17a) an der Abdeckung
(14c; 14f) angebracht ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass
die Walze (4; 5) mindesten ein Vorreißer einer Karde ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass
die Walze (4; 5) die Trommel einer Karde ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass
die Walze (4; 5) Bestandteil eines Öffners oder Reinigers ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass
der Leitflügel (17) die durch die erste Öffnung (10) ein- und/oder austretende
Luft beeinflusst.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass
bei Unterdruck unter dem Abdeckelement (14c; 14f) der Leitflügel (17) den
Lufteintritt an einem stromauf befindlichen Ausscheideelement, z. B. Messer
(11; 23), reguliert.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass
der Unterdruck stromab eines Festkardierelements (8) vorhanden ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass
das Luftmengeneinstellelement (17) die in den Kanal (16) ein- und/oder
austretende Luftmenge beeinflusst.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass
das Luftmengeneinstellelement (17) die in den Kanal (16) ein- und/oder
austretende Luftströmung beeinflusst.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass
das Luftmengeneinstellelement (17) den Druck des Luftstromes (B; B1, B2) in
dem Kanal (16) beeinflusst.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass
der Luftstrom (B; B1, B2) etwa tangential in Bezug auf die Walze (4; 5)
ausgerichtet ist.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass
der ersten Öffnung (10) eine Absaughaube (13; 24) für Luft zugeordnet ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stärke des Absaugluftstroms in der Absaughaube (13; 24; 26; 28)
einstellbar ist.
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass
der Öffnung (10) für die Fremdkörperausscheidung eine Absaughaube (28) für
Luft nachgeordnet ist (Fig. 4).
33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass
der Leitflügel (17) den Luftstrom (G) unter dem Abdeckelement (14c; 14f)
beeinflusst.
34. Vorrichtung an einer Öffnungsmaschine o. dgl. für Fasermaterial, z. B.
Baumwolle, Chemiefasern, bei der an einer schnelllaufenden Walze
Abdeckelemente vorhanden sind, zwischen denen mindestens zwei Öffnungen
vorhanden sind, wobei durch eine erste Öffnung das Fasermaterial der Walze
zugeführt und - in Drehrichtung der Walze gesehen - an einer zweiten Öffnung
das Fasermaterial durch einen Luftstrom von der Walze abgenommen wird,
insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 33, dadurch gekennzeichnet,
dass die Stärke des Luftstroms (B; B1, B2) für die Abnahme des Fasermaterials
einstellbar ist.
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