DE10106412A1 - Vorrichtung zur Ab/Ankopplung von Maschinenkomponenten an direktbildenden Druckmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur Ab/Ankopplung von Maschinenkomponenten an direktbildenden DruckmaschinenInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur An/Abkopplung angetriebener Maschinenkomponenten während der Direktbebilderungsphase von bebilderbaren Druckformen oder bebilderbaren Zylinderoberflächen in Druckwerten von Rotationsdruckmaschinen. Ein einer Druckmaschinenkomponente (26) zugeordnetes Stellglied (7) betätigt kulissenförmige Stellelemente (16, 17) in radiale Richtung, die in einem Übertragungselement (21) vorgesehene, an diesem ungleich verteilte Ausnehmungen (20) eingreifen.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur An/Abkopplung von
Maschinenkomponenten von direktbebildernden Rotationsdruckmaschinen, bei denen an
Druckformzylindern aufgenommene Druckformen oder Bildzylinder beim Bebildern mit
höheren Drehzahlen rotieren.
DE 195 23 378 A1 bezieht sich auf eine Bogenoffsetrotationsdruckmaschine. Auf den
Druckformzylindern können laserbeschreibbare Druckformen aufgenommen werden, die
mittels eines jedem Formzylinder zugeordnetem Laserschreibsystems bebildert werden. Die
Bebilderung der an den Druckformzylindern aufgenommenen laserbeschriftbaren
Druckformen kann auch durch eine in axialer Richtung verfahrbare Bebilderungseinheit
erfolgen, die die Oberflächen von beiden Druckformzylindern bebildert.
Gemäß der DE 195 23 378 A1 ist einer Bogenzuführeinrichtung ein separater
Elektroantrieb zugeordnet; eine Entkopplung von Papierlaufkomponenten, wie
beispielsweise Anleger oder Ausleger während der Bebilderungsphase der Druckformen,
ist nicht offenbart.
Es hat sich herausgestellt, dass bei mit hohen Drehzahlen erfolgender Bebilderung von
laserbeschreibbaren Druckformen oder bebilderungsfähigen Oberflächen von Bildzylindern
alle Komponenten der Druckmaschine angetrieben werden und diese demzufolge einem
erhöhten Verschleiß unterliegen. Während der
Bebilderungsphase erfolgt jedoch weder Papierlauf noch Farbzufuhr im Druckwerk, sodass
diese Maschinenkomponenten während der Bebilderung zwangsweise angetrieben sind.
Dies erhöht den Maschinenverschleiß nicht unerheblich, kostet Antriebsleistung und
verhindert, dass an Anleger- und Auslegerbereichen Vorbereitungen für den nächsten
Druckauftrag vorgenommen werden. Solche Vorbereitungsarbeiten sind beispielsweise
Formatanpassungen, Saugerpositionsanpassungen, etc. was die Einrichtezeiten für den
nächsten Druckauftrag unnötigerweise verlängert.
Ausgehend vom Stand der Technik, liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, die
Direktbebilderung in der Druckmaschine unabhängig vorn Antrieb der Druckmaschine
vornehmen zu können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbaren Vorteile liegen darin, dass mit dieser
Lösung beispielsweise die Loslösung des oder der Druckformzylinder aus dem
Antriebsräderzug der Druckmaschine einerseits möglich ist und dieser gleichzeitig
synchron in einen separaten Antriebsstrang oder auf einen Einzelantrieb umstellbar ist.
Ferner kann mit der erfindungsgemäßen Lösung auch eine Auslegertrommel oder ein
Lackwerk aus- und eingekuppelt werden. Mit dem am Übertragungselement vorgesehenen
Registersystem lässt sich eine exakte Winkelzuordnung erreichen, die bei
Druckformzylindern dadurch gewährleistet ist, dass das Registersystem ungleich am
Umfang eines Übertragungselementes ausgebildet ist und stets alle Stellelemente einrasten
müssen.
In erfindungsgemäß vorgesehener Weiterbildung des der Erfindung zugrundeliegenden
Gedankens, ist das Stellglied in der einem Druckformzylinder oder einer Auslegertrommel
zugeordneten Antriebswelle aufgenommen, wodurch eine sehr kompaktbauende
Anordnung mit Kopplungs/Entkopplungsmöglichkeit erzielt werden kann. Zur
Umwandlung einer translatorischen Bewegung des Stellgliedes in eine Radialbewegung
der kulissenförmigen Stellelemente, sind am Stellglied Anschrägungen aufgenommen, mit
denen den kulissenförmigen Stellelementen eine Ein- beziehungsweise Ausfahrbewegung
aufgeprägt werden kann. Die Anschrägungen befinden sich bevorzugt entlang der
Schaltwege des Stellelements und sind bevorzugt als Konus mit einer allmählich
zunehmenden Steigung ausgebildet.
Die mittels der Anschrägungen betätigbaren kulissenförmigen Stellelemente können in der
Antriebswelle für den Druckformzylinder gelagert sein; vorzugsweise dienen zur
Aufnahme der kulissenförmigen Stellelemente Querbohrungen in der mit einer axialen
Durchgangsbohrung versehenen Antriebswelle.
Das Registersystem, mit dem die kulissenförmigen Stellelemente zusammenarbeiten, ist
vorzugsweise an einem Übertragungselement - wie beispielsweise ein Zahnrad oder ein
Zahnkranz - ausgebildet. Bevorzugt besteht das Registersystem aus einer Anzahl von
Ausnehmungen - z. B. Einfräsungen oder Bohrungen oder dergleichen - an einer
Umfangsfläche des Übertragungselementes. Um eine winkeltreue Zuordnung der
jeweiligen Stellposition zu gewährleisten, sind die Ausnehmungen des Registersystems an
der erwähnten Umfangsfläche ungleich verteilt ausgeführt.
In die solcherart beschaffenen an einer Umfangsfläche des Übertragungselementes
angeordneten Ausnehmungen, greifen bei Betätigung durch das translatorisch
verschiebbare Stellglied die Köpfe der kulissenförmigen Stellelemente ein. Auf diese
Weise wird ein Formschluß zwischen der Antriebswelle und einem Übertragungselement,
welches auf der Antriebswelle aufgenommen ist, herbeigeführt, sodass der vom
Gesamtantrieb der Rotationsdruckmaschine für die Bebilderungsphase benötigte Antrieb
unabhängig vom Antrieb anderer Maschinenkomponenten erfolgen kann.
Der gesondert für die Bebilderungsphase notwendige Antrieb kann beispielsweise ein
separater Elektroeinzelantrieb sein, dessen Drehzahl sich entsprechend der zu erfolgenden
Bebilderung unabhängig einstellen und vorbestimmen lässt.
Die ungleiche Verteilung der Ausnehmungen des Registersystems am
Übertragungselement, bezogen auf das Registersystem kann beispielsweise umfangsmäßig
bei 0°, 110°, und 120° bei Einsatz dreier kulissenförmiger Stellelemente liegen. Darüber
hinaus sind natürlich auch andere beliebige Winkellagen denkbar, an diese ist lediglich das
Erfordernis der ungleichförmigen Verteilung am Umfang von 360° zu stellen.
Zum Stillsetzen papierführender Komponenten wie beispielsweise Anleger oder Ausleger
oder zum Ein-/Auskoppeln eines Farbwerkes, eines Lackwerkes oder nachgeschalteter
Weiterverarbeitungseinrichtungen, kann in einer Druckwerkseitenwand eine Buchse
eingeschrumpft - oder auch auf anderem Wege verdrehgesichert eingelassen sein - um den
Antrieb dieser Komponente während der Bebilderungsphase in der Druckmaschine zu
unterbinden.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung findet ihr Einsatzfeld in Druckwerken von
direktbebildernden Rotationsdruckmaschinen Mehrfarbenrotationen oder
Einfarbenmaschinen, oder Rotationen mit abnehmbarer Druckformen oder solche, die
einen Bildzylinder aufweisen, dessen Oberfläche direkt bebildert werden kann; eine
Verwendung an bahnverarbeiteten Rollenrotationsdruckmaschinen wären ebenso denkbar.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert:
Es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch Druckwerkseitenwand, die Antriebswelle einer beispielhaft
dargestellten Auslegertrommel, sowie eines Übertragungselementes und eines
verdrehgesichert in der Druckwerkseitenwand gelagerten Elementes,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines ein Übertragungselement
durchsetzenden Stellgliedes.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Druckwerkseitenwand, darin aufgenommener
verdrehgesicherter Buchse sowie einen Schnitt durch ein Übertragungselement, welches
drehbar zweifach gelagert auf der Antriebswelle aufgenommen ist.
In der hier dargestellten Schnittzeichnung ist die Druckwerkseitenwand 1 dargestellt, in
deren Bohrung 2 eine Buchse 3 verdrehgesichert aufgenommen ist. Die Buchse 3 kann
beispielsweise in die Bohrung 2 der Druckwerkseitenwand 1 eingeschrumpft sein. Sie liegt
zur Fixierung ihrer axialen Position in bezug auf die Druckwerkseitenwand 1 mit einem
Bund 4 an der Außenfläche der Druckwerkseitenwand 1 an. Die Buchse 3 umschließt die
Mantelfläche einer Antriebswelle 5, mit welcher die Auslegertrommel 26 angetrieben
werden kann. Anstelle der hier dargestellten Auslegertrommel 26, können auch
Druckformzylinder oder Maschinengruppen wie Anleger, Lackwerk oder auch
Weiterverarbeitungseinheiten ein- und ausgekuppelt werden. Von der Auslegertrommel 26
ist hier lediglich eine Stirnseite dargestellt; die der Druckwerkseitenwand 1
gegenüberliegend angeordnete Druckwerkseitenwand ist nicht dargestellt, in der die der
dargestellten Stirnseite 26 der Auslegertrommel gegenüberliegende Lagerungsstelle der
Auslegertrommel aufgenommen ist.
Die die Auslegertrommel 26 antreibende Antriebswelle 5 ist mit einer sich in axiale
Richtung erstreckenden Durchgangsbohrung 6 versehen. In dieser Durchgangsbohrung 6
ist ein Stellglied 7 aufgenommen, welches als ein in Verschieberichtung 9 translatorisch
verschiebbarer Steuerschieber ausgebildet ist. Das Stellglied 7 ist als im wesentlichen
rotationssymmetrisches Teil von der Durchgangsbohrung 6 in der Antriebswelle 5
umschlossen, und hat an seinem die Druckwerkseitenwand 1 durchsetzenden Ende einen
Anschluss für eine Pneumatikversorgung 12. Ferner sind am Stellglied 7 zwei
Anschrägungen 10, 11 ausgebildet, die als ein erster Konus 10 mit einer allmählichen
Steigung der Mantelfläche und als ein zweiter Konus 11 mit identischer Steigung der
Mantelfläche ausgebildet sind. Die beiden Anschrägungen 10, 11 befinden sich
vorzugsweise in den Schaltstellungen des Stellgliedes 7 bezogen auf dessen translatorische
Richtung.
In der Antriebswelle 5 der Auslegertrommel 26 sind kulissenförmige, in radiale Richtung
jeweils verfahrbare Stellelemente 16, 17 untergebracht, die sich durch das in
Pfeilrichtung 9 bewegbare Stellglied 7 jeweils aus der Antriebswelle 5 ausfahren oder in
diese zurückfahren lassen. Zur Unterstützung der Rückfahrbewegung in die
Antriebswelle 5 sind den kulissenförmigen Stellelementen 16, 17 Rückstellelemente 19
zugeordnet. Damit lassen sich die kulissenförmigen Stellelemente 16 beziehungsweise 17
aus ihrer ausgefahrenen Position in die zurückgefahrene Position zurückbewegen. In der
zurückgefahrenen, d. h. in die Mantelfläche der Antriebswelle 5 eingefahrenen Position,
liegen die Stellelemente 16 beziehungsweise 17 mit ihren Fußenden an den verjüngten
Bereichen des Stellgliedes 7 an, während die Kopfenden der kulissenförmigen
Stellelemente 16 beziehungsweise 17 in die Querbohrungen in die Antriebswelle 5
eingetaucht sind und nicht über diese hervorstehen.
Das antriebsmäßig über die mittels des Stellgliedes 7 betätigbaren kulissenförmigen
Elemente 17 koppelbare Übertragungselemente 21 kann entweder als Zahnrad oder auch
als Zahnkranz ausgebildet sein. Im in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das
Übertragungselement 21 mittels eines Lagers 13 und eines weiteren Lagers 28 auf der
Mantelfläche der Antriebswelle 5 beziehungsweise eines Bundes 22 der Antriebswelle 5
aufgenommen. Das der Druckwerkseitenwand 1 zugewandte Lager 13 stützt sich
antriebswellenseitig auf einer Sitzfläche 14 ab und ist am Übertragungselement 21 durch
eine Sitzfläche 15 umschlossen. Das den Bund 22 der Antriebswelle 5 umschließende
Lager 28 stützt sich auf den Lagersitz 23 einerseits ab und ist von der Lagersitzfläche 24
des Übertragungselementes umschlossen.
Unmittelbar am Bund 22 - an diesen seitlich anliegend - ist eine Stirnseite 26 des
Druckformzylinders dargestellt. Die Auslegertrommel 26 erstreckt sich von dieser
Stirnseite aus zur gegenüberliegenden Stirnseite der dortigen Druckwerkseitenwand.
In der in Fig. 1 dargestellten Mittelstellung der des Stellgliedes 7 sind beide Sätze 16
beziehungsweise 17 der kulissenförmigen Stellelemente gerade ausgefahren. Würde das
Stellglied 7 weiter in die Durchgangsbohrung 6 der Antriebswelle 5 hineingeschoben,
würden die kulissenförmigen Stellelemente 17 in Ausnehmungen 20 des Registersystems
im Übertragungselement 21 eingepresst; in diesem Falle stellt sich zwischen den
Kopfenden der kulissenförmigen Stellelemente 17 und in diesen gegenüberliegenden
Ausnehmungen 20 des Registersystems eine formschlüssige Verbindung ein, so dass z. B.
auch ein Druckformzylinder von einer separaten Antriebsquelle angetrieben werden
könnte - so zur Vornahme der Bebilderung der am Druckformzylinder aufgenommenen
wiederbeschreibbaren Druckformen. Damit kann die Bebilderungsdrehzahl, mit der die
Druckformzylinder während der Bebilderung angetrieben werden, unabhängig von den
sonst zwangsweise mitangetriebenen den Papierlauf ausführenden Maschinenkomponenten
eingestellt werden.
Wird hingegen das Stellglied 7 mit beispielsweise einem Pneumatikanschluss 12
ausgestattet, ergriffen und aus der Durchgangsbohrung 6 der Antriebswelle 5
hinausgezogen, fahren die kulissenförmigen Stellelemente 16 aus den Querbohrungen der
Antriebswelle 5 aus und stellen diese in Umfangsrichtung in der verdrehgesichert in der
Druckwerkseitenwand eingelagerten Buchse 3 fest. Gleichzeitig ist das
Übertragungselement 21 nur lose drehend auf der Antriebswelle 5 aufgenommen, da die
diesen zugeordneten kulissenförmigen Stellelemente 17 in ihre Querbohrungen an der
Antriebswelle 5 eingefahren sind. Durch diese Maßnahmen lassen sich Maschinenbereiche
wie beispielsweise Anleger und Ausleger stillsetzen. Dadurch ist eine Kollision durch
unbeabsichtigtes Weiterdrehen des Auslegers und dessen Greiferbrücken mit dem sich
drehenden Gegendruckzylinder ausgeschlossen.
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung eines ein Übertragungselement
durchsetzenden Stellgliedes.
Das hier nur schematisch wiedergegebene Übertragungselement 21 - sei es ein Zahnrad
wie aus der Darstellung gemäß Fig. 1 oder ein Zahnkranz - ist mit einer Bohrung 25
versehen. Die Bohrung 25 wird vom Stellglied 7 axial durchsetzt, welches gemäß Fig. 1
von der Antriebswelle 5 umschlossen ist, deren Darstellung hier fortgelassen wurde. Die
kulissenförmigen Stellelemente 16 sind vorzugsweise als zylindrische Elemente
ausgebildet und von den Querbohrungen der Antriebswelle 5 umschlossen. Durch
Bewegung in axiale Richtung der Stellwelle 8 des Stellgliedes 7 sind in der Darstellung
gemäß Fig. 2 die kulissenförmigen Stellelemente 16 nach Passage des zweiten Konus 11 in
die Ausnehmungen 20 des Registersystems an einer inneren Umfangsfläche des
Übertragungselementes 21 eingepresst. Zwischen den Kopfenden 29 der kulissenförmigen
Stellelemente 16 sowie den Ausnehmungen 20 des Registersystems am
Übertragungselement 21 ergibt sich ein Formschluss, derart dass ein Drehmoment
übertragende Verbindung zustande kommt.
Die Ausnehmungen 20 an der Innenseite der Umfangsfläche des Übertragungselements 21
können beispielsweise als dreieckförmige Einfräsungen ausgebildet sein, es wären auch
Bohrungen oder andere Geometrien für die Ausnehmungen 20 denkbar. In der in Fig. 2
dargestellten Ausführungsvariante der kulissenförmigen. Stellelemente 16 sind
beispielsweise an der Umfangsfläche der Bohrung 25 drei kulissenförmige
Stellelemente 16 anliegend dargestellt. Bezogen auf die Umfangsfläche der Bohrung 25 im
Übertragungselement 21 können diese auf 360° bezogen bei 0°, 110° oder 120°
Umfangsposition liegen, so dass eine ungleiche Verteilung der Einrastpositionen an der
Umfangsfläche der Bohrung 25 im Übertragungselement 21 gewährleistet ist.
Durch die ungleiche Verteilung der kulissenförmigen Stellelemente 16 beziehungsweise 17
in den oben beispielhaft dargestellten Umfangspositionen ist eine eindeutige
Winkelzuordnung sichergestellt. Eine Umsteuerung des Antriebes der Druckformzylinder
zur Bebilderung auf den zur Druckformbebilderung vorgesehenen Antriebsstrang wie
beispielsweise elektromotorische Einzelantriebe geschieht bei extrem langsamer Drehzahl
wobei das Stellglied 7 über durch Pneumatikelemente oder andere Antriebe vorgespannte
Federelemente nach Vorgabe der Ausnehmungen 20 an den Übertragungselementen 21
seine Position ändert, so dass die kulissenförmigen Stellelemente 16 beziehungsweise 17
einmal das Übertragungselement 21 winkelgetreu einkuppelt bzw. ein anderes
Übertragungselement winkelgetreu auskuppelt. In der Darstellung gemäß Fig. 2 sind die
unterschiedlichen Umfangspositionen der Ausnehmungen 20 des Registersystems mit
Punkten am äußeren Umfang des Übertragungselementes 21 gekennzeichnet. Es sei darauf
hingewiesen dass neben den beispielhaft herangezogenen Umfangspositionen 0°, 110° und
220° auch beliebig andere Umfangspositionen in Betracht gezogen werden können; allein
entscheidend ist der Umstand, dass diese ungleich über 360° verteilt sind, sodass eine
eindeutige Winkelzuordnung erfolgen kann.
Neben den hier dargestellten kulissenförmigen Stellelementen die drei einzelne
Stellelemente umfassen lassen sich auch Konfigurationen mit 4 oder 5 kulissenförmigen
Stellelementen realisieren - dies vorzugsweise bei größeren Durchmessern - von
Antriebswelle 5 beziehungsweise Übertragungselement 21.
1
Druckwerkseitenwand
2
Bohrung
3
Buchse
4
Bund
5
Antriebswelle, Druckformzylinder oder Auslegertrommel
6
Bohrung
7
Stellglied
8
Stellwelle
9
Verschieberichtung
10
Erster Konus
11
Zweiter Konus
12
Pneumatikanschluss
13
Lager
14
Lagersitz Antriebswelle
15
Lagersitz Antriebsrad
16
Kulisse
17
Kulisse
18
Rückstellelement
19
Rückstellelement
20
Kulissenausnehmung, Einfräsung
21
Übertragungselement
22
Bund Antriebswelle
23
Lagersitzbund
24
Lagersitz Antriebsrad
25
Bohrung
26
Stirnseite Auslegertrommel
27
Sperrschräge
28
Lager
29
Kulissenkopf
Claims (17)
1. Vorrichtung zur An/Abkopplung angetriebener Maschinenkomponenten während
der Direktbebilderungsphase von bebilderbaren Druckformen oder bebilderbaren
Bildzylinderoberflächen in Druckwerken von Rotationsdruckmaschinen,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein einer angetriebenen Komponente (26) zugeordnetes Stellglied (7)
kulissenförmige Stellelemente (16, 17) betätigt, die in ein in einem
Übertragungselement (21) vorgesehenes Registersystem (20) eingreifen.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Stellglied (7) in der einer Auslegertrommel (26) zugeordneten
Antriebswelle (5) aufgenommen ist.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Stellglied (7) Anschrägungen (10), (11) zur Betätigung der
kulissenförmigen Stellelemente (16), (17) ausgebildet sind.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anschrägungen (10), (11) im Bereich der Schaltstellungen des Stellgliedes
(7) liegen.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die kulissenförmigen Stellelemente (16), (17) in der Antriebswelle (5) gelagert
sind.
6. Vorrichtung gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die kulissenförmigen Stellelemente (16), (17) in Querbohrungen der Antriebs
welle (5) verfahrbar sind.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Registersystem (20) des Übertragungselementes (21) Ausnehmungen
enthält.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmungen des Registersystems (20) an einer Umfangsfläche des
Übertragungselementes (21) ausgeführt sind.
9. Vorrichtung gemäß Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmungen des Registersystems (20) an der Umfangsfläche des
Übertragungselementes (21) in Umfangsrichtung ungleich verteilt ausgebildet sind.
10. Vorrichtung gemäß der Ansprüche 1 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmungen des Registersystems (20) formschlüssig mit den
verfahrbaren kulissenförmigen Stellelementen (16, 17) zusammenarbeiten.
11. Vorrichtung gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopfform (29) der kulissenartigen Stellelemente (16, 17) komplementär
zur Form der Ausnehmungen des Registersystems (20) ist.
12. Vorrichtung gemäß Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die kulissenförmigen Stellelemente (16), (17) am Umfang der Antriebswelle
(5) in 0°, 110°, 220°-Umfangslage aufgenommen sind.
13. Vorrichtung gemäß Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sperrschräge (27) die kulissenförmigen Stellelemente (16, 17) in ihrer
Schaltstellung sichert.
14. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Druckwerkseitenwand (1) ein verdrehsicher gelagertes Element (3)
vorgesehen ist, zum Stillsetzen während der Bebilderung nicht benötigter
Maschinenkomponenten.
15. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach der Entkopplung einer Druckmaschinenkomponente (26) vom
Antriebsstrang des Druckwerkes dieses über eine weitere kraftübertragende
Komponente mit einem separaten unabhängigen Einzelantrieb verbindbar ist.
16. Druckwerk mit einer Vorrichtung zur An/Abkopplung angetriebener
Maschinenkomponenten während der Direktbebilderungsphase von bebilderbaren
Druckformen oder Bildzylinderoberflächen in Druckwerken von
Rotationsdruckmaschinen,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein einem Druckformzylinder zugeordnetes Stellglied (7) kulissenförmige
Stellelemente (16), (17) betätigt, die in ein in einem Übertragungselement (21)
vorgesehenes Registersystem (20) eingreifen.
17. Direktbebildernde Mehrfarbendruckmaschine mit einer Vorrichtung zur
An/Abkopplung angetriebener Maschinenkomponente während der
Direktbebilderungsphase von bebilderbaren Druckformen oder
Bildzylinderoberflächen in Druckwerken von Rotationsdruckmaschinen,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein einem Druckformzylinder zugeordnetes Stellglied (7) kulissenförmige
Stellelemente (16), (17) betätigt, die in ein in einem Übertragungselement (21)
vorgesehenes Registersystem (21) eingreifen.
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| DE10011437.7 | 2000-03-09 | ||
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| DE10227448A1 (de) * | 2002-06-20 | 2004-01-15 | Widia Gmbh | Vorrichtung zur lösbaren Verbindung einer Motorantriebswelle und einer Zylinderwelle einer Rotationsdruckmaschine |
| DE10256294A1 (de) * | 2002-12-03 | 2004-06-24 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Antrieb für eine Druckmaschine |
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