DE10117482A1 - Handbetätigbarer Schließmechanismus für Behältnisse - Google Patents
Handbetätigbarer Schließmechanismus für BehältnisseInfo
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Abstract
Es wird ein handbetätigbarer Schließmechanismus für Deckel von Behältnissen oder Behältnisse als solche, zum Beispiel zum Schließen eines Deckels eines Aschers oder Ablagefachs, insbesondere für Kraftfahrzeuge beschrieben, wobei der Schließmechanismus eine Zwangsführung des Deckels beziehungsweise Behältnisse umfasst und der Deckel beziehungsweise das Behältnis gegen die Kraft einer Federvorspannung in der Schließstellung in einer Rastposition (6) gehalten wird und händisch aus der Rastposition (6) in die Öffnungsstellung überführbar ist, wobei die Zwangsführung einen etwa herzförmigen Führungskanal (1) sowie einen in dem Führungskanal (1) geführten Stift (2), Bolzen oder dergleichen aufweist. Die Kontur des Führungskanals (1) ist über wenigstens einen Teilbereich des Führungskanals (1) in Abhängigkeit von der Einwirkung von äußeren Beschleunigungskräften, insbesondere aufgrund äußerer Stoß- oder Schlagbeanspruchungen, änderbar und insbesondere von einer Neutralkontur in eine Sperrkontur überführbar (Figur 2).
Description
Die Erfindung betrifft einen handbetätigbaren
Schließmechanismus für Deckel von Behältnissen, zum Beispiel
zum Schließen eines Deckels eines Aschers oder Ablagefachs
oder dergleichen, insbesondere für Kraftfahrzeuge, wobei der
Schließmechanismus eine Zwangsführung des Deckels umfasst und
der Deckel gegen die Kraft einer Federvorspannung in der
Schließstellung in einer Rastposition gehalten wird und
händisch aus der Rastposition in die Öffnungsstellung
überführbar ist, wobei die Zwangsführung einen etwa
herzförmigen Führungskanal sowie einen in dem Führungskanal
geführten Stift, Bolzen oder dergleichen aufweist.
Bei bekannten Behältnissen, insbesondere Aschern, wird für den
Ascher selbst oder seinen Deckel als Rasteinrichtung im
allgemeinen ein zweistufiges Richtgesperre verwendet, wie es
in ähnlicher Weise von der Kugelschreibermechanik her bekannt
ist. Solche Behältnisse erfreuen sich wegen ihrer leichten und
einfachen Bedienbarkeit in Form einer Tippautomatik
zunehmender Beliebtheit. Bei den Behältnissen muß jedoch im
praktischen Gebrauch ein unliebsamer Nachteil festgestellt
werden, der darin besteht, dass die Ascherlade oder der Deckel
nicht zuverlässig in der Schließstellung verharrt, wenn das
Behältnis extremen Beschleunigungen ausgesetzt ist. Solche
Beschleunigungen ergeben sich bei Behältnissen für
Kraftfahrzeugen schon im normalen Fahrbetrieb, beispielsweise
beim Durchfahren von Schlaglöchern, harten Bodenwellen oder
dergleichen, insbesondere auch bei Auffahrunfällen mit den
dabei auftretenden großen Beschleunigungs- beziehungsweise
Verzögerungswerten. Auch durch heftiges Türzuschlagen kann
schon ein ungewolltes Öffnen der Rasteinrichtung des Aschers,
der gelegentlich in der Tür selbst angeordnet ist,
herbeigeführt werden.
Ein derartiger, bekannter Schließmechanismus von Aschern in
Kraftfahrzeugen ist in Fig. 3 dargestellt. Zum Ver
beziehungsweise Entriegeln des Aschers ist eine mechanische
Zwangsführung vorgesehen, bei der ein Stift 2, der
beispielsweise an einem Hebel des Deckels angebracht, in einem
Führungskanal 1 am Gehäuse umläuft. Es versteht sich, dass
diese Anordnung auch vertauscht werden kann. Bei dieser
mechanischen Zwangsführung des Stiftes 2 in dem Führungskanal
1 kann der Stift 2 aufgrund der speziellen Ausbildung des
Führungskanals 1 diesen nur in einer einzigen Richtung, bei
Fig. 3 im Uhrzeigersinn, durchlaufen. Der Führungskanal 1 ist
durch ein herzförmiges Innensegment 3 und ein dazu im Abstand
gehaltenes, eine vergleichbare Kontur aufweisendes
Außensegment 5 gebildet. Der Führungskanal 1 wird auch als
Herzkurve bezeichnet.
Wird der Ascher oder Deckel per Hand von der geöffneten
Position in die Schließstellung überführt, verfährt der Stift
2 zwangsgeführt in dem Führungskanal 1 entlang der Herzkurve.
Während dieser Zwangsführung wird eine Feder, die mit dem
Stift 2 oder dem Deckel beziehungsweise Behältnis verbunden
ist, vorgespannt. Über die Zwangsführung wird der Stift 2 an
einen Anschlag 4 beziehungsweise einen in den Führungskanal 1
ragenden Vorsprung des Außensegments 5 geführt, so dass der
Ascherdeckel sich nun zunächst nicht mehr weiterbewegen läßt.
Durch die Wirkung der Federvorspannung wird der Stift 2 von
dem Anschlag 4 weg in eine, eine Rastposition 6 bildende Mulde
des Innensegments 3 geführt. Der Schließvorgang ist nun
beendet, da der Stift 2 durch die Federvorspannung in der
Rastposition 6 gehalten wird.
Der Entriegelungsvorgang wird durch Druck auf den Ascher oder
den Deckel eingeleitet. Dadurch wird der Stift 2 aus der
Rastposition 6 entgegen der Federkraft in eine dem Anschlag 4
benachbarte Aufnahme 7 des Außensegmentes 5 geführt. Der
Entriegelungsvorgang setzt sich fort, indem der Stift 2 der
Zwangsführung des Führungskanals 1 folgend nicht mehr in die
Rastposition 6 zurückkehren kann, da die Geometrie des
Außensegmentes 5 beziehungsweise des Führungskanals 1 dies
nicht zuläßt. Durch die Federkraft wird der Stift 2 nun in
eine Entriegelungsposition 8 überführt.
Wie bereits oben angesprochen, ist ein Nachteil solcher
Schließmechanismen, daß es zu einem unbeabsichtigten Öffnen
eines insbesondere in einer Tür eingebauten Aschers oder
Behältnisses kommen kann. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn
die Autotür ins Schloß fällt. Dadurch werden die Dichtungen
der Autotür komprimiert und entspannen sich danach wieder.
Demzufolge wird von der Tür ein Rückstellimpuls erzeugt, der
entsprechende Beschleunigungskräfte, die auf in der Tür
integrierte Elemente wirken, hervorruft. Durch solche
Beschleunigungskräfte, die auch durch Unebenheiten der
Fahrbahn hervorgerufen werden können, kann der Stift sich
entgegen der Federvorspannung selbsttätig aus deer Rastposition
herausbewegen und unbeabsichtigt die Entriegelung des Deckels
oder Behältnisses einleiten. Da der Stift mechanisch
zwangsgeführt ist und die Steuerkurve beziehungsweise der
Führungskanal nur in einer Umlaufrichtung durchlaufen werden
kann, ist es dem Stift nicht mehr möglich, selbsttätig in die
Verriegelungsposition zurückzukehren. Durch die
Federvorspannung wird der Stift deshalb in die
Entriegelungsposition überführt und der Ascherdeckel
beziehungsweise das Behältnis geöffnet.
Aus dem Stand der Technik sind bereits Maßnahmen bekannt,
diesen unbeabsichtigten Öffnen des Aschers oder Behältnisses
beziehungsweise Deckels bei einwirkenden
Beschleunigungskräften entgegenzuwirken. So offenbart die
DE 197 32 980 A1 eine oben beschriebene Zwangsführung mit einer
Herzkurve, wobei es vorgesehen ist, dass am Gehäuse eine auf
extreme Geschwindigkeitsänderung reagierende
Blockiereinrichtung angeordnet ist, die einen Gelenkhebel
daran hindert, seine den Deckel in der Schließstellung
haltende Position aufzugeben. Die Blockiereinrichtung ist als
einarmiger Hebel ausgebildet, der eine um eine parallel zur
Achse eines Gelenkhebels ausgerichtete Achse gegen die Kraft
einer Haltefeder drehbar und unter Einwirkung extremer
Geschwindigkeitsänderungen von einer schräg zum Gelenkhebel
ausgerichteten Ruhelage in eine senkrecht zum Gelenkhebel
ausgerichtete und sich mit seinem freien Ende daran
abstützende Blockierlage schwenkbar ist. Das freie Ende des
einarmigen Hebels ist hammerkopfartig ausgebildet mit einem
nach unten gerichteten Gewichtsschwerpunkt.
Aus der DE 40 38 324 C2 ist es bei einer eingangs
beschriebenen Zwangsführung für einen Ascher, einem Ablagefach
oder einem Deckel bekannt, dass ein Gelenkhebel ein sich an
der ihm benachbarten Gehäusewand abstützendes Federelement
aufweist. Das Federelement kann bevorzugt einstückig und vom
Material her einheitlich mit dem Gelenkhebel ausgebildet sein.
Durch diese Maßnahme wird eine Selbsthemmung des Gelenkhebels
erzielt, wodurch sichergestellt ist, dass dieser die
vorgegebene Lageposition exakt einhält und in der vorgegebenen
Lage verharrt, und zwar auch bei starken
Fahrzeugerschütterungen, wie sie im täglichen
Kraftfahrzeugbetrieb auftreten. Hierzu stützt sich der
Gelenkhebel mit einem Federelement an der benachbarten
Gehäusewand ab, wodurch eine gewisse Selbsthemmung erzielt
wird.
Aus der FR 2 579 181 A1 ist des weiteren ein Behältnis
bekannt, welches von einer Gebrauchsstellung in eine
Nichtgebrauchsstellung überführt werden kann. Weiterhin ist
ein Trägheitsmomentschalter vorgesehen, der zwischen einer
Neutralposition und einer Verriegelungsposition hin und her
bewegbar ist und im Falle von auf das Behältnis wirkenden
Beschleunigungen dieses in der Nichtgebrauchsstellung
verriegelt.
Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen Schließmechanismus mit den eingangs genannten
Merkmalen bereitzustellen, der mittels konstruktiv einfacher
Mittel ein unbeabsichtigtes Öffnen des Deckels beziehungsweise
Behältnisses bei Einwirkung von äußeren Beschleunigungskräften
vermeidet. Insbesondere solle im Falle des Einbaus eines
Aschers in eine Seitentür eines Kraftfahrzeuges ein
unbeabsichtigtes Öffnen des Deckels des Aschers
beziehungsweise des Behältnisses selbst beim Schließen der
Kraftfahrzeugtür oder bei ähnlichen Stoßbelastungen vermieden
werden.
Diese Aufgabe wird bei dem Schließmechanismus mit den eingangs
genannten Merkmalen i. w. dadurch gelöst, daß die Kontur des
Führungskanals über wenigstens einen Teilbereich des
Führungskanals in Abhängigkeit von der Einwirkung von äußeren
Beschleunigungskräften, insbesondere aufgrund äußerer Stoß-
oder Schlagbeanspruchung, änderbar und insbesondere von einer
Neutralkontur in eine Sperrkontur überführbar ist. Aufgrund
dieser Maßnahme kann dafür gesorgt werden, dass bei Einwirkung
äußerer Beschleunigungskräfte der Stift zwar ggf. aus der
Rastposition heraustreten, durch eine Modifizierung
beziehungsweise Endung der Kontur des Führungskanals jedoch
nicht unter der Wirkung der Kraft der vorgespannten Feder in
die Entriegelungsstellung überführt werden kann, da die
modifizierte Kontur des Führungskanals den Stift nach
Abklingen der äußeren Beschleunigungskräfte zurück in die
Rastposition überführt. Insoweit ist dafür Sorge getragen,
dass der Ascher beziehungsweise ein Deckel des Aschers oder
ein sonstiges Behältnis nicht ungewollt, beispielsweise beim
Schließen der Tür, geöffnet werden kann. Auch ist die
konstruktive Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Schließmechanismus äußerst einfach aufgebaut und sicher in der
Handhabung.
Nach einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist der Führungskanal durch ein Innensegment und ein
Außensegment gebildet, wobei insbesondere das Innensegment
eine die Rastposition bildende Mulde aufweist und insbesondere
das Außensegment in dem der Rastposition benachbarten Bereich
in Abhängigkeit der von außen wirkenden Beschleunigungskräfte
verstellbar ist. Insoweit sind nur geringfügige Änderungen des
herkömmlichen Zwangsführungsmechanismus mit herzförmigem
Führungskanal erforderlich, um die vorteilhaften Maßnahmen der
Erfindung zu realisieren.
Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung ist es
vorgesehen, dass das Außensegment einen unter Einwirkung von
Beschleunigungskräften verstellbaren Abschnitt, insbesondere
mit einem Anschlag, aufweist. Durch diese konstruktiv
besonders einfache Ausgestaltung wird ein Teil des
Außensegments durch einen verstellbaren Abschnitt ersetzt, der
unter der Einwirkung von Beschleunigungskräften verformt oder
verstellt wird. Dabei wird insbesondere der Anschlag in einer
solchen Weise unter Einwirkung von Beschleunigungskräften
verstellt, dass der aus der Rastposition austretende Stift
nicht in die Entriegelungsposition überführt werden kann,
sondern wieder zurück in die Rastposition fällt. Die Maßnahmen
zur Verstellung der Kontur des Führungskanals bei
Beschleunigungsbeanspruchung kann beispielsweise durch ein
elastisches Element erfolgen, welches sich unter dem Einfluß
der wirkenden Beschleunigungskräfte deformiert. Andererseits
besteht jedoch auch die Möglichkeit, ein separates, unter der
Einwirkung von Beschleunigungskräften verstellbares Element
einzusetzen.
Insoweit ist es besonders vorteilhaft, dass der Abschnitt der
änderbaren Kontur des Führungskanals durch ein verschiebbares,
verschwenkbares, verdrehbares oder kippbares Element gebildet
ist.
Dabei bietet es sich an, dass der Führungskanal wenigstens
teilweise durch ein kippbares Element begrenzt ist, welches
unter dem Einfluß von Beschleunigungen ein Drehmoment erfährt
und insbesondere aus einer Neutralposition in eine
Sperrposition überführbar ist. Insoweit erweist es sich
ebenfalls als vorteilhaft, dass das Element ggf. einen Ansatz
oder Zapfen oder eine ähnliche Massenansammlung aufweist, so
dass das Element unter Einwirkung der Beschleunigungskräfte
sicher von der Neutralposition in die Sperrposition überführt
wird. Die individuelle Ausgestaltung der Massenverteilung
bleibt für den jeweiligen Anwendungsfall dem Fachmann
überlassen und liegt in seinem Ermessen.
Von Vorteil ist das Element an einer Lagerachse kippbar
gelagert, die bevorzugt derart im Raum ausgerichtet ist, dass
die beispielsweise beim Schließen der Kraftfahrzeugtür
aufwirkenden Beschleunigungskräfte ein großes Drehmoment auf
das Element ausüben, sodass dieses sicher von der
Neutralposition in die Sperrposition überführt wird.
Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, dass die
Masseverteilung des Elements derart ausgestaltet ist, dass das
Element unter dem Einfluß der Schwerkraft selbsttätig von der
Sperrposition in die Neutralposition zurückkehrt.
Es besteht jedoch alternativ auch die Möglichkeit, dass das
Element unter dem Einfluß einer Federvorspannung von der
Sperrposition in die Neutralposition überführt wird, wenn die
Beschleunigungskräfte nicht mehr vorhanden sind.
Die Neutralkontur beziehungsweise Neutralposition des Elements
ist von Vorteil dadurch charakterisiert, dass der Stift 2 oder
dergleichen aus der Rastposition händisch in eine
Entriegelungsposition überführbar ist.
Hingegen zeichnet sich die Sperrkontur beziehungsweise
Sperrposition des Elements dadurch aus, dass der Stift oder
dergleichen in der Rastposition gesichert ist und auch unter
Einwirkung von hohen äußeren Beschleunigungskräften in dieser
dauerhaft verharrt.
Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten
der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der
Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller
Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch
unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder
deren Rückbeziehung.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines handbetätigten
Schließmechanismus in Schließstellung, wobei der
Führungskanal eine Neutralkontur beziehungsweise das
Element eine Neutralposition einnimmt,
Fig. 2 den Schließmechanismus gemäß Fig. 1 mit Sperrkontur
beziehungsweise dem in der Sperrposition
befindlichen Element, wobei der Stift
in der Rastposition verharrt beziehungsweise
gesichert ist und
Fig. 3 einen Schließmechanismus nach dem Stand der Technik.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Schließmechanismus ist in einer Autotür
integriert und dient zum Schließen eines Deckels eines
Türaschers oder zum Schließen eines sonstigen Behältnisses.
Die Funktionsweise zum Ver- beziehungsweise Entriegeln
entspricht i. w. der nach dem Stand der Technik, wie dieser in
Fig. 3 dargestellt und in der Beschreibungseinleitung
erläutert ist.
In der Darstellung der Fig. 1 ist der Stift 2 in einer
Rastposition 6 angeordnet, so dass der Ascherdeckel sich in
der Schließstellung befindet. Das Außensegment 5 des
herzkurvenförmigen Führungskanals 1 ist in einem der
Rastposition 6 gegenüberliegendem Bereich mit einem
drehbeweglichen Element 9 versehen, das um eine Lagerachse 10
kippbar gelagert ist.
Beim Schließen der Autotür wirken auf ein darin integriertes
Schließsystem Kräfte, die zu einer Bewegung des Stiftes 2 aus
seiner Rastposition 6 heraus führen können. Das drehbewegliche
Element 9 verhindert insoweit ein unbeabsichtigtes Öffnen des
Ascherdeckels.
Bei einem Schlag, Stoß oder dergleichen, wie er beispielsweise
beim Schließen einer Autotür auftritt, wird das Element 9
aufgrund des auftretenden Drehmomentes in Verbindung mit
seiner Masseträgheit dazu veranlaßt, eine Drehbewegung
beziehungsweise Kippbewegung um die Lagerachse 10 auszuführen.
Dadurch ändert sich die relative Lage des Elementes 9 zur
Rastposition 6 und damit auch die Kontur des Führungskanals 1,
wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Der Stift 2 hat nun nicht
mehr die Möglichkeit, durch die auf ihn wirkenden
Beschleunigungskräfte aus der Rastposition 6 in die Aufnahme 7
des beweglichen Segmentes 9 auszuweichen, sondern wird von der
dem Anschlag 4 zugeordneten Vertiefung des beweglichen
Segments 9 aufgenommen.
Im normalen Betrieb würde diese Bewegung des Stiftes 2 eine
Fehlfunktion beim Versuch des Öffnen des Deckels herbeiführen.
Erfindungsgemäß ist diese Bewegung aber gewünscht, da nach
Relaxation des Gesamtsystems der Stift 2 aus der dem Anschlag
4 zugeordneten Vertiefung durch die Federvorspannung wieder in
die Rastposition zurück geführt wird, wobei das bewegliche
Segment 9 dann anschließend wieder seine Ausgangsposition
gemäß Fig. 1 einnimmt. Das Überführen des Elements 9 von der
Sperrposition in die Neutralposition kann beispielsweise unter
der Einwirkung der Schwerkraft erfolgen. Auch besteht die
Möglichkeit, eine Federvorspannung auf das Element 9 wirken zu
lassen. Insgesamt ist durch diese Maßnahmen ein
unbeabsichtigtes Öffnen beispielsweise eines Ascherdeckels
beim Schließen einer Autotür sicher vermieden.
1
Führungskanal
2
Stift
3
Innensegment
4
Anschlag
5
Außensegment
6
Rastposition
7
Mulde
8
Entriegelungsposition
9
Element
10
Lagerachse
Claims (10)
1. Handbetätigbare Schließmechanismus für Deckel von
Behältnissen oder Behältnisse als solche, zum Beispiel
zum Schließen eines Deckels eines Aschers oder
Ablagefachs, insbesondere für Kraftfahrzeuge, wobei der
Schließmechanismus eine Zwangsführung des Deckels
beziehungsweise Behältnisses umfasst und der Deckel
beziehungsweise das Behältnis gegen die Kraft einer
Federvorspannung in der Schließstellung in einer
Rastposition (6) gehalten wird und händisch aus der
Rastposition (6) in die Öffnungsstellung überführbar ist,
wobei die Zwangsführung einen etwa herzförmigen
Führungskanal (1) sowie einen in dem Führungskanal (1)
geführten Stift (2), Bolzen oder dergleichen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontur des Führungskanals
(1) über wenigstens einen Teilbereich des Führungskanals
(1) in Abhängigkeit von der Einwirkung von äußeren
Beschleunigungskräften, insbesondere aufgrund äußerer
Stoß- oder Schlagbeanspruchungen, änderbar und
insbesondere von einer Neutralkontur in eine Sperrkontur
überführbar ist.
2. Schließmechanismus nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Führungskanal (1) durch ein
Innensegment (3) und ein Außensegment (5) gebildet ist,
wobei insbesondere das Innensegment(3) eine die
Rastposition (6) bildende Mulde aufweist und insbesondere
das Außensegment (5) in dem der Rastposition (6)
benachbarten Bereich verstellbar ist.
3. Schließmechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Außensegment
(5) einen unter Einwirkung von Beschleunigungskräften
verstellbaren Abschnitt, insbesondere mit einem Anschlag
(4), aufweist.
4. Schließmechanismus nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass der Abschnitt durch ein
verschiebbares, verschwenkbares, verdrehbares oder
kippbares Element (9) gebildet ist.
5. Schließmechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskanal
(1) wenigstens teilweise durch ein kippbares Element (9)
begrenzt ist, welches unter dem Einfluß von äußeren
Beschleunigungen ein Drehmoment erfährt und insbesondere
aus einer Neutralposition in eine Sperrposition
überführbar ist.
6. Schließmechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (9)
an einer Lagerachse (10) kippbar gelagert ist.
7. Schließmechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Element unter
dem Einfluß der Schwerkraft selbsttätig von der
Sperrposition in die Neutralposition zurückkehrt.
8. Schließmechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das
Element (9) unter dem Einfluß einer Federvorspannung von
der Sperrposition in die Neutralposition zurückkehrt.
9. Schließmechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Neutralkontur
beziehungsweise Neutralposition des Elements (9) der
Stift 2 oder dergleichen aus der Rastposition (6)
händisch in eine Entriegelungsposition (8) überführbar
ist.
10. Schließmechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Sperrkontur
beziehungsweise Sperrposition des Elements der Stift oder
dergleichen in der Rastposition (6) verharrt.
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| DE10251813A1 (de) * | 2002-11-07 | 2004-07-29 | Olho-Technik Oleff & Holtmann Ohg | In ein Kraftfahrzeug eingebautes Behältnis |
| DE10251813B4 (de) * | 2002-11-07 | 2006-08-03 | Olho-Technik Oleff & Holtmann Ohg | In ein Kraftfahrzeug eingebautes Behältnis |
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| DE102005015559B4 (de) * | 2005-04-05 | 2009-02-05 | Weber Gmbh & Co. Kg Kunststofftechnik Und Formenbau | Vorrichtung zum Arretieren einer Verriegelungseinrichtung für Deckel von Behältnissen, für Behältnisse als solche o. Ablagefächer, z.B. zum Arretieren eines Cupholders, eines Deckels eines Aschers o. dgl., insb. in einem Kraftfahrzeug |
| DE102006062943B3 (de) * | 2006-02-09 | 2017-03-02 | Weber Gmbh & Co. Kg Kunststofftechnik Und Formenbau | Schließbares Behältnis oder Fach, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
| DE102014009465A1 (de) * | 2014-06-30 | 2015-12-31 | Grammer Ag | Aufnahmevorrichtung mit Deckel für den Innenraum eines Fahrzeugs |
| DE102014009465B4 (de) * | 2014-06-30 | 2019-02-21 | Grammer Ag | Aufnahmevorrichtung mit Deckel für den Innenraum eines Fahrzeugs |
| US20180266149A1 (en) * | 2017-03-14 | 2018-09-20 | Ford Global Technologies Llc | Inertial lock systems for push-push latch style vehicle drawers |
Also Published As
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