DE10112681A1 - Verfahren und Systeme zur Arbeitsplanung - Google Patents
Verfahren und Systeme zur ArbeitsplanungInfo
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Abstract
In einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung einen eindeutigen Algorithmus bereit, der im Dialog die Zwangsbedingungen im Schmelzbereich (MS) und der Warmbandstraße (HSM) derart in Betracht zieht, dass für den gesamten Primärbereich (MS und HSM) zusammen eine ausgewogene und passende Lösung erreicht wird. In einem zweiten Aspekt nimmt die Erfindung eine Gruppe von Aufträgen, die so definiert ist, dass sie im Schmelzbereich in einem Stahlwerk als nächste produziert werden soll, und gliedert sie in kleine Gruppen von Aufträgen mit gleichen technischen Daten, die als Chargen bezeichnet werden. Jeder Auftrag gehört zu einer Charge. Das System definiert den genauen Zeitpunkt, zu dem jede Charge in jedem ihrer Schritte verarbeitet werden muss. In einem weiteren Aspekt benutzt die Erfindung einen auf Ereignissteuerung beruhenden Algorithmus als grundlegenden Ansatz zum Einplanen aller Verarbeitungseinheiten mit ihren jeweiligen Zwangsbedingungen und der Metalleinheiten vom warmen Coil bis zu den fertiggewalzten Produkten in den Versandbereichen. Nach einem weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein System bereit, das verschiedene Zwangsbedingungen betrachtet und jeder Bramme einen genauen Zeitpunkt für Beginn und Ende ihrer Verarbeitung in jeder Verarbeitungseinheit zuteilt, die auf dem Leitweg der Bramme vorgegeben ist.
Description
Diese Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Systeme und
Verfahrensweisen zum Entwickeln von Arbeitsplänen.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf Systeme und
Verfahrensweise zum Entwickeln von Plänen für die
Stahlindustrie.
Üblicherweise definiert in einem Stahlwerk ein
Planungssystem, welche Aufträge in einem gegebenen Werk als
Nächste produziert werden sollen. In einem Blechwalzwerk
wird Rohmaterial zu Roheisen geschmolzen, das verschiedene
Legierungselemente erhält, die aus ihm Stahl werden lassen.
Pfannen mit geschmolzenem Stahl gehen durch Vakuum- und
Reinigungsvorgänge, bis die endgültigen metallurgischen
Daten erreicht sind. Schließlich wird der geschmolzene Stahl
in Brammen gegossen. Alle diese Schritte erfolgen im
Schmelzbereich (MS). Der nächste Schritt in der Verarbeitung
ist der Walzvorgang der Brammen im Warmwalzbereich (HSM).
Eine Bramme kann zu mehreren Abmessungen von warmen Coils
(coil) gewalzt werden. Jeder dieser beiden Bereiche
unterliegt seinen eigenen Zwängen und Aufgaben, die
miteinander in Konflikt stehen. Zum Beispiel: der MS möchte
alle die Chargen mit der gleichen Gießqualität der Reihe
nach produzieren, was eine ebene Verteilung der Brammen
hinsichtlich der Breite erzeugen würde. Der HSM möchte
jedoch Brammen mit einer gleichförmigen Folge der
Dickenabnahme erzeugen. Ganz klar, beides sind miteinander
in Konflikt stehende Zwänge.
Andere Bereiche eines Stahlwerkes stellen ihre eigenen
Planungsanforderungen vor. Beispielsweise enthält der
Fertigwalzbereich in einem Stahlwerk alle verbleibenden
Produktionsprozesse, die mit warmen Coils beginnen und mit
jedem beliebigen versandbereiten Fertigprodukt enden. Die
wichtigste Eigenschaft des Fertigwalzbereiches vom
Standpunkt der Arbeitsplanung besteht darin, dass die
Verarbeitungseinheiten nicht fest miteinander verbunden
sind. Dies bedeutet, dass eine Metalleinheit (d. h. Coil,
Rohling, Blech,. . .) eine unbestimmte Zeit lang warten kann,
ehe sie zur nächsten Verarbeitungseinheit geht. Ein weiteres
bedeutsames Merkmal zum Fertigwalzbereich ist es, dass jede
Verarbeitungseinheit ihre eigene Gruppe von Zwängen und
Regeln hat, nach denen die Metalleinheiten zum Verarbeiten
eingeordnet werden.
Zusätzlich erzeugt der Schmelzbereich üblicherweise Brammen,
die vom Warmwalzbereich (HSM) gewalzt werden, wobei warme
Coils produziert werden. Ein HSM-Bereich kann
Trennschleifer, Öfen und Walzgerüste enthalten. Jede Bramme
hat ihren eigenen Weg durch den HSM-Bereich, der von ihrer
Gussqualität, den tatsächlichen Abmessungen, den Abmessungen
des warmen Coils und den Auftragsvorgaben abhängt.
Eine Aufgabe dieser Erfindung ist es, Planungsverfahren für
Walzwerke zu verbessern.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Verfahrensweise zum Planen kleiner Gruppen von Aufträgen mit
gleichen Eigenschaften, die als Chargen bezeichnet werden,
in einem Walzwerk bereitzustellen.
Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung ist es, eine
effiziente Lösung für das Planungsproblem des
Fertigwalzbereiches für die Stahlindustrie bereitzustellen.
Noch eine weitere Aufgabe dieser Erfindung ist es, eine
verbesserte Planungsverfahrensweise für das Warmwalzen
bereitzustellen.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Lösung bereitzustellen, die im Dialog die Zwangsbedingungen
des Schmelzbereiches (MS) und des Warmwalzbereiches (HSM) in
Betracht zieht, so dass für den gesamten Primärbereich (MS
und HSM) zugleich eine ausgewogene und durchführbare Lösung
erreicht wird.
Diese und andere Aufgaben werden mit hier dargelegtem System
und Verfahrensweisen erreicht. In einem ersten Aspekt stellt
die vorliegende Erfindung einen eindeutigen Algorithmus
bereit, der im Dialog die Zwangsbedingungen des MS und des
HSM betrachtet, so dass für den gesamten Primärbereich (MS
und HSM) zugleich eine ausgewogene und durchführbare Lösung
erreicht wird. In einem zweiten Aspekt nimmt die Erfindung
eine Gruppe von Aufträgen, die so definiert sind, dass sie
im Schmelzbereich in einem Stahlwerk als Nächste produziert
werden sollen, und gliedert sie in kleine Gruppen von
Aufträgen mit gleichen Merkmalen, die als Chargen bezeichnet
werden. Jeder Auftrag gehört zu einer Charge. Jede Charge
hat einen Leitweg, der die Produktionsschritte
(Verarbeitungseinheiten) beschreibt, welche die Charge im
Schmelzbereich durchlaufen muss. Das System definiert den
genauen Augenblick, in dem jede Charge in jedem ihrer
Schritte verarbeitet werden muss. Das System betrachtet
vorzugsweise auch Einschränkungen, wie etwa zeitliche
Einschränkungen, Verfügbarkeit von Rohmaterial und
Pfannenverunreinigung. Als Ausgabe stellt das System den
Plan für jede Verarbeitungseinheit und den Zeitpunkt bereit,
an dem die Brammen und Blöcke an den Stranggießeinrichtungen
erzeugt werden.
In einem weiteren Aspekt benutzt die Erfindung als
allgemeine Verfahrensweise zum Planen aller
Verarbeitungseinheiten mit ihren bestimmten
Zwangsbedingungen und der Metalleinheiten vom warmen Coil
bis zu den Fertigwalzprodukten in den Versandbereichen einen
auf Ereignissteuerung beruhenden Algorithmus. Das System
betrachtet nicht nur das zum Zeitpunkt der Ausführung
verfügbare Material, sondern auch das Material, das für jede
Verarbeitungseinheit im zeitlichen Ablauf verfügbar werden
wird. Unter einem weiteren Aspekt stellt die vorliegende
Erfindung ein System bereit, das verschiedene
Zwangsbedingungen betrachtet und jeder Bramme, die in der
jeweiligen auf dem Leitweg der Bramme vorgegebenen
Verarbeitungseinheit verarbeitet werden soll, einen genauen
Zeitpunkt für ihre Entstehung und ihre Fertigungsstellung
zuordnet. Als seine primäre Ausgabe stellt das System den
genauen Zeitpunkt bereit, zu dem die warmen Coils dem
Fertigwalzbereich zur Verfügung stehen. Das System bietet
einen vollständigen Satz von Eingriffsfunktionen für den
Fall bereit, dass der Benutzer einen beliebigen Aspekt der
Lösung anpassen möchte.
Weitere Vorteile und Vorzüge der Erfindung werden aus einer
Betrachtung der folgenden ausführlichen Beschreibung
offenkundig, die unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen gegeben ist, die bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung vorgeben und zeigen.
Fig. 1 veranschaulicht einen arbeitsgruppenunabhängigen
Aufbau, der in der praktischen Ausführung der Erfindung
benutzt werden kann.
Fig. 2 zeigt einen Algorithmus, der unter Verwendung des
Aufbaus von Fig. 1 für Planungsvorgänge in einem Stahlwerk
realisiert werden kann.
Fig. 3 zeigt einen bevorzugten Such-Algorithmus, der dafür
benutzt werden kann, eine unterbrechungsfreie Variante des
Planungsproblems bei auftragsgebundener Fertigung zu lösen.
Fig. 4 zeigt einen Algorithmus, der das Planungsproblem im
Fertigwalzbereich in der Stahlindustrie anspricht.
Fig. 5 ist ein Flussdiagramm, das eine bevorzugte
Verfahrensweise zum Lösen des Planungsproblems einer
Warmbandstraße in der Stahlindustrie zeigt.
Fig. 6 und 7 zeigen ein Rechnersystem, das in der
Erfindung benutzt werden kann.
Fig. 8 veranschaulicht ein Speichermedium, das dafür
verwendet werden kann, ein Rechnerprogramm zu speichern, das
diese Erfindung ausführt.
Wie vorstehend erwähnt, definiert in einem Stahlwerk
üblicherweise ein Planungssystem, welche Aufträge in einem
gegebenen Werk als Nächste produziert werden sollen. In
einem Blechwalzwerk wird Rohmaterial zu Roheisen
geschmolzen, das mehrere Legierungselemente erhält, damit
daraus Stahl wird. Pfannen mit geschmolzenem Stahl
durchlaufen Vakuum- und Reinigungsvorgänge, bis die
endgültigen metallurgischen Eigenschaften erreicht sind.
Schließlich wird der geschmolzene Stahl in Brammen gegossen.
Alle diese Schritte erfolgen im Schmelzbereich (MS). Der
nächste Schritt in der Verarbeitung ist der Vorgang des
Walzens der Brammen im Bereich der Warmwalzstraße (HSM).
Eine Bramme kann in verschiedene Abmessungen von warmen
Coils gewalzt werden. Jeder der beiden Bereiche hat seine
eigenen Zwänge und Aufgaben, die miteinander in Konflikt
kommen. Beispielsweise möchte der MS alle Chargen mit der
gleichen Gussqualität der Reihe nach produzieren, was zu
einer ebenen Verteilung der Brammen hinsichtlich der Dicke
führen würde. Die HSM möchte jedoch Brammen mit gleichmäßig
abnehmender Dickenfolge produzieren. Es ist klar, dass beide
Zwänge in Konflikt kommen. Diese Erfindung stellt eine
Lösung bereit, damit im Dialog die Zwänge des MS und der HSM
in Betracht gezogen werden, so dass für den gesamten
Primärbereich (MS und HSM) eine ausgewogene und
realisierbare Lösung erreicht wird.
Die algorithmische Logik, der das System unterliegt, beruht
auf einem arbeitsgruppenunabhängigen Aufbau. Ein
arbeitsgruppenunabhängiger (A-Team) Aufbau ist ein Aufbau,
bei dem mehrere Handelnde miteinander kooperieren, um ein
gegebenes Problem mit einer besseren Lösung zu lösen, als
sie jeder beliebige der Handelnden aus sich heraus finden
kann. Das A-Team, wie es in einer bevorzugten Realisierung
davon benutzt wird, ist in Fig. 1 veranschaulicht. Fig. 2
zeigt einen Algorithmus zum Planen von Vorgängen in einem
Stahlwerk, das unter Verwendung des Aufbaus von Fig. 1
realisiert werden kann.
In Fig. 1 sind die Pfeile die Algorithmen und die Rechtecke
sind die gemeinsam genutzten Speicher. Die aus dem Speicher
an ihrem Ende ausgelesenen Algorithmen erzeugen eine Ausgabe
und zeichnen sie im Speicher an ihrem Anfang auf. Jeder
gemeinsam genutzte Speicher hält einen oder mehrere Sätze
von Daten fest, für deren Aufbewahrung er verantwortlich
ist. Eine Beschreibung jedes Algorithmus folgt nachstehend:
Algorithmus zum Gruppieren der Brammen: Er liest alle
Aufträge, die in einem bestimmten Zeitraum produziert werden
müssen, und erzeugt die notwendige Anzahl von Brammen, um
den Aufträgen zu genügen. Alle Zwangsbedingungen
hinsichtlich Abmessungen und Gewicht werden betrachtet. Die
Ausgabe besteht aus der Anzahl der Brammen sowie ihren
technischen Daten.
Algorithmus zur HSM-Reihenfolgebildung (Rückfluss): Er liest
alle virtuellen Brammen, die produziert werden sollen, und
ihre Fälligkeitsdaten als warme Coils. Dann erzeugt der
Algorithmus die ideale Walzfolge der Brammen, indem er alle
Zwangsbedingungen des HSM-Bereiches betrachtet und jede
mögliche Zwangsbedingung des Schmelzbereiches missachtet.
Diese ideale Abfolge wird in der HSM-Abfolge virtueller
Brammen im Speicher der zu walzenden Brammen aufgezeichnet.
Sie wird als Rückfluss bezeichnet, da sie eine Abfolge von
Brammen aus dem HSM- zurück zum MS-Bereich erzeugt.
Algorithmus zum Gruppieren der Chargen: Er liest eine ideale
Walzfolge (es kann mehr als eine sein) von Brammen und
erzeugt Chargen, die Zwangsbedingungen betrachten, wie etwa
Chargengewicht, Brammengewicht, Gussqualitäten der Aufträge,
Gleichheit der Gussqualität, Fälligkeitsdatum der Bramme an
der HSM und Zeitfenster, um jede Bramme zu gießen (einige
Gussqualitäten verschlechtern sich mit der Zeit, und die
Synchronität mit der HSM ist kritisch). Als Ausgabe erzeugt
er eine Gruppe von Chargen, die vom Schmelzbereich
produziert werden sollen, und zeichnet sie in dem
Chargenspeicher auf.
Planungsalgorithmus für den Schmelzbereich: Er liest eine
Gruppe von Chargen, die produziert werden sollen, und reiht
sie in einer solchen Folge ein, dass der Durchsatz für den
Schmelzbereich, die Kette der Gussqualitäten, die
Verzögerung der HSM hinsichtlich des Fälligkeitsdatums der
Brammen und mehrere zeitliche und dem Vorgang innewohnende
Zwangsbedingungen maximiert werden. Die Ausgabe ist ein Plan
von Chargen und gegenständlichen Brammen, die vom MS
produziert werden sollen, und dieser wird im Speicher für
den Plan der Chargen und der gegenständlichen Brammen
aufgezeichnet.
Algorithmus zur Bildung der HSM-Reihenfolge (direkter
Fluss): Er liest die gegenständlichen Brammen, die
produziert werden sollen, und auch das, was vom MS
produziert worden ist, und erzeugt eine neue Walzfolge für
die HSM, bei der alle Zwangsbedingungen für die HSM und auch
die Brammenverfügbarkeit im MS als feste Bedingung
betrachtet werden. Die Ausgabe besteht in einer Liste von
warmen Coils, die im Speicher der Liste warmer Coils
aufgezeichnet wird. Sie wird als direkter Fluss bezeichnet,
weil er eine Walzfolge von Brammen vom MS- zum HSM-Bereich
erzeugt.
Algorithmus zur Lösungsverbesserung: Er liest zwei Lösungen
aus dem Speicher der Liste warmer Coils und extrahiert
gemeinsame Teile aus beiden Lösungen. Die extrahierten Teile
werden als anfängliche Teillösung für den hier eingebetteten
Algorithmus zur HSM-Reihenfolgebildung benutzt. Dieser
Algorithmus füllt die fehlenden Brammen einer vollständigen
Lösung auf. Die Ausgabe des Algorithmus zur
Lösungsverbesserung wird in dem Speicher aufgezeichnet, der
die HSM-Reihenfolge virtueller Brammen enthält, die gewalzt
werden sollen.
Alle Algorithmen laufen in einem gewissen Zeitraum frei ab,
während dessen mehrere Lösungen im Speicher der Liste warmer
Coils abgelegt werden. Aus der Gruppe der Lösungen wird die
beste verfügbare Pareto-Ebene dem Benutzer vorgelegt, aus
der er eine auswählt, die nach einer möglicherweise
erforderlichen Eingriffsphase an das Werk geschickt wird.
Das System wird durch eine grafische Schnittstelle mit
mehreren Bildschirmen (Windows'95) gebildet, an denen der
Benutzer Folgendes erledigen kann:
die Daten bearbeiten, die ihren Ursprung im Betriebssystem der Werksebene haben, wobei diese wiedergeben, was das Werk erledigt hat;
den für die nächste Zukunft zutreffenden Teil der Lösung bearbeiten und speichern, der unter der Maßgabe erzeugt werden soll, dass das Werk nicht auf plötzliche Veränderungen reagieren kann, die in weniger als einigen Stunden auftreten könnten;
das A-Team ablaufen lassen und eine Kandidatenlösung auswählen, die an das Werk geschickt werden soll;
die Eingriffsbildschirme für den Algorithmus des Schmelzbereiches und für den Algorithmus der Reihenfolgebildung in der HSM aufrufen, um in die ausgewählte Lösung einzugreifen.
die Daten bearbeiten, die ihren Ursprung im Betriebssystem der Werksebene haben, wobei diese wiedergeben, was das Werk erledigt hat;
den für die nächste Zukunft zutreffenden Teil der Lösung bearbeiten und speichern, der unter der Maßgabe erzeugt werden soll, dass das Werk nicht auf plötzliche Veränderungen reagieren kann, die in weniger als einigen Stunden auftreten könnten;
das A-Team ablaufen lassen und eine Kandidatenlösung auswählen, die an das Werk geschickt werden soll;
die Eingriffsbildschirme für den Algorithmus des Schmelzbereiches und für den Algorithmus der Reihenfolgebildung in der HSM aufrufen, um in die ausgewählte Lösung einzugreifen.
Die grafische Schnittstelle kommuniziert mit dem Server des
A-Teams unter UNIX über das Kommunikationspaket MQSeries.
Der Server tritt mit der Datenbank (Oracle) in Verbindung
und lässt den Algorithmus ablaufen, indem er die Ausgabe an
die Schnittstelle und die Datenbank zurückschickt.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung spricht das Problem an,
das als kundenauftragsgebundene Fertigung bezeichnet wird.
Dieser Aspekt der Erfindung nimmt eine Gruppe von Aufträgen,
die so definiert sind, dass sie im Schmelzbereich eines
Stahlwerkes als Nächste produziert werden sollen, und
gliedert sie in kleine Gruppen mit gleichen technischen
Daten, die als Chargen bezeichnet werden. Jeder Auftrag
gehört zu einer Charge. Jede Charge hat einen Leitweg, der
die Produktionsschritte (Verarbeitungseinheiten) darlegt,
welche die Charge im Schmelzbereich durchlaufen muss. Das
System definiert den genauen Zeitpunkt, zu dem jede Charge
in jedem ihrer Schritte verarbeitet werden muss. Das System
betrachtet auch die Einschränkungen, wie etwa zeitliche
Einschränkungen, Verfügbarkeit von Rohmaterial und
Pfannenverunreinigung. Als Ausgabe stellt das System einen
Plan für jede Verarbeitungseinheit und für den Augenblick
bereit, zu dem die Brammen und Blöcke in den
Stranggießeinrichtungen erzeugt werden.
Fig. 4 zeigt einen bevorzugten Suchalgorithmus. Unter
Bezugnahme auf diese Figur erzeugt der Algorithmus nach dem
Gruppieren der Aufträge für die Chargen einen Bezugsauftrag,
aus dem die Chargen herausgezogen werden, um sie
einzuplanen. Der Algorithmus beginnt mit der aktuellen
Bedingung des Werkes und prüft den Bestwert der objektiven
Funktion, um B mögliche Chargen zu entnehmen, die als
Nächste eingeplant werden sollen. Er bildet Reihenfolgen von
bis zu P Chargen, die der Reihe nach eingeplant werden
sollen (B und P sind interne Parameter). Nach dem Prüfen von
annähernd B**P Möglichkeiten (wobei B die Potenz P erhält)
nimmt der Algorithmus die beste Reihenfolge, aus der er die
erste Charge der Abfolge als eingeplant annimmt, womit eine
neue aktuelle Bedingung geschaffen wird. Die als eingeplant
festgelegte Charge wird aus der Bezugsliste gelöscht, und
der Zyklus beginnt erneut, bis alle Chargen eingeplant
worden sind.
Eine Charge einzuplanen bedeutet, jedem Schritt auf dem
Leitweg in der Verarbeitungseinheit, von der angenommen
wird, dass sie den Schritt ausführt, einen Zeitpunkt für den
Beginn und das Ende zuzuteilen. Um einen Schritt
auszuführen, kann die Verarbeitungseinheit ein beliebiges
Ausrüstungsstück anfordern, beispielsweise eine bestimmte
Pfanne. Der Algorithmus plant die Pfanne durch die
verfügbaren Öfen hindurch ein, um sie mit der richtigen
Temperatur zur Verfügung zu stellen, damit sie das warme
Material zu genau dem Zeitpunkt aufnimmt, zu dem es
verarbeitet werden soll. Alle Transportzeiten,
Einschränkungen durch Verunreinigungen, Verarbeitungszeit
der Ausrüstungen, Einschränkungen hinsichtlich Gussqualität
und Massen von anderen Einschränkungen werden betrachtet.
Durch Verwendung dieses Systems kann der Schmelzbereich mit
geringen vom Benutzer erforderlichen Eingriffen vollständig
mit einer Vorausschau von Tagen eingeplant werden. Das
System stellt dem Benutzer auch eine vollständige Gruppe von
Funktionen bereit, um bei Bedarf jede beliebige Veränderung
an der Systemlösung vorzunehmen.
Das System besteht aus einer grafischen Schnittstelle mit
mehreren Bildschirmen (Windows'95), bei denen der Benutzer
Aufträge zu Chargen zuteilen kann, Chargen
einplanen/verändern/löschen kann, Pfannen zuteilen/ändern
kann, den Leitweg von Chargen ändern und Standardwerte für
alle Einschränkungen ändern kann. Die grafische
Schnittstelle kommuniziert über Steckanschlüsse mit einem
Server (UNIX). Der Server bildet die Schnittstelle mit der
Datenbank (Oracle) und lässt den Algorithmus ablaufen, wobei
er die Ausgabe an die Schnittstelle und die Datenbank
zurückschickt.
Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung werden eine
Verfahrensweise und ein System bereitgestellt, um
Planungsprobleme von Warmbandstraßen anzusprechen. Wie
vorstehend erwähnt, kann der Bereich einer Warmbandstraße
(HSM) aus Trennschleifeinrichtungen, Öfen und Walzgerüsten
bestehen. Jede Bramme hat ihren eigenen Leitweg durch den
HSM-Bereich, der von ihrer Gussqualität, ihren derzeitigen
Abmessungen, den Abmessungen des warmen Coils und den
technischen Daten des Auftrages abhängt. Dieser Aspekt der
Erfindung betrachtet alle diese Zwangsbedingungen mit
mehreren anderen zusammen und teilt jeder Bramme einen
genauen Zeitpunkt des Beginns und Endes zu, zu dem sie in
jeder auf dem Leitweg der Bramme vorgegebenen
Verarbeitungseinheit verarbeitet werden soll. Als seine
erste Ausgabe stellt das System den genauen Zeitpunkt
bereit, zu dem die warmen Coils dem Fertigwalzbereich zur
Verfügung stehen. Das System stellt einen vollständigen Satz
von Eingriffsfunktionen für den Fall bereit, dass der
Benutzer einen beliebigen Aspekt der Lösung anpassen möchte.
Insbesondere gibt es drei Hauptklassen von
Zwangsbedingungen, denen man sich gegenüber sieht, wenn für
einen HSM-Bereich eine Planung erstellt werden soll:
zeitliche Zwangsbedingungen, Einrichtbedingungen und
Bedingungen hinsichtlich von Fälligkeitsdaten.
Zeitliche Zwangsbedingungen rühren von der Tatsache her,
dass die meisten Brammen ein Zeitfenster haben, in dem die
Bramme verarbeitet werden muss. Andernfalls wird sie
Schrott. Einrichtbedingungen sind der Tatsache zuzurechnen,
dass alle Verarbeitungseinheiten in dem HSM-Bereich
technisch bedingte Zwänge ihres Einrichtens haben, die nicht
verletzt werden dürfen, um eine gewünschte Qualität in den
warmen Coils sicherzustellen. Wenn diesen Zwangsbedingungen
jedoch nachgegeben wird, vermindert sich die
Walzproduktivität dramatisch. Daher muss eine Folge von
Brammen, die gewalzt werden sollen, sorgfältig eingerichtet
werden, um das Beste aus dem Anlagenpark herauszuholen.
Zwangsbedingungen von Fälligkeitsdaten sind keine harten
Zwangsbedingungen; es ist jedoch ein Muss, dass die
Fälligkeitsdaten der warmen Coils eingehalten werden, das
die HSM üblicherweise mehrere Fertigwalzstraßen bedient.
Eine Verzögerung im HSM-Bereich kann eine oder mehrere
Fertigwalzstraßen zum Stillstand bringen, wodurch bei den
Kunden Verzögerungen in den Aufträgen und unnötige
Zwangsbedingungen für den Beginn der Fertigwalzstraßen,
insbesondere hinsichtlich der Öfen eintreten.
Als wichtigste der Zwangsbedingungen betrachtet das System
bestimmte Zwangsbedingungen für jede Verarbeitungseinheit,
wie etwa die Durchsatzrate von Öfen, die von der
Gussqualität der Brammen abhängt, die erhitzt werden sollen,
Lebensdauer der Walzenzylinder, Produktivität der
Dickenzustelleinrichtung, abnehmende Brammendicke für jeden
Walzzylinder, relative physische Position der Bramme im
Stapel der zu walzenden Brammen, wechselweises Walzen von
zwei Brammenfolgen mit unterschiedlichen Leitwegen durch das
Vorgerüst (Ausrüstungsart), minimale und maximale Losgröße
für kritische Schritte des Leitweges und Zwangsbedingungen
der vorbeugenden oder anstehenden Wartungszeiträume.
Fig. 5 ist ein Flussdiagramm, das eine bevorzugte
Verfahrensweise für das Einrichten dieses Aspektes der
Erfindung zeigt. Wie in dieser Figur gezeigt, ist die
Anfangsbedingung für den Algorithmus durch die Daten
definiert, die aus der Werksebene kommen. Sie richtet für
alle Verarbeitungseinheiten in dem HSM-Bereich und die im
Lager verfügbaren Brammen die Bedingungen ein. Andere
Informationen, wie etwa die Lebensdauer des Walzenzylinders,
die Ofentemperatur, die Brammen im Ofen, werden ebenfalls
durch die Werksebene bereitgestellt. Dann gruppiert der
Algorithmus die Brammen mit gleichen Leitwegen und
kennzeichnet für jeden Leitweg die kritischen Abfolgen. Ein
kritische Abfolge ist eine Folge von Vorgängen, bei der
zwischen zwei beliebigen Vorgängen keine Wartezeit vorhanden
ist. Die Leitweginformation bringt Daten hervor, die Paare
von Vorgängen kennzeichnet, die derartige Eigenschaften
haben. Der Algorithmus bewertet dann die Puffergröße des
letzten Schrittes einer unkritischen Abfolge, so dass eine
Mindestlosgröße erreicht wird, ehe eine kritische Abfolge
beginnt. Nach dem Auswählen der Brammen, die den Puffern
zugeteilt werden sollen, plant der Algorithmus die Brammen
für die Verarbeitungseinheiten in den unkritischen und den
kritischen Abfolgen ein. Wenn ein Konflikt erkannt wird,
wird eine Verzögerung des Anfangszeitpunktes der
Verarbeitung des Puffers ausgewertet, so dass der Konflikt
ausgeräumt wird. Dieser sich wiederholende Vorgang erfolgt
so lange, bis es in der Planungslösung keinen Konflikt mehr
gibt.
Als Ausgabe stellt das System die Zeitpunkte für Anfang und
Ende bereit, zu denen jede Bramme in jeder
Verarbeitungseinheit auf ihrem Leitweg verarbeitet wird. Sie
stellt auch den Zeitpunkt bereit, zu dem ein warmes Coil dem
Fertigwalzbereich zur Verfügung steht. Das System erzeugt
für den gesamten HSM-Bereich einen Plan, indem das
Zuspätkommen der warmen Coils minimiert und der Index warmer
Chargen maximiert wird (das heißt, die Dauer zwischen den
Zeitpunkten wird minimiert, zu dem eine Bramme erzeugt und
zu dem sie gewalzt wird).
Das System besteht aus mehreren Bildschirmen zum Anzeigen
und Bearbeiten der Lösung und zum Anpassen von Parametern.
Die grafische Schnittstelle läuft unter Windows'95 und
stellt die Verbindung zu einem auf UNIX beruhenden Server
her, der die Massendaten des Algorithmus verarbeitet. Der
Algorithmus kann mit einer Oracle-Datenbank und mit mehreren
anderen Systemen in Wechselwirkung stehen: Einzelplanung,
Schmelzbereich, Material-Neuzuordnung, Leitweg-Plan und
Fertigwalzplan. Die Kommunikation zwischen den Systemen
erfolgt über MQ Series (Paket von IBM).
Ein weiterer Aspekt der Erfindung spricht das
Planungsproblem des Fertigwalzbereiches an. Dieser Aspekt
der Erfindung benutzt als grundlegenden Ansatz zum Einplanen
aller Verarbeitungseinheiten mit ihren bestimmten
Zwangsbedingungen und der Metalleinheiten von den warmen
Coils bis zu den fertiggewalzten Produkten in den
Versandbereichen einen auf Ereignissteuerung beruhenden
Algorithmus. Das System betrachtet nicht nur das zum
Zeitpunkt der Ausführung bereitstehende Material, sondern
auch das Material, das im Laufe der Zeit für jede
Verarbeitungseinheit zur Verfügung stehen wird.
Fig. 3 zeigt einen Algorithmus zum Verwirklichen dieses
Aspektes der Erfindung. Unter Bezugnahme auf diese Figur
führt der Algorithmus die folgenden Schritte aus. Der
Algorithmus liest die vom Betriebssystem der Werksebene
bereitgestellten Informationen hinsichtlich dessen, was das
Werk bereits erledigt hat und der Situation der
Metalleinheiten und Verarbeitungseinheiten. Dann werden
diese Informationen durch den Benutzer bearbeitet und
angepasst. Der Algorithmus erfordert es, dass der Benutzer
die Festzeit bearbeitet. Das bedeutet, was jede
Verarbeitungseinheit innerhalb der nächsten paar Stunden mit
den Metalleinheiten machen wird, wobei gegeben ist, dass
eine plötzliche Änderung in der Abfolge der zu
verarbeitenden Metalleinheiten durch das Werk nicht
realisiert werden kann. Die Informationen hinsichtlich des
Betriebes auf Werksebene und der Festzeit enthalten die
Anfangsbedingung, die der Algorithmus in Betracht zieht. Der
Algorithmus liest, was der nächste Schritt auf dem jeder
Metalleinheit zugeteilten Leitweg ist, der ausgeführt werden
soll. Er kopiert die Metalleinheiten in der Gruppe für jede
Verarbeitungseinheit, die den Schritt ausführen kann. Dann
teilt der Algorithmus einen virtuellen Zeitanzeiger zu, der
dem Ende der Festzeit gerecht wird, und erhöht die virtuelle
Zeit, bis eine Metalleinheit von einer Verarbeitungseinheit
freigegeben wird. Der Algorithmus prüft den nächsten
Leitwegschritt der Metalleinheit und bringt sie in der
Gruppe der Verarbeitungseinheiten unter, die den Schritt
ausführen kann.
Der Algorithmus überprüft dann, ob alle Metalleinheiten des
gleichen Typs wie diejenige vollständig vorhanden sind, die
gerade fertiggestellt worden ist. Wenn dies nicht der Fall
ist, wird der Verarbeitungseinheit die nächste Metalleinheit
dieses Typs zugeteilt, und ihre Verarbeitungszeit bis zur
Fertigstellung wird ausgewertet. Wenn alle vollständig
vorhanden sind, wählt der Algorithmus unter allen Typen von
Materialien, die dieser Verarbeitungseinheit zur Verfügung
stehen, den aus, der als Nächster am besten geeignet ist,
wenn die Zwangsbedingungen und die Umrüstungen betrachtet
werden, die auftreten können. Dann wird die beste
Reihenfolge der Metalleinheiten in der ausgewählten Gruppe
so definiert, dass die für diese Verarbeitungseinheit
zutreffenden Zwangsbedingungen betrachtet werden. Die erste
Metalleinheit wird der Verarbeitungseinheit zugeteilt, und
ihre Verarbeitungszeit wird ausgewertet. Der Algorithmus
erhöht die virtuelle Zeit bis zum nächsten Ereignis
(Verfügbarkeit der Verarbeitungseinheit), und der nächste
Schritt in dieser Liste wird ausgeführt. Dies geht so lange
weiter, bis jeder Leitwegschritt für alle Metalleinheiten
ausgeführt worden ist.
Das System ist aus einer grafischen Schnittstelle mit
mehreren Bildschirmen (Windows'95) zusammengesetzt, wobei
der Benutzer die Daten bearbeiten kann, die ihren Ursprung
im Betriebssystem auf Werksebene haben, welches das
widerspiegelt, was das Werk ausgeführt hat. Vorzugsweise
kann der Benutzer den in nächster Zukunft erfolgenden Teil
der etwaigen zu erzeugenden Lösung bearbeiten und
festhalten, wobei gegeben ist, dass das Werk nicht auf
plötzliche Veränderungen reagieren kann, die in weniger als
ein paar Stunden erfolgen würden, und der Benutzer kann
bevorzugte Verfahrensweisen einstellen, um zu entscheiden,
was die beste Gruppe ist, die als Nächste durchläuft und wie
die Reihenfolge der Metalleinheiten innerhalb der Gruppen
sein soll. Der Benutzer kann ebenfalls die Regeln für die
Reihenfolgebildung und die Zwangsbedingungen für jede
beliebige Verarbeitungseinheit auf eine solche Weise
vorgeben, dass kein Bedarf besteht, das Programm zu
kompilieren, wenn eine neue Verarbeitungseinheit angeschafft
wird oder wenn sich die Regeln für die Reihenfolgebildung
einer alten Einheit verändert haben, und vorzugsweise kann
der Benutzer in eine gegebene Lösung eingreifen und die den
Verarbeitungseinheiten zugeteilten Metalleinheiten ändern.
Die grafische Schnittstelle kommuniziert mit einem Server,
bei dem der Algorithmus unter einem UNIX-System über das
Kommunikationspaket MQSeries abläuft. Der Server tritt mit
der Datenbank (Oracle) in Dialog, indem er die Ausgabe an
die Schnittstelle und Datenbank zurückschickt.
Der hier enthaltene Anhang A legt verschiedene Systeme dar,
die in der vorliegenden Erfindung benutzt werden.
Wie für den normalen Fachmann verständlich, kann die
vorliegende Erfindung an jedem geeigneten Rechner oder
Rechnernetzwerk ausgeführt werden. Fig. 6 veranschaulicht
als Beispiel einen Rechner eines Typs, der in der Praxis für
diese Erfindung benutzt werden kann. Wie in Fig. 6 von
außen betrachtet wird, hat ein Rechnersystem eine
Zentraleinheit 42, die Platteneinheiten 44A UND 44B besitzt.
Platteneinheitenanzeiger 44A und 44B sind lediglich
symbolisch für eine Anzahl von Platteneinheiten, die in dem
Rechnersystem vorhanden sein könnten. Üblicherweise würden
sie ein Diskettenlaufwerk, wie etwa 44A, eine
Festplatteneinheit (äußerlich nicht gezeigt) und ein CD-ROM-
Laufwerk enthalten, das durch Schlitz 44B angezeigt wird.
Die Anzahl und die Art der Laufwerke unterscheiden sich
üblicherweise bei unterschiedlichen Rechnerkonfigurationen.
Der Rechner hat die Anzeige 46, auf der Informationen
dargestellt werden. Eine Tastatur 50 und eine Maus 52 sind
als Eingabeeinheiten normalerweise ebenfalls verfügbar.
Fig. 7 zeigt ein Blockschaltbild der internen Hardware des
Rechners von Fig. 6. Ein Bus 54 dient als hauptsächlicher
Informationsweg, der die anderen Komponenten des Rechners
miteinander verbindet. CPU 56 ist die Zentraleinheit des
Systems, die Berechnungen und logische Operationen
durchführt, die zum Ausführen des Programms erforderlich
sind. Festspeicher 60 und Speicher mit wahlfreiem Zugriff 62
bilden den Hauptspeicher des Rechners. Plattensteuerung 64
verbindet ein oder mehrere Platteneinheiten mit dem
Systembus 54. Diese Platteneinheiten können
Diskettenlaufwerke, wie etwa 66, interne oder externe
Festplatteneinheiten, wie etwa 70, oder CD-ROM- oder DVD-
(Digitale Bildplatten-)Laufwerke sein, wie etwa 72. Eine
Anzeigeschnittstelle 74 schafft die Verbindung zu der
Anzeige 76 und gestattet es, dass Informationen vom Bus auf
der Anzeige angesehen werden kann. Kommunikation mit
externen Geräten kann über Kommunikationsanschluss 78
erfolgen.
Fig. 8 zeigt ein Speichermedium 80, das benutzt werden
kann, um ein Rechnerprogramm zum Einrichten der vorliegenden
Erfindung zu speichern, und dieses Medium kann auf beliebige
geeignete Weise mit jedem beliebigen passenden Rechner dafür
benutzt werden, die Erfindung auszuführen. Üblicherweise
enthalten Speichermedien, wie etwa eine Diskette oder eine
CD-ROM oder eine digitale Bildplatte die
Programminformation, um den Rechner so zu steuern, dass er
in die Lage versetzt wird, seine Funktionen nach der
Erfindung auszuführen.
Obwohl offenkundig ist, dass die hier dargelegte Erfindung
sehr wohl darauf berechnet ist, die vorstehend angegebenen
Aufgaben zu erfüllen, wird eingeschätzt, dass zahlreiche
Veränderungen und Ausführungsformen vom Fachmann erdacht
werden können, und es besteht die Absicht, dass die
anhängenden Ansprüche alle derartigen Veränderungen und
Ausführungsformen so abdecken, dass sie unter den Sinn und
Umfang der vorliegenden Erfindung fallen.
Itabira Special Steels Co.
ACESITA
IBM Angewandte Fertigungstechnologien
Atlanta/Sumare
USA/Brasilien
Juni 1996
ACESITA
IBM Angewandte Fertigungstechnologien
Atlanta/Sumare
USA/Brasilien
Juni 1996
Dieses Dokument enthält vertrauliche Informationen von IBM
und ACESITA. Nicht genehmigte Vervielfältigung oder
Verbreitung sind verboten.
Die grundlegende Aufgabe eines funktionellen Aufbaus besteht
darin, eine Gruppe von logischen Verfahrensweisen
einzurichten, die das betriebliche Verhalten eines
Unternehmens widerspiegeln. Der von IBM vorgeschlagene
Aufbau betrifft alle die funktionellen Bedürfnisse, wie sie
von ACESITA gekennzeichnet worden sind, und bietet für die
derzeit benutzten betrieblichen Verfahrensweisen einige
Neuerungen. Unter diesen Neuerungen wird die Anzahl der
Ebenen für die Produktionsplanung und -ablaufgestaltung
vermindert, wobei nichtsdestotrotz der Grad der
Ausführlichkeit der auszuführenden Aktivitäten erhöht wird.
Ein weiterer bedeutungsvoller neuartiger Aspekt ist die
Anwendung eines Konzeptes offener Auftragseingangsbücher zum
Eingeben von Aufträgen. Nach diesem Konzept werden dann,
wenn Aufträge eingehen, sie jeweils Stück für Stück den
Betriebsmitteln des Werkes zugeordnet. Dies bedeutet, dass
der Planungsvorgang die Kapazität des Werkes ausreichend
genau genug handhaben kann, um in der Lage zu sein, ein
zuverlässiges und schnelles Lieferdatum für einen Auftrag
festzulegen, wobei nichtsdestotrotz Flexibilität in der
Planung aufrecht erhalten wird, um die
Produktionsreihenfolge unvermeidlichen unvorhersehbaren
Ereignissen am besten anzupassen. Fig. 1 zeigt den
vorgeschlagenen funktionellen Aufbau. Der restliche Text
wird ausführlich die anderen Merkmale und Konzepte
erläutern, welche die Existenzberechtigung dieses Aufbaus
unterstützen.
Die grundlegenden Bausteine des vorgeschlagenen Aufbaus sind
die Folgenden:
Einmal im Jahr, oder immer dann, wenn es erforderlich ist,
wird die Produktionskapazität des Werkes mit den
Marktbedingungen verglichen, und es wird ein optimales
Verhältnis ermittelt, wie viel von jedem Produkt hergestellt
werden soll. Die Hauptereignisse, die in dem Werk vorkommen,
wie etwa lange Wartungszeiträume, werden betrachtet und so
gehandhabt, dass ihre Wirkungen hinsichtlich des Profits der
Firma vermindert werden.
Dieser Baustein speichert eine Überprüfung der
Produktionsverfügbarkeit jeder Art von Produkt, indem von
einem bestimmten Zeitraum (im Allgemeinen 3 Monate)
ausgegangen wird. Diese Verfügbarkeit wird dafür benutzt,
die Lieferzeit für einen Auftrag festzulegen. Der vom
Jahresplaner erzeugte optimale Produktmix wird aktualisiert
und vom Hauptplan als grundlegendes Datum benutzt, der ihn
über das Erzeugen von Produktionsaktionen von monatlichen
Zeiträumen in Produktionswochen umwandelt. Dementsprechend
kann der Hauptplaner sicherstellen, dass Vereinbarungen zum
Lieferdatum zwar aggressiv, aber nach Machbarkeit
eingegangen werden.
Für Aufträge, die in kurzem Abstand zum Lieferdatum eingehen
(im Allgemeinen weniger als drei Monate), wird eine
minutiöse Analyse der Verfügbarkeit des Werkes und des
Bestandes mit dem Baustein des Ausführlichen Planers
durchgeführt. Es werden die täglichen Produktionskapazitäten
betrachtet.
Aufträge müssen so ausgewählt und eingeplant werden, dass
sie den Übereinkünften mit den Kunden genügen und dass sie
die Ausrüstung des Werkes effizient nutzen. Die
Zwangsbedingungen der Gruppierung und Reihenfolgebildung,
die Umrüstzeiten und die Abhängigkeit der Ausrüstung
untereinander muss zur bestmöglichen Auslastung des Werkes
betrachtet werden. Wenn sich die Produktionsbedingungen
ändern, muss die Planung des Werkes angepasst werden, um den
neuen Zusammenhängen und Zwangsbedingungen zu entsprechen.
Der Versand schließt die Verarbeitungsschritte eines
Auftrages ab. Der Versand von Aufträgen muss den Vorgang der
Optimierung bei der Planung und Gestaltung des Ablaufes
fortsetzen, dem der Auftrag unterliegt, damit jegliche
Verzögerung bei der Lieferung vermieden und verschiedene
Transportmöglichkeiten auf ihre Effizienz hin untersucht
werden. Die Einbeziehung des Versandes in die
Produktionsplanung wird durch die Möglichkeit erreicht, das
vom Werk produziertes Material durchgesehen werden kann und
indem die Ladungsbeschränkungen für den Versand betrachtet
werden.
Wenn Aufträge ankommen, müssen ihre technischen Daten
vorgegeben und der Datenbank hinzugefügt werden, aus der die
Produktionsplanung und -ablaufgestaltung die für sie
bedeutungsvolle Informationen extrahieren. Von diesem
Baustein müssen die für ACESITA zutreffende Benennung und
Terminologie und ihre Standardprodukte unterstützt werden.
Dieser Baustein bringt das im Werk verfügbare Material mit
den zu produzierenden Aufträgen in Übereinstimmung. Das
Material kann aus Platten, teilweise verarbeiteten Coils
oder Fertigerzeugnissen bestehen. Es werden betriebliche
Regeln dafür benutzt, die Qualität der Übereinstimmung zu
beurteilen, um zu definieren, welcher Auftrag benutzt werden
soll, wenn mehr als einer zu dem Material passt, und um
auszuwählen, welches Material einem Auftrag zugeordnet wird,
wenn mehr als ein Material eingesetzt werden kann. Für jede
Zuordnung wird eine Analyse des Einflusses auf die Kapazität
des Werkes erforderlich.
- - Alle Bausteine, wie etwa technische Daten und Leitweg der Aufträge, Planung, Produktionsablaufgestaltung und Bestandsanwendung sind vollständig integriert.
- - Sowohl Strategien für die "Auftragsfertigung" als auch die für "Lagerfertigung" können unterstützt werden.
- - Alle Bausteine sind auf Grund der weit gefächerten Parametereinstellungen für die Daten, die sie benutzen, hochgradig flexibel.
- - Es werden Zwangsbedingungen und Anforderungen betrachtet, die der Zufriedenstellung der Kunden und der maximalen Produktivität des Werkes dienen.
- - Es werden fortgeschrittene Techniken der kombinatorischen Optimierung und künstliche Intelligenz und auch Algorithmen benutzt, die insbesondere für die Probleme der Eisen- und Stahlindustrie ausgelegt sind.
Die Hauptaufgaben des Jahresplaners sind Folgende:
- - für einen bestimmten zeitlichen Horizont den optimalen Produktmix herauszufinden, wobei ein Marktzusammenhang und einzuhaltende Zwangsbedingungen gegeben sind.
- - den Einfluss kritischer Aspekte zu analysieren, wie etwa Marktaufteilung, Produktionsabfolgen zwischen Produkten und Prioritätenbildung bei der Bedienung von Kunden.
- - für den Vertrieb ein Regelwerk mit einem Ausblick auf den besten Produktmix für die Firma im in Frage kommenden Zeitraum zu erzeugen.
Es wird, aufgeschlüsselt auf jede Art von Produkt, die das
Werk produzieren kann, eine objektive Funktion derart
definiert, dass sie die gesamte Wirtschaftlichkeit des
Werkes für einen beliebigen Produktmix ausdrücken kann. Der
beste Produktmix ist derjenige, bei dem diese objektive
Funktion ein Maximum hat, wobei alle auferlegten
Zwangsbedingungen eingehalten werden. Diese Art von Problem
wird im Allgemeinen durch Modelle linearer Programmierung
gelöst. Das Werkzeug, das für das Einrichten des Modells
angenommen werden kann, muss zusätzlich zur Lösung eine
verfeinerte Analyse der Zwangsbedingungen bereitstellen, bei
der diejenigen herausgefunden werden, die auf das Maximieren
der objektiven Funktion den meisten Einfluss haben.
Der durch diesen Baustein erzeugte Plan wird durchgesehen,
und über eine Schnittstelle eines Systems zur
Entscheidungsunterstützung kann der Einfluss verschiedener
Situationen auf die benutzte objektive Funktion geprüft
werden. Der endgültige Plan wird veröffentlicht und zum
Gebrauch als anfängliche Grundlage für die unterste
Planungsebene gespeichert.
Fig. 2 zeigt den funktionellen Aufbau für den Jahresplaner.
Dieser Baustein ist für das Erzeugen einer geeigneten
Darstellung des mathematischen Modells verantwortlich, das
vom Benutzer im Optimierungsbaustein definiert wird. Das
Modell besteht aus der objektiven Funktion, die im
Allgemeinen die Gewinnspanne des Unternehmens und die
Zwangsbedingungen widerspiegelt, die auferlegt werden. Die
Zwangsbedingungen bestehen üblicherweise aus Grenzwerten für
den erwarteten Bedarf an Produkten, der Kapazität der
Maschinen des Werkes und der Verknüpfung zwischen Vorgängen.
In Sinne des Jahresplaners kann die Kapazität der Maschinen
genau die Anzahl von Stunden sein, mit der jede von ihnen
zum Betrieb in einem bestimmten Zeitraum zur Verfügung
steht.
Dieser Baustein erzeugt den Wert der objektiven Funktion für
die beste Alternative aller Möglichkeiten, d. h., er erzeugt
die optimale Lösung. Er erzeugt auch eine verfeinerte
Analyse, die es ermöglicht herauszufinden, welche Variablen,
Parameter und Zwangsbedingungen auf die objektive Funktion
größeren Einfluss ausüben.
Über dieses System tritt der Benutzer mit dem Modell in
Dialog, ändert die Parameter und Zwangsbedingungen und
beobachtet das Ergebnis und die Auswirkung der
Veränderungen. Dieser Baustein stellt sicher, dass der
Benutzer das Mittel hat, einer beliebigen automatisch
erzeugten Lösung seine Entscheidung aufzuerlegen.
Die Hauptaufgaben des Hauptplaners sind Folgende:
- 1. Die Annahmen des Jahresplaners und Vorausberechnungen für die nächsten paar Monate durchzusehen und sie dann zu bestätigen oder zu ändern.
- 2. Für jeden Produktionsmonat geeignete Produktionsaktionen zu erzeugen.
- 3. Die folgenden Monate ausführlich zu analysieren und einen Produktionsplan für das Werk zu erzeugen, der benutzt werden soll, die Lieferzeit für eingehende Aufträge festzulegen.
- 4. Die Aufträge den Maschinen des Werkes zuzuordnen und realistische Lieferdaten [nicht lesbar] zu erzeugen, . . . beobachtet.
- 5. Für die Planung von Zulieferungen Informationen zu erzeugen.
Der Hauptplaner ordnet kürzeren Zeiträumen, im Allgemeinen
mit einer Dauer von einer Woche oder zehn Tagen, die
optimalen Mengen von Produkten zu, wie sie vom Jahresplan
vorgegeben werden. Dementsprechend muss er für die
verschiedenen Arten von Produkten an den verschiedenen
Ausrüstungen des Werkes die Zeiträume der
Produktionsaktionen erzeugen. Der betriebliche Horizont des
Hauptplaners beträgt üblicherweise drei bis sechs Monate vom
derzeitigen Datum, d. h., der Horizont wird jeden Monat
dynamisch angepasst. Dies bedeutet, dass die
Produktionskapazität jedes Monats so lange revidiert werden
kann, wie sich der Monat innerhalb des betrieblichen
Horizontes befindet.
Neue Aufträge, die in den betrieblichen Horizont des
Hauptplaners fallen, werden den wöchentlichen
Produktionskapazitäten des Werkes zugeordnet, so dass das
Lieferdatum für den Auftrag ermittelt werden kann. Das
Berechnen der restlichen Kapazität wird kontinuierlich bis
zu dem Datum beibehalten, das bei Eingang des nächsten
Auftrages benutzt werden soll. Bei Aufträgen, welche die
wöchentliche Produktionskapazität überschreiten, führt der
Hauptplaner eine laufende Gesamtberechnung der wöchentlichen
Kapazitäten vor dem vom Kunden gewünschten Datum durch und
ordnet den Auftrag der Anzahl von Wochen zu, die
erforderlich sind. Wenn sogar dann nicht genügend Kapazität
vorhanden ist, um den Auftrag zu produzieren, wird er nicht
angenommen. Das frühestmögliche Datum, zu dem der Auftrag
produziert werden kann, wird vermerkt. Im Falle von
beliebiger Stornierung von Aufträgen werden die Kapazitäten
des Werkes aktualisiert. Fig. 3 zeigt den funktionellen
Aufbau für den Hauptplaner.
Das Zuordnen von Kapazität zu den Maschinen, die vom
Jahresplaner vorgegeben werden, wird in wöchentliche
Zuordnungen umgewandelt, welche die Grundlage der gesamten
Planung des Hauptplaners und des Ausführlichen Planers
bilden. Die Hauptpläne für jede Produktfamilie werden aus
den nicht ins Einzelne gehenden Zwangsbedingungen der
Maschinenkapazität und Voraussagen über den Kundenbedarf
erzeugt, die in den Hauptplaner direkt oder über die Daten
eingeführt werden, die ihren Ursprung im Jahresplaner haben.
Jeder erzeugte Plan liefert eine Kapazität für jede
Produktfamilie, die unter realistischer Einschätzung vom
Werk produziert werden kann.
Da Veränderungen und unerwartete Ereignisse unvermeidlich
sind, können die Pläne automatisch, wobei die Bedingungen
gegeben sind, für die eine erneute Planung stattfindet, oder
manuell über das System zur Entscheidungsunterstützung
revidiert werden.
Sobald der Jahresplaner den idealen Produktmix für die
nächsten paar Monate bereitstellt, analysiert dieser
Baustein diesen Mix und erzeugt eine Reihe von
Produktionsaktionen, denen die verschiedenen Ausrüstungen
des Werkes gehorchen müssen, damit diese Produkte auf
optimierte Weise erzeugt werden können. Das Erzeugen und die
Reihenfolgebildung dieser Produktionsaktionen muss sich in
Übereinstimmung mit den verarbeitungstechnischen
Zwangsbedingungen des Werkes und mit den betrieblichen
Regelungen befinden.
Wenn die Aufträge eingehen, werden sie Zeiträumen, im
Allgemeinen Wochen, zugeordnet, in denen die Hauptpläne
erzeugt werden. Ihre Lieferdaten werden ermittelt und mit
dem Kunden vereinbart. Wenn nicht genügend Kapazität
vorhanden ist, rechtzeitig für den Kunden zu produzieren,
wird der Grund für diese Nichteinhaltung vermerkt.
Beginnend vom geforderten Lieferdatum, wird jeder
Produktionsschritt auf dem Leitweg eines Produktes geprüft,
und der Verbrauch an Kapazität und Ausführungszeit wird in
den Wochenperioden des Hauptplaners widergespiegelt.
Unterschiedliche Produkte können auf unterschiedlichen Wegen
die gleiche Ausrüstung benötigen. Damit muss die Zuordnung
von Ausrüstungen auf ausgewogene Weise gerade zu dem
Zeitpunkt erfolgen, bei welchem dem Produkt die Ausrüstung
zugeteilt wird. Jedes Produkt ist mit einem Belastungsprofil
verbunden, das angibt, wie viel das Produkt von jedem Teil
der Ausrüstung auf seinem Weg belegt, und zwar in Tonnen pro
Stunde.
Dieser Baustein betrachtet im Hinblick auf die nachfolgenden
Rückschläge für die verfügbare Produktionskapazität die
Zeiträume, in denen die Ausrüstung nicht in Betrieb sein
kann.
Die Kapazität, die für jede vom Hauptplaner verwaltete Woche
noch nicht aufgebraucht worden ist, wird summiert und durch
diesen Baustein wochenweise berechnet. Damit haben wir die
gesamte verfügbare Kapazität in jedem Zeitraum und für jede
Produktfamilie. Bei jedem Auftrag, der angenommen wird, wird
bei jedem Teil der Ausrüstung die notwendige Kapazität
vermindert und in der Verfügbarkeit aller Produktfamilien
widergespiegelt, welche die Maschinen auf dem Leitweg für
jedes angenommene Produkt gemeinsam nutzen.
Dieser Baustein versetzt den Benutzer in die Lage, mit dem
System in Dialog zu treten, um Daten und vom Hauptplan
bereitgestellte Ergebnisse einzuführen, zu überwachen und zu
ändern.
Auch dann, wenn ein Auftrag auf normale Weise durch den
Hauptplaner eingegeben wurde, ist nichtsdestotrotz
ausführlicheres Planen des Auftrages erforderlich, wenn sich
sein Produktionszeitraum nähert. Es gibt mehrere Gründe
dafür. Die derzeit abgewickelten Aufträge können etwas mehr
Kapazität in Anspruch nehmen als erwartet, wodurch die für
die Eingabe eines neuen Auftrages verfügbare Kapazität
vermindert wird. Die Situation des Werkes kann sich seit dem
Zeitpunkt, zu dem die Aufträge eingegeben worden sind,
geändert haben. Kunden können Veränderungen zu den
Lieferdaten oder den technischen Daten der vorher benötigten
Aufträge angefordert haben. In Produktion befindliches
Material ist fehlgeleitet worden, und der Auftrag muss neu
eingeplant werden. Es kann ein Mangel an ausreichendem
Rohmaterial zum Abarbeiten des Auftrages eintreten.
Damit stellt der ausführliche Planer ein genaues Überwachen
der Kapazität und erneutes Planen von Aufträgen bereit und
benutzt auch wenn immer möglich die Bestandsliste. Er sagt
die Verfügbarkeit des Werkes für die Aufträge, die sich
schon im Ablauf befinden, und die voraus, mit denen noch
nicht begonnen worden ist. Fig. 4 zeigt den funktionellen
Aufbau für den ausführlichen Planer.
Die Hauptaufgaben des ausführlichen Planers sind die
Folgenden:
- 1. durch Produktfamilienbildung ausführliche Auftragspläne zu erzeugen.
- 2. einen aktuellen und genauen Zustandsbericht der verbrauchten und verfügbaren Kapazität je Produktfamilie und je Ausrüstung zu speichern.
- 3. ein realistisches Lieferdatum für neue Aufträge zu erzeugen, die in den betrieblichen Horizont des ausführlichen Planes fallen.
- 4. dem Planungssystem für den angeforderten Zeitraum Aufträge bereitzustellen.
- 5. Bestandsverfügbarkeiten zum Planen und erneuten Planen von Aufträgen zu benutzen.
Zum besseren Gebrauch der Kapazität des Werkes können, wenn
überschüssige Kapazität vorhanden ist, Aufträge vorgezogen
werden. Gleichermaßen können im Falle einer Überlastung
einige Aufträge verzögert werden, und der Benutzer kann dann
die verfügbare Kapazität des Werkes für verschiedene
Produktfamilien erneut definieren, um den Einfluss möglicher
Verzögerungen zu verringern.
Die Funktionen dieses Bausteines können dafür benutzt
werden, um die Folgen des Austauschens, Änderns und erneuten
Planens von Aufträgen zu analysieren. Damit kann der
Benutzer die Möglichkeiten prüfen, die Produktion von
Aufträgen hoher Priorität zu beschleunigen.
Bei jedem Schritt im Produktionsvorgang liefern die
ausführlichen Pläne die Verbrauchsdaten für jede Art von
Material, das in der Produktion verwendet wird. Aus diesen
Daten kann die geeignete Menge von Rohmaterial berechnet
werden, die für die Produktion erforderlich ist.
Die endgültigen Pläne für jede Produktfamilie werden
zusammen mit den Anforderungen von Produktion und Bestand
veröffentlicht. Erneut geplante Aufträge und unerwartete
Engpässe bei Kapazitäten werden aufgezeichnet.
Der funktionelle Aufbau des ausführlichen Planers hat die
folgenden Merkmale:
Der Planungsmechanismus lädt die in Bearbeitung befindlichen
Aufträge, und die neuen Aufträge, beginnend mit der
vorgegebenen Woche, zum Abgleichen durch den Hauptplaner,
und diejenigen, bei denen die Lieferdaten verzögert sind,
werden für den Benutzer aufgelistet. Die Produktionsebenen
jeder Produktlinie werden für jedes Teil der Ausrüstung
definiert, das in ihren Leitwegen enthalten ist. Dieser
Baustein versucht, Engpässe dadurch zu überwinden, dass er
alternative Betriebsmittel benutzt, die Auftragsbearbeitung
früher beginnt oder einige Aufträge verzögert.
Beginnend mit dem Lieferdatum, muss jeder Produktionsschritt
auf dem Leitweg des Auftrages geprüft werden, um genügend
Zeit zum Produzieren des Auftrages bereitzustellen, wobei
alle Produktionszeiten jeder Stufe gegeben sind. Falls
erforderlich, können die Aufträge von der Woche des
Abgleiches aus projiziert werden, um das am nächsten
liegende Lieferdatum zu definieren.
Dieser Baustein gleicht dem, wie er beim Hauptplaner
angetroffen wird, ist aber ausführlicher. Er betrachtet die
Verarbeitungszeit durch die Ausrüstung, die Rüstzeit der
Ausrüstung, die Zwangsbedingungen der Straßen und die
täglichen Kapazitäten.
Die einschränkenden Zwangsbedingungen von Zulieferung und
Energie werden so betrachtet, dass eine voraussichtliche
Zuordnung von Aufträgen zum Werk aufrecht erhalten wird.
Innerhalb der geltenden Grenzen zeichnet der ausführliche
Planer die Zulieferschritte und die Versorgungsenergie auf,
die erforderlich sein werden, die Aufträge zu produzieren.
Der Benutzer muss mit dem ausführlichen Planer in Dialog
treten müssen, um operative Ausnahmen zu lösen und
Alternativen zur Auslastung von Betriebsmitteln und zum
erneuten Planen abzuschätzen. Bei unvorhergesehenen
Ereignissen kann es unmöglich sein, alle Aufträge
auszuliefern, ohne dass es eine Verzögerung gibt; der
Benutzer muss eingreifen und entscheiden, welcher verzögert
werden soll und welcher nicht. Die Einflüsse von
Veränderungen in der Menge, den technischen Daten und dem
Lieferdatum von Aufträgen müssen durch den Benutzer
ebenfalls analysiert werden.
Das System zur Produktionsplanung setzt sich aus vier
Bausteinen zusammen: Planung im Primärbereich, Planung im
Fertigwalzbereich, Planung im Versandbereich und Planung im
Gießereibereich. Fig. 5 zeigt diese Bereiche und die
Beziehungen untereinander.
Der Aufbau der Planung im Primärbereich beruht auf den
folgenden Anforderungen:
- - Bereitstellen einer Anzeige der Ausrüstung des Primärbereiches für den gewünschten Planungshorizont, z. B. eine Woche oder mehrere Tage (von hier an werden wir diesen Horizont als eine Woche betrachten). Die erzeugte Lösung muss alle bedeutungsvollen Zwangsbedingungen derart in Betracht ziehen, dass die Planung so zuverlässig wie möglich an der Realität liegt.
- - Erzeugen eines ausführlichen Planes für die Ausrüstung, wobei den Zwangsbedingungen der Bereitstellung von Roheisen, den Zwangsbedingungen beim Gruppieren, Aufreihen und zeitlichen Einordnen von Ausrüstung und dem Zulieferbedarf zu Gießerei und Fertigwalzbereich Rechnung getragen werden.
Der vorgeschlagene Aufbau stellt eine integrierte Planung
für die gesamte grundlegende Ausrüstung der Primärbereiches
bereit.
Der Planungsvorgang beginnt mit der Auswahl der Aufträge für
eine bestimmte Woche. Aufträge werden zusammengruppiert, um
aus der Sicht der Stabstraße die beste Abfolge der
Knüppelreihung zu erzeugen und aus der Sicht des
Warmwalzbereiches die beste Folge von Walzgestellen zu
erzeugen. Diesen Folgen werden die von der Gießerei
gesetzten Zwangsbedingungen der Bereitstellung von Roheisen
und Anforderungen an das Roheisen hinzugefügt, um dann die
Planung dafür zu erzeugen, was gegenwärtig durch das
Stahlwerk voraussichtlich produziert werden soll. Die
tatsächlichen Listen von Blöcken für die Stabstraße, Platten
für den Warmwalzbereich, Grenzen der Bereitstellung von
Roheisen durch die Hochöfen und von Stahl für die Gießerei
werden für die endgültige Erzeugung von Plänen für Knüppel
und Coils und für die interne Planung der Gießerei
betrachtet. Die Planung der Roheisenzulieferung der Rohöfen
wird innerhalb der geltenden Grenzen erzeugt. Im gesamten
Vorgang werden alle bedeutungsvollen Zwangsbedingungen
hinsichtlich der maximalen Anpassung der Lösung an den
Zustand des Werkes zu einem gegebenen Zeitpunkt betrachtet.
Sobald eine Lösung erzeugt worden ist, kann der Benutzer
einen beliebigen Teil der Lösung löschen und neu bearbeiten.
Damit können durch den Benutzer beliebige mögliche
Zwangsbedingungen, die normalerweise nicht betrachtet werden
müssen, manuell auferlegt werden.
Eine neue Lösung muss immer dann erzeugt werden, wenn die
vorgeschlagene Planung mit dem Zustand im Werk wesentlich
kollidiert. Beispiele von Ereignissen, die eine neue Planung
erfordern, können sein: Fehlleitung von Material, Einfügen
neuer Aufträge, Stornierungen von Aufträgen und Ausfälle bei
Ausrüstungen.
Die Bausteine des funktionellen Aufbaus des in Fig. 6
gezeigten Primärbereiches sind Folgende:
Die Aufträge für das Fertigwalzen bei der Stabstraße werden
nach der Gleichheit von Merkmalen gruppiert, die bei der
Reihenfolgebildung von Knüppeln erwünscht sind, z. B.
Stahlmarke, Lieferdatum und Anordnung der Stabwalzrollen.
Nach Betrachtung der ab Lager verfügbaren kalten Blöcke wird
die beste Gruppierung der Knüppel erzeugt. An diesem Punkt
sollten bestimmte Zwangsbedingungen der Stahlwerksausrüstung
vernachlässigt werden.
Wenn die vom vorhergehenden Baustein gelieferten
Gruppierungen gegeben sind, werden die beste Reihenfolge von
Knüppeln und die entsprechende Reihenfolge von Blöcken für
die Stabwalzen erzeugt. Eine der grundlegenden Aufgaben
besteht darin, immer dann, wenn es möglich ist, warme Blöcke
einzusetzen. Verfügbare kalte Blöcke werden eingerechnet.
Zwangsbedingungen des Stahlwerkes werden immer noch
vernachlässigt.
Alle Aufträge, die vom Warmwalzen für den gewünschten
Planungshorizont beansprucht wurden, werden nach den
Merkmalen gruppiert, die dem Walzvorgang eigen sind: z. B.
Breite und Dicke der Bleche, Lieferdatum und Art des
Stahles. Ab Lager verfügbare Bleche müssen einbezogen
werden.
Wenn die Walzgerüste betrachtet werden, die im vorigen
Baustein gebildet worden sind, wird eine Folge von
Walzgerüsten erzeugt, so dass die Zwangsbedingungen des
Blechwalzens am besten eingehalten werden. Wiederum werden
verfügbare kalte Bleche betrachtet, nicht aber die Mehrzahl
der für das Stahlwerk bedeutungsvollen Zwangsbedingungen.
Für jeden Block aus der Reihenfolge, die vom Stabwalzen
angefordert wurde, und jedes Blech aus der Reihenfolge, die
vom Warmwalzen angefordert wurde, wird die Zeitspanne
ermittelt, welche der Block oder das Blech zwischen dem Ende
der Blockerzeugung und dem Beginn des Einlaufes in den
Walzvorgang warten können. Die Blöcke und Bleche werden zu
Durchläufen gruppiert, so dass die Anzahl der Blöcke oder
Bleche maximiert wird, die sich in dem Zeitraum überlappen,
in dem sie zur Verfügung stehen, wenn sie warm durchlaufen
sollen. Wenn die Durchläufe gebildet worden sind, werden sie
der Ausrüstung zugeordnet (z. B. BOFs, Hafenöfen, Entgasern),
damit sichergestellt ist, dass die Kontinuität des
Verarbeitens des Durchlaufes innerhalb des Stahlwerkes
absehbar ist. Alle Zwangsbedingungen der kontinuierlichen
Walzstraße, die Abfolgen von mehreren Durchläufen betreffen
können, werden überprüft, sowie die Einschränkungen und
Auflagen der Hochöfen. Die Anforderungen aus der Gießerei
werden zwischen den zu erzeugenden Durchläufen angeordnet.
Dieser Baustein erzeugt die mögliche Planung dessen, was an
das Stahlwerk bereitgestellt werden soll, für die Blöcke,
Bleche, Bedienung und Zuteilung der Gießerei und des
Roheisens aus den Hochöfen so nahe wie möglich an dem, was
vom Stahlwerk verlangt wird.
Wenn die tatsächliche Reihenfolge von Blöcken gegeben ist,
die vom Stahlwerk erzeugt werden sollen, muss dieser
Baustein die verfügbaren Zellen der Schachtöfen auswählen
und sie den Blöcken zuordnen, wobei alle notwendigen
zeitlichen Toleranzen bereitgestellt werden, ebenso wird
auch das Aufwärmen der verfügbaren kalten Blöcke betrachtet.
Sobald die Reihenfolge gegeben ist, mit der die Blöcke den
Schachtöfen zur Verfügung stehen, wird die Reihenfolge
festgelegt, mit der sie gewalzt werden müssen, wobei die
Zwangsbedingungen der zeitlichen Abläufe und der Anordnung
der Walzen in Betracht gezogen werden.
Wenn die endgültige Reihenfolge der vom Stahlwerk zu
erzeugenden Bleche gegeben ist, wird die für das Warmwalzen
jedes von ihnen zur Verfügung stehende Zeit berechnet. Indem
die Anzahl der Bleche maximiert wird, bei denen sich diese
Zeiten überlappen, werden die Bleche zu Gerüsten gruppiert,
mit denen eine Gleichförmigkeit in Breite, Dicke,
Lieferdatum und der Stahlmarke der Bleche erreicht wird. Die
verfügbaren kalten Bleche werden ebenfalls betrachtet. Es
muss allen Zwangsbedingungen zur Bildung der Gerüste
Rechnung getragen werden.
Sobald die Gerüste definiert worden sind, werden die durch
den Warmwalzbereich und das nächstliegende Lieferdatum eines
Auftrages innerhalb jedes Gerüstes auferlegten
Zwangsbedingungen betrachtet, wobei die endgültige Planung
der Gerüste und folglich der warmen Coils und der Rohbleche
erfolgt.
Der Benutzer kann die erzeugten Lösungen durchsehen und sie
ändern. Wenn die Veränderungen irgend eine Zwangsbedingung
verletzen, wird der Benutzer davon in Kenntnis gesetzt, aber
es ist seine Entscheidung, ob er die Veränderung aufrecht
erhält oder nicht.
Dieser Bereich besteht aus den Fertigwalzstraßen für
Edelstahlcoils und -bleche, der Fertigwalzstraße für
silizierten Stahl, ihren jeweiligen Schnittstraßen, der
Schnittstraße für Kohlenstoffstahl und dem Stabwalzwerk.
Der vorgeschlagene Aufbau für den Fertigwalzbereich beruht
auf den folgenden Punkten:
- - Erzeugen eines Planes für die Ausrüstung des Fertigwalzbereiches für einen bestimmten Horizont (z. B. eine Woche), wobei allen Zwangsbedingungen dieser Ausrüstung Rechnung getragen wird.
- - Minimieren der Umrüstzeiten der Ausrüstung und von Auftragsverzögerungen.
Die vom Primärbereich bereitgestellten Aufträge werden für
eine Woche gruppiert und eingereiht. Alle Wartungszeiträume
müssen in Betracht gezogen werden. Die Bestandsanwendung hat
eine bedeutungsvolle Rolle bei der Benutzung von in der
Verarbeitung befindlichem Material, wenn dieses fehlgeleitet
wird.
Eine Beschreibung der Verfahrensweisen folgt, die für das
Planen jeder Fertigwalzstraße benutzt werden soll. Fig. 7
zeigt den funktionellen Aufbau der Fertigwalzbereiche.
Diese beiden Fertigwalzstraßen haben hinsichtlich der
Verfahrensweisen der Produktion sehr ähnliche Merkmale: in
der Regel durchläuft die gesamte Ausrüstung in diesen
Straßen zwei Betriebsschritte. Der erste besteht aus einem
Gruppieren von Aufträgen, welche die betrieblichen
Zwangsbedingungen der Ausrüstung erfüllen, z. B. alle Coils
in einer Gruppe müssen zur gleichen Stahlmarke gehören. Der
zweite Schritt besteht aus der Reihenfolgebildung, in der
die Coils einer Gruppe eingereiht sind, z. B. müssen die
Coils sich in einer Reihenfolge mit abnehmender Länge
befinden. Am Ende eines Schrittes zur Reihenfolgebildung
werden die Coils für die nächste Ausrüstung auf ihrem
Leitweg freigegeben, indem sie der Weiterverarbeitung
bereitgestellt werden.
Die Gruppen von Coils, die in einer bestimmten Maschine
zusammengruppiert worden sind und den gleichen Leitweg
haben, sind noch keinem einzelnen Auftrag, sondern einer
Gruppe von Aufträgen zugeordnet, d. h., die Zuteilung von
Metalleinheiten zu Aufträgen erfolgt so spät wie möglich, so
dass aus der Möglichkeit Nutzen gezogen werden kann, dass
ausgewählt wird, welcher Auftrag als fehlgeleitet behandelt
werden sollte und welcher weiter vorlaufen sollte, wenn eine
Fehlleitung eintritt. Am Beginn jedes Systemdurchlaufes
erzeugt die Überarbeitungsfunktion der Auftragszuordnung die
anfänglichen Gruppen von Aufträgen für jeden Teil der
Ausrüstung.
Der Zyklus des Gruppierens, Bildens von Reihenfolgen und
Überarbeitens von Auftragszuteilungen wird wiederholt, bis
alle Aufträge von allen Ausrüstungen auf ihrem Leitweg
verarbeitet worden sind. Das System zur
Entscheidungsunterstützung ermöglicht das Beobachten der
Ergebnisse und bei allen Stufen der gefällten Entscheidungen
das Eingreifen des Benutzers (d. h., dies gilt für die
restlichen Straßen des Fertigwalzbereiches).
Die Planung von Knüppeln (Rohstangen), die ihren Ursprung an
den Walzen haben (STRASSE 1 und 2) wird berücksichtigt, so
dass durch die Ausrüstung des Fertigwalzbereiches der
Stabstraße geeignete Materialgruppen gebildet und ihre
Reihenfolge festgelegt werden. Der Ansatz für das Lösen
dieser Art von Problem kann als ein Sonderfall der
Verfahrensweise betrachtet werden, die für rostfreien und
silizierten Stahl beschrieben worden ist, da die Ausrüstung
gleiche Merkmale zur Gruppierung und Reihenfolgebildung hat.
Sowohl die Planung von Knüppeln als auch die von
Fertigerzeugnissen kann durch das System zur
Entscheidungsunterstützung geändert und angepasst werden.
Dies ist ein Bereich, der getrennt vom Rest des Werkes
arbeitet, ausgenommen Anforderungen von Stahl aus dem
Stahlwerk und Roheisen von den Hochöfen.
Der erste Schritt im Vorgang des Gießens besteht in der
Zuteilung von Personal der Planungsphase eines neuen
Auftrages, in der für die Ausrüstung die Modelle und die
Leitwege durch die Produktion erzeugt werden. Externe
Modelle können ebenfalls angenommen und ihre Leitwege
festgelegt werden.
Auf Grund des Vorhandenseins von mehr Ausrüstungen als
menschlicher Arbeitskraft, um sie zu betreiben, wird in der
Gießerei die menschliche Arbeit kritisch. Dementsprechend
wird eine sorgfältige Prüfung vorgenommen, eine menschliche
Arbeitskraft gleichzeitig einem Teil einer Ausrüstung
zuzuteilen, um jede Aufgabe auszuführen, die beim Durchlauf
eines Auftrages vorgegeben ist.
Die endgültige Produktionsphase eines Auftrages kann einen
Schritt der Fertigbearbeitung betreffen, wenn wir dann die
Planung der Fertigprodukte haben. Wiederum können sowohl die
Daten, die der Gießerei bereitgestellt werden, als auch die,
die von ihr erzeugt werden, über das System zur
Entscheidungsunterstützung durch den Benutzer verändert
werden.
Die Transportfunktion schließt den Fertigungsvorgang eines
Auftrages im Werk ab. Diese Funktion muss eine Planung
erzeugen, die Verzögerung bei der Auslieferung minimiert und
auf geeignete Weise Transportalternativen erkundet. Der
vorgeschlagene Aufbau (Fig. 9) beruht auf den folgenden
grundlegenden Punkten:
- - Erzeugen einer Planung für eine Woche (oder einen beliebigen gewünschten Zeitraum) für jedes Transportmittel (LKW, Eisenbahn, Schiff usw.), wobei die Planung der vom Werk erzeugten Fertigprodukte in Betracht gezogen wird.
- - Immer dann, wenn es erforderlich ist, Anpassen der Tagesplanung.
- - Entwickeln einer Auslastungsplanung auf der Grundlage der Planung der Transportunternehmen.
- - Erzeugen einer neuen Planung, wenn irgend eine ernste Störung bei der Verfügbarkeit der Produkte oder der Transportmittel auftritt.
- - Erzeugen einer Planung, mit der Lieferverzug und Transportkosten minimiert werden.
- - Einrichten einer Überwachung des Leistungsvermögens des Transportunternehmen.
Diese Funktion empfängt die Planung der Fertigprodukte und
gruppiert sie mit denen zusammen, die sie in einem
Versandlager findet. Diese Gruppen werden über die
verschiedenen Transportunternehmen versandt. Dieser Baustein
minimiert Lieferverzug und die Transportkosten.
Die gruppierten Aufträge werden in eine Reihenfolge
gebracht, um einen Ladeplan zu bilden, der auf der Planung
der Transportunternehmen beruht. Zwangsbedingungen, wie etwa
Raumbedarf zum Handhaben der Ladungen und
Transportkapazität, müssen in Betracht gezogen werden.
Der Benutzer muss eine klare Einsicht in die Aufträge, die
vom Werk ankommen sollen, und diejenigen haben, die sich im
Versandlager befinden. Darüber hinaus muss der Benutzer in
der Lage sein, jegliche Daten zu ändern und zu korrigieren,
die vom Baustein der Versandplanung betrachtet oder erzeugt
werden. Diese Funktion überwacht auch den Grad von
Abweichung zwischen dem, was geplant war, und dem, was
ausgeführt worden ist, indem die dafür notwendigen
Informationen erzeugt werden, wenn eine neue Planung
erwünscht ist.
Beim Eingeben eines Auftrages muss dieser schnell und
dynamisch spezifiziert werden. Der vorgeschlagene Aufbau
(Fig. 10) beruht auf den folgenden Punkten:
- - Vermindern oder Ausschalten manueller Vorgaben und Leitweglenkung durch das Verwalten und Aktualisieren der metallurgischen Erkenntnisse und Vorgabe von Aufträgen.
- - Sobald die Aufträge von den Kunden erteilt worden sind, dynamische Spezifikation von Aufträgen mit Leitweginformation.
- - Speichern der Aufträge in einem Archiv, auf das von Planung und Ablaufsteuerung gleichermaßen zugegriffen werden kann.
- - Bereitstellen einer Prüfung der Durchführbarkeit für die Spezifikation von Aufträgen und immer dann automatische erneute Leitweglenkung der Aufträge, wenn es nötig ist.
Der Vorgang der Auftragsspezifikation beginnt mit dem
Zugriff auf die Kundenaufträge, die von der Funktion zur
Auftragseingabe bereitgestellt werden. Kundenanforderungen
werden in die interne Benennung von ACESITA übersetzt.
Entsprechend der Art des vorgegebenen Produktes, der
Stahlmarke, der Dicke, der Länge und der Qualität wird der
Leitweg erzeugt, und die Auslastungsanforderungen des
Auftrages an die Ausrüstung auf dem Leitweg widerzuspiegeln.
Der Leitweg muss Informationen über die Reihenfolge von
Ausrüstungen, auf denen der Auftrag verarbeitet werden muss,
Verarbeitungszeiten an jedem Teil der Ausrüstung,
Produktionsgeschwindigkeiten und Zwischenabmessungen bei
jedem Schritt enthalten.
Die Durchführbarkeit der Produktion des Auftrages, wie er
vorgegeben ist, wird gegenüber den Kapazitäten der
Ausrüstung überprüft, um sicherzustellen, dass der Auftrag
physisch wie vorgegeben verarbeitet werden kann. Wenn die
Prüfung nicht bestanden wird, muss automatisch, falls
vorhanden, ein alternativer Leitweg erzeugt werden.
Alle vorgegebenen Aufträge werden auf der Grundlage ihres
Leitweges mit Kosteninformationen bewertet. Auf diese
Aufträge kann gleichermaßen von der Planung und
Ablaufsteuerung zugegriffen werden.
Diese Funktion übersetzt die Informationen aus dem
Kundenauftrag in die interne Auftragsnorm von ACESITA.
Internationale technische Normen werden benutzt, und vorher
definierte Informationen werden in Fällen bereitgestellt, in
denen einige Merkmale der Auftrages vom Kunden nicht zur
Verfügung gestellt worden sind.
Diese Funktion wird für jeden eingegangenen Auftrag
ausgeführt. Wenn der Auftrag nicht ausgeführt werden kann,
wird diese Information an die Funktion des Systems zur
Entscheidungsunterstützung geschickt, welches das Mittel
bereitstellen muss, dass Anforderungen, wenn möglich,
geändert werden.
Sobald ein Auftrag durch die Prüfung der Durchführbarkeit
der Produktion hindurch gegangen ist, muss sein
Standardleitweg durch die Produktion erzeugt werden.
Informationen über den Auftrag, Vorzugsbedingungen für den
Kunden und Bedingungen des Walzwerkes werden in Betracht
gezogen.
Wenn kein Leitweg gefunden werden kann, muss an diese
Funktion einer Anforderung zum erneuten Bilden eines
Leitweges geschickt werden, die dann ihrerseits versuchen
wird, einen alternativen Leitweg zu entdecken.
Diese Funktion berechnet die Kosten eines Auftrages auf der
Grundlage des mit ihm verbundenen Leitweges.
Der Benutzer kann die vom Spezifikations- und Leitweg-
Baustein gelieferten und erzeugten Informationen durchsehen
und sie verändern, wie er es für nötig hält.
Der Vorgang der Bestandsanwendung vergleicht die
bedeutungsvollen Attribute des verfügbaren Materials mit den
Vorgaben der Aufträge und ermittelt für einen gegebenen
Auftrag die Auswahlmöglichkeit des Materials. Das Material
kann aus Blechen, halbfertigen Coils oder Fertigprodukten
bestehen. Es werden firmeninterne Regeln benutzt, um die
Angemessenheit der Zuordnung zwischen dem verfügbaren
Material und dem Auftrag zu beurteilen, sowohl wenn es
mehrere Materialien für einen Auftrag, als auch wenn es
mehrere mögliche Aufträge für ein bestimmtes Material gibt.
Bestandsanwendung auf einen Auftrag wird einen Einfluss auf
die ausführliche Planung und Ablaufsteuerung ausüben.
Der Vorgang der Bestandsanwendung beginnt mit der Analyse
neuer Aufträge, um zu ermitteln, welcher dem vorhandenen
Bestand an Blechen und Coils zugeordnet werden kann. Einige
Merkmale, die betrachtet werden können, sind: chemische
Eigenschaften, Qualität, Breite, Dicke und Gewicht.
Wenn mehrere Kandidaten verfügbar sind, wird nach einer
vorher definierten Vorzugsliste die beste Wahl
gekennzeichnet. Sobald ein Blech oder ein Coil einem Auftrag
zugeteilt worden ist, steht es für andere Anwendungen nicht
mehr bereit. Der Benutzer kann dann eingreifen, wenn es
nötig ist.
Durch diese Funktion werden Auftragsdaten und Bestandsdaten
verarbeitet. Bestimmte Attribute von Aufträgen, Blechen und
Coils können verglichen werden. Die übereinstimmenden
Kriterien, Auftragsattribute und die Kandidaten-Bleche oder
-Coils werden geprüft. Die Absehbarkeit der Übereinstimmung
zwischen dem Auftrag und dem Material wird ermittelt.
Im Falle von mehrfachen übereinstimmenden Möglichkeiten
werden zur Bildung von Prioritäten vorher definierte Regeln
benutzt.
Diese Funktion muss das Eingreifen des Benutzers in den
Entscheidungsvorgang hinsichtlich der Eignung und
Verfügbarkeit von Kandidatenmaterial unterstützen, das einem
Auftrag zugeordnet werden soll.
Die Annahme des vorgeschlagenen funktionellen Aufbaus wird
ACESITA eine Reihe von Vorteilen bringen. Einige von ihnen
sind nachstehend zu finden:
- - Optimierung der Gewinnspanne und der Betriebsmittel der Firma aus dem Jahresplaner zur Produktionsplanung des Werkes.
- - Gewichtete Ausgewogenheit zwischen Markterfordernissen und dem Produktionspotential des Werkes.
- - Schnelle und genaue Reaktion auf die Absehbarkeit, die Kundenanforderungen erfüllen zu können.
- - Das erwartete Lieferdatum wird unverzüglich ermittelt, wobei alle Zwischenstufen der Produktion in Betracht gezogen werden. Bestandsinformationen werden beim Eingang neuer Aufträge und bei der erneuten Zuordnung von fehlgeleiteten Aufträgen beachtet.
- - Die Automatisierung des Planungs- und Ablaufsteuersystems versetzt die Benutzer in die Lage, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, die für das Unternehmen eher kritische und strategische Bedeutung haben.
- - Die Produktionsplanung des gesamten Werkes wird vollständig integriert, vom Stahlwerk bis zum Ende der Fertigwalzstraßen.
- - Die Planung erzeugt automatisch die Bildung und Aufreihung von Produktionsaktionen.
- - Das Spezifikations- und Leitwegsystem ist ausreichend intelligent, das Personal von ermüdenden manuellen Arbeiten zu befreien. Der Spezifikationsvorgang betrachtet genormte und alternative Leitwege.
- - Beim Eingeben von Aufträgen wird der Materialeinsatz betrachtet. Der Vorgang wird automatisch und in Echtzeit ausgeführt. Alle wichtigen Aspekte von mit verfügbaren Materialien übereinstimmenden Aufträgen werden betrachtet.
- - Die Gesamtzeit zwischen dem Erteilen des Auftrages und seinem Versand an den Kunden wird vermindert.
- - Planung und Ablaufsteuerung werden kontinuierlich an die Bedingungen des Werkes angepasst, um seine Kapazitäten bis zu Maximum auszunutzen und den Markt besser zu bedienen.
Claims (20)
1. System zum Planen von Vorgängen in einem Walzwerk, das
Folgendes umfasst:
Mittel zum Lesen aller Aufträge, die in einem bestimmten Zeitraum produziert werden müssen, und zum Erzeugen der notwendigen Anzahl von Brammen, um die Aufträge zu erfüllen;
Mittel zum Lesen aller virtuellen Brammen, die produziert werden sollen, und ihrer Fälligkeitsdaten als warme Coils, und zum Erzeugen einer idealen Walzfolge der Brammen;
Mittel zum Lesen einer idealen Walzfolge von Brammen und zum Erzeugen einer Gruppe von Chargen, die produziert werden sollen;
Mittel zum Lesen der gegenständlichen Brammen, die produziert werden sollen, um eine Vielzahl von Listen warmer Coils zu erzeugen und in einem Speicher für warme Coils Listen von warmen Coils aufzuzeichnen;
Mittel zum Lesen einer Vielzahl von Lösungen aus dem Speicher der Listen der warmen Coils, um für die Vielzahl von Lösungen gemeinsame Teile herauszuziehen und um die extrahierten Teile als anfängliche Teillösung für einen Reihenfolgealgorithmus für ein Warmwalzwerk zu benutzen.
Mittel zum Lesen aller Aufträge, die in einem bestimmten Zeitraum produziert werden müssen, und zum Erzeugen der notwendigen Anzahl von Brammen, um die Aufträge zu erfüllen;
Mittel zum Lesen aller virtuellen Brammen, die produziert werden sollen, und ihrer Fälligkeitsdaten als warme Coils, und zum Erzeugen einer idealen Walzfolge der Brammen;
Mittel zum Lesen einer idealen Walzfolge von Brammen und zum Erzeugen einer Gruppe von Chargen, die produziert werden sollen;
Mittel zum Lesen der gegenständlichen Brammen, die produziert werden sollen, um eine Vielzahl von Listen warmer Coils zu erzeugen und in einem Speicher für warme Coils Listen von warmen Coils aufzuzeichnen;
Mittel zum Lesen einer Vielzahl von Lösungen aus dem Speicher der Listen der warmen Coils, um für die Vielzahl von Lösungen gemeinsame Teile herauszuziehen und um die extrahierten Teile als anfängliche Teillösung für einen Reihenfolgealgorithmus für ein Warmwalzwerk zu benutzen.
2. System nach Anspruch 1, wobei das Mittel zum Lesen aller
Aufträge Mittel zum Erzeugen einer Ausgabe enthält,
welche die Anzahl der Brammen, die produziert werden
soll, und ihre Eigenschaften kennzeichnet.
3. Verfahren zum Planen von Vorgängen in einem Stahlwerk,
das die folgenden Schritte umfasst:
Lesen aller Aufträge, die in einem bestimmten Zeitraum produziert werden müssen, und Erzeugen der notwendigen Anzahl von Brammen, um die Aufträge zu erfüllen;
Lesen aller virtuellen Brammen, die produziert werden sollen, und ihrer Fälligkeitsdaten als warme Coils und Erzeugen einer idealen Walzfolge der Brammen;
Lesen einer idealen Walzfolge der Brammen und Erzeugen einer Gruppe von Chargen, die produziert werden sollen;
Lesen der gegenständlichen Brammen, die produziert werden sollen, Erzeugen einer Vielzahl von Listen warmer Coils und Aufzeichnen der Listen warmer Coils in einen Speicher für die Listen warmer Coils; und
Lesen einer Vielzahl von Lösungen aus dem Speicher der Listen warmer Coils, Extrahieren gemeinsamer Teile aus der Vielzahl der Lösungen und Benutzen der extrahierten Teile als anfängliche Teillösung für einen Reihenfolgealgorithmus für eine Warmbandstraße.
Lesen aller Aufträge, die in einem bestimmten Zeitraum produziert werden müssen, und Erzeugen der notwendigen Anzahl von Brammen, um die Aufträge zu erfüllen;
Lesen aller virtuellen Brammen, die produziert werden sollen, und ihrer Fälligkeitsdaten als warme Coils und Erzeugen einer idealen Walzfolge der Brammen;
Lesen einer idealen Walzfolge der Brammen und Erzeugen einer Gruppe von Chargen, die produziert werden sollen;
Lesen der gegenständlichen Brammen, die produziert werden sollen, Erzeugen einer Vielzahl von Listen warmer Coils und Aufzeichnen der Listen warmer Coils in einen Speicher für die Listen warmer Coils; und
Lesen einer Vielzahl von Lösungen aus dem Speicher der Listen warmer Coils, Extrahieren gemeinsamer Teile aus der Vielzahl der Lösungen und Benutzen der extrahierten Teile als anfängliche Teillösung für einen Reihenfolgealgorithmus für eine Warmbandstraße.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei der Schritt des Lesens
aller Aufträge das Erzeugen einer Ausgabe enthält,
welche die Anzahl der Brammen, die produziert werden
sollen, und ihre technischen Daten kennzeichnet.
5. Maschinenlesbare Programmspeichereinrichtung, die ein
Programm von Befehlen verkörpert, die durch die Maschine
ausgeführt werden können, um Verfahrensschritte zum
Einplanen von Vorgängen in einem Stahlwerk auszuführen,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
Lesen aller Aufträge, die in einem bestimmten Zeitraum produziert werden müssen, und Erzeugen der notwendigen Anzahl von Brammen, um die Aufträge zu erfüllen;
Lesen aller virtuellen Brammen, die erzeugt werden sollen, und ihrer Fälligkeitsdaten als warme Coils und Erzeugen einer idealen Walzfolge der Brammen;
Lesen einer idealen Walzfolge von Brammen und Erzeugen einer Menge von Chargen, die produziert werden sollen;
Lesen der realen Brammen, die produziert werden sollen, indem eine Vielzahl von Plänen warmer Coils erzeugt wird, und Aufzeichnen der Pläne warmer Coils in einem Speicher für die Pläne warmer Coils;
Lesen einer Vielzahl von Lösungen aus dem Speicher für die Pläne warmer Coils, Extrahieren gemeinsamer Teile aus der Vielzahl der Lösungen und Benutzen der extrahierten Teile als anfängliche Teillösung für einen Reihenfolgealgorithmus einer Warmbandstraße.
Lesen aller Aufträge, die in einem bestimmten Zeitraum produziert werden müssen, und Erzeugen der notwendigen Anzahl von Brammen, um die Aufträge zu erfüllen;
Lesen aller virtuellen Brammen, die erzeugt werden sollen, und ihrer Fälligkeitsdaten als warme Coils und Erzeugen einer idealen Walzfolge der Brammen;
Lesen einer idealen Walzfolge von Brammen und Erzeugen einer Menge von Chargen, die produziert werden sollen;
Lesen der realen Brammen, die produziert werden sollen, indem eine Vielzahl von Plänen warmer Coils erzeugt wird, und Aufzeichnen der Pläne warmer Coils in einem Speicher für die Pläne warmer Coils;
Lesen einer Vielzahl von Lösungen aus dem Speicher für die Pläne warmer Coils, Extrahieren gemeinsamer Teile aus der Vielzahl der Lösungen und Benutzen der extrahierten Teile als anfängliche Teillösung für einen Reihenfolgealgorithmus einer Warmbandstraße.
6. Programmspeichereinrichtung nach Anspruch 5, wobei der
Schritt des Lesens aller Aufträge das Erzeugen einer
Ausgabe enthält, welche die Anzahl der Brammen, die
produziert werden sollen, und ihre technischen Daten
kennzeichnet.
7. System zum Planen von Arbeitsaufträgen in einem Werk,
das Folgendes umfasst:
Mittel zum Gruppieren von Aufträgen in Chargen;
Mittel zum Erzeugen einer Bezugsliste für die Chargen, aus denen die Chargen gezogen werden, die eingeplant werden sollen;
Mittel zum Kennzeichnen der aktuellen Bedingungen des Werkes;
Mittel zum Prüfen eines Bestwertes einer objektiven Funktion, um B mögliche Chargen zu entnehmen, die als Nächste eingeplant werden sollen;
Mittel zum Bilden von Folgen von bis zu P Chargen, die der Reihe nach eingeplant werden;
Mittel zum Annehmen der besten Folge und Festlegen der ersten Charge der Folge wie geplant, nachdem eine Anzahl von Möglichkeiten geprüft worden ist; und
Mittel zum Löschen der wie geplant festgelegten Charge aus der Bezugsliste.
Mittel zum Gruppieren von Aufträgen in Chargen;
Mittel zum Erzeugen einer Bezugsliste für die Chargen, aus denen die Chargen gezogen werden, die eingeplant werden sollen;
Mittel zum Kennzeichnen der aktuellen Bedingungen des Werkes;
Mittel zum Prüfen eines Bestwertes einer objektiven Funktion, um B mögliche Chargen zu entnehmen, die als Nächste eingeplant werden sollen;
Mittel zum Bilden von Folgen von bis zu P Chargen, die der Reihe nach eingeplant werden;
Mittel zum Annehmen der besten Folge und Festlegen der ersten Charge der Folge wie geplant, nachdem eine Anzahl von Möglichkeiten geprüft worden ist; und
Mittel zum Löschen der wie geplant festgelegten Charge aus der Bezugsliste.
8. System nach Anspruch 7, wobei die Anzahl der
Möglichkeiten annähernd gleich Bp ist.
9. System nach Anspruch 7, wobei jede Charge mit einem
Leitweg versehen wird, der die Produktionsschritte
beschreibt, welche die Charge durchlaufen muss.
10. Verfahren zum Einplanen von Arbeitsaufträgen in einem
Werk, das die folgenden Schritte umfasst:
Gruppieren der Aufträge in Chargen;
Erzeugen einer Bezugsliste für die Chargen, aus der die Chargen herausgezogen werden, um eingeplant zu werden;
Kennzeichnen der aktuellen Bedingungen des Werkes;
Prüfen eines Bestwertes einer objektiven Funktion, um B mögliche Chargen herauszunehmen, die als Nächste eingeplant werden sollen;
Bilden von Reihenfolgen von bis zu P Chargen, die der Reihe nach eingeplant werden sollen;
Annehmen der besten Reihenfolge und Festlegen der ersten Charge aus der Reihenfolge, wie sie eingeplant worden ist, nachdem eine Anzahl von Möglichkeiten geprüft worden ist; und
Löschen der so eingeplanten festgelegten Charge aus der Bezugsliste.
Gruppieren der Aufträge in Chargen;
Erzeugen einer Bezugsliste für die Chargen, aus der die Chargen herausgezogen werden, um eingeplant zu werden;
Kennzeichnen der aktuellen Bedingungen des Werkes;
Prüfen eines Bestwertes einer objektiven Funktion, um B mögliche Chargen herauszunehmen, die als Nächste eingeplant werden sollen;
Bilden von Reihenfolgen von bis zu P Chargen, die der Reihe nach eingeplant werden sollen;
Annehmen der besten Reihenfolge und Festlegen der ersten Charge aus der Reihenfolge, wie sie eingeplant worden ist, nachdem eine Anzahl von Möglichkeiten geprüft worden ist; und
Löschen der so eingeplanten festgelegten Charge aus der Bezugsliste.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die Anzahl der
Möglichkeiten annähernd Bp beträgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei jede Charge mit einem
Leitweg versehen wird, der die Produktionsschritte
beschreibt, welche die Charge durchlaufen muss.
13. Verfahren zum Einplanen von Produktionsvorgängen in
einem Werk, das die folgenden Schritte umfasst:
- a) Lesen von Informationen in Bezug darauf, was das Werk ausgeführt hat, und auf die Situation der Metalleinheiten und Verarbeitungseinheiten in dem Werk;
- b) Kennzeichnen, was jede Verarbeitungseinheit mit den Metalleinheiten machen wird;
- c) Lesen des nächsten Schrittes, der in dem Leitweg ausgeführt werden soll, der jeder Metalleinheit zugeordnet ist;
- d) Zuordnen eines virtuellen Zeitanzeigers und Verlängern der virtuellen Zeit, bis eine Metalleinheit von einer Verarbeitungseinheit freigegeben wird;
- e) Überprüfen des nächsten Schrittes auf dem Leitweg der Metalleinheit und Unterbringen der Metalleinheit in der Gruppe der Verarbeitungseinheiten, die den Schritt ausführen können;
- f) Überprüfen, ob alle Metalleinheiten des gleichen Typs der einen, gerade fertiggestellten, vollständig vorhanden sind;
- g) wenn nicht alle Metalleinheiten vollständig vorhanden sind, Zuteilung der nächsten Metalleinheit zur Verarbeitungseinheit;
- h) wenn alle Metalleinheiten vollständig vorhanden sind, Auswählen aus allen Arten von für diese Verarbeitungseinheit verfügbaren Materialien, welches davon am besten als Nächstes durchgehen soll;
- i) Definieren der besten Reihenfolge der Metalleinheiten in der ausgewählten Gruppe;
- j) Zuordnen der ersten Metalleinheit zur Verarbeitungseinheit; und
- k) Auswerten der Verarbeitungszeit der ersten Metalleinheit.
14. Verfahren nach Anspruch 13, das weiterhin den Schritt
des Verlängerns der virtuellen Zeit bis zum nächsten
Ereignis enthält, und Wiederholen der Schritte (f) bis
(k).
15. System zum Einplanen von Produktionsprozessen in einem
Werk, das Folgendes umfasst:
Mittel zum Lesen von Informationen in Bezug auf das, was das Werk ausgeführt hat, und die Situation der Metalleinheiten und Verarbeitungseinheiten in dem Werk;
Mittel zum Kennzeichnen, was jede Verarbeitungseinheit mit der Metalleinheit machen wird;
Mittel zum Lesen des nächsten Schrittes, der auf dem jeder Metalleinheit zugeordneten Leitweg ausgeführt werden soll;
Mittel zum Zuordnen eines virtuellen Zeitanzeigers und Verlängern der virtuellen Zeit, bis eine Metalleinheit von einer Verarbeitungseinheit freigegeben wird;
Mittel zum Prüfen des nächsten Schrittes auf dem Leitweg der Metalleinheit und Unterbringen der Metalleinheit in der Gruppe der Verarbeitungseinheiten, die den Schritt ausführen können;
Mittel zum Überprüfen, ob alle Metalleinheiten des gleichen Typs wie der einen, die gerade fertiggestellt worden ist, vollständig vorhanden sind;
Mittel zum Zuordnen der nächsten Metalleinheit zur Verarbeitungseinheit, wenn nicht alle Metalleinheiten vollständig vorhanden sind;
Mittel zum Auswählen aus allen Arten von für diese Verarbeitungseinheit verfügbaren Materialien, welches die beste Art ist, um als Nächste durchzulaufen, wenn alle Metalleinheiten vollständig vorhanden sind;
Mittel zum Definieren der besten Reihenfolge der Metalleinheiten in der ausgewählten Gruppe;
Mittel zum Zuordnen der ersten Metalleinheit zu der Verarbeitungseinheit; und
Mittel zum Auswerten der Verarbeitungszeit der ersten Metalleinheit.
Mittel zum Lesen von Informationen in Bezug auf das, was das Werk ausgeführt hat, und die Situation der Metalleinheiten und Verarbeitungseinheiten in dem Werk;
Mittel zum Kennzeichnen, was jede Verarbeitungseinheit mit der Metalleinheit machen wird;
Mittel zum Lesen des nächsten Schrittes, der auf dem jeder Metalleinheit zugeordneten Leitweg ausgeführt werden soll;
Mittel zum Zuordnen eines virtuellen Zeitanzeigers und Verlängern der virtuellen Zeit, bis eine Metalleinheit von einer Verarbeitungseinheit freigegeben wird;
Mittel zum Prüfen des nächsten Schrittes auf dem Leitweg der Metalleinheit und Unterbringen der Metalleinheit in der Gruppe der Verarbeitungseinheiten, die den Schritt ausführen können;
Mittel zum Überprüfen, ob alle Metalleinheiten des gleichen Typs wie der einen, die gerade fertiggestellt worden ist, vollständig vorhanden sind;
Mittel zum Zuordnen der nächsten Metalleinheit zur Verarbeitungseinheit, wenn nicht alle Metalleinheiten vollständig vorhanden sind;
Mittel zum Auswählen aus allen Arten von für diese Verarbeitungseinheit verfügbaren Materialien, welches die beste Art ist, um als Nächste durchzulaufen, wenn alle Metalleinheiten vollständig vorhanden sind;
Mittel zum Definieren der besten Reihenfolge der Metalleinheiten in der ausgewählten Gruppe;
Mittel zum Zuordnen der ersten Metalleinheit zu der Verarbeitungseinheit; und
Mittel zum Auswerten der Verarbeitungszeit der ersten Metalleinheit.
16. System nach Anspruch 15, wobei das Mittel zum Lesen des
nächsten Schrittes, der ausgeführt werden soll, Mittel
zum wiederholten Durchlaufen von Metalleinheiten in der
Gruppe jeder Verarbeitungseinheit enthält, die den
Schritt ausführen kann.
17. Verfahren zum Planen von Arbeiten in einer
Warmbandstraße, das die folgenden Schritte umfasst:
Einrichten von Bedingungen für alle Verarbeitungseinheiten im Bereich der Warmbandstraße und für die ab Lager verfügbaren Brammen;
Gruppieren der Brammen mit ähnlichen Leitwegen und Kennzeichnen der kritischen Reihenfolgen für jeden Leitweg;
Bewerten der Puffergröße des letzten Schrittes einer unkritischen Abfolge, so dass die Mindestlosgröße erreicht wird, ehe eine kritische Abfolge beginnt;
Auswählen von Brammen, die den Puffern zugeteilt werden;
Einplanen von Brammen für die Verarbeitungseinheiten in den unkritischen und den kritischen Abfolgen; und
wenn ein Konflikt entdeckt wird, Verzögern des Verarbeitungsbeginns des Puffers, um den Konflikt zu beseitigen.
Einrichten von Bedingungen für alle Verarbeitungseinheiten im Bereich der Warmbandstraße und für die ab Lager verfügbaren Brammen;
Gruppieren der Brammen mit ähnlichen Leitwegen und Kennzeichnen der kritischen Reihenfolgen für jeden Leitweg;
Bewerten der Puffergröße des letzten Schrittes einer unkritischen Abfolge, so dass die Mindestlosgröße erreicht wird, ehe eine kritische Abfolge beginnt;
Auswählen von Brammen, die den Puffern zugeteilt werden;
Einplanen von Brammen für die Verarbeitungseinheiten in den unkritischen und den kritischen Abfolgen; und
wenn ein Konflikt entdeckt wird, Verzögern des Verarbeitungsbeginns des Puffers, um den Konflikt zu beseitigen.
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei eine kritische Abfolge
eine Abfolge von Vorgängen ist, bei der zwischen zwei
beliebigen Vorgängen der Abfolge keine Wartezeit
vorhanden ist.
19. System zur Arbeitsplanung in einer Warmbandstraße, das
Folgendes umfasst:
Mittel zum Einrichten von Bedingungen für alle Verarbeitungseinheiten in der Warmbandstraße und für die ab Lager verfügbaren Brammen;
Mittel zum Gruppieren der Brammen mit ähnlichen Leitwegen und zum Kennzeichnen der kritischen Abfolgen für jeden Leitweg;
Mittel zum Bewerten der Puffergröße des letzten Schrittes einer unkritischen Abfolge, so dass eine Mindestlosgröße erreicht wird, ehe eine kritische Abfolge beginnt;
Mittel zum Auswählen von Brammen, die den Puffern zugeteilt werden sollen;
Mittel zum Einplanen von Brammen für die Verarbeitungseinheiten in den unkritischen und den kritischen Abfolgen; und
falls ein Konflikt erkannt worden ist, Mittel zum Verzögern des Zeitpunktes des Verarbeitungsbeginns für den Puffer, um den Konflikt zu bereinigen.
Mittel zum Einrichten von Bedingungen für alle Verarbeitungseinheiten in der Warmbandstraße und für die ab Lager verfügbaren Brammen;
Mittel zum Gruppieren der Brammen mit ähnlichen Leitwegen und zum Kennzeichnen der kritischen Abfolgen für jeden Leitweg;
Mittel zum Bewerten der Puffergröße des letzten Schrittes einer unkritischen Abfolge, so dass eine Mindestlosgröße erreicht wird, ehe eine kritische Abfolge beginnt;
Mittel zum Auswählen von Brammen, die den Puffern zugeteilt werden sollen;
Mittel zum Einplanen von Brammen für die Verarbeitungseinheiten in den unkritischen und den kritischen Abfolgen; und
falls ein Konflikt erkannt worden ist, Mittel zum Verzögern des Zeitpunktes des Verarbeitungsbeginns für den Puffer, um den Konflikt zu bereinigen.
20. System nach Anspruch 19, das weiterhin Mittel zum
Bereitstellen von Anfangs- und Endzeitpunkten umfasst,
zu denen jede Bramme in jeder Verarbeitungseinheit auf
ihrem Leitweg verarbeitet wird.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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|---|---|
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Family Applications (1)
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| CA (1) | CA2342579A1 (de) |
| DE (1) | DE10112681B4 (de) |
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