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DE10110058A1 - Verfahren zum Ansäuern von unterirdischen Formationen - Google Patents

Verfahren zum Ansäuern von unterirdischen Formationen

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Publication number
DE10110058A1
DE10110058A1 DE2001110058 DE10110058A DE10110058A1 DE 10110058 A1 DE10110058 A1 DE 10110058A1 DE 2001110058 DE2001110058 DE 2001110058 DE 10110058 A DE10110058 A DE 10110058A DE 10110058 A1 DE10110058 A1 DE 10110058A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formula
compounds
radical
group
aqueous solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2001110058
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Breuer
Robert Schuetz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF Personal Care and Nutrition GmbH
Original Assignee
Cognis Deutschland GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cognis Deutschland GmbH and Co KG filed Critical Cognis Deutschland GmbH and Co KG
Priority to DE2001110058 priority Critical patent/DE10110058A1/de
Publication of DE10110058A1 publication Critical patent/DE10110058A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K8/00Compositions for drilling of boreholes or wells; Compositions for treating boreholes or wells, e.g. for completion or for remedial operations
    • C09K8/60Compositions for stimulating production by acting on the underground formation
    • C09K8/62Compositions for forming crevices or fractures
    • C09K8/72Eroding chemicals, e.g. acids
    • C09K8/74Eroding chemicals, e.g. acids combined with additives added for specific purposes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Abstract

Bei Verfahren zur Ansäuerung von unterirdischen Formationen werden als ökologisch unbedenklich Korrosionsinhibitorenverbindungen der Formel (I) eingesetzt: DOLLAR F1 wobei die Reste R·1·, R·2· und R·3· unabhängig voneinander für einem Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, einen Aryl- oder Alkylarylrest oder einen Rest der Formel (II) stehen DOLLAR F2 A- ein Anion ist, n eine Zahl von 2 oder 3, p eine Zahl von 1 bis 3 und R·5· für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 23 C-Atomen und 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindung steht, und R·4· entweder für einen Rest der Formeln (II) oder (III) steht DOLLAR F3 in der R·1·, R·2· und R·3· die obige Bedeutung haben und Z für eine Gruppe -(CH¶2¶)¶m¶- oder eine Gruppe der Formel (IV) steht DOLLAR F4 und m für eine ganze Zahl zwischen 1 und 6, X für eine Gruppe NH oder für Sauerstoff steht und D einen Dimerfettsäurerest mit durchschnittlich 36 bis 54 C-Atomen bedeutet.

Description

Die vorliegende Anmeldung betrifft ein Verfahren zum Ansäuern von unterirdischen Formationen, wobei ein wässerige Lösung, die ausgewählte Korrosionsinhibitoren enthält, eingesetzt wird. Weiterhin wird die Verwendung bestimmter quarternierter Ammoniumverbindungen als Korrosionsinhibitoren für die Säurebehandlung unterirdischer Formationen beansprucht.
Bei der Produktion von Erdöl oder Gas tritt im Laufe des Förderprozesses häufig eine Verminderung der Förderleistung ein. Dies hängt mit einem Verschluß der Poren der Formation im Rahmen der Förderung zusammen. Um in diesem Fall eine Leistungssteigerung zu erzielen, wird häufig die sogenannte Säurebehandlung (Acidizing) verwendet. Dazu werden hochkonzentrierte Säuren, vorzugsweise Salz-, Fluß-, Ameisen- oder Essigsäure bzw. Gemische derselben in die Formation hineingepumpt. Durch die chemische Reaktion der Säuren mit der Formation, die vorzugsweise Kalkstein oder Dolomit enthält, aber auch mit anderem silicatischen Material, wird die Perforation der kohlenwasserstoffhaltigen Formation deutlich verbessert und damit auch die Förderleistung erhöht. Aufgrund der hohen Säurekonzentration, die für dieses Verfahren notwendig ist, kommt es zu einer starken Korrosion der Metallteile im Bohrloch. Es ist daher üblich, der wässrigen Säurelösung geeignete Korrosionsinhibitoren beizumengen. In diesem Zusammenhang sind heterozyklische Amine, alkoxylierte Alkylphenole oder acetylenische Alkohole üblich. Im einzelnen wird hier verwiesen auf die Publikation Trends in Matrix Acidizing, Oilfield Review, October 1992, Seiten 24 bis 33. Derartige Verbindungen sind aber häufig toxisch und insbesondere ökologisch äußerst bedenklich. Es besteht daher Bedarf, Korrosionsinhibitoren zu finden, die ökologisch unbedenklich sind, vorzugsweise auch leicht ökologisch abgebaut werden können und trotzdem den harten Bedingungen der Säurebehandlung, nämlich niedriger pH-Wert (<< 1,0), hoher Druck und hohe Temperatur (bis 250°) widerstehen können und einen ausreichenden Schutz der Metalloberflächen gegen Korrosion bewirken. Aus der EP 0 534 621 A ist bekannt, daß quaternäre Ammoniumverbindungen in Kombination mit einer Bismutverbindung als Korrosionsinhibitor für die Säurebehandlung geeignet sind. Dabei werden ausschließlich konventionelle Ammoniumverbindungen offenbart und weiterhin ist die Mitverwendung ökologisch bedenklicher Schwermetallsalze gefordert. Aus der DE 196 49 285 A ist bekannt, daß bestimmte quaternierte Ammoniumverbindungen, die Estergruppen enthalten geeignet sind, als Korrosionsinhibitoren bei der Förderung von Erdöl oder Erdgas eingesetzt zu werden, wobei der Schrift kein Hinweis darauf zu entnehmen ist, daß die Verbindungen auch unter den extremen Bedingungen der Säurebehandlung ihre gewünschten Eigenschaften behalten.
Es wurde nun gefunden, daß ausgewählte quaternierte Ammoniumverbindungen die oben gewünschten Eigenschaften aufweisen, insbesondere daß sie als ökologisch unbedenkliche Korrosionsinhibitoren bei der Säurebehandlung eingesetzt werden können.
Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ansäuern unterirdischer Formationen, wobei eine wässerige Lösung, enthaltend eine Säure, ausgewählt aus der Gruppe HF, HCl, Ameisensäure, Essigsäure oder Mischungen dieser Säuren, ggf. in Abmischungen mit nichtionischen Tensiden, durch eine Rohr in die unterirdische Formation gepumpt wird, wobei diese wässerige Lösung mindestens eine Verbindung der Formel (I) enthält,
wobei die Reste R1, R2 und R3 unabhängig voneinander für einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, einen Aryl- oder Alkylarylrest oder einen Rest der Formel (II) stehen,
A- ein Anion ist, n eine Zahl von 2 oder 3, p eine Zahl von 1 bis 3 und R5 für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 23 C-Atomen und 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindung steht, und R4 entweder für einen Rest der Formeln (II) oder (III) steht
in der R1, R2 und R3 die obige Bedeutung haben und Z für eine Gruppe -(CH2)m- oder eine Gruppe der Formel (IV) steht
und m für eine ganze Zahl zwischen 1 und 6, X für eine Gruppe NH oder für Sauerstoff steht und D einen Dimerfettsäurerest mit durchschnittlich 36 bis 54 C-Atomen bedeutet.
Die Verbindungen der Formel (I) sind bekannt und werden heute hauptsächlich als textilweichmachende Komponenten oder zur antistatischen Ausrüstung von Geweben verwendet, Beispiele für Verbindungen der Formel (I) in der R4 für einen Rest der Formel (II) steht, finden sich in den Dokumente WO 94/06899 und DE 42 03 489 A1 der Anmelderin, welche Diesteraminverbindungen in weichpflegenden Mitteln für Textilien offenbaren. Auch die EP 239 910 A2 beschreibt textilpflegende Mittel, die gut biologisch abbaubare quaternierte Mono- und Diesteraminverbindungen enthalten. Aus der Literatur ist zudem bekannt, daß sich derartige Ammoniumverbindungen durch eine gute biologische Abbaubarkeit auszeichnen (Hauswirtschaft und Wissenschaft, 42. Jahrgang, Heft 2, 1994, Seiten 72-74 und S. T. Giolando et. al. Chemosphere, Vol. 30, No. 6, Seiten 1067-1083, 1995).
Verbindungen der Formel (I) in denen R4 für einen Rest der Formel (III) steht werden in der DE 195 03 277 C1 beschrieben. Diese Verbindungen zeigen eine gute biologische Abbaubarkeit und werden aufgrund ihrer avivierenden und antistatischen Wirkung als Faser- und Textilhilfsmittel und in der Haarkosmetik eingesetzt. Die korrosionsinhibierenden Eigenschaften dieser Substanzen werden aber in keiner der oben genannten Schriften erwähnt oder nahegelegt.
Im erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise Verbindungen der Formel (I) verwendet, in der R4 einen Rest der Formel (II) bedeutet. Diese Substanzen stellen technisch quaternierte Mono-, Di- oder Trifettsäureaminesterverbindungen dar, die durch bekannte Synthesemethoden gewonnen werden können. Üblicherweise werden Verbindungen, die ein, vorzugsweise aber zwei Fettsäureestergruppen enthalten, verwendet. Die quaternierten Verbindungen können durch Veresterung von tertiären Mono- Di- oder Trialkanolaminen, vorzugsweise Triethanol- oder Triisopropanolamin mit Fettsäurechloriden und anschließender Quaternierung der gebildeten Ester mit Methylchlorid, Benzylchlorid oder Dimethylsulfat erhalten werden. Zur Herstellung dieser kationischen Esteraminverbindungen sei hier nur exemplarisch auf die EP 293 955 A2 und die EP 293 953 A2 verwiesen.
Neben den bevorzugt verwendeten Verbindungen der Formel (I) in der R4 für einen Rest der Formel (II) steht, können auch Verbindungen mit zwei quaternierten Stickstoffatomen pro Molekül gemäß Formel (I) in der R4 für einen Rest der Formel (III) steht, verwendet werden. Bevorzugt werden dabei solche Verbindungen eingesetzt, deren Gruppe Z für eine Dimerfettsäuregruppe der Formel (IV) steht.
Diese Synthese dieser Substanzen erfolgt beispielsweise gemäß der Lehre der DE 195 03 277 C1. Dazu werden tertiäre Aminen der Formel (V)
in der R6 für eine NH2 oder OH-Gruppe steht und R1, R2 und m die oben genannte Bedeutung haben, mit Dimerfettsäuren mit durchschnittlich 36 bis 54 Kohlenstoffatomen kondensiert und die so erhaltenen Dimerfettsäureester bzw. -amide anschließend mit bekannten Alkylierungsreagenzien, wie beispielsweise Dimethylsulfat oder Dimethylcarbonat zu den erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen der Formel (I) in der R4 für einen Rest der Formel (III) und Z für eine Gruppe der Formel (IV) steht, quaterniert.
Unter dem Begriff Dimerfettsäuren werden oligomere Fettsäuren verstanden, die in an sich bekannter Weise durch thermische oder katalytische Oligomerisierung von ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise Ölsäure oder Erucasäure bzw. technischer Fettsäuregemischen mit Iodzahlen im Bereich von 45 bis 115 erhalten werden können. Im Verlauf der Dimerisierung, die eine elektrocyclische En-Reaktion darstellt, kommt es zur Verknüpfung von zwei, in untergeordneten Mengen auch drei Fettsäuren unter Ausbildung eines ungesättigten, jedoch üblicherweise nicht-aromatischen Ringsystems.
Vorzugsweise werden bei der Synthese dieser Verbindungen als tertiäre Amine N,N- Dimethylaminopropylamin oder N,N-Dimethylaminopropanol und als bevorzugte Dimerfettsäuren Oligomerisierungssprodukte von technischer Ölsäure eingesetzt. Dabei ist es bevorzugt ein molares Verhältnis zwischen Amin und Dimerfetisäure von 1 : 1,5 bis 1 : 2,2 gemäß der Lehre der DE 195 03 277 einzustellen.
Weiterhin können Verbindungen der Formel (I) verwendet werden, in denen der Rest R4 für eine Gruppe der Formel (III) steht, in der Z eine Methylengruppe -(CH2)m-, vorzugsweise eine Polymethylengruppe mit 6 C-Atomen bedeutet. Dabei sind solche Verbindungen bevorzugt, bei denen beide quaternierten Stickstoffatome jeweils zwei Ester-Reste der Formel (II) tragen. Diese Verbindungen werden hergestellt indem man ein Alkyldiamin, vorzugsweise Hexamethylendiamin erst in üblicher Weise mit Ethylenoxid umsetzt, anschließend das Reaktionsprodukt mit einer Carbonsäure verestert und den Ester mit geeigneten Verbindungen, z. B. Dimethylsulfat quaterniert.
Der Alkylrest R5 gemäß Formel (II) der im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Verbindungen der Formel (I) ist vorzugsweise geradkettig und enthält zwischen 7 und 23 C-Atomen. Dabei sind Reste mit 7 bis 21 Kohlenstoffatomen bevorzugt. Der Alkylrest kann gesättigt und ungesättigt sein, wobei im Falle von ungesättigten Resten 1, 2 oder 3 Doppelbindungen enthalten sein können, vorzugsweise aber nur 1 Doppelbindung.
Besonders bevorzugt ist ein Verfahren, in dem Verbindungen der Formel (I) verwendet werden, bei denen die Estergruppen durch Veresterung von Fettsäuremischungen, vorzugsweise Palm-, Raps- oder Kokosfettsäuren, erhalten werden. Weitere geeignete Fettsäuren sind beispielsweise Capryl-, Caprin-, Laurin-, Myristin-, Palmitin- und Stearinsäuren sowie ungesättigte Säuren wie Öl-, Eruca-, Linol- oder Linolensäure, Behensäure oder Mischungen dieser Verbindungen. Ebenfalls bevorzugt ist die Verwendung von Verbindungen, bei denen einer der Reste R1 bis R3 ein Hydroxyalkylrest, vorzugsweise mit 2 bis 4 C-Atomen und/oder einen Aryl- oder Alkylarylrest insbesondere mit 6 bis 12, C-Atomen und vorzugsweise einen Benzylrest, darstellt.
Bevorzugt ist es weiterhin, im erfindungsgemäßen Verfahren Verbindungen der Formel (I) zu verwenden, in denen auch einer oder mehrere der Reste R1, R2 oder R3 für einen Rest der Formel (II) steht.
Die Anionen A- der im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Verbindungen der Formel (I) werden durch das bei der Synthese eingesetzte Quaternierungsreagenz, wie Methylchlorid, Benzylchlorid oder Dimethylsulfat, bestimmt. Vorzugsweise sind die Anionen ausgewählt aus der Gruppe der Halogenide, Methosulfat und Methophosphat.
Die Verbindungen gemäß Formel (I) können in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden, indem sie dem zu behandelnden Medium in wirksamen Mengen zugegeben werden. Dabei können auch Mischungen von Verbindungen der Formeln (I) verwendet werden oder Mischungen mit anderen bekannten Inhibitoren wie beispielsweise N-Alkylbetaine, N-Alkylimidazoline, polyalkoxylierte Amine, Amide und Imidazoline oder Phosphorsäureester. Das Verfahren wird vorzugsweise so gestaltet, daß die Verbindungen der Formel (I) in solchen Mengen zugegeben werden, daß deren Konzentration, bezogen auf die Gesamtmenge der sauren Lösung, zwischen 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 1,0 bis 2,5 Gew.-% und insbesondere im Bereich von 1,0 bis 2,0 Gew.-% enthalten sind. Die wässrigen Lösungen, die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden, weisen prinzipiell pH- Werte von < 1 auf. Das Ansäuern geschieht in der Regel durch Mineralsäuren wie HCL und/oder HF, wobei insbesondere Mischungen von HCL und HF im Gewichtsverhältnis 20 : 1 bis 2 : 1 bevorzugte Säuerungsmittel sind. Weitere geeignete Säuren sind Ameisen- und Essigsäure. Das am weitesten verbreitete Säuerungsmittel ist HCL, wobei derartige wässrige Lösungen für die Säurebehandlung regelmäßig zwischen 5 und 21 Gew.-% HCL enthalten.
Bevorzugt sind solche Verfahren, bei denen die Verbindungen der Formel (I) in Form wäßriger Lösungen verwendet werden. Diese Lösungen enthalten die Verbindungen der Formel (I) vorzugsweise in Mengen zwischen 5 und 50 Gew.-% und insbesondere zwischen 10 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösungen. Zusätzlich können die Lösungen auch noch Alkohole, vorzugsweise solche mit 1 bis 6 C-Atomen, wie Isopropanol, Ethylenglykol oder Propylenglykol oder deren Mischungen in Mengen zwischen 5 und 30 Gew.-%, bezogen auf die Menge der wäßrigen Lösungen, enthalten. Neben den bereits genannten Inhaltsstoffen können die wäßrigen Lösungen noch weitere Additive enthalte, z. B. nichtionische Tenside, wobei hier solche Tenside bevorzugt sind, deren HLB- Wert im Bereich von 1 bis 16, vorzugsweise 2 bis 12 und insbesondere 2 bis 10 liegt.
Die wässerigen Lösungen werden auf an sich bekannte Art und Weise zum Acidizing verwendet, indem sie unter Druck in die zu behandelnde Formation gepumpt werden. Einzelheiten zu den geeigneten Techniken finden sich in der oben zitierten Literaturstelle Oilfield Review, October 1992, Seiten 24 bis 33, deren Offenbarung Teil der vorliegenden Anmeldung ist.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung betrifft die Verwendung von Verbindungen der Formel (I) als Korrosionsinhibitoren bei der Säurebehandlung unterirdischer Formationen. Die Verwendung der erfindungsgemäß ausgewählten Korrosionsinhibitoren führt auf der einen Seite zu einer guten korrosionsinhibierenden Wirkung, wobei auf der anderen Seite eine ausreichende biologische Abbaubarkeit der Verbindungen gegeben ist.
Beispiele
Es wurden mit verschiedenen Verbindungen Korrosionstest nach ASDTM ???? durchgeführt. Dazu wurden die Substanzen in Mengen von 1,25 Gew.-% in einer wässerigen HCl (15%ig) bei 90°C (195°F) gelöst und 4 h einer Metalloberfläche ausgesetzt.
Die Ergebnisse finden sich in Tabelle 1:

Claims (10)

1. Verfahren zum Ansäuern unterirdischer Formationen, wobei eine wässerige Lösung, enthaltend eine Säure, ausgewählt aus der Gruppe HF, HCl, Ameisensäure, Essigsäure oder Mischungen dieser Säuren, ggf. in Abmischungen mit nichtionischen Tensiden, durch eine Rohr in die unterirdische Formation gepumpt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Lösung mindestens eine Verbindung der Formel (I) enthält,
wobei die Reste R1, R2 und R3 unabhängig voneinander für einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen, einen Aryl- oder Alkylarylrest oder einen Rest der Formel (II) stehen,
A- ein Anion ist, n eine Zahl von 2 oder 3, p eine Zahl von 1 bis 3 und R5 für einen Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 23 C-Atomen und 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindung steht, und R4 entweder für einen Rest der Formeln (II) oder (III) steht
in der R1, R2 und R3 die obige Bedeutung haben und Z für eine Gruppe -(CH2)m- oder eine Gruppe der Formel (IV) steht
und m für eine ganze Zahl zwischen 1 und 6, X für eine Gruppe NH oder für Sauerstoff steht und D einen Dimerfettsäurerest mit durchschnittlich 36 bis 54 C-Atomen bedeutet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Formel (I) verwendet werden, in der R4 für einen Rest der Formel (II) steht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Formel (I) verwendet werden, in der R1, R2 oder R3 für einen Rest der Formel (II) steht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungen der Formel (I) verwendet werden, bei denen die Anionen ausgewählt sind aus der Gruppe Halogenid, Methosulfat und Methophosphat.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen der Formel (I) in den flüssigen Lösungen in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise von 1,0 bis 2,5 Gew.-% und insbesondere von 1,0 bis 2,0 Gew.-%, bezogen auf die wässerigen Lösungen enthalten sind.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerigen Lösungen einen pH-Wert von < 1,0 aufweisen.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Lösung HCl in Mengen von 5 bis 21 Gew.-% enthält.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Lösung eine Mischung aus HCl und HF im Gewichtsverhältnis 20 : 1 bis 2 : 1 enthält.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, daß die wässerige Lösung eine nichtionisches Tensid mit einem HLB-Wert von 1 bis 16, vorzugsweise 2 bis 12 und insbesondere 2 bis 10 ist.
10. Verwendung von Verbindungen der Formel (I) gemäß Anspruch 1 als Korrosionsinhibitoren bei der Säurebehandlung unterirdischer Formationen.
DE2001110058 2001-03-02 2001-03-02 Verfahren zum Ansäuern von unterirdischen Formationen Withdrawn DE10110058A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN1303183C (zh) * 2004-07-12 2007-03-07 中国石油化工股份有限公司 用于油井的酸化液

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