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DE10116183A1 - Mehrpoliger Kommutatormotor mit Brückenleitern - Google Patents

Mehrpoliger Kommutatormotor mit Brückenleitern

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Publication number
DE10116183A1
DE10116183A1 DE10116183A DE10116183A DE10116183A1 DE 10116183 A1 DE10116183 A1 DE 10116183A1 DE 10116183 A DE10116183 A DE 10116183A DE 10116183 A DE10116183 A DE 10116183A DE 10116183 A1 DE10116183 A1 DE 10116183A1
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DE
Germany
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commutator
armature
bridge
motor according
commutator motor
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DE10116183A
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English (en)
Inventor
Gerald Kuenzel
Joerg Brandes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
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    • H02K3/12Windings characterised by the conductor shape, form or construction, e.g. with bar conductors arranged in slots
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen mehrpoligen Kommutatormotor (14) mit mindestens vier Statorpolen (16-19) und mit mit diesen zusammenwirkenden Ankerspulen (31-42), die zur Stromversorgung jeweils mit zwei Kommutatorlamellen (1-12) eines Kommutators (22) elektrisch verbunden sind und deren Anzahl größer ist als die Anzahl der Statorpole (16-19), wobei zur Reduzierung der Anzahl von den Kommutator (22) kontaktierenden Bürsten (20, 21; 23, 24) magnetisch gleich orientierte Ankerpole bildende Ankerspulen (31-42) durch ankerseitige elektrische Brückenleiter (43-48) parallel geschaltet sind. Für den Kommutatormotor (14) wird vorgeschlagen, dass zumindest teilweise die Brückenleiter (43-48) über Ankernuten (71-82) geführt sind.

Description

STAND DER TECHNIK
Die Erfindung betrifft einen mehrpoligen Kommutatormotor mit mindestens vier Statorpolen und mit mit diesen zusammenwir­ kenden Ankerspulen. Die Ankerspulen sind zur Stromversorgung jeweils mit zwei Kommutatorlamellen eines Kommutators elekt­ risch verbunden. Die Anzahl der Ankerspulen ist größer als die Anzahl der Statorpole, wobei zur Reduzierung der Anzahl von den Kommutator kontaktierenden Bürsten magnetisch gleich orientierte Ankerpole bildende Ankerspulen durch ankerseitige elektrische Brückenleiter parallel geschaltet sind.
Derartige Kommutatormotoren werden beispielsweise als Pumpen­ antriebe für Antiblockiersysteme in Kraftfahrzeugen einge­ setzt, als Servoantriebe oder als Verstellantriebe. Man kann derartige Kommutatormotoren auch als Kleinmotoren bezeichnen, da sie üblicherweise einen Leistungsbereich bis zu ca. einem Kilowatt abdecken.
Ein typisches Beispiel für einen derartigen Kommutatormotor weist beispielsweise vier Statorpole auf, die vorzugsweise permanent erregt sind, und dementsprechend vier mit diesen zusammenwirkenden, durch Ankerspulen gebildete Ankerpole. Die Ankerspulen sind an einen ankerseitigen Kommutator ange­ schlossen, der üblicherweise über vier Bürsten mit Strom ver­ sorgt wird. Die Bürsten schleifen über Kommutatorlamellen des Kommutators.
Zur Einsparung von Bürsten ist es im Stand der Technik be­ kannt, solche Ankerspulen durch ankerseitige elektrische Brü­ ckenleiter parallel zu schalten, die magnetisch gleich orien­ tierte Ankerpole bilden. In der deutschen Patentschrift DE 197 57 279 C1 wird dazu vorgeschlagen, die Brückenleiter als Kommutatorlamellen-Kontaktbrücken auszugestalten, die durch Wicklungsdraht beim Wickeln der Ankerspulen mitgewickelt wer­ den. Die Brückenleiter werden ebenso wie die Ankerspulen in Haken eingehängt, die an den Kommutatorlamellen zu den Anker­ spulen hin angeordnet sind. Das Einhängen der Ankerspulen ist unproblematisch, da sich die Ankerspulen im Wesentlichen in Drehachsrichtung des Ankers erstrecken und somit leicht in die Haken eingehängt werden können. Problematisch hingegen ist das Einhängen der Brückenleiter, da sich diese quer zur Drehachsrichtung des Ankers erstrecken müssen, weil typi­ scherweise diametral gegenüberliegende Kommutatorlamellen durch die Brückenleiter miteinander verbunden werden. Zudem ist es erforderlich, an der Welle des Ankers einen elektrisch isolierten Abschnitt zur Abstützung der Brückenleiter vorzu­ sehen.
Bei Kommutatormotoren mit größerer Leistung, jedenfalls einer Leistung, die wesentlich größer ist als ein Kilowatt, werden Kommutatorlamellen durch Ausgleichsverbindungen parallel ge­ schaltet, um ein Fließen von Ausgleichsströmen zwischen den Kommutatorlamellen zu ermöglichen, so dass die Bürsten durch Ausgleichströme nicht belastet werden. Eine Reduzierung von Bürsten ist jedenfalls nicht vorgesehen und würde bei derart leistungsstarken Motoren zu hohen Kommutatorströmen führen, was ein problematisches Stromabrissverhalten, gegebenenfalls sogar ein Rundfeuer am Kommutator zur Folge hätte.
VORTEILE DER ERFINDUNG
Bei dem erfindungsgemäßen mehrpoligen Kommutatormotor hinge­ gen sind die Brückenleiter über Ankernuten geführt, so dass wicklungstechnisch günstige "Einhängewinkel" an den Kommuta­ torlamellen möglich sind. Im Bereich ihrer Einhänge-, Löt- oder sonstigen Verbindung mit den Kommutatorlamellen erstre­ cken sich die Brückenleiter im Wesentlichen entlang der Dreh­ achsrichtung des Ankers, wohingegen sie sich beim Stand der Technik in diesem Bereich quer zur Drehachsrichtung erstre­ cken. Somit wird durch die Erfindung das Wickeln des Ankers wesentlich vereinfacht. Zudem ist der Kommutatormotor kompakt bauend, da zwischen Kommutator und Ankerzähnen kein Platz für eventuell unterzubringende Brückenleiter vorgesehen sein muss. Jedenfalls werden durch das Vorsehen der Brückenleiter Bürsten eingespart, so dass der erfindungsgemäße Kommutator­ motor kostengünstig zu fertigen ist.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des erfin­ dungsgemäßen Kommutatormotors möglich.
Die Brückenleiter sind vorzugsweise jeweils um mindestens zwei oder mehr Ankerzähne gewickelt. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Brückenleiter aus Wicklungsdraht herzustellen und zweckmäßigerweise an den Einhängevorrichtun­ gen, die an den Kommutatorlamellen zum Einhängen der Anker­ spulen vorgesehen sind, gemeinsam mit den Ankerspulen einzu­ hängen. Es versteht sich, dass auch sonstige Verbindungsarten zum elektrischen Verbinden der Brückenleiter mit Kommutator­ lamellen möglich sind, beispielsweise Löten, Crimpen oder Schweißen.
Aus Wicklungsdraht gebildete Brückenleiter können vorteilhaft unmittelbar beim Wickeln der Ankerspulen mitgewickelt werden. Zweckmäßigerweise bestehen sie dann aus dem gleichen Wick­ lungsdraht wie die Ankerspulen, so dass kein Materialwechsel beim Einbringen der Brückenleiter notwendig ist.
Die Brückenleiter können prinzipiell aus einem einzigen e­ lektrischen Leiter, beispielsweise aus einem einzigen Wick­ lungsdraht, gebildet sein, von dem jeweils ein Ende mit einer Kommutatorlamelle elektrisch verbunden ist. Diese Variante der Erfindung hat sich in der Praxis als vorteilhaft heraus­ gestellt.
Es ist aber auch möglich, dass die Brückenleiter jeweils aus mehreren Leitungsverbindungen gebildet werden, beispielsweise aus zwei Leitungsverbindungen. Bei dieser Variante ist es möglich, dass die Leitungsverbindungen, die einem Brückenlei­ ter zugeordnet sind, über unterschiedliche Ankernuten geführt sind. Zum einen wird somit die Strombelastung der einzelnen Leitungsverbindungen eines Brückenleiters verringert und zum anderen ist es möglich, dass in einer zweckmäßigen Ausgestal­ tung der Erfindung die jeweils einem Brückenleiter zugeordne­ ten Leitungsverbindungen derart gemeinsam mit den Ankerspulen in den Ankernuten angeordnet sind, dass auf den jeweiligen Ankerspulen und auf zumindest einer Leitungsverbindung, die gemeinsam in einer Ankernut angeordnet sind, ein gleichsinnig orientierter Stromfluss möglich ist. Durch den gleichsinnig orientierten Stromfluss wird eine Feldschwächung der jeweili­ gen Ankerspule vermieden.
Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, dass am Umfang des Kommuta­ tors jeweils diametral gegenüberliegende Kommutatorlamellen durch jeweils einen Brückenleiter parallel geschaltet sind.
Diese Variante ist insbesondere bei einem vierpoligen Kommu­ tatormotor vorteilhaft. Es versteht sich allerdings, dass auch Kommutatormotoren mit mehr als vier Polen, beispielswei­ se sechs oder acht Polen, mit den erfindungsgemäßen Brücken­ leitern ausgestattet sein können.
Zweckmäßigerweise sind zum Halten der Brückenleiter Abstüt­ zungen und/oder Fixierungen vorgesehen, so dass die jeweili­ gen Brückenleiter von einer den Anker des Kommutatormotors durchdringenden Ankerwelle elektrisch isoliert sind. Zudem stabilisieren die Abstützungen bzw. Fixierungen die Brücken­ leiter mechanisch.
Vorteilhaft können die Brückenleiter aber auch durch eine I­ soliermasse, insbesondere durch eine Vergussmasse mechanisch fixiert sein.
Die Ankerspulen können prinzipiell in verschiedenen Wick­ lungsvarianten auf den Anker aufgebracht sein. Als vorteil­ haft hat sich in der Praxis eine mehrpolige Schleifenwicklung herausgestellt.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet für die Erfindung sind e­ lektrische Kleinmotoren bis zu einem Leistungsbereich von ei­ nem Kilowatt, die beispielsweise als Pumpenantrieb eines An­ tiblockiersystems für Kraftfahrzeuge, als Servoantrieb oder als Verstellantrieb eingesetzt werden.
ZEICHNUNG
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Figur darge­ stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
Die Figur zeigt das Abwicklungsschema eines Ankers 13 eines vierpoligen Kommutatormotors 14. Der Kommutatormotor 14 weist einen Stator 15 mit Statorpolen 16, 17, 18, 19 auf. Die Sta­ torpole 16 bis 19 können elektrisch oder permanentmagnetisch erregt sein.
Der Anker 13 ist im Stator 15 drehbeweglich angeordnet. Über Bürsten 20 und 21, die über einen Kommutator 22 schleifen, werden Spulen 31 bis 42 mit Strom versorgt. Der Kommutator 22 weist Kommutatorlamellen 1 bis 12 auf, die elektrisch mit den Spulen 31 bis 42 verbunden sind. Dabei ist die Spule 31 eine­ nends mit der Kommutatorlamelle 1 und andernends mit der Kom­ mutatorlamelle 2, die Spule 32 einenends mit der Kommutator­ lamelle 2 und andernends mit der Kommutatorlamelle 3 verbun­ den. Nach diesem Schema sind auch die weiteren Spulen 33 bis 42 mit den Kommutatorlamellen 3 bis 12, 1 verbunden.
Die Spulen 31 bis 42 bestehen jeweils aus mehreren Windungen eines metallischen Leiters, beispielsweise eines isolierten Kupferdrahtes, die jeweils mehrfach um Ankerzähne 51 bis 62 gewickelt sind und deren Enden jeweils elektrisch mit den Kommutatorlamellen 1 bis 12 verbunden sind. Zwischen den An­ kerzähnen 51 bis 62 befinden sich Ankernuten 71 bis 82, wobei die Ankernut 71 zwischen den Ankerzähnen 51 und 52, die An­ kernut 72 zwischen den Ankerzähnen 52 und 53 usw. angeordnet sind.
Die Spule 31 ist mehrfach um die Ankerzähne 51, 52 und 53 ge­ wickelt, so dass ihre Windungen in die zwischen den Ankerzäh­ nen 51, 56 und 53, 54 angeordneten Ankernuten 82 bzw. 73 zu liegen kommen. Ferner ist die Spule 31 mit den Kommutatorla­ mellen 1 und 2 elektrisch verbunden. Die weiteren Spulen 32 bis 42 sind nach demselben Wicklungsschema um die Ankerzähne 51 bis 62 gewickelt.
Die Spulen 31 bis 42 sind in Schleifenwicklung auf dem Anker 13 angeordnet. Bei dieser Wicklungsart sind an sich so viele Bürstensätze erforderlich, wie der jeweilige Kommutator Erre­ gerpolpaare hat, im konkreten Fall beispielsweise zwei Bürs­ tensätze mit je zwei Bürsten. Man kann die Schleifenwicklung auch als Parallelwicklung bezeichnen, da durch die Bürsten von Bürstensätzen, die beim konventionellen Kommutatormotor parallel geschaltet sind, die Wicklungsteile des Ankers pa­ rallel geschaltet werden.
Die Kommutatorlamellen 1, 7; 2, 8; 3, 9; 4, 10; 5, 11; 6, 12 sind durch Brückenleiter 43 bis 48 parallel geschaltet. Dadurch sind nicht wie bei einem konventionellen vierpoligen Kommutatormotor vier Bürsten, sondern lediglich zwei Bürsten zur Kontaktierung des Kommutators 22 erforderlich. Dennoch sind in der Figur nicht nur Bürsten 20 und 21, die über Zu­ leitungen 25, 26 mit elektrischem Strom versorgt werden, son­ dern auch zu den Bürsten 20, 21 parallel geschaltete Bürsten 23, 24 in gestrichelten Linien gezeigt. Tatsächlich jedoch sind die Bürsten 23, 24 beim Kommutatormotor 14 nicht vorge­ sehen. Dies ist in der Figur durch gestrichelt gezeichnete Zuleitungen 27, 28 zu den Bürsten 23, 24 verdeutlicht.
In der gezeigten Stellung des Ankers 13 liegen die Bürsten 20, 21 an den Kommutatorlamellen 10, 7 an und versorgen diese mit einem elektrischen Ankerstrom IA. Von der Kommutatorla­ melle 10 fließt eine Hälfte IA/2 des Ankerstroms IA über die Ankerspule 40 zur Kommutatorlamelle 11, von dort weit er über die Spule 41 zur Kommutatorlamelle 12 und von dieser weiter über die Ankerspule 42 zur Kommutatorlamelle 1. Beim konven­ tionellen Kommutatormotor würde der Ankerstrom IA/2 über die Bürste 24 und die Leitung 28 abfließen können. Im vorliegen­ den Fall jedoch fließt der Ankerstrom IA/2 über den Brücken­ leiter 43 zur Kommutatorlamelle 7, wo er über die Bürste 21 abfließen kann.
Beim konventionellen Kommutatormotor würde in der gezeigten Ankerstellung die andere Hälfte des Ankerstromes IA/2 über die Kommutatorlamelle 4 eingespeist werden. Dies ist jedoch beim Kommutatormotor 14 nicht vorgesehen. Statt dessen kann der Ankerstrom IA/2 über den Brückenleiter 43 zur Kommutator­ lamelle 4 fließen. Von dort durchfließt er die Ankerspule 34, die Kommutatorlamelle 5, die Ankerspule 35, die Kommutatorla­ melle 6, die Ankerspule 36 und die Kommutatorlamelle 7, um von dieser über die Bürste 21 und die Leitung 26 abfließen zu können.
Die Brückenleiter 43 bis 48 sind durch die Ankernuten 71 bis 82 geführt. Dabei gilt für alle Brückenleiter 43 bis 48 das­ selbe Wicklungsschema. Es genügt daher, das Wickelschema des Brückenleiters 43 zu erläutern. Wie die anderen Brückenleiter 44 bis 48 ist auch der Brückenleiter 43 vorliegend von Wick­ lungsdraht gebildet und wird unmittelbar beim Wickeln des An­ kers 13 mitgewickelt. Der Brückenleiter 43 ist elektrisch mit der Kommutatorlamelle 1 verbunden. Dazu ist der Brückenleiter 43 z. B. im Kontaktbereich mit den Kommutatorlamellen 1 und 7 jeweils elektrisch leitend, beispielsweise indem eine ansons­ ten vorhandenen Lackisolierung entfernt ist. Andere Verbin­ dungsarten zwischen den Brückenleitern 43 bis 48 und den Kom­ mutatorlamellen 1 bis 12, z. B. Löten, Schweißen, Nieten oder dergleichen sind ohne Weiteres möglich.
Als vorteilhaft hat sich herausgestellt, den Brückenleiter in einen an der Kommutatorlamelle 1 angeordneten, jedoch in der Figur nicht dargestellten Haken einzuhängen. Von der Kommuta­ torlamelle 1 führt der Brückenleiter 43 zur Ankernut 82, und an den Ankerzähnen 51 bis 56 vorbei zur Ankernut 76. Von der Ankernut 76 aus ist der Brückenleiter 43 zur Kommutatorlamel­ le 7 geführt und dort elektrisch angeschlossen.
Die Brückenleiter 43 bis 48 sind jedenfalls so mit den Kommu­ tatorlamellen 1 bis 12 verbunden, dass sie an den gemeinsamen Verbindungsstellen im Wesentlichen parallel oder nur gering­ fügig abgewinkelt zur Drehachse 50 des Ankers 13 und des Kom­ mutators 22 verlaufen. Jedenfalls gestaltet sich durch die Erfindung, bei der die Brückenleiter 43-48 in den zur Dreh­ achse 50 parallelen oder allenfalls geringfügig geschränkten Ankernuten 71 bis 82 verlaufen, das Verbinden der Brückenlei­ ter 43 bis 48 mit den Kommutatorlamellen 1 bis 12 fertigungs­ technisch sehr einfach.
Für das Wickeln der Brückenleiter 43-48 um die Ankerzähne 51 bis 62 sind prinzipiell verschiedene Wicklungsschemen mög­ lich. Exemplarisch an den Brückenleitern 43 und 46 sollen im Folgenden weitere Wicklungsvarianten dargestellt werden.
Die bereits erläuterte Leitungsführung der Brückenleiter 43, 46 wird im Folgenden mit 43a, 46a bezeichnet. Zusätzlich sind Leitungsverbindungen 43b, 46b eingezeichnet, die teilweise in anderen Ankernuten geführt sind, als die Leitungsverbindungen 43a, 46a.
Die Leitungsverbindung 43b führt von der Kommutatorlamelle 1 zur Ankernut 73 an den Ankerzähnen 54, 55, 56 vorbei zur An­ kernut 76 und von dort zur Kommutatorlamelle 7. Durch diese Leitungsführung wird erreicht, dass der Stromfluss auf dem Brückenleiter 43b in der gezeigten Ankerstellung gleichsinnig orientiert ist wie der Stromfluss der in den Ankernuten 73, 76 angeordneten Leiter der Ankerspulen 31, 33 bzw. 34, 37. Der Stromfluss auf dem Brückenleiter 43b führt somit nicht zu einer Feldschwächung des Ankerfeldes, sondern sogar noch zu einer Feldverstärkung.
Dies gilt auch für die Leitungsverbindung 46b des Brückenlei­ ters 46, die von der Kommutatorlamelle 10 über die Ankernut 79 an den Ankerzähnen 59 bis 53 vorbei zur Ankernut 72 führt und von dieser zur Kommutatorlamelle 4. Auch auf der Lei­ tungsverbindung 46b ist der Stromfluss in der gezeigten An­ kerstellung gleichsinnig orientiert, wie in den Leitern der ebenfalls in den Ankernuten 79, 72 angeordneten Ankerspulen 42, 33 bzw. 37, 40.
Prinzipiell könnten alle Brückenleiter 43 bis 48 sowohl dem in durchgezogenen Linien gezeichneten, eingangs erläuterten Wicklungsschema folgen als auch dem anhand der Leitungsver­ bindungen 43b oder 46b gezeigten Wicklungsschema.
Es ist zudem auch möglich, dass für einen Brückenleiter 43 bis 48 mehrere Leitungswege vorgesehen sind. Beispielsweise könnte der Brückenleiter 43 beide Leitungsverbindungen 43a, 43b sowie gegebenenfalls auch weitere Leitungsverbindungen aufweisen.
Es versteht sich, dass auch weitere Varianten der Erfindung prinzipiell möglich sind. Ferner sind die in der Beschreibung sowie in den Ansprüchen angegebenen Maßnahmen beliebig kombi­ nierbar.

Claims (13)

1. Mehrpoliger Kommutatormotor mit mindestens vier Stator­ polen (16-19) und mit mit diesen zusammenwirkenden Anker­ spulen (31-42), die zur Stromversorgung jeweils mit zwei Kommutatorlamellen (1-12) eines Kommutators (22) elektrisch verbunden sind und deren Anzahl größer ist als die Anzahl der Statorpole (16-19), wobei zur Reduzierung der Anzahl von den Kommutator (22) kontaktierenden Bürsten (20, 21; 23, 24) magnetisch gleich orientierte Ankerpole bildende Ankerspulen (31-42) durch ankerseitige elektrische Brückenleiter (43-­ 48) parallel geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest teilweise die Brückenleiter (43-48) über Ankernu­ ten (71-82) geführt sind.
2. Kommutatormotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die über Ankernuten (71-82) geführten Brückenleiter (43-48) jeweils um mindestens zwei Ankerzähne (51-62) ge­ wickelt sind.
3. Kommutatormotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Brückenleiter (43-48) von Wicklungsdraht gebildet und insbesondere an an den Kommutatorlamellen (1, 7; 2, 8; 3, 9; 4, 10; 5, 11; 6, 12) angeordneten Einhängevor­ richtungen, insbesondere Haken, eingehängt sind.
4. Kommutatormotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Brückenleiter (43-48) beim Wickeln der Ankerspulen (31-42) mitgewickelt sind und insbesondere aus dem gleichen Wicklungsdraht bestehen wie die Ankerspulen (31-42).
5. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brückenleiter (43-48) je­ weils aus mehreren Leitungsverbindungen (43a, 43b; 46a, 46b) gebildet werden.
6. Kommutatormotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils einem Brückenleiter (43-48) zugeordneten Leitungsverbindungen (43a, 43b; 46a, 46b) über unterschiedli­ che Ankernuten (71-82) geführt sind.
7. Kommutatormotor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die jeweils einem Brückenleiter (43-48) zu­ geordneten Leitungsverbindungen (43a, 43b; 46a, 46b) derart gemeinsam mit den Ankerspulen (31-42) in den Ankernuten (71 -82) angeordnet sind, dass auf den jeweiligen Ankerspulen (31-42) und auf zumindest einer Leitungsverbindung (43b; 46b), die gemeinsam in einer Ankernut (71-82) angeordnet sind, ein gleichsinnig orientierter Stromfluss möglich ist.
8. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Umfang des Kommutators (22) jeweils diametral gegenüberliegende Kommutatorlamellen (1, 7; 2, 8; 3, 9; 4, 10; 5, 11; 6, 12) durch jeweils einen Brücken­ leiter (43-48) parallel geschaltet sind.
9. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Abstützungen und/oder Fixierun­ gen zum Halten der Brückenleiter (43-48) vorgesehen sind, so dass diese von einer Ankerwelle (49) elektrisch isoliert sind.
10. Kommutator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, dass die Brückenleiter (43-48) durch eine Isoliermasse, insbesondere eine Vergussmasse, mechanisch fixiert sind.
11. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerspulen (31-42) als mehrpolige Schleifenwicklungen gewickelt sind.
12. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der zur Kontak­ tierung der Ankerspulen (31-42) vorgesehenen Bürsten (20, 21; 23, 24) kleiner ist als die Anzahl der Ankerpole.
13. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, dass er als ein elektrischer Kleinmotor, insbesondere als ein Pumpenantrieb eines Antiblo­ ckiersystems für Kraftfahrzeuge, als ein Servoantrieb oder als ein Verstellantrieb, insbesondere in einem Leistungsbe­ reich bis zu einem Kilowatt, ausgestaltet ist.
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