DE10115396A1 - Kraftstoffeinspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoffeinspritzvorrichtung für BrennkraftmaschinenInfo
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Abstract
Bei einer Kraftstoffeinspritzvorrichtung (1) für Brennkraftmaschinen mit jeweils einem in einer Zufuhrleitung (5) des Kraftstoffs vorgesehenen Einspritzventil (6) für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine und mit einem den Öffnungshub des Ventilglieds (11) des Einspritzventils (6) begrenzenden hydraulischen Hubanschlag (19), der als hydraulischer Dämpfungsraum (21) ausgebildet ist und ein hydraulisch steuerbares Hubsteuerventil (24) aufweist, welches in Abhängigkeit des in seiner Steuerleitung (25) herrschenden Drucks die Verbindung des Dämpfungsraums (21) zur Leckölseite (3) sperrt, sind die Steuerleitungen (25) der einzelnen Hubsteuerventile (24) über eine Steuerventileinheit entweder mit einem Niederdruckspeicher (26) oder mit einer Leckölseite (3) verbindbar.
Description
Die Erfindung geht von einer Kraftstoffeinspritzvorrich
tung nach der Gattung des Patentanspruchs 1 aus. Eine sol
che aus der DE 197 39 905 A1 bekannte Kraftstoffeinspritz
vorrichtung umfaßt ein Einspritzventil mit einem nach außen
aus einer Bohrung des Ventilkörpers austauchenden Ven
tilglied. An dem Ventilglied sind zwei axial übereinander
liegende Reihen von Spritzlöchern vorgesehen, die beim
nach außen gerichteten Öffnungshub des Ventilglieds nach
einander aufsteuerbar sind. Das Einspritzventil weist ei
nen den Öffnungshub des Ventilglieds begrenzenden zweistu
figen hydraulischen Hubanschlag auf, der als hydraulischer
Dämpfungsraum mit zusteuerbarer Entlastung ausgebildet
ist. Bei der Öffnungshubbewegung wird der Kraftstoff im
Dämpfungsraum durch zwei Anschliffe am Ventilglied und
über jeweils den Anschliffen zugeordnete Entlastungslei
tungen in einen Niederdruckraum gepreßt. Die Dichtkante
des ersten Anschliffs ist dabei brennraumnäher als die des
zweiten Anschliffs ausgebildet, so daß die Dichtkante des
ersten Anschliffs in die Bohrung eintaucht, sobald eine
Einspritzöftnungsreihe aus der Bohrung des Ventilglieds
ausgetaucht ist. In der weiteren Huböffnungsphase wird der
Kraftstoff im Dämpfungsraum ausschließlich über den zwei
ten Anschliff und dessen Entlastungsleitung geleitet. In
der Entlastungsleitung des zweiten Anschliffs ist ein hy
draulisch gesteuertes Entlastungsventil angeordnet, das
erst dann öffnet, wenn der im Dämpfungsraum herrschende
Druck die Schließkraft der auf das Ventilglied des Entla
stungsventils wirkenden Schließfeder überschreitet. Die
Schließfeder ist an der einen Stirnfläche eines axial ver
schiebbaren Kolbens abgestützt, dessen andere abgewandte
Stirnseite einen hydraulischen Arbeitsraum begrenzt. Indem
der Arbeitsraum über eine Steuerleitung mit einer unter
Druck stehenden Hydraulikflüssigkeit aus einem Hydraulik
system beaufschlagt wird, läßt sich der Kolben und damit
die Schließkraft der Schließfeder in Abhängigkeit vom Be
triebskennfeld der Brennkraftmaschine verstellen. Über den
Steuerdruck läßt sich somit steuern, wie weit das Ventil
glied bei der Öffnungshubbewegung aus der Bohrung aus
taucht und ob nur eine oder beide Einspritzöffnungsreihen
freigegeben werden.
Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzvorrichtung für
Brennkraftmaschinen mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Patentanspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß die
hydraulische Betätigung der Hubsteuerventile mit Nieder
druck und mit Hilfe eines einzigen weiteren Steuerventils
erfolgt, das über einen Aktor schaltbar ist und den Druck
in der Steuerleitung zum Hubsteuerventil beeinflussen
kann. Die Verwendung von Niederdruck als Steuergröße hat
große Vorteile und reduziert die Absteuerverluste des Ge
samtsystems bzw. führt zu einer Verbesserung des System
wirkungsgrads. Wird der Niederdruck aus der Absteuermenge
der die Kraftstoffzumessung der Einspritzventile steuern
den Zumeßventile entnommen, so ergibt sich eine weitere
Verbesserung des Gesamtwirkungsgrads.
Der gesamte Steuermengenbedarf kann aus der Absteuerung
(Druckentlastung) der Einspritzventile gedeckt werden.
Dies ist aus energetischer Sicht wesentlich günstiger als
die Verwendung eines Vorförderdruckniveaus zur Betätigung
der Hubsteuerventile. Auf eine separate druckgeregelte
Vorförderpumpe kann verzichtet werden.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Ge
genstands der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung
und den Ansprüchen entnehmbar.
Zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Kraft
stoffeinspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen sind in
der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Kraftstoff
einspritzvorrichtung in einer schematischen Ge
samtdarstellung; und
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Kraftstoff
einspritzvorrichtung analog zur Darstellung in
Fig. 1.
Das in Fig. 1 insgesamt mit 1 bezeichnete erste Ausfüh
rungsbeispiel einer Kraftstoffeinspritzvorrichtung für
Brennkraftmaschinen weist eine Kraftstoffhochdruckpumpe 2
auf, die saugseitig mit einem Kraftstofftank 3 und druck
seitig mit einem Hochdruckspeicher (Common Rail) 4 verbun
den ist. Von diesem Hochdruckspeicher 4 wird der unter
Hochdruck stehende Kraftstoff über Zufuhrleitungen 5 zu
den einzelnen, in den Brennraum der zu versorgenden Brenn
kraftmaschine ragenden druckgesteuerten Einspritzventile
(Injektoren) 6 abgeführt, von denen in Fig. 1 nur eines
gezeigt ist. Zur Steuerung des Einspritzvorganges ist jedem
Einspritzventil 6 jeweils ein elektrisch betätigbares
Zumeßventil 7 in Form z. B. eines 3/2-Wege-Ventils zugeord
net. Der Druck im Hochdruckspeicher 4 wird mittels eines
2/2-Wege-Magnetventils 8 gesteuert, über das der Hoch
druckspeicher 4 mit dem Kraftstofftank 3, d. h. mit der
Leckölseite verbindbar ist.
Das als A-Düse ausgebildete Einspritzventil 6 umfaßt ein
gegen die Wirkung einer Schließfeder 9 nach außen aus ei
ner Führungsbohrung 10 des Ventilgehäuses austauchendes
kolbenförmiges Ventilglied 11. Am Ventilglied 11 sind zwei
axial übereinander liegende Reihen von Spritzlöchern 12,
13 vorgesehen, die beim nach außen gerichteten Öffnungshub
des Ventilglieds 11 nacheinander aufsteuerbar sind. Über
Längskanäle 14 im Ventilglied 11 sind die Spritzlöcher 12,
13 mit einem ringförmigen Druckraum 15 verbunden, in den
die Zufuhrleitung 5 im Einspritzventil 6 mündet. Im Be
reich des Druckraums 15 hat das Ventilglied 11 eine Druck
schulter 16, an welcher der über die Zufuhrleitung 5 zuge
führte Kraftstoff im Öffnungssinn (d. h. nach außen) am
Ventilglied 11 angreift. Das Ventilglied 11 ist am einen
Ende eines Schafts 17 vorgesehen, der an seinem anderen
Ende einen Federteller 18 trägt, an welchem die anderen
ends am Ventilgehäuse abgestützte Schließfeder 9 angreift.
Der vom Ventilglied 11 beim Öffnen durchgeführte Hub wird
durch einen hydraulischen Hubanschlag 19 gesteuert. Der
dazu am Schaft 17 vorgesehene Kolben 20 begrenzt mit sei
ner einen Stirnseite einen Dämpfungsraum 21 mit zwei axial
zueinander versetzten Entlastungskanälen 22, 23, die beim
Öffnungshub des Ventilglieds 11 nacheinander verschlossen
werden. Über den ersten Entlastungskanal 22 ist der Dämp
fungsraum 21 mit dem Kraftstofftank 3, d. h. mit der Leckölseite,
und über den zweiten Entlastungskanal 23 mit ei
nem hydraulisch steuerbaren, federbelasteten Hubsteuerven
til 24 (3/2-Wege-Ventil) verbunden, welches in Abhängig
keit des in seiner Steuerleitung 25 herrschenden Drucks
den Dämpfungsraum 21 mit dem Kraftstofftank 3, d. h. mit
der Leckölseite, oder mit einem Druckspeicher 26 verbin
det. Die Steuerleitungen 25 der Hubsteuerventile 24 sind
über ein 3/2-Wege-Steuerventil 27 entweder mit dem Druck
speicher 26 oder mit dem Kraftstofftank 3, d. h. mit der
Leckölseite verbindbar. Das Steuerventil 27 kann über ei
nen Aktor betätigt werden, um die Hubsteuerventile 24 al
ler Einspritzventile 6 gleichzeitig umzuschalten. Über das
Zumeßventil 7 und ein dazwischen vorgesehenes federbela
stetes Gleichdruck- bzw. Druckregelventil 28 (z. B. auf
60 bar eingestellt) läßt sich der Druckspeicher 26 mit
Kraftstoff aus dem Druckraum 15 füllen, wobei der Druck
speicher 26 über ein weiteres federbelastetes Gleichdruck-
bzw. Druckregelventil 29 (auf z. B. 10 bar eingestellt) mit
dem Kraftstofftank 3, d. h. mit der Leckölseite verbunden
ist. Mit Hilfe des Druckregelventils 28 wird im Lecköl
rücklauf des Zumeßventils 7 ein Standdruck von 60 bar und
anschließend durch das Druckregelventil 29 im Druckspei
cher 26 ein zweites tieferes Druckniveau von 10 bar er
zeugt, welches für die Niederdrucksteuerung der Hubsteuer
ventile 24 herangezogen wird. Der gesamte Steuermengenbe
darf kann aus der Absteuerung (Druckentlastung) der Ein
spritzventile 6 gedeckt werden.
Die Kraftstoffeinspritzung, d. h. der Öffnungshub des Ven
tilglieds 11, wird durch Bestromen des Zumeßventils 7 ein
geleitet.
Bei unbestromtem 3/2-Wege-Steuerventil 27 herrscht in der
Steuerleitung 25 der Steuerdruck des Druckspeichers 26, so
daß das Hubsteuerventil 24 mit Hilfe dieses Steuerdruckes
entgegen der Federkraft geschaltet wird und, wie in Fig. 1
gezeigt, den Dämpfungsraum 21 mit dem Kraftstofftank 3
verbindet. Dann strömt beim Öffnen des Ventilglieds 11 der
durch den Kolben 20 aus dem Dämpfungsraum 21 verdrängte
Kraftstoff über den zweiten Entlastungskanal 23 ab, so daß
eine Hubbegrenzung nicht stattfindet. Erst wenn der Kolben
20 bei seiner Hubbewegung den zweiten Entlastungskanal 23
mit seiner Steuerkante 30 verschließt, wird der im Dämp
fungsraum 21 befindliche Kraftstoff durch den Kolben 20
komprimiert und dadurch der Öffnungshub des Ventilglieds
11 hydraulisch begrenzt. Bei diesem Maximalhub des Ventil
glieds 11 von 100% sind beide Spritzlochreihen 12, 13
freigegeben.
Hingegen ist bei geöffnetem, d. h. bestromtem 3/2-Wege-
Steuerventil 27 die Steuerleitung 25 mit dem Kraftstoff
tank 3 verbunden und damit entlastet, so daß das Hubsteu
erventil 24 nunmehr den Dämpfungsraum 21 mit dem Druck
speicher 26 verbindet. Der Druckspeicher 26 hat ein sehr
geringes Volumen, um einen präzisen Hubanschlag zu gewähr
leisten, ist aber so groß, daß es nicht zu Schwingungen
des Ventilglieds 11 kommt. Wenn beim Öffnen des Ventil
glieds 11 der Kolben 20 mit seiner Steuerkante 30 den er
sten Entlastungskanal 22 verschließt, wird der im Dämp
fungsraum 21 befindliche Kraftstoff durch den Kolben 20
komprimiert. Dadurch wird der Öffnungshub des Ventilglieds
11 hydraulisch auf einen Teilhub von z. B. 50% begrenzt,
bei dem nur die unteren Spritzlöcher 12 für eine Einsprit
zung freigegeben werden.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Kraftstoffeinspritzvorrichtung
31 ist die Steuerleitung 25 der Hubsteuerventile 24 über
ein 2/2-Wege-Steuerventil 32 mit dem Kraftstofftank 3 ver
bindbar und über eine Drossel 33 mit dem Druckspeicher 26
verbunden.
Bei geschlossenem, d. h. unbestromtem 2/2-Wege-Steuerventil
32 herrscht in der Steuerleitung 25 der Steuerdruck des
Druckspeichers 26, so daß das Hubsteuerventil 24 entgegen
der Federkraft geschaltet wird, wie in Fig. 2 gezeigt ist.
Hingegen wird bei geöffnetem, d. h. bestromtem 2/2-Wege-
Steuerventil 32 permanent Kraftstoff aus dem Druckspeicher
26 über die Drossel 33 in den Kraftstofftank 3 gefördert,
so daß die Steuerleitung 25 entlastet ist und das Hubsteu
erventil 24 durch die Federkraft in seine andere Stellung
geschaltet wird.
Claims (9)
1. Kraftstoffeinspritzvorrichtung (1; 31) für Brenn
kraftmaschinen, mit jeweils einem in einer Zufuhrlei
tung (5) des Kraftstoffs vorgesehenen Einspritzventil
(6) für jeden Zylinder der Brennkraftmaschine und mit
einem den Öffnungshub des Ventilglieds (11) des Ein
spritzventils (6) begrenzenden hydraulischen Huban
schlag (19), der als hydraulischer Dämpfungsraum (21)
ausgebildet ist und ein hydraulisch steuerbares Hub
steuerventil (24) aufweist, welches in Abhängigkeit
des in seiner Steuerleitung (25) herrschenden Drucks
die Verbindung des Dämpfungsraums (21) zur Leckölsei
te (3) sperrt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerleitungen (25) der einzelnen Hubsteuer
ventile (24) über eine Steuerventileinheit entweder
mit einem Niederdruckspeicher (26) oder mit der Leck
ölseite (3) verbindbar sind.
2. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die Steuerventileinheit
durch ein 3/2-Wege-Steuerventil (27) gebildet ist,
das die Steuerleitungen (25) der einzelnen Hubsteuer
ventile (24) entweder mit dem Niederdruckspeicher
(26) oder der Leckölseite (3) verbindet.
3. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die Steuerventileinheit
durch ein 2/2-Wege-Steuerventil (32), mittels dem die
Steuerleitungen (25) der einzelnen Hubsteuerventile
(24) mit der Leckölseite (3) verbindbar sind, und
durch eine Drosssel (33), mittels der die Steuerlei
tungen (25) der einzelnen Hubsteuerventile (24) mit
dem Niederdruckspeicher (26) verbunden sind, gebildet
ist.
4. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Niederdruckspeicher (26) mit dem Druckraum (15) der
einzelnen Einspritzventile (6) jeweils über eine Ven
tileinheit verbunden ist.
5. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 4, da
durch gekennzeichnet, daß die Ventileinheit durch das
die Kraftstoffzumessung eines Einspritzventils (6)
steuernde Zumeßventils (7) gebildet ist, das den
Druckraum (15) des Einspritzventils (6) entweder mit
dem einzuspritzenden Kraftstoff und oder mit dem Nie
derdruckspeicher (26) verbindet.
6. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 4 oder
5, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederdruckspei
cher (26) über ein erstes Druckregelventil (28) mit
der Ventileinheit verbunden ist.
7. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach einem der Ansprü
che 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck
speicher (26) über ein zweites Druckregelventil (29)
mit der Leckölseite (3) verbunden ist.
8. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerventileinheit elektrisch betätigbar ist.
9. Kraftstoffeinspritzvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
hydraulisch gesteuerten Hubsteuerventile (24) der
einzelnen Einspritzventile (6) jeweils durch ein 3/2-
Wege-Ventil gebildet sind, das den Dämpfungsraum (21)
des jeweiligen Einspritzventils (6) entweder mit der
Leckölseite (3) oder mit einem Druckbehälter, insbe
sondere mit dem Niederdruckspeicher (26) verbindet.
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|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |