DE19548478A1 - Varioobjektiv - Google Patents
VarioobjektivInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein kleines Varioobjektiv hoher Lei
stung mit zwei Linsengruppen, das sich für eine Kompaktkamera
eignet, deren Bildweite kürzer als die einer einäugigen Spie
gelreflexkamera ist.
Es gibt zwei Arten von Varioobjektiven für eine Kompaktka
mera, d. h. ein Varioobjektiv mit zwei Linsengruppen und ein
Varioobjektiv mit mehr Linsengruppen. Das Varioobjektiv mit
zwei Linsengruppen besteht aus einer positiven ersten Linsen
gruppe und einer negativen zweiten Linsengruppe, von der Ob
jektseite her gesehen. Das andere Varioobjektiv hat drei oder
mehr Linsengruppen, und zwar von der Objektseite her gesehen
eine positive erste Linsengruppe, eine positive zweite Lin
sengruppe und eine negative dritte Linsengruppe oder eine ne
gative erste Linsengruppe, eine positive zweite Linsengruppe
und eine negative dritte Linsengruppe. Diese Arten von Lin
sengruppen haben aber mehrere Probleme: Wenn bei dem Varioob
jektiv mit zwei Linsengruppen das Varioverhältnis zunimmt,
ist die Korrektion von Aberrationen (insbesondere chromati
scher Aberration) schwierig, und bei einem Varioobjektiv mit
mehr Linsengruppen ist die Konstruktion kompliziert.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein kleines Varioob
jektiv mit zwei Linsengruppen und hoher Leistung anzugeben,
das ein hohes Varioverhältnis hat.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Merkmale des Pa
tentanspruchs 1, vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Mit der Erfindung läßt sich ein kleines Varioobjektiv hoher
Leistung mit einer variablen Brechkraft von mehr als 2,5 rea
lisieren, das aus zwei Linsengruppen besteht. Bei diesem Ob
jektiv können die Aberrationen wirksam korrigiert werden.
Die zweite Linsengruppe des Objektivs kann aus einem positi
ven ersten Linsenelement mit einer bildseitigen konvexen Flä
che und einem negativen zweiten Linsenelement mit einer ob
jektseitigen konkaven Fläche, in dieser Reihenfolge von der
Objektseite her gesehen, bestehen, wobei die zweite Linsen
gruppe die Formel
ν2-1 < 35
für die Abbezahl des positiven ersten Linsenelements der
zweiten Linsengruppe an der d-Linie erfüllt.
Alternativ kann die zweite Linsengruppe ferner auf der Bild
seite des zweiten negativen Linsenelements ein positives
drittes Linsenelement mit einer bildseitigen konvexen Fläche
enthalten, wobei die zweite Linsengruppe zusätzlich die For
mel
n2-3 < 35
für die Abbezahl des positiven dritten Linsenelements der
zweiten Linsengruppe an der d-Linie erfüllt.
Wenn das Varioverhältnis über 2,8 liegt, erfüllt das Varioob
jektiv vorzugsweise die Formel
4,0 < fL/f₁ < 5,0
bei der Brennweitenänderung, wobei der Abstand zwischen den
Linsenelementen der zweiten Linsengruppe erhalten bleibt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung eines Varioobjek
tivs als erstes Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 1 bei der Weitwinkel-Grenzstel
lung,
Fig. 3 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 1 bei einer Zwischenstellung,
Fig. 4 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 1 in der Tele-Grenzstellung,
Fig. 5 die schematische Darstellung eines Varioobjek
tivs als zweites Ausführungsbeispiel,
Fig. 6 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 5 bei der Weitwinkel-Grenzstel
lung,
Fig. 7 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 5 in einer Zwischenstellung,
Fig. 8 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 5 in der Tele-Grenzstellung,
Fig. 9 eine schematische Darstellung eines Varioobjek
tivs als drittes Ausführungsbeispiel,
Fig. 10 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 9 in der Weitwinkel-Grenzstel
lung,
Fig. 11 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 9 in einer Zwischenstellung,
Fig. 12 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 10 in der Tele-Grenzstellung,
Fig. 13 die schematische Darstellung eines Varioobjek
tivs als viertes Ausführungsbeispiel,
Fig. 14 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 13 in der Weitwinkel-Grenzstel
lung,
Fig. 15 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 13 in einer Zwischenstellung,
Fig. 16 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 13 in der Tele-Grenzstellung,
Fig. 17 die schematische Darstellung eines Varioobjek
tivs als fünftes Ausführungsbeispiel,
Fig. 18 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 17 in der Weitwinkel-Grenzstel
lung,
Fig. 19 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 17 in einer Zwischenstellung, und
Fig. 20 die Diagramme der Aberrationen des Varioobjek
tivs nach Fig. 17 in der Tele-Grenzstellung.
Um ein Varioobjektiv mit zwei Linsengruppen, und zwar von der
Objektseite mit einer positiven ersten Linsengruppe und einer
negativen zweiten Linsengruppe zu miniaturisieren, muß die
Brechkraft der beiden Linsengruppen erhöht werden. Die Formel
(1) in Anspruch 1 spezifiziert die Brechkraft der ersten Lin
sengruppe, jedoch indirekt auch die laterale Vergrößerung der
zweiten Linsengruppe. Wenn nämlich die Brechkraft der ersten
Linsengruppe zunimmt, neigt auch die Brechkraft der zweiten
Linsengruppe zur Zunahme. Wenn das Verhältnis fL/f₁ der For
mel (1) unter dem Minimalwert 3,5 liegt, ist die Vergröße
rungsänderung groß, und die Bewegung der Linsengruppen wird
lang, was der Miniaturisierung des Varioobjektivs zuwider
läuft. Wenn umgekehrt der Wert des Verhältnisses über dem in
der Formel (1) definierten oberen Grenzwert liegt, wird eine
Korrektion der Aberrationen schwierig, obwohl das Varioobjek
tiv klein ist. In fast allen bisherigen Varioobjektiven mit
zwei Linsengruppen liegt der Wert des Verhältnisses unter dem
in der Formel (1) definierten unteren Grenzwert.
Übersteigt das Varioverhältnis den Wert 2,8, so wird das Ver
hältnis fL/f₁ vorzugsweise so eingestellt, daß der durch die
Formel (1′) in Anspruch 5 definierte Zusammenhang erreicht
wird, um die Bewegungslänge der Linsengruppen zu begrenzen
und ein kleines Varioobjektiv zu realisieren.
Die Formeln (2) und (4) in Anspruch 1 besagen, daß die beiden
negativen Linsenelemente der ersten Linsengruppe aus einem
Material mit hohem Brechungsindex bestehen. Da bei einem Va
rioobjektiv nach der Erfindung die erste Linsengruppe eine
positive Brechkraft hat, die so groß ist, daß die Formel (1)
erfüllt wird, ist mindestens eine negative Linse in jeder
vorderen (ersten) und hinteren (zweiten) Untergruppe 1a und
1b der ersten Linsengruppe vorgesehen, um die Aberrationen
effektiv zu korrigieren. Das negative Linsenelement der vor
deren Untergruppe 1a eignet sich zur wirksamen Korrektion von
Verzerrungen und Astigmatismus, während das negative Linsen
element der hinteren Untergruppe 1b zur effektiven Korrektion
sphärischer Aberration und der chromatischen Aberration
geeignet ist.
Die Brechkraft dieser negativen Linsenelemente nimmt zu, wenn
die Objektivlänge insgesamt abnimmt. Deshalb erhält dann die
Petzval-Summe einen negativen Wert. Dadurch hat der Astigma
tismus der Sagittalstrahlen auf der Seite kurzer Brennweite
einen großen positiven Wert. Die Formeln (2) und (4) spezifi
zieren die Erfordernisse des Brechungsindex, die die negati
ven Linsenelemente erfüllen müssen, um einen zu kleinen
(negativen) Wert der Petzval-Summe zu verhindern. Abgesehen
von den Kosten ist vorzugsweise mindestens eines der beiden
negativen Linsenelemente aus einem Glas mit einem hohen Bre
chungsindex hergestellt, das entweder die Formel (2′) oder
die Formel (4′) in Anspruch 4 bzw. Anspruch 8 erfüllt.
Die negativen Linsenelemente mit hohem Brechungsindex beste
hen vorzugsweise aus Materialien mit einer Abbezahl, die
größer als die unteren Grenzwerte in den Formeln (3) und (5)
des Anspruchs 1 ist. Sind die Abbezahlen größer als die obe
ren Grenzwerte der Formeln (3) und (5), so kann die chromati
sche Aberration der ersten Linsengruppe nicht zufriedenstel
lend korrigiert werden.
Da bei der Erfindung die erste Linsengruppe eine hohe, in der
Formel (1) definierte Brechkraft hat, um ein kompaktes Va
rioobjektiv mit hohem Varioverhältnis zu realisieren, kann
keine wirksame Aberrationskorrektion für kurze Brennweiten
ausgeführt werden und tritt eine Überkorrektion bei langen
Brennweiten auf, wenn die negativen Linsenelemente der ersten
Linsengruppe aus einem Material mit hoher Brechqualität und
mit einer Abbezahl unter dem unteren Grenzwert der Formel (3)
oder (5) bestehen. Unter den Bedingungen der Formel (1) kann
die chromatische Aberration wirksam korrigiert werden, wenn
die negativen Linsenelemente aus einem Material mit einer
mittleren Abbezahl bestehen, die größer als die unteren
Grenzwerte, jedoch kleiner als die oberen Grenzwerte der For
meln (3) und (5) ist.
Die Formeln (6) und (7) in Anspruch (2) und (3) beziehen sich
auf das Material der Linsenelemente, die zu der zweiten Lin
sengruppe mit negativer Brennweite zur Korrektur chromati
scher Aberration gehören. Wie oben ausgeführt, kann die zwei
te Linsengruppe folgende Einheiten enthalten:
- (1) ein positives erstes Linsenelement mit einer konvexen bildseitigen Fläche und ein negatives zweites Linsen element fit einer konkaven objektseitigen Fläche, von der Objektseite her gesehen, oder
- (2) ein positives erstes Linsenelement mit einer bildseitigen konvexen Fläche und ein negatives zweites Linsenelement mit einer objektseitigen konkaven Fläche sowie ein po sitives drittes Linsenelement mit einer bildseitigen kon vexen Fläche, in dieser Reihenfolge von der Objektseite her gesehen.
Bei der Alternative (1) besteht die positive Linse der zwei
ten Linsengruppe auf der Objektseite vorzugsweise aus einem
Material mit höherer Brechqualität, das die Anforderung der
Formel (6) erfüllt, um die chromatische Aberration in der ne
gativen zweiten Linsengruppe zu korrigieren. Ist die Abbezahl
größer als der obere Grenzwert der Formel (6), so kann für
die zweite Linsengruppe die chromatische Aberration nicht
ausreichend korrigiert werden.
Bei der Alternative (2) machen es die positiven Linsenelemen
te in der zweiten Linsengruppe auf der Objekt- und der Bild
seite möglich, die chromatische Aberration ohne übermäßige
Zunahme der Brechkraft eines jeden positiven Linsenelements
zu korrigieren. Die beiden positiven Linsenelemente bestehen
vorzugsweise aus einem Material, dessen Brechkraft die For
meln (6) und (7) erfüllt.
Der Grund dafür, daß die zweite Linsengruppe die beiden Lin
senelemente der Alternative (1) oder die drei Linsenelemente
der Alternative (2) enthält, liegt darin, daß nicht nur der
Astigmatismus und die Verzerrung leicht zu korrigieren sind,
sondern auch ein kleiner Fehlereinfluß zu realisieren ist,
z. B. durch Positionsunterschiede oder Neigung von Linsenflä
chen usw., die bei der Herstellung oder Montage durch die
Kombination der zu der Blende (hinter der ersten Linsen
gruppe) konzentrischen Linsenflächen auftreten.
Fünf numerische Beispiele eines Varioobjektivs werden im fol
genden beschrieben. Darin ist die Blende S hinter der ersten
Linsengruppe angeordnet und gemeinsam mit dieser bewegbar.
In den folgenden Beispielen ist das Varioverhältnis größer
als 2,5.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Varioob
jektivs, bei dem die erste Linsengruppe 11 aus einer ersten
Untergruppe 11a und einer zweiten Untergruppe 11b, von der
Objektseite her gesehen, besteht. Die zweite Linsengruppe 12
besteht aus drei Linsenelementen mit einem positiven ersten
Linsenelement 12-1 mit bildseitiger konvexer Fläche, einem
negativen zweiten Linsenelement 12-2 mit objektseitiger kon
kaver Fläche und einem positiven dritten Linsenelement 12-3
mit bildseitiger konvexer Fläche, in dieser Reihenfolge von
der Objektseite her gesehen. Das negative zweite Linsenele
ment 12-2 und das positive dritte Linsenelement 12-3 sind
miteinander verkittet. In dem ersten Ausführungsbeispiel hat
die erste Untergruppe 11a eine negative Brennweite, und die
zweite Untergruppe 11b hat eine positive Brennweite.
Numerische Daten des Varioobjektivs sind in Tabelle 1 enthal
ten, und die Aberrationen bei Weitwinkel-Grenzstellung, einer
Zwischenstellung und bei Tele-Grenzstellung sind in Fig. 2, 3
und 4 dargestellt. In den Figuren ist SA die sphärische Aber
ration, SC die Sinusbedingung, d-Linie, g-Linie und C-Linie
die chromatischen Aberrationen, repräsentiert durch die sphä
rischen Aberrationen und die laterale′ chromatische Aberration
bei der jeweiligen Wellenlänge, S die Sagittalstrahlen und M
die Meridionalstrahlen.
In den folgenden Tabellen und Figuren ist FNO die F-Zahl, f
die Brennweite, ω der halbe Öffnungswinkel, fB die hintere
Bildweite, Z das Varioverhältnis, r der Krümmungsradius, d
die Linsendicke oder der Abstand zwischen den Linsen, Nd der
Brechungsindex an der d-Linie und νd die Abbezahl an der d-
Linie.
Die Form der asphärischen Fläche kann allgemein folgender
maßen ausgedrückt werden:
x=Ch²/{1+[1-(1+K)C²h²]1/2}+A4h⁴+A6h⁶+A8h⁶+ . . .
Darin sind h die Höhe über der Achse, x der Abstand zu einer
Tangentialebene an einem asphärischen Scheitel, C die Krüm
mung des asphärischen Scheitels (1/r), K eine Konizitätskon
stante, A4 der asphärische Faktor vierter Ordnung, A6 der as
phärische Faktor sechster Ordnung, A8 der asphärische Faktor
achter Ordnung.
Fig. 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Varioob
jektivs, dessen Grundkonstruktion der ersten Linsengruppe 11
mit derjenigen des ersten Ausführungsbeispiels nach Fig. 1
übereinstimmt, wobei aber die zweite Linsengruppe 12 aus zwei
Linsenelementen mit einem positiven ersten Linsenelement 12-1
mit bildseitiger konvexer Fläche und einem negativen zweiten
Linsenelement 12-2 mit objektseitiger konkaver Fläche be
steht, die in dieser Reihenfolge von der Objektseite her ge
sehen angeordnet sind.
Numerische Daten dieses zweiten Ausführungsbeispiels enthält
die Tabelle 2, und die Aberrationen bei Weitwinkel-Grenzstel
lung, einer Zwischenstellung und bei Tele-Grenzstellung sind
in Fig. 6, 7 und 8 dargestellt.
Fig. 9 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Varioob
jektivs, bei dem die grundsätzliche Linsenanordnung mit
derjenigen des zweiten Ausführungsbeispiels nach Fig. 5
übereinstimmt.
Numerische Daten des Varioobjektivs enthält die Tabelle 3,
und die Aberrationen bei Weitwinkel-Grenzstellung, einer
Zwischenstellung und der Tele-Grenzstellung sind in Fig. 10,
11 und 12 dargestellt.
Fig. 13 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines Varioob
jektivs nach der Erfindung, bei dem die grundsätzliche Lin
senanordnung mit derjenigen des zweiten Ausführungsbeispiels
nach Fig. 5 übereinstimmt.
Numerische Daten des Varioobjektivs enthält die Tabelle 4,
und die Aberrationen bei Weitwinkel-Grenzstellung, einer Zwi
schenstellung und der Tele-Grenzstellung sind in Fig. 14, 15
und 16 dargestellt.
Fig. 17 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Varioob
jektivs, bei dem die grundsätzliche Linsenanordnung mit der
jenigen des zweiten Ausführungsbeispiels nach Fig. 5 über
einstimmt.
Numerische Daten des Varioobjektivs enthält die Tabelle 5,
und die Aberrationen bei Weitwinkel-Grenzstellung, einer Zwi
schenstellung und bei Tele-Grenzstellung sind in Fig. 18, 19
und 20 dargestellt.
Die folgende Tabelle 6 zeigt numerische Daten der Formeln (1)
bis (7) für die fünf Ausführungsbeispiele.
Wie aus Tabelle 6 hervorgeht, erfüllen die numerischen Werte
der fünf Ausführungsbeispiele die Formeln (1) bis (6) (und
(7)). Ferner können die Aberrationen wirksam korrigiert wer
den.
Claims (8)
1. Varioobjektiv mit einer objektseitigen ersten Linsen
gruppe positiver Brennweite und einer bildseitigen zwei
ten Linsengruppe negativer Brennweite, bei dem die
Brennweitenänderung durch Änderung des Abstandes zwischen
den beiden Linsengruppen erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Linsengruppe, von der Objektseite her gese
hen, aus einer ersten Untergruppe und einer zweiten Un
tergruppe besteht, daß die erste Untergruppe und die
zweite Untergruppe jeweils mindestens ein negatives Lin
senelement enthalten, und daß die folgenden Formeln (1)
bis (5) erfüllt sind:
3,5 < fL/f₁ < 5,0 (1)1,77 < N1aN (2)35 < ν1aN < 50 (3)1,77 < N1bN (4)35 < ν1bN < 50 (5)worin fL die Brennweite des gesamten Objektivs bei Tele-
Grenzstellung ist,
f₁ die Brennweite der ersten Linsengruppe ist,
N1aN der Brechungsindex des negativen Linsenelements der ersten Untergruppe an der d-Linie ist,
ν1aN die Abbezahl des negativen Linsenelements der ersten Untergruppe ist,
N1bN der Brechungsindex des negativen Linsenelements der zweiten Untergruppe an der d-Linie ist,
ν1bN die Abbezahl des negativen Linsenelements der zwei ten Untergruppe ist.
f₁ die Brennweite der ersten Linsengruppe ist,
N1aN der Brechungsindex des negativen Linsenelements der ersten Untergruppe an der d-Linie ist,
ν1aN die Abbezahl des negativen Linsenelements der ersten Untergruppe ist,
N1bN der Brechungsindex des negativen Linsenelements der zweiten Untergruppe an der d-Linie ist,
ν1bN die Abbezahl des negativen Linsenelements der zwei ten Untergruppe ist.
2. Varioobjektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Linsengruppe aus einem positiven ersten
Linsenelement mit bildseitiger konvexer Fläche und einem
negativen zweiten Element mit objektseitiger konkaver
Fläche besteht, die in dieser Reihenfolge von der Objekt
seite her gesehen angeordnet sind, wobei die zweite Lin
sengruppe die folgende Formel (6) erfüllt:
ν2-1 < 35 (6)worin ν2-1 die Abbezahl des positiven ersten Linsenele
ments der zweiten Linsengruppe an der d-Linie ist.
3. Varioobjektiv nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zweite Linsengruppe aus einem positiven
ersten Linsenelement mit bildseitiger konvexer Fläche,
einem negativen zweiten Linsenelement mit objektseitiger
konkaver Fläche und einem positiven dritten Linsenelement
mit bildseitiger konvexer Fläche besteht, die in dieser
Reihenfolge von der Objektseite her gesehen angeordnet
sind, wobei die zweite Linsengruppe die folgenden Formeln
(6) und (7) erfüllt:
ν2-1 < 35 (6)ν2-3 < 35 (7)worin ν2-1 die Abbezahl des positiven ersten Linsenele
ments der zweiten Linsengruppe an der d-Linie und ν2-3
die Abbezahl des bildseitigen positiven dritten Linsen
elements der zweiten Linsengruppe an der d-Linie ist.
4. Varioobjektiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die folgende Formel (2′) er
füllt ist:
1,81 < N1aN (2′)
5. Varioobjektiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Varioverhältnis über 2,8
liegt, und daß die folgende Formel (1′) erfüllt ist:
4,0 < fL/f₁ < 5,0 (1′)
6. Varioobjektiv nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Untergruppe eine
negative Brennweite und die zweite Untergruppe eine posi
tive Brennweite hat.
7. Varioobjektiv nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das negative zweite Linsenelement und
das positive dritte Linsenelement miteinander verkittet
sind.
8. Varioobjektiv nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß es ferner die folgende Formel (4′)
erfüllt:
1,81 < N1bN (4′)
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