DE10108936A1 - Variolinsensystem - Google Patents
VariolinsensystemInfo
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Abstract
Ein Variolinsensystem enthält eine negative erste Linsengruppe, eine positive zweite Linsengruppe und eine negative dritte Linsengruppe. Eine Brennweitenänderung wird durch Bewegen der ersten bis dritten Linse vorgenommen. Die negative erste Linsengruppe enthält ein positives und ein negatives Linsenelement, die miteinander verkittet sind, und ihre am weitesten objektseitig angeordnete Fläche ist eine konkave Fläche. Das Variolinsensystem erfüllt: -1 < r1/fW < 0...(1); 1,4 < f1G/f1N < 1,8...(2); worin r1 den Krümmungsradius der am weitesten objektseitigen Fläche der ersten Linsengruppe, fW die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite, f1G die Brennweite der ersten Linsengruppe und f1N die Brennweite des Linsenelementes der miteinander verkitteten Linsenelemente bezeichnet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Drei-Linsengruppen-Variolinsensystem für eine Kom
paktkamera und im engeren Sinne die Steigerung des Brennweitenverhältnisses
eines solchen Variolinsensystems.
In einem für eine Kompaktkamera bestimmten Variolinsensystem ist anders als in
einem Variolinsensystem einer einäugigen Spiegelreflexkamera (SLR), die Raum
benötigt, um hinter dem Linsensystem einen Spiegel unterzubringen, eine lange
hintere Schnittweite nicht erforderlich. Deshalb wird in einer Kompaktkamera
üblicherweise ein Tele-Linsensystem verwendet, das eine positive Linsengruppe
und eine negative Linsengruppe in dieser Reihenfolge vom Objekt her betrachtet
enthält. Dagegen wird in einer einäugigen Spiegelreflexkamera ein Retrofokus-
Linsensystem verwendet, das eine negative Linsengruppe und eine positive
Linsengruppe in dieser Reihenfolge vom Objekt her betrachtet enthält.
In einer Kompaktkamera liegt das Brennweitenverhältnis des Tele-
Variolinsensystems im Falle einer Drei-Linsengruppen-Anordnung üblicherweise
bei höchstens 2 bis 3. Ein Drei-Linsengruppen-Variolinsensystem mit einem
Brennweitenverhältnis von 4,0 oder mehr ist nicht bekannt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Drei-Linsengruppen-Variolinsensystem für eine
Kompaktkamera anzugeben, das ein hohes Brennweitenverhältnis von 4,0 oder
mehr erreichen kann.
Zur Lösung der vorstehend genannten Aufgabe ist ein Variolinsensystem vorge
sehen, das eine negative erste Linsengruppe, eine positive zweite Linsengruppe
und eine negative dritte Linsengruppe enthält, die in dieser Reihenfolge vom
Objekt her betrachtet angeordnet sind. Eine Brennweitenänderung wird durch
Bewegen der ersten bis dritten Linsengruppe in Richtung der optischen Achse
vorgenommen. Die negative erste Linsengruppe enthält ein positives und ein
negatives Linsenelement, die miteinander verkittet sind, wobei die am weitesten
objektseitig angeordnete Fläche eine konkave Fläche ist. Das Variolinsensystem
erfüllt die folgenden Bedingungen:
-1 < r1/fW < 0 (1)
1,4 < f1G/f1N < 1,8 (2)
worin
r1 den Krümmungsradius der am weitesten objektseitig angeordneten Fläche der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet,
fW die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet,
f1G die Brennweite der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet, und
f1N die Brennweite des negativen Linsenelementes der verkitteten Linsenele mente der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet.
r1 den Krümmungsradius der am weitesten objektseitig angeordneten Fläche der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet,
fW die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet,
f1G die Brennweite der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet, und
f1N die Brennweite des negativen Linsenelementes der verkitteten Linsenele mente der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet.
In den miteinander verkitteten Linsenelementen kommt es auf die Reihenfolge
von positivem Linsenelement und negativem Linsenelement im Speziellen nicht
an. Die miteinander verkitteten Linsenelemente können sich folglich aus dem
negativen Linsenelement und dem positiven Linsenelement in dieser Reihenfolge
vom Objekt her betrachtet zusammensetzen.
Das erfindungsgemäße Variolinsensystem erfüllt vorzugsweise folgende Bedin
gung:
8 < νn-νp (3)
worin
νn die Abbe-Zahl des negativen Linsenelementes der verkitteten Linsenelemente der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet, und
νp die Abbe-Zahl des positiven Linsenelementes der verkitteten Linsenelemente der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet.
νn die Abbe-Zahl des negativen Linsenelementes der verkitteten Linsenelemente der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet, und
νp die Abbe-Zahl des positiven Linsenelementes der verkitteten Linsenelemente der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet.
Das erfindungsgemäße Variolinsensystem kann die folgende Bedingung erfüllen:
-5 < fT/f1G < -3,5 (4)
worin
fT die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet.
fT die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet.
Das erfindungsgemäße Variolinsensystem erfüllt vorzugsweise die folgende
Bedingung:
0,03 < (d12W-d12T/fW < 0,10 (5)
worin
d12W den Abstand zwischen der ersten Linsengruppe und der zweiten Linsen gruppe bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet, und
d12T den Abstand zwischen der ersten Linsengruppe und der zweiten Linsen gruppe bei der Einstellung längster Brennweite bezeichnet.
d12W den Abstand zwischen der ersten Linsengruppe und der zweiten Linsen gruppe bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet, und
d12T den Abstand zwischen der ersten Linsengruppe und der zweiten Linsen gruppe bei der Einstellung längster Brennweite bezeichnet.
Das erfindungsgemäße Variolinsensystem kann die folgende Bedingung erfüllen:
0,6 < y/fW < 0,9 (6)
worin
y die Diagonalbildhöhe auf einer Filmfläche bezeichnet.
y die Diagonalbildhöhe auf einer Filmfläche bezeichnet.
Das erfindungsgemäße Variolinsensystem erfüllt vorzugsweise die folgende
Bedingung:
3,5 < fT/fW (7)
Das erfindungsgemäße Variolinsensystem kann ein Brennweitenverhältnis von 4
oder mehr erreichen. Andererseits kann das erfindungsgemäße Variolinsensy
stem auch auf ein Variolinsensystem mit einem Brennweitenverhältnis von etwa
3,5 angewendet werden.
In dem erfindungsgemäßen Variolinsensystem ist vorzugsweise in der positiven
zweiten Linsengruppe ein Linsenelement mit mindestens einer asphärischen
Fläche vorgesehen und die folgende Bedingung erfüllt:
-30 < ΔIASP < -10 (8)
worin
ΔIASP den durch die asphärische Fläche verursachten Änderungsbetrag des Koeffizienten der sphärischen Aberration bezeichnet, unter der Bedingung, dass die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite auf 1,0 umgerechnet ist.
ΔIASP den durch die asphärische Fläche verursachten Änderungsbetrag des Koeffizienten der sphärischen Aberration bezeichnet, unter der Bedingung, dass die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite auf 1,0 umgerechnet ist.
Weiterhin ist in dem erfindungsgemäße Variolinsensystem in der negativen dritten
Linsengruppe vorzugsweise ein Linsenelement mit mindestens einer asphäri
schen Fläche vorgesehen und die folgende Bedingung erfüllt:
0 < ΔVASP < 0,4 (9)
worin
ΔVASP den durch die asphärische Fläche verursachten Änderungsbetrag des Verzeichnungskoeffizienten bezeichnet, unter der Bedingung, dass die Brenn weite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite auf 1,0 umgerechnet ist.
ΔVASP den durch die asphärische Fläche verursachten Änderungsbetrag des Verzeichnungskoeffizienten bezeichnet, unter der Bedingung, dass die Brenn weite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite auf 1,0 umgerechnet ist.
Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeich
nungen im Detail erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Linsenanordnung des Variolinsensystems bei der Einstellung
kürzester Brennweite gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der
Erfindung,
Fig. 2A, 2B, 2C und 2D in der Linsenanordnung nach Fig. 1 auftretende Aberrationen,
Fig. 3 eine Linsenanordnung des Variolinsensystems gemäß erstem Aus
führungsbeispiel bei einer ersten Zwischenbrennweite,
Fig. 4A, 4B, 4C und 4D in der Linsenanordnung nach Fig. 3 auftretende Aberrationen,
Fig. 5 eine andere Linsenanordnung des Variolinsensystems gemäß er
stem Ausführungsbeispiel bei einer zweiten Zwischenbrennweite,
Fig. 6A, 6B, 6C und 6D in der Linsenanordnung nach Fig. 5 auftretende Aberrationen,
Fig. 7 eine Linsenanordnung des Variolinsensystems gemäß erstem Aus
führungsbeispiel bei der Einstellung längster Brennweite,
Fig. 8A, 8B, 8C und 8D in der Linsenanordnung nach Fig. 7 auftretende Aberrationen,
Fig. 9 eine Linsenanordnung des Variolinsensystems gemäß einem zwei
ten Ausführungsbeispiel der Erfindung bei Einstellung kürzester
Brennweite,
Fig. 10A, 10B, 10C und 10D in der Linsenanordnung nach Fig. 9 auftretende Aberrationen bei der
Einstellung kürzester Brennweite,
Fig. 11A, 11B, 11C und 11D in der Linsenanordnung nach Fig. 9 auftretende Aberrationen bei der
Zwischenbrennweite,
Fig. 12A, 12B, 12C und 12D in der Linsenanordnung nach Fig. 9 auftretende Aberrationen bei der
Einstellung längster Brennweite,
Fig. 13 eine Linsenanordnung des Variolinsensystems gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel der Erfindung bei Einstellung kürzester Brenn
weite,
Fig. 14A, 14B, 14C und 14D in der Linsenanordnung nach Fig. 13 auftretende Aberrationen bei
der Einstellung kürzester Brennweite,
Fig. 15A, 15B, 15C und 15C) in der Linsenanordnung nach Fig. 13 auftretende Aberrationen bei
der Zwischenbrennweite,
Fig. 16A, 16B, 16C und 16D in der Linsenanordnung nach Fig. 13 auftretende Aberrationen bei
der Einstellung längster Brennweite,
Fig. 17 die schematische Darstellung der Linsengruppen-Verstellwege für
das Variolinsensystem gemäß erstem Ausführungsbeispiel,
Fig. 18 eine andere schematische Darstellung der Linsengruppen-
Verstellwege für das Variolinsensystem gemäß erstem Ausfüh
rungsbeispiel, und
Fig. 19 die schematische Darstellung der Linsengruppen-Verstellwege für
das Variolinsensystem gemäß zweitem und drittem Ausführungsbei
spiel.
Wie in den Linsengruppen-Verstellwegen der Fig. 17 bis 19 gezeigt, enthält das
für eine Kompaktkamera bestimmte Drei-Linsengruppen-Variolinsensystem eine
negative erste Linsengruppe 10, eine positive zweite Linsengruppe 20 und eine
negative dritte Linsengruppe 30, die in dieser Reihenfolge vom Objekt her be
trachtet angeordnet sind; die Brennweitenänderung wird durchgeführt, indem die
erste bis dritte Linsengruppe in Richtung der optischen Achse bewegt werden.
Unter den schematischen Darstellungen der Linsengruppen-Verstellwege gemäß
den Fig. 17 bis 19 ist Fig. 17 ein Beispiel für Linsengruppen-Verstellwege, entlang
denen eine Umschaltbewegung der Linsengruppen bei der Zwischenbrennweite
vorgesehen ist. Gemäß Fig. 17 werden bei der Brennweitenänderung ausgehend
von der Einstellung kürzester Brennweite fw hin zur Einstellung längster Brenn
weite ft die Linsengruppen 10 bis 30 wie folgt bewegt:
In einem von der Einstellung kürzester Brennweite fw bis zur Zwischenbrennweite
fm reichenden Brennweitenbereich Zw (erster Brennweitenbereich, Brennwei
tenänderungsbereich auf der Seite kurzer Brennweite) werden die erste Linsen
gruppe 10, die zweite Linsengruppe 20 und die dritte Linsengruppe 30 auf das
Objekt zubewegt.
Bei der Zwischenbrennweite fm, werden die zweite Linsengruppe 20 und die dritte
Linsengruppe 30 um eine vorbestimmte Strecke auf die Bildebene zubewegt, so
dass sich die Zwischenbrennweite fm in eine nach der Umschaltung vorliegende
Zwischenbrennweite fm' ändert.
In einem Brennweitenbereich Zt (zweiter Brennweitenbereich, Brennweitenände
rungsbereich auf der Seite langer Brennweite), der von der nach der Umschaltung
vorliegenden Zwischenbrennweite fm' bis zur Einstellung längster Brennweite ft
reicht, werden die erste Linsengruppe 10, die zweite Linsengruppe 20 und die
dritte Linsengruppe 30 auf das Objekt zubewegt.
In dem Brennweitenbereich Zw halten die erste Linsengruppe 10 und die zweite
Linsengruppe 20 einen vorbestimmten Abstand voneinander ein (erster Zustand).
Bei der Zwischenbrennweite fm wird der Abstand zwischen der ersten Linsen
gruppe 10 und der zweiten Linsengruppe 20 verringert.
In dem Brennweitenbereich Zt halten die erste Linsengruppe 10 und die zweite
Linsengruppe 20 den verringerten Abstand voneinander ein (zweiter Zustand).
Die Zwischenbrennweite fm gehört zu dem ersten Brennweitenbereich, und die
nach Umschaltung vorliegende Zwischenbrennweite fm' ist festgelegt, nachdem
folgende Bewegung der Linsengruppen abgeschlossen ist:
- a) die erste Linsengruppe 10 und die dritte Linsengruppe 30 werden aus ihren Positionen entsprechend der Zwischenbrennweite fm auf das Bild zubewegt, und
- b) die erste Linsengruppe 10 und die zweite Linsengruppe 20 verringern ihren Abstand voneinander.
Bei der Brennweitenänderung bewegt sich eine Blende S zusammen mit der
zweiten Linsengruppe 20.
Die erste Zwischenbrennweite der Fig. 3 ist eine typische Brennweite im Brenn
weitenbereich Zw.
Die zweite Zwischenbrennweite der Fig. 5 ist eine typische Brennweite in dem
Brennweitenbereich Zt. Die Linsengruppen-Verstellwege für die erste bis dritte
Linsengruppe 10, 20 und 30 vor und nach der Umschaltbewegung sind in Fig. 17
einfach als gerade Linien dargestellt. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die
tatsächlichen Linsengruppen-Verstellwege nicht notwendigerweise gerade Linien
sind. Ferner wird die Scharfeinstellung in der Weise vorgenommen, dass die erste
Linsengruppe 10 und die zweite Linsengruppe 20 ungeachtet der Brennweitenbe
reiche einstückig bewegt werden.
Die Linsengruppen-Verstellwege haben bei der Zwischenbrennweite fm und der
nach der Umschaltung vorliegenden Zwischenbrennweite fm' Diskontinuitäten.
Indem jedoch die Positionen der ersten Linsengruppe 10, der zweiten Linsen
gruppe 20 und der dritten Linsengruppe 30 jeweils bei der Einstellung kürzester
Brennweite fw, bei der Zwischenbrennweite fm, bei der nach der Umschaltung
vorliegenden Zwischenbrennweite fm' und bei Einstellung längster Brennweite ft
geeignet festgelegt werden, können Lösungen erhalten werden, durch die ein Bild
in korrekter Weise in einer vorbestimmten Ebene erzeugt wird. Durch die Linsen
gruppen-Verstellwege mit diesen Lösungen kann ein Variolinsensystem erhalten
werden, das miniaturisiert ist und ein hohes Brennweitenverhältnis hat.
Fig. 18 zeigt, dass die Haltepositionen für jede Linsengruppe entlang den Linsen
gruppen-Verstellwegen nach Fig. 17 schrittweise festgelegt sind. Positionen, an
denen jede Linsengruppe anzuhalten ist, sind mit schwarzen Punkten dargestellt.
Diese Punkte sind miteinander zu glatten, gekrümmten Linien verbunden. In
einem tatsächlichen mechanischen Aufbau kann jede Linsengruppe längs solcher
glatter, gekrümmter Linien bewegt werden.
Fig. 19 zeigt ein Beispiel für Linsengruppen-Verstellwege, die keine Zwischen-
Umschaltbrennweite haben. Bei der Brennweitenänderung ausgehend von der
Einstellung kürzester Brennweite hin zur Einstellung längster Brennweite werden
alle Linsengruppen auf das Objekt zubewegt, während sich ihre Abstände vonein
ander ändern. Die Blende S ist zwischen der zweiten Linsengruppe 20 und der
dritten Linsengruppe 30 vorgesehen und bewegt sich zusammen mit der zweiten
Linsengruppe 20.
In den Ausführungsbeispielen des Drei-Linsengruppen-Variolinsensystems, in
denen Linsengruppen-Bewegungswege (zugrundeliegende Brennweitenände
rungswege) wie z. B. die oben erläuterten realisiert werden können, besteht ein
Merkmal darin, dass die negative erste Linsengruppe 10 aus einem positiven und
einem negativen Linsenelement, die miteinander verkittet sind, besteht, wobei die
am weitesten objektseitig angeordnete Fläche (erste Fläche) der verkitteten Lin
senelemente eine konkave Fläche ist. Auf die Reihenfolge von positivem Lin
senelement und negativem Linsenelement kommt es im Speziellen nicht an.
Ist insbesondere bei einem Drei-Linsengruppen-Variolinsensystem mit einem
halben Bildwinkel von 35° oder mehr bei der Einstellung kürzester Brennweite die
Anzahl der die erste Linsengruppe bildenden Linsenelemente groß und die erste
Linsengruppe insgesamt lang, so sind die Durchmesser von erster und zweiter
Linsengruppe für gewöhnlich größer, um so die Randstrahlung zu sammeln. Ein
vergrößerter Linsenelementdurchmesser verursacht jedoch einen Anstieg der auf
die Auf/Ab-Richtung bezogenen Abmessung einer Kamera und verhindert so
deren Miniaturisierung.
Indem die negative erste Linsengruppe 10 von dem positiven und dem mit diesem
verkitteten negativen Linsenelement gebildet ist, wobei die am weitesten objekt
seitig angeordnete Fläche eine konkave Fläche ist, ist die Randausleuchtung
sichergestellt, so dass ein Anstieg des Durchmessers der vorderen (ersten und
zweiten) Linsengruppe vermieden werden kann. Das in den Ausführungsbeispie
len angegebene Drei-Linsengruppen-Variolinsensystem kann auch als Linsensy
stem verwendet werden, dessen halber Bildwinkel bei der Einstellung kürzester
Brennweite nicht groß ist.
Bedingung (1) spezifiziert die miteinander verkitteten Linsenelemente in der
Weise, dass die Gesamtlänge der ersten Linsengruppe verringert ist, und zwar
unter der Bedingung, dass die negative erste Linsengruppe 10 von dem positiven
und dem mit diesem verkitteten negativen Linsenelement gebildet ist, wobei die
am weitesten objektseitig angeordnete Fläche eine konkave Fläche ist. Ist diese
Bedingung erfüllt, ist die Randausleuchtung sichergestellt und ein Anstieg des
Durchmessers der Frontlinsengruppe kann vermieden werden.
Übersteigt r1/fW die obere Grenze der Bedingung (1), so sind die Erfordernisse
für die Ausbildung der ersten Fläche als konkave Fläche nicht erfüllt, so dass die
Randausleuchtung nicht sichergestellt werden kann.
Unterschreitet r1/fW die untere Grenze der Bedingung (1), so wird die Diver
genzwirkung der ersten Fläche klein, so dass der Durchmesser der vorderen
(ersten) Linsengruppe groß wird, um die Randstrahlung zu sammeln.
Bedingung (2) spezifiziert das negative Linsenelement der negativen ersten Lin
sengruppe, die von den miteinander verkitteten Linsenelementen gebildet wird. Ist
diese Bedingung erfüllt, so können Aberrationen in der ersten Linsengruppe und
Aberrationsschwankungen über das gesamte Variolinsensystem verringert wer
den.
Übersteigt f1G/f1N die obere Grenze der Bedingung (2), so wird die Divergenz der
verkitteten Linsenelemente, die insgesamt negative Brechkraft haben, zu groß,
wodurch die in dem gesamten Variolinsensystem auftretende sphärische Aberra
tion gewöhnlich überkorrigiert wird.
Unterschreitet f1G/f1N die untere Grenze der Bedingung (2), so wird die Diver
genz der verkitteten Linsenelemente, die als Ganzes negative Brechkraft haben,
klein, wodurch die in dem gesamten Variolinsensystem auftretende sphärische
Aberration gewöhnlich unterkorrigiert wird.
Bedingung (3) dient der Korrektion der chromatischen Aberration über den ge
samten Brennweitenänderungsbereich.
Unterschreitet νn-νp die untere Grenze der Bedingung (3), kann die chromati
sche Aberration durch die verkitteten Linsenelemente nicht über den gesamten
Brennweitenbereich korrigiert werden.
Bedingung (4) spezifiziert die Bewegungsstrecke der ersten Linsengruppe. Diese
Bedingung ist erforderlich, um die Bewegungsstrecke der ersten Linsengruppe so
zu verringern, dass eine Miniaturisierung des Variolinsensystems bei einem
Brennweitenverhältnis von 4 oder mehr erreicht wird.
Übersteigt fT/f1G die obere Grenze der Bedingung (4), so nimmt die Bewegungs
strecke der negativen ersten Linsengruppe zu, so dass eine Miniaturisierung des
Variolinsensystems nicht erreicht werden kann.
Unterschreitet fT/f1G die untere Grenze der Bedingung (4), so wird die Brechkraft
der negativen ersten Linsengruppe zu stark, und die darin auftretenden Aberratio
nen sowie die Schwankungen der Aberrationen bei der Brennweitenänderung
werden groß.
Bedingung (5) dient der Verringerung der Durchmesser der ersten und der zwei
ten Linsengruppe. Diese Bedingung ist erforderlich, da, falls die Bewegungsstrec
ken der ersten und der zweiten Linsengruppe groß werden und auch ihr Abstand
voneinander groß wird, um ein Brennweitenverhältnis von 4 oder mehr aufrecht zu
erhalten, die Durchmesser der ersten und der zweiten Linsengruppe gewöhnlich
groß werden, um insbesondere bei der Einstellung kürzester Brennweite die
Randstrahlung zu sammeln.
Überschreitet (d12W-d12T)/fW die obere Grenze der Bedingung (5), so werden
die Bewegungsstrecken der ersten und der zweiten Linsengruppe lang, so dass
eine Miniaturisierung des Variolinsensystems nicht möglich ist.
Unterschreitet (d12W-d12T)/fW die untere Grenze der Bedingung (5), so werden
die Brennweitenänderungswirkungen der ersten und der zweiten Linsengruppe
klein, so dass ein hohes Brennweitenverhältnis nicht erreicht werden kann.
Bedingung (6) dient dazu, die Brennweite bei der Einstellung kürzester Brennweite
zu verkürzen.
Unterschreitet y/fW die untere Grenze der Bedingung (6), so kann die Brennweite
bei der Einstellung kürzester Brennweite nicht verkürzt werden.
Bedingung (7) dient dazu, ein Brennweitenverhältnis von 3,5 oder mehr zu erhal
ten.
Unterschreitet fT/fW die untere Grenze der Bedingung (7), so kann ein Variolin
sensystem mit einem Brennweitenverhältnis von 3,5 oder mehr nicht erhalten
werden.
Bedingung (8) spezifiziert die Erfordernisse, die eine asphärische Fläche erfüllen
muss, wenn die positive zweite Linsengruppe ein Linsenelement enthält, an dem
mindestens eine asphärische Fläche ausgebildet ist. Indem ein Linsenelement
verwendet wird, an dem mindestens eine asphärische Fläche ausgebildet ist,
kann die Anzahl der Linsenelemente der positiven zweiten Linsengruppe verrin
gert und insbesondere die sphärische Aberration des Variolinsensystems korrigiert
werden.
Überschreitet ΔIASP die obere Grenze der Bedingung (8), so sind die Wirkungen
der Korrektion der sphärischen Aberration gering und die sphärische Aberration
kann nicht ausreichend korrigiert werden.
Unterschreitet ΔIASP die untere Grenze der Bedingung (8), so wird der Betrag der
Asphärizität groß, was die Fertigung des mit der asphärischen Fläche versehenen
Linsenelementes erschwert.
Bedingung (9) dient der Spezifizierung der Erfordernisse, die von einer asphäri
schen Fläche zu erfüllen sind, wenn die negative dritte Linsengruppe mit einem
Linsenelement versehen ist, an dem mindestens eine asphärische Fläche ausge
bildet ist. Indem ein Linsenelement verwendet wird, an dem mindestens eine
asphärische Fläche ausgebildet ist, kann die Anzahl der Linsenelemente der
negativen dritten Linsengruppe verringert und insbesondere die Verzeichnung bei
der Einstellung kürzester Brennweite korrigiert werden.
Übersteigt ΔVASP die obere Grenze der Bedingung (9), so wird der Betrag der
Asphärizität groß, was die Fertigung des mit der asphärischen Fläche versehenen
Linsenelementes erschwert.
Unterschreitet ΔVASP die untere Grenze der Bedingung (9), so werden die von
der asphärischen Fläche ausgehenden Wirkungen zur Korrektion der Verzeich
nung gering und die Verzeichnung kann nicht ausreichend korrigiert werden.
Spezielle numerische Daten für die Ausführungsbeispiele sind nachfolgend ange
geben. In den Diagrammen der chromatischen Aberration (chromatische Längs
aberration), dargestellt durch die sphärische Aberration, bezeichnen die durchge
zogene Linie und die zwei Arten von gestrichelten Linien die Vergrößerung bezüg
lich der d-, der g- bzw. der C-Linie. Entsprechend bezeichnen in den Diagrammen
der chromatischen Queraberration die Vergrößerung bezüglich der g- und der C-
Linie. Die d-Linie fällt jedoch als Basislinie mit der Ordinate zusammen. S be
zeichnet das Sagittalbild, und M bezeichnet das Meridionalbild. In den Tabellen
bezeichnet Fno die F-Zahl, f die Brennweite des gesamten Variolinsensystems, W
den halben Bildwinkel (°), fB die hintere Schnittweite, r den Krümmungsradius, d
die Linsenelementdicke oder den Abstand zwischen Linsenelementen, Nd den
Brechungsindex der d-Linie und ν die Abbe-Zahl.
Zusätzlich zu dem Vorstehenden ist eine asphärische Fläche, die symmetrisch zur
optischen Achse ist, wie folgt definiert:
x = cy2/(1+[1-{1+K}c2y2]1/2)+A4y4+A6y6+A8y8+A10y10
worin
c eine Krümmung des asphärischen Scheitels (1/r) bezeichnet,
y einen Abstand von der optischen Achse bezeichnet,
K den Kegelschnittkoeffizienten bezeichnet, und
A4 einen Asphärenkoeffizienten vierter Ordnung bezeichnet,
A6 einen Asphärenkoeffizienten sechster Ordnung bezeichnet,
A8 einen Asphärenkoeffizienten achter Ordnung bezeichnet, und
A10 einen Asphärenkoeffizienten zehnter Ordnung bezeichnet.
c eine Krümmung des asphärischen Scheitels (1/r) bezeichnet,
y einen Abstand von der optischen Achse bezeichnet,
K den Kegelschnittkoeffizienten bezeichnet, und
A4 einen Asphärenkoeffizienten vierter Ordnung bezeichnet,
A6 einen Asphärenkoeffizienten sechster Ordnung bezeichnet,
A8 einen Asphärenkoeffizienten achter Ordnung bezeichnet, und
A10 einen Asphärenkoeffizienten zehnter Ordnung bezeichnet.
Der Zusammenhang zwischen den Asphärenkoeffizienten und den Aberrations
koeffizienten wird im Folgenden diskutiert.
1. Die Form der asphärischen Fläche kann allgemein wie folgt definiert werden:
x = cy2/(1+[1-{1+K}c2y2]1/2)+A4y4+A6y6+A8y8+A10y10
worin
x einen Abstand von einer Tangentialebene an einen asphärischen Scheitel bezeichnet,
y einen Abstand von der optischen Achse bezeichnet,
c eine Krümmung des asphärischen Scheitels (1/r) bezeichnet,
K eine Kegelschnittkonstante bezeichnet.
x einen Abstand von einer Tangentialebene an einen asphärischen Scheitel bezeichnet,
y einen Abstand von der optischen Achse bezeichnet,
c eine Krümmung des asphärischen Scheitels (1/r) bezeichnet,
K eine Kegelschnittkonstante bezeichnet.
2. Um die Aberrationskoeffizienten zu erhalten, wird in dieser Gleichung folgende
Substitution vorgenommen, um K durch 0 zu ersetzen (Bi = Ai, wenn K = 0).
B4 = A4+Kc3/8;
B6 = A6+(K2+2K)c5/16;
B8 = A8+5(K3+3K2+3K)c7/128;
B10 = A10+7(K4+4K3+6K2+4K)c9/256;
B6 = A6+(K2+2K)c5/16;
B8 = A8+5(K3+3K2+3K)c7/128;
B10 = A10+7(K4+4K3+6K2+4K)c9/256;
man erhält so folgende Gleichung:
x = cy2/[1+[1-c2y2]1/2]+B4y4+B6y6+B8y8+B10y10+
3. Um ferner die Brennweite f auf 1,0 zu normieren, ist Folgendes zu betrachten:
X = x/f; Y = y/f; C = f.c;
α4 = f3B4; α6 = f5B6; α8 = f7B8; α10 = f9B10
α4 = f3B4; α6 = f5B6; α8 = f7B8; α10 = f9B10
Folglich erhält man folgende Gleichung:
X = CY2/[1+[1-C2Y2]1/2]+α4Y4+α6Y6+α8Y8+α10Y10+
4. Φ = 8(N'-N)α4 wird definiert, und die dritten Aberrationskoeffizienten sind wie
folgt definiert:
I bezeichnet den Koeffizienten der sphärischen Aberration,
II bezeichnet den Komakoeffizienten,
III bezeichnet den Astigmatismuskoeffizienten,
IV bezeichnet den Krümmungskoeffizienten der Sagittalbildfläche, und
V bezeichnet einen Verzeichnungskoeffizienten; so ist der Einfluss des Koeffizienten der asphärischen Fläche vierter Ordnung (α4) auf jeden Aber rationskoeffizienten definiert als:
I bezeichnet den Koeffizienten der sphärischen Aberration,
II bezeichnet den Komakoeffizienten,
III bezeichnet den Astigmatismuskoeffizienten,
IV bezeichnet den Krümmungskoeffizienten der Sagittalbildfläche, und
V bezeichnet einen Verzeichnungskoeffizienten; so ist der Einfluss des Koeffizienten der asphärischen Fläche vierter Ordnung (α4) auf jeden Aber rationskoeffizienten definiert als:
αI = h4Φ
αII = h3kΦ
αIII = h2k2Φ
αIV = h2k2Φ
αV = hk3cΦ
αII = h3kΦ
αIII = h2k2Φ
αIV = h2k2Φ
αV = hk3cΦ
worin
h die Höhe bezeichnet, in der der achsennahe Axialstrahl auf die asphärische Fläche trifft,
k die Höhe bezeichnet, in der der achsennahe Außeraxialstrahl durch die Mitte der Pupille geht,
N' den Brechungsindex eines Mediums bildseitig der asphärischen Fläche be zeichnet, und
N den Brechungsindex eines Mediums objektseitig der asphärischen Fläche bezeichnet.
h die Höhe bezeichnet, in der der achsennahe Axialstrahl auf die asphärische Fläche trifft,
k die Höhe bezeichnet, in der der achsennahe Außeraxialstrahl durch die Mitte der Pupille geht,
N' den Brechungsindex eines Mediums bildseitig der asphärischen Fläche be zeichnet, und
N den Brechungsindex eines Mediums objektseitig der asphärischen Fläche bezeichnet.
Die Fig. 1 bis 8 zeigen das Variolinsensystem gemäß erstem Ausführungsbeispiel.
Dieses Ausführungsbeispiel wird auf das Variolinsensystem mit den in Fig. 17
oder Fig. 18 gezeigten Linsengruppen-Verstellwegen angewendet. Die Fig. 1, 3, 5
und 7 zeigen jeweils eine Linsenanordnung des Variolinsensystems bei der Ein
stellung kürzester Brennweite, der Zwischenbrennweite (f = 35,0) in dem Brenn
weitenänderungsbereich Zw auf der Seite kurzer Brennweite, bei der Zwischen
brennweite (f = 70,0) in dem Brennweitenänderungsbereich Zt auf der Seite
langer Brennweite bzw. bei der Einstellung längster Brennweite. Die Fig. 2A bis
2D, die Fig. 4A bis 4D, die Fig. 6A bis 6D und die Fig. 8A bis 8D zeigen Aberratio
nen, die in den in den Fig. 1, 3, 5 und 7 gezeigten Linsenanordnungen auftreten.
Tabelle 1 zeigt die numerischen Daten des ersten Ausführungsbeispiels.
Die Linsenflächen Nr. 1 bis 3 bilden die negative erste Linsengruppe 10, die
Linsenflächen Nr. 4 bis 8 bilden die positive zweite Linsengruppe 20, und die
Linsenflächen Nr. 9 bis 12 bilden die negative dritte Linsengruppe 30. Die erste
Linsengruppe 10 enthält ein positives Linsenelement und ein mit diesem verkitte
tes negatives Linsenelement, wobei die am weitesten objektseitig angeordnete
Fläche eine konkave Fläche ist. Die zweite Linsengruppe 20 enthält miteinander
verkittete Linsenelemente, von denen eines ein positives Linsenelement und eines
ein negatives Linsenelement ist, in dieser Reihenfolge vom Objekt her betrachtet,
und ein positives Linsenelement. Die dritte Linsengruppe 30 enthält ein positives
Linsenelement und ein negatives Linsenelement, in dieser Reihenfolge vom
Objekt her betrachtet. Die Blende S ist 1,0 mm hinter der zweiten Linsengruppe
20 angeordnet (Linsenfläche Nr. 8).
Asphären-Flächendaten (die nicht aufgeführten Asphären-Flächenkoeffizienten
sind Null (0,00)):
Die Fig. 9 bis 12 zeigen das Variolinsensystem gemäß zweitem Ausführungsbei
spiel. Dieses Ausführungsbeispiel wird auf das Variolinsensystem mit den in Fig.
19 gezeigten Linsengruppen-Verstellwegen angewendet. Fig. 9 zeigt die Linsen
anordnung des Variolinsensystems. Die Fig. 10A bis 10D, die Fig. 11A bis 11D
und die Fig. 12A bis 12D zeigen Aberrationen, die in den Linsenanordnungen bei
der Einstellung kürzester Brennweite, bei der Zwischenbrennweite (f = 70,0) bzw.
bei der Einstellung längster Brennweite auftreten. Tabelle 2 zeigt die numerischen
Daten des zweiten Ausführungsbeispiels. Die grundlegende Linsenanordnung ist
die gleiche wie in dem ersten Ausführungsbeispiel. Die Blende S ist 1,0 mm hinter
der zweiten Linsengruppe 20 angeordnet (Linsenfläche Nr. 8).
Asphären-Flächendaten (die nicht aufgeführten Asphären-Flächenkoeffizienten
sind Null (0,00)):
Die Fig. 13 bis 16 zeigen das Variolinsensystem gemäß drittem Ausführungsbei
spiel. Dieses Ausführungsbeispiel wird für das Variolinsensystem mit den in Fig.
19 gezeigten Linsengruppen-Verstellwegen angewendet. Fig. 13 zeigt die Linsen
anordnung des Variolinsensystems. Die Fig. 14A bis 14D, die Fig. 15A bis 15D
und die Fig. 16A bis 16D zeigen Aberrationen der Linsenanordnung bei der Ein
stellung kürzester Brennweite, bei der Zwischenbrennweite (f = 70.0) und bei der
Einstellung längster Brennweite. Tabelle 3 zeigt die numerischen Daten des
dritten Ausführungsbeispiels. Die grundlegende Linsenanordnung ist die gleiche
wie in dem ersten Ausführungsbeispiel. Die Blende S ist 1,0 mm hinter der zwei
ten Linsengruppe 20 angeordnet (Linsenfläche Nr. 8).
Asphären-Flächendaten (die nicht aufgeführten Asphären-Flächenkoeffizienten
sind Null (0,00)):
Tabelle 4 zeigt für jedes Ausführungsbeispiel die numerischen Werte jeder Bedin
gung.
Wie aus Tabelle 4 hervorgeht, erfüllen die numerischen Daten jedes des ersten
bis dritten Ausführungsbeispiels die Bedingungen (1) bis (9). Wie aus den Aberra
tionsdiagrammen ersichtlich ist, sind ferner die verschiedenen Aberrationen bei
jeder Brennweite ausreichend korrigiert.
Nach obiger Beschreibung kann ein Drei-Linsengruppen-Variolinsensystem für
eine Kompaktkamera angegeben werden, das ein hohes Brennweitenverhältnis
von 4,0 oder mehr erreicht.
Claims (8)
1. Variolinsensystem mit einer negativen ersten Linsengruppe, einer positiven
zweiten Linsengruppe und einer negativen dritten Linsengruppe, die in dieser
Reihenfolge vom Objekt her betrachtet angeordnet sind,
wobei eine Brennweitenänderung durch Bewegen der ersten bis dritten Linsengruppe in Richtung der optischen Achse vorgenommen wird,
wobei die erste Linsengruppe ein positives und ein negatives Linsenelement enthält, die miteinander verkittet sind, wobei die am weitesten objektseitig angeordnete Fläche eüne konkave Fläche ist, und
wobei das Variolinsensystem folgende Bedingungen erfüllt:
-1 < r1/fW < 0
1,4 < f1G/f1N < 1,8
worin
r1 den Krümmungsradius der am weitesten objektseitig angeordneten Fläche der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet,
fW die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet,
f1G die Brennweite der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet, und
f1N die Brennweite des negativen Linsenelementes der verkitteten Lin senelemente bezeichnet.
wobei eine Brennweitenänderung durch Bewegen der ersten bis dritten Linsengruppe in Richtung der optischen Achse vorgenommen wird,
wobei die erste Linsengruppe ein positives und ein negatives Linsenelement enthält, die miteinander verkittet sind, wobei die am weitesten objektseitig angeordnete Fläche eüne konkave Fläche ist, und
wobei das Variolinsensystem folgende Bedingungen erfüllt:
-1 < r1/fW < 0
1,4 < f1G/f1N < 1,8
worin
r1 den Krümmungsradius der am weitesten objektseitig angeordneten Fläche der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet,
fW die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet,
f1G die Brennweite der negativen ersten Linsengruppe bezeichnet, und
f1N die Brennweite des negativen Linsenelementes der verkitteten Lin senelemente bezeichnet.
2. Variolinsensystem nach Anspruch 1, dass folgende Bedingung erfüllt:
8 < νn-νp
worin
νn die Abbe-Zahl des negativen Linsenelementes der verkitteten Linsenele mente bezeichnet, und
νp die Abbe-Zahl des positiven Linsenelementes der verkitteten Linsenele mente bezeichnet.
8 < νn-νp
worin
νn die Abbe-Zahl des negativen Linsenelementes der verkitteten Linsenele mente bezeichnet, und
νp die Abbe-Zahl des positiven Linsenelementes der verkitteten Linsenele mente bezeichnet.
3. Variolinsensystem nach Anspruch 1, das folgende Bedingung erfüllt:
-5 < fT/f1G < -3,5
worin
fT die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung längster Brennweite bezeichnet.
-5 < fT/f1G < -3,5
worin
fT die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung längster Brennweite bezeichnet.
4. Variolinsensystem nach Anspruch 1, das folgende Bedingung erfüllt:
0,03 < (d12W-d12T)/fW < 0,10
worin
d12W den Abstand zwischen der ersten Linsengruppe und der zweiten Linsengruppe bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet, und
d12T den Abstand zwischen der ersten Linsengruppe und der zweiten Lin sengruppe bei der Einstellung längster Brennweite bezeichnet.
0,03 < (d12W-d12T)/fW < 0,10
worin
d12W den Abstand zwischen der ersten Linsengruppe und der zweiten Linsengruppe bei der Einstellung kürzester Brennweite bezeichnet, und
d12T den Abstand zwischen der ersten Linsengruppe und der zweiten Lin sengruppe bei der Einstellung längster Brennweite bezeichnet.
5. Variolinsensystem nach Anspruch 1, das die folgende Bedingung erfüllt:
0,6 < y/fW < 0,9
worin
y die Diagonalbildhöhe auf einer Filmfläche bezeichnet.
0,6 < y/fW < 0,9
worin
y die Diagonalbildhöhe auf einer Filmfläche bezeichnet.
6. Variolinsensystem nach Anspruch 1, das die folgende Bedingung erfüllt:
3,5 < fT/fW
3,5 < fT/fW
7. Variolinsensystem nach Anspruch 1, wobei die positive zweite Linsengruppe
ein Linsenelement mit mindestens einer asphärischen Fläche enthält und die
asphärische Fläche die folgende Bedingung erfüllt:
-30 < ΔIASP < -10
worin
ΔIASP den durch die asphärische Fläche verursachten Änderungsbetrag des Koeffizienten der asphärischen Aberration bezeichnet, unter der Bedingung, dass die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite auf 1,0 umgerechnet ist.
-30 < ΔIASP < -10
worin
ΔIASP den durch die asphärische Fläche verursachten Änderungsbetrag des Koeffizienten der asphärischen Aberration bezeichnet, unter der Bedingung, dass die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite auf 1,0 umgerechnet ist.
8. Variolinsensystem nach Anspruch 1, wobei die negative drille Linsengruppe
ein Linsenelement mit mindestens einer asphärischen Fläche enthält und
diese asphärische Fläche folgende Bedingung erfüllt:
0 < ΔVASP < 0,4
worin
ΔVASP den durch die asphärische Fläche verursachten Änderungsbetrag des Verzeichnungskoeffizienten bezeichnet, unter der Voraussetzung, dass die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürze ster Brennweite auf 1,0 umgerechnet ist.
0 < ΔVASP < 0,4
worin
ΔVASP den durch die asphärische Fläche verursachten Änderungsbetrag des Verzeichnungskoeffizienten bezeichnet, unter der Voraussetzung, dass die Brennweite des gesamten Variolinsensystems bei der Einstellung kürze ster Brennweite auf 1,0 umgerechnet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2000047619A JP3495677B2 (ja) | 2000-02-24 | 2000-02-24 | ズームレンズ系 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10108936A1 true DE10108936A1 (de) | 2001-09-27 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE10108936A Withdrawn DE10108936A1 (de) | 2000-02-24 | 2001-02-23 | Variolinsensystem |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10108936A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112684599A (zh) * | 2021-01-15 | 2021-04-20 | 江西晶超光学有限公司 | 光学变焦系统、摄像模组及电子设备 |
| US20220196992A1 (en) * | 2020-12-23 | 2022-06-23 | Samsung Electro-Mechanics Co., Ltd. | Optical imaging system |
-
2001
- 2001-02-23 DE DE10108936A patent/DE10108936A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20220196992A1 (en) * | 2020-12-23 | 2022-06-23 | Samsung Electro-Mechanics Co., Ltd. | Optical imaging system |
| US11914118B2 (en) | 2020-12-23 | 2024-02-27 | Samsung Electro-Mechanics Co., Ltd. | Optical imaging system |
| US12092799B2 (en) * | 2020-12-23 | 2024-09-17 | Samsung Electro-Mechanics Co., Ltd. | Optical imaging system |
| CN112684599A (zh) * | 2021-01-15 | 2021-04-20 | 江西晶超光学有限公司 | 光学变焦系统、摄像模组及电子设备 |
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