DE1015511B - Verfahren zum Umhuellen von Schaltelementen mit fuellstoffhaltigem Isolierstoff - Google Patents
Verfahren zum Umhuellen von Schaltelementen mit fuellstoffhaltigem IsolierstoffInfo
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- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
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- H01G2/12—Protection against corrosion
-
- H—ELECTRICITY
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Description
DEUTSCHES
Zum Schutz der Oberfläche von Widerständen, Kondensatoren, gepreßten Stromkreisen und anderen
Elementen von elektrischen Stromkreisen ist es bekannt, Anstriche und Lacke aus organischen Stoffen
zu verwenden. Die bekannten Isolierlacke und Isolieremails, welche gewöhnlich für diese Zwecke verwendet
werden, bestehen aus Lösungen oder Suspensionen in geeigneten Flüssigkeiten von organischen
Stoffen, wie Lacken, natürlichen oder Kunstharzen, Weichmachern, Klebstoffen, gegebenenfalls mit Zusätzen
von festen Stoffen in feinster Pulverform, die als »Füllmittel« bezeichnet werden.
Die als Füllmittel verwendeten Stoffe bestehen im allgemeinen aus Silizium, Kaolin, Marmor, verschiedenen
Oxyden und Silikaten, die in feinste Pulverform mit einer höchsten Korngröße von weit weniger
als 0,01 mm übergeführt sind.
Es ist ferner bekannt und offensichtlich, daß der Schutz durch den Anstrich oder Lack um so sicherer
und vollständiger ist, je dicker diese aufgetragenen Schichten sind.
In der praktischen Ausführung werden tatsächlich sehr oft zwei, drei und auch mehrere Lackschichten
nacheinander aufgetragen, um einen besseren Schutz zu erzielen.
Diese Art des Schutzes besitzt unter anderem den äußerst wichtigen Vorteil, daß sie leicht bei Gegenständen
angewendet werden kann, welche die verschiedensten Abmessungen und Formen aufweisen.
Viele Methoden zum Auftragen der Schichten, wie Eintauchen, Spritzen, Auftragen mit Pinsel u. ä., sind
bekannt.
In der nachfolgenden Beschreibung werden unter der Bezeichnung »Lack« alle jene flüssigen Stoffe verstanden,
die in Lösung oder Suspension Lacke, Harze, Gummi oder ähnliche Stoffe und im allgemeinen
natürliche oder künstliche anorganische Stoffe (z. B. Natriumsilicat), natürliche organische Stoffe (z.B.
Schellack) oder künstliche organische Stoffe (z. B. Phenolharze) in flüssigem Aggregatzustand enthalten,
die geeignet sind, mit oder ohne Wärmeeinwirkung zu erhärten und gegebenenfalls mit sehr feinen
Pulvern anorganischer Materialien, die das sogenannte »Füllmittel« bilden, vermischt sind.
Je nach den chemisch-physikalischen Eigenschaften, wie Dichte, Viskosität, Klebevermögen usw., des
Lackes ist die Stärke jeder einzelnen Schicht, die man gleichmäßig auf der Oberfläche der Gegenstände
auftragen kann, nach vollständigem Verdampfen der Flüssigkeiten im Mittel nicht größer als einige
zehntel Milimeter. Um dickere Schichten zu erzielen, muß man den flüssigen Lack mehrere Male auftragen,
wobei jede einzelne Schicht getrocknet oder gebrannt werden muß, was einen beträchtlichen Zeitverlust und
zum Umhüllen von Schaltelementen
mit füllstoffhaltigem Isolierstoff
mit füllstoffhaltigem Isolierstoff
Anmelder:
Giovanni Canegallo, Varese,
und S. E. C. I. Soc. Elettrotecnica
Chimica Italiana, Mailand (Italien)
Vertreter: Dipl,-Ing. Dr. jur. A. Welling
und Dipl.-Ing. L. Welling, Patentanwälte,
Köln-Marienburg, Germanicusstr. 2 a
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 15. Februar 1955
Italien vom 15. Februar 1955
Giovanni Canegallo, Varese (Italien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einen großen Arbeitsaufwand mit sich bringt. Wollte man zur Erzielung dicker Schichten Lacke verwenden,
die einen hohen Füllmittelanteil besitzen, d. h. welche einen hohen Prozentsatz mineralischer Pulver
aufweisen, dann wäre die Anbringung des Lackes am Gegenstand sehr schwierig, und nur äußerst schwer
könnte man regelmäßige Schichten gleichmäßiger Stärke und gleichmäßigen Aussehens erzielen.
Während des Trocknens und Brennens neigen diese Lacke stark zur Tropfenbildung und zum Ablösen
vom Gegenstand und blähen sich oft auf, wobei Risse gebildet werden.
Die Erfindung bezieht sich auf einfache und wirtschaftliche Art, Schutzschichten oder Schutzüberzüge
auf solchen elektrischen Schaltelementen anzubringen, die auch eine beträchtliche Starke besitzen können.
Bei diesem Verfahren zum Umhüllen von Schaltelementen mit füllstoffhaltigem Isolierstoff wird erfindungsgemäß
auf dem Schaltelement eine Schicht eines flüssigen erhärtbaren Isolierstoffes und vor dem
völligen Erhärten dieses Isolierstoffes eine Schicht eines festen, feinzerteilten Materials aufgetragen und
danach der flüssige Isolierstoff erhärtet. Das Auf-
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bringen des flüssigen Isolierstoffes erfolgt in bekannter Weise durch Aufspritzen oder Eintauchen, das
Aufbringen des körnigen festen Materials, indem man es auf die mit Lack bestrichene Oberfläche fallen
läßt oder aufspritzt oder indem man den angestrichenen Gegenstand darin eintaucht.
Das feinzerteilte Material, welches nachfolgend der Kürze halber einfach »Pulver« genannt wird, kann
verschiedene Körnchengröße besitzen, von einem sehr feinen Pulver bis zu groben Körner, je nach den Abmessungen
des zu überziehenden Gegenstandes, der Dicke der Schicht, die man erzielen will, und der
Natur des Lackes und Pulvers. Zufriedenstellende Ergebnisse wurden in der Praxis mit einem Pulver erzielt,
das einen wesentlichen Anteil an Körnchen auf- !5 weist, deren Größe zwischen 0,02 und 0,6 mm, insbesondere
zwischen 0,05 und 0,3 mm, liegt.
Kurz nach Aufbringung des Pulvers, d. h. nach einigen Sekunden bis einigen Minuten, je nach den
Eigenschaften des verwendeten Lackes und Pulvers, ao
kann der Gegenstand geschüttelt werden, oder es kann ein Luftstrom auf ihn gerichtet werden, um das überschüssige
Pulver, das durch den Lack nicht aufgenommen wurde und nicht fest an der mit Lack bestrichenen
Fläche haftet, zu entfernen.
Wenn man, wie oben beschrieben, verfährt, bleibt ein Teil des Pulvers an der vorher mit Lack bestrichenen
Oberfläche des Gegenstandes haften, und zwar infolge der Kapillarität und des Haftvermögens
des verwendeten Lackes.
Je nach den Eigenschaften des verwendeten Lackes und der in ihm enthaltenen Stoffe kann der Gegenstand
getrocknet oder gegebenenfalls gebrannt werden, um eine genügende Erhärtung des verwendeten
Lackes, Harzes oder Gummis zu erreichen, wobei sich die festen Körner des Pulvers beim Erhärten des
Materials fest untereinander und mit dem Gegenstand verbinden.
Die Stärke der so erhaltenen Schicht hängt von der Korngröße des Pulvers ab, d. h. von der Feinheit
und Kornzusammensetzung des Pulvers, sowie von der Menge und den Eigenschaften des verwendeten
Lackes.
In der Zeichnung sind schematisch im Schnitt und vergrößerten Maßstab einige beispielsweise Formen
gezeigt, die ein Belag annehmen kann, der nach dem Verfahren gemäß, der Erfindung ausgeführt wurde.
Fig. 1 zeigt einen rauhen Belag, der durch eine einmalige
Aufbringung von Pulver erhalten wurde,
Fig. 2 einen glatten Belag, ebenfalls durch einmalige
Aufbringung von Pulver erhalten, und
Fig. 3 einen glatten Belag, der durch zweimalige Aufbringung von Pulver erhalten wurde.
Auf den Köper 1 wird eine Lackschicht 2 angebracht, die nach einigen Minuten mit einem Pulver,
beispielsweise Siliciumpulver, bestreut wird, dessen Körner 3 beispielsweise in der Größenordnung von
0,02 bis 0,6 mm sind. Diese Körnchen werden vom Lack 2 festgehalten, der infolge Kapillarität zwischen
den Körnchen ansteigt und somit eine gewisse Menge Körnchen festhält. Mit einem Luftstrom bläst man
die zu schwach festgehaltenen Körnchen weg, während die anderen im Lack, der bereits leicht zu
trocknen angefangen hat, hängenbleiben. Die vollständige Trocknung wird sodann auf die übliche Art,
wie sie für die jeweilige Lacksorte am geeignetsten ist, durchgeführt. Das Trocknen vollzieht sich jedoch
in kürzerer Zeit, als für die gleiche Menge Lack auf derselben Fläche ohne Aufbringung von Pulver erforderlich
wäre, weil die auf die feuchte Lackschicht aufgestreuten Pulverkörnchen die Verdunstungsfläche
vergrößern.
Bei einem so hergestellten Belag, wie er schematisch in Fig. 1 gezeigt ist, sind nicht alle Pulverkörnchen
völlig im Lack versenkt und von ihm bedeckt, so daß die Fläche, ähnlich wie eine Fläche aus
Glaspapier, rauh erscheint. Unter diesen Umständen könnten sich die nicht fest im Lack versenkten
Pulverkörnchen bei Stoßen oder unter Reibung von der Fläche lösen. Außerdem setzt sich auf so einer
rauhen Fläche leicht Feuchtigkeit und Schmutz ab.
Um diesen bei elektrischen Apparaten und Einrichtungen nicht unbedeutenden Nachteil zu vermeiden,
kann oberhalb der Pulverkörner 3 eine weitere Lackschicht 4 aufgetragen werden, wie in Fig. 2 gezeigt
ist. Dieser Lack füllt dann die Zwischenräume zwischen den Körnchen aus, verbindet sich ganz oder
teilweise mit der Lackschicht 2 und überdeckt die Körnchen 3, so daß man eine im wesentlichen glatte
Oberfläche erhält. Die Lackschicht 4 kann vor oder auch nach der vollständigen Erhärtung der Schicht 2
aufgetragen werden. Die Lackschicht 4 kann sodann vollkommen getrocknet werden, oder aber man kann,
wenn sie noch feucht oder nur teilweise getrocknet ist, eine weitere Pulverschicht 5 aufbringen, deren
Natur und Größe gleich oder verschieden von jener der Körnchen 3 sein kann. Darüber kann schließlich,
wie Fig. 3 zeigt, eine dritte Lackschicht 6 angebracht werden. Will man sehr dicke Schichten erzielen, läßt
sich natürlich die Anbringung aufeinanderfolgender Lack- und Pulverschichten wiederholen.
Die zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung zu verwendenden Pulver können aus beliebigen
Materialien bestehen, sowohl einzelnen oder gemischt, wie z. B. Silicium, Marmor, Flußsand oder
Meersand, Glimmer, Asbest, Glas oder ähnlichen Stoffen. Wenn man Schutzschichten oder Hüllen
herstellen will, die eine gute Wärme- oder Elektrizitätsleitfähigkeit besitzen, so können reine oder
legierte Metalle in Pulver- oder Körnerform verwendet werden. Auf diese Weise ist es möglich, einfach
und wirtschaftlich Hüllen für elektrostatische und magnetische Abschirmungen von elektrischen Apparaten
herzustellen, zu welchem Zweck man Pulver oder Körnermassen geeigneter Metalle, wie Kupfer,
Aluminium, reines oder legiertes Eisen oder ähnliche Stoffe, verwenden muß. In diesem Fall kann eine
leitende Schicht, die beispielsweise einen Widerstand in der Größenordnung von 1000 bis 2000 0hm besitzt,
auf einer Zylinderfläche von 6 mm Durchmesser und 30 mm Länge durch Verwendung eines Rohaluminiumpulvers,
dessen Körner etwa 0,1 mm groß sind, erreicht werden.
Wenn man hingegen Holz- oder Korkpulver oder Pulver aus ähnlichen Stoffen verwendet, so erhält
man Hüllen mit geringer Wärmeleitfähigkeit und hohem akustischem Aufnahmevermögen.
Claims (6)
1. Verfahren zum Umhüllen von Schaltelementen mit füllstoffhaltigem Isolierstoff, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem Schaltelement eine Schicht eines flüssigen, erhärtbaren Isolierstoffes
und vor dem völligen Erhärten dieses Isolierstoffes eine Schicht eines festen, feinzerteilten
Materials aufgetragen und danach der flüssige Isolierstoff erhärtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man über der Schicht des festen,
feinzerteilten Materials eine zweite Schicht flüssit-
gen, erhärtbaren Isolierstoffes aufträgt, die sodann erhärtet wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander abwechselnd
mehrere Schichten flüssigen, erhärtbaren Isolierstoffes und festen, feinzerteilten Materials
aufgetragen werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das feste, feinzerteilte
Material ein mineralisches Isoliermaterial ist.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das feste, feinzerteilte
Material ein elektrisch leitfähiges Material ist.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadnrch gekennzeichnet, daß das feste, feinzerteilte
Material im wesentlichen Körnchen aufweist, die in der Größenordnung von 0,02 bis 0,6 mm liegen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 863 224.
Deutsche Patentschrift Nr. 863 224.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT1015511X | 1955-02-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1015511B true DE1015511B (de) | 1957-09-12 |
Family
ID=11429138
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC11444A Pending DE1015511B (de) | 1955-02-15 | 1955-06-24 | Verfahren zum Umhuellen von Schaltelementen mit fuellstoffhaltigem Isolierstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1015511B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE863224C (de) * | 1950-03-19 | 1953-01-15 | Siemens Ag | Elektrischer Leiter mit Isolation hoher Waermebestaendigkeit und -ableitfaehigkeit |
-
1955
- 1955-06-24 DE DEC11444A patent/DE1015511B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE863224C (de) * | 1950-03-19 | 1953-01-15 | Siemens Ag | Elektrischer Leiter mit Isolation hoher Waermebestaendigkeit und -ableitfaehigkeit |
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