DE10109327A1 - Halbleiterchip und Herstellungsverfahren für ein Gehäuse - Google Patents
Halbleiterchip und Herstellungsverfahren für ein GehäuseInfo
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Abstract
Es wird eine selektive Umhüllung hergestellt, die die Anschlusskontaktflächen (3, 4) und Bonddrähte (5) mit einer Vergussmasse (8) bedeckt und aktive Bereiche, insbesondere eine Auflagefläche (6) für einen Finger bei einem Fingerabdrucksensor frei lässt, indem die Chipoberfläche selektiv durch unterschiedliche Rauhigkeit oder Beschichtung angepasst wird und/oder durch eine Bestrahlung der Vergussmasse deren Viskosität verändert wird.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Halbleiterchip, der
dafür vorgesehen ist, nach einer Montage auf einem Chipträger
partiell mit einer als Gehäuse bezeichneten Umhüllung der An
schlusskontaktflächen und/oder der Bonddrähte versehen zu
werden, wobei bestimmte aktive Bereiche der Oberseite frei
bleiben, sowie ein Herstellungsverfahren für ein solches Ge
häuse.
Die aktiven Schaltungen von Halbleiterchips werden üblicher
weise über die als Bondpads bezeichneten Anschlusskontaktflä
chen mit einem Chipträger verbunden, auf dem der Halbleiter
chip montiert wird. Gängige Anschlussverfahren sind z. B.
Drahtkontaktierung (wire bonding), bei dem die Anschlusskon
taktflächen des Halbleiterchips und die Anschlusskontaktflä
chen des Chipträgers paarweise durch aufgelötete Drähte mit
einander verbunden werden, und Flip-Chip-Bonding, bei dem die
oberseitigen Kontakte des Halbleiterchips direkt auf zugeord
neten Kontaktflächen des Chipträgers angebracht werden.
Diese Verbindungen sind normalerweise elektrisch ausreichend
gut, aber mechanisch nicht ausreichend stabil. Aus diesem
Grund wird üblicherweise ein mechanischer Schutz des Halblei
terchips, insbesondere für die elektrischen Anschlüsse, vor
gesehen. Daher wird der Halbleiterchip zumeist durch Ein
spritzen in eine Vergussmasse oder Abdecken mit einer Umhüll
masse in ein so genanntes Gehäuse eingeschlossen. Dabei wer
den alle Verbindungen zwischen dem Chip und dem Chipträger
und mindestens der gesamte aktive Bereich des Chips umhüllt.
Falls bestimmte aktive Bereiche des Halbleiterchips aus Grün
den der Funktionsweise nicht umhüllt werden dürfen, z. B. die
Auflagefläche für einen Finger bei einem Fingerabdrucksensor,
kann das Gehäuse auf die übrigen Bereiche der Oberseite des
Halbleiterchips begrenzt werden. Da sich die Bondpads in der
Regel nahe bei den aktiven Bereichen auf den Chips befinden
und die Bondpads in jedem Fall umhüllt werden müssen, ist ein
Einschluss des Chips in ein Gehäuse erforderlich, bei dem na
he benachbarte Bereiche der Oberseite des Chips teils frei
gelassen und teils von dem Gehäuse umhüllt werden.
Das kann dadurch geschehen, dass auf dem mit dem Chip verse
henen Chipträger eine Barriere zwischen denjenigen Anteilen
der Oberseite des Chips, die abgedeckt werden sollen, und den
übrigen Anteilen der Oberseite des Chips, die frei bleiben
sollen, angebracht wird. Diese Barriere verhindert beim Auf
bringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse auf die Bondpads
und Drahtverbindungen, dass die Vergussmasse oder Umhüllmasse
in diejenigen aktiven Chipbereiche verfließt, die frei blei
ben sollen. Die Barriere kann anschließend entfernt werden.
Das zusätzliche Anbringen einer derartigen Barriere erfordert
aber Mehraufwand und somit Mehrkosten; in besonderen Fällen
kann eine selektive Umhüllung des Halbleiterchips damit nur
schwer oder gar nicht realisiert werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte
Möglichkeit für eine selektive Umhüllung eines Halbleiter
chips anzugeben.
Diese Aufgabe wird mit dem Halbleiterchip mit den Merkmalen
des Anspruches 1 bzw. mit dem Verfahren zur Herstellung eines
Gehäuses für einen Halbleiterchip mit den Merkmalen des An
spruches 8 gelöst. Ausgestaltungen ergeben sich aus den ab
hängigen Ansprüchen.
Erfindungsgemäß wird die selektive Umhüllung durch einen in
besonderer Weise ausgebildeten Halbleiterchip mit einer se
lektiv angepassten Oberfläche erreicht oder durch ein Verfah
ren zum Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse, bei dem
ein Verfließen der Vergussmasse oder Umhüllmasse auf die frei
zu lassenden Anteile der Chipoberfläche verhindert wird.
Ein erfindungsgemäßer Halbleiterchip besitzt einen ersten An
teil der Oberseite, der dafür vorgesehen ist, von einer Ver
gussmasse oder Umhüllmasse eines Gehäuses bedeckt zu werden,
und einen zweiten Anteil der Oberseite, der dafür vorgesehen
ist, von der Vergussmasse oder Umhüllmasse frei zu bleiben.
Die Oberfläche des Halbleiterchips in dem ersten Anteil und
in dem zweiten Anteil der Oberseite sind so voneinander un
terschieden, dass ein Aufbringen der Vergussmasse oder Um
hüllmasse ausschließlich auf den ersten Anteil begünstigt
wird. Die Anteile können durch eine flächige selektive Anpas
sung der jeweiligen Oberflächen an die unterschiedlichen An
forderungen voneinander unterschieden sein oder durch eine
strukturelle Begrenzung mittels einer auf der Oberfläche des
Halbleiterchips ausgebildeten Barriere.
Eine selektive Anpassung der Chipoberfläche kann dadurch be
wirkt sein, dass durch unterschiedliche Materialien und/oder
Strukturen an der Chipoberfläche in dem von der Vergussmasse
oder Umhüllmasse zu bedeckenden Anteil und dem frei zu las
senden Anteil der Oberseite des Halbleiterchips unterschied
lich gute Benetzbarkeit oder unterschiedliche Haftungseigen
schaften der verwendeten Vergussmasse oder Umhüllmasse er
reicht werden. Damit kann ein Verfließen der Vergussmasse
oder Umhüllmasse auf einen Teil der Oberfläche des Halblei
terchips begrenzt werden. Die andere genannte Möglichkeit ei
ner Unterscheidung der Anteile der Chipoberfläche durch eine
strukturelle Begrenzung besteht in der Abgrenzung des mit dem
Gehäuse abzudeckenden Bereichs der Oberseite des Chips mit
tels einer direkt auf der Chipoberfläche strukturierten Bar
riere, die insbesondere als Damm oder Graben ausgebildet ist.
Zusätzlich oder anstelle der selektiven Anpassung oder struk
turellen Begrenzung der Anteile der Oberfläche des Halblei
terchips kann bei der Herstellung des Gehäuses nach dem er
findungsgemäßen Verfahren mittels einer bereichsweisen
und/oder zeitweisen Bestrahlung zumindest bereichsweise
und/oder zumindest kurzzeitig die Viskosität (Zähigkeit) der
Vergussmasse oder Umhüllmasse erhöht werden und/oder die Ad
häsion (Haftung) der Vergussmasse oder Umhüllmasse vermindert
werden, um die Ausbreitung der Vergussmasse oder Umhüllmasse
zu steuern und so das Verfließen der Vergussmasse oder Um
hüllmasse auf den frei zu lassenden Anteil der Oberseite des
Halbleiterchips zu verhindern.
Es ist auch möglich, eine Vergussmasse oder Umhüllmasse zu
verwenden, die ein Mehrkomponentensystem enthält, in dem
durch bereichsweise und/oder zeitweise Bestrahlung eine che
mische Reaktion ausgelöst und/oder unterhalten werden kann,
mit der die Viskosität der Vergussmasse oder Umhüllmasse er
höht wird und/oder die Adhäsion (Haftung) der Vergussmasse
oder Umhüllmasse auf der Oberfläche des Halbleiterchips ver
mindert wird, um die Ausbreitung der Vergussmasse oder Um
hüllmasse zu steuern und so das Verfließen der Vergussmasse
oder Umhüllmasse auf den frei zu lassenden Anteil der Ober
seite des Halbleiterchips zu verhindern.
Statt dessen oder zusätzlich hierzu kann auf dem Anteil der
Oberseite des Halbleiterchips, der frei zu lassen ist, ein
Material auf die Oberfläche des Halbleiterchips aufgebracht
werden, das eine chemische Reaktion mit der Vergussmasse oder
Umhüllmasse eingeht oder eine chemische Reaktion der Verguss
masse oder Umhüllmasse mit einem weiteren aufgebrachten Mate
rial auslöst oder begünstigt. Durch eine solche chemische Re
aktion kann ein Verfließen der Vergussmasse oder Umhüllmasse
auf dem betreffenden Anteil der Oberseite des Halbleiterchips
,gestoppt oder zumindest erschwert werden oder ein Anhaften
der Vergussmasse oder Umhüllmasse auf der Oberfläche des
Halbleiterchips auf diesem Anteil der Oberseite des Halblei
terchips verhindert werden. Auch hierdurch kann somit die
Ausbreitung der Vergussmasse oder Umhüllmasse gesteuert und
so das Verfließen der Vergussmasse oder Umhüllmasse auf den
frei zu lassenden Anteil der Oberseite des Halbleiterchips
verhindert werden.
Es folgt eine genauere Beschreibung von Ausführungsbeispielen
des erfindungsgemäßen Halbleiterchips und des Herstellungs
verfahrens für ein selektiv umhüllendes Gehäuse anhand der
beigefügten Figur.
In der Figur ist im Schema ein Halbleiterchip 1 mit einer in
tegrierten Schaltung eingezeichnet, der auf einem Träger 2
montiert ist. Der Halbleiterchip besitzt Anschlusskontaktflä
chen 3 (Bondpads), die mit Anschlusskontaktflächen 4 auf dem
Träger 2 über Bonddrähte 5 elektrisch leitend verbunden sind.
Die Anschlusskontaktflächen und Bonddrähte sollen mechanisch
geschützt werden, was hier mit einer geeigneten Abdeckung aus
einer Vergussmasse oder Umhüllmasse geschieht.
Auf dem Halbleiterchip 1 befindet sich jedoch ein aktiver Be
reich, der nicht abgedeckt werden darf, weil er für eine
Funktion des Halbleiterchips von außen zugänglich sein muss.
Das ist in dem in der Figur dargestellten Beispiel eine Auf
lagefläche 6 für einen Finger, die von einem Damm 7 umrandet
ist. Diese Auflagefläche 6 ist Teil eines Fingerabdrucksen
sors, für den ein Teil der in dem Halbleiterchip integrierten
Schaltung vorgesehen ist. Eine Abdeckung der Bonddrähte 5
durch eine Vergussmasse oder Umhüllmasse 8 darf daher diese
Auflagefläche 6 nicht abdecken.
In der Figur ist andeutungsweise gezeigt, dass die Verguss
masse oder Umhüllmasse 8 zwar die Anschlusskontaktflächen 3,
4 und die Bonddrähte 5 in einem geschützten Bereich 12 der
Oberseite des Halbleiterchips 1 abdeckt und somit schützt,
dass aber nicht der gesamte Halbleiterchip 1 von der Verguss
masse oder Umhüllmasse 8 abgedeckt ist. Auf den Oberseiten
des Halbleiterchips 1 und des Trägers 2 befinden sich daher
Ränder 9, 10, 11 der aufgebrachten Vergussmasse oder Umhüll
masse 8, längs deren die Grenze zwischen dem bedeckten Anteil
der Oberseiten des Halbleiterchips und des Trägers und dem
frei gelassenen Anteil der Oberseiten des Halbleiterchips und
des Trägers verläuft. Ein auf der Oberseite des Halbleiter
chips vorhandener Bereich, der in diesem Beispiel die Aufla
gefläche 6 für einen Finger umfasst, ist daher frei gelassen.
Der auf der Oberseite des Halbleiterchips 1 verlaufende Rand
10 der Vergussmasse oder Umhüllmasse 8 ist daher so zwischen
den Anschlusskontaktflächen 3 des Halbleiterchips und der
Auflagefläche 6 angeordnet, dass die Anschlusskontaktflächen
3 einschließlich der Bonddrähte 5 in dem geschützten Bereich
12 ganz abgedeckt sind, während die Auflagefläche 6 vollstän
dig frei gelassen ist. Der genaue Verlauf des auf der Ober
seite des Trägers 2 vorhandenen Randes 9 der Vergussmasse
oder Umhüllmasse 8 und des auf den Seiten oder Kanten des
Halbleiterchips 1 vorhandenen Randes 11 der Vergussmasse oder
Umhüllmasse 8 ist bei diesem Ausführungsbeispiel unerheblich.
Im Gegensatz zu dem in der Figur dargestellten Beispiel ist
es erfindungsgemäß möglich, den auf der Oberseite des Halb
leiterchips 1 verlaufenden Rand 10 der Vergussmasse oder Um
hüllmasse 8 geradlinig auszubilden. Der Rand 10 kann insbe
sondere längs der Grenze der frei zu lassenden Auflagefläche
6 verlaufen, also hier speziell längs des Dammes 7, der bei
der Herstellung des Gehäuses als strukturelle Begrenzung ver
wendet werden kann, die ein Verfließen der Vergussmasse oder
Umhüllmasse auf die Auflagefläche 6 verhindert. Die Figur
soll nur prinzipiell zeigen, dass die Oberseite des Halblei
terchips 1 aufgeteilt ist in einen Anteil, der von der Ver
gussmasse oder Umhüllmasse bedeckt ist, und einen Anteil, der
von der Vergussmasse oder Umhüllmasse frei gelassen ist.
Die Eingrenzung der Vergussmasse oder Umhüllmasse zur selek
tiven Umhüllung wird erfindungsgemäß durch eine selektive An
passung der Oberfläche des Halbleiterchips, durch eine auf
der Oberfläche vorgesehene strukturelle Begrenzung der unter
schiedenen Anteile und/oder durch das erfindungsgemäße Her
stellungsverfahren erreicht.
Bei einer selektiven Anpassung der Oberfläche des Halbleiter
chips kann in dem von der Vergussmasse oder Umhüllmasse frei
zu lassenden Anteil die Oberfläche erfindungsgemäß so be
schaffen sein, dass ein Benetzen, Verfließen oder Anhaften
der Vergussmasse oder Umhüllmasse dort verhindert oder zumin
dest erschwert ist. Das wird insbesondere durch eine lokal
begrenzte Beschichtung der Oberfläche des Halbleiterchips mit
einem geeigneten Material oder durch eine flächige Struktu
rierung, wie zum Beispiel eine Aufrauhung, der Oberfläche des
Halbleiterchips in dem betreffenden Anteil der Oberseite des
Halbleiterchips erreicht. Beim Aufbringen der Vergussmasse
oder Umhüllmasse wird als Folge der selektiven Anpassung von
selbst nur der zu bedeckende Anteil der Oberseite des Halb
leiterchips abgedeckt, in dem die Oberfläche des Halbleiter
chips ein Benetzen, Verfließen oder Anhaften der Vergussmasse
oder Umhüllmasse begünstigt oder zumindest nicht erschwert.
Eine strukturelle Begrenzung der zu bedeckenden bzw. frei zu
lassenden Anteile der Oberseite des Halbleiterchips durch ei
ne auf die Oberfläche des Halbleiterchips aufgebrachte Bar
riere ist beispielsweise ein Damm oder Graben. Der in der Fi
gur eingezeichnete Damm 7, der in dem dargestellten Beispiel
die frei zu lassende Auflagefläche 6 rings umgibt, kann er
findungsgemäß dafür vorgesehen werden, das Verfließen der
Vergussmasse oder Umhüllmasse zu stoppen. Der auf der Ober
seite des Halbleiterchips vorhandene Rand 10 der Vergussmasse
oder Umhüllmasse verläuft dann längs dieses Dammes. Statt ei
nes Dammes kann ein Graben vorhanden sein, der insbesondere
im Fall eines ohnehin nur mäßigen Verfließens der Verguss
masse oder Umhüllmasse genügt, um einen präzise definierten
Rand als Eingrenzung der Vergussmasse oder Umhüllmasse längs
einer vorgesehenen Grenze des frei zu lassenden Anteils der
Oberseite des Halbleiterchips zu erzeugen. Das kann zum Bei
spiel der Fall sein, wenn nur eine geringe Menge der Verguss
masse oder Umhüllmasse aufgetragen oder eingespritzt wird
und/oder wenn die Oberfläche des Halbleiterchips erfindungs
gemäß selektiv angepasst ist.
In dem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Halbleiter
chips gemäß der Figur wird durch die unterschiedliche Be
schaffenheit der Oberfläche des Halbleiterchips in den unter
schiedenen Anteilen erreicht, dass die Vergussmasse oder Um
hüllmasse nur den einen Anteil bedeckt. Auch bei einem Aus
führungsbeispiel, bei dem ein Damm oder Graben auf der Ober
fläche als strukturelle Begrenzung zum Eingrenzen der Ver
gussmasse oder Umhüllmasse vorgesehen ist, kann in dem frei
zu lassenden Anteil der Oberseite des Halbleiterchips als zu
sätzliches Mittel die Oberfläche mit einer Beschichtung aus
einem Material versehen sein, das ein Benetzen oder Anhaften
der Vergussmasse oder Umhüllmasse erschwert. Statt dessen
oder zusätzlich kann die Oberfläche in diesem Bereich der
Oberseite des Halbleiterchips aufgerauht oder in geeigneter
Weise uneben gemacht sein.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Gehäuses
mit selektiver Umhüllung umfasst in einer bevorzugten Ausge
staltung den Verfahrensschritt, dass die Oberfläche des Halb
leiterchips in dem frei zu lassenden Anteil so präpariert
wird, dass beim Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse
leicht verhindert werden kann, dass dieser Anteil der Ober
seite bedeckt wird. Das selektive Präparieren der betreffen
den Bereiche der Oberfläche des Halbleiterchips geschieht auf
eine oder mehrere der oben beschriebenen Weisen, indem ein
geeignetes Material als Beschichtung und/oder eine geeignete
flächige Struktur selektiv auf die Oberfläche aufgebracht
wird oder indem statt dessen oder zusätzlich eine Barriere
zur Begrenzung des mit der Vergussmasse oder Umhüllmasse zu
bedeckenden Anteils auf der Oberfläche hergestellt wird.
Eine weitere Möglichkeit für das Herstellungsverfahren be
steht darin, die Verlaufseigenschaften der Vergussmasse oder
Umhüllmasse während des Aufbringens durch zeitweise und/oder
bereichsweise Bestrahlung zu verändern. Mit der Bestrahlung
kann insbesondere die Viskosität der Vergussmasse oder Um
hüllmasse durch eine physikalische Einwirkung vergrößert werden
und/oder die Adhäsion der Vergussmasse oder Umhüllmasse
auf der Oberfläche des Halbleiterchips vermindert werden. Da
mit kann das Verfließen oder Anhaften der Vergussmasse oder
Umhüllmasse gezielt so gesteuert werden, dass sich die Ver
gussmasse oder Umhüllmasse nur auf dem abzudeckenden Anteil
der Oberseite des Halbleiterchips ausbreitet.
Statt dessen oder zusätzlich dazu kann durch eine Bestrahlung
eine chemische Reaktion in der Vergussmasse oder Umhüllmasse
eingeleitet und/oder deren Ablaufen, zum Beispiel durch ein
Verschieben des Reaktionsgleichgewichtes oder eine Katalysa
torwirkung, begünstigt werden. Damit ist es möglich, die Ver
gussmasse oder Umhüllmasse während des Aufbringens so zu ver
ändern, dass sie den frei zu lassenden Anteil der Oberseite
des Halbleiterchips nicht bedeckt.
Die Vergussmasse oder Umhüllmasse wird bei der Ausführung des
Verfahrens vorzugsweise von einer Seite der Anordnung des
Halbleiterchips auf dem Träger so aufgebracht, dass zunächst
die zu bedeckenden Anteile der Oberseite des Halbleiterchips
und gegebenenfalls des Trägers abgedeckt werden. Dabei wird
mittels einer rechtzeitigen Bestrahlung der Vergussmasse oder
Umhüllmasse deren Eigenschaft so geändert, dass keine darüber
hinausgehende Abdeckung der Oberseite des Halbleiterchips
stattfindet.
Durch die Bestrahlung kann in Abhängigkeit von einem jeweili
gen Ausführungsbeispiel eine vorübergehende Erhöhung der Vis
kosität oder ein kurzzeitiges Anhärten der Vergussmasse oder
Umhüllmasse bewirkt werden; die Eigenschaft der Vergussmasse
oder Umhüllmasse kann dadurch aber auch dauerhaft verändert
werden, insbesondere bei Verwendung eines in der Vergussmasse
oder Umhüllmasse enthaltenen Mehrkomponentensystems, in dem
eine chemische Reaktion ausgelöst wird. Eine Komponente für
eine chemische Reaktion, insbesondere z. B. ein dafür vorge
sehener Katalysator, kann auf den betreffenden Anteil der
Chipoberfläche aufgebracht werden, bevor die Vergussmasse
oder Umhüllmasse aufgebracht wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet sich im Aufwand
nur unerheblich von bisherigen Herstellungsverfahren von
Chipgehäusen. Der Halbleiterchip kann in der üblichen Weise
auf einem Chipträger aufgebracht werden, woraufhin die elek
trischen Anschlüsse nach üblichen Verfahren (z. B. Drahtkon
taktierung) hergestellt werden. Es kann zusätzlich eine
Schutzkappe über dem Chip aufgebracht werden, die die nicht
zu umhüllenden aktiven Bereiche des Chips frei lässt. Dann
erfolgt die erfindungsgemäße selektive Umhüllung der zu
schützenden Bereiche. Dabei erleichtert eine selektive Anpas
sung der Oberfläche des Halbleiterchips die Herstellung der
selektiven Umhüllung wesentlich. Der besondere Vorteil der
Erfindung liegt darin, dass keine konstruktiven Maßnahmen er
forderlich sind, mit denen der Halbleiterchip nach der Monta
ge auf dem Chipträger bearbeitet wird.
Claims (14)
1. Halbleiterchip, mit
einer Oberseite mit einer Oberfläche,
einem ersten Anteil der Oberseite, der dafür vorgesehen ist, von einer Vergussmasse oder Umhüllmasse (8) eines Gehäuses bedeckt zu werden, und
einem zweiten Anteil der Oberseite, der dafür vorgesehen ist, von der Vergussmasse oder Umhüllmasse frei zu bleiben,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Oberfläche in dem ersten Anteil der Oberseite und die Oberfläche in dem zweiten Anteil der Oberseite so voneinander unterschieden sind, dass ein Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse ausschließlich auf den ersten Anteil begünstigt wird.
einer Oberseite mit einer Oberfläche,
einem ersten Anteil der Oberseite, der dafür vorgesehen ist, von einer Vergussmasse oder Umhüllmasse (8) eines Gehäuses bedeckt zu werden, und
einem zweiten Anteil der Oberseite, der dafür vorgesehen ist, von der Vergussmasse oder Umhüllmasse frei zu bleiben,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Oberfläche in dem ersten Anteil der Oberseite und die Oberfläche in dem zweiten Anteil der Oberseite so voneinander unterschieden sind, dass ein Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse ausschließlich auf den ersten Anteil begünstigt wird.
2. Halbleiterchip nach Anspruch 1, bei dem
die Oberfläche des Halbleiterchips in dem zweiten Anteil der
Oberseite eine Beschaffenheit aufweist, die im Vergleich zu
einer Beschaffenheit der Oberfläche des Halbleiterchips in
dem ersten Anteil der Oberseite ein Benetzen, Verfließen oder
Anhaften der Vergussmasse oder Umhüllmasse erschwert.
3. Halbleiterchip nach Anspruch 2, bei dem
die Oberfläche des Halbleiterchips in dem zweiten Anteil der
Oberseite ihre Beschaffenheit auf Grund eines dort aufge
brachten Materiales oder einer dort vorhandenen flächigen
Struktur besitzt.
4. Halbleiterchip nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem
die Oberflächen der Anteile der Oberseite des Halbleiterchips
durch eine auf der Oberfläche des Halbleiterchips ausgebilde
te Barriere unterschieden sind.
5. Halbleiterchip nach Anspruch 4, bei dem
die Barriere ein Damm (7) oder ein Graben ist.
6. Halbleiterchip nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem
der erste Anteil der Oberseite des Halbleiterchips Anschluss
kontaktflächen (3) und/oder Bonddrähte (5) umfasst und
der zweite Anteil der Oberseite des Halbleiterchips mindes
tens ein aktives Bauelement umfasst.
7. Halbleiterchip nach Anspruch 6, bei dem
der zweite Anteil der Oberseite des Halbleiterchips eine Auf
lagefläche (6) für einen Finger umfasst.
8. Verfahren zur Herstellung eines Gehäuses für einen Halb
leiterchip, bei dem
eine Vergussmasse oder Umhüllmasse (8) auf eine Oberseite des Halbleiterchips aufgebracht wird und dabei
ein erster Anteil der Oberseite von der Vergussmasse oder Um hüllmasse bedeckt wird und
ein zweiter Anteil der Oberseite von der Vergussmasse oder Umhüllmasse frei bleibt,
dadurch gekennzeichnet, dass
vor dem Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse die Oberfläche in dem ersten Anteil der Oberseite und die Ober fläche in dem zweiten Anteil der Oberseite so voneinander un terschieden werden, dass das Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse ausschließlich auf den ersten Anteil begünstigt wird, und
diese Unterscheidung beim Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse ausgenutzt wird, um zu verhindern, dass die Ver gussmasse oder Umhüllmasse den zweiten Anteil der Oberseite bedeckt.
eine Vergussmasse oder Umhüllmasse (8) auf eine Oberseite des Halbleiterchips aufgebracht wird und dabei
ein erster Anteil der Oberseite von der Vergussmasse oder Um hüllmasse bedeckt wird und
ein zweiter Anteil der Oberseite von der Vergussmasse oder Umhüllmasse frei bleibt,
dadurch gekennzeichnet, dass
vor dem Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse die Oberfläche in dem ersten Anteil der Oberseite und die Ober fläche in dem zweiten Anteil der Oberseite so voneinander un terschieden werden, dass das Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse ausschließlich auf den ersten Anteil begünstigt wird, und
diese Unterscheidung beim Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse ausgenutzt wird, um zu verhindern, dass die Ver gussmasse oder Umhüllmasse den zweiten Anteil der Oberseite bedeckt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, bei dem
vor dem Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse die
Oberfläche des Halbleiterchips in dem zweiten Anteil der
Oberseite des Halbleiterchips durch Beschichten mit einem Ma
terial und/oder eine flächige Strukturierung mit einer Be
schaffenheit versehen wird, die ein Benetzen, Verfließen oder
Anhaften der Vergussmasse oder Umhüllmasse erschwert.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem
vor dem Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse die
Oberflächen der Anteile der Oberseite des Halbleiterchips
durch Ausbilden einer Barriere auf der Oberfläche des Halb
leiterchips unterschieden werden und
diese Barriere so ausgebildet wird, dass sie ein Verfließen
der Vergussmasse oder Umhüllmasse stoppt oder zumindest er
schwert.
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem
die Barriere als Damm (7) ausgebildet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem
die Barriere als Graben ausgebildet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, bei dem
der zweite Anteil der Oberseite des Halbleiterchips vor dem
Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse mit einem Mate
rial bedeckt wird, das eine chemische Reaktion mit der Ver
gussmasse oder Umhüllmasse eingeht oder eine chemische Reak
tion eines weiteren aufgebrachten Materials mit der Verguss
masse oder Umhüllmasse auslöst und/oder begünstigt, derart,
dass mit dieser chemischen Reaktion ein Verfließen der Ver
gussmasse oder Umhüllmasse auf diesem Anteil der Oberseite
gestoppt wird oder ein Anhaften der Vergussmasse oder Umhüll
masse auf diesem Anteil der Oberseite erschwert wird.
14. Verfahren zur Herstellung eines Gehäuses für einen Halb
leiterchip, bei dem
eine Vergussmasse oder Umhüllmasse (8) auf eine Oberseite des Halbleiterchips aufgebracht wird und dabei
ein erster Anteil der Oberseite von der Vergussmasse oder Um hüllmasse bedeckt wird und
ein zweiter Anteil der Oberseite von der Vergussmasse oder Umhüllmasse frei bleibt,
dadurch gekennzeichnet, dass
beim Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse verhindert wird, dass die Vergussmasse oder Umhüllmasse den zweiten An teil der Oberseite bedeckt, indem mittels einer zeitweisen und/oder bereichsweisen Bestrahlung die Viskosität der Ver gussmasse oder Umhüllmasse erhöht wird und/oder die Adhäsion der Vergussmasse oder Umhüllmasse auf der Oberfläche des Halbleiterchips vermindert wird.
eine Vergussmasse oder Umhüllmasse (8) auf eine Oberseite des Halbleiterchips aufgebracht wird und dabei
ein erster Anteil der Oberseite von der Vergussmasse oder Um hüllmasse bedeckt wird und
ein zweiter Anteil der Oberseite von der Vergussmasse oder Umhüllmasse frei bleibt,
dadurch gekennzeichnet, dass
beim Aufbringen der Vergussmasse oder Umhüllmasse verhindert wird, dass die Vergussmasse oder Umhüllmasse den zweiten An teil der Oberseite bedeckt, indem mittels einer zeitweisen und/oder bereichsweisen Bestrahlung die Viskosität der Ver gussmasse oder Umhüllmasse erhöht wird und/oder die Adhäsion der Vergussmasse oder Umhüllmasse auf der Oberfläche des Halbleiterchips vermindert wird.
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