DE10106269A1 - Elektrische Schaltungsanordnung mit Mehrfach-Schalter - Google Patents
Elektrische Schaltungsanordnung mit Mehrfach-SchalterInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine elektrische Schaltungsanordnung (1) mit einem Mehrfach-Schalter (2) für mindestens eine elektrische Komponente, wobei über den Mehrfach-Schalter (2) eine Vielzahl von Eingabeoptionen realisierbar sind, der Mehrfach-Schalter (2) mit einer der Anzahl der Schalter entsprechenden Anzahl von Signalausgängen (7) ausgebildet ist, die über eine elektrische Steckverbindung (3) mit der mindestens einen elektrischen Komponente verbunden sind, wobei die den Signalausgängen (7) in der elektrischen Steckverbindung (3) zugeordneten Signalleitungen (8) widerstandskodiert sind und ausgangsseitig mindestens teilweise miteinander verbunden sind, die verbundene Signalausgangsleitung mit einem Signaleingang (10) einer elektrischen Komponente verbunden ist, die am Signaleingang (10) mit einer Widerstandsmessung ausgebildet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Schaltungsanordnung mit Mehrfach-Schalter für
mindestens eine elektrische Komponente gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Ein Beispiel für derartige Mehrfach-Schalter ist ein Lenkstockschalter in einem
Kraftfahrzeug, mittels dessen entweder die verschiedensten
Beleuchtungseinrichtungen bzw. zustände einschaltbar sind. Diese Mehrfach-Schalter
sind entsprechend der Anzahl der Schaltzustände mit Signalausgängen ausgebildet,
die dann über eine elektrische Steckverbindung an die elektrischen Komponenten
verteilt werden. Entsprechend weist dann beispielsweise ein Beleuchtungsmodul eine
der Anzahl der Signalausgänge entsprechende Anzahl von Signaleingängen auf. Dies
führt zu einem sehr hohen Verdrahtungsaufwand zwischen Mehrfach- Schalter und
den elektrischen Komponenten, insbesondere wenn diese wie die
Beleuchtungsmodule räumlich verteilt im Kraftfahrzeug angeordnet sind.
Zur Minimierung des Verdrahtungsaufwandes ist es aus verschiedenen
Anwendungsgebieten bekannt, die Mehrfach-Schalter widerstandskodiert auszubilden.
Dabei werden den einzelnen Schaltern diskrete, definierte Widerstände zugeordnet
und die Signalausgänge miteinander verbunden. Durch Messung des effektiven
Widerstandes am Signalausgang kann dann auf den jeweiligen Schaltzustand
zurückgeschlossen werden. Dabei tritt jedoch das Problem auf, daß die vorhandenen
Mehrfach-Schalter erheblich modifiziert werden müßten. Dies ist zwar für die
Entwicklung neuer Kraftfahrzeug-Serien denkbar, jedoch für den Einsatz in bereits
laufende Serien nicht praktikabel, da beispielsweise die vorhandenen
Herstellungswerkzeuge nicht mehr einsetzbar wären. Neben der Modifikation der
Mehrfach-Schalter müßten darüber hinaus auch die elektrischen Komponenten
verändert werden. Aufgrund der Tatsache, daß verstärkt zumindest in Klein-Serien
neue Steuergeräte zur Anwendung kommen, stellt die Modifikation der elektrischen
Komponenten kein größeres Problem dar. Es verbleibt jedoch das technische Problem
der aufwendigen Modifizierung der Mehrfach-Schalter.
Der Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, den
Verdrahtungsaufwand zwischen einem Mehrfach-Schalter und mindestens einer
elektrischen Komponente ohne Modifikation des Mehrfach-Schalters zu reduzieren.
Die Lösung des technischen Problems ergibt sich durch den Gegenstand mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1. Weiter vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Hierzu sind die den Signalausgängen in der elektrischen Steckverbindung
zugeordneten Signalleitungen widerstandskodiert und ausgangsseitig mindestens
teilweise miteinander verbunden, wobei die verbundene Signalausgangsleitung mit
einem Signaleingang einer elektrischen Komponente verbunden ist, die am
Signaleingang mit einer Widerstandsmessung ausgebildet ist. Dadurch können die
vorhandenen Mehrfach-Schalter ohne Modifikation verwendet werden, wobei der
Hauptteil der Anpassung in der elektrischen Steckverbindung stattfindet, die jedoch mit
einem sehr geringen Aufwand durchführbar ist. Die Modifikation der elektrischen
Komponente beschränkt sich auf eine Widerstandsmessung am Signaleingang und
entsprechender interner Signalweiterleitung.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Mehrfach-Schalter als Lenkstockschalter
ausgebildet.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die elektrische Komponente als
Steuergerät ausgebildet. Deren Signaleingänge sind üblicherweise in der Lage,
widerstanskodierte Signale zu dekodieren, so daß in diesem Fall das Steuergerät nicht
weiter angepaßt zu werden braucht. Ein weiterer Vorteil eines Steuergerätes ist, daß
dieses busfähig ist, so daß zur Ansteuerung der Aktuatoren, wie beispielsweise
Leuchten, auf die Busleitungen zurückgegriffen werden kann, was die Verdrahtung
weiter vereinfacht, da somit auch eine entsprechende Signalaufteilung zu räumlich
entfernt angeordneten Komponenten einfach möglich ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Die einzige Figur zeigt ein schematisches Blockschaltbild einer
elektrischen Schaltungsanordnung mit einem Mehrfach-Schalter für mindestens eine
elektrische Komponente.
Die elektrische Schaltungsanordnung 1 umfaßt einen Mehrfach-Schalter 2, eine
elektrische Steckverbindung 3 und ein Steuergerät 4, das mit einem Bussystem 5
verbunden ist. Der Mehrfach-Schalter 2 umfaßt drei Schaltkontakte 6, denen jeweils
ein eigener Signalausgang 7 zugeordnet ist. Dabei kann vorgesehen sein, daß jeweils
nur ein Schaltkontakt 6 geschlossen werden kann oder aber daß alle Permutationen für
die Schaltkontaktzustände möglich sind. Die Signalausgänge 7 des Mehrfach-
Schalters 2 sind mit der elektrischen Steckverbindung 3 verbunden, wobei jedem
Signalausgang 7 eine Signalleitung 8 in der elektrischen Steckverbindung 3
zugeordnet ist. Die Verbindung zwischen dem Mehrfach-Schalter 2 und der
elektrischen Steckverbindung 3 ist vorzugsweise relativ kurz und im Idealfall Null, d. h.
die elektrische Steckverbindung 3 ist unmittelbar an den Signalausgängen 7
angeordnet. Jeder Signalleitung 8 ist ein Widerstand 9 zugeordnet, wobei hinter den
Widerständen 9 die Signalleitungen 8 miteinander verbunden sind. Die Widerstände
sind jeweils unterschiedlich groß, so daß die Signalleitungen 8 widerstandskodiert sind,
so daß anhand des Gesamtwiderstandes am Ausgang der elektrischen
Steckverbindung 3 auf die Schaltzustände der Schaltkontakte 6 zurückgeschlossen
werden kann. Der zusammengefaßte Ausgang ist mit einem Signaleingang 10 des
Steuergerätes 4 verbunden, wobei dem Signaleingang 10 eine Einrichtung zur
Messung eines Widerstandes zugeordnet ist.
Mittels der Schaltungsanordnung 1 wird somit der Mehrfach-Schalter 2
widerstandskodiert, ohne diesen selbst zu modifizieren. Entsprechend wird die Anzahl
der zu verlegenden Leitungen minimiert und im Extremfall auf eine einzige Leitung
reduziert. Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet ist der Einsatz in der Kraftfahrzeug-
Elektronik, wo aus Gründen des begrenzten Bauraums häufig auf Mehrfach-Schalter
zurückgegriffen wird.
Claims (5)
1. Elektrische Schaltungsanordnung mit einem Mehrfach-Schalter für mindestens
eine elektrische Komponente, wobei über den Mehrfach-Schalter eine Vielzahl von
Eingabeoptionen realisierbar sind, der Mehrfach-Schalter mit einer der Anzahl der
Schalter entsprechenden Anzahl von Signalausgängen ausgebildet ist, die über
eine elektrische Steckverbindung mit der mindestens einen elektrischen
Komponenten verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
die den Signalausgängen (7) in der elektrischen Steckverbindung (3)
zugeordneten Signalleitungen (8) widerstandskodiert sind und ausgangsseitig
mindestens teilweise miteinander verbunden sind, die verbundene
Signalausgangsleitung mit einem Signaleingang (10) einer elektrischen
Komponente verbunden ist, die am Signaleingang (10) mit einer
Widerstandsmessung ausgebildet ist.
2. Elektrische Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Mehrfach-Schalter (2) als Lenkstockschalter ausgebildet ist.
3. Elektrische Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektrische Komponente als Steuergerät (4) ausgebildet
ist.
4. Elektrische Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Steuergerät (4) mit einem Bussystem (5) verbunden ist.
5. Elektrische Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
alle zugehörigen Signalleitungen (8) miteinander verbunden sind und die
gegebenenfalls weiteren elektrischen Komponenten über das Bussystem (5)
ansteuerbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001106269 DE10106269A1 (de) | 2001-02-01 | 2001-02-01 | Elektrische Schaltungsanordnung mit Mehrfach-Schalter |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001106269 DE10106269A1 (de) | 2001-02-01 | 2001-02-01 | Elektrische Schaltungsanordnung mit Mehrfach-Schalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10106269A1 true DE10106269A1 (de) | 2002-08-08 |
Family
ID=7673641
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2001106269 Withdrawn DE10106269A1 (de) | 2001-02-01 | 2001-02-01 | Elektrische Schaltungsanordnung mit Mehrfach-Schalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10106269A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1429358A1 (de) * | 2002-12-10 | 2004-06-16 | Valeo Schalter und Sensoren GmbH | Lenkstockschalter für ein Fahrzeug |
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| DE2133062A1 (de) * | 1970-07-02 | 1972-02-03 | Tokai Rika Denki Scisakusho Kk | Elektrische Schaltungsanordnung fuer Kraftfahrzeuge |
| DE3502241A1 (de) * | 1985-01-24 | 1986-07-24 | SWF Auto-Electric GmbH, 7120 Bietigheim-Bissingen | Elektrisches geraet |
| DE4233865A1 (de) * | 1992-10-08 | 1994-04-14 | Bosch Gmbh Robert | Bedienvorrichtung für elektrische Verbraucher, wie Blinker, Scheinwerfer, Scheibenwischer o. dgl. in einem Fahrzeug |
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| DE19820691A1 (de) * | 1997-07-29 | 1999-02-18 | Siemens Ag | Steckerteil für einen Kabelbaum eines Kraftfahrzeugs |
-
2001
- 2001-02-01 DE DE2001106269 patent/DE10106269A1/de not_active Withdrawn
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