DE1011693B - Glimmerpuelpe und Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von Glimmerschichten - Google Patents
Glimmerpuelpe und Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von GlimmerschichtenInfo
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- DE1011693B DE1011693B DES43421A DES0043421A DE1011693B DE 1011693 B DE1011693 B DE 1011693B DE S43421 A DES43421 A DE S43421A DE S0043421 A DES0043421 A DE S0043421A DE 1011693 B DE1011693 B DE 1011693B
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D13/00—Electrophoretic coating characterised by the process
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Description
DEUTSCHES
In der Patentanmeldung S 41450 VI/48a ist ein Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von
Glimmerschichten beschrieben, bei dem eine Dispersion aus zerkleinerten kalziniertem Glimmer (Glimmerpülpe)
verwendet wird, im Gegensatz zu einem vorbekannten Verfahren, bei dem eine Suspension aus gemahlenem,
nicht zuvor kalziniertem Glimmer verwendet. Bei dem letztgenannten Verfahren neigt der
Glimmerniederschlag schon beim Herausnehmen aus dem Bad zum Abfließen, nach dem Trocknen kreidet
er bei Berührung stark ab.. Erst durch besondere Zusätze, nachträgliche Behandlung od. dgl., kann er
einigermaßen verfestigt werden. Das Verfahren nach dem Hauptpatent liefert dagegen gut zusammenhängende
Schichten, die nach dem Trocknen ohne jede zusätzliche Behandlung und ohne Zusatz von Bindemittel
wischfest sind, ja als frei tragende Formkörper, Folien od. dgl. sogar abgezogen werden können.
Bei dem bekannten Glimmerpulververfahren hat man vorgeschlagen, den Glimmerteilchen eine Korngröße
von 0,5 bis 10 μ zu geben. Hier schwankt also die Korngröße in verhältnismäßig weite Grenzen. Die
Erfindung hat daher die Aufgabe, für das Verfahren mit kalziniertem Glimmer die günstigsten Abmessungen
der Glimmerblättchen zu ermitteln.
Erfindungsgemäß haben die Glimmerteilchen, in der Blättchenebene gemessen, eine Größe von unter 1 μ.
Die Dicke der Blättchen ist selbstverständlich wesentlich kleiner. Als Suspensionsflüssigkeit wird am besten
destilliertes Wasser verwendet. Die niedergeschlagene Schicht hat nach dem Trocknen etwa das Aussehen
eines Lackanstriches, sie löst sich auch in Wasser nicht mehr ab. Sie kann durch einen Lacküberzug,
beispielsweise einen Überzug aus hitzebeständigem Lack, noch besonders geschützt werden.
Man kann eine Pulpe für dieses Verfahren in der Weise herstellen, daß Glimmer, vorzugsweise Muskovit,
bei 780° etwa 1 Stunde lang kalziniert wird, anschließend in noch heißem oder kaltem Zustand in
destilliertes Wasser mit einem pH-Wert kleiner als 6 gebracht wird und darin beispielsweise mit einem
hochtourigen Zerkleinerungsgerät (etwa 12 000 U/min) zerkleinert wird. Doch kann die Zerkleinerung auch in
anderer Weise erfolgen. Anschließend läßt man das Ganze einige Zeit stehen. Es scheiden sich dann die
gröberen Teilchen am Boden ab. Weniger grobe Teilchen bleiben im unteren Behälterteil in Schwebe. Im
oberen Behälterteil befindet sich eine Pulpe mit Glimmerteilchen, die kleiner als 1 μ sind. Diese Pulpe
wird abgegossen. Der Rest der Pulpe kann noch mehrmals einem Zerkleinerungs- und dem obenerwähnten
Absetzprozeß unterworfen und jeweils die obere Pülpenschicht, die stets die genannten feinsten Teilchen
erhält, abgegossen werden. Die abgegossene
Glimmerpülpe und Verfahren
zur elektrophoretischen Herstellung
von Glimmerschichten
Zusatz zur Patentanmeldung S 41450 VI/48 a
(Auslegeschrift 1 007 593)
(Auslegeschrift 1 007 593)
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Meteorologe Hans-Werner Rotter, Nürnberg,
Dipl.-Phys. Heinz Keuth, Altenfurt bei Nürnberg,
und Dr. Paul Guillery, Nürnberg,
sind als Erfinder genannt worden
Pulpe, die verhältnismäßig viel Wasser enthält, wird
eingedickt, beispielsweise durch Abdampfen des Wassers, und liefert bei der Elektrophorese die obengenannten
lackartigen Schichten, die sich auch nach dem Eintauchen in Wasser nicht mehr ablösen.
Ein besonderer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß sehr dünne, aber doch dichte Schichten
hergestellt werden können.
Eine hervorragende Glimmerschicht erzielt man auch dadurch, daß man in einem ersten Elektrophoreseprozeß
zunächst gröbere Glimmerteilchen von beispielsweise einigen μ niederschlägt und auf diese
Schicht elektrophoretisch eine Schicht feinster Glimmerteilchen nach dem oben geschilderten Verfahren
aufbringt. Diese Deckschicht schützt die darunterliegende Schicht auch gegen Ablösung in
Wasser und verleiht ihr eine glattere lackartige Oberfläche. Wie beim Hauptpatent läßt sich die Grundschicht,
namentlich bei Verwendung von Kupfer, als Elektrode nachträglich ablösen. Man erhält dann eine
frei tragende Glimmerschicht, die durch die Deckschicht aus feineren Teilchen abgedichtet und verfestigt
ist.
Claims (3)
1. Glimmerpülpe zur elektrophoretischen Herstellung von Glimmerschichten nach Patent-
709 586/357
1 Oil
anmeldung S 41450 VI/48 a, dadurch gekennzeichnet, daß die Glimmerteilchen eine Größe von
unter 1 μ aufweisen.
2. Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von Glimmerschichten unter Verwendung
einer Glimmerpülpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man kalzinierten Glimmer in
destilliertem Wasser zerkleinert, die Suspension absetzen läßt, den oberen Teil der Suspension abgießt
und vor der Elektrophorese beispielsweise
Abdunsten
des Wassers ein-
durch teilweises
dickt.
dickt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Glimmerschicht zwecks Veredelung
auf eine aus gröberen Glimmerteilchen bestehende Schicht aufgebracht wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 899 889;
britische Patentschrift Nr. 655 763.
© 709 5867357 6.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES43421A DE1011693B (de) | 1954-11-04 | 1955-04-07 | Glimmerpuelpe und Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von Glimmerschichten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES41450A DE1007593B (de) | 1954-11-04 | 1954-11-04 | Glimmerpuelpe und Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von Glimmerschichten |
| DES43421A DE1011693B (de) | 1954-11-04 | 1955-04-07 | Glimmerpuelpe und Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von Glimmerschichten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1011693B true DE1011693B (de) | 1957-07-04 |
Family
ID=25995184
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES43421A Pending DE1011693B (de) | 1954-11-04 | 1955-04-07 | Glimmerpuelpe und Verfahren zur elektrophoretischen Herstellung von Glimmerschichten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1011693B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1286599B (de) * | 1964-07-07 | 1969-01-09 | Siemens Ag | Verfahren zum Herstellen von geformten elektrischen Bauteilen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB655763A (en) * | 1943-01-15 | 1951-08-01 | Sprague Electric Co | Improvements in or relating to the electrophoretic coating of articles of electrically conducting material |
| DE899889C (de) * | 1942-02-06 | 1953-12-17 | Lorenz C Ag | Verfahren zum UEberziehen von fortlaufenden Draehten oder Baendern mittels Elektrophorese |
-
1955
- 1955-04-07 DE DES43421A patent/DE1011693B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE899889C (de) * | 1942-02-06 | 1953-12-17 | Lorenz C Ag | Verfahren zum UEberziehen von fortlaufenden Draehten oder Baendern mittels Elektrophorese |
| GB655763A (en) * | 1943-01-15 | 1951-08-01 | Sprague Electric Co | Improvements in or relating to the electrophoretic coating of articles of electrically conducting material |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1286599B (de) * | 1964-07-07 | 1969-01-09 | Siemens Ag | Verfahren zum Herstellen von geformten elektrischen Bauteilen |
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