DE10116183A1 - Mehrpoliger Kommutatormotor mit Brückenleitern - Google Patents
Mehrpoliger Kommutatormotor mit BrückenleiternInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen mehrpoligen Kommutatormotor (14) mit mindestens vier Statorpolen (16-19) und mit mit diesen zusammenwirkenden Ankerspulen (31-42), die zur Stromversorgung jeweils mit zwei Kommutatorlamellen (1-12) eines Kommutators (22) elektrisch verbunden sind und deren Anzahl größer ist als die Anzahl der Statorpole (16-19), wobei zur Reduzierung der Anzahl von den Kommutator (22) kontaktierenden Bürsten (20, 21; 23, 24) magnetisch gleich orientierte Ankerpole bildende Ankerspulen (31-42) durch ankerseitige elektrische Brückenleiter (43-48) parallel geschaltet sind. Für den Kommutatormotor (14) wird vorgeschlagen, dass zumindest teilweise die Brückenleiter (43-48) über Ankernuten (71-82) geführt sind.
Description
Die Erfindung betrifft einen mehrpoligen Kommutatormotor mit
mindestens vier Statorpolen und mit mit diesen zusammenwir
kenden Ankerspulen. Die Ankerspulen sind zur Stromversorgung
jeweils mit zwei Kommutatorlamellen eines Kommutators elekt
risch verbunden. Die Anzahl der Ankerspulen ist größer als
die Anzahl der Statorpole, wobei zur Reduzierung der Anzahl
von den Kommutator kontaktierenden Bürsten magnetisch gleich
orientierte Ankerpole bildende Ankerspulen durch ankerseitige
elektrische Brückenleiter parallel geschaltet sind.
Derartige Kommutatormotoren werden beispielsweise als Pumpen
antriebe für Antiblockiersysteme in Kraftfahrzeugen einge
setzt, als Servoantriebe oder als Verstellantriebe. Man kann
derartige Kommutatormotoren auch als Kleinmotoren bezeichnen,
da sie üblicherweise einen Leistungsbereich bis zu ca. einem
Kilowatt abdecken.
Ein typisches Beispiel für einen derartigen Kommutatormotor
weist beispielsweise vier Statorpole auf, die vorzugsweise
permanent erregt sind, und dementsprechend vier mit diesen
zusammenwirkenden, durch Ankerspulen gebildete Ankerpole. Die
Ankerspulen sind an einen ankerseitigen Kommutator ange
schlossen, der üblicherweise über vier Bürsten mit Strom ver
sorgt wird. Die Bürsten schleifen über Kommutatorlamellen des
Kommutators.
Zur Einsparung von Bürsten ist es im Stand der Technik be
kannt, solche Ankerspulen durch ankerseitige elektrische Brü
ckenleiter parallel zu schalten, die magnetisch gleich orien
tierte Ankerpole bilden. In der deutschen Patentschrift DE 197 57 279 C1
wird dazu vorgeschlagen, die Brückenleiter als
Kommutatorlamellen-Kontaktbrücken auszugestalten, die durch
Wicklungsdraht beim Wickeln der Ankerspulen mitgewickelt wer
den. Die Brückenleiter werden ebenso wie die Ankerspulen in
Haken eingehängt, die an den Kommutatorlamellen zu den Anker
spulen hin angeordnet sind. Das Einhängen der Ankerspulen ist
unproblematisch, da sich die Ankerspulen im Wesentlichen in
Drehachsrichtung des Ankers erstrecken und somit leicht in
die Haken eingehängt werden können. Problematisch hingegen
ist das Einhängen der Brückenleiter, da sich diese quer zur
Drehachsrichtung des Ankers erstrecken müssen, weil typi
scherweise diametral gegenüberliegende Kommutatorlamellen
durch die Brückenleiter miteinander verbunden werden. Zudem
ist es erforderlich, an der Welle des Ankers einen elektrisch
isolierten Abschnitt zur Abstützung der Brückenleiter vorzu
sehen.
Bei Kommutatormotoren mit größerer Leistung, jedenfalls einer
Leistung, die wesentlich größer ist als ein Kilowatt, werden
Kommutatorlamellen durch Ausgleichsverbindungen parallel ge
schaltet, um ein Fließen von Ausgleichsströmen zwischen den
Kommutatorlamellen zu ermöglichen, so dass die Bürsten durch
Ausgleichströme nicht belastet werden. Eine Reduzierung von
Bürsten ist jedenfalls nicht vorgesehen und würde bei derart
leistungsstarken Motoren zu hohen Kommutatorströmen führen,
was ein problematisches Stromabrissverhalten, gegebenenfalls
sogar ein Rundfeuer am Kommutator zur Folge hätte.
Bei dem erfindungsgemäßen mehrpoligen Kommutatormotor hinge
gen sind die Brückenleiter über Ankernuten geführt, so dass
wicklungstechnisch günstige "Einhängewinkel" an den Kommuta
torlamellen möglich sind. Im Bereich ihrer Einhänge-, Löt-
oder sonstigen Verbindung mit den Kommutatorlamellen erstre
cken sich die Brückenleiter im Wesentlichen entlang der Dreh
achsrichtung des Ankers, wohingegen sie sich beim Stand der
Technik in diesem Bereich quer zur Drehachsrichtung erstre
cken. Somit wird durch die Erfindung das Wickeln des Ankers
wesentlich vereinfacht. Zudem ist der Kommutatormotor kompakt
bauend, da zwischen Kommutator und Ankerzähnen kein Platz für
eventuell unterzubringende Brückenleiter vorgesehen sein
muss. Jedenfalls werden durch das Vorsehen der Brückenleiter
Bürsten eingespart, so dass der erfindungsgemäße Kommutator
motor kostengünstig zu fertigen ist.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des erfin
dungsgemäßen Kommutatormotors möglich.
Die Brückenleiter sind vorzugsweise jeweils um mindestens
zwei oder mehr Ankerzähne gewickelt. Dabei hat es sich als
vorteilhaft erwiesen, die Brückenleiter aus Wicklungsdraht
herzustellen und zweckmäßigerweise an den Einhängevorrichtun
gen, die an den Kommutatorlamellen zum Einhängen der Anker
spulen vorgesehen sind, gemeinsam mit den Ankerspulen einzu
hängen. Es versteht sich, dass auch sonstige Verbindungsarten
zum elektrischen Verbinden der Brückenleiter mit Kommutator
lamellen möglich sind, beispielsweise Löten, Crimpen oder
Schweißen.
Aus Wicklungsdraht gebildete Brückenleiter können vorteilhaft
unmittelbar beim Wickeln der Ankerspulen mitgewickelt werden.
Zweckmäßigerweise bestehen sie dann aus dem gleichen Wick
lungsdraht wie die Ankerspulen, so dass kein Materialwechsel
beim Einbringen der Brückenleiter notwendig ist.
Die Brückenleiter können prinzipiell aus einem einzigen e
lektrischen Leiter, beispielsweise aus einem einzigen Wick
lungsdraht, gebildet sein, von dem jeweils ein Ende mit einer
Kommutatorlamelle elektrisch verbunden ist. Diese Variante
der Erfindung hat sich in der Praxis als vorteilhaft heraus
gestellt.
Es ist aber auch möglich, dass die Brückenleiter jeweils aus
mehreren Leitungsverbindungen gebildet werden, beispielsweise
aus zwei Leitungsverbindungen. Bei dieser Variante ist es
möglich, dass die Leitungsverbindungen, die einem Brückenlei
ter zugeordnet sind, über unterschiedliche Ankernuten geführt
sind. Zum einen wird somit die Strombelastung der einzelnen
Leitungsverbindungen eines Brückenleiters verringert und zum
anderen ist es möglich, dass in einer zweckmäßigen Ausgestal
tung der Erfindung die jeweils einem Brückenleiter zugeordne
ten Leitungsverbindungen derart gemeinsam mit den Ankerspulen
in den Ankernuten angeordnet sind, dass auf den jeweiligen
Ankerspulen und auf zumindest einer Leitungsverbindung, die
gemeinsam in einer Ankernut angeordnet sind, ein gleichsinnig
orientierter Stromfluss möglich ist. Durch den gleichsinnig
orientierten Stromfluss wird eine Feldschwächung der jeweili
gen Ankerspule vermieden.
Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, dass am Umfang des Kommuta
tors jeweils diametral gegenüberliegende Kommutatorlamellen
durch jeweils einen Brückenleiter parallel geschaltet sind.
Diese Variante ist insbesondere bei einem vierpoligen Kommu
tatormotor vorteilhaft. Es versteht sich allerdings, dass
auch Kommutatormotoren mit mehr als vier Polen, beispielswei
se sechs oder acht Polen, mit den erfindungsgemäßen Brücken
leitern ausgestattet sein können.
Zweckmäßigerweise sind zum Halten der Brückenleiter Abstüt
zungen und/oder Fixierungen vorgesehen, so dass die jeweili
gen Brückenleiter von einer den Anker des Kommutatormotors
durchdringenden Ankerwelle elektrisch isoliert sind. Zudem
stabilisieren die Abstützungen bzw. Fixierungen die Brücken
leiter mechanisch.
Vorteilhaft können die Brückenleiter aber auch durch eine I
soliermasse, insbesondere durch eine Vergussmasse mechanisch
fixiert sein.
Die Ankerspulen können prinzipiell in verschiedenen Wick
lungsvarianten auf den Anker aufgebracht sein. Als vorteil
haft hat sich in der Praxis eine mehrpolige Schleifenwicklung
herausgestellt.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet für die Erfindung sind e
lektrische Kleinmotoren bis zu einem Leistungsbereich von ei
nem Kilowatt, die beispielsweise als Pumpenantrieb eines An
tiblockiersystems für Kraftfahrzeuge, als Servoantrieb oder
als Verstellantrieb eingesetzt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Figur darge
stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Die Figur zeigt das Abwicklungsschema eines Ankers 13 eines
vierpoligen Kommutatormotors 14. Der Kommutatormotor 14 weist
einen Stator 15 mit Statorpolen 16, 17, 18, 19 auf. Die Sta
torpole 16 bis 19 können elektrisch oder permanentmagnetisch
erregt sein.
Der Anker 13 ist im Stator 15 drehbeweglich angeordnet. Über
Bürsten 20 und 21, die über einen Kommutator 22 schleifen,
werden Spulen 31 bis 42 mit Strom versorgt. Der Kommutator 22
weist Kommutatorlamellen 1 bis 12 auf, die elektrisch mit den
Spulen 31 bis 42 verbunden sind. Dabei ist die Spule 31 eine
nends mit der Kommutatorlamelle 1 und andernends mit der Kom
mutatorlamelle 2, die Spule 32 einenends mit der Kommutator
lamelle 2 und andernends mit der Kommutatorlamelle 3 verbun
den. Nach diesem Schema sind auch die weiteren Spulen 33 bis
42 mit den Kommutatorlamellen 3 bis 12, 1 verbunden.
Die Spulen 31 bis 42 bestehen jeweils aus mehreren Windungen
eines metallischen Leiters, beispielsweise eines isolierten
Kupferdrahtes, die jeweils mehrfach um Ankerzähne 51 bis 62
gewickelt sind und deren Enden jeweils elektrisch mit den
Kommutatorlamellen 1 bis 12 verbunden sind. Zwischen den An
kerzähnen 51 bis 62 befinden sich Ankernuten 71 bis 82, wobei
die Ankernut 71 zwischen den Ankerzähnen 51 und 52, die An
kernut 72 zwischen den Ankerzähnen 52 und 53 usw. angeordnet
sind.
Die Spule 31 ist mehrfach um die Ankerzähne 51, 52 und 53 ge
wickelt, so dass ihre Windungen in die zwischen den Ankerzäh
nen 51, 56 und 53, 54 angeordneten Ankernuten 82 bzw. 73 zu
liegen kommen. Ferner ist die Spule 31 mit den Kommutatorla
mellen 1 und 2 elektrisch verbunden. Die weiteren Spulen 32
bis 42 sind nach demselben Wicklungsschema um die Ankerzähne
51 bis 62 gewickelt.
Die Spulen 31 bis 42 sind in Schleifenwicklung auf dem Anker
13 angeordnet. Bei dieser Wicklungsart sind an sich so viele
Bürstensätze erforderlich, wie der jeweilige Kommutator Erre
gerpolpaare hat, im konkreten Fall beispielsweise zwei Bürs
tensätze mit je zwei Bürsten. Man kann die Schleifenwicklung
auch als Parallelwicklung bezeichnen, da durch die Bürsten
von Bürstensätzen, die beim konventionellen Kommutatormotor
parallel geschaltet sind, die Wicklungsteile des Ankers pa
rallel geschaltet werden.
Die Kommutatorlamellen 1, 7; 2, 8; 3, 9; 4, 10; 5, 11; 6, 12
sind durch Brückenleiter 43 bis 48 parallel geschaltet. Dadurch
sind nicht wie bei einem konventionellen vierpoligen
Kommutatormotor vier Bürsten, sondern lediglich zwei Bürsten
zur Kontaktierung des Kommutators 22 erforderlich. Dennoch
sind in der Figur nicht nur Bürsten 20 und 21, die über Zu
leitungen 25, 26 mit elektrischem Strom versorgt werden, son
dern auch zu den Bürsten 20, 21 parallel geschaltete Bürsten
23, 24 in gestrichelten Linien gezeigt. Tatsächlich jedoch
sind die Bürsten 23, 24 beim Kommutatormotor 14 nicht vorge
sehen. Dies ist in der Figur durch gestrichelt gezeichnete
Zuleitungen 27, 28 zu den Bürsten 23, 24 verdeutlicht.
In der gezeigten Stellung des Ankers 13 liegen die Bürsten
20, 21 an den Kommutatorlamellen 10, 7 an und versorgen diese
mit einem elektrischen Ankerstrom IA. Von der Kommutatorla
melle 10 fließt eine Hälfte IA/2 des Ankerstroms IA über die
Ankerspule 40 zur Kommutatorlamelle 11, von dort weit er über
die Spule 41 zur Kommutatorlamelle 12 und von dieser weiter
über die Ankerspule 42 zur Kommutatorlamelle 1. Beim konven
tionellen Kommutatormotor würde der Ankerstrom IA/2 über die
Bürste 24 und die Leitung 28 abfließen können. Im vorliegen
den Fall jedoch fließt der Ankerstrom IA/2 über den Brücken
leiter 43 zur Kommutatorlamelle 7, wo er über die Bürste 21
abfließen kann.
Beim konventionellen Kommutatormotor würde in der gezeigten
Ankerstellung die andere Hälfte des Ankerstromes IA/2 über
die Kommutatorlamelle 4 eingespeist werden. Dies ist jedoch
beim Kommutatormotor 14 nicht vorgesehen. Statt dessen kann
der Ankerstrom IA/2 über den Brückenleiter 43 zur Kommutator
lamelle 4 fließen. Von dort durchfließt er die Ankerspule 34,
die Kommutatorlamelle 5, die Ankerspule 35, die Kommutatorla
melle 6, die Ankerspule 36 und die Kommutatorlamelle 7, um
von dieser über die Bürste 21 und die Leitung 26 abfließen zu
können.
Die Brückenleiter 43 bis 48 sind durch die Ankernuten 71 bis
82 geführt. Dabei gilt für alle Brückenleiter 43 bis 48 das
selbe Wicklungsschema. Es genügt daher, das Wickelschema des
Brückenleiters 43 zu erläutern. Wie die anderen Brückenleiter
44 bis 48 ist auch der Brückenleiter 43 vorliegend von Wick
lungsdraht gebildet und wird unmittelbar beim Wickeln des An
kers 13 mitgewickelt. Der Brückenleiter 43 ist elektrisch mit
der Kommutatorlamelle 1 verbunden. Dazu ist der Brückenleiter
43 z. B. im Kontaktbereich mit den Kommutatorlamellen 1 und 7
jeweils elektrisch leitend, beispielsweise indem eine ansons
ten vorhandenen Lackisolierung entfernt ist. Andere Verbin
dungsarten zwischen den Brückenleitern 43 bis 48 und den Kom
mutatorlamellen 1 bis 12, z. B. Löten, Schweißen, Nieten oder
dergleichen sind ohne Weiteres möglich.
Als vorteilhaft hat sich herausgestellt, den Brückenleiter in
einen an der Kommutatorlamelle 1 angeordneten, jedoch in der
Figur nicht dargestellten Haken einzuhängen. Von der Kommuta
torlamelle 1 führt der Brückenleiter 43 zur Ankernut 82, und
an den Ankerzähnen 51 bis 56 vorbei zur Ankernut 76. Von der
Ankernut 76 aus ist der Brückenleiter 43 zur Kommutatorlamel
le 7 geführt und dort elektrisch angeschlossen.
Die Brückenleiter 43 bis 48 sind jedenfalls so mit den Kommu
tatorlamellen 1 bis 12 verbunden, dass sie an den gemeinsamen
Verbindungsstellen im Wesentlichen parallel oder nur gering
fügig abgewinkelt zur Drehachse 50 des Ankers 13 und des Kom
mutators 22 verlaufen. Jedenfalls gestaltet sich durch die
Erfindung, bei der die Brückenleiter 43-48 in den zur Dreh
achse 50 parallelen oder allenfalls geringfügig geschränkten
Ankernuten 71 bis 82 verlaufen, das Verbinden der Brückenlei
ter 43 bis 48 mit den Kommutatorlamellen 1 bis 12 fertigungs
technisch sehr einfach.
Für das Wickeln der Brückenleiter 43-48 um die Ankerzähne
51 bis 62 sind prinzipiell verschiedene Wicklungsschemen mög
lich. Exemplarisch an den Brückenleitern 43 und 46 sollen im
Folgenden weitere Wicklungsvarianten dargestellt werden.
Die bereits erläuterte Leitungsführung der Brückenleiter 43,
46 wird im Folgenden mit 43a, 46a bezeichnet. Zusätzlich sind
Leitungsverbindungen 43b, 46b eingezeichnet, die teilweise in
anderen Ankernuten geführt sind, als die Leitungsverbindungen
43a, 46a.
Die Leitungsverbindung 43b führt von der Kommutatorlamelle 1
zur Ankernut 73 an den Ankerzähnen 54, 55, 56 vorbei zur An
kernut 76 und von dort zur Kommutatorlamelle 7. Durch diese
Leitungsführung wird erreicht, dass der Stromfluss auf dem
Brückenleiter 43b in der gezeigten Ankerstellung gleichsinnig
orientiert ist wie der Stromfluss der in den Ankernuten 73,
76 angeordneten Leiter der Ankerspulen 31, 33 bzw. 34, 37.
Der Stromfluss auf dem Brückenleiter 43b führt somit nicht zu
einer Feldschwächung des Ankerfeldes, sondern sogar noch zu
einer Feldverstärkung.
Dies gilt auch für die Leitungsverbindung 46b des Brückenlei
ters 46, die von der Kommutatorlamelle 10 über die Ankernut
79 an den Ankerzähnen 59 bis 53 vorbei zur Ankernut 72 führt
und von dieser zur Kommutatorlamelle 4. Auch auf der Lei
tungsverbindung 46b ist der Stromfluss in der gezeigten An
kerstellung gleichsinnig orientiert, wie in den Leitern der
ebenfalls in den Ankernuten 79, 72 angeordneten Ankerspulen
42, 33 bzw. 37, 40.
Prinzipiell könnten alle Brückenleiter 43 bis 48 sowohl dem
in durchgezogenen Linien gezeichneten, eingangs erläuterten
Wicklungsschema folgen als auch dem anhand der Leitungsver
bindungen 43b oder 46b gezeigten Wicklungsschema.
Es ist zudem auch möglich, dass für einen Brückenleiter 43
bis 48 mehrere Leitungswege vorgesehen sind. Beispielsweise
könnte der Brückenleiter 43 beide Leitungsverbindungen 43a,
43b sowie gegebenenfalls auch weitere Leitungsverbindungen
aufweisen.
Es versteht sich, dass auch weitere Varianten der Erfindung
prinzipiell möglich sind. Ferner sind die in der Beschreibung
sowie in den Ansprüchen angegebenen Maßnahmen beliebig kombi
nierbar.
Claims (13)
1. Mehrpoliger Kommutatormotor mit mindestens vier Stator
polen (16-19) und mit mit diesen zusammenwirkenden Anker
spulen (31-42), die zur Stromversorgung jeweils mit zwei
Kommutatorlamellen (1-12) eines Kommutators (22) elektrisch
verbunden sind und deren Anzahl größer ist als die Anzahl der
Statorpole (16-19), wobei zur Reduzierung der Anzahl von
den Kommutator (22) kontaktierenden Bürsten (20, 21; 23, 24)
magnetisch gleich orientierte Ankerpole bildende Ankerspulen
(31-42) durch ankerseitige elektrische Brückenleiter (43-
48) parallel geschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest teilweise die Brückenleiter (43-48) über Ankernu
ten (71-82) geführt sind.
2. Kommutatormotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die über Ankernuten (71-82) geführten Brückenleiter
(43-48) jeweils um mindestens zwei Ankerzähne (51-62) ge
wickelt sind.
3. Kommutatormotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Brückenleiter (43-48) von Wicklungsdraht
gebildet und insbesondere an an den Kommutatorlamellen (1, 7;
2, 8; 3, 9; 4, 10; 5, 11; 6, 12) angeordneten Einhängevor
richtungen, insbesondere Haken, eingehängt sind.
4. Kommutatormotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Brückenleiter (43-48) beim Wickeln der Ankerspulen
(31-42) mitgewickelt sind und insbesondere aus dem gleichen
Wicklungsdraht bestehen wie die Ankerspulen (31-42).
5. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Brückenleiter (43-48) je
weils aus mehreren Leitungsverbindungen (43a, 43b; 46a, 46b)
gebildet werden.
6. Kommutatormotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweils einem Brückenleiter (43-48) zugeordneten
Leitungsverbindungen (43a, 43b; 46a, 46b) über unterschiedli
che Ankernuten (71-82) geführt sind.
7. Kommutatormotor nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass die jeweils einem Brückenleiter (43-48) zu
geordneten Leitungsverbindungen (43a, 43b; 46a, 46b) derart
gemeinsam mit den Ankerspulen (31-42) in den Ankernuten (71
-82) angeordnet sind, dass auf den jeweiligen Ankerspulen
(31-42) und auf zumindest einer Leitungsverbindung (43b;
46b), die gemeinsam in einer Ankernut (71-82) angeordnet
sind, ein gleichsinnig orientierter Stromfluss möglich ist.
8. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass am Umfang des Kommutators (22)
jeweils diametral gegenüberliegende Kommutatorlamellen (1, 7;
2, 8; 3, 9; 4, 10; 5, 11; 6, 12) durch jeweils einen Brücken
leiter (43-48) parallel geschaltet sind.
9. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Abstützungen und/oder Fixierun
gen zum Halten der Brückenleiter (43-48) vorgesehen sind,
so dass diese von einer Ankerwelle (49) elektrisch isoliert
sind.
10. Kommutator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass die Brückenleiter (43-48) durch
eine Isoliermasse, insbesondere eine Vergussmasse, mechanisch
fixiert sind.
11. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerspulen (31-42)
als mehrpolige Schleifenwicklungen gewickelt sind.
12. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der zur Kontak
tierung der Ankerspulen (31-42) vorgesehenen Bürsten (20,
21; 23, 24) kleiner ist als die Anzahl der Ankerpole.
13. Kommutatormotor nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, dass er als ein elektrischer
Kleinmotor, insbesondere als ein Pumpenantrieb eines Antiblo
ckiersystems für Kraftfahrzeuge, als ein Servoantrieb oder
als ein Verstellantrieb, insbesondere in einem Leistungsbe
reich bis zu einem Kilowatt, ausgestaltet ist.
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