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Die
Erfindung betrifft eine Anordnung und ein Verfahren zur zeit- und
mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung wenigstens eines Produktes
aus mindestens einem Rohstoff und/oder Zwischenprodukt mittels verfahrenstechnischer
Anlagen.
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Anordnungen
und Verfahren zur zeit- und mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung
von sogenannten Stückgütern sind
allgemein bekannt. Bei der Stückgutfertigung
werden die Vorgaben für die
Fertigung eines Produktes in Form eines Stückgutes mit Stücklisten
und Arbeitsplänen
beschrieben. Aufgrund der Art und Beschaffenheit eines solchen Stückgutes
lässt sich
die Stückgutfertigung
ohne weiteres unterbrechen und zeitlich verschieben, sofern dies
beispielsweise durch unvorhergesehene Änderung der Auftragslage, etwa
vorzuziehende Eilaufträge,
oder unvorhergesehenes Auftreten von Störungen erforderlich würde.
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Anders
verhält
es sich hingegen bei der Herstellung von Produkten mittels verfahrenstechnischer Prozesse
und Anlagen. Eine Unterbrechung und zeitliche Verschiebung ist in
der Regel bereits aufgrund thermischer und/oder chemischer Reaktionen
von zu verwendenden Rohstoffen, Hilfsstoffen und Betriebstoffen
oder von Vorprodukten, Zwischenprodukten und letztlich auch Produkten
untereinander während der
verfahrenstechnischen Prozesse ausgeschlossen. Wann Fertigungsprozesse
zu starten sind, hängt unter
anderem von Terminvorgaben der Kunden (Liefertermine), der Dauer
der Anlagennutzung (Schichtzeiten) und der Geschwindigkeit ab, in
der Produkte nachproduziert werden können (Durchlaufzeit).
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Die
Herstellung wenigstens eines Produktes aus mindestens einem Rohstoff
und/oder Zwischenprodukt mittels verfahrenstechnischer Anlagen gestaltet
sich daher wesentlich aufwendiger als die Fertigung eines Stückgutes
und erfordert größte Genauigkeit
und Vorausschau in der Planung dessen.
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Im
Allgemeinen teilt sich die Planung für das gesamte Verfahren zur
Herstellung eines Produktes in eine sogenannte "Grobplanung" und eine sogenannte "Feinplanung" auf.
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Die
Grobplanung umfasst dabei 1) die Zuordnung von Kunden- oder Lageraufträgen zu Stücklisten,
Rezepturen von Vormischungen, Vorprodukten, Zwischenprodukten usw.,
Arbeitsplänen,
fertigungsspezifischen (Teil-)Prozessen usw., die Überwachung
des Wareneingangs, Prüfungen,
Qualitätskontrollen,
Buchungen, Zuführung
der gelieferten Materialien usw. zu den Zwischenlagerstellen und
Lagerstellen, die Steuerung und Überwachung
einer Entnahme und/oder Nachbestellung von sich bereits in den Zwischenlagerstellen
und Lagerstellen befindlichen Materialien, Rohstoffen sowie der
Bereitstellung für
geplante Fertigungsprozesse, 2) die Bestimmung der eigenen oder
von Dritten hergestellten Materialien, Rohstoffe, Vormischungen,
Vorprodukte, Zwischenprodukte usw. mit Menge und Liefertermin und 3)
die Beschaffung von Materialien, Rohstoffen, Komponenten, Vormischungen,
Vorprodukten, Zwischenprodukten usw. in geeigneten Mengen (Bestellmengen,
extern oder intern hergestellt). Bekannte Verfahren der Grobplanung
prüfen
mithin die Verfügbarkeit
von Komponenten, Rohstoffen und Materialien und geben gegebenenfalls
eine Terminschätzung
mit Start des Herstellungsprozesses ab. In der Grobplanung werden
im Allgemeinen auch Nachlieferungen von Materialien, Rohstoffen
usw. behandelt. Die Grobplanung, wie die gesamte Materialverwaltung,
Bestellwesen von Komponenten, Roh-, Hilfs- und Betriebstoffen, Bilanzierung
gelagerter und bestellter Mengen, Vorgabe der Wunschliefertermine,
Terminüberwachung
usw., erfolgt zumeist mittels marktüblichen kaufmännischen
Systemen, sogenannten Enterprise Resource Planning (ERP)-Systemen.
Darüber
hinaus sind in solchen Systemen zeitweise auch die Stücklisten,
Rezepturen usw. für
die Produkte hinterlegt. Die Grobplanung ist allerdings weder bestimmt
noch geeignet, darüber
hinausgehende Planungen, wie eine optimale Belegung der Anlagen
oder einen op timalen Zeitpunkt für
eine bestimmte Anlage festzulegen, vorzunehmen. ERP-Systeme sind
auch deshalb ungeeignet, weil sie einen Prozess in der gesamten
Prozesszeit abbilden, d. h. ohne anlagenspezifische Differenzierung. Sind
für die
Aufträge
erforderlichen Materialien, Rohstoffe, Komponenten usw. in den gewünschten
Mengen vorhanden, werden diese meist auftragsspezifisch im ERP-System
reserviert und entsprechend buchhalterisch erfasst. Aufträge, welche
aufgrund fehlender Ressourcen einen Fertigungslauf unmöglich machen,
werden aussortiert. Die Grobplanung ist somit ein rein steuerungstechnischer
Prozess, der zudem nur einen Teil der Produktionsplanung darstellt
und nicht zuletzt aufgrund dessen für den immer wichtiger werdenden,
weiteren Teil der Produktionsplanung in Form einer Feinplanung nicht
bestimmt, geschweige denn eine solche vornehmen kann.
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Die
Feinplanung, die sich an die Grobplanung anschließt, setzt
sich demgegenüber
zusammen aus 1) der Planung der Reihenfolge der (Teil-)Produktionsprozesse
und Abläufe,
2) der zeitlichen Planung des Einsatzes der erforderlichen Anlagen,
Maschinen, des Personals und anderer für die Herstellungsprozesse
notwendiger Ressourcen, wie zum Beispiel Energie, Hilfs- und Betriebsstoffe
(Anlagenbelegungsplanung), wobei der Beginn des Einsatzes maßgeblich
von den Terminvorgaben der Kunden (Liefertermine), der Dauer der
Anlagennutzung (Schichtzeiten) und der Geschwindigkeit zur Herstellung
der Produkte (Durchlaufzeit) abhängig ist,
3) der Durchführung
einzelner Herstellungsschritte ("Eigentliche
Produktion") nach
Arbeitsplan oder Arbeitsanweisung und 4) der Aufteilung und Zusammenfassung
von Auftragsmengen zu anlagenspezifischen Fertigungsmengen.
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Mit
Hilfe der Erfahrungen, die Mitarbeiter des Unternehmens mit den
Fertigungsprozessen haben, Prognosedaten, Auftragsvorlage, erwartete
Aufträge usw.
werden die Zeitdauer für
die Arbeitsprozesse, in der Grobplanung nicht fixierbare Ressourcen,
der Einsatz der für
die Fertigungsschritte geeigneten Maschinen, Anlagen und Werkzeuge
usw. festgelegt. Zeitweise wird auch die in der Feinplanung festgelegte
zeitliche Belegung der Anlagen, Maschinen, manuelle Prozesse in
einem Produktionsplan mit Hilfe von Visualisierungssystemen, wie
zum Beispiel Stecktafeln oder Magnettafeln, festgehalten. Die Feinplanung
ist Grundlage für
die Herstellung, für den
Einsatz und die Bedienung der Anlagen durch das Personal, für interne
Lagerbewegungen, Transportabläufe,
Bereitstellung von Vorprodukten und/oder Zwischenprodukten etc.,
Vorgaben für
Zwischenlagermöglichkeiten,
Abfüll-
und Abpackprozesse usw. Für
Herstellungsabläufe,
die wiederholt auf gleichen Anlagen oder Maschinen durchgeführt werden,
ist die Feinplanung einfach festzulegen. Da sich die Herstellungsabläufe und
Prozesse wiederholen, liegen ausreichend Erfahrungen vor, um eine
Feinplanung mit hoher Treffsicherheit zu erstellen. Stehen dagegen
unterschiedliche Fertigungseinrichtungen für gleiche Produktionsverfahren
zur Verfügung, wird
die Planung der Produktionsabläufe
komplex. Es müssen
die erwarteten Laufzeiten der Anlagen, die für unterschiedliche Aufträge produzieren,
zeitlich geschätzt
und neue Aufträge
im Schichtverlauf termingerecht eingepasst werden. Ein weiteres
Problem besteht darin, dass die Fertigungszeiten durch Probennahmen
und damit einhergehenden Fertigungsunterbrechungen, Nachdosierungen
usw. nicht, jedenfalls nicht hinreichend genau planbar sind. Entsprechend
ist auch die Bereitstellung der Materialien, Rohstoffe usw. festzulegen.
Falls Fertigungsprozesse in mehren Stufen ablaufen oder unterschiedliche
Maschinen und Anlagen zur Fertigung eingesetzt werden können, Vorprodukte
nur bestimmte Haltbarkeit haben (Chemie, Nahrungsmittel) Verkettungen
zwischen einzelnen (Teil-)Prozessen notwendig sind, wird Produktionsplanung
sehr umfangreich und ist nicht mehr einfach durchzuführen. Entsprechend
aufwendig ist die Feinplanung. Da Fertigungspläne in die Zukunft weisen (Prognosen)
und sich komplexe Prozesse mit allen Details nur in wenigen Phasen
eines Fertigungsprozesses genau abbilden lassen, ist die heutige
Feinplanung entsprechend mangelhaft.
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Die
Feinplanung wird noch komplizierter, wenn Störungen oder kurzfristige Änderungen
in der Auftragslage auftreten und bestehende Pläne modifiziert werden müssen. Störungen können zum
Beispiel Ausfälle
von Anlagen aufgrund technischer Mängel sein. Aber auch unzureichende
Qualität
von Rohstoffen, Materialien, Baugruppen, Vorprodukten, Ausfall von
Personal wegen Krankheit oder Urlaub, zwischengeschobene oder im
Termin geänderte
Aufträge
auf Wunsch von Kunden, längere
Fertigungszeiten wegen zusätzlicher
qualitätssichernder
Maßnahmen,
Nacharbeiten, im Zeitablauf unterschiedlich verlaufende chemischen
Reaktionen usw. bringen den Produktionsplan, der meist für einige
Tage festgelegt wird, durcheinander. Häufig sind Grob- und Feinpläne dann
neu zu erstellen. Da solche Störungen
unter Zeitdruck zu beheben sind, ist die Korrektur entsprechend
oberflächlich.
Weiterhin ist die Bilanzierung der Materialien, deren Nachbestellung
usw. bereits in der Grobplanung abgeschlossen. Die Änderungen
führen
zur Reduzierung der effektiven Herstellungszeit und erhöhen dadurch
Produktionskosten.
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Gelöst werden
solche stochastisch und zeitlich nicht voraussehbaren Probleme heute
mit kurzfristig angesetzten Gesprächen des am Produktionsprozess
beteiligten Personals. Dabei wird oftmals nach schnellen, jedoch
wenig durchdachten Lösungsansätzen gesucht.
Die Auswirkungen von vorgenommenen Änderungen sind zumeist nicht
ausreichend transparent und vorhersehbar. Die Qualität der Feinplanung
ist daher mangelhaft.
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Eine
derart geänderte
Feinplanung nimmt zugleich erheblich Einfluss auf vorausgehende
oder folgende, bereits geplante Fertigungsprozesse. Wird zum Beispiel
ein Produkt, eine Baugruppe, ein Vorprodukt zeitlich verschoben
produziert, hat das Auswirkungen auf den zeitlichen Einsatz der
dafür benötigten Ressourcen,
etwa Materialien, Rohstoffe oder Personal, für sämtliche nachfolgenden Prozesse. Auch
der Einsatz der Ressourcen, die zunächst nicht direkt dem Produktionsprozess
zuzuordnen sind, wie zum Beispiel Transporte, Qualitätssicherungsmaßnahmen,
Rüsten
und Reinigen von Anlagen usw. werden von den Änderungen oder Störungen erfasst. Änderung
der ursprünglichen
Pläne verlängern daher meist
Produktionszeiten, Mitarbeiter müssen
erhöhte Leistungen
erbringen. Geänderte
Abläufe
erfordern somit einen zusätzlichen
Planungsaufwand und damit einhergehend wiederum einen erhöhten Kostenaufwand.
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Ein
weiteres Problem der Produktionsplanung in Form der Feinplanung
liegt in der Genauigkeit der Zeitvorgaben. So können Fertigungszeiten erheblich
schwanken, wenn sich beispielsweise die geplante Fertigungsdauer
durch Umrüstungen
von Anlagen und Maschinen, unterschiedliche Prozessdauern bei chemischen
Reaktionen oder erhöhten Aufwand
für Qualitätssicherung
verlängert.
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Die
genannten Probleme verschärfen
sich in den letzten Jahren, weil die durchschnittlichen Auftragsmengen
der Kunden im Verlauf sinken. Kunden achten aus Gründen der
Lagerkosten auf verringerte Lagerhaltung. Die Folgen sind kürzere Bestellzyklen und
kleinere Bestellmengen und kürzere
Reaktions- und Durchlaufzeiten, um Terminwünsche von Kunden einhalten
zu können.
Durch häufige
Produktwechsel werden wiederum die Durchlaufzeiten länger und
erhöhen
zugleich den Planungsaufwand. Zudem führt eine stärkt zu beobachtende Diversifizierung
des Sortimentes zu einer komplexen Feinplanung. Extreme Anforderungen
an Liefertermine, kurze Durchlaufzeiten und zugehörige Produktionspläne bestehen
dann, wenn Kunden "Just-In-Time"-Lieferung verlangen und dadurch Fertigungsprozesse
der Lieferanten mit den eigenen Fertigungsabläufen verzahnt werden müssen. Die
Feinplanung ist dann auf sehr kurze Zeiten begrenzt und bedarf vermehrt
der Improvisation.
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Es
wird versucht, diese Probleme der Feinplanung mit Hilfe von sogenannten "Reservezeiten", als sogenannte "Sicherheitsbestände" getarnte erhöhten Materialbestände und
als "Blindleistung" bezeichnete, von
vorneherein erhöhte
Bereitstellung von Personal und Anlagenkapazitäten zu reduzieren. Das Problem
der mangelhaften Qualität
in der Feinplanung wird dadurch jedoch nicht beseitigt.
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Auf
die Feinplanung folgt schließlich
die der Feinplanung häufig
noch zuzurechnende Planung für die
Kommissionierung der hergestellten Produkte, den internen und externen
Transport, die Ein- und Auslagerung, den Versand usw.
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Bekannte
Anordnungen und Verfahren für die
Feinplanung der Herstellung wenigstens eines Produktes aus mindestens
einem Rohstoff und/oder Zwischenprodukt mittels verfahrenstechnischer
Anlagen existieren zwar, basieren allerdings allesamt auf einer
steuerungstechnischen und damit statischen, linearen Funktionsweise.
Diese Anordnungen und Verfahren für die Feinplanung besitzen
mithin sämtlich
den gravierenden Nachteil, nicht in der Lage zu sein, einen geeigneten
alternativen Produktionsplan vorzuschlagen und damit flexibel und
individuell auf ungeplante Ereignisse bei der Herstellung des wenigstens
einen Produktes, wie beispielhaft auf eine unvorhergesehene Änderung
der Auftragslage, etwa vorzuziehende Eilaufträge, oder unvorhergesehenes Auftreten
von Störungen
reagieren zu können.
Ein noch anderes, wesentliches Problem ergibt sich auch dadurch,
dass sich mögliche
Nachteile und/oder Konsequenzen, die bei zumeist kurzfristigen Planungsänderungen
auftreten, wie Kosten, Verschiebung zugeordneter Aufträge etc.,
nicht im Vorhinein abschätzen
oder erkennen lassen. Andere Anordnungen und Verfahren versuchen
diesem Missstand mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen zu begegnen. Der
Aufwand für
Dateneingabe und Datenpflege ist jedoch ausgesprochen aufwendig,
unwirtschaftlich und nicht praxisorientiert.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung und ein
Verfahren zur zeit- und mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung wenigstens
eines Produktes aus mindestens einem Rohstoff und/oder Zwischenprodukt
mittels verfahrenstechnischer Anlagen zur Verfügung zu stellen, mit welcher
sich die obigen Nachteile verhindern lassen, welche mithin konstruktiv
besonders einfach, schnell, mit hoher Genauigkeit und zugleich zuverlässig eine
Feinplanung von komplexen, mehrstufigen verfahrenstechnischen Prozessen
mit einer Vielzahl von Rohstoffen, Vorprodukten, Zwischenprodukten
usw. ermöglichen,
dadurch die verfahrenstechnischen Prozessen verkürzen und beschleunigen sowie
zusätzlich
sehr kostengünstig
sind.
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Diese
Aufgabe wird in vorrichtungstechnischer Hinsicht auf überraschend
einfache Weise durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Durch
die erfindungsgemäße Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Anordnung
zur zeit- und mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung wenigstens
eines Produktes aus mindestens einem Rohstoff und/oder Vorprodukt
und/oder Zwischenprodukt mittels verfahrenstechnischer Anlagen,
umfassend eine Regelungsvorrichtung zur Feinplanung und Optimierung
der Herstellung des wenigstens einen Produktes, wobei die Regelungsvorrichtung
zwischen einer Einrichtung zur Erfassung und Lieferung bzw. Bereitstellung
von Kundenauftragsdaten und den verfahrenstechnischen Anlagen zur
interaktiven Kommunikation angeordnet ist, mit einer Einrichtung zur
Erfassung und Lieferung bzw. Bereitstellung von Kapazitätsparametern
und einer Einrichtung zur Erfassung und Lieferung bzw. Bereitstellung
von Störparametern,
sofern Störparameter
(bereits) vorhanden sind und/oder unvorhergesehenermaßen (zwischenzeitlich
bzw. nachträglich)
auftreten, verbunden ist, von der Einrichtung zur Erfassung und
Lieferung von Kundenauftragsdaten, der Einrichtung zur Erfassung
und Lieferung von Kapazitätsparametern,
der Einrichtung zur Erfassung und Lieferung von Störparametern
und den verfahrenstechnischen Anlagen Ist-Daten über den aktuellen Herstellungsablauf
des wenigstens einen Produktes erhält, zu Soll-Daten bzw. Plandaten
eines Herstellungsablaufs des wenigstens einen Produktes in Abhängigkeit
der minimal erforderlichen Zeit und/oder des/der maximal herstellbaren
Menge/Durchsatzes des wenigstens einen Produktes verarbeitet und
den aktuellen Herstellungsablauf an den optimierten Herstellungsablauf des
wenigstens einen Produktes anpasst, ist eine konstruktiv besonders
einfache, zudem unmittelbar ansprechende und damit schnell arbeitende
Anordnung insgesamt erreicht. Zugleich ist mit der erfindungsgemäßen Anordnung
eine hohe Genauigkeit in der Feinplanung und Optimierung gewährleistet.
Zusätzlich
lassen sich unterschiedlichste Planungsvarianten in Echtzeit miteinander
vergleichen, speichern und kostenmäßig bewerten. Von ganz besonderer Bedeutung
ist bei alledem, dass die Anordnung eine Regelungsvorrichtung zur
Feinplanung und Optimierung der Herstellung des wenigstens einen
Produktes, die zwischen der Einrichtung zur Erfassung und Lieferung
von Kundenauftragsdaten und den verfahrenstechnischen Anlagen angeordnet
ist, umfasst, welche Herstellungsprozesse erheblich abkürzt und dadurch
die Herstellung von Produkten effizienter macht. Damit einhergehend
lassen sich eine termingerechte Planung einzelner Fertigungsstufen
und Vorprodukte und/oder Zwischenprodukte sowie eine Belegung der
Anlagen einschließlich
der Belegungszeiten, die notwendig sind, Produktionsaufträge termingerecht
auszuführen,
auf einfache und äußerst exakte
Weise erreichen. Nicht zuletzt hieraus resultierend können Produkte,
die mit beliebigen verfahrenstechnischen Produktionstechniken einschließlich einer
rezeptspezifischen Fertigung ("Schritt-für-Schritt"-Fertigung) hergestellt
werden, mit kürzeren
Durchlaufzeiten bei besserer Auslastung der Fertigungskapazitäten hergestellt
werden. Die Regelungsvorrichtung senkt dadurch Produktionskosten.
Investitionen in Anlagen, die wie bisher getätigt wurden, um "auf der sicheren
Seite zu sein" und
lediglich in wenigen und ganz begrenzten Zeitfenstern Produktionsspitzen
abzubauen, können
unterbleiben. Auch Lagerkosten für
Rohstoffe, Vorprodukte, Zwischenprodukte und (Fertigbzw. End-)produkte
reduzieren sich aufgrund schnellerer Nachproduktion und verbesserter
Disposition von Beständen.
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Ganz
besonders vorteilhafte konstruktive Einzelheiten der erfindungsgemäßen Anordnung
zur zeit- und mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung wenigstens
eines Produktes aus mindestens einem Rohstoff und/oder Zwischenprodukt
mittels verfahrenstechnischer Anlagen sind in den Ansprüchen 2 bis
10 beschrieben.
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Des
Weiteren wird diese Aufgabe in verfahrenstechnischer Hinsicht auf überraschend
einfache Weise durch die Merkmale des Anspruchs 11 gelöst.
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Demnach
ist durch die Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur zeit- und
mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung wenigstens eines Produktes
aus mindestens einem Rohstoff und/oder Vorprodukt und/oder Zwischenprodukt
mittels verfahrenstechnischer Anlagen, umfassend folgende Schritte:
- a) Erfassen von Kundenauftragsdaten durch eine Einrichtung
zur Erfassung und Lieferung bzw. Bereitstellung von Kundenauftragsdaten,
- b) Liefern der Kundenauftragsdaten durch die Einrichtung zur
Erfassung und Lieferung von Kundenauftragsdaten an eine Regelungsvorrichtung,
- c) (Interaktives) Kommunizieren zwischen der Regelungsvorrichtung
und der Einrichtung zur Erfassung und Lieferung von Kundenauftragsdaten
sowie den verfahrenstechnischen Anlagen,
- d) Erfassen von Kapazitätsparametern
durch eine Einrichtung zur Erfassung und Lieferung bzw. Bereitstellung
von Kapazitätsparametern
und Liefern bzw. Bereitstellen von Ist-Daten über den aktuellen Herstellungsablauf
des wenigstens einen Produktes an die Regelungsvorrichtung,
- e) Erfassen von Störparametern
durch eine Einrichtung zur Erfassung und Lieferung bzw. Bereitstellung
von Störparametern
und Liefern bzw. Bereitstellen von Ist-Daten über den aktuellen Herstellungsablauf
des wenigstens einen Produktes an die Regelungsvorrichtung, sofern
Störparameter
(schon) vorhanden sind und/oder unvorhergesehenermaßen (zwischenzeitlich
bzw. nachträglich)
auftreten,
- f) Verarbeiten der von der Einrichtung zur Erfassung und Lieferung
von Kundenauftragsdaten, der Einrichtung zur Erfassung und Lieferung
der Kapazitätsparameter,
der Einrichtung zur Erfassung und Lieferung von Störparametern
sowie den verfahrenstechnischen Anlagen erhaltenen Ist-Daten über den
aktu ellen Herstellungsablauf des wenigstens einen Produktes zu Soll-Daten bzw.
Plandaten eines Herstellungsablaufs des wenigstens einen Produktes
in Abhängigkeit
der minimal erforderlichen Zeit und/oder des/der maximal herstellbaren
Menge/Durchsatzes des wenigstens einen Produktes, und
- g) Anpassen des aktuellen Herstellungsablaufes an den optimierten
Herstellungsablauf des wenigstens einen Produktes durch die Regelungsvorrichtung,
ein
konstruktiv besonders einfaches Verfahren zur Produktionsplanung
und speziell Feinplanung anstelle eines steuerungstechnischen, statischen
Prozesses, der bestimmte Festlegungen für eine definierte Zeitperiode
macht, als regelungstechnischer, dynamischer Prozess, ohne zeitliche
Begrenzung vorgesehen. Insbesondere ist die Feinplanung als Regelung
ausgestaltet, die dynamisches Verhalten zeigt, d. h. dass auf Störungen,
wie Änderungen
von Kundenaufträgen,
Mangel an Ressourcen, Störungen der
Anlagenverfügbarkeit
usw., sofort reagiert und alternative Vorschläge unterbreitet.
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Von
ganz besonderer Bedeutung sind die Merkmale der Ansprüche 12 und/oder
13, wonach eine oder mehrere geeignete Anlage/n aus der/den zur
Verfügung
stehenden Anlage/n in Abhängigkeit der
minimal erforderlichen Zeit und/oder der/des maximal herstellbaren
Menge/Durchsatzes des wenigstens Produktes zur geregelten Feinplanung
retrograd ausgewählt
wird/werden.
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Weitere
ganz besonders vorteilhafte Einzelheiten des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur zeit- und mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung wenigstens
eines Produktes aus mindestens einem Rohstoff und/oder Zwischenprodukt
mittels verfahrenstechnischer Anlagen sind in den Ansprüchen 14 bis
47 beschrieben.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung sowie anhand der Zeichnungen. Hierbei zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Anordnung zur zeit- und mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung
wenigstens eines Produktes aus mindestens einem Rohstoff und/oder
Zwischenprodukt mittels verfahrenstechnischer Anlagen,
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2 eine
schematische Darstellung der Ausführungsform der erfindungsgemäß ausgebildeten
Anordnung der 1, in vergrößerter Darstellung,
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3 eine
schematische Darstellung der Ausführungsform der erfindungsgemäß ausgebildeten
Anordnung der 2, in vergrößerter Darstellung, und
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4 eine
schematische Darstellung einer Ausführungsform einer bekannten
Anordnung zur zeit- und mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung
wenigstens eines Produktes aus mindestens einem Rohstoff und/oder
Zwischenprodukt mittels verfahrenstechnischer Anlagen.
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Bei
der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen Anordnung 10 sind
einander entsprechende, gleiche Bauteile jeweils mit identischen
Bezugsziffern versehen.
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Die
Anordnung 10 nach der Erfindung und/oder das erfindungsgemäße Verfahren
ist/sind zur zeit- und mengen- bzw. durchsatzoptimierten Herstellung
wenigstens eines Produktes aus mindestens einem Rohstoff und/oder
Vorprodukt und/oder Zwischenprodukt mittels verfahrenstechnischer
Anlagen vorgesehen.
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Bei
der in den 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform
umfasst die erfindungsgemäße Anordnung 10 eine
Regelungsvorrichtung 12. Die Regelungsvorrichtung 12 ist
zur Feinplanung und Optimierung der Herstellung des wenigstens einen
(Fertig- bzw. End-)Produktes vorgesehen.
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Die
Regelungsvorrichtung 12 ist zwischen einer Einrichtung 14 zur
Erfassung und Lieferung bzw. Bereitstellung von Kundenauftragsdaten
und verfahrenstechnischen Anlagen 16 angeordnet. Die Regelungsvorrichtung 12,
die Einrichtung 14 zur Erfassung und Lieferung von Kundenauftragsdaten
und die verfahrenstechnischen Anlagen 16 sind miteinander
derart verbunden bzw. einander derart zugeordnet, dass zwischen
der Regelungseinrichtung 12 und der Einrichtung 14 einerseits
und den verfahrenstechnischen Anlagen 16 andererseits jederzeit
eine interaktive und ständige
Kommunikation in bidirektionaler Richtung entsprechend den Pfeilen 18, 18' bzw. 20, 20' stattfinden
kann. Eine solche interaktive und ständige Kommunikation ist zwar
bei einer (Erst- und/oder Neu-)Planung unter gewissen Umständen nicht
unbedingt erforderlich, ist aber in jedem Fall bei einem sogenannten
Monitoring in einer der (Erst- und/oder Neu-)Planung nachfolgenden
(Folge-)Planung während
des/der laufenden Prozesse/s erforderlich. Ohne im Einzelnen dargestellt
zu sein, ist zwischen der Regelungseinrichtung 12, der
Einrichtung 14 und den verfahrenstechnischen Anlagen 16 auch
jede beliebige andere Kommunikationsrichtung) untereinander möglich.
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Wie
insbesondere aus den 2 und 3 hervorgeht,
ist die Regelungsvorrichtung 12 weiterhin mit einer Einrichtung 22 zur
Erfassung und Lieferung bzw. Bereitstellung von Kapazitätsparametern der
verfahrenstechnischen Anlagen 16, Zwischenlagerstellen
und Lagerstellen sowie Abfüll-
bzw. Abpackanlagen, des mindestens einen Rohstoffes und/oder Vorproduktes
und/oder Zwischenproduktes und des Personals verbunden. Eingangsdaten
für die Regelungsvorrichtung 12 sind
Kundenaufträge,
die auf firmeninterne Codierungen, zum Beispiel Auftragsnummern,
Stücklisten,
Rezepturen, Abfüllvorgaben,
Gebindegrößen, Transportvorschriften
usw., umgeschlüsselt
sind und damit eindeutige Zuordnung zwischen Kundenauftrag und zugehörigen Prozessen
und Einsatzstoffen ermöglichen.
Kapazitätsparameter,
welche der Regelungsvorrichtung 12 zugeführt werden,
sind Material- und
Rohstoffbestände, Bestände von
Vor- und Zwischenprodukten, das Vorhandensein und die aktuelle Verfügbarkeit
von Fertigungsanlagen 16, Maschinen, Komponenten, Zwischenlagerstellen,
Lagerstellen, Abfüll-
und Abpackeinrichtungen sowie das Personal bzw. die Personal-Ressourcen,
die/das im Unternehmen vorhanden sind, für die Herstellung der Produkte
notwendig sind und aktuell oder kurz- und mittelfristig verfügbar sind. Alle
einsatzfähigen
Ressourcen des Unternehmens werden damit durch diese Kapazitätsparameter
abgebildet. Weitere Kapazitätsparameter
können
Daten zu den Fertigungsanlagen, dem Durchsatz, dem Fassungsvermögen, Geschwindigkeiten,
wie Abfüll-
und Abpackgeschwindigkeiten, Füllmengen
pro Zeit, der Vernetzung mit anderen Anlagen 16, Transportwegen,
Lagerkoordinaten für
Materialien oder Wegekomponenten für die Zuführung oder Verwiegung von Rohstoffen,
Vorprodukten, Zwischenprodukten, dem Personal für Reinigungs- und Rüstvorgänge und
vieles andere mehr sein.
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Darüber hinaus
ist die Regelungsvorrichtung 12 vorzugsweise mit einer
Einrichtung 24 zur Erfassung und Lieferung bzw. Bereitstellung
von Störparametern
verbunden bzw. ist der Regelungsvorrichtung 12 eine solche
Einrichtung 24 zugeordnet. Störparameter können zum
Beispiel Störgrößen, wie
Anlagenausfall, fehlerhafte oder fehlende Komponenten, Baugruppen
und Bauteile der einzelnen verfahrenstechnischen Anlagen 16,
fehlende oder nicht zeitgerecht erstellte Vorprodukte und/oder Zwischenprodukte,
Rohstoff- oder Materialmängel,
fehlendes Bedien- oder Transportpersonal, nicht ausreichende oder
fehlende Transportmöglichkeiten,
zwischengeschobene oder geänderte
Aufträge,
wie etwa zwischengeschobene Kundenaufträge, Termin- und Mengenänderungen
usw., sein. Die Einrichtung 24 zur Erfassung und Lieferung
von Störparametern kann
dabei erfindungsgemäß optional
zum Einsatz gelangen. Dies hängt
wesentlich davon ab, ob beispielsweise Störparameter (schon) vorhanden
sind und/oder unvorhergesehenermaßen (zwischenzeitlich bzw.
nachträglich)
auftreten. Darüber
hinaus kann auf einen Einsatz einer solchen Einrichtung 24 unter
gewissen Umständen,
etwa zum Bei spiel bei einer (Erst-)Planung, verzichtet werden, da
in aller Regel davon ausgegangen werden kann, dass der aktuelle
Zustand der verfahrenstechnischen Anlagen 16 zum Zeitpunkt
der Planung bzw. Feinplanung anhand der Kapazitätsparameter ausreichend bestimmbar ist.
Sollte dies nicht der Fall sein, käme eine solche Einrichtung 24 hingegen
zum Einsatz. Demgegenüber
ist eine solche Einrichtung 24 jedenfalls bei einem sogenannten
Monitoring, also bei einer kontinuierlichen Überwachung, während des/der
laufenden Prozesse/s von besonderem Vorteil.
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Betriebsdaten,
aus Maschinen, Anlagen 16, Messwerte, Qualitätsdaten,
aber auch Schichtzeiten, kalendarische Besonderheiten, etwa Feiertage,
sind Einflussgrößen, die
die Regelungsvorrichtung 12 zusätzlich berücksichtigt.
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Die
Regelungsvorrichtung 12 verarbeitet die Ist-Daten, die
von der Einrichtung 14 zur Erfassung und Lieferung von
Kundenauftragsdaten, von der Einrichtung 22 zur Erfassung
und Lieferung der Kapazitätsparameter
und der Einrichtung 24 zur Erfassung und Lieferung von
Störparametern
sowie den verfahrenstechnischen Anlagen 16 stammen und den
aktuellen Herstellungsablauf des wenigstens einen Produktes wiedergeben,
zu Soll-Daten bzw. Plandaten eines Herstellungsablaufs des wenigstens einen
Produktes. Die Verarbeitung der Ist-Daten durch die Regelungsvorrichtung 12 kann
in diesem Zusammenhang kann zeitnah oder weitgehend zeitnah nach
Erhalt erfolgen. Alternativ oder kumulativ dazu kann die Verarbeitung
der Ist-Daten auch zeitverzögert
erfolgen. In diesem Fall werden die Ist-Daten zunächst in
einem Speicher oder dergleichen Modul (nicht gezeigt), welcher/welches
zum Beispiel der Regelungsvorrichtung 12 zugeordnet ist,
gesammelt und/oder abgelegt und der Regelungsvorrichtung 12 zeitgesteuert,
d. h. nach festgelegten Zeitintervallen, und/oder ereignisorientiert,
d. h. in Abhängigkeit
der Priorität
oder Bedeutung eines Ereignisses, zu deren Verarbeitung zugeführt.
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Die
Soll-Daten werden dabei in Abhängigkeit der
minimal erfor derlichen Zeit und/oder des/der maximal herstellbaren
Menge/Durchsatzes des wenigstens einen Produktes erstellt. Soll-Daten können auf Vorgaben,
wie zum Beispiel minimalen Durchlaufzeiten, minimalem Energieverbrauch,
bestimmtem Mengendurchsatz, minimalen Produktionskosten, minimalem
Materialverbrauch oder minimalen (Einzel- und/oder Gesamt-)Kosten,
basieren. Schließlich passt
die Regelungsvorrichtung 12 anhand der erhaltenen Soll-Daten
den aktuellen Herstellungsablauf an den optimierten Herstellungsablauf
des wenigstens einen Produktes in Echtzeit an.
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Vorzugsweise
ist die Regelungsvorrichtung 12, wie den 1 und 2 entnehmbar
ist, zu diesem Zweck mit der Einrichtung 14 zur Erfassung
und Lieferung von Kundenauftragsdaten und den verfahrenstechnischen
Anlagen 16 über
separate Kopplungseinrichtungen 26, 28 verbindbar.
Die separaten Kopplungseinrichtungen 26, 28 fungieren
dabei quasi als Schnittstellen. Die Schnittstellen können permanent
und/oder ereignisorientiert bzw. ereignisabhängig arbeiten.
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Die
Kopplungseinrichtung 26 besitzt die Aufgabe, Auftragsdaten,
Kundennamen, Liefertermine, Abfüll-,
Abpack-, Verpakkungs-Versand und Transportvorschriften, Vorgaben
zur (Zwischen-)Lagerung, sowie andere auftragsbezogene Daten aus
der Einrichtung 14 zur Erfassung und Lieferung von Kundenauftragsdaten
zu übernehmen,
datentechnisch aufzubereiten und der Regelungsvorrichtung 12 zur
Verfügung
zu stellen. Ein Transfer der Daten kann zum Beispiel über Bussysteme
(nicht gezeigt), zum Beispiel Ethernet- oder Profibus-Busssysteme,
erfolgen.
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Die
Kopplungseinrichtung 28 verarbeitet hingegen Daten, welche
die verfahrentechnischen Anlagen 16 oder Steuerungssysteme
erzeugen und der Regelungsvorrichtung 12 übergeben.
Dadurch lässt sich
die regelungstechnische Funktion im Sinne einer Minimierung der
Abweichung zwischen Plan bzw. Soll-Daten und Ist-Daten erreichen.
Die Kopplungseinrichtung 28 kann auch Monitoring-Funktionen,
d. h. eine Darstellung des Ist-Zustandes von laufenden Anlagen 16 und
Maschinen, übernehmen.
Ein Transfer der Daten kann zum Beispiel über Bussysteme (nicht dargestellt),
zum Beispiel Ethernet- oder Profibus-Busssysteme, erfolgen.
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Entsprechend
den 1 bis 3 ist die Regelungsvorrichtung 12 mit
der Einrichtung 14 zur Erfassung und Lieferung von Kundenauftragsdaten und
den verfahrenstechnischen Anlagen 16 zur interaktiven bzw.
gegenseitigen Kommunikation miteinander verbunden.
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Die
Einrichtung 14 zur Erfassung und Lieferung von Kundenauftragsdaten
kann beispielhaft als Enterprise Resource Planning (ERP)-Einrichtung oder
dergleichen System ausgebildet sein.
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Die
Einrichtung 22 zur Erfassung und Lieferung von Kapazitätsparametern
der verfahrenstechnischen Anlagen 16, Zwischenlagerstellen
und Lagerstellen sowie Abfüll-
bzw. Abpackanlagen sowie des mindestens einen Rohstoffes und/oder
Vorproduktes und/oder Zwischenproduktes und des Personals kann erfindungsgemäß ebenfalls
wenigstens zum Teil als Enterprise Resource Planning (ERP)-Einrichtung
oder dergleichen System ausgebildet sein. Ohne im Einzelnen weiter
ausgeführt
zu sein, ist es erfindungsgemäß darüber hinaus
ebenso denkbar, die Einrichtung 22 zur Erfassung und Lieferung
von Kapazitätsparametern
wenigstens auch zum Teil direkt in einer Enterprise Resource Planning (ERP)-Einrichtung
oder dergleichen System zu berücksichtigen
bzw. zu integrieren.
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Die
Einrichtung 14 zur Erfassung und Lieferung von Kundenauftragsdaten
und die Einrichtung 22 zur Erfassung und Lieferung von
Kapazitätsparametern
kommunizieren jeweils mit der Einrichtung 24 zur Erfassung
und Lieferung von Störparametern.
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Des
Weiteren kommunizieren die verfahrenstechnischen Anlagen 16 mit
der Einrichtung 14 zur Erfassung und Lieferung von Kundenauftragsdaten.
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Die
Regelungsvorrichtung 12 bildet damit die gesamte Prozesskette
vom Auftragseingang bzw. Kundenauftrag bis zur Lieferung der geforderten Leistungen
ab. Durch Simulation der möglichen
regelungstechnischen Prozesse mit unterschiedlichen Kapazitätsparametern
und Störparametern
wird der situationsbedingte beste Plan dargestellt. Dabei umfasst
die Regelungsvorrichtung 12 eine Einrichtung 30 zur
Optimierung der gesamten Abläufe
und Fertigungsprozesse einschließlich einer rezeptspezifischen
bzw. "Schritt-für-Schritt"-Fertigung, um auch mehrstufige
Produktionsabläufe
optimal regeln zu können.
Dadurch werden unterschiedliche, situationsbedingte Lösungsvorschläge durch
die Regelungsvorrichtung 12 bestimmt und zunächst gesammelt.
Die beste Lösung,
zum Beispiel mit minimaler Durchlaufzeit für einen gesamten Fertigungsprozess, wird
sodann auf einer geeigneten Einrichtung zur Visualisierung oder
dergleichen angezeigt.
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Zu
diesem Zweck umfasst die Regelungsvorrichtung 12 eine Einrichtung 32 zur
visuellen Darstellung und Auswertung der Ist-Daten und/oder Soll-Daten des Herstellungsablaufs
des wenigstens einen Produktes. Die Anzeige kann dabei in unterschiedlicher
Weise erfolgen: Als GANTT-Diagramm zum Visualisieren der Belegung
der für
die Produktion der Aufträge
notwendigen Anlagen im Zeitverlauf sowohl als Planungstool als auch
als Echtzeitmeldung, als Balkendiagramm zur Anzeige der Engpasssituation,
zum Beispiel das Fehlen von Rohstoffen, Anlagenkapazitäten, personellen
Ressourcen usw., als Fertigungsplan für das Bedienungspersonal mit Vorgabe
der zeitlichen Anlagenbelegung, der zu beschaffenden oder bereitzustellenden
Materialien, Rohstoffe, Komponenten, Vorprodukte, Baugruppe usw.,
oder als Liste mit Darstellung sämtlicher
Probleme, die bei der zukünftigen
Fertigung auftreten können,
wie zum Beispiel Rohstoffmangel, Anlagenüberlastung, Kapazitätsengpass
usw.
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Die
Besonderheit der erfindungsgemäßen Anordnung 10 liegt
darin, dass zu jeder Zeit und bei jedem Ereignis ein neuer optimierter
Fertigungsplan erzeugt werden kann. Der Fertigungsplan zeigt den Einsatz
der Ressourcen im Zeitverlauf mit eventuellen Engpässen auf
dem Visualisierungssystem an. Durch das Personal kann der Plan geändert und
aktiviert werden. Die Ereignisse werden ausgeregelt.
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Der
Regelungsvorrichtung 12 werden kontinuierlich Daten aus
dem Fertigungsprozess als Ist-Daten zugeführt. Die Erfassung erfolgt über die Peripheriegeräte.
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Alternativ
dazu kann die Regelungsvorrichtung 12 eine Einrichtung 34 zur
manuellen Eingabe von Kundenauftragsdaten und/oder Kapazitätsparametern
und/oder Störparametern
umfassen, welche durch das Personal zu bedienen ist. Das können Laufzeiten
von Anlagen mit Start- und Stoppbefehlen, Messwerte, Wiegedaten,
Füllstände, Zielgrößen und
andere physikalische oder chemische Messgrößen sein. Diese Daten verarbeitet
die Regelungsvorrichtung 12 so, dass Abweichungen zwischen
dem in der Regelungsvorrichtung 12 erzeugten Fertigungsplan
(ex ante) mit dem im Fertigungsprozess wirklichen Verlauf verglichen
werden (ex post). Da zwischen Planung und Realisierung des Produktionsplanes
ein zeitlicher Abstand liegt, hat die Regelungsvorrichtung 12 eine
Einrichtung zum Speichern von Daten und Informationen (nicht gezeigt),
um zu gegebener Zeit einen Vergleich zwischen den Ist-Daten und
den Soll-Daten bzw. Plandaten vornehmen zu können.
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Da
die Regelungsvorrichtung 12 auch eine Einrichtung zur Optimierung
umfasst, welche eine Optimierungsrechnung durchführt, ist sichergestellt, dass
die Regelungsvorrichtung 12 immer den Produktionsplan mit
den Produktionsprozessen erzeugt, welche die kürzesten Durchlaufzeiten oder
sonstigen am besten erscheinenden Lösungen nach sich ziehen.
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Im
Folgenden ist schließlich
noch ein Beispiel zur Abarbeitung eines Auftrages zur Herstellung wenigstens
eines Produktes mittels einer Anordnung 10 nach der Erfindung
näher erläutert: Zunächst ist eine
Planungsperiode festzulegen, in welcher die Planung der Fertigungsaufträge ablaufen
soll. Sonn- und Feiertage werden im Plan automatisch berücksichtigt.
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Sodann
sind Schichtzahl und Zeitdauer einer Schicht festzulegen, wobei
ebenfalls eventuelle Überstunden
zu berücksichtigen
sind.
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Die
Anordnung 10 nach der Erfindung sucht innerhalb der Planungsperiode
alle Rezepturen bzw. Teilrezepturen und Vorprodukte, Zwischenprodukte und
(Fertig- bzw. End-)Produkte, die zu den Fertigungsaufträgen der
Planungsperiode gehören.
Mengen gleicher Rezepturen für
Vorprodukte, Zwischenprodukte und (Fertig- bzw. End-)Produkte werden aufsummiert,
um möglichst
große
Produktionsmengen mit gleichen Rezepturen innerhalb der Planungsperiode
zu erhalten. Gesperrte Produkte bzw. Rezepturen und Handelswaren
werden aussortiert.
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Die
Anordnung 10 sucht den Liefertermin des ersten Produktes,
der zum frühesten
Zeitpunkt der Planperiode geliefert werden soll. Der Wunschliefertermin
ist vom Kundenauftrag vorgegeben. Diesem ersten Fertigungsauftrag
wird die zugehörige Rezeptur
zugeordnet.
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Die
Anordnung 10 prüft,
ob die Materialien für
diese Rezeptur in ausreichenden Mengen vorhanden sind. Falls Rohstoffe
fehlen, sucht die Anordnung 10 den Termin, an dem die Materialien
in ausreichenden Mengen vorhanden sind. Die Anordnung 10 verschiebt
diesen Fertigungsauftrag auf diesen Fertigungstermin und zeigt die
Probleme an. Wird der Fertigungstermin verschoben, werden die übrigen Materialien,
die für
den Fertigungsprozess notwendig sind, wieder freigegeben, d. h.
können
für andere Aufträge eingesetzt
werden.
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Die
Anordnung 10 prüft,
ob alle übrigen
Restriktionen, wie Laufzeiten der Anlagen 16 oder Personal
usw., eingehalten werden und bestimmt eventuell einen neuen Termin.
Der Wunschlie fertermin für den
Fertigungsauftrag wird auf den Termin verschoben, an dem die Produktion
problemlos gestartet werden kann. Falls ein Fertigungsauftrag nicht
am gewünschten
Termin gefertigt werden kann, verschiebt die Anordnung 10 den
Auftrag auf den nächstmöglichen
Termin und versucht die Vorprodukte entsprechend einzuplanen. Wenn
ein Fertigungsprozess unterbrochen werden darf, prüft die Regelungsvorrichtung 12,
ob wenigstens eine Teilfertigung innerhalb der Schicht möglich ist.
Ist dies der Fall, kann die endgültige
Fertigung in einer Folgeschicht wiederaufgenommen werden.
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Die
Anordnung 10 wählt
die geeigneten Fertigungsanlagen 16 aus, die für den ersten
Fertigungsauftrag zugelassen sind.
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Die
Verrohrungen zwischen den Anlagen 16 so wie andere Bedingungen,
zum Beispiel erforderliche Heizeinrichtungen, Rührwerkgeschwindigkeiten usw.,
werden für
den ersten Fertigungsauftrag geprüft. Die Anordnung 10 sortiert
die Anlagen 16 aus, die eine Fertigung der Rezeptur nicht
zulassen oder innerhalb der Planperiode gesperrt sind.
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Die
Anordnung 10 berücksichtigt
in der Fertigungsfolge die zeitliche Reihenfolge der Vorprodukte und
registriert die Offset-Zeit für
Zwischenprodukte.
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Für den letzten
Fertigungsschritt eines Endproduktes des ersten Fertigungsauftrages
ist aus der Gruppe der zulässigen
Anlagen 16 eine geeignete Anlage 16, zum Beispiel
eine Abfüllanlage,
oder für das
zuerst zu fertigende Zwischenprodukt die letzte Anlage 16 in
der Prozesskette zu suchen.
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Die
Standardbelegungszeit für
eine Anlage 16 bestimmt die Zeit, welche für den gesamten
Fertigungsprozess auf dieser Anlage 16 erforderlich ist. Die
anlagenspezifische Standardbelegungszeit bzw. die Dauer des Fertigungsprozesses
ist in der die Rezeptur festgelegt.
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Die
Anlage 16, welche unter Berücksichtigung der Standardbelegungszeit
die kürzeste
Zwischenlagerzeit zwischen dem letzten Fertigungsschritt, zum Beispiel
zwischen dem Abfüllvorgang und
dem vorhergehenden Fertigungsschritt aufweist, wird gewählt. Daraus
lässt sich
die späteste
Startzeit dieser Anlage 16 und für diesen Fertigungsschritt
für das
Zwischen- oder Endprodukt errechnen.
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Für alle geeigneten
Anlagen 16 sind für
diesen Fertigungsschritt die spätesten
Startzeiten zu berechnen.
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Der
Prozess ist zu wiederholen, wobei die Rüst- und Reinigungszeit addiert
werden. Falls eine Anlagenkonfiguration kürzere Durchlaufzeiten hat, wird
diese favorisiert.
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Die
vorangegangenen 8 Schritte sind für die vorangehende Anlage in
der Prozessfolge zu wiederholen.
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Das
Verfahren wird so lange fortgesetzt, bis alle Fertigungsstufen eines
Zwischenproduktes oder Endproduktes abgearbeitet sind. Es entstehen
für jeden
Fertigungsauftrag Prozessketten mit minimalen Durchlaufzeiten und
spätesten
Startzeiten für
die Fertigung von Zwischenprodukten und Endprodukten.
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Sind
Anlagen 16 für
die Fertigung der Zwischenprodukte oder Endprodukte für einen
Fertigungsauftrag ausgewählt,
ist zu prüfen,
ob die Anlagen 16 bereits durch vorangehende Produktionsprozesse
belegt sind und wie lange die Anlagen 16 noch in Betrieb
sind. Diese Belegungszeiten erhöhen
die Zeiten für
eine Fertigungsfolge, d. h. die Abarbeitung eines Auftrages.
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Unter
Berücksichtigung
laufender Anlagen 16 ist erneut zu bestimmen, welche Fertigungsfolge die
kürzeste
ist.
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Für Teilmengen
der Gesamtmenge sind alternative Lösungen so zu bestimmen, dass
die Teilmengen in andere Anlagen 16 passen. Ein Aufteilen bzw.
Splitten oder Zusammenfassen von Aufträgen kann vorgenommen werden.
Es können
Teilmengen in der gleichen Anlage hintereinander oder in unterschiedlichen
Anlagen parallel gefertigt werden. Die kürzeste Durchlaufzeit bestimmt
die Auswahl. Das gilt auch für
Zwischenprodukte.
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Falls
zwischen einzelnen Fertigungsstufen Zwischenlagerzeiten entstehen,
weil die aufeinanderfolgenden Fertigungsprozesse zum Beispiel unterschiedliche
Standardbelegungszeiten haben und nicht direkt hintereinandergefertigt
werden können, ist
von der Anordnung 10 eine Zwischenlagermöglichkeit
zu suchen.
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Es
ist zu prüfen,
ob ein Produkt mit Zwischenlagerung in der Anlage mit kürzerer Durchlaufzeit
gefertigt werden kann, wobei die Anlage 16 in der Lagerzeit
nicht weiter benötigt
wird, oder in einem speziellen Lagerort, etwa einem Tank, Big-Bag,
Lagerplatz usw., zwischengelagert werden kann. Bei Lagerung an anderem
Ort sind die Transportzeiten, wie Pumpzeiten, Verrohrungen, Reinigungszeiten der
Lagereinrichtungen, gleichsam zu berücksichtigen.
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Es
ist anzuzeigen, wo und wann die Zwischenlagerung geplant wird. Zu
berücksichtigen
sind bei der Zwischenlagerung die Rüst- und Reinigungszeiten. Eine
Zwischenlagerung kann ungeachtet dessen auch hilfsweise in der/den
Anlage/n 16 erfolgen, wodurch diese jedoch wiederum mit
einer Wartezeit belegt wird/werden.
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Eine
Abfüllung
bzw. Abpackung kann aus der Fertigungsanlage oder aus einem Zwischenlager
erfolgen. Entscheidungskriterium sind Anlagennutzung, vorhandene
personelle Ressourcen (Bedienpersonal) und Durchlaufzeit.
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Die
optimale Behälterfüllung wird
durch anhand der Kapazität
einer Anlage 16 bei diskontinuierlichen Prozessen bzw.
Batchprozessen, beispielsweise durch Aufsummieren der mehrfachen
Sumpfmengen, oder des Durchsatzes pro Zeit bei kontinuierlichen
Prozessen geprüft.
Es wird die Anlage 16 ausgewählt, wel che bei diskontinuierlichen
Prozessen die geringste Leerkapazität oder bei kontinuierlichen
Prozessen die geringste Stillstandszeit hat.
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Ebenso
kann bei einem Fertigungsauftrag eine durchgängige Fertigung ohne Zwischenlagerung
und ohne Zusammenfassen von gleichartigen Chargen (aus-)gewählt werden.
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Fertigungsaufträge können so
in der Planung fixiert werden, dass in jedem Falle der Wunschliefertermin
eingehalten wird.
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Falls
durch Aufteilen einer Produktionsmenge eine Differenzmenge übrig bleibt,
die kleiner als die Sumpfmenge ist, zeigt dies die Anordnung 10 an. Es
wird eine Entscheidung getroffen, ob diese Differenzmenge weiterhin
geplant oder verworfen werden soll.
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Falls
eine Schicht nicht ausgelastet ist, prüft die Anordnung 10,
ob Fertigungsaufträge,
Zwischenproduktaufträge
usw. innerhalb der Planperiode vorgezogen werden können. Mit
anderen Worten wird versucht, die noch verfügbare Zeit einer Schicht mit vorgezogenen
Produktions(-teil-)prozessen zu füllen. Die Fertigungsaufträge und Terminänderungen
werden angezeigt. Die zugehörige
(Zwischen-)Lagermöglichkeit
wird berücksichtigt.
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Es
können
auch Fertigungsaufträge
außerhalb
der Planungsperiode vorgezogen werden.
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Die
Anordnung 10 berücksichtigt
Sammellieferungen, wobei das am spätesten gefertigte Produkt einer
Sammellieferung für
die übrigen
Start- und Endzeiten der Produkte aus der Sammellieferung bestimmend
ist.
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Die
Anordnung 10 berücksichtigt
bei einem neuen Planungslauf alle bereits gestarteten Produktionsprozesse,
so dass alle zugehörigen
Chargen, Vorprodukte, Zwischenprodukte, die bereits begonnen wurden, "eingefroren" und bei der nächsten oder einer
der nachfolgenden Planung/en berücksichtigt werden.
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Jeder
Plan kann gespeichert, mit anderen Plänen verglichen und später (wieder)
abgerufen werden. Es können
unterschiedliche Planungsperioden geplant werden. Änderungen
in der Planung können
nach jedem Planungslauf angezeigt werden. Ein Vergleich zwischen
altem und neuem Plan ist jederzeit möglich.
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Die
Belegung der Anlagen 16 wird anhand eines GANTT-Diagramms
mittels der Einrichtung 32 zur Visualisierung dargestellt.
Gleiches gilt für
die Dauer jeder Charge, welche Chargen zusammengeführt oder
hintereinandergeschaltet werden und welcher Vorgang voraussichtlich
ablaufen wird. Zwischenreinigungen und Endreinigungen werden mit der
Dauer angezeigt.
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Zusätzlich wird
im Fertigungsplan die zeitliche Belegung der Anlagen 16 im
Schichtverlauf, die zugehörigen
Rezepturen, einzutragende Stoffe usw. angezeigt.
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Falls
Wunschliefertermine nicht eingehalten werden können, zeigt das die Anordnung 10 mit
dem neuen Termin an. Auch auf Chargen, Anlagen, Rohstoffe usw. wird
hingewiesen, welche die Lieferprobleme verursachen. Bei fehlenden
Rohstoffen werden die Fehlmengen und bei fehlender Anlagenlaufzeiten
die Fehlzeiten der betreffenden Anlagen bestimmt.
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Manuelle
Eingriffe in das GATT-Diagramm sind durch Drag und Drop im Rahmen
der Schichtzeiten und Restriktionen zulässig. Grenzen dieser Eingriffe
werden aufgezeigt. Der zugehörige
Fertigungsplan wird mitgeändert.
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Ein
Rohstoffmangel kann an die Beschaffung gemeldet werden oder löst automatische
Bestellaufträge
aus.
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Änderungen
von Terminen, Produktmengen, Anlagenlaufzeiten einschließlich Überstunden
des Personals sind durch Eingabe von neuen Werten zulässig. Durch Änderung
der Rohstoffmengen etc. und Anlagenlaufzeiten können Liefertermine korrigiert werden.
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Die
Abfrage der Lagersituation, d. h. Fertig- und Rohstofflager, ist
möglich.
Bestandsverläufe
lassen sich im Zeitverlauf darstellen.
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Die
Auslastung der Anlagen 16 ist im Zeitverlauf möglich.
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Anhand
der Laufzeiten der Anlagen 16, dem Typ der Anlagen 16,
der Rohstoffmengen und aus der Rezeptur lassen sich die Fertigungskosten
berechnen. Saldiert mit den Erlösen
eines Produktes kann der Deckungsbeitrag eines Produktes bestimmt werden.
Für die
Planperiode lassen sich auch die summierten Deckungsbeiträge einzelner
Aufträge bestimmen.
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Durch
Vergleich von zwei Planungsvarianten können unterschiedliche Produktions-Szenarien
verarbeitet werden.
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Werden
Daten aus der Fertigung in das Planungssystem zurückgekoppelt,
sogenanntes Monitoring, lassen sich Ist-Daten und Soll-Daten bzw.
Plandaten vergleichen, gegebenenfalls vorhandene Abweichungen einfach
und schnell erkennen und somit schließlich eine zum aktuellen Zeitpunkt
optimale Feinplanung erhalten und auswählen.