DE10114575A1 - Vorrichtung zur Bestimmung der Restdicke wenigstens eines rundlichen Fahrdrahts - Google Patents
Vorrichtung zur Bestimmung der Restdicke wenigstens eines rundlichen FahrdrahtsInfo
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Abstract
Bei einer Vorrichtung zur Bestimmung der Restdicke wenigstens eines rundlichen Fahrdrahts (4) ist eine Lagebestimmungseinheit (2) zur Bestimmung der Lage des oder jedes Fahrdrahts (4) vorgesehen, die mit einer Restdickenbestimmungseinheit (7) gekoppelt ist. Mit der Lage des oder jedes Fahrdrahts (4) entsprechenden Ausgangssignalen sind Nachführmittel der Restdickenbestimmungseinheit (7) beaufschlagt. Mit den Nachführmitteln ist ein Bildaufnahmegesichtsfeld (8) der Restdickenbestimmungseinheit (7) auf die aktuelle Position des oder jedes Fahrdrahts (4) nachführbar, so dass die Breite eines durch Abnutzung an der Unterseite des oder jedes Fahrdrahts (4) erzeugten Schleifspiegels und bei Kenntnis der Geometrie des jeweiligen Fahrdrahts (4) die sich daraus ergebende Restdicke bestimmbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bestimmung der
Restdicke wenigstens eines rundlichen Fahrdrahts gemäß dem
Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung ist aus dem auf den 10. Oktober 1999
datierten Abschlußbericht "Automatische optische Überwachung
des Fahrdrahtes bei Eisenbahnen", Abschlußbericht zum BMBF-
Verbundprojekt PROFIL, Förderkennzeichen 16SV703/0, be
kannt. Bei der vorbekannten Vorrichtung ist eine Beleuchtungs
einheit vorhanden, mit der der oder jeder Fahrdraht mit zu einer
Lichtlinie aufgeweitetem Laserlicht als Beleuchtungsstrahlung
beaufschlagbar ist. Zur Ermittlung des Querschnittprofiles eines
Fahrdrahts sind Bildaufnahmemittel und Bildverarbeitungsmittel
einer Restdickenbestimmungseinheit vorgesehen, mit denen
Lichtschnitte von jeder Seite des jeweiligen Fahrdrahts aufnehm
bar und zur Bestimmung der Restdicke verarbeitbar sind. Um
einem Auswandern des jeweiligen Fahrdrahts aus dem Ge
sichtsfeld der Bildaufnahmemittel entgegenzuwirken, sind von
den Bildverarbeitungsmitteln Stellsignale generierbar, mit denen
über Nachführmiftel gesteuert das Gesichtsfeld kontinuierlich auf
den jeweiligen Fahrdraht gerichtet bleibt. Nachteilig bei dieser
vorbekannten Vorrichtung ist jedoch, dass aufgrund fehlender
Anfangsinformationen über die Lage des Fahrdrahts im Still
stand ein Suchvorgang durchgeführt werden muß, um das
Gesichtsfeld der Bildaufnahmemittel auf den zu erfassenden
Fahrdraht auszurichten. Weiterhin ergeben sich erhebliche
Probleme bei Einlaufen eines weiteren Fahrdrahts beispiels
weise im Bereich von Weichen. Schließlich ist die Genauigkeit
bei sich verändernder Höhenlage des Fahrdrahts mangels
Korrekturmöglichkeit eingeschränkt.
Aus dem Artikel "Fahrdrahtlagemessung auf Hochgeschwindig
keitsstrecken" von H. Höfler, N. Dimopoulos und B. Metzger,
erschienen in eb 3/98 (Elektrische Bahnen 96 (1998) 3), Seiten
61 bis 64 ist eine Vorrichtung zur Bestimmung sowohl der
Höhenlage als auch der Seitenlage von bis zu vier Fahrdrähten
bekannt. Diese Vorrichtung verfügt über eine als Laser aus
gebildete, intensitätsmodulierbare Abtaststrahlungsquelle, mit
der ein gerichteter Abtaststrahl über einen schwenkbaren
Spiegel in einer winklig zu der Längsrichtung des oder jedes
Fahrdrahts ausgerichteten Ebene aussendbar ist. Über eine
Messung der Stellung des Spiegels wird die Richtung des Ab
taststrahls und über eine Laufzeitmessung der Abstand zu dem
jeweiligen Fahrdraht bestimmt, so dass bei einer Kombination
der hierbei gewonnenen Daten die Höhenlage und Seitenlage
des jeweiligen Fahrdrahts auch bei hohen Geschwindigkeiten
berührungsfrei bestimmbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art anzugeben, mit der eine Bestimmung
der Restdicke wenigstens eines rundlichen Fahrdrahts sowohl
im Stillstand als auch bei hohen Geschwindigkeiten mit hoher
Genauigkeit durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit den kennzeich
nenden Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1.
Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine mit
den Nachführmitteln gekoppelte Lagebestimmungseinheit vor
handen ist, mit der die Lage des oder jedes Fahrdrahts bestimm
bar ist und mit entsprechenden Korrektursignalen das Gesichts
feld der Bildaufnahmemittel auf die jeweils aktuelle Position des
jeweiligen Fahrdrahts ausgerichtet gehalten werden kann, ist
zum einen eine Entlastung der bei hohen Geschwindigkeiten
zeitkritischen Bilddatenverarbeitung von der Aufgabe der Aus
richtung des Gesichtsfelds der Bildaufnahmemittel auf den
jeweiligen Fahrdraht und zum anderen ein Einfangen des Fahr
drahts auch bei Stillstand erzielt. Durch das Konstanthalten der
Abbildungsverhältnisse sowie die Erfassung der Breite des
Schleifspiegels schließlich ist zur Bestimmung der Restdicke des
jeweiligen Fahrdrahts bei Kenntnis des Querschnitts eines
abnutzungsfreien Fahrdrahts eine verhältnismässig schnelle und
damit sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Geschwindig
keiten mit hoher Präzision durchführbare Überprüfung des
Zustandes der Fahrdrähte geschaffen.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Er
findung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Figuren der Zeich
nung.
Es zeigen:
Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht eine Lagebestim
mungseinheit, eine Beleuchtungseinheit und eine
Restdickenbestimmungseinheit eines Ausführungsbei
spiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die auf
einem Wagendach eines Eisenbahnwaggons ange
bracht und zur Bestimmung der Restdicke eines ein
zelnen Fahrdrahts eingerichtet sind,
Fig. 2 schematisch einen beispielhaften Aufbau einer
Lagebestimmungseinheit und einer Restdickenbestim
mungseinheit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 3 schematisch einen weiteren beispielhaften Aufbau
einer Restdickenbestimmungseinheit für eine erfin
dungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 4 in einer perspektivischen Ansicht eine Lagebestim
mungseinheit, eine Beleuchtungseinheit und einer
Restdickenbestimmungseinheit eines weiteren Aus
führungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrich
tung, die auf einem Wagendach eines Eisenbahn
waggons angebracht und zur Bestimmung der Rest
dicke von zwei benachbarten Fahrdrähten eingerichtet
sind,
Fig. 5 in einer schematischen Ansicht die Wirkung von Nach
führmitteln der Lagebestimmungseinheit,
Fig. 6 in einem Blockschaubild den Aufbau von Bildauf
nahmemitteln und Bildverarbeitungsmitteln der Rest
dickenbestimmungseinheit und
Fig. 7 in einer schematischen Darstellung im Schnitt einen
teilweise abgenutzten Fahrdraht mit einem zugehöri
gen, durch Bildaufnahmemittel und Bildverarbeitungs
mittel der Restdickenbestimmungseinheit generierten
Bild.
Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Wagendach 1
eines in Fig. 1 nicht im Detail dargestellten, zur Überprüfung von
Fahrstrecken eingerichteten Eisenbahnwaggons. Auf dem
Wagendach 1 ist zumindest mit ihren weiter unten näher erläu
terten optischen Bauelementen eine Lagebestimmungseinheit 2
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung angebracht. Mit der
Lagebestimmungseinheit 2 ist in einer weiter unten näher erläu
terten Art und Weise ein gerichteter Abtaststrahl 3 als Abtast
strahlung in einer winklig, vorzugsweise rechtwinklig zu der
Längsrichtung eines oberhalb des Wagendachs 1 verlaufenden
Fahrdrahts 4 ausgerichteten Ebene schwenkbar. Der auf seiner
bei bestimmungsgemäßer Anordnung im nach unten weisenden
Bereich mit einem rundlichen Querschnitt ausgebildete Fahrdraht
4 dient der Versorgung insbesondere von Eisenbahn
triebwagen mit elektrischer Energie, wobei er durch die Ein
wirkung der Andruckkraft der hierzu verwendeten Stromab
nehmer an der Unterseite einem gewissen Verschleiß unterliegt.
Weiterhin ist auf dem Wagendach 1 eine Beleuchtungseinheit 5
der erfindungsgemäßen Vorrichtung angebracht, mit der Be
leuchtungsstrahlung in einem länglichen, vorzugsweise recht
winklig zu der Längsrichtung des Fahrdrahts 4 ausgerichteten
Beleuchtungsfeld 6 in Richtung des Fahrdrahts 4 aussendbar ist.
Das Lage des Beleuchtungsfeldes 6 ist dabei vorzugsweise
stationär. Die Erstreckung des Beleuchtungsfeldes 6 quer zu
dem Fahrdraht 4 ist so eingerichtet, dass auch extreme seitliche
Randlagen des Fahrdrahts 4 noch innerhalb des Beleuchtungs
feldes 6 liegen. Dadurch ist eine ständige Ausleuchtung des
Aufenthaltsbereichs des Fahrdrahts 4 mit Beleuchtungsstrahlung
sichergestellt. Die Beleuchtungseinheit 5 verfügt beispielsweise
über eine längliche strahlungsintensive Leuchtstofflampe, deren
Beleuchtungsstrahlung über eine Spiegeloptik und eine Zylinder
linsenoptik zu dem vorzugsweise in Querrichtung verhältnis
mäßig schmalen Beleuchtungsfeld 6 gebündelt wird.
Weiterhin verfügt die erfindungsgemäße Vorrichtung über eine
Restdickenbestimmungseinheit 7, die zumindest mit ihren weiter
unten näher erläuterten optischen Bauelementen ebenfalls auf
dem Wagendach 1 angebracht ist. Mit der Restdickenbestim
mungseinheit 7 sind aus dem Beleuchtungsfeld 6 in einem
Bildaufnahmegesichtsfeld 8 rückgeworfene Anteile der Beleuch
tungsstrahlung empfangbar und in einer weiter unten näher
erläuterten Art und Weise verarbeitbar.
Fig. 2 zeigt schematisch einen beispielhaften Aufbau einer
Lagebestimmungseinheit 2 und einer Restdickenbestimmungs
einheit 7 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die Lage
bestimmungseinheit 2 verfügt über einen Modulator 9, der mit
einer strahlungsintensiven, beispielsweise als im nahen infra
roten Spektralbereich emittierenden Laser ausgebildeten Abtast
strahlungsquelle 10 verbunden ist. Mit der durch den Modulator
9 angesteuerten Abtaststrahlungsquelle 10 ist der Abtaststrahl 3
aussendbar, der periodisch, beispielsweise sinusförmig oder
rechteckförmig, intensitätsmoduliert ist. Der Abtaststrahl 3 beauf
schlagt einen Abtastreflektor 11, der von einem Abtastreflektor
stellmodul 12 angesteuert schwenkbar gelagert ist. Dadurch ist
wie in Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert der aus der Lage
bestimmungseinheit 2 austretende Abtaststrahl 3 entsprechend
schwenkbar. Das Abtastreflektorstellmodul 12 verfügt über einen
Drehencoder, mit dem ein der Drehstellung des Abtastreflektors
11 entsprechendes Winkelsignal ausgebbar ist.
Die Lagebestimmungseinheit 2 gemäß Fig. 2 weist weiterhin
über ein Abtaststrahlungsdetektionsmodul 13 auf, mit dem bei
Auftreffen des Abtaststrahls 3 auf den in Fig. 1 dargestellten
Fahrdraht 4 ein in Richtung der Lagebestimmungseinheit 2
rückgeworfener Reflexanteil 14 als Anteil des Abtaststrahls 3 mit
einem Intensitätsdetektor erfassbar ist. Das Ausgangsignal des
Abtaststrahlungsdetektionsmoduls 13 ist einem Laufzeitbestim
mungsmodul 15 einspeisbar. Das Laufzeitbestimmungsmodul
15 ist weiterhin von einem der Phasenlage des ausgesendeten
Abtaststrahls 3 entsprechenden Ausgangsignal des Modulators
9 gespeist. Mit dem Laufzeitbestimmungsmodul 15 ist aus der
Phasendifferenz zwischen dem Ausgangsignal des Modulators 9
und dem Ausgangsignal des Abtaststrahlungsdetektionsmoduls
13 die gesamte Laufzeit des Abtaststrahls 3 zwischen der
Lagebestimmungseinheit 2 und dem Fahrdraht 4 bestimmbar
und als Laufzeitsignal ausgebbar.
Die Restdickenbestimmungseinheit 7 gemäß Fig. 2 verfügt über
einen ersten Umlenkreflektor 16, einen zweiten Umlenkreflektor
17 und einen dritten Umlenkreflektor 18, über die von dem
Fahrdraht 4 in Richtung der Restdickenbestimmungseinheit 7
rückgeworfene Beleuchtungsstrahlungsanteile 19 der Beleuch
tungsstrahlung über einen gefalteten Strahlengang einem Bild
aufnahmereflektor 20 von Nachführmitteln 21 zuführbar ist. Mit
dem Bildaufnahmereflektor 20 sind die Beleuchtungsstrahlungs
anteile 19 aus der Ebene ablenkbar, in der die Umlenkreflek
toren 16, 17, 18 liegen. Der Bildaufnahmereflektor 20 ist über ein
Bildaufnahmeflektorstellmodul 22 der Nachführmittel 21 ange
steuert schwenkbar ausgebildet.
Bildaufnahmemittel 23 der Restdickenbestimmungseinheit 7
verfügen in der Ausgestaltung gemäß Fig. 2 über ein mittels
eines Brennweitenstellmoduls 24 in der Brennweite und damit in
der Vergrößerung einstellbares Objektiv 25, das bauartbedingt
auch als Zoom-Objektiv bezeichnet wird. Ein zweidimensionaler
Flächendetektor 26 der Bildaufnahmemittel 23 mit einer Anzahl
von für die Beleuchtungsstrahlungsanteile 19 empfindlichen,
flächig angeordneten Detektorelementen ist dem Objektiv 25
nachgeordnet und an Bildverarbeitungsmittel 27 angeschlossen.
Das Bildaufnahmereflektorstellmodul 22 ist an das
Abtastreflektorstellmodul 12 angeschlossen und mit dem von
dem Drehencoder des Abtastreflektorstellmoduls 12 generierten
Winkelsignal beaufschlagbar. Weiterhin ist das Brennweitenstell
modul 24 mit dem Laufzeitbestimmungsmodul 15 zur Einspei
sung des Abstandssignals verbunden. Das Abtastreflektorstell
modul 12, das Laufzeitbestimmungsmodul 15, das Bildauf
nahmereflektorstellmodul 22 und das Brennweitenstellmoduls 24
wirken so zusammen, dass durch Nachführen des Bildaufnah
mereflektors 20 und der Brennweite des Objektivs 25 zu jeder
Zeit aufgrund Korrektur der Abbildungsverhältnisse das Bild des
Fahrdrahts 4 in gleicher Größe auf dem Flächendetektor 26 liegt.
Fig. 3 zeigt schematisch einen weiteren beispielhaften Aufbau
einer Restdickenbestimmungseinheit 7 für eine erfindungs
gemäße Vorrichtung, wobei für sich bei der Restdickenbestimmungseinheit
7 gemäß Fig. 2 und der in Fig. 3 dargestellten
Restdickenbestimmungseinheit 7 entsprechende Bauelemente
mit den gleichen Bezugszeichen versehen und im weiteren nicht
näher erläutert sind. Bei der Restdickenbestimmungseinheit 7 ist
der dritte Umlenkreflektor 18 von einem Umlenkreflektorstell
modul 28 angesteuert schwenkbar ausgebildet. Die Bildauf
nahmemittel 23 der Restdickenbestimmungseinheit 7 gemäß
Fig. 3 sind mit einem eindimensionalen Zeilendetektor 29 ausge
stattet, der eine Anzahl von in einer Reihe angeordneten, für die
Beleuchtungsstrahlungsanteile 19 empfindliche Detektorele
mente aufweist. Bei Schwenken des dritten Umlenkreflektors 18
ist somit das eindimensionale Bild des Fahrdrahts 4 über den
Zeilendetektor 29 verschiebbar, so dass auch bei einer sehr
langsamen Bewegung oder im Stillstand der erfindungsge
mäßen Vorrichtung über Schwenken des dritten Umlenkreflek
tors 18 in aufeinanderfolgende Stellungen über Auslesen des
Zeilendetektors 29 in jeder Stellung sowie anschließender flä
chenhafter Zuordnung der eindimensionalen Bilder ein zwei
dimensionales Bild des Fahrdrahts 4 generierbar ist.
Fig. 4 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Lagebestim
mungseinheit 2, eine Beleuchtungseinheit 5 und eine Rest
dickenbestimmungseinheit 7 eines weiteren Ausführungsbei
spiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die auf einem
Wagendach 1 eines in Fig. 4 nicht weiter im Detail dargestellten
Eisenbahnwaggons angebracht und zur Bestimmung der Rest
dicke von zwei benachbarten Fahrdrähten 4 mit einer der mit
Bezug auf Fig. 1 erläuterten Bauart eingerichtet sind. Die
Lagebestimmungseinheit 2 ist im wesentlichen wie die bei dem
ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis Fig. 3 erläuterten
Lagebestimmungseinheit 2 ausgestaltet und dazu eingerichtet,
von beiden Fahrdrähten 4 rückgeworfene Reflexanteile 14 des
Abtaststrahls 3 voneinander diskriminiert zu erfassen und ent
sprechend jeweils einem Fahrdraht 4 zugeordnete Paare von
Winkelsignalen und Laufzeitsignalen zu generieren. Die Beleuchtungseinheit
5 ist dazu eingerichtet, ein stationäres Be
leuchtungsfeld 6 zu erzeugen, innerhalb dem sich auch bei
extremen Randlagen die beiden Fahrdrähte 4 befinden. Die
Restdickenbestimmungseinheit 7 gemäß dem Ausführungs
beispiel nach Fig. 4 umfaßt bis auf gemeinsame Bildverarbei
tungsmittel 27 im wesentlichen eine entsprechende Verdopplung
des anhand Fig. 2 beziehungsweise Fig. 3 erläuterten Aufbaus
der Restdickenbestimmungseinheit 7 gemäß dem erstgenannten
Ausführungsbeispiel, um für jeden Fahrdraht 4 getrennte Bilder
aufzunehmen.
Fig. 5 zeigt in einer schematischen Ansicht die Wirkung von
Nachführmitteln 21 der voranstehend erläuterten Lagebestim
mungseinheiten 7. In Fig. 5 ist veranschaulicht, dass durch
Schwenken des Bildaufnahmereflektors 20 ein seitliches Aus
wandern des Fahrdrahts 4 und durch Veränderung der Brenn
weite des Objektivs 25 durch Anpassung der Brennweite und
damit des Abbildungsmaßstabes auf gleichbleibende Abbil
dungsverhältnisse ein Auswandern in der Höhe so kompensier
bar sind, dass beispielsweise auf den Flächendetektor 26 stän
dig ein gleichgroßes Bild des jeweiligen Fahrdrahts 4 fällt.
Fig. 6 zeigt in einem Blockschaubild den Aufbau der Bildauf
nahmemittel 23 und der Bildverarbeitungsmittel 27 der Rest
dickenbestimmungseinheit 7. Wie bereits in Zusammenhang mit
Fig. 3, Fig. 4 und Fig. 5 erläutert, beaufschlagen die Beleuch
tungsstrahlungsanteile 19 das als Zoom-Objektiv ausgebildete
Objektiv 25, das wie in Fig. 6 dargestellt beispielsweise dem
Flächendetektor 26 vorgelagert ist. In Abhängigkeit des Typs
des Flächendetektors 26 ist es unter der Annahme, dass eine
Abnutzung eines Fahrdrahts 4 durch Stromabnehmer quasi
kontinuierlich, jedenfalls ohne scharfe Stufen erfolgt, im Hinblick
auf die anfallende Datenmenge zweckmäßig, lediglich eine
Anzahl von gleichmäßig beabstandeten Zeilen mit winklig zu der
Längsrichtung des Fahrdrahts 4 ausgerichteten Reihen von
Detektorelementen auszulesen.
Das Ausgangsignal des Flächendetektors 26 ist einem vorzugs
weise als sogenanntes field programmable gate array (FPGA)
ausgeführtes Rauschfilter 30 einspeisbar, mit dem Rausch
anteile auf der Grundlage eines entsprechend der Funktions
weise von FPGA's hardwarenah in dem Rauschfilter 30 ein
programmierten Rauschunterdrückungsalgorithmus eliminierbar
sind. Das Ausgangsignal des Rauschfilters 30 ist einem eben
falls vorzugsweise als FPGA ausgeführten Kantenfilter 31 ein
speisbar. Mit dem Kantenfilter 31 sind auf der Grundlage einer
ebenfalls hardwarenah einprogrammierten Filterfunktion in dem
von dem Flächendetektor 26 aufgenommenen Bild enthaltene
Kanten, das heißt Linien von Bildpunkten mit einheitlicher Cha
rakteristik, herausfilterbar.
Das Ausgangsignal des Kantenfilters 31 ist einem schnellen
Bildspeicher 32 einspeicherbar, in dem die den Kantenverläufen
entsprechenden Bildpunkte in Abhängigkeit der entsprechenden
Position auf dem Fahrdraht 4 abspeicherbar sind. Auf den Bild
speicher 32 ist mit äußerst kurzen Lese- und Schreibzeiten
zugreifbar. Zur Generierung der Positionsdaten ist ein Positions
geber 33 vorhanden, der beispielsweise mit einer Radachse des
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestatteten Eisen
bahnwaggons gekoppelt ist. Der Bildspeicher 32 steht mit einem
beispielsweise als Einzelplatzrechner ausgeführten Rechen
modul 34 in Verbindung, an das weiterhin als Peripheriegeräte
ein beispielsweise als Tastatur ausgebildetes Eingabemodul 35,
ein beispielsweise als sogenannte Festplatte ausgeführter
Massendatenspeicher 36 sowie ein als Bildschirm und/oder
Drucker ausgebildetes Ausgabemodul 37 angeschlossen sind.
Mit dem Rechenmodul 34 sind die aus dem als Zwischen
speicher fungierenden Bildspeicher 32 ausgelesenen, doppelt
gefilterten Bilddaten wie weiter unten in Zusammenhang mit Fig.
7 beispielhaft näher erläutert hinsichtlich des Abstands von für
den Abnutzungsgrad des jeweiligen Fahrdrahts 4 charakteristi
schen Kanten bestimmbar und aufgrund der Kenntnis der geo
metrischen Querschnittverhältnisse bei einem entsprechend
ausgebildeten, abnutzungsfreien Fahrdrahts 4 die Restdicke des
untersuchten Fahrdrahts 4 in Abhängigkeit der Position be
stimmbar.
Fig. 7 zeigt in einer schematischen Darstellung im Schnitt einen
durch die Einwirkung der Stromabnehmer im Fahrbetrieb teil
weise abgenutzten Fahrdraht 4 mit einem zugehörigen, durch
die Bildaufnahmemittel 23 und Bildverarbeitungsmittel 27 der
Restdickenbestimmungseinheit 7 generierten und über das
Ausgabemodul 37 wiedergegebenen Bild. In dem Bild sind in der
Regel eine äußere erste Kante 38 und eine äußere zweite Kante
39 enthalten, die bei bestimmungsgemäßer Anordnung des
Fahrdrahts 4 im unteren Bereich aufgrund des rundlichen Quer
schnitts jeweils dem äußersten Rand einer gekrümmten ersten
Flanke 40 beziehungsweise einer zweiten Flanke 41 des Fahr
drahts 4 entsprechen.
Weiterhin sind in dem Bild eine innere dritte Kante 42 sowie eine
innere vierte Kante 43 enthalten, die jeweils dem inneren Rand
der ersten Flanke 40 beziehungsweise der zweiten Flanke 41
zugeordnet sind. Die innere dritte Kante 42 und die innere vierte
Kante 43 begrenzen den sich bei bestimmungsgemäßer An
ordnung des Fahrdrahts 4 unten zwischen der ersten Flanke 40
und der zweiten Flanke 41 erstreckenden, durch Abnutzung plan
geschliffenen und als Schleifspiegel 44 bezeichneten Bereich
des Fahrdrahts 4.
In ungünstigen Fällen wie bei extremen seitlichen Randlagen
des jeweiligen Fahrdrahts 4 ist unter Umständen eine der
äußeren Kanten 38, 39 für die Bildaufnahmemittel 23 verdeckt
und demnach nicht in dem Bild enthalten. In diesen Fällen ist
jedoch weiterhin durch Erkennung der inneren Kanten 42, 43 als
Begrenzungen des Schleifspiegels 44 die Breite des Schleif
spiegels 44 bestimmbar.
Bei Kenntnis der geometrischen Querschnittverhältnisse bei
einem entsprechend ausgebildeten, nicht abgenutzten Fahrdraht
4 läßt sich aus der nunmehr bekannten positionsabhängigen
Breite des Schleifspiegel 24 auf die Restdicke des Fahrdrahts 4
und den Abnutzungsgrad zurückrechnen. Weiterhin sind aus
dem Bild bei entsprechender Auslegung des Kantenfilters 31
sowie bei im wesentlichen vollständiger Ausnutzung der von
dem Flächendetektor 26 beziehungsweise dem Zeilendetektor
29 bereitgestellten Bilddaten auch singuläre Ereignisse wie
beispielsweise Einbrennstellen über entsprechende Bildver
arbeitungsalgorithmen automatisiert erkennbar, die unter Um
ständen ebenfalls auf einen akuten Austauschbedarf hindeuten.
Claims (14)
1. Vorrichtung zur Bestimmung der Restdicke wenigstens
eines rundlichen Fahrdrahts (4) mit einer Beleuchtungs
einheit, mit der der oder jeder Fahrdraht (4) mit Beleuch
tungsstrahlung beaufschlagbar ist, und mit einer über
Bildaufnahmemittel und Bildverarbeitungsmittel verfügen
den Restdickenbestimmungseinheit, mit der aus einem
Anteil der von dem oder jedem Fahrdraht (4) rückgewor
fenen Beleuchtungsstrahlung die Restdicke des jeweili
gen Fahrdrahts (4) bestimmbar ist, wobei Nachführmittel
vorhanden sind, mit denen der oder jeder Fahrdraht (4)
im Gesichtsfeld der Bildaufnahmemittel haltbar ist, da
durch gekennzeichnet, dass eine Lagebestimmungs
einheit (2) vorhanden ist, mit der die Lage des oder jedes
Fahrdrahts (4) bestimmbar ist, dass die Nachführmittel
(21) mit der Lagebestimmungseinheit (2) gekoppelt sind,
wobei mit den Nachführmitteln (21) die Abbildungsver
hältnisse konstant haltbar sind, und dass die Bildauf
nahmemittel (23) und die Bildverarbeitungsmittel (27) zur
Erfassung des jeweiligen Schleifspiegels (44) eines
Fahrdrahts (4) eingerichtet sind, wobei bei Kenntnis des
Querschnitts eines abnutzungsfreien Fahrdrahts (4) über
die Breite des Schleifspiegels (44) die Restdicke des
jeweiligen Fahrdrahts (4) bestimmbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass mit der Beleuchtungseinheit (5) ein längliches,
winklig zu der Längsrichtung des oder jedes Fahrdrahts
(4) ausgerichtetes Beleuchtungsfeld (6) erzeugbar ist,
wobei die Erstreckung des Beleuchtungsfelds (6) quer zu
der Längsrichtung des jeweiligen Fahrdrahts (4) wenig
stens so groß wie der größtmögliche zu erwartende
Abstand seitlicher Randlagen des oder jedes Fahrdrahts
(4) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Nachführmittel (21) ein Objek
tiv (25) mit über ein Brennweitenstellmodul (24) einstell
barer Brennweite verfügen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Nachführmittel (21) über einen von einem Bild
aufnahmereflektorstellmodul (22) angesteuert winklig zu
der Längsrichtung des oder jedes Fahrdrahts (4) wirken
den schwenkbaren Bildaufnahmereflektor (20) verfügen,
über rückgeworfene Beleuchtungsstrahlungsanteile (19)
aus einem sich seitlich der Längsrichtung des oder jedes
Fahrdrahts (4) erstreckenden Winkelbereich dem Objek
tiv (25) einspeisbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dass die Lagebestimmungseinheit (2)
einen Modulator (9), mit dem eine Abtaststrahlungsquelle
(10) zum Aussenden von intensitätsmodulierter Abtast
strahlung (3) ansteuerbar ist, ein Abtaststrahlungsdetek
tionsmodul (13), mit dem rückgeworfene Anteile (14) von
Abtaststrahlung (3) detektierbar sind, und ein mit dem
Modulator (9) und dem Abtaststrahlungsdetektionsmodul
(13) gekoppeltes Laufzeitbestimmungsmodul (15) auf
weist, mit dem aus der Phasendifferenz zwischen der
ausgesendeten Abtaststrahlung (3) und dem rückgewor
fenen Anteil (14) der Abtaststrahlung (3) der Abstand zu
dem oder jedem Fahrdraht (4) bestimmbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagebestimmungseinheit (2) einen schwenk
baren Abtastreflektor (11) aufweist, mit dem die Abtaststrahlung
(3) über einen winklig zu der Längsrichtung des
oder jedes Fahrdrahts (4) ausgerichteten Winkelbereich
schwenkbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagebestimmungseinheit (2) einen Drehencoder
aufweist, mit dem eine der Winkelstellung des Abtast
reflektors (11) entsprechendes Winkelsignal generierbar
ist, wobei das Winkelsignal dem Bildaufnahmereflektor
stellmodul (22) zur Nachführung des Bildaufnahmereflek
tors (20) einspeisbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass ein dem Abstand des oder jedes Fahrdrahts (4)
entsprechendes Abstandssignal aus dem Laufzeitbestim
mungsmodul (15) dem Brennweitenstellmodul (24) zur
Nachführung der Brennweite des Objektivs (25) einspeis
bar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bildaufnahmemittel (23) einen zweidimensiona
len Flächendetektor (26) mit einer Anzahl von in einer
Fläche angeordneten Detektorelementen aufweisen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bildverarbeitungsmittel (27) dazu eingerichtet
sind, dass eine Auswahl von in einer Reihe angeordne
ten Zeilen von Detektorelementen verarbeitbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bildaufnahmemittel (23) einen eindimensionalen
Zeilendetektor (29) mit in einer Reihe angeordneten
Detektorelementen aufweisen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Nachführmittel (21) über einen schwenkbaren
Umlenkreflektor (18) verfügen, mit dem das Gesichtsfeld
des Zeilendetektors (29) in Längsrichtung des oder jedes
Fahrdrahts (4) versetzbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der Umlenkreflektor (18) periodisch schwenkbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass die Bildverarbeitungsmittel (27)
über anwendungsangepaßt programmierbare Filter,
insbesondere einen Rauschfilter (30) zur Unterdrückung
von Rauschanteilen und einen Kantenfilter (31) zur Er
kennung von Linien einheitlicher Charakteristik, verfügen.
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