DE10118654A1 - Vorrichtung zur Handhabung von gefüllten Weichfolienbeuteln - Google Patents
Vorrichtung zur Handhabung von gefüllten WeichfolienbeutelnInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zur Handhabung von gefüllten Weichfolienbeuteln, insbesondere zum Einsetzen von Gruppen von Weichfolienbeuteln in Umkartons ist versehen mit DOLLAR A - einer Greifeinrichtung (5) für die Beutel (1), DOLLAR A - einer Hebeeinrichtung (6), an der die Greifeinrichtung (5) angeordnet und zwischen zwei Positionen versetzbar ist, DOLLAR A - einem unten offenen, von oben über die Beutel (1) stülpbaren, zwischen einer weiten Lösestellung und einer demgegenüber engeren Haltestellung für die Beutel (1) teleskopierbaren Greifrahmen (3), DOLLAR A - einer Dichtplatte (13), die in der offenen Oberseite (12) des Greifrahmens (3) angeordnet ist und an der der Greifrahmen (3) in seiner engen Haltestellung dichtend anliegt, und DOLLAR A - einer Saugeinrichtung (15), mit der der unter der Dichtplatte (13) liegende Rahmeninnenraum (17) in der Haltestellung unter Unterdruck setzbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Handhabung von gefüllten
Weichfolienbeuteln, insbesondere zum Einsetzen von Gruppen von Weich
folienbeuteln in Umkartons, mit den im Oberbegriff des Anspruches 1 an
gegebenen Merkmalen.
Zu derzeit modernen Verpackungsformen für flüssige bis pastöse oder rie
selfähige Stoffe, wie z. B. Nahrungskonzentrate, medizinische Flüssigkei
ten, Kosmetikprodukte - wie Duschbäder, Schaumbäder oder Shampoos -
Müsli, Nudeln oder Granulate gehören sogenannte Weichfolienbeutel, die
üblicherweise auch als "Pouches" bezeichnet werden. Solche Weichfolien
beutel werden oftmals als umweltfreundliche Nachfüllpackungen für feste
Flaschen vertrieben.
Für den Transport vom Abfüller zum Abverkaufsort an den Endverbrau
cher müssen solche Weichfolienbeutel in entsprechender Abpackzahl ge
meinsam in einen Umkarton eingesetzt werden. Bekannte Handhabungs
vorrichtungen zu diesem Zweck weisen Greifeinrichtungen für die Beutel
auf, die im wesentlichen durch einzelne, von oben auf den Rand der ein
zelnen Beutel zugreifende Klammern gebildet sind. Damit wird eine ent
sprechend von der Abfüllanlage herankommende Gruppe oder Batterie von
Beuteln gemeinsam erfaßt, mittels einer Hebeeinrichtung angehoben und in
einen Umkarton eingesetzt.
Derartige bekannte Greifeinrichtungen zeigen verschiedene Nachteile. So
stellen die einzelnen Klammern mit ihren Betätigungsmechanismen relativ
filigrane, komplexe Konstruktionen dar, die aufwendig und im täglichen
Einsatz anfällig gegen Störungen sind. Auch ist die Zuverlässigkeit des
Zugriffs der Klammern auf die Beutel nicht immer gewährleistet, insbe
sondere dann, wenn die Beutel bei Fehlern in der Abfüllung beispielsweise
durch ein glitschiges Shampoo an ihrem oberen Rand benetzt sind. Da
durch kann der Beutel beim Anheben mit der Klammer herausrutschen und
aus der Gruppe herausfallen. Dies bedeutet eine Betriebsstörung im Ablauf
der Verpackungsanlage, die zur Behebung außer Betrieb gesetzt werden
muß.
Ausgehend von den geschilderten Problemen des Standes der Technik liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Handhabung
von gefüllten Weichfolienbeuteln so zu verbessern, daß auf konstruktiv
einfache Weise eine deutlich zuverlässigere und weniger störanfälligere
Handhabung der Weichfolienbeutel bei gleichzeitig höherer Packungsdich
te gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruches 1
angegebenen Merkmal gelöst. Demnach ist der Kern der erfindungsgemä
ßen Greifeinrichtung durch einen teleskopierbaren Greifrahmen gebildet,
der unten offen und von oben über die Beutelgruppe stülpbar ist. Der te
leskopierbare Greifrahmen ist dabei zwischen einer weiten Lösestellung
und einer demgegenüber engeren Haltestellung für die Beutel verstellbar.
In der offenen Oberseite des Greifrahmens sitzt eine Dichtplatte, an der der
Greifrahmen in seiner engen Haltestellung dichtend anliegt. Schließlich ist
eine Saugeinrichtung vorgesehen, mit der der unter der Dichtplatte liegen
de Innenraum des Greifrahmens in der Haltestellung unter Unterdruck
setzbar ist.
Im Gegensatz zum Stand der Technik werden also die Weichfolienbeutel
bei der Erfindung nicht einzeln ergriffen, sondern gleichsam als Batterie
oder Gruppe. So können beispielsweise zwei oder mehr dicht an dicht ste
hende Reihen von je vier Weichfolienbeuteln von einer Abfüllanlage auf
einer entsprechenden ebenen Unterlage herantransportiert werden. In der
aufgeweiteten Lösestellung wird der Greifrahmen von oben über diese ge
samte Gruppe gestülpt, wonach der Greifrahmen unter Anlage an die ober
halb der Gruppe positionierte Dichtplatte zusammenfährt und die Saugein
richtung den Bereich unter der Dichtplatte mit Unterdruck beaufschlagt.
Die Weichfolienbeutel werden also einerseits durch den Unterdruck pneu
matisch, andererseits durch den die Beutel von außen umgreifenden Greif
rahmen mechanisch gehalten. Durch die Beaufschlagung der Weichfolien
beutel beim Zusammenfahren des Greifrahmens werden diese dabei gewis
sermaßen verdichtet, da die im normalen Zustand im Beutel nach unten
durchgesackte Füllung nach oben gedrückt wird und damit gleichmäßiger
über die Höhen der Beutelgruppe verteilt.
In diesem komprimierten Zustand können nun die gruppierten Weichfo
lienbeutel in einem Umkarton eingesetzt werden, indem der Greifrahmen
von oben in diesen einfährt. Durch Unterdruckentlastung und geringfügiges
Aufdehnen des Greifrahmens kann dieser von der Beutelgruppe nach oben
abgezogen werden, die im Umkarton stehen bleibt.
Aufgrund der Komprimierung der Weichfolienbeutel kann beim Packen
die Packungsdichte und damit das Volumen des Umkartons um bis zu
30% gegenüber der herkömmlichen Verpackungstechnik reduziert werden,
was einen erheblichen logistischen Vorteil mit sich bringt. Verpackungs-,
Transport- und Lagerkosten sind nämlich entsprechend drastisch reduziert.
Schließlich sind durch die dichtere Packung der Weichfolienbeutel in den
Umkartons diese vor Verschiebung und Beschädigung innerhalb des Um
kartons bei Erschütterungen besser geschützt.
Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Handhabungsvor
richtung sind in den Unteransprüchen angegeben. Weitere Merkmale, Vor
teile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich ferner aus der nachfol
genden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsge
genstandes anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert wird.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Handhabungsvorrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung aus Pfeilrichtung II gemäß Fig.
1,
Fig. 3 eine schematische Ansicht der Handhabungsvorrichtung von oben
aus Niveau III nach Fig. 1,
Fig. 4 eine analoge schematische Ansicht von oben aus Niveau IV gemäß
Fig. 1,
Fig. 5 eine schematische Ansicht eines Greifrahmens von oben in unter
schiedlichen Stellungen, und
Fig. 6 eine Detailansicht der Einzelheit VI nach Fig. 1.
Anhand von Fig. 1 und Fig. 2 sind die Grundkomponenten einer Handha
bungsvorrichtung gemäß der Erfindung zu erläutern. So ist zur Handha
bung von Weichfolienbeuteln 1 - einer sogenannten "Pouch-Verpackung"
-, die in einer 15er-Gruppe von zwei Reihen zu acht bzw. sieben Beuteln 1
auf einer Unterlage 2 aufgestellt sind, ein als Ganzes mit 3 bezeichneter
Greifrahmen vorgesehen, der an einem komplexen Verstellmechanismus 4
angeordnet ist. Die gesamte Greifeinrichtung 5 mit Greifrahmen 3 und
Verstellmechanismus 4 ist an einer in Fig. 1 nur angedeuteten Hebeein
richtung angebracht, bei der es sich beispielsweise um den Manipulations
arm 6 eines Mehrachsen-Industrieroboters handeln kann. Als Alternative
dazu kann die Hebeeinrichtung auch durch einen laufkatzenartigen Hebe
mechanismus gebildet sein, mit dessen Hilfe die Greifeinrichtung 5 zwi
schen zwei Positionen versetzbar ist.
Zum besseren Verständnis der folgenden Beschreibung soll zuerst anhand
von Fig. 5 die grundsätzliche Funktion der Greifeinrichtung 5 der Handha
bungsvorrichtung erörtert werden. So besteht deren Greifrahmen 3 aus vier
in einem Rechteck angeordneten Winkelblechen 7.1 bis 7.4, deren Schen
kel 8 sich jeweils paarweise flankieren. Die Scheitel 9 der Winkelbleche
7.1 bis 7.4 bilden die vertikal stehenden Seitenkanten des Greifrahmens 3,
dessen Unter- und Oberseite damit offen sind.
In der in Fig. 5 strichliert dargestellten Lösestellung sind die vier Winkel
bleche 7.1 bis 7.4 soweit auseinandergezogen, daß der Greifrahmen 3 eine
weite Lösestellung einnimmt, in der er über die auf der Unterlage 2 aufge
stellte Gruppe von Weichfolienbeuteln 1 von oben her stülpbar ist. An
schließend verfahren die Winkelbleche 7.1 bis 7.4 mit ihren Scheiteln 9
jeweils etwa auf der Diagonalen des rechteckigen Greifrahmens nach in
nen, wobei die einander flankierenden Schenkel 8 der Winkelbleche 7.1 bis
7.4 aneinander parallel vorbeigleiten. Durch diese Verschiebebewegung
wird der Greifrahmen 3 aus seiner weiten Lösestellung in die in Fig. 5 mit
durchgezogener Linie dargestellte engere Haltestellung teleskopiert. Die
mit starken Linien angedeutete Haltestellung ist dabei die engstmögliche
Stellung, in der die Schenkel 8 eines Winkelbleches 7.4 im Scheiteleck des
jeweils flankierenden Winkelbleches 7.2, 7.3 zu liegen kommen.
Durch die beschriebene Teleskopbewegung des Greifrahmens 3 aus der
Löse- in die Haltestellung werden die Weichfolienbeutel 1 aus der in Fig. 5
gezeigten Aufstellung von außen beaufschlagt und gewissermaßen komp
rimiert, wodurch die zwickelförmigen Zwischenräume 10 (siehe Fig. 5)
bzw. 11 (siehe Fig. 1) im Bereich der Unterlage 2 bzw. im Höhenverlauf
der Weichfolienbeutel 1 mehr oder weniger verkleinert und die Weichfo
lienbeutel-Gruppe in einem insgesamt wesentlich reduzierten Verpa
ckungsvolumen untergebracht wird. Der Greifrahmen 3 wird dabei je nach
Raumfüllungsgrad der Weichfolienbeutel 1 eine mehr oder weniger stark
teleskopierte Haltestellung einnehmen. Eine solche Zwischenstellung ist in
Fig. 5 durch die mit dünneren durchgezogenen Linien dargestellte Position
der Winkelbleche 7.1 bis 7.4 angedeutet.
Wie in Fig. 1 deutlich wird, ist in der offenen Oberseite 12 des teleskopier
baren Greifrahmens 3 eine horizontale, rechteckige Dichtplatte 13 ange
ordnet, die über einen entsprechenden Wechsel-Anschluß 14 an einem von
oben ankommenden Saugrohr 15 hängt. Letzeres steht mit einer nicht näher
dargestellten Saugpumpe in Verbindung, so daß über eine in Fig. 4 ange
deutete Öffnung 16 in der Dichtplatte 13 der von der Dichtplatte 13 und
dem Greifrahmen 3 in seiner verengten Haltestellung gebildete Rahmenin
nenraum 17 mit Unterdruck beaufschlagt werden kann. Durch diesen Un
terdruck und den zusammengefahrenen Greifrahmen 3 werden die Weichfolienbeutel
1 pneumatisch und mechanisch gehalten, so daß die gesamte
Greifeinrichtung 5 mithilfe des Manipulationsarmes 6 angehoben und von
oben in einen bereitgestellten Karton eingesetzt werden können. Dort ange
langt wird in noch näher zu erläuternder Weise der Greifrahmen 3 aus sei
ner Haltestellung freigegeben und der Unterdruck entlastet, so daß der
Greifrahmen 3 wieder nach oben abgezogen werden kann. Die Weichfo
lienbeutel 1 bleiben dann aufgrund der Schwerkraft in dem Verpackungs
karton.
Wie nun insbesondere aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist das "Rückgrat"
der Greifeinrichtung S von einer als Ganzes mit 18 bezeichneten Träger
brücke gebildet, die am freien Ende des Manipulationsarmes 6 mithilfe
eines Befestigungsfußes 9 montiert ist. Die Trägerbrücke 18 besteht aus
einer oberen Traverse 20, zwei seitlich angebrachten, nach unten weisen
den Seitenwangen 21.1, 21.2 und einer an deren unterem Ende angebrach
ten, horizontale Trägerplatte 20. Wie in Fig. 2 und 3 angedeutet, jedoch
aufgrund der vielzähligen Bauelemente dort relativ schwer erkennbar ist,
weist die Trägerplatte 22 in Draufsicht eine Formgebung auf, die einer
Smokingfliege entspricht. An ein Zentralteil 23 schließen sich also an den
beiden einander abgewandten Seiten sich nach außen stark verbreiternde
Seitenteile 24.1, 24.2 an.
Wie ferner aus Fig. 2 deutlich wird, ist zwischen oberer Traverse 20 und
beiden Seitenwangen 21.1, 21.2 eine vertikal und in Querrichtung zwi
schen letzteren verlaufende Halteplatte 25 eingesetzt. An dieser ist ein
Kolben-Zylinderantrieb 26 mit seinem Zylindergehäuse stirnseitig ange
flanscht. In Fig. 2 sind die entsprechenden Pneumatikanschlüsse 28.1, 28.2
seitlich am Zylindergehäuse 27 eingezeichnet. Die in Arbeitsrichtung der
Kolbenstange 29 des Kolben-Zylinderantriebs 26 ist horizontal gerichtet.
Ferner ist der Antrieb 26 mittig zwischen den beiden Seitenwangen 21.1,
21.2 platziert.
Der Kolben-Zylinderantrieb 26 bildet einen Linearantrieb für die Greif
rahmen-Verstellung. Dazu ist ein Zwischentrieb vorgesehen, der auf der
Trägerplatte 22 der Trägerbrücke 18 angeordnet ist. Dessen Anbindung an
die Kolbenstange 29 erfolgt über einen Zwischenschieber 30, der auf einer
in Längsrichtung weisenden Führungsschiene 31 auf der Trägerplatte 22
verschiebbar geführt ist. Der Zwischenschieber 30 weist einen nach oben
abstehenden Mitnehmer 32 auf, der mit einer im wesentlichen zentral an
geordneten Öffnung 33 versehen ist. Durch diese Öffnung 33 ragt ein Kol
benstangen-Verlängerungsteil 34, das koaxial mit der Kolbenstange 29 auf
deren freies Ende 35 aufgeschraubt ist. Am kolbenstangenseitigen Ende
des Verlängerungsteils 34 ist ein Anschlag 36 vorgesehen. Ferner ist auf
das freie Ende 37 des Verlängerungsteils eine gekonterte, verstellbare An
schlagmutter 38 aufgeschraubt. Zwischen dieser und dem Mitnehmer 32 ist
eine Schraubendruckfeder 39 eingespannt, die den Mitnehmer 32 gegen
den Anschlag 36 beaufschlagt.
Durch die vorstehende Konstruktion von Verlängerungsteil 3, Mitnehmer
32 und Schraubendruckfeder 39 ist eine lose Kopplung mit Federkraft-
Übertragung zwischen der Kolbenstange 29 und dem Zwischenschieber 30
realisiert, deren Zweck im Folgenden noch näher erläutert wird.
Auf der Führungsschiene 31 ist ein zweiter Zwischenschieber 40 ebenfalls
in Längsrichtung verschiebbar geführt. Die beiden Zwischenschieber 30,
40 sind dabei über einen als Ganzes mit 41 bezeichneten Umlauf Zahn
riementrieb gekoppelt, der aus zwei Umlenk-Zahnscheiben 42.1, 42.2 und
einem darauf sitzenden, endlosen Zahnriemen 43 gebildet ist. Die Zahnscheiben
42.1, 42.2 sind an den einander abgewandten Schmalseiten der
Trägerplatte 22 über Drehlager 45.1, 45.2 mit jeweils vertikaler Drehachse
44 gelagert. Das eine Lager 45.1, ist in Längsrichtung verschiebbar an der
Trägerplatte 22 gelagert und mittels einer Spannschraube 46 verstellbar.
Dadurch können die beiden Umlenk-Zahnscheiben 42.1, 42.2 im Sinne
einer Spannung des Zahnriemens 43 voneinander wegbewegt werden.
Wie aus der Draufsicht gemäß Fig. 3 deutlich wird, ist der Zwischenschie
ber 30 mit dem einen Trum des Zahnriemens 43 und der zweite Zwischen
schieber 40 mit dessen anderem Trum mittels jeweils eines Klemmele
ments 47.1, 47.2 verbunden. Dies bedeutet, daß bei einer Betätigung des
Kolben-Zylinderantriebs 26 der eine Zwischenschieber 30 verschoben, da
durch der Zahnriemen 43 mitgezogen und weiterhin der andere Zwischen
schieber 40 in die gegenläufige Richtung in einer synchronen Bewegung
verschoben werden.
Beide Zwischenschieber 30,40 sind - wie aus Fig. 3 hervorgeht - mit in
Querrichtung nach außen abstehenden seitlichen Auslegern 48 versehen, an
deren freien Enden jeweils im wesentlichen horizontal gerichtete Antriebs
lenker 49.1, 49.2, 49.3, 49.4 um eine vertikale Achse schwenkbar ange
lenkt sind. Die anderen Enden der Antriebslenker 49.1 bis 49.4 sind jeweils
gelenkig mit einem Führungsschlitten 50.1 bis 50.4 gekoppelt, die auf an
der Unterseite der Trägerplatte 22 montierten Führungsschienen 51 laufen.
An jedem dieser Führungsschlitten 50.1 bis 50.4 ist über eine noch näher
zu beschreibende Klemmeinrichtung eines der Winkelbleche 7.1 bis 7.4
lösbar befestigt. Die Führungsschienen 51.1 bis 51.4 sind jeweils knapp vor
den auseinanderlaufenden Seitenkanten der Trägerplatte 22 montiert, so
daß die Führungsschlitten 50.1 bis 50.4 jeweils mit ihrer Außenseite über
die Kontur der Trägerplatte 22 seitlich hinausragen. Dort ist auf den Führungsschlitten
50.1 bis 50.4 jeweils ein Distanzblock 52 (Fig. 6) montiert,
der die Höhendifferenz zwischen den Antriebslenkern 49.1 bis 49.4 und
den Führungsschlitten 50.1 bis 50.4 überwindet.
Wie auf unterschiedliche Weise in Fig. 3 angedeutet ist, wird die Antriebs
bewegung der Kolbenstange 29 auf den Zwischenschieber 30 und weiter
über den Umlauf-Zahnriementrieb 41 auf den zweiten Zwischenschieber
40 übertragen. Die beiden gegenläufigen Bewegungen der Zwischenschie
ber 30, 40 werden dann weiter über die Antriebslenker 49.1 bis 49.4 auf die
Führungsschlitten 50.1 bis 50.4 übertragen. Dies ist in Fig. 3 angedeutet,
wo die Führungsschlitten 50.1 bis 50.4 und die beiden Zwischenschieber
30, 40 in ihrer äußeren Position strichliert dargestellt sind. Der Greifrah
men 3 ist entsprechend in seiner maximal offenen Lösestellung angeordnet.
Werden nun die beiden Zwischenschieber 30, 40 nach innen aufeinander zu
bewegt, ziehen diese über die Antriebslenker 49.1 bis 49.4 die Führungs
schlitten 50.1 bis 50.4 und damit die einzelnen Winkelbleche 7.1 bis 7.4
mit, so daß der Greifrahmen 3 in teleskopierender Weise zusammenfährt.
Die Antriebslenker 49.1 bis 49.4 vollführen dabei eine Art Schwenk-
Bewegung in der Horizontalebene, wie beim Antriebslenker 49.3 rechts
unten in Fig. 3 anhand einer Vielzahl von Zwischenstellungen des An
triebslenkers 49.3 angedeutet ist.
Zu einigen Bauelementen der dargestellten Handhabungsvorrichtung sind
nun noch Detailinformationen in konstruktiver und funktionaler Hinsicht
zugeben. So ist am oberen Ende der beiden Seitenwangen 21.1, 21.2 deren
Trägerbrücke 18 eine seitliche Auskragung 53 vorgesehen, zwischen denen
eine als Ganzes mit 54 bezeichnete Anschlagmimik auswechselbar einge
setzt ist. Diese besteht aus einer eigentlichen Anschlaghülse 55, in die ein
Stoßdämpfer 56 integriert ist. Aus der in Richtung zum Mitnehmer 32 des
Zwischenschiebers 30 gewandten Hülsenöffnung ragt in der Ruhestellung
der Kontaktkopf 57 des Stoßdämpfers 56 vor. Die Anschlaghülse 55 dient
nun zur Begrenzung des Ausschubweges der Kolbenstange 29 des Kolben-
Zylinderantriebs 26 und damit zur Begrenzung der Öffnungsbewegung des
Greifrahmens 3. Aufgrund des Stoßdämpfers 56 ist dabei ein weniger har
ter Anschlag des Mitnehmers 32 erzielbar. Je nach Format und Größe des
Greifrahmens 3 in dessen Lösestellung wird eine bestimmte Anschlagmi
mik mit einer entsprechenden Länge der Anschlaghülse 55 verwendet.
Stattdessen kann auch eine verstellbare Anschlaghülse 55 verwendet wer
den, was jedoch gegebenenfalls bedienungstechnische Probleme und Feh
lerquellen verursachen kann.
Bezüglich der Schraubendruckfeder 39 ist festzuhalten, daß deren Vor
spannung durch die Anschlagmutter 38 variiert werden kann. Dadurch
kann die auf die Weichfolienbeutel 1 beim Zusammenfahren des Greifrah
mens 3 wirkende Kraft variiert und begrenzt werden. Ferner dient diese
Federkraft-Übertragung einem wirkungsvollen Schutz der Weichfolienbeu
tel 1 vor Zerplatzen. Wenn nämlich die Weichfolienbeutel 1 in bestimmtem
Maße komprimiert sind, kann der Greifrahmen 3 nicht mehr weiter zu
sammenfahren. Entsprechend bleibt der Zwischenschieber 30 mit seinem
Mitnehmer 32 stehen, wobei die Einzugsbewegung der Kolbenstange 29
bis zum Anschlag des Kolben-Zylinderantriebs 26 unter Komprimierung
der Schraubendruckfeder 39 nachvollzogen werden kann.
Schließlich ist es zur Erhöhung der Variabilität der Handhabungsvorrich
tung vorgesehen, die Winkelbleche 7.1 bis 7.4 auswechselbar zu gestalten.
Dazu sind die Winkelbleche 7.1 bis 7.4 in ihrem Scheitelbereich mit der
oberen Kante an einer Winkellasche 58.1 bis 58.4 angeschweißt, auf denen
jeweils ein Klemmblock 59 mit seitlichen Steckbolzen 60 montiert sind.
Diese Steckbolzen 60 können entsprechende Lagerausnehmungen 61 an
dem Führungsschlitten 50.1 bis 50.4 eingesteckt und mittels einer Klem
mung 62 fixiert werden.
Desgleichen ist die Dichtplatte 13 lösbar an einem Anschlußflansch 14 am
unteren Ende des Saugrohrs 15 befestigt und mit einer Klemmung 63 fest
gelegt. Damit können also die Dichtplatte 13 und die Winkelbleche 7.1 bis
7.4 ausgetauscht und an die Größe und Anzahl der zu handhabenden
Weichfolienbeutel 1 angepaßt werden.
Um eine saubere Dichtwirkung zwischen Dichtplatte 13 und Greifrahmen 3
in dessen zusammengefahrenen Haltezustand zu erzielen, ist an der umlau
fenden Randkante 64 der Dichtplatte 13 eine nach außen vorspringende
Dichtlippe 65 vorgesehen, an der die Winkelbleche 7.1 bis 7.4 in der zu
sammengefahrenen Haltstellung satt anliegen.
In funktionaler Hinsicht ist schließlich darauf hinzuweisen, daß nach dem
Einfahren der Greifeinrichtung 5 in einen Verpackungskarton der Kolben-
Zylinderantrieb 26 drucklos geschaltet wird. Dadurch geht die Schließkraft
am Greifrahmen 3 verloren und letzterer kann sich hinter dem Druck der
darin gehaltenen Weichfolienbeutel 1 aufweiten, bis er an den Innenseiten
des Umkartons anliegt. In diesem Zustand sind die Weichfolienbeutel 1 -
auch durch die Entlastung des Unterdrucks über das Saugrohr 15 - prak
tisch frei und bleiben beim Abziehen der Greifeinrichtung 5 nach oben im
Umkarton stehen.
Wie in der Zeichnung nicht näher dargestellt ist, können beim Greifrahmen
3 insbesondere für die Handhabung einer kleinen Gruppe von großvolumi
gen Weichfolienbeutel in den Innenscheitelbereich der Winkelbleche
Füllleisten eingesetzt sein, um das Ziehen von "falscher Luft" in den Greif
rahmen hinein zu unterbinden.
Claims (12)
1. Vorrichtung zur Handhabung von gefüllten Weichfolienbeuteln, insbe
sondere zum Einsetzen von Gruppen von Weichfolienbeuteln in Um
kartons, mit
einer Greifeinrichtung (5) für die Beutel (1) und
einer Hebeeinrichtung (6), an der die Greifeinrichtung (5) angeord net und zwischen zwei Positionen versetzbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung (5) versehen ist mit
einem unten offenen, von oben über die Beutel (1) stülpbaren, zwi schen einer weiten Lösestellung und einer demgegenüber engeren Haltestellung für die Beutel (1) teleskopierbaren Greifrahmen (3),
einer Dichtplatte (13), die in der offenen Oberseite (12) des Greif rahmens (3) angeordnet ist und an der der Greifrahmen (3) in seiner engen Haltestellung dichtend anliegt, und
einer Saugeinrichtung (15), mit der der unter der Dichtplatte (13) liegende Rahmeninnenraum (17) in der Haltestellung unter Unter druck setzbar ist.
einer Greifeinrichtung (5) für die Beutel (1) und
einer Hebeeinrichtung (6), an der die Greifeinrichtung (5) angeord net und zwischen zwei Positionen versetzbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung (5) versehen ist mit
einem unten offenen, von oben über die Beutel (1) stülpbaren, zwi schen einer weiten Lösestellung und einer demgegenüber engeren Haltestellung für die Beutel (1) teleskopierbaren Greifrahmen (3),
einer Dichtplatte (13), die in der offenen Oberseite (12) des Greif rahmens (3) angeordnet ist und an der der Greifrahmen (3) in seiner engen Haltestellung dichtend anliegt, und
einer Saugeinrichtung (15), mit der der unter der Dichtplatte (13) liegende Rahmeninnenraum (17) in der Haltestellung unter Unter druck setzbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der im
Horizontalschnitt rechteckige Greifrahmen (3) aus vier Winkelblechen
(7.1-7.4) zusammengesetzt ist, deren Schenkel (8) sich jeweils paar
weise flankieren.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Winkelbleche (7.1-7.4) und/oder die Dichtplatte (13) in ihrer Grö
ße von Format und/oder Anzahl der gleichzeitig zu handhabenden
Beutel (1) abhängig und jeweils auswechselbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Dichtplatte (13) an ihrer umlaufenden Randkante
(64) mit einer Dichtlippe (65) zum luftdichten Abschluß mit dem
Greifrahmen (3) versehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch
einen zentralen, an einer Trägerbrücke (18) angeordneten Linearantrieb
(26) für die Greifrahmen-Verstellung.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, dass der Li
nearantrieb von einem Kolben-Zylinderantrieb (26) gebildet ist, dessen
Kolbenstange (29) mit zwei linear verschiebbaren Zwischenschiebern
(30, 40) lose über eine Federkraft-Übertragung (39) gekoppelt ist, wo
bei die Zwischenschieber (30, 40) jeweils über einen Antriebslenker
(49.1-49.4) mit dem jeweiligen Winkelblech (7.1-7.4) zugeordneten
Führungsschlitten (50.1-50.4) für deren Verstellung verbunden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fe
derkraft-Übertragung eine verstellbare, auf der Kolbenstange (29) des
Kolben-Zylinderantriebes (26) sitzende Schraubendruckfeder (39)
aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Zwischenschieber (30, 40) über einen Umlauf-
Zahnriementrieb (41) zur Synchronisierung der Teleskopbewegung des
Greifrahmens (3) miteinander zwangsgekoppelt sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Öffnungsbewegung des Kolben-Zylinderantriebes
(26) durch ein formatabhängiges, auswechselbares Anschlagelement
(54) begrenzt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in das
Anschlagelement (54) ein Stoßdämpfer (56) integriert ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Saugeinrichtung über eine in der Dichtplatte (13) in
den Rahmeninnenraum (17) mündende Saugleitung (15) angebunden
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Hebeeinrichtung vom Manipulationsarm (6) eines
Mehrachsen-Industrieroboters gebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001118654 DE10118654A1 (de) | 2001-04-14 | 2001-04-14 | Vorrichtung zur Handhabung von gefüllten Weichfolienbeuteln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001118654 DE10118654A1 (de) | 2001-04-14 | 2001-04-14 | Vorrichtung zur Handhabung von gefüllten Weichfolienbeuteln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10118654A1 true DE10118654A1 (de) | 2002-10-17 |
Family
ID=7681630
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001118654 Withdrawn DE10118654A1 (de) | 2001-04-14 | 2001-04-14 | Vorrichtung zur Handhabung von gefüllten Weichfolienbeuteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10118654A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN110451014A (zh) * | 2019-08-13 | 2019-11-15 | 珠海安永科技有限公司 | 一种线路板自动摆盘机 |
| CN115196296A (zh) * | 2022-07-06 | 2022-10-18 | 青岛宝佳智能装备股份有限公司 | 一种转包翻包运送机构 |
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2001
- 2001-04-14 DE DE2001118654 patent/DE10118654A1/de not_active Withdrawn
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