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Die
Erfindung betrifft eine Hydraulikeinrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1.
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Stand der Technik
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Hydraulikenergiespeicher,
wie beispielsweise aus der
DE
199 06 800 A1 ,
WO
99/41125 A1 und
DE
42 18 402 B4 bekannt, werden beispielsweise in Kraftfahrzeugbremsanlagen
verwendet, um einen gewünschten
Druck in der Hydraulikflüssigkeit
aufrechtzuerhalten. Fällt
in einem Teil eines Hydrauliksystems eines Kraftfahrzeugs und damit
auch in der Hydraulikkammer des Hydraulikenergiespeichers der Druck
ab, so wird durch die Bewegung des beweglichen Elementes dieser
Druckabfall ausgeglichen.
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Ein
solches bewegliches Element kann beispielsweise durch einen Faltenbalg
realisiert sein, welcher sich innerhalb der Hydraulikkammer befindet und
mit einem Gas gefüllt
ist. Der Faltenbalg weist im Allgemeinen ein unbewegliches Ende
auf, welches an einer Seitenwand der Hydraulikkammer festgelegt ist,
sowie ein bewegliches Ende, das sich durch die Ausdehnung beziehungsweise
das Zusammenziehen des Faltenbalgs in der Hydraulikkammer bewegt. Bei
hohem Hydraulikdruck innerhalb der Hydraulikkammer ist der Faltenbalg
stark komprimiert. Mit anderen Worten: das bewegliche Ende des Faltenbalgs wird
in Richtung auf das unbewegliche Ende des Faltenbalgs durch den
Druck in der Hydraulikkammer verdrängt. Fällt der Druck ab, so dehnt
sich der Faltenbalg aus. Mit anderen Worten: das bewegliche Ende
des Faltenbalgs entfernt sich von dem unbeweglichen Ende, so dass
mitunter ein großer
Teil des Volumens der Hydraulikkammer von dem Faltenbalg eingenommen
wird.
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Moderne
Kraftfahrzeuge sind mit zahlreichen Steuerungs- und Regelungsfunktionen ausgestattet, beispielsweise
mit einem Antiblockiersystem (ABS), einer Antriebsschlupfregelung
(ASR), dem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) oder auch
einer elektrohydraulischen Bremse (EHB). Um die Steuerungs- beziehungsweise
die Regelungsfunktionen des Systems zu realisieren ist ein Steuergerät vorgesehen.
Dieses Steuergerät
nimmt einerseits Parameter des Bremssystems beziehungsweise des
Hydrauliksystems auf, beispielsweise den Druck innerhalb bestimmter
Abschnitte der Bremsanlage, verarbeitet diese Werte und steuert
in Abhängigkeit
dieser Werte und beispielsweise dem Bremswunsch eines Fahrers verschiedene
Magnetventile an, beispielsweise Einlass- und Auslassventile von
Bremszylindern beziehungsweise Magnetventile, die einem Hauptbremszylinder
zugeordnet sind.
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Es
hat sich als nützlich
erwiesen, den Zustand des Hydraulikenergiespeichers zu erfassen und
dem Steuergerät
als Parameter für
die Steuerung beziehungsweise die Regelung des Kraftfahrzeugbremssystems
zur Verfügung
zu stellen. Zu diesem Zweck wurde bereits vorgeschlagen, die Position
des beweglichen Elementes innerhalb der Hydrau likkammer zu sensieren
und somit auf den Druck innerhalb der Hydraulikkammer rückzuschließen. Zu diesem
Zweck ist es allerdings erforderlich, eine Verbindung von einem
an dem Hydraulikgehäuse
angeordneten Sensor zu dem Steuergerät zur Verfügung zu stellen. Dies ist problematisch,
da zusätzliche druckdichte
Leitungen benötigt
werden.
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Vorteile der Erfindung
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Die
Erfindung baut auf der gattungsgemäßen Hydraulikeinrichtung dadurch
auf, dass der induktive Wegsensor direkt an dem Steuergerät angebaut
ist. Durch diesen direkten Anbau des induktiven Wegsensors an dem
Steuergerät
entfällt
die Notwendigkeit, eine gedichtete Leitungsführung vom Sensor zur Auswerteelektronik
vorzusehen. Vielmehr ist es möglich,
die Information des induktiven Wegsensors direkt einem angebauten
Steuergerät
zuzuführen und
somit für
die Regelung beziehungsweise die Steuerung der Kraftfahrzeugbremsanlage
bereitzustellen. Die Anordnung weist mindestens ein Magnetventil
auf, das direkt an dem Steuergerät
angebaut ist und dass für
den Anbau des induktiven Wegsensors an dem Steuergerät eine gleichartige
elektrische Schnittstelle verwendet wird, wie für das Magnetventil. Sowohl
bei einem induktiven Wegsensor als auch bei einem Magnetventil werden
Magnetspulen kontaktiert. Es ist somit möglich, den Wegaufnehmer in ähnlicher
oder gleicher Weise zu kontaktieren, wie die Magnetventile. Auf
diese Weise können
viele ähnliche
beziehungsweise gleiche Bauteile verwendet werden, was insgesamt
zu kostengünstigen
Lösungen
führt.
Für den
Anbau des induktiven Wegsensors an dem Steuergerät wird eine gleichartige mechanische
Verbindung verwendet, wie für
das Magnetventil. Da die Bauteilabmessungen eines induktiven Wegsensors
im Bereich der Schnittstelle zu dem Steuergerät denjenigen eines Magnetventils
sehr ähnlich
sein können,
ist es möglich,
die mechanische Verbindung zwischen den jeweiligen Komponenten und
dem Steuergerät
zu vereinheitlichen. Auch dies hat wiederum Vorteile im Hinblick
auf die Einsetzbarkeit gleicher Bauteile, so dass auch hierdurch
eine Reduzierung von Kosten erreicht werden kann. Das bewegliche
Element des Hydraulikenergiespeichers ist ein bewegliches Ende eines
Faltenbalgs, welcher weiterhin ein unbewegliches Ende aufweist.
Das unbewegliche Ende des Faltenbalgs ist im Allgemeinen an einer
Innenwand der Hydraulikkammer festgelegt, während sich das bewegliche Ende
in der Hydraulikkammer bewegen kann. Bei einer Abnahme des Druckes
in der Hydraulikkammer entfernt sich das bewegliche Ende des Faltenbalges
von dem unbeweglichen Ende, so dass der Faltenbalg im vollständig expandierten
Zustand einen großen
Teil des Volumens der Hydraulikkammer ausfüllen kann. Bei hohem Druck
in der Hydraulikkammer wird der Faltenbalg komprimiert, so dass
sich das bewegliche Ende dem unbeweglichen Ende des Faltenbalgs
nähert. Die
Position des beweglichen Endes kann somit als Information über den
Zustand der Hydraulikkammer genutzt werden. Somit ist es nützlich,
wenn der induktive Wegsensor die Position des beweglichen Endes
erfasst. Eine alternative Ausführungsform
der Anordnung besteht darin, dass das bewegliche Element des Hydraulikspeichers
der Kolben eines Kolbenspeichers ist. Es ist also auch möglich, dass
ein Kolben die Hydraulikkammer in zwei Bereiche unterteilt, wobei
einer der Bereiche mit zumindest einem Teil des Hydrauliksystems einer
Fahrzeugbremsanlage in Verbindung steht. Eine Druckveränderung
in diesem System bewirkt dann ein Verschieben des Kolbens. Eine
Erfassung der Position des Kolbens kann dann wiederum als Information über den
Zustand des Hydrauliksystems genutzt werden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Anordnung ist diese dadurch weitergebildet, dass die Mittel
zum Übertragen
einer Bewegung des beweglichen Elementes auf den induktiven Wegsensor
als Stößel realisiert
sind. Ein solcher Stößel kann
teilweise in die Hydraulikkammer hineinragen. Durch mechanischen
Kontakt des beweglichen Elementes wird der Stößel in axialer Richtung verschoben.
Auf der der Hydraulikkammer entgegengesetzten Seite des Stößels steht
dieser mit einem weichmagnetischen Element in Verbindung, welches
durch Verschiebung die elektrische Umgebung von Spulen beeinflusst. Somit
kann durch das Verschieben des Stößels und das Erfassen des Zustandes
der Spulenanordnung auf die Position des beweglichen Elementes rückgeschlossen
werden.
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Nützlicherweise
ist der Stößel durch
eine Druckfeder vorgespannt. Der Stößel wird durch die Feder in
die Hydraulikkammer hineingetrieben. Steigt der Druck in der Hydraulikkammer
und wird somit das bewegliche Element zurückgedrängt, so folgt der Stößel aufgrund
der Kraft der Druckfeder der Bewegung des beweglichen Elementes.
Sinkt jedoch der Druck in der Hydraulikkammer, so bewegt das bewegliche
Element den Stößel gegen
die Kraft der Druckfeder.
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In
einer nützlichen
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Anordnung
ist diese in der Weise weitergebildet, dass der induktive Wegsensor
eine Differentialdrossel umfasst. Derartige Differentialdrosseln
sind im Allgemeinen aus zwei Spulen bestehende Halbbrücken. Die
Spulen sind um ein Rohr gewickelt, in welchem ein weichmagnetischer
Kern beweglich angeordnet ist. Vorzugsweise ist der weichmagnetische
Kern reibungsfrei und damit verschleißfrei verschiebbar. Verschiebt
man den Kern, so wird die Kopplung und somit die Gegeninduktivität verändert. Bei
geeigneter Verschaltung der Spulen in Form einer Differenzschaltung
lassen sich empfindliche und nahezu lineare Abhängigkeiten der Differenzspannung
von der Position des weichmagnetischen Kerns realisieren.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist die erfindungsgemäße Anordnung
dadurch weitergebildet, dass der induktive Wegsensor ein Differentialtransformator
ist. Differentialtransformatoren können beispielsweise mit einer
Primärspule
und zwei Sekundärspulen
ausgestattet sein. In den beiden Sekundärspulen werden zwei entgegengesetzte gleich-
oder verschiedengroße
Wechselspannungen induziert. Die resultierende Ausgangsspannung
der Sekundärspulen
ist gleich der Differenz der Einzelspannungen, da die beiden Sekundärspulen
gegeneinander geschaltet sind.
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In
einer nützlichen
Ausführungsform
ist der induktive Wegsensor zum Sensieren mindestens einer vorbestimmten
Position des beweglichen Elementes vorgesehen. Eine solche vorbestimmte
Position kann beispielsweise die maximale Ausdehnung eines Faltenbalges
sein. Auf diese Weise kann ein maximaler Druckverlust innerhalb
der Hydraulikkammer von dem Steuergerät erfasst werden. Es ist aber auch
denkbar, dass der induktive Wegsensor so ausgelegt ist, dass unterschiedliche
Zwischenzustände im
Hinblick auf die Bewegung des beweglichen Elementes erfasst werden
und somit für
die Steuerungs- und Regelungsfunktionen zur Verfügung stehen.
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Es
kann auch sinnvoll sein, dass der induktive Wegsensor zum kontinuierlichen
Sensieren des Hubs des beweglichen Elementes vorgesehen ist. Das
Steuergerät
kann somit stets den aktuellen Zustand des Hydraulikenergiespeichers
erfassen und somit für
Steuerungs- beziehungsweise Regelungsfunktionen nutzen.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung
ist ein Bodenventil vorgesehen, welches in Abhängigkeit der Stellung des beweglichen
Elementes ein Ausströmen von
Hydraulikflüssigkeit
aus der Hydraulikkammer gestattet oder verhindert. Liegt ein hoher
Druck in der Hydraulikkammer vor, so ist das bewegliche Element innerhalb
der Hydraulikkammer zurückgetrieben. Das
Bodenventil ist offen, und die Hydraulikkammer kommuniziert mit
weiteren Bereichen des Hydrauliksystems. Sinkt der Druck, so kann
durch das bewegliche Element ein Bodenventil der Hydraulikkammer verschlossen
werden, so dass ein weiteres Ausströmen von Hydraulikflüssigkeit
aus der Hydraulikkammer verhindert wird. Somit kann beispielsweise
eine vollständige
Entleerung der Hydraulikkammer vermieden werden.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist das Bodenventil
mit dem Stößel kombiniert.
Das bewegliche Element kann somit über einen einzigen Angriffspunkt sowohl
den Stößel und
somit den weichmagnetischen Kern des induktiven Wegsensors als auch
das Bodenventil betätigen.
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Der
Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch den direkten
Anbau eines induktiven Wegsensors an einem Steuergerät zahlreiche
Vorteile realisiert werden können.
Beispielsweise ist keine gedichtete Leitungsführung von dem induktiven Wegsensor
zu der Auswerteelektronik erforderlich. Außerdem kann der induktive Wegsensor
in ähnlicher
oder gleicher Weise an dem Steuergerät angebaut werden, wie es bereits
für die
von dem Steuergerät
anzusteuernden Magnetventile üblich
ist. Auf diese Weise können
gleiche oder vergleichbare Bauteile für den Anbau der Magnetventile
und den Anbau des induktiven Wegsensors verwendet werden.
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Zeichnungen
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Die
Erfindung wird nun mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen anhand
bevorzugter Ausführungsformen
beispielhaft erläutert.
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Dabei
zeigt:
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1 eine
Schnittansicht eines Teils einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung;
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2 eine
Schnittansicht eines Teils einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung;
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3 eine
Schnittansicht eines Teils einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hydraulikeinrichtung;
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4 eine
Schnittansicht eines Teils einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hydraulikeinrichtung;
und
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5 eine
Schnittansicht eines Teils einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung.
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Beschreibung der Ausführungsbeispiele
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Bei
der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungen bezeichnen gleiche
Bezugszeichen vergleichbare oder gleiche Komponenten.
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1 zeigt
eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung. Die Anordnung
umfasst ein Hydraulikgehäuse 10,
beispielsweise das Gehäuse
einer nicht dargestellten Pumpe. An diesem Hydraulikgehäuse 10 ist
ein Hydraulikenergiespeicher 12 angeordnet. Im vorliegenden
Beispiel ist das Gehäuse
des Hydraulikenergiespeichers 12 teilweise einstückig mit
dem Hydraulikgehäuse 10 ausgebildet.
Das Gehäuse
des Hydraulikenergiespeichers 12 umgibt eine Kammer 14,
die endseitig mit einem Verschlussdeckel 50 abgeschlossen
ist.
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Innerhalb
der Hydraulikkammer 14 ist ein Faltenbalg 28 angeordnet,
welcher vorzugsweise aus Metall besteht. In der vorliegenden Darstellung ist
der Faltenbalg 28 in seinem vollständig expandierten Zustand gezeigt.
Der Faltenbalg hat ein bewegliches Ende 16, welches vorliegend
durch einen den Faltenbalg abschließenden Deckel gebildet ist.
Ferner hat der Faltenbalg 28 ein unbewegliches Ende 30.
Dieses unbewegliche Ende 30 ist durch eine Fixierung des
Faltenbalgs 28 an dem Verschlussdeckel 50 der
Hydraulikkammer 14 realisiert. Der Faltenbalg 28 ist
im Allgemeinen mit einem Gas befüllt.
Zur Befüllung
des Faltenbalges 28 dient ein Befüllverschluss 52. Im
vorliegenden Beispiel umfasst der Befüllverschluss einen Kugelverstemmung.
Der Faltenbalg 28 ist weiterhin mit einem Führungsring 54 ausgestattet,
der den Faltenbalg 28 entlang den Wänden der Hydraulikkammer 14 führt. Dieser
Führungsring 54 kann
beispielsweise aus einem thermoplastischen Material gebildet sein.
Weiterhin ist eine Elastomerdichtung 56 an dem Deckel 16 des
Faltenbalgs 28 vorgesehen, welche die Endposition der Expansion des
Faltenbalgs 28 definiert.
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Die
Hydraulikkammer 14 hat eine Befüllöffnung 58, welche
beispielsweise mit einer druckerzeugenden Pumpe in Verbindung steht. Über diese Befüllöffnung 58 gelangt
Hydraulikflüssigkeit
in die Hydraulikkammer 14. Ferner steht eine weitere Öffnung 60 zur
Verfügung,
welche mit dem Hydrauliksystem in Verbindung steht, dem der Pumpendruck zur
Verfügung
gestellt werden soll. Beispielsweise führt die Öffnung 60 zu einem
Einlassventil eines Radbremszylinders.
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An
dem Hydraulikgehäuse 10 ist
ein induktiver Wegsensor 18 angebracht. Die Befestigung
des induktiven Wegsensors 18 ist durch eine Verstemmung 26 realisiert.
Der induktive Wegsensor 18 enthält zwei Spulen 34, 35.
In dem von den Spulen umgebenen Hohlraum ist ein weichmagnetischer
Kern 62 angeordnet. Dieser weichmagnetische Kern 62 steht
mit dem Stößel 20 in
Verbindung. Durch Bewegung des Stößels bewegt sich somit auch
der weichmagnetische Kern 62.
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Der
induktive Wegsensor 18 kann im Rahmen der vorliegenden
Erfindung nach dem Prinzip einer Differentialdrossel beziehungsweise
nach dem Prinzip eines Differentialtransformators arbeiten.
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Bei
einer Differentialdrossel sind im Allgemeinen zwei Spulen über eine
Messbrücke
so miteinander verschaltet, dass eine Differenzschaltung vorliegt.
Bewegt man den weichmagnetischen Kern 62 in dem Hohlraum,
der von den Spulen 34, 35 umgeben wird, so ändert sich
die Kopplung und damit die Gegeninduktivität der Anordnung. Über das
Differenzspannungssignal erhält
man somit Aufschluss über
die Position des weichmagnetischen Kerns 62, des Stößels 20 und
letztlich auch des beweglichen Endes 16 des Faltenbalgs 28.
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Sind
die Spulen 34, 35 nach dem Prinzip eines Differentialtransformators
geschaltet, so wirken die Spulen als Primär- beziehungsweise Sekundärwicklungen.
Neben der Realisierung mit zwei Spulen 34, 35 ist
es ebenfalls denkbar, beispielsweise eine Primärspule und zwei vorzugsweise
gegeneinandergeschaltete Sekundärspulen
vorzu sehen. Der Hohlraum zwischen den Spulen 34, 35 ist
durch eine Tiefziehhülse 64 abgeschlossen.
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Wird
der Stößel von
dem Deckel 16 des Faltenbalgs 28 verschoben, so
erfolgt dies gegen die Kraft einer Druckfeder 32. Diese
dient dazu, den Stößel in eine
Ausgangslage zurückzuführen, wenn
der Faltenbalg 28 wieder komprimiert ist.
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Es
sind elektrische Kontakte 66, 68 vorgesehen, an
denen die Spulen 34, 35 kontaktiert werden. Mit
der Strich-Punkt-Linie
ist eine Kontaktierungsebene 70 eines angebauten Steuergerätes 22 symbolisiert.
Die elektrischen Anschlüsse 66, 68 liegen
somit in der Kontaktierungsebene 70, so dass keine weiteren
Verbindungselemente zwischen dem induktiven Wegsensor 18 und
dem Steuergerät 22 erforderlich
sind. Wegen des direkten Anbaus des induktiven Wegsensors 18 an
die Steuerung lässt
sich der induktive Wegsensor 18 in vergleichbarer oder
gleicher Weise kontaktieren wie ein Magnetventil.
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Die
Anordnung gemäß 1 dient
insbesondere zur Sensierung der unteren Speicherstellung. Dies bedeutet,
dass der Faltenbalg 28 beziehungsweise der Deckel 16 des
Faltenbalgs 28 erst dann mit dem Stößel 20 in Berührung kommt,
wenn der Faltenbalg 28 seine expandierte Stellung erreicht hat.
Erst dann bewegt sich auch der weichmagnetische Kern 62 des
induktiven Wegsensors 18, so dass letztlich dem Steuergerät 22 mitgeteilt
wird, dass die untere Speicherstellung erreicht ist. Dem kann dann beispielsweise
durch eine Druckerhöhung
im System entgegengewirkt werden. Ebenfalls kann die Sensierung
der unteren Speicherstellung als Alarmsignal verstanden werden,
beispielsweise dann, wenn die untere Speicherstellung bei undichtem
Faltenbalg 28 erreicht wird.
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2 zeigt
eine Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung.
Im Gegensatz zu der Anordnung gemäß 1 kann bei
der Anordnung gemäß 2 der
Stößel 20 wesentlich
weiter in die Hydraulikkammer 14 hineinragen. Weiterhin
ist der induktive Wegsensor 18 für die Sensierung größerer Wege
ausgelegt, was insbesondere mit einer größeren axialen Länge des induktiven
Wegsensors 18 einhergeht. Somit ist die Anordnung gemäß 2 in
der Lage, den Speicherhub zu sensieren, während die Anordnung gemäß 1,
wie erwähnt,
nur zur Sensierung der unteren Speicherstellung ausgelegt ist. Ansonsten
enthalten die Anordnungen gemäß 2 und 1 vergleichbare
Komponenten. Insbesondere ist die Schnittstelle in der Kontaktierungsebene 70 des
Steuergerätes 22 mit
derjenigen gemäß 1 vergleichbar.
Auch hier kann die Kontaktierung des induktiven Wegsensors 18 also
wieder in ähnlicher
oder in gleicher Weise wie die Kontaktierung eines Magnetventils
erfolgen.
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3 zeigt
eine Hydraulikeinrichtung zum direkten Anbau an einem Steuergerät. Insoweit
ist die Anordnung mit derjenigen aus 1 vergleichbar. Insbesondere
sind auch hier der induktive Wegsensor 18 und der Stößel sowie
die Druckfeder 32 so ausgelegt, dass nur die untere Speicherstellung
sensiert wird. In der vorliegenden Anordnung gemäß 3 besteht
die Besonderheit darin, dass der Stößel 20 mit einem Bodenventil 36 kombiniert ist.
Gewöhnlich
kommuniziert die Hydraulikkammer 14 mit dem restlichen
Hydrauliksystem über
das Bodenventil 36 und die an dem Ventil angeordnete Öffnung 72. Die
am Boden der Hydraulikkammer 14 angeordnete Öffnung 74 dient
der Druckzuführung
von einer nicht dargestellten Pumpe. Liegt nun ein stark expandierter
Zustand des Faltenbalgs 28 vor, so kommt der Deckel 16 des
Faltenbalgs über
eine Auflage 76 mit der Bodenwand der Hydraulikkammer 14 in
Berührung.
In diesem Zustand ist aber auch das Bodenventil 36 geschlossen,
so dass ein weiteres Austreten von Hydraulikflüssigkeit aus der Hydraulikkammer 14 über das
Bodenventil 36 und die Öffnung 72 vermieden
wird. Eine vollständige
Entleerung der Hydraulikkammer 14 wird somit verhindert.
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In 4 ist
eine Hydraulikeinrichtung gezeigt, welche einen ähnlichen Aufbau wie die Hydraulikeinrichtung
gemäß 3 aufweist.
Allerdings ist hier an dem Bodenventil 36 eine Öffnung 78 angeordnet,
welche sowohl als Zuströmöffnung in
die Hydraulikkammer 14 als auch als Abströmöffnung aus der
Hydraulikkammer 14 dient. Ansonsten entspricht die Funktionsweise
der Hydraulikeinrichtung gemäß 4 derjenigen
aus 3.
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In 5 ist
eine weitere Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung
gezeigt. Diese Anordnung entspricht weitgehend derjenigen aus 1.
Zusätzlich
ist ein Magnetventil 24, beispielsweise ein Einlassventil
eines Radbremszylinders dargestellt. Es ist erkennbar, dass das
Magnetventil 24 in ähnlicher
Weise an dem Hydraulikgehäuse 10 befestigt
ist wie der induktive Wegsensor 18. Ferner ist erkennbar,
dass die Schnittstellen des induktiven Wegsensors 18 und
des Magnetventils 24 in der Kontaktierungsebene 70 des
Steuergerätes 22 identisch sind.
Aufgrund dieser vergleichbaren Anordnungen von induktivem Wegsensor 18 und
Magnetventil 24 können
für beide
Bauteile gleiche oder ähnliche
Komponenten verwendet werden, zum Beispiel im Bereich der elektrischen
Schnittstelle. Ferner wird der Produktionsprozess vereinfacht, beispielsweise
aufgrund vergleichbarer mechanischer Befestigungen von induktivem
Wegsensor 18 und Magnetventil 24 am Hydraulikgehäuse 10.