[go: up one dir, main page]

DE10104124C2 - Verfahren zur Veredelung eines Obstbrandes - Google Patents

Verfahren zur Veredelung eines Obstbrandes

Info

Publication number
DE10104124C2
DE10104124C2 DE2001104124 DE10104124A DE10104124C2 DE 10104124 C2 DE10104124 C2 DE 10104124C2 DE 2001104124 DE2001104124 DE 2001104124 DE 10104124 A DE10104124 A DE 10104124A DE 10104124 C2 DE10104124 C2 DE 10104124C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fruit
container
brandy
mixture
fruit brandy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE2001104124
Other languages
English (en)
Other versions
DE10104124A1 (de
Inventor
Juergen Rebhann
Konrad Rebhann
Brigitte Rebhann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE2001104124 priority Critical patent/DE10104124C2/de
Publication of DE10104124A1 publication Critical patent/DE10104124A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE10104124C2 publication Critical patent/DE10104124C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12GWINE; PREPARATION THEREOF; ALCOHOLIC BEVERAGES; PREPARATION OF ALCOHOLIC BEVERAGES NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES C12C OR C12H
    • C12G3/00Preparation of other alcoholic beverages
    • C12G3/04Preparation of other alcoholic beverages by mixing, e.g. for preparation of liqueurs
    • C12G3/06Preparation of other alcoholic beverages by mixing, e.g. for preparation of liqueurs with flavouring ingredients

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Alcoholic Beverages (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Veredelung destillierter Obst­ brände.
Es ist bekannt, aus bestimmten Fruchtarten, beispielsweise aus Birnen, durch Maischung und Vergärung der Früchte und einen daran anschlie­ ßenden Destillationsprozess Obstbrände herzustellen. Der destillierte Obstbrand wird dabei als klare Flüssigkeit erhalten, die letztlich keinerlei Feststoffe mehr enthält, insbesondere keine Fruchtfleischbestandteile.
Die DE 42 41 201 A1 beispielsweise beschreibt Branntweine unter Verwendung von Kernobst, hergestellt durch Vergärung reifer aromatischer Kernobstfrüchte, Destillation der vergorenen Maische und Verdünnung des Destillates mit Wasser auf Trinkstärke, wobei das auf Trinkstärke eingestellte Destillat mit zerkleinertem Kernobst versetzt, bis zur Ausreifung der Fruchtfarbe und des Aromas luftdicht gelagert, anschließend unter Rühren gelagert, dann leicht filtriert und abgefüllt wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Veredelung solcher Obstbrände vorzuschlagen. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Veredelung des Obstbrandes liegt insbesondere darin, dass der destillierte Obstbrand nach dem Brennprozeß nochmals intensiv mit fruchtreifen Früchten in Kontakt gebracht wird und dadurch eine Vielzahl von Aromastoffen aus den Früchten in den Obst­ brand übergehen. Dadurch kann das Aroma des Obstbrandes intensiviert werden und aromatischere Geschmacksrichtungen hergestellt werden.
Erfindungsgemäß werden dazu Früchte zusammen mit dem Obstbrand in einem Behälter gemischt und miteinander in Kontakt gebracht. Selbstver­ ständlich ist es dabei gleichgültig, ob zuerst die Früchte und dann der Obstbrand oder umgekehrt in den Behälter eingebracht wird. Abhängig von der Lagerzeit in dem Behälter gehen die im Fruchtfleisch enthaltenen Aromastoffe auf den Obstbrand über. Am Ende der Lagerzeit wird der Obstbrand aus dem Gemisch abgefiltert und dabei der Großteil des Fruchtfleisches abgetrennt.
Selbstverständlich ist es durch Einsatz entsprechender Filter möglich, den Obstbrand im Wesentlichen feststofffrei aus dem Gemisch abzufiltern, um dadurch wiederum eine klare Flüssigkeit zu erhalten. Da die Kundenwün­ sche heute vielfach auf naturtrübe Getränke gerichtet sind, ist es aber besonders vorteilhaft, wenn bei der Filtrierung nur der grobe Feststoffge­ halt abgetrennt wird und feine Fruchtfleischanteile im Obstbrand verblei­ ben. Damit kann ein naturtrüber Obstbrand, insbesondere auch mit att­ raktiven Färbungen hergestellt werden.
Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren frisches Obstfleisch verwendet wird, das zusammen mit dem Obstbrand über längere Zeit gelagert wer­ den muss, besteht potentiell die Gefahr, dass das Fruchtfleisch unter dem Einfluss von Bakterien und Pilzen verdirbt. Es ist deshalb von besonde­ rem Vorteil, wenn der verwendete Obstbrand einen Alkoholgehalt von über 60% aufweist, insbesondere wenn ein 70%iger bis 80%iger Obst­ brand verwendet wird. Durch den hohen Alkoholgehalt können Fäulnis­ prozesse im Gemisch ausgeschlossen werden, ohne sonstige Zusatzstoffe verwenden zu müssen.
Zur Vorbereitung der Früchte sollten diese aussortiert werden, um nach Möglichkeit ausschließlich fäulnis- und schorffreie Früchte mit dem Obstbrand in Kontakt zu bringen. Je nach Zustand können die Früchte auch gewaschen werden. Zur Vermeidung des Übergangs von unge­ wünschten Aromastoffen ist es vorteilhaft, die Früchte zu entkernen bzw. zu entstielen. Ein besonders intensiver Kontakt zwischen den Früchten und dem Obstbrand kann dadurch ermöglicht werden, dass die Früchte vor der Einbringung in den Behälter zerkleinert werden.
Als Mischungsverhältnis zwischen Früchten und Obstbrand im Gemisch hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das Gemisch im Behälter 50% bis 70% Obstbrand und 50% bis 30% Früchte enthält.
Um einen möglichst intensiven Kontakt zwischen den Früchten und dem Obstbrand herzustellen, kann das Gemisch beim Einlagern und/oder während der Lagerung intensiv vermischt bzw. verrührt werden. Dieser Vorgang kann erforderlichenfalls auch mehrfach wiederholt werden.
Die Lagerung des Gemisches im Behälter sollte vorzugsweise bei Keller­ - bis Zimmertemperatur erfolgen, wobei sich eine Lagerdauer von vier bis zehn Wochen als besonders geeignet erwiesen hat.
Zur Abfilterung des Feststoffgehaltes aus dem Gemisch sind Pressverfah­ ren geeignet, bei denen das Gemisch durch ein Filterelement mit be­ stimmter Trennschärfe durchgepresst wird, so dass die groben Fruchtbe­ standteile entfernt werden und feinere Fruchtbestandteile dem Obstbrand verbleiben.
Wird ein hochprozentiger, beispielsweise 70%iger Obstbrand mit den Früchten gemischt, sollte dieser vor dem Verzehr auf einen geeigneten Alkoholgehalt herunterkonzentriert werden. Dazu kann dem Obstbrand nach dem Abfiltern Wasser, insbesondere destilliertes Wasser, zugegeben werden, bis ein Alkoholgehalt von 38% bis 42% erreicht ist.
Welche Art von Früchte bzw. welche Art von Obstbrand zur Durchfüh­ rung des erfindungsgemäßen Verfahrens Verwendung finden, ist grund­ sätzlich beliebig. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Früchte derselben Fruchtart sowohl zur Herstellung des Obstbrandes als auch zur späteren Veredelung eingesetzt werden. Dadurch kann das Aroma des jeweiligen Obstbrandes intensiviert werden. Es sind selbstverständlich aber auch Mischformen denkbar, um dadurch dem aus einer Fruchtart hergestellten Obstbrand eine zweite Aromanote hinzuzufügen.
Besonders geeignet zur Veredelung des Obstbrandes sind Birnen, insbe­ sondere der Sorte Williams-Christ-Birnen, da diese Früchte eine große Anzahl von Aromastoffen enthalten.

Claims (10)

1. Verfahren zur Veredelung eines destillierten Obstbrandes, mit folgenden Verfahrensschritten:
  • - Einbringung des Obstbandes in einen Behälter, wobei der Obstbrand einen Alkoholgehalt von über 60% aufweist, insbesondere dass ein 70%- iger bis 80%-iger Obstbrand verwendet wird;
  • - Einbringung von Früchten, in den Behälter;
  • - Lagerung des Gemisches aus Obstbrand und Früchten im Behälter über eine bestimmte Dauer;
  • - Abfiltrierung zumindest eines bestimmten im Gemisch enthaltenen Feststoffanteils;
  • - Mischung des nach dem Abfiltern erhaltenen Obstbrandes mit Wasser bis der Obstbrand auf einem zum Verzehr geeigneten Alkoholgehalt, insbesondere einen Alkoholgehalt von 38% bis 42%, herunterkonzent­ riert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Abfiltern zum Erhalt einer naturtrüben Flüssigkeit nur gro­ be Feststoffe abgefiltert werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Früchte vor der Einbringung in den Behälter gewaschen und/oder aussortiert und/oder entkernt und/oder entstielt und/oder zerkleinert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch im Behälter 50% bis 70% Obstbrand und 50% bis 30% Früchte enthält.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch beim Einlagern und/oder während der Lagerung in­ tensiv vermischt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch im Behälter bei Keller- bis Zimmertemperatur gela­ gert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch im Behälter für eine Dauer von vier bis zehn Wo­ chen gelagert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch in einem Pressverfahren durch ein Filterelement mit einer bestimmten Trennschärfe durchgepresst und dabei abgefiltert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Früchte der Fruchtart, die zur Herstellung des Obstbrandes ver­ wendet wurde, auch in den Behälter eingebracht werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Früchte Birnen, insbesondere der Fruchtsorte Williams- Christ-Birnen, verwendet werden.
DE2001104124 2001-01-29 2001-01-29 Verfahren zur Veredelung eines Obstbrandes Expired - Lifetime DE10104124C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2001104124 DE10104124C2 (de) 2001-01-29 2001-01-29 Verfahren zur Veredelung eines Obstbrandes

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2001104124 DE10104124C2 (de) 2001-01-29 2001-01-29 Verfahren zur Veredelung eines Obstbrandes

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE10104124A1 DE10104124A1 (de) 2002-08-14
DE10104124C2 true DE10104124C2 (de) 2003-11-27

Family

ID=7672222

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2001104124 Expired - Lifetime DE10104124C2 (de) 2001-01-29 2001-01-29 Verfahren zur Veredelung eines Obstbrandes

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10104124C2 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004020674B4 (de) * 2004-04-28 2006-08-24 Wesergold Getränkeindustrie GmbH & Co. KG Verfahren zum Herstellen einer Beeren- oder Obstbrannt-Spirituose durch Zusatz unvergorener Früchte zum Feinbrand

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4241201A1 (de) * 1992-12-08 1994-06-09 Willi Maier Kernobstbranntweine und Verfahren zu deren Herstellung

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4241201A1 (de) * 1992-12-08 1994-06-09 Willi Maier Kernobstbranntweine und Verfahren zu deren Herstellung

Also Published As

Publication number Publication date
DE10104124A1 (de) 2002-08-14

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3811149C2 (de) Entfernung von schädlichen, geruchsbildenden Verunreinigungen aus Hopfengeschmacksstoffen
EP0203126A1 (de) Bier und verfahren zu dessen herstellung
WO1986003222A1 (fr) Biere et procede de fabrication
DE60124707T2 (de) Verfahren zur herstellung von gereinigten zitrusölen aromen
DE2238910B2 (de) Verfahren zum Aromatisieren von Tee-Extrakten
DE2519676A1 (de) Verfahren zur herstellung eines hopfenoelpraeparates
DE2829964C2 (de)
DE102018108155A1 (de) Hopfen-Extraktions-Erzeugnisse und -Verfahren für verbesserte Getränke-Fermentation und verbesserten Geschmack
DE69505940T2 (de) Methode zur Herstellung hochwertiger Aromen
DE10104124C2 (de) Verfahren zur Veredelung eines Obstbrandes
DE2621868B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Gewürzaromaextrakten und deren Verwendung
DE60016399T2 (de) Zusammensetzung der Inhaltsstoffe eines starken alkoholischen Getränks, welches sich "TAFFIA" nennt
DE10252168B4 (de) Verwendung eines Verfahrens zur selektiven Abtrennung von flüchtigen Aromastoffen aus einphasigen, flüssigen Ausgangsmaterialien mit einem Fett- und/oder Öl-Gehalt ≦20 Gew.-%
DE102004020674B4 (de) Verfahren zum Herstellen einer Beeren- oder Obstbrannt-Spirituose durch Zusatz unvergorener Früchte zum Feinbrand
DE3114648A1 (de) Verfahren zur herstellung eines alkoholfreien weines
EP1476534A1 (de) "doublesse"-verfahren zur herstellung von schaumwein
DE1941450A1 (de) Verfahren zur beschleunigten Alterung von alkoholhaltigen Getraenken
DE3601582A1 (de) Gewuerzzubereitung fuer ein alkoholhaltiges getraenk
DE69116296T2 (de) Verfahren und Zusammensetzung zur Herstellung von Getränken
DE102004043972A1 (de) Haselnussgeist
DE602004001462T2 (de) Verfahren zur weinherstellung mit mazeration durch mikrowellen
AT520923B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Spirituosen mit Kürbiskernaroma
EP3666876A1 (de) Verwendung eines ginähnlichen hydrolats
EP1031624B1 (de) Alkoholisches Getränk
DE517061C (de) Verfahren zur Gewinnung von Bouquetstoffen aus Trinkbranntweinen und Maischen

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8304 Grant after examination procedure
8364 No opposition during term of opposition
R082 Change of representative

Representative=s name: LEDERER & KELLER, 80538 MUENCHEN, DE

Representative=s name: LEDERER & KELLER, DE

Representative=s name: LEDERER & KELLER PATENTANWAELTE PARTNERSCHAFT , DE

R071 Expiry of right