DE10121688B4 - Aufprallweiche A-Säule an einem Fahrzeug - Google Patents
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Abstract
Aufprallweiche A-Säule an einem Fahrzeug, mit einem Außenblech und einer Unterstruktur sowie einer Aufnahme mit einer frontendseitigen Anlagefläche für den Randbereich einer Windschutzscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Außenblech (1) und der Unterstruktur (4) im Bereich zwischen der Aufnahme (7) und der an die A-Säule grenzenden Fahrzeugtür (10) wenigstens ein sich in Säulenlängsrichtung erstreckendes Deformationselement (11, 12) angeordnet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine aufprallweiche A-Säule an einem Fahrzeug zur Aufnahme von Aufprallenergie, die durch einen Fußgänger oder einen anderen Aufprallbeteiligten, insbesondere auch einen den aufprallenden Kopf eines Fußgängers simulierenden Impaktor, eingebracht wird.
- Aus der
DE 34 41 602 A1 ist eine A-Säule eines Kraftfahrzeuges bekannt, die ein außenseitig angeordnetes Deformationselement aufweist, das an der A-Säule angeclipst ist. Aus derDE 195 05 935 A sind unterschiedliche Ausführungen von Deformationselementen bekannt, die hinter der Innenverkleidung der A-Säule angeordnet sind und somit für den Insassen eines Kraftfahrzeuges gedacht sind, nicht jedoch für den Fußgängerschutz. Aus derDE 198 02 702 A1 sind energieaufnehmende Schaumstoffe unterschiedlicher Charakteristiken bekannt. - Um die Schwere von Verletzungen, insbesondere Kopfverletzungen, bei Fußgängern oder anderen Aufprallbeteiligten zu reduzieren, deren Kopf im Falle einer Kollision auf die Fronthaube aufschlägt, sind Fronthaubenkonstruktionen bekannt geworden, die in vorbestimmten Bereichen besonders wirksam Aufprallenergie aufnehmen und abbauen können. Zur Verringerung der Verletzungen muß die beim Zusammenstoß eingebrachte Aufprallenergie in bekannter Weise entsprechend einer idealen Kurve der Beschleunigung über der Zeit weitestgehend abgebaut werden. Die wesentlichen Zusammenhänge sind in der
DE 195 14 324 A1 dargestellt, in der auch zahlreiche Ausführungen von Motorhauben beschrieben. In Abhängigkeit von der Schwere und vom Verlauf des Aufpralls kann der Fußgänger oder andere Aufprallbeteiligte von der Motorhaube weiter auf die Frontscheibe oder eine A-Säule prallen. Insbesondere letztere kann wegen ihrer hohen Steifigkeit zu gravierenden Verletzungen führen. - Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine A-Säule nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so zu gestalten, daß bei einem Aufprall eines Fußgängers oder eines anderen Aufprallbeteiligten auf diese die Verletzungsgefahr erheblich reduziert ist.
- Diese Aufgabe wird bei einer A-Säule nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 jeweils durch deren kennzeichnende Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den angeschlossenen und entsprechend rückbezogenen Unteransprüchen aufgeführt.
- Die Erfindung besteht darin, daß bei einer aus einem Außenblech und einer Unterstruktur gebildeten A-Säule, insbesondere A-Säule, mit einer Aufnahme mit einer frontendseitigen Anlagefläche für den im wesentlichen vertikalen Randbereich einer Windschutzscheibe, zwischen dem Außenblech und der Unterstruktur im Bereich zwischen der Aufnahme und einer Fahrzeugtür wenigstens ein sich in Säulenlängsrichtung erstreckendendes Deformationselement angeordnet ist. Mit einer derartig strukturierten und weniger steif ausgelegten A-Säule kann auch der sich über die Fronthaube erhebende Fahrzeugaufbau frontendseitig fußgängerfreundlich gestaltet werden, derart, daß ein optimaler Verzögerungsverlauf bei einem Aufprall auf die A-Säule, insbesondere eines den Kopf eines Aufprallbeteiligten simulierenden Kopfimpaktors, erreicht wird, indem die Aufprallenergie mit einem möglichst kleinen Deformationsweg umgewandelt wird. Das Deformationselement ist bevorzugt ein aus einem Schaumstoff gebildetes Element. Zum Einsatz können jedoch auch balgförmig gestaltete Blechelemente oder Blech- oder Kunststoffelemente mit Rippen oder auch wabenartige Strukturen kommen. Die Verwendung von energieaufnehmendem Schaumstoff ist mit dem technologischen Vorteil verbunden, daß aus diesem gefertigte Schaumstoffelemente einfach herstellbar sind oder daß der zwischen dem Außenblech und der Unterstruktur angeordnete und für das Deformationselement vorgesehene Hohlraum auf einfache Weise ausgeschäumt werden kann. Die vorgefertigten Deformationselemente werden auf einfache Weise an der Unterstruktur angeklebt oder angeklipst.
- Um auch die Anordnung der Windschutzscheibe an der A-Säule energieaufnehmend zu gestalten, ist entlang des Randbereiches der Windschutzscheibe an der A-Säule zwischen diesem und der Anlagefläche der Aufnahme ein Deformationselement eingesetzt, daß bei einem Aufprall auf die Windschutzscheibe unter Aufnahme von Energie zusammengedrückt wird. Dadurch ist die Windschutzscheibe ebenfalls aufprallweich angeordnet und gibt bei einem Aufprall nach. Um dieses sicherzustellen, sind auch die zwischen den gegenüberliegenden A-Säulen vorhandenen Anlageflächen für die Windschutzscheibe mit Deformationselementen versehen, so daß die Windschutzscheibe allseitig an ihren Randbereichen über Deformationselemente am Fahrzeugaufbau festgelegt ist. Die Deformationselemente werden vorteilhaft ebenfalls angeklebt oder angeklipst.
- Als ein nicht von der Erfindung umfasstes Vergleichsbeispiel wird eine aufprallweiche A-Säule vorgeschlagen, bei der das Außenblech im Bereich zwischen der Aufnahme für die Windschutzscheibe und der Fahrzeugtür ausgelassen und durch ein Kunststoffaußenteil mit einem integrierten Deformationselement ersetzt ist, wobei das Kunststoffaußenteil an der Unterstruktur anliegt. Vorteilhaft ist das als Hohlteil ausgeführte, weitgehend biegesteife Kunststoffaußenteil mit einem deformierbaren energieaufnehmenden Schaumstoff ausgeschäumt und an der Unterstruktur angeklipst oder angeklebt.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
-
1 : eine aufprallweiche A-Säule im Bereich der Windschutzscheibe des Fahrzeugs im Querschnitt und -
2 : eine alternative Konstruktion einer aufprallweichen A-Säule, die nicht von der Erfindung umfasst ist. - In
1 ist eine aus einem Außenblech1 und einer aus zwei zu einem Hohlprofil verbundenen Innenblechen2 und3 bestehende Unterstruktur4 und einem fahrgastzellenseitig am Innenblech3 angeordneten Deformationselement5 gebildete A-Säule dargestellt, die auf der Innenseite der Fahrgastzelle mit einer Innenverkleidung6 versehen ist. Frontendseitig weist die A-Säule eine Einsenkung7 mit einer Anlagefläche8 zur Anordnung einer Windschutzscheibe9 auf. Zwischen dem Außenblech1 und dem Innenblech2 sind im Bereich zwischen der Aufnahme7 und einer an die A-Säule grenzenden Fahrzeugtür10 zwei im wesentlichen quaderförmige Deformationselemente11 und12 und zwischen der Windschutzscheibe9 und der Anlagefläche8 ein quaderförmiges Deformationselement13 aus geschlossenzelligem PUR-Schaum der Dichte 30 g/ l vermittels Kleberschichten14 befestigt. Diese Deformationselemente11 ,12 und13 erstrecken sich über die gesamte Länge der A-Säule im Bereich der Windschutzscheibe9 , wobei diese auch in ihren in Fahrzeugquerrichtung verlaufenden Randbereichen über Deformationselemente an der Fahrzeugkarosserie abgestützt ist (nicht dargestellt). - Die
2 betrifft ein nicht von der Erfindung umfasstes Vergleichsbeispiel. Die in2 dargestellte aufprallweiche A-Säule weist ein Außenblech15 , eine aus zwei Innenblechen16 und17 gebildete Unterstruktur18 , ein am Innenblech17 befestigtes Deformationsblech19 und ein ausgeschäumtes Kunststoffaußenteil20 als Deformationselement auf, das am Außenblech15 und am Innenblech16 mit Klipsen21 befestigt ist und das im Bereich zwischen einer Windschutzscheibe22 und einer Fahrzeugtür23 die Außenkontur der A-Säule bildet. Zwischen der windschutzscheibenseitigen Stirnseite des Kunststoffaußenteils20 und dem Innenblech16 ist eine Aufnahme24 mit einer Anlagefläche25 für den im wesentlichen vertikal verlaufenden Randbereich der Windschutzscheibe22 ausgebildet. An dieser Anlagefläche25 ist die Windschutzscheibe22 vermittels einer Kleberschicht26 mit der Unterstruktur18 verbunden. Der in das Kunststoffaußenteil eingebrachte Schaumstoff ist PUR mit einer Dichte von 30 g/ l. Auf der Innenseite der Fahrgastzelle ist die A-Säule mit einer Innenverkleidung27 versehen. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Außenblech
- 2
- Innenblech
- 3
- Innenblech
- 4
- Unterstruktur
- 5
- Deformationsblech
- 6
- Innenverkleidung
- 7
- Einsenkung
- 8
- Anlagefläche
- 9
- Windschutzscheibe
- 10
- Fahrzeugtür
- 11
- Deformationselement
- 12
- Deformationselement
- 13
- Deformationselement
- 14
- Kleberschicht
- 15
- Außenblech
- 16
- Innenblech
- 17
- Innenblech
- 18
- Unterstruktur
- 19
- Deformationsblech
- 20
- Kunststoffaußenteil
- 21
- Klips
- 22
- Windschutzscheibe
- 23
- Fahrzeugtür
- 24
- Aufnahme
- 25
- Anlagefläche
- 26
- Kleberschicht
- 27
- Innenverkleidung
Claims (6)
- Aufprallweiche A-Säule an einem Fahrzeug, mit einem Außenblech und einer Unterstruktur sowie einer Aufnahme mit einer frontendseitigen Anlagefläche für den Randbereich einer Windschutzscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Außenblech (
1 ) und der Unterstruktur (4 ) im Bereich zwischen der Aufnahme (7 ) und der an die A-Säule grenzenden Fahrzeugtür (10 ) wenigstens ein sich in Säulenlängsrichtung erstreckendes Deformationselement (11 ,12 ) angeordnet ist. - A-Säule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Deformationselement (
11 ,12 ) aus einem Aufprallenergie aufnehmenden Schaumstoff gebildet ist. - A-Säule nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen dem Außenblech (
1 ) und der Unterstruktur (4 ) gegebene Raum ausgeschäumt ist. - A-Säule nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Aufnahme (
7 ) zwischen dem Randbereich der Windschutzscheibe (9 ) und der Anlagefläche (8 ) ein Deformationselement (13 ) angeordnet ist. - A-Säule nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Deformationselement (
11 ,12 ) bzw. das Kunststoffaußenteil (20 ) wenigstens an der Unterstruktur (4 ,18 ) angeklebt oder angeklipst ist. - A-Säule nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Deformationselement (
13 ) mit dem Randbereich der Windschutzscheibe (9 ) und mit der Aufnahme (7 ), insbesondere im Bereich der Anlagefläche (8 ), verklebt ist.
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