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DE10109159A1 - Entwässerungsrinne - Google Patents

Entwässerungsrinne

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Publication number
DE10109159A1
DE10109159A1 DE10109159A DE10109159A DE10109159A1 DE 10109159 A1 DE10109159 A1 DE 10109159A1 DE 10109159 A DE10109159 A DE 10109159A DE 10109159 A DE10109159 A DE 10109159A DE 10109159 A1 DE10109159 A1 DE 10109159A1
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DE
Germany
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gutter
stones
sealing
cover
drainage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE10109159A
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English (en)
Inventor
Detlef Schroeder
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KOMBILITH ENTWICKLUNG & VERWERTUNG GmbH
Original Assignee
KOMBILITH ENTWICKLUNG & VERWERTUNG GmbH
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Publication date
Application filed by KOMBILITH ENTWICKLUNG & VERWERTUNG GmbH filed Critical KOMBILITH ENTWICKLUNG & VERWERTUNG GmbH
Priority to DE10109159A priority Critical patent/DE10109159A1/de
Priority to DE20121911U priority patent/DE20121911U1/de
Priority to EP02003385A priority patent/EP1234913A3/de
Publication of DE10109159A1 publication Critical patent/DE10109159A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F3/00Sewer pipe-line systems
    • E03F3/04Pipes or fittings specially adapted to sewers
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C11/00Details of pavings
    • E01C11/22Gutters; Kerbs ; Surface drainage of streets, roads or like traffic areas
    • E01C11/224Surface drainage of streets
    • E01C11/227Gutters; Channels ; Roof drainage discharge ducts set in sidewalks
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C2201/00Paving elements
    • E01C2201/02Paving elements having fixed spacing features

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Abstract

Es wird eine Rinne zur Entwässerung von versiegelten Flächen, die insbesondere aus Pflastersteinen und insbesondere zur Aufnahme von hohen Verkehrslasten konzipiert sind, beschrieben. Die Rinne umfaßt eine Vielzahl von linear aneinandergesetzten Rinnensteinen, eine Vielzahl von linear angeordneten, zwischen sich Querfugen aufweisenden Abdecksteinen, die über den Rinnensteinen vorgesehen sind, und Dichtungs-/Dämpfungsstreifen, die auf den Oberseitenabschnitten der Rinnensteine angeordnet sind und auf denen die Abdecksteine ruhen. Die Rinne hat gute Ablaufeigenschaften, ist zur Aufnahme von besonders hohen Verkehrslasten geeignet und kann gestalterisch besonders vorteilhaft eingesetzt werden.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rinne zur Entwässe­ rung von versiegelten Flächen, die insbesondere aus Pfla­ stersteinen bestehen und insbesondere zur Aufnahme von ho­ hen Verkehrslasten konzipiert sind.
Die übliche Entwässerung versiegelter Flächen erfolgt über Rinnen mit Längsgefälle, die das Oberflächenwasser über Ab­ laufvorrichtungen in Entwässerungskanäle führen. Auch eine punktuelle Abführung von Oberflächenwasser ist möglich. Dies erfordert jedoch eine trichterförmige Ausbildung der Oberfläche mit zahlreichen Wechseln der Gefällerichtung, was jedoch gestalterisch wenig befriedigend ist und insbe­ sondere bei größeren Stein- oder Plattenformaten zu Proble­ men bei der Verlegung führt.
Bei Entwässerungsrinnen ohne Gefälle oder dort, wo eine muldenförmige Rinne nicht erwünscht ist, kommen in der Re­ gel Entwässerungssysteme mit in der Oberfläche waagerecht verlegten, bandartig durchlaufenden Entwässerungsrosten aus Metall zum Einsatz. Diese Entwässerungssysteme setzen sich aus Rinnensteinen und dem darauf angeordneten Metallrost zusammen, wobei die Oberkante des Metallrostes mit der Oberseite der versiegelten Fläche abschließt. Derartige Rinnensysteme sind jedoch kostenaufwendig und gestalterisch oft problematisch, da sie sich zu stark von der bei­ spielsweise aus Pflastersteinen bestehenden versiegelten Oberfläche abheben. Die Entwässerungsroste aus Metall sind hierbei aus Festigkeitsgründen erforderlich. Da sich bei diesen bekannten Systemen die Rinnensteine jedoch im Be­ reich der versiegelten Oberfläche (Pflastersteine etc.) be­ finden, besteht die Gefahr, daß der durch Verkehrslasten (Bremskräfte etc.) auf die versiegelte Oberfläche (Pfla­ stersteine) ausgeübte Schub zu Bewegungen der versiegelten Oberfläche führt, die einen direkten Kontakt des Pflasters mit den Rinnensteinen sowie deren mögliche Beschädigung oder Zerstörung zur Folge haben. Da diese Rinnensteine in der Regel aus Beton oder Spezialbeton bestehen und schmale Seitenabschnitte besitzen, sind sie bei seitlicher Bela­ stung besonders bruchgefährdet.
Es sind weitere Entwässerungsrinnensysteme bekannt, die je­ doch nicht für die Aufnahme von hohen Verkehrslasten geeig­ net sind.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Entwässerungsrinne zu schaffen, die bei guten Ablaufeigen­ schaften zur Aufnahme von besonders hohen Verkehrslasten geeignet ist und gestalterisch besonders vorteilhaft einge­ setzt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Rinne zur Entwässerung zur Aufnahme von hohen Verkehrslasten konzi­ pierten versiegelten Flächen, die insbesondere aus Pfla­ stersteinen bestehen, gelöst mit
einer Vielzahl von linear aneinander gesetzten Rinnenstei­ nen,
einer Vielzahl von linear angeordneten, zwischen sich Querfugen aufweisenden Abdecksteinen, die über den Rinnenstei­ nen vorgesehen sind, und
Dichtungs/Dämpfungsstreifen zumindest teilweise aus elasto­ merem Material, die auf den Oberseitenabschnitten der Rin­ nensteine angeordnet sind und auf denen die Abdecksteine ruhen.
Die Erfindung wendet sich von bekannten Entwässerungsrin­ nensystemen mit metallischen Entwässerungsrosten ab und schlägt statt dessen eine Entwässerungsrinne vor, bei der sowohl das Rinnenelement als auch das zugehörige Abdeckele­ ment als Stein, insbesondere Betonstein, ausgebildet sind. Hierdurch kann der sichtbare Bereich der Entwässerungsrin­ ne, nämlich das Abdeckelement, gestalterisch besonders gut an die umgebende versiegelte Oberfläche angepaßt werden. Beispielsweise kann der Abdeckstein aus den gleichen Stei­ nen wie die versiegelte Oberfläche bestehen, oder es kann gezielt ein anderer Stein eingesetzt werden, um die Entwäs­ serungsrinne gestalterisch hervorzuheben. Die Erfindung bietet daher gestalterisch wesentlich mehr Möglichkeiten als bekannte Systeme mit metallischen Entwässerungsrosten.
Damit bei der erfindungemäßen Lösung ein Ablauf des Ober­ flächenwassers möglich ist, sind zwischen benachbarten Ab­ decksteinen offene Querfugen vorgesehen, durch die das Was­ ser in die von den Rinnensteinen gebildete Ablaufrinne ge­ langen kann. An den Abdecksteinen selbst müssen daher keine speziellen Ablaufeinrichtungen vorgesehen werden.
Damit bei der erfindungsgemäßen Lösung der Abdeckstein nicht unmittelbar auf dem Rinnenstein liegt, kommen zwei Dichtungs/Dämpfungsstreifen zum Einsatz, die zumindest teilweise aus elastomerem Material bestehen und auf den Oberseitenabschnitten der Rinnensteine angeordnet sind. Die Abdecksteine liegen daher auf diesen Dichtungs/Dämpfungs­ streifen auf, welche eine entsprechende Dämpfungswirkung bei entsprechenden Belastungen haben, so daß Beschädigungen durch einen direkten Kontakt der Steine miteinander, Klap­ pergeräusche etc. vermieden werden. Ferner erfüllen die Dichtungs/Dämpfungsstreifen eine Abdichtungsfunktion, da sie das Eindringen von Fugen- und Bettungsmaterial, Erd­ reich sowie Pflasteroberbaumaterial in die Entwässerungs­ rinne verhindern.
Vorzugsweise sind die Rinnensteine unterhalb der versie­ gelten Decke (Pflastersteine etc.) angeordnet. Mit anderen Worten, die Rinnensteine sind im eingebauten Zustand tiefer als die der Rinne benachbarte versiegelte Fläche (Pflaster­ steine, Betonfläche, Betumenfläche etc.) angeordnet, so daß bei Horizontalbewegungen dieser Fläche, beispielsweise ver­ ursacht durch Bremskräfte von Fahrzeugen, kein Kontakt die­ ser Fläche mit den Rinnensteinen stattfindet, so daß die Rinnensteine hierdurch nicht der Gefahr von Beschädigungen, Zerstörungen etc. ausgesetzt sind. Wegen der relativ dünnen Seitenwände der Rinnensteine ist diese Gefahr besonders groß.
Zusätzlich zu oder statt der Anordnung der Rinnensteine un­ terhalb der versiegelten Fläche sieht die Erfindung vor­ zugsweise vor, daß die Abdecksteine breiter ausgebildet sind als die Rinnensteine. Auch auf diese Weise kann kein seitlicher Druck von der versiegelten Fläche auf die Rinne ausgeübt werden. Auch wenn die angrenzende versiegelte Flä­ che (Pflaster) höher ist als der Abdeckstein, wird ein seitlicher Druck nur auf den Abdeckstein übertragen, da dieser breiter ist als die Rinne.
Erfindungsgemäß wird daher insgesamt eine Entwässerungsrin­ ne geschaffen, die robust und billig ist, kostengünstig verlegt werden kann, gute Ablaufeigenschaften aufweist und gestalterisch besonders vorteilhaft eingesetzt werden kann.
Die erfindungsgemäß zum Einsatz gelangenden Dichtungs/Dämp­ fungsstreifen besitzen eine herstelltechnisch und verlege­ technisch bevorzugte Länge, die sich zweckmäßigerweise über die Länge einer Vielzahl von Abdeck/Rinnensteinen er­ streckt. Natürlich kann der Dichtungs/Dämpfungsstreifen in Längsrichtung auch in eine Vielzahl von kleineren Abschnit­ ten aufgeteilt sein, insbesondere auch auf die Länge des Abdeck/Rinnensteines begrenzt sein. Allgemein wird jedoch eine größere Länge bevorzugt, um zusätzliche Fugen zu ver­ meiden.
Bei einer besonders bevorzugten Lösung der Erfindung weisen die Dichtungs/Dämpfungsstreifen im eingebauten Zustand einen Horizontalabschnitt und einen Vertikalabschnitt auf. Der Horizontalabschnitt dient dabei als Auflager für den Abdeckstein, wie vorstehend erwähnt. Der Vertikalabschnitt hat ebenfalls Dämpfungs- und Dichtungsfunktionen und ver­ hindert einen direkten Kontakt der versiegelten Fläche (Pflastersteine etc.) mit den Abdecksteinen (dämpft Schub­ kräfte) sowie dichtet diesen Bereich gegenüber Bettungs­ material, Fugenmaterial, Erdreich etc. ab. Der Dichtungs/­ Dämpfungsstreifen kann dabei als Winkelprofil ausgebildet sein, wobei der vertikale Schenkel (eingebauter Zustand) vorzugsweise nach oben weist, um die Dichtungs/Dämpfungs­ funktion gegenüber der versiegelten Fläche zu erfüllen.
Eine besonders bevorzugte Lösung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß der Dichtungs/Dämpfungsstreifen als T-Profil mit vertikal angeordnetem Flansch ausgebildet ist. Auf dem Steg des T-Profiles ruht dabei der Abdeckstein. Der im eingebauten Zustand vertikale Flansch erstreckt sich da­ bei vom Steg nach oben und unten, d. h. entlang dem Rinnenstein nach unten und entlang dem Abdeckstein nach oben, so daß eine besonders gute Abdichtung erreicht und die Verle­ gung erleichtert wird.
Noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß der Dichtungs/Dämpfungsstreifen zum Umgreifen des obe­ ren Seitenwandabschnittes des Rinnensteines auf seiner In­ nenseite nach unten verlängert ist. Bei dieser Ausführungs­ form kann der Streifen auf den Seitenwandabschnitt des Ein­ nensteines aufgesetzt bzw. aufgeklemmt werden, so daß beim Verlegen des Streifens eine Fixierung desselben erreicht wird, wodurch die Verlegearbeiten erleichtert werden kön­ nen.
Die Abdecksteine besitzen vorzugsweise seitliche Abstands­ halter (an den Seitenflächen) zur Bestimmung der Querfugen. Auf diese Weise können die Abdecksteine einfach aneinander gesetzt werden (mörtelfrei), ohne daß spezielle Maßnahmen zum exakten Einhalten der Querfugen getroffen werden müs­ sen. Derartige Steine mit integrierten seitlichen Abstands­ haltern sind bekannt.
Noch eine andere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß sich die Vertikalabschnitte der Dichtungs/Dämpfungs­ streifen im eingebauten Zustand nicht bis zur Oberkante des zugehörigen Abdecksteines erstrecken, so daß beidseitig des Abdecksteines über den Vertikalabschnitten Ablaufkanäle ge­ bildet sind. Auf diese Weise wird einerseits vermieden, daß bei Ungenauigkeiten der Dichtungs/Dämpfungsstreifen nach oben über den Abdeckstein bzw. die zugehörige versiegelte Oberfläche vorsteht. Andererseits wird die Bildung der er­ wähnten Ablaufkanäle erreicht. Das sich in diesen Längs­ kanälen sammelnde Oberflächenwasser strömt bis zur nächsten Querfuge und gelangt aus dieser in die darunter befindliche Entwässerungsrinne. Bei dieser Ausführungsform wird somit das Oberflächenwasser über zwei Wege abgeleitet: einmal di­ rekt von der Oberseite der Abdecksteine durch die Querfugen in die Rinne und einmal über die Ablaufkanäle und die Quer­ fugen in die Rinne.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Entwässerungsrinne kann im eingebauten Zustand ein Längsgefälle besitzen oder auch nicht. Ist ein Längsgefälle vorhanden, strömt das Wasser in der Rinne bis zur nächsten Ablaufeinrichtung. Ist kein Ge­ fälle vorhanden, dient die Rinne erst einmal als Speicher bzw. Puffer, wobei auch hier bei Vorhandensein einer aus­ reichenden Wassermenge ein Ablauf erfolgt. Wichtig ist, daß in jedem Falle erst einmal die Oberfläche entwässert wird. Eine gewisse Aufenthaltsdauer des Wassers in der Rinne selbst bei der Ausführungsform ohne Längsgefälle wird er­ findungsgemäß in Kauf genommen.
Was die Ausgestaltung der Rinne selbst anbetrifft, so sieht die Erfindung zwei Hauptmöglichkeiten vor. Bei der ersten Lösung sind die Rinnensteine in herkömmlicher Weise mit Mörtel aneinandergefugt, so daß sich eine zum Erdreich hin abgedichtete Rinne ergibt. Bei der zweiten Hauptlösung der Erfindung sind zwischen aneinandergefügten Rinnensteine Bo­ denfugen angeordnet. Hierbei sind die Rinnensteine vorzugs­ weise seitlich durch Mörtel oder Dichtungselemente, bei­ spielsweise das erfindungsgemäß verwendete T-Profil aus elastomerem Material, abgedichtet, während im Bodenbereich Fugen vorhanden sind, durch die das Wasser in das Bettungs­ material bzw. Erdreich versickern kann. Die Rinne bildet in diesem Falle einen Zwischenspeicher mit Pufferfunktion bei höherem Wasseranfall und begrenzter Versickerungskapazität des Bodens.
Bei zu hohem Grundwasserstand oder bei Rückstau von zu ver­ sickerndem Wasser bis in den Straßenoberbau kann die Rinne über die Bodenfugen Wasser von unten aufnehmen und zu Ab­ laufvorrichtungen abführen. In diesem Falle hat die Rinne Dränagefunktion.
Wenn eine Wasserabführung durch Bodenfugen nicht erwünscht ist oder wenn ein Notüberlauf bei Versickerungsfunktion oder ein Ablauf bei Dränagefunktion erforderlich ist, kom­ men Ablaufeinrichtungen (Sickerkästen etc.) zur Anwendung, über die insbesondere eine vertikale Wasserabführung er­ reicht wird. Diese kann dabei speziell durch im Bodenab­ schnitt der Rinnensteine vorgesehene Ausnehmungen erfolgen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei­ spielen in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläu­ tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine räumliche Darstellung eines Teiles einer mit einer Entwässerungsrinne versehenen ver­ siegelten Oberfläche, bei der die Rinne nicht in Erscheinung tritt;
Fig. 2 eine Darstellung ähnlich Fig. 1 mit einer anderen Variante der versiegelten Oberfläche, bei der die Rinne als Gliederung verwendet wird;
Fig. 3 eine Darstellung ähnlich Fig. 1 mit noch einer anderen Variante einer Oberflächenge­ staltung, wobei die Rinne ebenfalls optisch nicht in Erscheinung tritt;
Fig. 4 eine räumliche Darstellung eines Teiles einer Entwässerungsrinne mit Ablaufvorrichtung mit vergrößerter Darstellung eines Teiles des verwendeten Dichtungs/Dämpfungsstreifens;
Fig. 5 eine räumliche Großdarstellung der Entwässe­ rungsrinne;
Fig. 6 eine räumliche Darstellung eines Teiles einer ersten Ausführungsform einer Entwässerungs­ rinne mit zugehöriger versiegelter Oberflä­ che; und
Fig. 7 eine räumliche Darstellung einer zweiten Aus­ führungsform einer Entwässerungsrinne (Ver­ sickerungs- und Dränagefunktion) mit zugehö­ riger versiegelter Oberfläche.
Die in Fig. 1 dargestellte versiegelte Oberfläche setzt sich aus einzelnen Pflastersteinen 6 zusammen, die in einer entsprechenden Bettung (nicht gezeigt) verlegt sind. Die Fugen zwischen den einzelnen Pflastersteinen 6 sind mit einem geeigneten Fugenfüllmaterial verfüllt.
Zur Abführung des Oberflächenwassers von dieser versiegel­ ten Fläche ist eine Entwässerungsrinne 1 vorgesehen, die mit oder ohne Längsgefälle verlegt sein kann. Die Entwäs­ serungsrinne besteht aus einer Vielzahl von linear anein­ andergesetzten Rinnensteinen 2 mit etwa U-förmiger Gestalt, die miteinander vermörtelt sind, so daß sich eine durch­ laufende abgedichtete Rinne ergibt. Die Rinnensteine 2 sind in einem Betonsockel 5 verlegt. Zu jedem Rinnenstein 2 ge­ hört ein entsprechender Abdeckstein 3, der bei dieser Aus­ führungsform exakt die Form der benachbarten Pflastersteine 6 aufweist, jedoch sonst eine von der Länge der Rinnen­ steine unabhängige Länge besitzen kann. Die Abdecksteine 3 ruhen nicht direkt auf den Rinnensteinen 2, sondern beid­ seitig auf einem Dichtungs/Dämpfungsstreifen 4, der in der Form eines T-Profiles ausgebildet ist. Einzelheiten dieses Dichtungs/Dämpfungsstreifens 4 werden später beschrieben.
Die Rinnensteine 2 und Abdecksteine 3 bestehen bei dieser Ausführungsform aus Beton. Natürlich können als Abdeck­ steine auch Natursteine, Verbundsteine aus Beton und Natur­ steinen etc. Verwendung finden. Wesentlich ist, daß keine metallischen Einbauelemente, wie Gitterroste etc., Verwen­ dung finden, sondern daß die Entwässerungsrinne aus Steinen zusammengesetzt ist, so daß sich gestalterisch die Möglich­ keit einer besseren Anpassung an die benachbarte versiegel­ te Oberfläche, bei der es sich hauptsächlich um gepflaster­ te Flächen handeln dürfte, ergibt.
Der Dichtungs/Dämpfungsstreifen 4 besteht aus einem geeig­ neten Material mit Dämpfungs- und Abdichtungseigenschaften. Hierzu findet insbesondere ein geeignetes elastomeres Mate­ rial Verwendung, wie Kunststoff, Gummi etc. Der Streifen kann auch nur teilweise aus einem solchen elastomeren Mate­ rial bestehen und beispielsweise einen Kern aus steifem Ma­ terial besitzen.
Die Fig. 2 und 3 zeigen weitere Gestaltungsmöglichkeiten der versiegelten Oberfläche, in die die Entwässerungsrinne 1 integriert ist. Gleiche Teile sind hierbei mit gleichen Bezugszeichen versehen. Man erkennt in Fig. 2, daß hier absichtlich vom Pflaster der angrenzenden Fläche abweichen­ de Abdecksteine 3 vorgesehen sind, um das aus kleineren Pflastersteinen 6 bestehende Pflaster zu gliedern. Bei der Ausführungsform der Fig. 3 sind die Abdecksteine 3 der Rinne und die Pflastersteine 6 wiederum gleich, wobei die Steine hier in einem entsprechenden Verband verlegt sind.
Fig. 4 zeigt die Entwässerungsrinne 1 in einer vergrößer­ ten räumlichen Ansicht ohne die zugehörige versiegelte Oberfläche. Wie erwähnt, sind die U-förmigen Rinnensteine 2 linear aneinandergesetzt und miteinander vermörtelt. Auf den beiden Oberseitenabschnitten der Rinnensteine 2 ruhen entsprechende Dichtungs/Dämpfungsstreifen 4, die die Form eines T-Profiles besitzen. Bei dieser Ausführungsform haben die Dichtungs/Dämpfungsstreifen 4 die Länge von mehreren Rinnensteinen. Die Abdecksteine 3, die quaderförmig ausge­ bildet sind, ruhen auf dem horizontal verlaufenden Steg 9 des T-Profiles, wobei sich an diesen Steg 9 ein Vertikal­ flansch anschließt, der einen oberen Abschnitt 10 und einen unteren Abschnitt 11 aufweist. Der untere Abschnitt 11 er­ streckt sich dabei von der Oberseite des Rinnensteines nach unten, während sich der obere Abschnitt 10 nach oben paral­ lel zur Seitenfläche des Abdecksteines erstreckt. Der un­ tere Abschnitt 11 kann zur Erleichterung der Rinnenverle­ gung entsprechend der gegenüber dem Abdeckstein geringeren Rinnenbreite dicker ausgeführt werden.
Wie erwähnt, kann die Entwässerungsrinne mit oder ohne Längsgefälle verlegt sein. Bei der hier dargestellten Aus­ führungsform besitzt sie vertikale Ablaufeinrichtungen, die in der Form eines ein rundes Loch 7 aufweisenden Rinnen­ steines mit einem darunter angeordneten Sinkkasten 8 ausge­ bildet sind. Diese Ablaufeinrichtungen können in Längsrich­ tung der Rinne in entsprechenden Abständen angeordnet sein. Von dort kann das Oberflächenwasser in eine vorhandene Ka­ nalisation oder eine Versickerungsanlage oder gegebenen­ falls über ein Vorklärbecken in den Vorfluter abgeführt werden.
Fig. 5 zeigt eine räumliche Ansicht eines Teiles der Ent­ wässerungsrinne im vergrößerten Maßstab. Man erkennt, daß die Abdecksteine 3 auf einer Seitenfläche mit integrierten Abstandshaltern 12 versehen sind, die etwa die Stärke einer gewünschten Fuge besitzen (ca. 5 mm). Durch Aneinanderset­ zen der Abdecksteine 3 werden daher Querfugen 13 gebildet, durch die das Oberflächenwasser in die eigentliche Rinne abfließen kann. Die Abdecksteine 3 ruhen auf dem horizon­ talen Steg 9 der Dichtungs/Dämpfungsstreifen 4 und stoßen ferner seitlich gegen den oberen Abschnitt 10 des Vertikal­ flansches des Dichtungs/Dämpfungsstreifens. Man erkennt deutlich, daß der Vertikalflansch verhindert, daß Fugenma­ terial, Bettungsmaterial, Erdreich etc. in die Entwässe­ rungsrinne eindringen, während der horizontale Steg 9 in erster Linie ein elastisches Auflager für die Abdecksteine 3 bildet, aber auch Dichtungsfunktionen hat. Der obere Ab­ schnitt 10 des Vertikalflansches erstreckt sich bei dieser Ausführungsform nicht bis zur Oberkante des Abdecksteines 3 sowie der benachbarten Pflastersteine 6, sondern endet tie­ fer. Das hat den Vorteil, daß bei ungenauer Verlegung der Streifen nicht über die Oberkante der Steine vorsteht. Fer­ ner werden hierdurch beidseitig des Abdecksteines 3 Ablauf­ kanäle 14 gebildet, über die das Oberflächenwasser in die Querfugen 13 und von dort in die Entwässerungsrinne abge­ führt werden kann.
Der Dichtungs/Dämpfungsstreifen 4 kann mit seinem vertika­ len Abschnitt auch eine gewisse Klemmfunktion ausüben, um den Abdeckstein 3 zwischen den Pflastersteinen 6 der ver­ siegelten Oberfläche elastisch zu fixieren. Zu diesem Zweck kann am Abschnitt 10 ein horizontaler Wulst vorgesehen wer­ den.
Fig. 6 zeigt die Entwässerungsrinne im eingebauten Zustand in einem Pflastersteinen 6 bestehenden Pflaster. Die in einem Betonsockel 5 verlegte Rinne erstreckt sich unterhalb des Pflasters mit zugehöriger Bettung, so daß Querkräfte (beispielsweise Bremskräfte von Fahrzeugen), die die Pfla­ stersteine in Horizontalrichtung bewegen, keine Einflüsse auf die Rinnensteine 2 haben, da die Pflastersteine bei einer Horizontalverschiebung die Rinnensteine 2 nicht kontaktieren. Entsprechende Kräfte werden lediglich auf den oberen Abschnitt 10 des Vertikalflansches der Dichtungs/­ Dämpfungsstreifen und die Abdecksteine 3 ausgeübt, die je­ doch höhere Belastungen aufnehmen können als die Rinnen­ steine 2.
Fig. 6 zeigt mit angedeuteten Pfeilen den Oberflächenab­ fluß sowie den Wasserabfluß innerhalb der Rinne. Bei dieser Ausführungsform sind die einzelnen Rinnensteine 2 miteinan­ der vermörtelt, d. h. dicht miteinander verbunden, so daß das in der Rinne befindliche Wasser bis zu einer vorgesehe­ nen Ablaufeinrichtung läuft. Diese Ausführungsform ist da­ her für den Fall geeignet, bei dem das Oberflächenwasser abgeleitet und an speziellen Stellen, beispielsweise in die Kanalisation, abgführt werden soll.
Fig. 7 zeigt eine entsprechende Ansicht wie Fig. 6, mit dem Unterschied, daß hierbei eine anders ausgebildete Rinne Verwendung findet. Bei dieser Rinne sind die Rinnensteine 2 nur seitlich miteinander so vermörtelt, daß im Bodenbereich zwischen zwei benachbarten Rinnensteinen 2 entsprechende Bodenfugen 15 entstehen, durch die das Wasser versickern aber auch Wasser von unten in die Rinne eindringen kann. Diese Rinne, deren Aufbau im übrigen dem der vorstehend be­ schriebenen Ausführungsformen entspricht, hat die Funktion, das in der Rinne befindliche Oberflächenwasser über die Bo­ denfugen 15 versickern zu lassen. Insbesondere bei Stark­ regen erfolgt daher hier ein Oberflächenabfluß über die Querfugen 13 zwischen den Abdecksteinen 3 in die Entwässe­ rungsrinne und von dort eine Versickerung über die Boden­ fugen 15. Bei einem Rückstau im Pflasteroberbau, beispiels­ weise bei einem erhöhten Grundwasserstand, erfolgt ein An­ stieg des Wassers über die Bodenfugen 15 in die Rinne mit einem entsprechenden Abfluß zur Ablaufeinrichtung. Dränage D, Versickerung B und Abfluß E sind hierbei mit entsprechenden Pfeilen angedeutet.
Anstelle einer Vermörtelung der Seitenabschnitte benach­ barter Rinnensteine mit Bodenfugen können zwischen den Sei­ tenabschnitten auch Dichtungselemente, etwa in der Art der vorstehend erwähnten T-Profile, vorgesehen sein. Der Steg dieser Profile ragt dabei zwischen die Rinnensteine, wäh­ rend der Flansch an deren Seitenflächen anliegt.
Als weitere Variante ist ein Rinnenstein möglich, der be­ reits produktionsseitig mit den Bodenfugen versehen ist.
Abschließend ist noch darauf hinzuweisen, daß die erfin­ dungsgemäß ausgebildete Entwässerungsrinne die Funktion einer Rigole voll übernehmen kann, und zwar sehr dicht un­ ter der Oberfläche. Damit wird eine Rigole auch dort mög­ lich, wo sie ansonsten wegen hohen Grundwasserstandes nicht in Frage kommen würde.
Bei einer Versickerung über die erfindungsgemäß ausgebil­ dete Rinne könnte seitens des Straßenbaus die Befürchtung entstehen, daß Versickerungswasser in unerwünschtem Maße in den Straßenoberbau eindringt. Dieses Problem kann durch eine vertikale Trennschicht einfach gelöst werden.
Frost ist bei herkömmlichen Rigolen ein Problem. Nach Frostperioden herrschen oft an der Oberfläche bereits wie­ der höhere Temperaturen. Tiefere Bodenschichten sind aber noch gefroren. Eine Versickerung kann da nicht stattfinden, und das Wasser staut sich an der Oberfläche.
Wenn anstelle einer Rigole die erfindungsgemäß ausgebildete Rinne eingesetzt wird, fließt das Wasser bei gefrorenen Bodenschichten über die Rinne ab. Das spricht für den Einsatz der erfindungsgemäßen Rinne anstelle der Rigole auch dort, wo keine Probleme mit hohem Grundwasserstand bestehen.

Claims (15)

1. Rinne (1) zur Entwässerung von versiegelten Flächen, die insbesondere aus Pflastersteinen (6) bestehen und insbesondere zur Aufnahme von hohen Verkehrslasten konzipiert sind, mit
einer Vielzahl von linear aneinandergesetzten Rinnen­ steinen (2),
einer Vielzahl von linear angeordneten, zwischen sich Querfugen (13) aufweisenden Abdecksteinen (3), die über den Rinnensteinen (2) vorgesehen sind, und
Dichtungs/Dämpfungsstreifen (4) zumindest teilweise aus elastomerem Material, die auf den Oberseitenab­ schnitten der Rinnensteine (2) angeordnet sind und auf denen die Abdecksteine (3) ruhen.
2. Rinne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinnensteine (2) unterhalb der versiegelten Fläche (Pflastersteine (6) etc.) angeordnet sind.
3. Rinne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdecksteine (3) breiter ausgebildet sind als die Rinnensteine (2).
4. Rinne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungs/Dämpfungsstreifen (4) in Längsrichtung in eine Vielzahl von Abschnitten aufgeteilt sind.
5. Rinne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungs/Dämpfungsstreifen (4) im eingebauten Zustand einen Horizontalabschnitt und einen Vertikalabschnitt besitzen.
6. Rinne nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungs/Dämpfungsstreifen als Winkelprofil ausgebil­ det sind.
7. Rinne nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungs/Dämpfungsstreifen (4) als T-Profil mit ver­ tikal angeordnetem Flansch ausgebildet sind.
8. Rinne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungs/Dämpfungsstreifen (4) zum Umgreifen des oberen Seitenwandabschnittes des Rinnensteines (2) auf seiner Innenseite nach unten verlängert ist.
9. Rinne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdecksteine (3) seitliche Ab­ standshalter (12) zur Festlegung der Querfugen (13) besitzen.
10. Rinne nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß sich die Vertikalabschnitte der Dichtungs/Dämpfungsstreifen (4) im eingebauten Zustand nicht bis zur Oberkante des zugehörigen Abdecksteines (3) erstrecken, so daß beidseitig des Abdecksteines (3) über den Vertikalabschnitten Ablaufkanäle (14) ge­ bildet sind.
11. Rinne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie im eingebauten Zustand kein Längsgefälle aufweist.
12. Rinne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinnensteine (2) mit Mörtel aneinandergefugt sind.
13. Rinne nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch ge­ kennzeichnet, daß zwischen benachbarten Rinnensteinen (2) Bodenfugen (15) angeordnet sind.
14. Rinne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Ablaufeinrichtungen zur vertikalen Wasserabführung versehen ist.
15. Rinne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen der Rinnensteine (2) schräg ausgebildet sind, so daß sich zwischen zwei Rinnensteinen keilförmig nach innen erweiternde Stoß­ fugen ergeben.
DE10109159A 2001-02-24 2001-02-24 Entwässerungsrinne Withdrawn DE10109159A1 (de)

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