DE10115912A1 - Verfahren zur Herstellung einer Halbleiteranordnung und Verwendung einer Ionenstrahlanlage zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Halbleiteranordnung und Verwendung einer Ionenstrahlanlage zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Bekannt ist ein Lithographisches Verfahren zum Entfernen einer dünnen Maskenschicht, insbesondere eines Si¶3¶N¶4¶-Liners (15), auf einer Seite einer Vertiefung (9) in einer Halbleiteranordnung. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass ein Ionenstrahl (S) unter einem Winkel (alpha) schräg auf die Vertiefung (9) gerichtet wird, wodurch in den bestrahlten Bereichen die dünne Maskenschicht (15) entfernt wird.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere ein Verfahren
zur Herstellung einer Halbleiteranordnung nach dem Ober
begriff des Patentanspruches 1.
Bekannt sind gemäß dem Stand der Technik aus D. Widmann, H.
Mader, H. Friedrich: Technologie hochintegrierter Schal
tungen. - 2. Auflage - Springer, 1996. u. a. Halbleiteranord
nungen für DRAMs in Sub-µ Technologie mit Deep Trench-(DT)
Kondensator und Auswahltransistor. Um den DT-Kondensator an
den Auswahltransistor anschließen zu können, muss der DT-Kon
densator mit dem Substrat leitend verbunden werden. Dieser
Kontakt bzw. diese Verbindung (buried strap oder Buried-Kon
takt) darf jedoch lediglich auf der dem zugehörigen Auswahl
transistor zugewandten Seite unterhalb der Mono-Si-Oberfläche
bestehen. Daher muss auf dieser Seite die Isolierung zwischen
dem DT-Kondensator und dem Auswahltransistor bzw. dem Sub
strat entfernt werden und durch ein leitendes Material er
setzt werden. Auf der anderen Seite des DT-Kondensators darf
hingegen keine leitende Verbindung entstehen. Möglich ist
auch umgekehrt, eine vorhandene leitende Verbindung zwischen
dem DT-Kondensator und dem Substrat auf einer der beiden
Seiten zu entfernen und dadurch den buried strap zu reali
sieren. Grundsätzlich muss also eine unterschiedliche Behand
lung beider Seiten des DT-Kondensators durchgeführt werden.
Dieses Problem wird gemäß dem Stand der Technik über ein
Lithografie-Verfahren gelöst, bei dem nur eine Seite des DT-
Kondensators bedeckt ist, wobei durch einen anschließenden
Ätzvorgang der buried strap auf den nicht abgedeckten Gebie
ten entfernt wird (Widmann, Mader: S. 339; Schritt 11).
Weiterhin ist es aus D. Widmann et. al. bekannt, bei der
Strukturerzeugung in Gräben auch vertikale Oberflächen auszu
nutzen, beispielsweise durch Prozessschritte wie definierte
Rückätzung und Schrägimplantation (Widmann, Mader: S. 82, 178,
282). Bekannt ist beispielsweise eine Schrägimplantation
unter einem Bestrahlungswinkel von etwa 45° durch einen
Spacer hindurch zur Erzeugung kurzer LDD (Lightly Doped
Drain)-Dotierprofile.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und
eine Vorrichtung bereitzustellen zum Entfernen einer dünnen
Schicht an lediglich einer Seite eines Grabens oder eines
Kontaktloches der Halbleiteranordnung.
Erfindungsgemäß ist dies bei einem Verfahren mit den Merk
malen des Patentanspruches 1 erreicht. Durch den unter dem
Strahlungswinkel α schräg auf die Waferoberfläche gerichte
ten Ionenstrahl wird die Geometrie des Loches bzw. der Ver
tiefung genutzt. Da der unerwünschte Ionenangriff auf einer
Seitenwandfläche durch den Abschattungseffekt in der Ver
tiefung vermieden wird, kann in einem Verfahrensschritt über
die gesamte Fläche des Wafers reproduzierbar und ausreichend
genau die besagte Schicht einseitig entfernt werden. Im
Gegensatz zu den bekannten lithographischen Verfahren ist das
erfindungsgemäße Verfahren jedoch nicht abhängig von der ge
nauen relativen Zueinanderpositionierung bzw. dem Alignment
zweier Lithographieebenen, was zudem bei kleineren Struktur
größen immer aufwendiger wird. Das erfindungsgemäße Verfahren
ist vielmehr selbstjustierend und unabhängig von litho
graphischen Justiergenauigkeiten. Entsprechendes gilt für die
Verwendung einer Ionenstrahlanlage zur Durchführung des Ver
fahrens und eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herge
stellte Halbleiteranordnung.
Wenn alle Vertiefungen der Halbleiteranordnung auf einem
Wafer, in denen buried straps realisiert werden sollen, eine
einheitliche Geometrie aufweisen, kann erfindungsgemäß auf
einfache Weise reproduzierbar und genau der Liner einseitig
in der Vertiefung entfernt werden und nachfolgend der buried
strap erzeugt werden.
Vorteilhafter Weise wird der Ionenstrahl durch eine relativ
verschwenkbare RIBE (Reactive Ion Beam Etching)-Quelle er
zeugt. Dadurch ist eine kontrollierte selektive Ätzung des
Liners bei guter Ätzrate sichergestellt.
In weiteren abhängigen Ansprüchen finden sich weitere vor
teilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Nachfolgend sind drei Ausführungsbeispiele des erfindungs
gemäßen Verfahrens und die dabei erforderliche Vorrichtung
beschrieben; es zeigen:
Fig. 1a-f die Formierung eines einseitigen buried straps mit
tels gerichteten Ionenstrahls gemäß dem ersten Aus
führungsbeispiel in einer Schnittdarstellung, sowie
Fig. 2a-f die Formierung eines einseitigen buried straps mit
tels gerichteten Ionenstrahls gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel in einer Schnittdarstellung,
Fig. 3a, b in einer Draufsicht in vergrößertem Maßstab den be
strahlte Lochboden gemäß dem zweiten Ausführungs
beispiel, sowie
Fig. 4a-g die Formierung eines einseitigen buried straps mit
tels gerichteten Ionenstrahls gemäß dem dritten
Ausführungsbeispiel in einer Schnittdarstellung,
sowie
Fig. 5 eine stark vereinfachte Prinzipdarstellung der
erfindungsgemäß verwendeten Vorrichtung.
In Fig. 1a ist ein Ausschnitt einer DRAM-Speicherzelle einer
auf einem Wafer angeordneten Halbleiterschaltung gezeigt, die
alle Verfahrensschritte vor dem Beginn der erfindungsgemäßen
Verfahrensschritte gesehen hat (Widmann, Mader: S. 338;
Schritt 9). Dabei ist in Fig. 1a-f aus Vereinfachungsgründen
lediglich ein DT-Kondensator 1 und der unmittelbar angren
zende Bereich eines dazugehörigen Auswahltransistors 3 darge
stellt. Der DT-Kondensator 1 besteht aus einem Poly-Si-Kern
5, der von einem Collar-Oxid 7 umgeben ist, und ist im Boden
bereich eines Loches 9 bzw. eines Grabens mit ellipsenförmi
ger Grundfläche angeordnet. Das Loch 9 ist in einem Si-Sub
strat 11 angeordnet, das von einer etwa 0,2 µm starken Si3N4-
Maske 13 bedeckt ist. Dabei beträgt der Abstand der Oberseite
der Si3N4-Maske 13 zur Oberseite des Poly-Si 5 des DT-Konden
sators 1 etwa 0,3-0,4 µm und die kurze bzw. die lange Seite
der Ellipse betragen 0,2 bzw. 0,4 µm. Durch einen nass
chemischen isotropen Ätzvorgang wurde, wie in Fig. 1a ge
zeigt, das Collar-Oxid 7 gegenüber der Oberseite des Poly-Si
5 etwas zurückgezogen (Pfeil in Fig. 1a).
Gemäß Fig. 1b erfolgt eine konforme Abscheidung einer
Barriereschicht, die als Maske für die nachfolgenden Trocken-
oder Nassätzungen geeignet ist, in Form eines Si3N4-Liners 15
mit einer Stärke von etwa 5-10 nm. Der Liner 15 bedeckt ins
besondere auch umfangsseitig die Seitenwand des DT-Konden
sators 1 und den Boden des Loches 9 bzw. die Oberseiten des
Poly-Si-Kerns 5 und des Collar-Oxids 7 (Fig. 1b). Vorteilhaft
an der Materialwahl des Liners 15 ist, dass bei Si3N4 sowohl
Si als auch SiO2 selektiv geätzt werden können. Die Stärke
des Liners 15 ist mit etwa 5-10 nm so bemessen, dass einer
seits durch die nachfolgende Ionenbestrahlung der Liner 15 in
den bestrahlten Bereichen noch sicher vollständig entfernt
werden kann, und dass andererseits der Liner in den nicht be
strahlten und damit in den nicht entfernten Bereichen als
Maske für die dann anschließende Rückätzung des Collar-Oxids
ausreichend stark ausgebildet ist.
Durch die Verwendung eines gerichteten Ionenstrahls S. der
unter einem Bestrahlungswinkel α in Abweichung zur Normalen
(unterbrochene Linie) auf die Scheibe bzw. den Wafer gerich
tet wird, wird in dem Loch 9 eine Seite des DT-Kondensators 1
einem deutlich stärkeren Ätz- bzw. Sputterangriff ausgesetzt
als die Seite, die sich im gegenüberliegenden Strahlungs
schatten befindet. Dadurch wird einseitig die dünne Si3N4-
Barriereschicht 15 von der Seitenwand und dem Lochboden
(Bereich A; vgl. Fig. 3a) entfernt. Alle unter der dicken
Si3N4-Maske 13 gegebenenfalls befindlichen Halbleiterstruk
turen sind dabei durch die Maske 13 vor der Ionenstrahlung
geschützt. Im nicht bestrahlten und deshalb nicht entfernten
Bereich stellt der Si3N4-Liner 15, wie nachfolgend beschrie
ben ist, für die anschließende Entfernung des Collar-Oxids 7
eine Maske dar, so dass ein buried strap 17 nur an den Stel
len entstehen kann, an denen vorher der Liner 15 entfernt
worden ist. Gemäß Fig. 1c ist der Bestrahlungswinkel cc so
gewählt, dass der Liner 15 bis zur Hälfte der Breite b des
Loches 9 im Bereich A entfernt wird. Um eine nachteilig zu
geringe oder zu umfangreiche Entfernung des Si3N4-Liners 15
vermeiden zu können, wird der Bestrahlungswinkel α deshalb
bevorzugt so eingestellt, dass der Ionenstrahl S etwa auf ¾
der Lochbreite b abgeschirmt ist. Dadurch ist sichergestellt,
dass trotz Fertigungsschwankungen und Einstell-Ungenauigkei
ten weder zu wenig noch zu viel Si3N4-Liner 15 im Boden
bereich des Loches 9 entfernt wird (Fig. 1c, vgl. Fig. 3a).
Im folgenden Verfahrensschritt wird gemäß Fig. 1d mit einer
hochselektiven anisotropen Ätzung (Pfeil) - mit anschließen
dem isotropem Overetch zur Entfernung von Resten - an der
Seite des DT-Kondensators 1 das Collar-Oxid 7 rückgeätzt, an
der zuvor der Si3N4-Liner 15 durch die Ionenbestrahlung ent
fernt worden ist. Bei nicht ausreichender Selektivität dieser
anisotropen Ätzung kann auch mit dem Liner 15 ein unterer
Liner geöffnet werden, der dann wieder als Maske für den fol
genden Ätzschritt dient (nicht gezeigt).
Im nächsten Verfahrensschritt wird gemäß Fig. 1e eine Poly-
Si-Schicht 19 konform abgeschieden (Fig. 1e) und somit die
leitende Verbindung zwischen dem Poly-Si-Kern 5 des DT-Kon
densators 1 und dem Auswahltransistor 3 bzw. dem Si-Substrat
11 einseitig hergestellt (Fig. 1e).
Zur Herstellung des buried straps 17 erfolgt anschließend
eine isotrope Rückätzung der Poly-Si-Schicht 19 (Fig. 1f). In
der Öffnung, die durch die Collar-Oxid-Rückätzung gemäß Fig.
1d entstanden ist, verbleibt ausreichend Poly-Si, das den
buried strap 17 bildet (Fig. 1f). Anschließend erfolgen nach
der Entfernung des einseitig noch vorhandenen Si3N4-Liners 15
die weiteren zur Herstellung der gewünschten DRAM-Anordnung
unterhalb der Si3N4-Maske 13 erforderlichen Prozessschritte.
Um bei der Herstellung der buried straps mit einem Ionen
bestrahlungsschritt unter einem definierten Bestrahlungs
winkel α bei der Entfernung des Si3N4-Liners 15 entsprechend
Fig. 1c auskommen zu können, ist es erforderlich, dass in
allen Löchern 9 der Halbleiterschaltung die buried layers 17
jeweils auf einer Seite des Loches 9 angeordnet sind. Dies
ist beim Design der einzelnen DRAM-Zellen entsprechend zu
berücksichtigen. Weiterhin ist das erfindungsgemäße Verfahren
dann besonders effektiv, wenn auf dem Wafer lediglich Ver
tiefungen bzw. Löcher mit einer Einheitsgeometrie verwendet
werden.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel des Verfahrens wird mit
einer nasschemischen Entfernung des Collar-Oxids gearbeitet.
Aus Vereinfachungsgründen werden bei der Beschreibung des
Verfahrens gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiels die Bezugs
zeichen des ersten Ausführungsbeispiels beibehalten. Der
grundsätzliche Vorteil des zweiten Verfahrens besteht darin,
dass auf den Schritt der nasschemischen Ätzung gemäß Fig. 1a
verzichtet werden kann und damit deshalb auch besonders enge
und/oder tiefe Löcher geeignet mit buried straps versehen
werden können.
In Fig. 2a ist ein Ausschnitt einer DRAM-Speicherzelle eines
Wafers entsprechend Fig. 1a gezeigt, der alle Verfahrens
schritte vor dem Beginn der erfindungsgemäßen Verfahrens
schritte gesehen hat (Widmann, Mader: S. 338; Schritt 8). Die
Tiefe des Loches 9 beträgt in deutlicher Abweichung zu Fig.
1a dabei bei vergleichbarer Lochgrundfläche etwa 1 µm. Die
nasschemische Rückätzung des Collar-Oxids 7 ist im Unter
schied zum ersten Ausführungsbeispiel nicht erfolgt.
Im ersten Verfahrensschritt wird ein Si3N4-Liner 15 konform
abgeschieden. Der Liner 15 dient als Maske für die folgenden
Trocken- oder Nassätzungen und ist ebenfalls etwa 5-10 nm
stark. Der Si3N4-Liner 15 bedeckt insbesondere auch umfangs
seitig die Seitenwand des DT-Kondensators 1 bzw. des Collar-
Oxids 7 und den Boden des Loches 9 bzw. die Oberseite des
Poly-Si-Kerns 5 (Fig. 2b).
Anschließend wird der Liner 15 wird über einen gerichteten
Ionenstrahl S an einer Seite bzw. auf einem Teil der Poly-Si-
Oberfläche 5 entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel ent
fernt (Fig. 2c). Dabei einzuhaltende Grenzen des räumlichen
Umfangs der Entfernung des Liners 15 durch die Ionenbestrah
lung sind in Fig. 2c1 sowie 2c2 ausschnittsweise dargestellt.
Gemäß Fig. 2c1 bleibt der Si3N4-Liner 15 höchstens bis zu ei
ner Höhe der Breite des Collar-Oxids 7 (entspricht dem
lateralen Abstand zwischen dem Si-Substrat 11 und dem Poly-
Si-Kern 5) stehen, um für die anschließenden Ätzprozesse noch
geeignet ausgebildet zu sein. Der andere Grenzzustand der
Entfernung des Liners 15 ergibt sich dadurch, dass prozess
technisch sichergestellt sein muss, dass der buried strap 17
zuverlässig nur auf einer Seite des DT-Kondensators 1 ausge
bildet wird (vgl. Fig. 3a, b).
Dann kann im folgenden Verfahrensschritt mit einer selektiven
isotropen Ätzung das Collar-Oxid 7 rückgeätzt werden (Pfeil),
so dass an der zuvor bestrahlten Seitenwand das Collar-Oxid 7
im Bereich oberhalb des Lochbodens vollständig entfernt wird
(Fig. 2d).
An dieser Seitenwand wird anschließend das Collar-Oxid 7 über
eine anisotrope Rückätzung ausreichend zurückgezogen (Pfeil).
Nachfolgend können durch einen weiteren isotropen Ätzschritt
zudem unerwünschte Oxid-Reste entfernt werden (Fig. 2e).
Durch die Abscheidung einer konformen Poly-Si-Schicht 19
(unterbrochene Linie in Fig. 2f) und eine anschließende
isotrope Rückätzung des abgeschiedenen Poly-Si (Fig. 2f) ver
bleibt in dem Spalt, der durch die Collar-Oxid-Rückätzung
(Fig. 2e) entstanden ist, ausreichend Poly-Si, das den buried
strap 17 entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel bildet.
In den Fig. 3a und 3b ist in einer Draufsicht in vergrößertem
Maßstab gezeigt, in welchem Bereich B der Si3N4-Liner 15 in
folge des Ionenstrahls S oberhalb des Collar-Oxids 7 in dem
ellipsenförmigen Loch 9 entfernt wird, eine von der Ionen
strahlung S bestrahlte Bodenfläche A (Fig. 3a) des DT-Konden
sators 1 sowie ein Bereich C, in dem das Collar-Oxid 7 nach
der zweimaligen isotropen Rückätzung gemäß Fig. 2d, e ent
fernt ist (Fig. 3b). In Fig. 3a ist veranschaulicht, in
welchem im wesentlichen ellipsenförmig begrenzten Flächen
bereich A des Lochbodens die Ionenstrahlung S auftritt, die
unter dem Winkel α gemäß Fig. 2c eingestrahlt wird, und in
welchem übrigen Flächenbereich die Halbleiteranordnung durch
den oberen Rand des Loches 9 im Bodenbereich sicher abge
schirmt ist. Der von der Seitenwand des Loches 9 in den
Bodenbereich reflektierte Strahlungsanteil kann hierbei ver
nachlässigt werden. Die isotrope Rückätzung beträgt gemäß
Fig. 3b etwa das zweifache der Collar-Breite.
Alternativ zu den beiden ersten Ausführungsbeispielen wird im
Verfahren gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel eine zunächst
beidseitig ausgebildete leitende Verbindung zwischen dem DT-
Kondensator 1 und dem unmittelbar angrenzenden Bereich des
dazugehörigen Auswahltransistors 3 einseitig entfernt und
dadurch einseitig der buried strap 17 erzeugt (Fig. 4a-g).
Ausgehend von der zu der in Fig. 1a gezeigten identischen
Prozesssituation gemäß Fig. 4a wird das Collar-Oxid 7 isotrop
rückgeätzt (Pfeil in Fig. 4b). Im nachfolgenden Prozess
schritt erfolgt die Abscheidung einer konformen Poly-Si-
Schicht 21 (Fig. 4c), die umfangsseitig bzw. beidseitig als
ein Poly-Si-Ring 23 den Kontakt zwischen dem Poly-Si-Kern 5
und dem Si-Substrat 11 in Bereich des Lochbodens herstellt.
Die Poly-Si-Schicht 21 wird danach einer isotropen Rückätzung
unterzogen und dadurch auch oberhalb des Poly-Si-Kerns 5 an
der Seitenwand des Loches 9 entfernt (Pfeile in Fig. 4d).
Gemäß Fig. 4e wird nachfolgend ein konformer Si3N4-Liner 15
abgeschieden. Anschließend wird der Liner 15 über einen
schräg gerichteten Ionenstrahl S einseitig an der Seitenwand
des Loches 9 und auf einem Teil der Oberfläche des Poly-Si-
Kerns 5 bzw. des Poly-Si-Ringes 23 entsprechend den beiden
ersten Ausführungsbeispielen (Schritt in Fig. 1c, 2c) ent
fernt (Fig. 4f). Durch eine anisotrope selektive Rückätzung
(Pfeil) des Poly-Si bis zur Oberseite des vergrabenen Collar-
Oxids 7 wird die leitende Verbindung zwischen Poly-Si-Kern 5
und dem Si-Substrat 11 einseitig sicher entfernt (Fig. 4g).
Nachfolgend kann der Si3N4-Liner 15 in einem isotropen Ätz
schritt entfernt werden und das Loch 9 bzw. die Vertiefung
kann beispielsweise mit SiO2 gefüllt werden (nicht gezeigt).
Offensichtlich ist, dass die Geometrien der Löcher der Halb
leiteranordnung wie z. B. Lochform und -tiefe geändert werden
können, ohne die erfindungsgemäße Lehre zu verlassen.
Voraussetzung für die Durchführung des erfindungsgemäße Ver
fahrens ist die geeignete Erzeugung eines gerichteten Ionen
strahls. Dies kann z. B. durch eine lEE- (Ion Beam Etching),
eine CAIBE-(Chemically Assisted Ion Beam Etching) oder eine
RIBE-(Reactive Ion Beam Etching)Quelle realisiert sein.
Dabei wird die Ionen-Quelle relativ zum Wafer bzw. zur
Scheibe um den Bestrahlungswinkel α aus der Normalenorien
tierung verkippt. Der Winkel α wird aus der Geometrie der
Löcher der Halbleiteranordnung berechnet und in Versuchen
optimiert. Die erforderlichen Bestrahlungsanlagen sind kom
merziell von verschiedenen Herstellern verfügbar, teilweise
mit Strahldurchmessern auch für eine Ganzscheibenbearbeitung.
Weiterhin ist auch eine Implantationsanlage beispielsweise
mit Edelgas-Ionen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens verwendbar. Alternativ ist auch eine geeignete Modi
fikation einer RIE-Anlage möglich, wobei die Ionen geeignet
abgelenkt werden. Auch das Ätzverfahren mit gerichteten Atom
strahlen (NSE bzw. Neutral Stream Etch) ist für die Reali
sierung der Erfindung verwendbar.
In Fig. 5 ist vereinfacht die an sich bekannte Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens gezeigt.
Dabei sind in einer Vakuumkammer 25 eine Ionenquelle 27 und
ein schwenkbarer Probentisch 29, auf dem der Wafer zur Be
strahlung unter dem Bestrahlungswinkel α angeordnet ist,
vorgesehen.
1
DT-Kondensator
3
Auswahltransistor
5
Poly-Si-Kern
7
Collar-Oxid
9
Loch
11
Si-Substrat
13
Si3
N4
-Maske
15
Si3
N4
-Liner
17
buried strap
19
Poly-Si-Schicht
21
Poly-Si-Schicht
23
Poly-Si-Ring
25
Vakuumkammer
27
Ionenquelle
29
Probentisch
b Breite des ellipsenförmigen Loches
S Ionenstrahl
A Bereich, der von Ionenstrahlung getroffen wird
B Bereich, in dem der Si3
b Breite des ellipsenförmigen Loches
S Ionenstrahl
A Bereich, der von Ionenstrahlung getroffen wird
B Bereich, in dem der Si3
N4
-Liner entfernt wird
C Bereich, in dem das Collar-Oxid entfernt wird
α Bestrahlungswinkel
C Bereich, in dem das Collar-Oxid entfernt wird
α Bestrahlungswinkel
Claims (6)
1. Lithographisches Verfahren zum Herstellen einer Halb
leiteranordnung, wobei eine dünne Maskenschicht, insbesondere
ein Si3N4-Liner (15), auf einer Seite einer Vertiefung (9) in
der Halbleiteranordnung entfernt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Ionenstrahl (S) unter einem Winkel (α) schräg auf die
Vertiefung (9) gerichtet wird, wodurch in den bestrahlten
Bereichen die dünne Maskenschicht (15) entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
alle Vertiefungen (9) der Halbleiteranordnung auf einem Wafer
eine einheitliche Geometrie aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, dass als der durch den Ionenstrahl (S) zu struk
turierende dünne Maskenschicht ein Si3N4-Liner (15) abge
schieden wird, dessen Stärke etwa 5-10 nm beträgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Tonenstrahl (S) durch eine
RIBE-Quelle erzeugt wird.
5. Verwendung einer Ionenstrahlanlage zum Entfernen einer
dünnen Maskenschicht, insbesondere eines Si3N4-Liners (15),
auf einer Seite einer Vertiefung (9) in einer Halbleiteran
ordnung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ionenstrahl (S) der
Ionenstrahlanlage auf einen Winkel (α) in Abweichung zur
Normalen bzgl. der Vertiefung (9) eingestellt wird.
6. Halbleiteranordnung mit zahlreichen Vertiefungen (9), in
denen buried straps (17) angeordnet sind, dadurch gekenn
zeichnet, dass die buried straps (17) mit dem Verfahren nach
Anspruch 1 hergestellt sind, und dass deshalb die buried
straps (17) jeweils an der gleichen Seite der Vertiefung (9)
einseitig angeordnet sind.
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Publications (1)
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|---|---|
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Family
ID=7679766
Family Applications (1)
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| EP (1) | EP1382061A2 (de) |
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